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Ein Charakteristiker.

11üßt auf den Arm eines Getreuen, hat wandeln jehen. Und dies Sichstüßen, dies Abhängen von anderen wird

ihm zum Symbol, auf das er dann tief innerliche Ernst vetiborn.

Charakteristif aufbaut. Immer, auch wenn er geheimste

seelische Eigenheiten ergründet, hält er das Acußere des Jeßt endlich ist der Rüdschlag erfolgt. Vor furzem Menschen im Auge

. Er kommi immer wieder darauf noch war es in Deutschland ähnlich wie in dem Schillersden zurüd, weil er es beständig sieht

. Kapps annut und Gedicht von der Teilung der Erde: cin jeder nahm sein

Kraft der Erscheinung und Moritz Hartmanns schöne Pac ind fümmierte sid) nicht um das Teil des andern. Hände spielen in den betreffenden Auffäßen eine große Man suchte etwas darin Scheuflappen zu tragen, um ja stalten jo klar, wie ein Künstler die Menschen, die er

Rolle. Der Esjanist Ludwig Bamberger sieht seine Genichts als das eine Notwendige zit jehen. Man war

dafft. eingeschworener Spezialist

. Man suchte sich ein Arbeitsfeld aus, möglichst flein und felt ind umgab es mit einer

Ilnd Banberger betrachtet den Menschen nie allein, chinesischen Mauer: was darüber war, das war vom Ilebel.

als solchen. Er gräbt ilin mit dem Boden aus, aus dem Und war das Feldchen auch gänzlich unfruchtbar, man

er erwachsen. Er sieht ihn als ein Glied seiner Familie, hatte sich und den Besten der Zeit genug getan, wenn

als Sohn, als Vater. Er crgründet die Eigenheiten der man nur in dem Dünen jaude einen čchuh tiefer gegraben Seneration, mit der er gelebt, und stüßt die individitello hatte, als der jeweilige Vorgänger. Dag jein, daß diejer Jolirtrieb, dies gierige Spezialistentum nur eine sekundäre einem Buche den Titel geben, den das Hauptwert Hille Erscheinung des allgemeinen Strebertums war, jedenfalls und Menschen. Ilnd es ist erstaunlich wie vernichtend

brands, der er meisterlich gezeichnet, trägt: Zeiten, Völfer benamjete inan es deutsche (Gründlichkeit

. Jetzt aber, sagte diese Feinie sondirende Kunst der Charakteristik werden ich, ist der Rückschlag erfolgt. Auch in der jüngeren faun, einem Manne wie Heinrich von Treitschfe gegenGeneration macht sich überali wenigstens die Sehnsucht nach Universalität geltend. Deshalb fängt man wieder

über. Tout comprendre heißt auch voll verdammen. an, sich der älteren Generation geistig nahe zu fühleit.

Bainbergers Charakteristiken ist ein Buch ganz intimer Immer hat es Menschen gegeben, in denen sich der Reize. Man muß auch zwischen den Zeilen lesen können, Geist ihrer Zeit ganz verkörperte. Die Generation, die

um es ganz z11 verstehen. Dann ersteht einem das Bild um das Jahr 1848 ihre entscheidenden Jugendeindrüde Mit seiner ironischen Verachtung alles Zunftmäßigen,

des Maimes jelbst mit seinen Neigungen und Abneigungen. enipfing, hat ungewöhnlich viel solcher glücklichen, schönen Erscheinungen aufzuweisen. Denn das Streben, das jetzt

Engen, Streberhafteit. Mit seiner ,,Weltmgmiseleganz". wieder erwacht, stand damals in voller Blüte: das Streben, sprochen hat. Es sind Männer ganz verschiedenen Strebens

um ein Wort 311 brauchen, das er von Hillebrand ge sich das gesamte geistige Besitztum der Zeit z11 cigen 311 machen. Wenn heute von dem Politifer Liidwig Vamberger

und ganz verschiedener Lebensstellung, die er gezeichnet

hat fic scheinen wie Glieder einer Familie zusammengroßenteils litterarische Charakteristiken *) crscheinen, jo kommt das Buch gerade 311 rechter Zeit.

zugehören: die Persönlichkeit Ludwig Bambergers ist das

geistige Band, das sie vereint. Ilnd Ludwig Vambergers Charakteristiken sind gleid): Bambergers Charakteristifen ist ein Buch, 31 dem zeitig ein unmodernes, gleichzeitig ein eminent modernes

man flüchten darf, wenn einen die Sehnsiicht aus dem Buch.

Bereich der Alltagslektüre heraustreibt. Es ist das Wert Unmodern, der Form nach. Denn das Gija), als ciner reichen Hersönlichfeit, cines vornehmen und freien Kunstform, hat gerade im leßten Jahrzehnt entscheidende Mannes. Aber es ist auch ein Blich, das, um mit Logau 311 Wandlungen durchgemacht. Ansielle des malerischen reden nicht mir fragt: „Leice, wie gefall ich dir" fontIdeals ist ein rein plastisches getreten. Stil ind Komposition der auch: „Lejer, wie gefällst du mir?“ drängen nach flarer durchsichtiger Gestaltung. Jede Einzelheit soll als Teil im Ganzen aufgehen. Der Essayisi Ludwig Bamberger aber ist ganz ein Schüler Sainte-Beuves. Seine schönsten Blumen wachsen abseits von dem Wege, den er beschreitet. llud er verläßt den Weg, um sie zit pflücken. Man wandert mit ihm und man weiß nicht immer, wohin die Reise geht. Dann aber entjiehi überraschend und flar aus all den Einzelzügen das Gesamtbild.

Das eigentliche Studium der Menschheit ist der Mensch: dies alte Wort ist in unseren Tagen wieder ganz

In letter Stunde. zeitgemäß geworden. Mit den Allermodernisten hat Ludwig

Epizze. Bamberger das tiefe Streben nach möglichst innerlicher

on Erfassung und möglichst intimer Würdigung der Persön: lichkeit gemein. Darum charakterisirt er am liebsten Leute,

hugo Borlac. deren Hand er gehalten und in deren Zimmer er guíesjen hat. Er verwendet auf Schilderungen des Milieus nicht Na“, meinte der Wärter, als er das Frühstüđ viel Worte, aber man fühlt, daß er die Menschen in brachie, „heute ist der lebte Tag; morgen um die ihrem Milien mit Augen sieht. In intim Persönlichen Zeit gipfelt seine Kunst. Darin ist er Meister.

is der Kupp runter,“ ergänzte der Verurteilte Man muß ihm nachgehen und ihn belauschen, wie ruhig, während er ins Weißbrod bis. er cine so ganz persönliche Charafteristik bei einem Manne, Der Wärter nickte bedächtig mit dem Kopfe und wie z. B. Napoleon dem Dritten zii slande bringt. Er | Faltete die Hände freuzweise übereinander. schlägt sein Tagebuch auf und erinnert sid), wie er ihn „öm," bruhte er ,,and is Shnen nich'ı bisfen am Rande des Triches in Boulogner Gehölz, schwer ge bange dabei?"

„Niee,“ crwiderte der Gefangene und tranf erst mal *) Berlin 1894. Nosenbaum und Gart.

einen Schlud Kajice, „jarnich.“

11

„Ja
,,Nu?"

11

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11

,,Nee!", fuhr der Delinquent nochmals auf, „10ch das Fenster, fick linenlichtes, die breit hineinfloß durch

,SO!"

etwas möcht id noch,“ begann er, „etwas -" Nee! Jď weeß ja nu doch, det der Kopp morgen runter muß. Dit is inu mal so dagegen hilft keen Eenen Wunsch hätte icf noch, so n rechten HerzensMinjeli mehr

winch - o -- ja. Alo, eh ick sterbe, da möcht ick „Is man jut, daß Se so gefaßt find,“ unterbrach noch eenmal in meinem Leben, noch eenmal — recht ihn der Beamte.

tüchtig recht jehörig

il jediegenen Skat Der Verurteilte hatte inzwischen auf der Fritsche kloppen!" sikend sein Frühstück beendet; er stand auf und gab den

„Hm.“ braunen Kaffeetopf den Wärter zurück.

Jeht det," fragte der Verurteilte mit einem bittenWarum demit nich," erklärte er. Det steht doch den Lächeln, „jeht det, mit ihnen?" ulu mal feste: ich muß in 22 Stunden sterben und ob Muß denn das sein?" - crwiderte der Wärter icf 1111 weene oder mir freie det is ejal, dafor legt ernst, „denken Se doch; heute auf Ihren legten Tach mir der Staatsanwalt ooch nich nc halbe Stunde 311." | wolln Se Skat spielen! Muß denn sowat jrade heute ,,Nec, niee – das stimmt."

sein?" ,,Nu aljo, jehn Se woll! Da freie ich mir doch Mir bleibt ja sonst keene Zeit mehr dazu,“ erlieber und bin verjnücht iiff meine leizten 22 Stunden.“ widerte der Gefangene kopfschüttelnd.

Der Wärter schwieg eine Weile iind bliďte den Ges „Lassen Se s man," ermahnte der andere. fangenen ernst an.

Ner - nice, icf möcht't doch 311 jerne," versicherte Wirds denn aber oud anhalten bis ans Ende der Todeskandidat treuherzig. „Scien Se man fo jut, mit der Vergnüchtheit?“ meinte er dann.

ja?" ,,Jewiß!", versicherte der Delinquent, ,,det is ja nii ich will mal sehn.“ Doch sicher: ob ick heile wien Hund, oder vergnücht bin, ,,Ach ja." vien kleener Teckel – icf muß ja doch in 22 Stunden „Aber ich muß erst mal frageni, obs sein darf und terben."

den muß ich starten besorgen." „Hm.“

„Jewijs," stimmte der Gefangene bei, „und denn „Iď betrachte eben die Sache mit Humor! Morjen de Hauptsache: 11 dritten Muun! Wie is '1 'n damit?" früh im fünfen hört for mir de Weltjeschichte 11ff

„Das wird schwer sein," meinte der Aufseher nachdet fann feen Rechisanwalt mehr ändern. Ilnd dadrum

denflich. fach 'k Ihnen ja: id will noch mal fidel jein, eh ick

Meenien Se?" sterbe!"

Tja,“ erklärte der Wärter mit bedächtigem Kopf Wolln Se nich lieber mit it Herrn Pasier

niden, aber ich will hnen was sagen: da draußen is „Neeee, Männekin! Fidel will icf sein!“

jert jrade der Scharfrichter – wolln wir den nehm?" Sein Se vernünftig,“ ermahnte der Beamte, „turn

Hm Se fich lieber mit 11 Herrn Paster

Dder – is Thien das unangenehm ?" „Diee!“, unterbrach ihn der Gefangene ärgerlich.

Nee, niee," crwiderte der Delinquent, „warin joul ,,Fidel will ick sein! Det derf ick doch?"

man denn nich mal mit seinem Scharfrichter Sfat spielen „Jewiß,“ erwiderte der Wärter achselzuidend.

aber – is er denn sonst 11 anständjer Mensch ?" Na also," fuhr der Berurteilte fort, und nic

,,11 janz juter Kerl," versicherte der Wärter und Henkersmalzeit fricgé iď doch noch? Wa?"

ging hinaus. „Selbsiverständlich. Was wollu Se denn haben?“ | fesielt und stand un auf von seiner Pritsche. Sie war

Der Gefangene war wieder allein. Er war ungeDer Todesfandidat überlegte eine Weile und stüßte das einzige Ausstattungsstüď seiner Zelle, diese Pritsche den Kopf nachdenklich in die Hand.

sonst war alles leer und fahl. Rohe, unbekleidete Wat Jutes!“, erklärte er dann, „wat janz feines rote Mauern bildeten die Wände und der Fußboden war

mit Ziegeln gedeckt. Die Zelle war hoch und auch das „Na?"

cinzige Fenster, das sie hatte, lag in der Höhe fo ,,Böffstiff!"

hoch, daß der Gefangene' es knapp erreichen konnte mit „Hm!“

feinen ausgestreďten Händen. Tas Fenster war vergittert Nee hallen Se mal: noch wat feiners“, rief innd von dein hellen blauen Himmel flimmerte nur ein der Gefangene und schlug mit der Hand laut llatschend kleines viereckiges Stückchen hinein zii dem Verbrecher. auf jein Anice, „, Šlüd Hammelbraten!"

Ilnd noch etwas drang 311 ihm hinein: eine fluitende ,,Atönn Se haben." wat :

ruteni, steinernen Fußboden legte und in schräg herahulut.“

steigenden Streifen die rohen Seitenmauern beglänzte. „ind Weißbier dazu.“

Aber an der glatten Fensterscheibe brachen sich wie mit „Iut.“

goldzerstäubendem Glißern ein paar dünne feine Sonnen,,So," meinte der Verurteilte dann und nahm wieder i iträlchen, schienen neugierig hineinzublicken in die öde auf der Pritsche Plaş, „kann id mir un noch wat Belle, fuhren

Belle, fuhren - lvie im tändelnden Betrachten – immer wünschen?"

auf und nieder an der Fensterscheibe iind verschwanden Jawol.“

dann wieder, als wenn sie sich fürchteten hineinzudringen ,,!1 dußend Zigarrn ?“, fragte er etwas zaghaft. in den frendlosen Kerker. Dann kamen neue, trieben

Gewiß,“ entgegnete der Wärter lächelnd, „is das : dasselbe Spiel imnd machten verschwindend wieder neuen mut alles?"

Hlatz. „Hin,“ brummte der Todesfandidat itd jah tief Der Gefangene war noch jung - er stand mit außsinnig vor sich nieder.

gespreizten Beinen mitten in der Zelle und hatte die „Na reden Se man“, ermunterte der Wärter, Hände in die Hosentaschen gesteckt. Die zerglißernden was Se sich bis jeßt jewünscht haben, das werden Se Sonnensträlchen am Fenster jah er nicht, daš flutende ja friejen. Se sind ja bescheiden."

Goldlicht beachtete er nicht und für den ficinen viereckigen

und zwar

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Feßen hellblauen Himmels hatte er fein Auge

Berlin! Jut am nächsten Morjen, eh wa niachu blicte nitr stumpf ins Nichts.

Bahnhof jingen, suche ick mir alle Jungens uff, die kleener Da kam der Henker herein.

waren wie icf immer eenen nachm andern „Tag,“ rief er laut, ,,Skat wolln Se spielen?"

„Na ja und ?" Woll! Sind Sie dabei?"

„Den ersten hab ick vahaun; da schrie der: morjen Na, ob!“, entgegnete der Scharfrichter, „jewiß bin komm ick mit meinen jroßen Bruder, der verteilt dir ich dabei.“

dafor wieder. Den zweeten hab ick voch vahaun ,, Na denn is jut. Nehm Se 1 Dogenblick der wollte sich ooch am nächsten Tage von sein Freund Plaß, Meester; seßen Se sich man.“

revanjchiren lassen." ,,Det könn ma machen,“ erwiderte der Gast des ,, Und denn?" Todeskandidaten und ließ sich schwerfällig auf die Pritsche Die andern hab ick voch alle durchgeprügelt nieder.

cenen nachm andern und alle wollteit fe fich am Dann schmiegen beide eine Weile, denn die Situation nächsten Tage zusammentun und mir dafor vertobacfent ---" war doch ein wenig apart und keiner wußte recht, wie „Na - ?" er die eigentliche Konversation einleiten sollte. Der Scharf „Und am andern Tage war icf längst in Berlin richter schien zuerst einen Anknüpfungspunkt gefunden 311 mein Zug hatte längst jepfiffen! Die waren um ihre haben.

Rache jeťommen!" „Na," begann er, „Sie haben also Luft uff Ihre „Haha," lachte der Scharfrichter. lekten fünf Minuten noch n Posten Jeld zu jewinnen?“ ,,So n Witz mögt ick heute noch noch machen,"

Der Gefangene stellte sich breit vor seinen Gast hin. fuhr der Gefangene fort, „und den – wenn mir eener

,,Wenn Sie noch n paar Märker verlieren wollen," wat anhaben will: mein Zug pfeift morjen früh!" erwiderte er.

,,Sie sind jani janë rippiges Luder!", rief der Det käme mir nich driiff an,“ entgegnete der Scharf: Henker lachend. richter mit behaglichein Lachen, „det wär doch ne Re „Na ob – eene dolle Sache mach ich heute noch," wangsche.“

versicherte der Todeskandidat. „Wieso denn ne Revangsche ?“, erkundigte sich der „Liegt!“, brummte der bedächtige Wärter in diesem Verurteilte und ließ sich langsam neben dem andern Augenblick auf das Spiel deutend, wo der Scharfrichter nieder.

ebeit einen Stich annehmen mußte. „Na,“ erklärte der Henfer, sich gemütlich dehuend „Donnerwetter!“, rief der ärgerlich, während der und streckend, wo Sie so jut jeivesen sind und mir fufzig Todeskandidat laut auflachte. Daler zu verdienen jeben

„Minus 20,“ brummelte der Aufseher nolirend, „Sie

stelin jetzt auf 178.“ ,,Det wissen Se woll_jarnich,“ lachte der Scharf: Vafliicht," fuhr der Henker auf, „jetzt muß ict richter auf, „Sie, wat? Det wissen Se wolljarnich? | aver jewinnen!“ Dafor, det icf Ihnen Morjen Früh 11 Nopp abhane, Der Gefangene mischte inzwischen lachend die Karten, krieje ick fufzig Daler!"

gab und der Henker spielte Pique-Solo Der Verurteilte blickte ihn verdutzt an.

„Nu wolln wa doch mal sehu,“ meinte er, eine Jawoll!", versicherte der Henfer und stemmte lachend Karte ausspielend, „Trumpf!" die beiden Fäuste in die Hüften.

,Sie verlieren wieder,“ behauptete der Wärter und dann spielten alle drei eine Weile schweigend weiter,

wobei der Scharfrichter mehrere Stiche machte. Sie spielten Skat. Der Gefangene jaß auf der „Sewiß verliern Cic," versicherte der Gefangene, Pritsche und ein Stüdchen von ihm entfernt lehnte halb plößlich die Starte des Henkers übertrumpfend und dann liegend der Scharfrichter. Den Platz dazwischen hatten selbst ausspielend, „nehm Se den!". sie für die Karteit freigelasjen und vor diesem Plate „Nee“, bruminte der Scharfrichter, eine Scarte 311faß der Wärter auf einem kurzlehnigen Bretlersruhle, den gebend. er mit hereingebracht hatte.

,,lind den!" Der Aufseher mischte die Karten und der Verurteilte „Niee“, knurrte der wenker grimmig und machte mit sprach gerade:

seinen abgelegten Karten plötzlich eine verdächtige Bea Nu denken Se mal, wat man heute nich noch allens wegung. for dolle Streiche anjeben fönnte – denken Se mal! ,,Ilnd ben!" De janze Welt könnte man ungestraft in de Luft sprengen „Jawoll!“, rief er laut und warf den höchsten Trumpf

denn se könnten mir ja ooch weiter nischt anhaben, ins Spiel. wo ick_morjen doch hingerichtet werde -

„Halt

, det is jemogelt!“, schrie der Gefangene auf. „Det is ouch n Standpunkt,“ meinte der Scharf springend. richter, während der Gefangene zu reizen begann - er Jawoll“, bestätigte der Wärter, der älteste Junge haite gute Karten und reizte bis zum dritten Solo, mußte is schon längst raniš“. aber dann das Spiel den Scharfrichter, der einen „Null“ Nee", beteuerte der Scharfrichter. hatte, überlassen.

Jawoll", schrie der Verurteilte wütend, ,, Sie haben „Da faln Se rin,“ behauptete der Todeskandidat. jeniogelt! Sie haben mit dem Jungen schon mal ni „Hin,“ brummte der Wärter und das Spiel begann. Stich jenommen und eben haben Se n raus jcklaubt! „Älso —

– wat ick sagen wollte,“ fuhr der Delinquent Det is jemogelt! Det is Betrug!" fort, „det is jrade so wie damals, wo icf zehn Jahre alt „Wat jagen Se? Betrug?", brüllte der Henker, war

wütend aufspringend. Sollten Se damals voch schon mal verdonnert „Jawoli, Betrug! Sie sind n Betrüger! N Limp werden?“, warf der Henfer lachend dazwischen, während sind "Se wissen Se det? 11 Lump!" er Stich auf Stich abgab.

„Nee - da wohnt ick noch uffs Dorf und eenes Ruhe“, gebot der Wärter, „Ruhe fag ich!“ tages jacht mein Alter zu mir: morjen ziehn wa nad; „Ach, wai Ruhe“, rief der Gefangene ärgerlich, „ivat

*

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„Kerl!

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können Se mir denn du, wenn icf nich ruhig bin? „Vußenjcheibenlyriť“ war das jähe Ende eines ganzen jahrelangenWollen Se mir vielleicht zweemal föppen? Wat? Id Miswachses. Und von jeiner weimarer Rede eine feine und {age Ihnen, Sie Schindersknecht Sie! ii Litmıp sind Sie!" nachdenklidie Rede scheint eine ähnliche Wirkung ausgehen zu Sie steri, Sie

wollen in begrenzterem Söreise. In den Regionen, wo man VaUnd ick wer ihnen noch wat sagen“, eiferte der rianten sucht und Siglen erfindet, herrscht eine merkliche Verlegenheit, Veruirteilte weiter, Ihnen der Sie n Lump sind, und mit der fachmännisch würdigen Ramschverehrung wird es in soll ick fufzig Thaler zu verdienen jeben

Weimar vor der Hand vorbei sein. Ilnd Henses Nede hatte noch manche „Ruhe!“, donnerte der Wärter dazwischen.

anderen Reize als die der unerwarteten Freimütigkeit; es war die Sie sind ja 11 Raubniörder!“, brüllte der Scharf- Rede eines Dichters, mit allem Persönlichen, allen Sous-entendus richter wirtschraubend.

einer Konfession. Die Hochachtung, mit der Heyse von der franAber ick habe noch nie im Skat jemogeli", schrie zöjischen Technik des Drama: sprach, erzählt unfreiwillig von erder Gefangene dagegen, „Sie haben jar feen Recht, sich bitterten, nicht immer siegreichen Kämpjen des Dichter: mit seinem über 11 Raubmord uffzuhalten, Sie Betrüger, Sie!" Stojf; seine Definition des Tramatischen in ganz modernen und „Ruhe!“, donnerte der Wärter.

ewig altem, realistischen Sinne von Zwiespältig feiten, die in des Nee!“, schrie der Gefangene weiter, „det muß ick Dichters Seele entstehen, wenn er sid) zuini Vorfämpfer des Idealisnoch sagen: von so 11 Rerl, der im Skat mogelt, laß mus aufwirft. ick mir nich köppen! Det jeht wider ineine Ehre

Die Goethekanzel in Weimar scheint auf die dringlichen Mah,,Raubmörder Sie!"

nungen der profanen Kreßmensdien hin bis auf weiteres an Goethes Icf räche mir dafor an Ihnen!“, brüllte ihn der wahre Enkel, die deutschen Dichter, abgetreten zu sein. Denn wie Delinquent an.

verlautet, wird im nächsten Jahr die Festrede Adolf Wilbrandt „Haha! Sie denken woll an Ihre kleene Jungens, halten. Raubmörder, Sie ?"

Raus“, schnauzte irun der Wärter ärgerlich und drängte den Scharfrichter halb mit Gewalt zur Zelle

Ostar Wetten ist, funfzig Jahre alt, gestorben. Man muß an

jeinem Grabe das alte Lied von Schriftstellerelend, Not und Arniut hinaus.

singen. Dazu war er ein schwer franker Mann, angenleidend und Der Gefangene blieb allein.

am Staar erblindet. A13 Schriftsteller war er einer von den allzuvielen, obwol er theoreti ch früh die Zeitgemäßheit des Naturalismus

erkannt hat und in seinem Buche Zola - Abende bei Frau von S.“ Es dauerte fast eine halbe Stunde, bevor der Auf

als ein Vorfämpfer für Zola in Deutschland aufgetreten ist. Die

Ilrsache des deutschen Schrifistellerelends jah er, wol mit Inrecht, im seher - der sich des Henfers nur mit Mühe hatte ent

Leihbibliotheken-linwesen und ein echter, rechter Don Quixote hat er den ledigen können – zurückkehrte. Aber bestürzt taumelte Kampf dagegen aufgenommen. Erfolglos, wie er sich als Dramatiker er zurück, als er die Türe öffnete: der Gefangene hatte erfolglos mühte und wie er auch mit seinen Novellen im Grunde sich erhängt!

erfolglo: war. Denn auch sein bekanntestes Werk „Nicht für Kinder"

hat keinen eigentlich litterarischen Erfolg gehabt. Er war eben Der Stuhl, der einstweilen in der Zelle zurück

einer der allzuvielen und ist darüber zugrunde gegangen. geblieben war, hatte ihm dazu gedient, das Gitter des Fensters zit erreichen und an Gitter hatte er sich mit seinen Hosenträgern erhängt. Er war schon tot und der Villroth als Aejihetiker. Eduard şanslick veröffentlicht Wärter fand nur einen chinuzigen Zettel am Boden in der „Neuen freien Preise“ Briefe von Billroth an ihn; in einem liegend, auf den mit Bleistift ein paar Worte geschrieben rüstung über Kietzsche und 3bjen. Er schließt seinen Perzenserguß

von ihnen äußert sich der berühmte Chirurg voller sittlichen Ents standen. Sie lauteten: „Ich habe mir gehangen. Erstens:

mit folgendem ästhetischen Glaubensbekenninis: „Das Schlechte im aus Rache; ich wollte den Nerl nid)t 50 Taler zu ver Menschen sieht und erfährt jeder im Leben genügend. Das Gute diehnen gehberi. Zweitens: wegen meine Ehre; das geht im Menichen zu zeigen und als Beispiel und Maßstab hinzustellen, nicht, daß ich mir föppen lasse von jon Stert der bein

ist dod die edlere Ausgabe der Litteratur und Kunst". Stat mogelt. Drittens: weil' mirs Perguühgen macht Ausjpruch des grojjen göttinger Mathematiters Lejeune-Dirichlet,

Diesc Aeußerung erinnert in ihrer Tiefe an den berühmten und mich keener dafor was anhaven fann."

der, nach einer Äufführung der „phigenie“ über den Eindruck be: fragt, den er erhalten, antwortete: „Was beweist das ?"

Das beweiit eben, daß jemand ein genialer wissenschaftlicher Spezialist und doch in künstlerischer Beziehung ein verständnisloser Barbar sein kann.

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Die deutsden Dramatiter organisiren sich! Eine Gesellschaft deutscher Dramatifer wird ins Leben gerufen werden. Die Gesellschaft will das Bühnenrepertoire neugestalten. Eine Jury soll gebildet werden, der alle Dramen zuvor zur Prüfung vorgelegt werden jollen, die dann das gesichtete Material den Bühnen einreicht. Jedes von der Juri angenommene Werk jou durch eine Probe-Aufführung oder Vorlesung vor eine größere Deffentlichkeit gebracht werden. Das alles hört sid) ganz so an, als ob das lInternehmen inausetot ges boren werden würde.

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Litterarische Chronik. Paul Heyses Vortrag über „Goethes Dramen in ihrem Verhältnis zur heutigen Bühne“ wird im Juli-Heft der „Deutschen Rundschau" erscheinen. Þeyse hielt den Vortrag auf der diesjährigen General - Versammlung der Goethe-Gesellschaft 31 Weimar, als Mitglied ihres Vorstandes. Ihn wurmte es, wie er selbst sagte, daß er von seiner Ehrenstellung im Vorstande bisher so wenig Gebraud) gemacht hätte; und da er nun zum ersten Male jich unter den weimarer „Goetheanern“ mit seiner Kraft betätigte, geschahs, um die Gesellschaft „vor dem Vorwurf fritiflojer Goethegötzendienerei" zu bewahren. In dem weichen und abgeschliffenen Paul Berje stedt ein Kämpfer, und von Zeit zu Zeit verlangt dieser þeerrufer in ihm jein Recht. Nicht immer ist er glüdlich; manchmal aber schon gelang es ihm, einen Wortbliß zu schmieden, mit welchem er auf einen Schlag die dunstige Atmosphäre reinigte. Sein Wort von der

„Die Zeit“ wird sich eine neue Wochensdhrift benennen, welche Hermann Fahr, Heinrich Kanner und F. Singer vom 1. Qftober an in Wien herausgeben werden. Juhaltlich wird „die Zeit“ Politik, Volkswirtschaft, Wissenschaft und Skunst, mit einem Wort ein bischen alles, unifajjen.

José Echegara y ist in die spanische Akademie aufgenommen wors den. Sein Nivale in der löblichen Kunst der Beredsamkeit - Castelar hat die Vegrüßungsrede gehalten. Sie ist ein rechtes Musterstüđ jener alten Art pomphafter Reden, von denen man schon glaubte, fie jeien durch den ersten Telegraphen aus der Welt geschafft. Castelar leistete den Gegenbeweis. Er hat viel Patriotismus und viel Idea

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lismus aufgeboten, den ihm verhaften Gegner zu jeiern. Er hat gewahrten Symmetuie unruhig und zerrisjen. Bei Felderhoji bes die ebenso liefe als fenntnisreiche Behauptung aufgestellt, daß es im friedigt der figürliche Schmuck durch die Lebendigkeit und Gefälligkeit. ncunzehnten Jahrhundert nur zwei Wölfer gebe, die ein wirflidies Wegen der gejchmackvollen Auswahl der ältesien und gediegensten Theater besäßen: Franzosen und Spanier . Es ist eben cinc Vorbilder fönnen die Arbeiten von Albert Werner und Haver: nachgerade alte Wahrheit: Spanien liegt anerhalb des litterarischen kamp am ehesten bestehen. Durch besonderes Wappen- und MeerEuropas.

getier aber ist das alte nicht neu zu machen. An und für sich ist Žaverfamps mittlere Figurengruppe eine originelle Koniposition.

In der freien Erfassung des Gedankens und in der malerischen Neue Bühnenerscheinungen: Basedow, Hans von: Leidens Stimmung kommt die Skizze von Nikolaus Geiger der Manžels schaft. Drama in 4 Aften. Angenommen, Theater, Erfurt.

schen am nächsten. Nur scheint zur künstlerischen Vertiefung dem Höcker, Paul Oskar: Die Clympier Lustspiel in 4 Aften. Stunstler die Sammlung gefehlt zu haben. Erfolgreich aufgeführt, Residenztheater, Wiesbaden.

Die Ausführung jeines Models hat Manzel in getriebenem liariw eis, C.; Der kleine Mann. Schwank. Erfolgreid) Scupfer projeftirt. Stettin wird sich dann rühmen fönnen, den heraufgeführt, Neues Deutsches Theater, Prag. Angenommen, Neji vorragendsten Monumentalbrunnen im deutschen Reiche zu besißen; denztheater, Vierlin.

denn die Schöpfung von Ludwig Manzel braucht nicht gerade mii Lee, Heinrich: Die Reifenfönigin. Erfolgreid) aufgeführt, Re seinen zufälligen Stonkurrenten verglichen zu werden, sondern fann sidenztheater, Dresden.

sid, in der großen Anlage zunädit – das übrige steht noch dahin Þfordten, Otto von der: Mohamed Drania in 5 Aften. getrost mit den berliner Sailoßbrunnen mejjen. Angenommen, Schauspielhaus, Berlin.

Friedrich Fuchs. Skowronet, Richard : Halali

. Lustspiel in 1 Aften. Ange: nommen, Schauspielhaus, Berlin.

Gustav von Bezold, der neuerdings als Direktor an das germanische Diujeum zu Nürnberg berufen ist, dürfte der Mehrzahl

der „Stunjtfreunde“ fremd geblieben sein, da seine wissenschaftliche Chronik der bildenden Künste.

Tätigkeit fast ausschließlich der Architekturgeschichte galt. In FachDer Wettbewerb um den stettiner Monumentalbrunnen kreisen dagegen hat seine „Sł irchliche Baufunst des AbendSeit einer lang gewordenen Zeit hat die deutsde Bildhauerschait landes“, die er genieinsam mit Dehio seit 1884 herausgab, um ausgibige Gelegenh-it gehabt, ihre Sèunst für Sieger-, Krieger- und Staisernionumente zu begeistern. Das Menschenmögliche" ist in

so größere Verbreitung gefunden, da sie eine überaus gründliche friegerischen Emblemen und patriotischen Allegorien geleistet worden.

systematische Vearbeitung dieses Gebietes darstellt, und in Verbindung Des Voltes Hochgefühle in allen Ehren, wimmelt es im deutschen mit dem stattlichen Bilderatlas cin vielgebrauchtes Lehr- und NachLande nun von zahuosen zu Stein uud Erz gewordenen phrasen- schlagewerf bildet. Seit 1892 veröffenilicht Bezold in Verbindung haften Gemeinpläßen Du aber unter ingezählien Standbildern ein

mit Richl und einem Stabe jüngerer Gelehrten die „Nunstdenkmale einziges steht, das ein volkstümliches Tenfual des in seiner schlichten Größe verehrten Monarchen ist?! Viach der Erschöpfung, welche

Vayerns“, die unter den neueren Landeskunstinventaren durd(Geauf diese durch materielle und örtliche Sondervorschriften nur schwad) diegenheit und vorzügliche Ausstattung weit hervorragen. Hoffentnuancirten Wiederholungen nicht anders eintreten fonnte, war das lid) gelingt es v. Vezold, seine Straft diejem Internehmen zu erAusschreiben eines Wettbewerbs zur Erlangung von Modellen gerade für einen Monumentalbrunnen, der weiter nichts als die Zierde

halten, und zugleich den großartigen Sammlungen des Nationaleines städtischen Schmuckplatzes zu sein brauchte, die dankbarite Aur:

museums zu erneutem kräftigen Aufschwunge zu verhelfen. Berichtigend gabe, welche den aufgeforderten s'ünstlern eine ergößliche geistfrijdende jei übrigens noch bemerft, daß v. Bezold als sonservator auch der Abwechslung sein mußte. Vor dem Rattauise" der Handelsstadt Museumisverwaltung angehörte. Stettin soute der Brunnen plätschern, und Mittel waren reichlich bewilligt, um selbst einer üppigen Fantasie Spielraum zu gewähren Wiederum steht A. v. Werner vor der traurigen Verlegenheit, Da überdies eine garantirte sostenentschädigung das Risiko verger

eine akademische Projejur besetzen zu müssen. Einen schmerzlichen licher Mühe nicht scheuen ließ, ging man init Lust und Liebe ans

Vlid wird er geworfen haben auf die jtatiliche Reihe solider Körbe, Werf. Was dabei herausgefommen ist, kann jeßt in der sogenannten die ihm München ii. s. w. schon bei früheren Ilmfragen schenkten. Maschincnhalle des Landes - Ausstellungsparfes von jedermann konstatirt werden Gezählt, sind es 21 Entwürfe von 17 Newerbern,

Ilnd dann entschied er sich kurz und bundig für Starl Seiler Wer

ist das, fragt mich eine kleine siunstfreundin? jjt er berühmt? geschäßt, ist es wenig künstlerische Arbeit, trotz Lust und trop Liebe

ja, muß man denn berühmt sein, um an der verliner Akademie Die Landes : l'unsifommission, der das Richteramt übertragen war, fonnte nur einstimmig ihren Schiedsspruch fällen; denn die zur

Xrofejjor zu werden? Genügt es nicht vollauf, wenn man sich als Ausführung bestimmte Ski33e von udwig Manzel behauptet sid)

ein adstenswerter, tüd)tiger Maler bewährt hat, der einige gute Por: in einem gewaltigen Abstande gegen die foukurrirende Majje, jelbst

träts, einige redyt hubsche und brave Bilder der jriederizianijden gegen die in die engere Wahl gezogenen Projekte von Neinhold

Zeit gemali hai? Müjjen wir nicht schon überaus froh sein, wenn

ein solcher Sünstler das funjijrone Minchen aufgibt, um in den beFelderhoif und Ernst Went Manzel allein hat die Bedingungen

kannten stallartigen Fäumen unter den Linden mit ihren trüben der zweđmäßigen und der sinnreichen Schönheit vollfommen eridöpit Vor einem bewegten architektonischen vintergrunde baute er nicht

grauen Wänden über gußerjerne sintertreppen und durch wunders

l'ich verbaute Storridore seinen Einzug zu halten? Lasciate ogoi noch ein zweites architektonisches Gebilde auf mit Siandelabern, Obe. listen und dergleichen Lurus, sondern er konzentrirte den Reichtum

speranza, voi clientrate!

M. $. der Kunst und des siapitals in einer imposanten, malerisch bewegten Gruppe menschlicher Bestalten Seine findische Wasserspeierei von

Freie litterarische esellschaft zu Berlin. mythischem Dieervolt; in breitem träftigen Falle strömt das

Am Freitag, den 1 Juni, veranstaltete die Freie litterarische Element unter dem Kiel eines schmucen Schiffes hervor und hinab

Gesellschaft ihren legten Vortragsabend vor der Sommerpause. über den Felsen in das weite flache Becken. Auf dem höheren Derselbe war als Erinnerungsfeier für den Grafen F. von Steuerteil steht ein herrliches Weib' mit stolzer Anmut, auf den

Schad gedacht und wurde demgemäß durch einen orientirenden starfen Schultern die Segelraae tragend; in züchtiger Gewandung

Vortrag des Herrn Profesjor Dr. Kirchner eingeleitet. Da der verkörpert sie die ehrbare Stadt. Vorn am Kiel späht Merfur nadi

hervorragende Dichter der“ „Nächte des Orients", der Dolmetscher vorwärts in die ferne. Eine herfulische, naďte Mannesgestalt stützt

des „Firdusi“, der ausgezeichnete Sienner arabischer und spanischer und sdiebt das Fahrzeug, die Hafenarbeit. šischneße hängen auf

Poesie dem großen Publikum leider fast unbekannt ist, so sah der der anderen Seite über Bord, wo zwei üppige Meerjungfrauen sidi

Vortragende seine Sauptaufgabe in der Stizzirung der hervorragendsten an die Planfen schmiegen; die cine fischgejd; wänzte bew·gt das

Didtungen Schaưs. Die Ausführungen des Redners wurden beiSteuerruder. Das Ganze ist das geschmäckvoll cinjadie deutliche

fällig aufgenommen. Lebhaftes Interesse erregten im zweiten Teile Synibol einer Seehandel treibenden Stadt, und daß es Stettin ist,

des Åbends die von Fräulein Seraphine Déisch y rezitirten ernsten inag man schließlich aus dem besonders großen Krebs schließen, der Gedichte des Grafen: besonders wirksam erwiesen sich in der sich an das berieselte Gestein klammert Das Modell wirft schon in trefflichen Interpretation der geschäften Künstlerin die rührende dem winzigen Maßstabe monumental; von jeder Seite gesehen gibt Totenklage um den „kleinen Franz und die packende Konianze es eine reizvolle verständliche Silhouette. Das ist ciner der fünit

,Evadne“. Den Beschluß des Avenids machte Herr Dr G. Manz lerijdsten Vorzüge. Der notwendige architektonische Abschluß nach

mit der flotten Wiedergabe einiger Bruchstüde aus dem humoristischen dem rüdwärts anstoßenden Bedenrande ist außerordentlich gejdidt

Roman in Berjen „Durch alle Better“. – Der Vortragsabend, der und glüdlich gelöst.

in den Viktoriajälen stattfand, war troß der vorgerüđten Saison Die gröfte Zahl der übrigen Bewerber haben sich von einer stark besucht. Es liegt die abjicht vor, allgemeinem Wunsd) entumständlichen Architektur, zu der sie sich meist gar noch einen Fadh iprechend, noch eine Veranstaltung im Freien zu machen

... mann bestellten, abhängig gemacht. Dazwischen haben sie dann ihre Nippessigürchen gestellt oder geklebt. Die auseinander gezogenen Ent Wegen Haummangels muß die musikalische Chronik und würie von Hilgers und S. von lledtrit wirfen troß der

die Litteratürtafel ausfallen.

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