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über die Patronen erteilen, empfangen und ausführen von dem Schlachtfelde eniflichen oder die Fahne fort, müssen. Sie alle wissen, daß sie hinfahren, um ihre von werfen. Auch nicht einer von diesen Soldaten wird das þunger zu Tode gequälten Brüder zu züchtigen, vielleicht Abendmal ausspeien oder auch nur Fleisch essen am gar zu töten, und daß sie dieses Wert vielleicht schon in Karfreitag. Alle diese Leute sind eher bereit, Entbehrungen, einer Stunde werden beginnen müssen.

Gefahren, Leiden zu ertragen, als ein Werf 311 vollziehen, Zu behaupten, sie töten sie aus Ueberzeugung, wie das sie für schlecht halten. Es muß also in diesen Menman gewöhnlich sagt, und wie sie selbst wiederholen, aus jchen eine Kraft der Gegenwirkung steden, wenn sie ein der Ueberzeugung von der Notwendigkeit der Aufrechter Werf vollführen sollen, das ihrer lleberzeugung widerstrebt. haltung der staatlichen Ordnung wäre ungerecht 1) weil Noch weniger fann man sagen, daß alle diese Leute al diese Leute wol faum jemals auch nur an die staatliche soldie Bestien seien, daß es ihnen eigen und nicht vielDrdnung gedacht haben; 2) weil sie feineswegs überzeugt mehr schmerzlich sei, solche Dinge zu fin. Man braucht sein können, daß das Werf, an dem sie teilnehmen, der mur mit diesen Leuten zu sprechen, um zit erfennen, daß Aufrechterhaltung und nicht der Zerstörung des Staates sie alle, sowol der Gutsbesitzer wie der Richter, der diene, ind 3) weil in der Wirklichkeit die Mehrheit dieser Minister wie der Zar, der Statthalter, die Offiziere, die Menschen, wenn nicht alle, nicht nur niemals ihre Ruhe Soldaten im Grunde ihrer Seele' nicht nur solche Dinge und ihren Genuß opfern zur Aufrechterhaltung des Staales, nicht billigen, sondern unter dem Bewustsein ihrer Teilsondern nie eine Gelegenheit vorübergehen lassen, um auf nahme an ihnen leiden, wenn man ihnen die Bedeutung Kosten des Staates für ihre Ruhe und ihren Genuß alles der Sache nahe legt. Sie geben fich nur Mühe, nicht auszunußen, was nur ausgenüßt werden fann; es ist also daran zii denken. nicht möglich, daß sie dies aus dem abstraften Prinzip des Als eine liberale Dame, die mit uns im Zuge Staates heraus tun.

fuhr, im Wartejal erster Klasse den Statthalter und Was aber ist das?

die Dffiziere gesehen und gehört hatte, welches der Zwed Ich fenne ja doch alle diese Menschen. Wenn ich sie ihrer Reise sei, begann fie absichtlich laut, so daß es alle auch nicht alle persönlich kenne, so kenne ich doch ungefähr hören mußten, die Verhältnisse unserer Zeit 311 schmähen ihre Vergangenheit, ihre Denkungsart. Sie alle haben und die Menschen zu beschämen, die an diesem Werk teildoch Mütter, mianche haben Franien, Kinder. Sie sind nahmen. Es war allen unbehaglich 311 Mute, sie wußten doch gröstenteils gutherzige, mildgeartete, oft zartfühlende i alle nicht, wo sie ihre Augen lassen sollten, aber niemand Menschen, die jede Grausainkeit, geschweige den Totíchlag, i wagte ihr etwas zii erwidern. haffen. Viele von ihnen sind gar nicht imstande, ein Tier Warum also taten sie, tu fie und dulden fie es? 311 töten oder zu quälen; überdies sind das alles Menschen, Sie alle, die Anreizer, die Helfershelfer, die Voll. die das Christentuim bekennen und die Gewalt über wehr- führer, die untätigen Zuschauer dieser Verbrechen, alle lose Menschen für feige und schmachvoll halten. Nicht werden im wesentlichen ein imd dasselbe sagen. einer von diesen Menschen ist auch in gewöhnlichen Leben Die Männer, die als Befehlende, Antreibende, Teilnur imstande, um seines kleinen Vorteils willen, ein ! nelmende und Verfügende handeln, werden sagen, fie tun hundertstel von dem zu tun, was der Statthalter von das, was sie tun, weil diese Dinge notwendig seien zur Drel den Menschen tat. Jeder von ihnen wird sich viel Aufrechterhaltung der bestehenden Ordnung; die Auf: mehr gefränkt fühlen, wenn man von ihm vorausseßt, daß rechterhaltung der bestehenden Ordnung aber jei unentbehrer im Privatleben irgend etwas derartiges tui fönnte. I lich für das Heil des Vaterlandes, der Menschheit, für

Und nun sind sie nur eine halbe Stunde von dem i die Möglichkeit eines gesellschaftlichen Lebens und die Drt entfernt, wo sie inweigerlich genötigt sein werden, i Förderung des Fortschritts. das zu tun.

Die Menschen der niederen Schichten, Bauern, SolWas ist das?

daten, die, welche mit ihren eigenen Händen die Gewalt Aber nicht nur diese Menschen, die in diesem Zuge werden vollziehen müssen, werden sagen, sie tun, was sic fahren und bereit sind zu Torschlag und Züchtigung, tun, weil dies von der höheren Behörde vorgeschrieben ist, wie konnten die Menschen, bei denen die ganze Sache be und die höhere Behörde weiß, was sie tut; daß die Begann: der Gutsbesißer, der Verwalter, der Richter ind i hörde aus eben den Personen besteht, die die Behörde sein Šiejenigen, die aus Petersburg die Sache befohlen haben sollten, und daß fie 'weiß, was sie zu tun hat, erscheint und an ihr mit ihren Verfügungen teilnahmen, wie founten ihnen als inzweifelhafte Wahrheit

. Wenn diese unteren diese Menschen: der Minister, der Kaiser, ebenfalls gute Vollzieher des Werfes auch die Möglichkeit eines Jrriums Menschen, die das Christentum befemnen, wie fonnten sie oder einer Verirrung zugeben, so geschieht es nur bei ein solches Werk beginnen und anbefehlen, da sie seine niedrigen behördlichen Personen; die höchste Behörde aber, Folgen kennen? Wie können selbst die Zuschauer, die an von der alles ausgeht, erscheint ihnen inziveifelhaft undiesem Werk teilnehmen, die jede Gewalt in Privatleben, i fehlbar. Die behördlichen Personen sowol wie die, welche jede Züchtigung eines Pferdes erregt, dulden, daß ein so ihren gehorchen, stimmen, wenn sie auch die Motive ihres entseßliches Werf geschehe?

| Handelns verschieden erklären, darin überein, daß sie das, Was ist das?

was sie tun, tun, weil die bestehende Ordnung eben dic Behaupten, daß all diese Leute: die Anreger, die Irdning ist, die notwendig ist und in der Gewalt beTeilnehner, die Dulder dieses Werkes z11 nichis nüße stehen muß, die zu erhalten daher die heilige Pflicht eines sind, daß fie, trokdem sie die Scheußlichkeit dessen fennen, jeden ist. was sie tun - die einen für das Gehalt, für die Vor Auf dieser Anerkennung der Notwendigkeit und daher teile, und die andern aus Furcht vor der Strafe, ein unveränderlichkeit der bestehenden Ordnung beruht auch Werf vollziehen, das ihren lieberzeugungen widerstrebt, die immer von allen Teilnehmern an den staatlichen das fann man auch nicht. Alle dieje Menschen wissen Gewalttaten zu ihrer Rechtfertigung beigebrachte Ansicht, in bestimmten Lagen für ihre lieberzeugungen einzustehen. daß, da die bestehende Ordnung unveränderlich ist, die Keiner dieser Beamten wird ein Geldbeutelchen siehlen, Weigerung einer einzelnen Person, die ihr auferlegten wird einen fremden Brief lesen, wird sich eine Beleidigung Pflichten zu erfüllen, das Wesen der Sache nicht verändern gefallen lassen, ohne von dem Beleidiger Rechenschaft zit wird und nur bewirken farin, daß an stelle des Verforden. Auch nicht einer von diesen Offizieren wird seine | weigernden ein anderer tritt, der die Sache schlechter Spielschuld nicht bezahlen, einen Kameraden verraten, machen wird, das heißt noch granisamer, noch schlimmer

für die Dienjden, an denen die Gewalt vollzogen wird. : leuchtend ist, daß sie vielmehr nur darum imveränderlich

Man begreift, daß es dem Gutsbesizer angenehm ist, weil sie sie eben aufrecht erhalten? und erwünscht ist, daran zu glauben, daß die bestehende Was veranlaßt diese Menschen, die man gestern vorn Ordnung notwendig und iinveränderlich ist

, denn diese Pfluge fortgeholt und in dieje scheußlichen, unanständigen bestehende Ordnung ist es, die ihm die Einfünfte von Kleider mit den blauen Sragen und den goldenen Knöpfen jeinen hunderten und tausenden Morgen fichert, dant i gesteckt hat, mit Gewehren und Säbeln zum Totschlag weichen er sein gewohntes müßiges Genußleben führt. ihrer hungrigen Väter und Brüder zu fahren? Die haben

Man begreift auch, daß der Richter gern an die doch keinerlei Vorteile und sind nicht in der Gefahr, die Notwendigkeit dieser Ording glaubt, die ihm fünfzigmal . Stellungen, die sie einnehmen, z11' verlieren, denn ihre so viel Einkünfte gewährt, als dem fleißigsten Lohnarbeiter. Stellung ist schlimmer als die, aus der man sie geMan liegreift es auch von dem Oberrichter, der jechs- und 110mmen hat. mchr tausend Rubel Gehalt bezicht, und von allen höheren Die herrschenden Personen der höheren Schichten, Beamten. Nur bei dieser Ordnung können sie als Statt die Gutsbesitzer, die Staufleute, die Richter, die Senahalter, Staatsanwälte, Senatoren, Mitglieder verschiedener toren, die Štatthalter, die Minister, die Fürsten, die Nammern ihre tausende Rubel Gehalt beziehen, ohne die sie Offiziere nehmen teil an solchen Dingen und erhalten iofort mit ihrer Familie zu Grunde gehen würden, denn dadurch die bestehende Ordnung aufrecht, weil ihnen die außer an der Stelle, die sie einnehmen, können we nach ihren bestehende Drdnung vorteilhaft 'ist. Außerdem fühlen sie Fähigkeiten, nach ihrem Fleiße und nach ihren Rennt sich, die oft gute, zarte Menschen sind, auch nwoch darımı nissen auch nicht ein tausendstel von dem bekommen, was in der Lage, an diesen Dingen teilzunehmen, weil ihre sie bekommen. In gleicher Lage ist der Minister, der Teilnahme sich auf die Anregung, den Beschluß und die Staiser und jede höhere Machtperfon, nur mit dem linter Verfügung beschränkt

Verfügung beschränkt. Alle diese herrschenden Personen schied, daß, je höher sie stehen und je ausichließlicher iun nicht selbst das, was sie anregen, beschließen und zu ihre Stelling, um so itnentbehrlicher für jie auch der tu befehlen. In den meisten Fällen sehen sie auch gar Glaube daran ist, daß die bestehende Ordnung die einzig nicht, wie all die schrecklichen Dinge vollzogen werden, mögliche Ordnung sei, da sie außerhalb dieser nicht nur eine die fie hervorgerufen und vorgeschrieben haben. Aber gleiche Stellung nicht erhalten fönnen, sondern weit unter die iinglücklichen Menschen der interen Schichten, die die anderen Menschen heruntersinfen müßten. Ein Menj, von der bestehenden Ordnung feinerlei Vorteile haben, der freiwillig Schußmann wird für ein Gehalt von zehn die sich vielmehr infolge dieser Ordnung in Misachtung Kiubel, die er leicht an jeder andern Stelle bekommen befinden, die selbst zur Aufrechterhaltung dieser für sie fönnte, hat in geringem Maße das Bedürfnis, die be unvorteilhaften Ordnung mit eigenen Händen die Menschen itehende Ordnung aufrecht zu erhalten, und braucit darum ihren Familien entreißeri, fie binderi, sie in die Gefängnicht an ihre Unveränderlichkeit zu glauben. Aber der nisse werfen; die sie bewachen, erschießen ivariim fun Stönig oder Saiser, der an dieser Stelle Millionen be die das? fommt, der da weiß, daß im ihn her tausende von Beruht denn nicht jegliche Gewalt nur auf ihnien, Menschen sind, die den Wunsch haben, ihn zu stürzen und auf diesen Menschen, die mit ihren eigenen Händent an seine Stelle zu treten, der da weiß, daß er an feinen schlagen, vinden, einsperren, töten? Wären diese Menschen andern Platze ein gleiches Einkommen und gleiche Ehren nicht vorhanden: die Soldaten oder die Polizisten, überhaben könnte, der in den meisten Fällen bei mehr oder haupt die Bewaffneten, die auf Befehl bereit sind, Gewalt winiger despotischer Regierung jogar weiß, daß er, wenn 311 übeli, alle diejenigeni 311 töten, die man ihnen be: er gestürzt werden sollte, gerichtet werden würde für das, zeichnet – nicht einer dieser Menschen, die die IIrteile 311 was er getan hat, als er in seiner Macht war; jeder Tod, lebenslänglichem Gefängnis, Zwangsarbeit interKönig oder Staiser muß an die lluveränderlichkeit und : zeichnen, würde den Mut haben, selbst 311 erhängen, cilto Heiligkeit der bestehenden Drdnung, glauben. Je höher : zlısperren, 311 quälen, auch nicht ein tauiendstel derjenigen, die Stellung ist, desto mehr glaubt der Mensch, der diese die er jebi, ruhig in ieinem Arbeitszimmer iißend, 311 Stellung einnimmt, an die lInveränderlichkeit der be- : hängen und auf jegliche Weise zu quälen verfügt, nur stehenden Ordnung, und mit desto größerer Gewissens- , weil

weil er es nicht sicht, und weil nicht er das tut, ruhe fann ein solcher Meiisch gewissermaßen nicht für ; jondern irgendwo in weiter Ferne gefügige Helferasich, sondern zur Aufrechterhaltung dieser Didnung, häs helfer. liche iind grausame Dinge vollbringen.

Aber diese Ilngerechtigkeiten und Grausamkeiten, die Co liegt die Sache für alle in höheren Alenteri zur Gewohnheit des bestehenden Lebens geworden sind, befindlichen Personen, die Stellungen einnehmen, welche sind nur dadurch zur Bewohnheit geworden, daß diese vorteilhafter sind, als die, die sie ohne die bestehende Menschen vorhanden sind, die stets bereit sind, diese ItiiDrdnung einnehmen könnten, von dem untersten Polizei- ; gerechtigkeiten und Graujanıfeiten aufrecht zii erhalten. beamten angefangen bis hinauf zu dem höchsten Macht- : Gäbe es diese Menschen nicht, so wäre nicht nur niemand inhaber. Alle diese Menschen glauben mehr oder weniger i im stande, alle diese ungeheuren Massen der vergean die Iluveränderlichkeit der bestehenden Ordnung vor ! waltigten Menschen zu vergewaltiger, jondern auch die allem, weil sie ihnen Vorteil bringt. Was aber veranlaßt Verfügenden würden sich nie entschließen können, so die Bauern, die Soldaten, die auf einer niedrigeren etwas vorzuschreiben, ja sie würden nicht wagen, auch Stufe der Leiter stehen, die keinerlei Vorteile von der nur an das 311 denken, was sie jeßt mit lleberzenigung bestehenden Ordnung haben, die sich in der Lage äußer- porjchreiben. Wenn es diese Menschen nicht gabe, die ster Demütigung und Erniedrigung besinden, daran zu bereit find, auf den Wunsch derer, denen sie sich interglauben, daß die bestehende Ordnung, der zu folge fie ordnen, jeden, den man ihnen befiehlt

, z11 züchtigen und sich in ihrer unvorteilhaften und niedrigen Stellung be zu töten, so würde nie jemand' sich entschließen zu befinden, eben die Ordnung sei, die sein muß, und die man haupten, was alle die nichtarbeitenden Gutsbesißer mit daher sogar dadurch aufrecht erhalten müsse, daß man Ileberzeuiging behaupten, daß der Bodeii, der die alts häßliche, dem Gewissen widerstreitende Dinge vollbringt? Mangel an Boden hinsterbenden Bauern iingiebt, Eigen

Was veranlaßt diese Leute zu der irrtümlichen Mei tum eines Menschen sei, der nicht auf ihm arbeitet, und nung, die bestehende Ordnung sci imveränderlich, und daß die betrügerisch gesammelten Getreidevorräte invermai müffe jie aufrecht erhalten, während es doch ein jehrt erhalten werden müssen inmitten einer vor Hunger

sterbenden Bevölkerung, weil der Staufmann Gewinn so hoch in seiner Schätzung stehen, die er für heilig oder haben muß und so weiter. Wären diese Menschen nicht gelehrt hält, um irgend welcher Zwecke willen so gewissenlos vorhanden, die auf den Wunsch der höheren Behörde wären, ihn zu betrügen. Und gerade das ist iminer bereit sind, jeden zu züchtigen und zu töten, den man geschehen und geschieht unaufhörlich mit ihm. Es geschieht ihnen befiehlt, so würde es den Gutsbesitzern nie ein- erstens: indem aller arbeitenden Menschen, die keine fallen, den Bauern einen Wald zu nehmen, der unter Muße haben, selbst siltliche und religiöse Fragen zu ihren Augen aufgewachsen ist, und den Beamten den prüfen, von Jugend auf bis in ihr Niter als Beispiel Enpfang ihrer Gehälter, die man von dem hungernden ind unmittelbare Belehrung eingeprägt wird, daß ZüchVolfe dafür eintreibt, daß fie cs bedrücken, für gesetzlid) tigungen und Totschlag mit dem Christentum vereinbar z! halten. Ganz zu schweigen davon, daß man Menschen sind, und daß sie für gewisse bestimmte, staatliche hinrichlet oder verbannt, weil sie die Lüge enthüllen und Zwede nicht nur erlaubt sein können, sondern angewandt die Wahrheit predigen. Al dies wird nur gefordert und werden müssen; zweitens: indem man einigen von denen, getan, weil alle diese herrschenden Personen inzweifelhaft die man durch Werbung, durch die Dienstpflicht oder überzeugt sind, daß sie stets gehorsamie Mensdien an der Verdingung ausliest

, einprägt, daß die Vollstreckung von Söand haben, die alle ihre Wünsche mittelst der Züchti- Züchtigung und Totschlag mit eigenen Händen ihre gung und des Totschlags zur Ausführung bringen. heilige Pflicht bildet, ja sogar eine herrliche, lobens- und

Denn nur deshalb geschehen Dinge wie die, die alle belohnungswerte Tat ist. Tyrannen, von Napoleon bis zum leßten Regiments In allen Katechismen oder Büchern, die in der fommandeur, der unter die Menige schießt, getan haben, Schule benüßt werden, wird dies gelehrt. Und die weil fie die hinter ihnen stehende Macht berauscht, die Menschen werden so davon überzeugt, daß fie in dieser aus den fügjamen Menschen gebildet ist, die bereit sind, lieberzeugung aufwachsen, leben imd sterben imd nie 311 alles zu vollziehen, was man ihnen befiehlt. Alle Sraft zweifein beginnen. liegt also in den Menschen, die mit ihren eigenen Händen Dies ist der eine Betrug, der allgemeine Betrug, die Werfe der Gewalt vollziehen, in den Menschen, die der an allen Menschen begangen wird der andere ist bei der Polizei, bei den Soldaten dienen, ganz besonders der besondere Betrug, der an den Soldaten, sie seien io bei den Soldaten, da die Polizei nur dann ihre Werke oder so geworben, oder an den Polizisten begangen vod zicht, wenn das Heer hinter ihr steht.

wird, welche die für die Erhaltung und zum Schutz der Was also hat diese guten Menschen, die davon | bestehenden Drdnung nötigen Züchtigungen und Torschläge feinerlei Vorteile haben, die genötigt sind, mit ihren i vornehmen. eigenen Händen all diese schrecflichen Dinge zu tun, in allen Militärinstruktionen wird mit diesen oder und von denen alles abhängt, was hat diese guten Menschen anderen Worten dasselbe gesagt, was in der russischen in diese fonderbare Verirrung geführt, die sie überzeugi Militärinstruktion mit folgenden Worten ausgedrüđt wird: hat, daß die bestehende, unvorteilhafte, für sie verderbliche (S 87.) Genau und ohne Widerspruch die Befchle iind peinvolle Drdnung eben die Drdnung ist, die der Vorgesetzten vollziehen heißt: die von dem Vorgcepten bestehen muß?

empfangenen Befehle mit Genauigkeit vollzieheit, ohne Wer hat sie in diese merfwürdige Verirrung gebracht? darüber nachzudenken, ob sie gut oder schlecht sind, und

Sie haben sich doch nicht selbst überredet, sie müßten og man sie vollziehen kann. Der Vorgeseşte selbst ist das tun, was nicht nur qualvoll, unvorteilhaft und verantwortlich für alle Folgen des von ihm crteilten verderblich für sie und für ihren ganzen Stand ist, der Befehles. neun Zehntel der gesamten Bevölkerung ausmacht, sondern (§ 88.) Der llitergebene darf die Befehle des Vorauch gegen ihr Gewissen ist.

gejezten nur in dem Falle nicht vollziehen, wenn er ddle Minden inserer christlichen Welt wijen aus deutlich sicht, daß er durch die Erfüllung des Befehls der Ueberlieferung, aus der Dffenbarung, aus der un des Vorgesepten . . . man denft unwillkürlich, es wird widersprechlichen Stimme des Gewissens, daß der Tot- jetzt heißen: wem er deutlich sieht, daß er durch die schlag eines der schrecklichsten Verbrechen ist, die der Erfüllung des Befehls des Vorgeseblen das Gebot Gottes Mensch nur begehen kann, wie das auch im Evangelium aniastet. Weit gefehlt! ..... wenn er deutlich sieht, gejagt" ist, und daß diese Sünde des Totschlags nicht daß er den Eid'

, die Treue und den Dienst des Herr beschränkt auf gewisse Menschen sein kann, das heißt, chers antastet. daß die einen zu töten Sünde sei, die anderen zu töten, Es heißt, der Mensch kann und muß, so lange er nicht.

Soldat ijt, ohne Ausnahme alle Befehle des Vorgesetzten Gleichzeitig aber sehen die Mensden von Jugend ausführen, die für den Soldaten vornehmlich im Totauf, daß der Totschlag nicht nur anerkannt wird, sondern schlag bestehen, folglich anch alle göttlichen und wienschlichen auch von allen denen gesegnet wird, die sie gewohnt sind, Gesetze verleben, nur nicht die Treue und den Dienst als ihre geistlichen, von Gott eingesetzten Führer 311 desjenigen, der im gegebenen Moment zufällig im Besitze verehren; sie sehen, daß ihre welilichen Führer mit der Macht ist. ruhiger lleberzeugung den Toisdilag anordnien, die Werf Auf diesem Betrug der Befreiung der Menschen von zeuge des Torschlags an sich tragen und sich mit ihnen dem (Hehorsam gegen Gott oder gegen ihr Gewissen und brüsten und von aten verlangen, daß sie im Namen des dem Erjate dieses Gehorsams durch den Gehorsam gegen bürgerlichen, ja sogar des göttlichen Gesepes teilnehmen den zufälligen Vorgesetzten beruht alle Macht des Heeres an Tolschlag. Die Menschen sehen, das hier ein Wider- und des

und des Staates: auf dem bewusten Betrug, den die spruch liegt, da sie aber nicht in der Lage sind, ihn zu höheren Schichten an den niederen begehen. lösen, vermuten sie unwillkürlich, dieser Wideripruch

(Schluß folgt.) fomme nur von ihrer linkenntnis her. Sie können sich nicht vorstelleni

, daß ihre Erleuchter, die gelehrten Männer, mit solcher Zuversicht zwei scheinbar widersprechende Säße lehren fönnten: die Verbindlichkeit des christlichen Gesekes für die Menschen und den Totíchlag. Das schlichte, unverdorbene Kind späterhin der Jüngling, fan fid) nicht vorstellen, daß diese Menschen, die

*

Musikalische Chronik.

Ein Drudjehler der leßten musikal. Chronit ließ das Haupt

gewicht der russischen Musit nach Cesar Cuis Meinung in der „lokalDas neunte Philharmonische Konzert wies zwei Dirigenten und

musit“ und dem „öffentlichen Colorit" beruhen. Cui meint aber, zwei Solisten auf Franz Mannstädt führte die zweite Leonore vor;

die „Vokalmusit“ und das „örtliche Colorit".

Á. R. cs war eine anständige Leistung, wenn es auch feine hinreißende war. Folgte Lalog spanische Sinfonie für Violine und Orchester: Halir {pielte in diesem blendenden und pikanten Wert den Violinpart: so

Chronit der bildenden Künste. tüchtig und so vornehm wie er immer spielt. Frau Sedivig Camil zeigte darauf in Constanzens Arie „Martern aller Arten“ cine gute Stimme; etwas falt zwar, aber hübsch sicher. Rubinstein Die Ausstellung der „Elf". – Einem Gießbache gleich, der dirigirte zum Sdluß seine lange dramatische Symphonie, welche brauiend und schäumend die gewohnten Ilfer verläßt und siegreich wirklich nicht nur lang, sondern auch stellenweise dramatisch ist, und

über alle Riffe und Hindernisse dahinilutet so hat sich die „neue er begeisterte die Hörer zu stürmischen buldigungen. Es stedt in

Richtung“ der modernen Malerei im fèunstleben Münchens Wahn dieser vierten Symphonic dodh mehr Glut und Pocsie und Arbeit als gebrochen. In Berlin ijt ähnliches unmöglich, weniger vielleicht, jonst in seinen Werfen; und Achtung muß man jedenfalls vor ihr weil hier dem Strome selbst die Kraft fehlt, als, weil der Boden, haben, wenn man es schon zur Bewunderung nicht bringen fann. in dem er sein Bett suchen muß, so völlig anders geartet ist. Nicht allzu In ganzen ein immerhin interessanter Abend Bülolv ist jcpt tot.

günstig ist er der bildenden Kunst, dieser märkische Boden! Im Für das nächste Konzert ist Richard Strauß als Dirigent vorgesehen. Sandboden versiegt die Luelle am schnellsten. Sollten die Leiter der philharmonischen Konzerte ein Auge auf ihn Ncuerungen und neue Schöpfungen auf dem Gebiet der bildenden geworfen haben? Sie fönnien nichts Beñeres tun. Nur durch eine

Hünjte, berühren in München sogleich den Lebensnerv des ganzen individualität und eine unverbraudte Arait werden dic philharmo Lebens, im Crganismus der Neichshauptstadt pilegt ihre Wirkung nisdien Konzerte den alten Glanz bewahren.

verhältnismäßig unwesentlich und faum bemerkbar zu bleiben.

Jedenfalls bedarf es ungewöhnlicher Mittel, um durch sunstwerke Leoncavallo ist nun in der Gunst des deutschen Kaisers neben

das berliner Siunstleben einmal in Aufregung zu verseßen. Richard Wagner und Victor Neßler der dritte Mann geworden. Er

Der Vereinigung der „Elf“ ist dies zweifellos geglüdt. Diejen

Ruhm müssen ihr selbst ihre erbittertsten Feinde zugestehen, und schon hat den 9uftrag erhalten nachdem der Kaiser im Laufe von vierzehn Tagen dreimal die Medici besucht – einen märtischen Stoff

dies ist jedenfalls ein Erfolg. Zum Glüc nicht der einzige! Niemand,

der die Entwidlung und Leistungsfähigkeit der modernen Malerei zu fomponiren. Der Graf Hodiberg hat den „Roland von Berlin"

in München, oder vollends in Paris verfolgt, wird behaupten, die vorgeschlagen, Taubert wird das Libretto machen. Diise branden

winzige Gruppe der „Eli“ gebe hiervon ein auch nur annähernd burgiiche Nationaloper, von einem Italiener komponirt, wird ein intereiiantes Wert sein. Wie wird fich Leoncavallo aus der Affäre

erschöprendes Bild, aber sie bietet immerhin einen interessanten

Aussdinitt aus diesem Bilde. ziehn? Wird er mit seinen italienischen Landsleuten in Ronilift lommen, weil er preußischen Patriotismus in Musik sepi? Wird

Tas gemeinsame Band zwischen ihren jo heterogenen Werken

ist das Koloristische. Der Kampf unserer Maler un das Licht er auch das märkische Lokalkolorit zu treffen wissen? Wird er jich vielleicht an spezifisd) brandenburgische Melodien anlchnen?

hat an sich etwas sinnlich Frisches, Gesundes. Aber der Lösungas Wird cr cine Stretta über die Gol zauftion (init fleinen Koloraturen)

versudi cines Problems ist noch kein ausgereiftes Kunstwerk; ja

auf den Ruhm eines solchen hat jelbst die vollendete Lösung an das Ende des ersten Akts feßen? und an den Schluß des

noch keinen Anjprud. Darum iit es veriehlt, wenn man dieie Auslepten ein Septett über Motive aus „lch bin ein Preuße“? Ilnd wird er das Wert nicht auch der großen Oper in Paris einreichen? itellung der „Elj" anders aufiaßt, als ein fünstlerisches Glaubens.

bekenntnis. Eine Schar von Malern tritt hier vor das Publifuni,

um ihm cinen Blick in ihre Werkstatt selbst zu eröffnen. Da Der neueste deutsche Tondichter heizt Hittrid). Er scheint der

stehen Versuche neben Erfolgen, Skizzen neben Bildern, Der

Laic Hummel von Dresden zu jein. Dort iit er an der Oper angestellt,

aber verlangt ausgereifte Schöpfungen, und er hat ein wie Gummel. Bittrichs Tertdichter, Arno Spieß, ist gleichfalls an

traditionelles Anrecht auf diese Forderung. Wenn Künstler dieselbe der Oper angestellt, wie Hummels Tertdichter, Arel Delmar. Hummels

hintenanțeßen, so ist das in ihrem eigenen Sinn ein Fehler, aber Oper spielt in Tscherfesjien, Þittrichs Dper spielt in Bulgarien:

nur ein taftischer. ihre künstlerische Leistung an sich bleibt davon Bulgarien - was meinen Sie, wie pittorest ist das. Hummels

gänzlich unabhängig Selbst ihrem Ruhm fann es nicht auf die per ist einaftig, Pittrichs Oper cbenials. Hummels Cper heißt

Dauer ichaden, wenn anders sie ihn wahrhaft verdienen. Das hat Mara, Pittrichs Cper heißt Marga. Pittricis per hat alio

sich beispielsweiie an şofmann bewahrheitet, der mit Skizzen mindestens cinc Note, nämlich ein g mehr als Bummels. Pittrichs

debütirte, und die vollendeten Arbeiten, welche diejelben erklären Oper sucht nach zuverlässigen Bericht „die ruhige Schönheit der

konnten, erit i parer ausgcitellt hat lind noch ein anderes, mehr lassiker mit dem priđelnden Neiz der Neu-Italiener zu verschmelzen“

äußerlides, muj hier allgemeingiltig betont werden. Diese Bes b Arno Spies, der Tertdichter, ein patriotisches, cinaftiges Schais

leuchtungs- und Farbenstudien, die einer völlig momentanen Naturs (picl schreiben wird, steht noch dahin.

stimmung entnommen wurden, sind in ihren koloristischen Weiten so fein nüanzirt, dass auch das Ferrige Bild seine richtige Wirkung

nur inmittelbar unter den gleichen äußeren, taisächlichen Bes Ein dümmlicher Artifel der Quarterly Review weiít magner lcuchtungsverhältnisien ausübt, unter denen es im Atelier entstand. cinen Plaß unter den Anarchisten an. Die revolutionäre Gesinnung

Uendern sich die letteren, io ändert sich auch der Eindrud. So ist des jungen Wagner wird scharf betont und dann der Parsifal des

das halbe Oberlicht der Sdultejden Ausstellungsräume, den meisten alten als skandalöse Parodirung der Mesic denunzirt. Solcher

dieser auf ganz helle Töne gestimmten Gemälde unbedingt schädlich. Blödsinn ist verwunderlid); aber die : Quarterly Review

Wo die Sonne des pimmels jo leuchtet, wird das hellste Licht der jidhert ihr mildernde limstände fußt auf Mar Norðani. Mar Farbe unwahr. Nordau sagt in seinem scherzhaften Entartungswert vom Barsifal,

Diese Bemerkungen gelten für die Ausstellung als Ganzes. daß nie eine dreistere siirchenschändung auf der Bühne verübt

lleber die einzelnen Werfe darf ich mich furz fassen. Vieles davon worden sei Die englischen Wagnerfreunde haben sich umsonit it ber ist schon bekannt -- beionders durch die münchener Salons ሰ ans den Zwischenrall aufgeregt, der es nicht verdiente. Als heitere Er deres tennzeichnet icinen schon wolbekannten Meister, ohne wesentlich innerung bleibt zuriid : Mar Nordau als Verteidiger der katholischen

neue Abarten seiner Kunst 311 zeigen. Liebermann cntfaltet in Meile.

den beiden Darstellungen des Viergartens und der Baumallec sein

ganzes maleriídios Können. Tic Vertiefung der Vildfläche, das

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*

das

Spiel des durd l'aumfronen dringenden Sonneulidts fann nicht cigener (Blaube spricht, und wenn er weiß, uns zu dicjem ju bicvollendeter wiedergegeben werden. Man glaubt die Luft zu fühlen, kehren. In Slingers, Pieta" lebte diese Kraft, in dieser „Kreuzigung" die diesen Raum erfüllt. Und auch der „Sturgarten in Wiesbaden“ bleibt sie meines Erachtens latent. Der erjte Eindruck ist weder ist vortrefflich. Es gehört ein immenses malerisches Können dazu, padend, noch anzichend, nur – seltsam, vom Vergebrachten mögin dieser Weise nur den allgemeinen Eindruck eines Menschen lichst abweichend. lind nicht nur im Sinne kirchlicher, oder religewimmels auf die Nethaut des Auges, das flüchtig über sie hin giöser Auffassung! Daß Klinger aus dieser Szene eine Altagsblidt, zu verewigen, und ein echt künstlerisches Gefühl, um zu be hinrichtung gemacht hat, an der nur wenige Bersonen teilnehmen, messen, an welchem Punkte die Detailirung hier Halt zu machen hat. während die Landschaft und die Stadt unter blauem Himmel in Das leßlere bewähren die drei Bastellporträts nicht in gleidem heiterer Ruhe erscheinen, daß er seinen Christus von den Schächern Grade. So lebensprühend ihr Ausdruď und so virtuos die Technit nu

nur durch die weißere Hautfarbe und ruhigeres Leiden unterscheidet, auch ist: in diesen Bildern sind zu viele Striche. Weniger wäre daß er das Sireuz niedrig darstellt und den Gefreuzigten ein Querhier mehr gewesen. – Dasselbe gilt von der schon in München aus. holz zwischen die Beine schiebt, daß seine Maria cine spindeldürre gestellten Farbenskizze Skarbinas Fête de fleurs, wo sich der Greisin mit kaum noch menschlichen Zügen ist das alles sou hier sonst mit so feinem Farbensinn ausgestattete Meister offenbar durch nicht beurteilt werden, enn das hat im Grunde Klinger allein mit das koloristische Problem zu einer Grell- und Buntfarbigkeit ver seiner Empfindung abzumachen, und zwar nicht mit seiner fünstloden ließ, welche im Bilde nicht in der Natur!

dem Auge

lerijdien. Aber auch die lettere selbst zieht in diesem Bilde gerade fast wehtut. Auch bei seiner „, Tanie im Wald“ hat ihn offenbar vor da am wenigsten an, wo sie am meisten von der fünstlerischen allem das koloristische Problem, hellviolett und helles Grün im Tradition abgewichen ist Statt der kompositionellen Betonung der diim Sonnenlicht, geleitet, doch feiselt hier die Virtuosität der Durch: Hauptjiguren giebt Slinger cin gleichwertiges Nebeneinander aller führung und auch eine gewisse Stimmung für beides können die Gestalten, wobei auch auf das formelle Gleichgewicht der Massen eigenartigen, gar zu hart wirkenden, lebensgroßen Porträts von ebensowenig Rüdsicht genommen ist, wie auf ihre koloristische AusMosjon als günstigste Folic dienen. Ein neu:s Blatt im alten gleichung. Dabei haben die ruhigen Figuren, wie das seltjame Ruhmesfranz ist das große Bild der eben die Equipage verlassenden Paar ganz zur Linken, die Ruhe von Statuen, die bewegten aber, Dame, in welchem freilich der Hintergrund feiner durchgearbeitet ist, wie die in den Armen des Johannes in die Knie brechende Magdaals die Hauptfigur; und ganz töitlich sind Sfarbinas luft- und lene, scheinen nicht aus eigenem impulje zu agiren, sondern lichterfülte kleine Landschaftsstudien. Einige lleberraschung bereitete auf Wunsch des Malers zu pojiren. ich kann mich in in dieser stattliden Stollektion endlich der „dekorative Entwurf“, die der Tat des Eindrucs nicht erwehren, daß hier nur eine nadte Halbfigur einer Nymphe in stimmungsvoller Landschaft. Reihe von Aktfiguren und Modellen zusammengestellt iit. Was Bilder dieser Gattung werden jetzt auch in Deutschland häufiger, jollen zum Beispiel die beiden ganz nackten Männer, welche sich, und an sich kann es nicht Wunder nehmen, daß Skarbina, der jede ausschreitend, an das Kreuz des Schächers links drängen? Man Nuance der modernen Schule nicht als Nachempiinder, sondern als ist versucht zu antworten, daß sie ihre Eristenzberechtigung nur völlig Individueller auf sich wirken läßt, eine „Supraporte“ malt in einer guten Altstudie Mag silingers finden. Inhaltlich verständs Aber er malt sie, wie ein Staffeleibild, und als „, Dekorationsstück“ licher ist das Paar ganz zur Linken, die jugendliche Frau, zu welcher allein wird ersie selbst kaum gelten lassen.

der Wächter lüstern herüberblickt; aber hier stört wiederum das Nur als Dekorationsstück will und kann dagegen ein Haupttcil Formale durch die starre, steife Haltung, und besonders läßt der der von 2. von Hofmann ausgeitellten Arbeiten aufgefaßt werden, Lanzenträger den Gedanken an das Modell nicht verschwinden. ja im Grunde nur als Skizzen zu Dekorationsmotiven, wie der Compositioned scheint mir dieses Wert demnac) verfehlt, und es Maler wenigstens bei seinen Fächern und dem Vorbild für (Bobelin mangelt ihm die äußere und innere Einheitlichkeit. Das; es tropstickerei selbst gesteht. Hofmann hat für dekoratives Schaffen eine dem die Kiralle des Löwen erkennen läßt, braucht bei Klinger nicht große Begabung, für das Stilisiren der Form sowol, wie für das erst gejagt zu werden. Ein Zug von Größe geht durch das Ganze, Kolorit, und seine Fantasie bietet derselben köjtliche Nahrung. Er der die Gestalten trot Pose und Modell über das Autägliche erhebt lebt in einer Märchenwelt, wo die uralten und ewig jungen (e und an den Freśkostil der Quattrocentisten gemahnt. llnd als das (talten der Volkspoesie ihr Dajcin führen, und zeitlos Irbilder Erfreulichste muß betont werden, daß die rein malerische Leistung menschlicher Jugendschönheit in itetem Paradiesesfrühling wandeln. in diesem Bilde alle übrigen Arbeiten des Künstlers übertrifft. Die Immer von neuem zeigt er die ersten Menschen in ihrer IInschuld Art, wie sich die drei Gestalten der Mittelgruppe hintereinander und Lust, in ihrer Sünde und Reue. Sein Paradies ist jedoch plastisch abheben, die jarbig plastische Modellirung der nadten Störper, nicht so plastisch und goldig stralend, nicht so naiv märchenhait wie und, nicht zum wenigsten, die schöne, poetische fernsicht über die das eines Bödlin, sondern visionär leicht verhüllt, als wäre jeine Landschaft das alles ist so vortresslid), daß man meinen sollte, Farbenpracht wie durch einen Schleier gebrochen. Seine Kunst jetzt sein Schöpfer habe von Anbeginn nur den Pinsel gehandhabt. Das ein, wie diejenige Marées, aber sie ist weit vielseitiger, sie spiegelt | ließ sich vor seinem „Parisurteil“ von 1886 wahrlich nidht vorauss die Art eines Puvis de Chavanne und neuerdings besonder dies jehen, und so möge auch diese „Kreuzigung“ eben nur eine Etappe Vanier der Schotten. Es ist wol fein Zweifel mehr, daß @ofmann auf dem stolzen Bjade bezeichnen, der einen Meister unserer Tage in der Kunst der nächsten Zukunft eine hervorragende Rolle spielen zu kraftvoller Auseitigkeit zu führen scheint. wird, aber unsoweniger richtig erscheint es, dass er noch immer jo

Alfred Gotthold Meyer. viel Unfertiges und linausgereiftes vorführt. Von den übrigen Künstlern seien nur noch Walter Leistifow und $ans Hers mann rühmend genannt, die in ihren vielseitigen Naturschilderungen

Deutsch-*ömisches. dieser Ausstellung den am meisten gebilligten Bestandteil lieferten. Deutsche stünstler wandern seit Jahrhunderten jahraus jahrein Leistikow besonders hat in seinen koloristisd) ungemein wirksamen, über die Alpen, deutsche und italische Kunst stehen ununterbrochen breit und sicher gemalten poetischen Landschaftsstudien hier einen im Austausch. Schon ehe die italische Renaissance übermächtig neuen Beleg seines Strebens und Könnens gegeben.

wurde, und uns als Lernende und Empfangende an sich zog, schon Noch erübrigt cs, des grösten Bildes dieser Ausítellung zu ge vor dem Cinquecento ist so mancher deutsche Steinmeß und Maler denken, das in ihr am anspruchsvollsten auftritt, ohne doch ihr die dort tätig gewesen. Oft genug ist der deutsche Bans in Florenz, Signatur zu geben: Mar Slingers stoloji algemälde, Die Streuzi: Rom oder Venedig zum Giovanni d'Alemania geworden. gung Christi“. Es darf für sid betrachtet werden, denn von den Aber in unserem Jahrhundert gewann für die deutschen ščünstler Zielen der übrigen hier vereinten Meister ist es geschieden. Mit die „italienische Reise“ noch ganz andere Bedeutung. Sie war die ihnen verknüpft es im Grunde nur die – bewuste Originalität. leßte Weihe, deren der junge Künstler bedurfte, um seine Lehrs und Für die Behandlung eines religiöjen Themas ein gefährliches Lob, Wanderjahre zu vollenden, nur in Rom ward der Schüler zum aber die Gefahr schwindet, wenn aus dem Bild des Sèünstlers Meister. Aujährlid) stritten in der Heimat die standidaten um den

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