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zu haben, der nur Carrière gemacht hat. X

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spiel war gutgemeint %.

Gerade um die Jahreswende begab sich noch ein heiteres Jubiläum. Die „Fliegenden Blätter“ eröffneten mut einer Festnummer ihren U0. Wo and. Das Alter hat ihnen nichts von ihrer Frische geraubt, ihr Witz ist jung und flott geblieben, wie am ersten Tag. Sie sind das vornehmste unter allen Blättern, die in Deutsch land dem heiligen Lachen dienen und sie tragen deutschen Humor nach allen Erdteilen. Ehrenvoll genug, wenn auch nicht gerade gewinnbringend ist es, di; sie zu den im Auslande „nachgedrucktesten“ Zeitschriften gehören. Sie haben den denkbar weitesten und buntesten Leserfreis und mancher, der sonst wol der Litteratur weit aus dem Wege geht, betrachtet es als heilige Pflicht, an jedem Freitag die neuen „Fliegenden“ zu lesen. Von allen Geist an, die verneinen, ist uns der Schalk am wenigstn zur Last Nucl.: ed er allerdings, der auf eine flüchtige Minute in diese lustige Wirtsc at einkehrt, wird die ganze Bedeutung der „Fliegenden Blätter“ trennen. Sie sind viel mehr als ein bloßes Wzblatt, für den Tag geschrieben und

mit dem Tag vergänglich. Sie geben die schönsten Dotum nt ür

eine fünftig zu schreibende Geschichte des deutschen Humors. So
echt, ursprünglich, ohne jede tünstliche literarische Zurichtung er-
scheint er nirgendwo anders. Es ist vor allem der süddeutsche Humor,
der ihnen das Gepräge giebt, und nur Süddeutschland konnte die
Heimat eines solchen Vlattes werden. Norddeutschland hat nuti ! die
fröhliche Harmlosigkeit dazu; hier weht schä; er e Lut, hier war,
wenn die Zeit 2 lößen genug bot, immer mehr W oden ür politische
Satire. - Jedoch die wahre Bedeutung der „Fliegenden Blätter“
beruht in der zeichnerischen Karrikatur. Unter ihren künstlerischen
Mitarbeitern werden von je die besten Namen genannt. Hier hat
Wilhelm Busch, der Unvergleichliche, sich getummel1; hier hat
Oberländer den Humor des Tierlebens wahrhaft neu entdeckt;
hier glänzen Schlittgen und Ren é Reinic e n letter Wieder-
gabe eleganter Gesellschaistypen unserer Zeit; den Incroyable unserer
Tage in Kostüm und Haltung wird ein späterer Kulturhisteiler
nirgends besser finden als in diesen Bildern, die übrigens meister
haft vervielfältigt sind. Das Verdienst um die Hebung der repro
duzirenden Künste in Deutschland gehört nicht zu den leisten
Ruhmestiteln der „Fliegenden“. So wandeln sie lachend durch nie
Zeit hinüber in das zweite Hundert und spenden aus ihrem Jung
brunnen fröhliches Leben. –
W. A- - -
Unser norwegischer Korrespondent meldet uns : Gar borg und
der Anarchist Rasmus Steins vif beabsichtigen eine dreimal die
Woche erscheinende politische Zeitung herauszugeben. Sie soll in
der Bauernsprache erscheinen und wird nach dem Geburtstag der
norwegischen Constitution „Der 17. Mai“ getauft werden.

B e r | i n e r K u n sti al 0 n s. llnter den Bildern, die voc Wetl machten in E S chult c's Salou ausgestellt wurden, überwog die Marinvare. Schulte hat:e der weihnachtlichen Kauflust des großen Publikums Rechnung getragen, indem er die Werte der sauberen spanischen und italienisch. n Kleinkünstler, der Filippino, Galofre, Chierici 2c. anbot. Allerdings war auch eine Anzahl ernster zu nehmender Bilder eingereiht Se von dem stuttgarter Professor R 03 ert H auch das historische Genrebild, auf dem die Vorhut Blüchers mit Jubel des Rheines ansichtig wied; zwei Novellen der Munchener Wintern tz und Paul Wagne r; mehrere ältere Werte des Amerikaners Henry Mosler. Ferner eine Doppelbildnisstudie älteren Stiles von Blanchard; und von Barau ein sonnenrarbiger

Boulevardtri'ling. Endlich von Pierre Lagarde „Die Stimmen der

Dämmerung“. Das feierliche Pa:hos dieses Bildes erinnert an
Henry Martin Auch Robert Warthmüller war eine ruhige
Ecke eingeräumt worden, um darin das, was er von Paris mit-
brachte, auszupacken und einen Freunden eine festliche lleberraschung
zu bereiten. Denn er hat verblüffend viel zugelernt. Natürlich
zehrt er noch an den pariser Erinnerungen, und der Chic des aus-
wendigen Menschen imponirt ihm einstweilen noch gewaltig; er
giebt etwas auf die Toilette. Diese Herrschaften scheinen nur ober-
flachliche Wekanntschaften von ihm zu sein, flüchtige Begegnungen,
die man sich an dem Kleid oder dem Hut merkt, den sie tragen
Aber das giebt sich hoffentlich bald wieder, und seine gute märtische
Natur ist wol so leicht nicht unterzukriegen. Das Positive, das
Können, wird bleiben -
Ein Bild, vor dem man lachende Gesichter sieht, ist ein Still-

leben von Dürr, der es damit jedoch ebenso ernst meinte, als hätte

er biblische Historie gemalt. Da hectt in einem dämmerigen Keller ein weibliches Wesen in stummer Verzweiliung vor einem unge heuren Haufen ungeschälter Aepfel und ungeputzter Retfellköpfe; sie muß schon lange so sitzen, da Kopf und Arme bereits grün und ichimmlig geworden sind Daß es aber noch etwas grüneres giebt, als diese, will der Künstler, der offenbar eingefleischter Vegetarier ist, durch eine daneben gittllte kachelgrüne Schussel beweisen. J„nmerhin zeigt diese Arbeit hervorragende koloristische Qualitäten. –– Fünf Mann feld sche Radirungen in höchst geschmackvollen Rahmungen sind außerdem zur Schau gestellt, umfangreiche Platten, von denen time, „Schloß Friedrichsruh“, eine neue Publikation ist. Damit hat Mannfeld den Freunden des Alten im Sachsenwalde ein Erinnerungsblatt widmen wollen, giebt aber gleichzeitig auch den Freunden der Kunst ein schönes Werk, eine tiefernste Partitimmung, – die bescheidene Architektur kommt fauln in W etracht die stillentlegene Einsiedelei eines schlichten großen Mannes. Das Blatt ist nicht das, was man sonst gemeinhin ein Motiv nennt; desto größer das Verdienst des Künstlers. - An einigen seiner älteren und neueren Portraitbüsten, die Harro Magnussen hergegeben hat

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