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dem Wagen, sagte eine vorbereitete Rede her, rief die wustsein auf, trug ihn fort und brachte den zweiten her. Angeschuidigten heran und befahl, eine Bank zu bringen. bei. Das Schluchsen und Stöhnen der Menge wuchs. Dieser Befehl war anfangs unverständlich. Aber der Aber der Vertreter der Staatsgewalt fuhr fort in der Polizist, den der Statihalter stets bei sich hatte, und dem Züchtigung. die Organisation der Züchtigungen oblag, die häufig im So schlug man den zweiten, den dritten, den vierten, Gouvernement vorfamen, erläuterte, es handle sich um den fünften, den sechsten, den siebenten, den achten, den eine Bank zum prügeln. Man brachte die Bank, man neunten, den zehuten, den elften, den zwölften, jeder erbrachte die Ruten, die man mit auf den Weg genommen hielt siebenzig Schläge. Ale baten' fie um Schonung, hatte, und rief die Henfer heran. (Die Henker waren stöhnte::, schrieen. Das Schluchzen und Stöhnen der schon vorbereitet, man hatte sie unter den Pferdedieben Weiber in der Menge wurde immer lauter und herzdes Dorfes gewählt, da die Soldaten sich geweigert zerreißender, die Gesichter der Männer wurden immer hatten, den Befehl auszuführen.) Als alles bereit war, düsterer und düsterer. Rings umher aber standen die befahl der Statthalier dem ersten von den zwölf Menschen, Soldaten, die Züchtigung hörte nicht auf, ehe das Werk die der Guigbesiger als die Schuldigsten bezeichnet hatte, in dem Maße voüführt war, in dem es, Gott weiß ants hervorzutreten. Es war ein Familienvater, hochgeachtet welchem Grunde, der Laune des inglückseligen, halb in der Gemeinde, ein vierzigjähriger Mann, der stets trunkenen, verirrten Menschen, den man Statthalter mannhaft für die Rechte der Genieinschaft eintrat und nannte, nötig erschien.

nannte, nötig erschien. Die Beamten, die Offiziere, die daher die Achtung der Dorfbewohner genoß. Man Soldaten waren nicht nur zugegen, sondern nahmen durch führte ihn an die Vanf, entkleidete ihn und befahl ihm, ihre Gewalt teil an diesem Werke und schüßten die sich niederzulegen.

Ordnung des Vollzugs dieses Staatsaktes gegen die ÄnDer Bauer versuchte im Schonung zu bitten, da er taftung von seiten der Menge. aber sah, daß es unnüp war, schlug er ein Krenz und Als ich einen Statthalter fragte, wozu sie diese Züchtilegte sich hin. Zwei Polizisten stürzten über ihn her, gung vornähmen an Menschen, wenn sie sich doch schon um ihn festzuhalten. Der studirte Doktor stand daneben, gefügt hätten, und die Soldaten im Dorfe ständent

, antbereit, die nötige ärztliche, gelehrte Hilfe zu leisten. Die wortete er mir mit der bedeutenden Miene eines Mannes, Hajcher spieen in die Hände, fuhren mit den Ruten durch der alle Feinheiten staatsmännischer Weisheit fennt, es die Luft und fingen an zu schlagen. Da zeigte sich, daß geschehe, weil nian durch Erfahrung weiß, daß die Bauern, die Bank zu schnal war, und daß es kaum möglich war, wenn man sie nicht der Züchtigung unterzieht, wieder den Gezüchtigten, der sich frümmte und zusammenzog, gegen die Weisungen der Behörde auftreten. Die Züchtigung darauf festzuhalten. Da befahl der Statthalter, eine aber, an einigen von ihnen vollzogen, gebe den Beschlüssen zweite Bank zu bringen und ein Brett darauf zu schlagen. der Behörde für immer Kraft. Die Leute legten die Hand an die Müße, jagten: Zu llud jeßt kam der Statthalter von Tula mit Bes Befehl, Euer Ercellenz.“ und erfüllten eilig und gehor- amten, Offizieren und Soldaten, um ein gleiches Werk jam den Befehl, während der halbnackte, bleiche, ge- zu vollführen. züchtigte Mann die Brauen zusammenzog und zu Boden Das Schickjal hatte mich gewissermaßen absichtlich, blidte und, am ganzen Körper zitternd, mit entblößten nachdem ich zwei Jahre hindurch meine Gedanken in Beinen wartete. Als die zweite Bank herbeigebracht einer und derselben Richtung angestrengt hatte, zum ersien war, legte man ihn wieder hin, und die Pferdediebe bé. Mal im Leben auf diese Erscheinung stoßen lassen, die gannen von nicuém ihn zu schlagen. Mehr und mehr mir mit voller Araft in der Praxis das zeigte, was bedeckten sich der Rücken, die Schenkel, die Waden, ja mir in der Theorie längst klar geworden war, daß nämsogar die Seiten des Gezüchtigten mit Sıriemen imid lich die ganze Einrichtung unseres Lebens nicht auf geBlutstellen, und bei jedem Schlage erklang ein dumpfes wissen juristischen Grundlagen ruht, wie sich das die Stöhnen, das der Gezüchtigte nicht unterdrücken konnte. Menschen gern vorstellen, die die vorteilhaften Stellungen Aus der Menge, die rings umherstand, vernahm man in der herrschenden Ordnung genießen, sondern auf der das Schluchzeit der Frauen, der Mütter, der Kinder, einfachsten, gröbsten Gewalt, anf Totschlag und Züchtigung der Verwanten des Gezüchtigten und aller derer, die zur der Menschen. Strafe bestimnit waren.

Die Menschen, die eine größere Menge von Kapital Der unglückselige, von seiner Macht berauschte Statt- besißen, oder die größere Gehälter beziehen, die man von halter, der nicht anders handeln z11 können glaubte, bog dem arbeitenden Volke sammelt, welches das Notwendigste die Finger ein, zählte die Schläge und hörte nicht auf, entbehrt; ferner die, welche, wie die Kaufleute, die Aerzte, Cigarrriten zu rauchen; dienstfertige Leute stürzten jedes- die Künstler, die Verwalter, die Gelehrten, die Kutscher, mal herbei, um ihm das angezündete Streichholz. 31 die Röche, die Schreiber, die Lafaien, die Anwälte, fich reichen. Nach fünfzig Schlägen hörte der Bauer auf zu von diesen reichen Leuten nähren, glauben gern daran, schreien und sich zu rühreii

, iind der Arzt, der in einem daß die Privilegien, die sie genießen, nicht eine Folge der Staatsinstitut erzogen war, um mit seinen wissenschaft- Gewalt sind, sondern eine Folge des vollständig freien und lichen Kenntnissen seinen Kaiser und seinem Vaterlande rechtmäßigen Austausches von Leistungen, und daß diese zu dienen, trat an den (Bezüchtigten heran, fühlte den Privilegien nicht in den an den Menschen verübten GePuls, behorchte den Herzschlag ind meldete dem Ver- walttaten und Totschlägen ihre Quelle haben, wie sie in treter der Macht, daß der Bestrafte das Berpustsein ver- Orel und an vielen Orten Rußlands in diesem Sommer loren habe, und daß nach der Auffassung der Wissen- vorgekommen sind und in ganz Europa iind Amerika schaft iine weitere Züchtigung seinem Leben gefährlich immer wieder vorkommen, sondern daß sie mit diesen Gewerden könnte. Aber der unglückselige Statthalter, der walttaten auch nicht den geringsten Zusammenhang haben. (chon ganz von dem Anblick des Blutes berauscht war, Sie glauben fogar, daß die Privilegien, die sie genießen, befahl, fortzufahren, und die Züchtigung wurde bis zu durch sich selbst vorhanden sind und in der freiwilligen siebenzig Schlägen fortgeseßt, einer Zahl, die er aus Uebereinkunft der Menschen ihre Quelle haben, und daß irgend einem Grunde glaubte erreichen zlı müssen. Nach die Gewalttaten für sich existiren und ihre Quelle in geden siebenzig Schläger sagte der Statthalter: „Genug! wissen allgemeinen und höheren, juristischen, staatlichen Der nächste vor!“ Nun hob man den entstellten Menschen und wirtschaftlichen Geseßen haben. Diese Menschen geben mit dem geschwollenen Rüđen und dem verlorenen Bes I rich nicht die Mühe, z11 sehen, daß sie die Privilegien, die

się genießen, stets nur infolge desselben Umstands ge- wanten zu töten, wie man zu einer heiteren oder wenigstens nießen, infolge deffen ießt die Bauern, die den Wald ganz gewöhnlichen Sache fährt. groß gezogen haben und die ihn dringend brauchen, ge Denselben Eindruck machten auch die gepußten Bes nötigt sind, ihn einem reichen Befißer abzutreten, der amten und Offiziere, die auf der Plattform und in dem während des Wachstums gar nicht teilgenommen hat an Wartesaal erster Klasje zerstreut waren. An einem mit seiner Pflege, und der ihn durchaus nicht braucht; das Flaschen beseizten Tisch saß in seiner halbmilitärischen Uniheißt infolge dessen, daß man sie schlägt oder tötet, wenn form der Staithalter, der Führer der ganzen Erpedition, aß sie diesen Wald nicht abtreten.

etwas und plauderte dabei mit den Bekannten, die ihm be Wenn es aber nicht jedesmal vorkommt, daß man je gegneten, ruhig über das Wetter, als voäre die Aufgabe, mand ins Gefängnis wirft, daß man Menschen schlägt die ihn erwartete, etwas so Einfaches und Gewöhnliches, und tötet, wenn von dem Gutsbesißer der Pachtzins für daß es seine Ruhe und sein Interesse an der Wittering den Boden eingetrieben wird, und der Getreidebedürftige nicht berühren könnte. dem Kaufmann, der ihn betrügt, den dreifachen Preis Nicht weit von dem Tisch saß, ohne etwas zu genießen, ahlt, und der Fabrifarbeiter zufrieden ist mit einem Lohne, der General der Gendarmerie mit undurchdringlichem, aber der verhältnismäßig zweimal so klein ist wie die Einnahme finsterem Gesicht, als ob er verdrießlich wäre über die des Herrn, und wenn der arme Mann seinen leßten Rubel Formalität, die ihm überdrüffig wurde. Von allen Seiten für Zoll imd Steuern hergiebt, so kommt das daher, daß kamen mit lebhaftem Geränisch die Offiziere in ihren man schon so viele Menschen geschlagen und getötet hat für schönen, goldgestikten Uniformen herbei: die einen saßen ihre Versuche, nicht das zu tun, was man von ihnen verlangt, am Tisch und tranfen ihre Flasche Bier, andere standen daß sie das sehr gut in Gedächtnis haben. Wie der ge am Buffet und fauten Piroggen, ein dritter schüttelte die zähmte Tiger im Käfig nicht das Fleisch nimmt, das man Brosamen ab, die auf die Bruist der Uniform gefallen ihm unter das Maul legt, und nicht ruhig liegt, sondern waren, und warf mit fecer Geberde sein Goldstück hin, über den Stock springt, wenn man es ihm befiehlt, nicht ein vierter ging hüpfend vor den Waggons unjeres etwa weil er das gern tut, sondern weil er die glühenden Zuges auf und nieder imd betrachtete die FrauenEisenstangen oder den Hunger im Gedächtnis hat, zit dem gesichter. man ihn gezwungen hat, so oft er ingehorsam war; so tun auch die Menschen, die sich dem unterwerfen, was

(Schluß folgt). ihnen schädlich, ja verderblich ist, und was sie für ungerecht halten, dies, weil sie in Erinnerung haben, was ihnen geschehen ist für den Widerstand, den sie einmal geleistet haben.

X
Die Menschen aber, die die Privilegien genießen,
die durch die alten Gewalttaten geschaffen sind, vergessen
und vergessen es gern, wie diese Privilegien erworben
wurden.

ES fann Bedrückung, Gewalttätigkeit, Gefängnisse,
Hinrichtung geben, deren Zweck nicht die Vorrechte der Ueber die Zukunft unserer

Ueber die Zukunft unserer Bildungs-Unstalten. reichen Klassen sind (obgleich das selten ist), aber man

Sechs, im Auftrag der fann fühn sagen, daß in unserer Gesellschaft, in der auf „Akademischen Gesellschaft“ in Vasel gehaltene, öffentliche Reden. jeden wolhabenden, herrschaftlich lebenden Menschen zehn won Arbeit erschöpfte, gierige, neidische und oft geradezu

Von mit ihren Familien leidende Arbeiter kommen, alle Þri

Friedrich priet/de. vilegien der Reichen, all ihr Lurus, alles Ueberflüffige, was die Reichen gegenüber dem mittleren Arbeiter genießen, daß alles das nur durch die Züchtigungen, Gefäng

Vierter Vortrag. (Schluß). nisse und Hinrichtungen erworben und erhalten wird.

Gehalten am 5. März 1872. Der Extrazug, dem ich am 9. September begegnet war, bestand aus einem Waggon erster Klasse für den „Freude, Danf, Verehrun.) treibt uns“, sagten wir Statthalter, die Beamten und effiziere und aus einigen und schüttelten die Hände des Greises, während der Gepäckwagen, die mit Soldaten vollgepfropft waren. Hind ein ahnungsreiches Gebell ausstieß. „Wir wollten

Die fecken, jungen Burschen von Soldaten in ihren Sie nicht fortlassen, ohne Ihnen dies 311 sagen. Und neuen Ilniformen standen zusammengedrängt oder saßen um Ihnen alles erklären zu fönnen, dürfen Sie auch mit herabgelassenen Beinen in den breit geöffneten Türen noch nicht fortgehen: wir wollen Sie auch im wie vieles! der Gepäckwagen. Die einen rauchten, die anderen plait- noch fragen, was wir gerade jetzt auf dem Herzen haben. derten, scherzten, lachten mit breitem Munde, wieder andere Bleiben Sie doch: jeder Schritt des Weges ist uns verfauten Sonnenblumensamen und spieen ihn überlegen aus. traut, wir geleiten Sie nachher hinab. Vielleicht kommt Einige von ihnen liefen über die Plattform auf eine Tonne auch der von Ihnen erwartete (Sast noch. Sehen Sie mit Wasser zu, um zu trinken, und wenn sie den Offizieren einmal dort hinunter auf den Rhein: was schwimint da begegneten, mäßigten sie ihren Schritt, machten ihre jo hell, wie unter dem Schein vieler Fackeln, herum? Da törichte Bewegung, die Hand an die Stirn, und gingen suche ich Ihren Freund mitten darin, ja ich ahne bereits, mit ernsten Gesichtern, als täten sie etwas, was nicht daß er mit allen diesen Fackeln zu Ihnen herauffommen nur vernünftig, sondern sehr wichtig wäre, an ihnen vorüber, folgten ihnen mit ihren Bličen, dann stürzten sie lind so bestürmten wir den verminderten Greis mit noch lustiger vorwärts, so daß ihre Schritte über die Bretter unsern Bitten, imjern Veriprcchungen, unsern fantastischen der Plattform hallten, und lachten und schwaßten wie ge- Vorspiegelungen, bis endlid) auch der Begleiter dem Phisunde, gute Burschen zu tun pflegen, die in heiterer Ge- lojophen zuredetc, noch etwas hier auf der Höhe des fellschaft von einem Orte nach dem andern fahren. Berges, in der milden Nachtluft, auf- und abzugeheit

, Sie fuhren hin, um ihre hungrigen Väter und Ver- ! (vor allem Wissensqualm entladen), wie er hinzufügte.

wird."

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„Ach schämt euch!“ jagte der Philosoph, „ihr könnt heruni oder lastet schwer auf meiner Brust, das ist ein doch, wenn ihr etwas einmal zitiren wollt, nichts als Panzerhenid, durch das ich niedergedrückt werde, ein Faust zitiren. Doch will ich euch nachgeben, mit oder Schwert, das ich nicht schwingen kann.“ ohne Zitat, wenn nur unsere Jünglinge Stand halten Plößlich waren wir drei, angesichts des Philosophen, und nid t ebenso plößlich davonlaufen, wie sie gekommen einmütig, und uns gegenseitig stimulirend und ermutigend sind: denn sie sind wie Irrlichter, man wundert sich, brachten wir etwa Folgendes gemeinschaftlich vor, während wenn sie da sind und wieder, wenn sie nicht mehr da sind.“ wir mit dem Philofophen auf der baumfreien Fläche, die Hier rezitirte mein Freund sofort:

uns an jenem Tage als Schießplatz gedient hatte, langa Aus Ehrfurcht hoff ich, soll es uns gelingen, sam auf- und abgingen, in völlig schweigsamer Nacht ,,Das leichte Naturell zu zwingen,

iind unter einem ruhig ausgespannten Sternenhimmel. „Nur Zickzack geht gewöhnlich unser Lauf.“

Sie haben so viel vom Genius gesprochen“, sagten wir Dir Philosoph wunderte sich und blieb stehen. „Ihr etwa, „von seiner einsamen beschwerlichen Wanderung durch überrascht mich“, sagte er, „meine Herren Jrrlichter: dies die Welt, als ob die Natur nur immer die äußersten ist doch fein Sumpf! Was halten Šie von dieser Stätte? Gegenfäße produzire, einmal die stumpfe, schlafende, durch Was bedeutet Ihnen die Nähe eines Philosophen? Da Justinfte fortwuchernde Masse ind dann in ungeheurer ist die Luft scharf und klar, da ist der Boden trocken und Enifernung davon die großen fontemplativen, zu ewigen hart. Ihr müßt ench eine fantastischere Region für eure Schöpfungen ausgerüsteten Einzelnen. Nun aber nennen Zickzacneigungen aussuchen.“

Sie diese" selbst die Spiße der intellektuellen Pyramide: „Ich denke“, sprach hier der Begleiter dazwischen, die es scheint doch, daß vom breiten schwer belasteten Fundas Herren haben uns bereits gesagt, daß ein Versprechen sie mente aus bis zu dem frei ragenden Gipfel zahllose für diese Stunde an diesen Ort bindet: aber wie mich Zwijckengrade nötig sind und daß gerade hier der Sa dünkt, haben Sie auch, als Chor unserer Bildungs- gelten muß: natura non facit saltus Wo aber beginnt fomödie zugehört und zwar als wahrhaft ,idealische Zu um das, was Sie Bildung nennen, bei welchen Quadern sdauer denn sie haben uns nicht gestört, wir glaubten scheidet sich die Sphäre, die von unten her und die andere, initeinander allein zu sein.“

die von oben her beherrscht wird. Und wenn nun bei „Ia“, sagte der Philosoph, „das ist wahr: dieses Lob diesen entlegensten Naturen wahrhaft von „Bildung“ darf Shnen nicht versagt werden, aber es schien mir, daß geredet werden darf, wie will mait auf das unberechenSie noch ein größeres verdienten.“

bare Dasein solcher Naturen Institutionen gründen, wie Hier erfaßic ich die Hand des Philosophen und darf man über Bildungsanstalten nachdenken, die eben sagte: „Der muß ja stumpf, wie ein Reptil sein, Bauch mir jenen Auserwählten zu Gute fämen? Vielmehr am Boden, Kopf im Schlamme, der solche Rede, wie die dünft" es uns, daß gerade diese ihren Weg zu finden Shrige, anhören fönnte, ohne ernst und nachdenklich, ja wissen, und daß darin ihre fraft fich zeigt, ohne solche erregt und heiß zu werden. Vielleicht würde der eine Bildungsfrücken, wie sie jeder andere braucht, gehen zu oder der andere dabei crgrimmen, aus Verdruß und fönnen und so ungestört, diirch das Drängen und Stoßen Selbstanklage; bei uns aber war der Eindruck anders, der Weltgeschichte hindurch zu schreiten, gleichsam wie ein ulur daß ich nicht weiß, wie ich ihn beschreiben soll. Gespenst durch eine große dichte Versammlung.“ Gerade diese Stunde war für uns so ausgesucht, unsere Derartiges brachten wir miteinander, ohne viel GeStimmung war so vorbereitet, wir saßen da, wie offene schick und Ordnung, vor, ja der Begleiter des Philosophen Gefäße - nun scheint es, daß wir uns mit dieser neuen ging noch weiter und sagte zu seinem Lehrer: „Nun Weisheit überfüllt haben, denn ich weiß mir garnicht denken Sie selbst an alle die großen Genien, auf die wir mehr zu helfen und wenn mich jemand fragte, was ich gerade, als auf echte und treue Führer und Wegweiser am morgenden Tage tun wolle, oder was ich überhaupt mir jenes wahren deutschen Geistes stolz zu sein pflegen, deren von jeßt ab zu tun vornähme, so würde ich garnicht zu Andenken wir durch Feste und Statuten ehren, deren antworten wissen. Denn offenbar haben wir bis jeßt Werke wir mit Selbstgefühl dem Auslande entgegenhalten: ganz anders gelebt, ganz anders uns gebildet als es recht worin ist diesen eine solche Bildung, wie Sie sie verist – aber was machen wir, um über die Kluft von langen, entgegen gekommen, inwiefern zeigen sie sich erheute zu morgen hinwegzukommen?"

nährt und gereift an einer heimischen Bildungsforme? „Ja“, bestätigte mein Freund, „so geht es auch mir, so Und trokdem sind sie möglich gewesen, und trotzdem sind frage ich gleichfalls: dann aber ist mir's, als ob ich über sie das geworden, was wir jeßt jo zii verehren haben, ja haupt durch so hohe und ideale Ansichten über die Auf ihre Werke rechtfertigen vielleicht gerade die Form der gabe der deutschen Bildung von ihr fortgescheucht würde, Entwicklung, die diese edlen Naturen nahmen, ja jelbst ja als ob ich nicht würdig sei, an ihrem Werfe mitzut einen solchen Mangel an Bildung, den wir wol bei ihrer bauen. Ich sehe nur einen glänzenden Zug der aller Zeit und ihrem Volfe zugeben müssen.

Was hatte reichsten Naturen nach jenem Ziele fich hinbewegen, ich Lesjing, was hatte Windelmann aus einer vorhandenen ahne, über welche Abgründe hin, an welchen Verlockungen deutschen Bildung 311 entnehmen? Nichts oder mindestens vorbei dieser Zug führt. Wer darf so fühn sein, diesem ebensoivenig als Beethoven, als Schiller, als Goethe, als Zuge sich zuzuigefellen?“

alle unseren großen Künstler und Dichter. Vielleicht ist Hier wendete sich auch der Begleiter wieder an den es ein Naturgeseß, daß immer erst die späteren GeneraPhilosophen und sagte: „Verargen Sie es auch mir nicht, , tionen sich bewust werden müssen, durch welche himmlische wenn ich etwas Aehnliches empfinde und wenn ich es Geschenke eine frühere ausgezeichnet worden sei." jeßt vor Ihnen ausspreche. In der llnterredung mit Hier geriet der philosophische Sireis in heftigen Zorn Žhnen geht es mir oft so, daß ich mich über mich selbst und schrie seinen Begleiter an: O du Lamm an Einfalt hinausgehoben fühle und mich an Ihrem Mute, Ihren der Erfenntnis! O ihr insgesammt Säugetiere zu Niemende! Hoffnungen, bis zum Selbstvergessen, erwärme. Dann Was sind das für schiefe, linkische, enge, höcfrige, früppelkonimt ein fühlerer Augenblick, irgend ein scharfer Wind hafte Argumentationen! Ja, jeßt eben hörte ich die Bildung der Wirklichkeit bringt mich zum Besinnen – und dann unserer Dage, und meine Dhren klingen wider von lauter sehe ich nur die weit zwischen uns aufgerissene Aluft, geschichtlichen Selbstverständlichkeiten“, von lauter altflugen über die Sie selbst mich, wie im Traume, wegtrugen. erbarmungslosen Historiker-Vernünftigfeilen! Merfe dir das, Was Sie Bildung nennen, das schlottert dann um mich I dit inentweihte Natur: du bist ‘ali geworden und seit

Jahrtausenden ruht dieser Sternenhimmel über dir – ist, und daß, wer in flapperdürrem Frost nach Wärnie aber ein solches gebildetes und im Grunde boshaftes Ges verlangt, wild werden muß, wenn man dies ein ideales rede, wie es diese Gegenwart liebt, hast du noch nie gehört! Verlangen nennt. Şier handelt es sich um lauter aufAlso ihr seid stolz, meine guten Germanen, auf eure dringliche, gegenwärtige, augenscheinliche Wirklichkeiten: Dichter und Künstler? Ihr zeigt mit den Fingern auf wer etwas davon fühlt, der weiß, daß es hier eine Not sie und brüstet euch mit ihnen vor dem Auslande? Und giebt, wie Frost und Hunger. Wer aber nichts davon weil es euch feine Mühe gekostet hat, sie unter euch zu fühlt, — nun, der hat dann wenigstens einen Maßstab, haben, so macht ihr daraus eine allerliebste Theorie, daß ini z11 messen, wo das aufhört, was ich Bildung nienne ihr euch auch fürderhin feine Mühe um sie zu geben und bei welchen Quadern der Pyramidé sich die Sphäre, braucht? Nicht wahr, meine unerfahrenen Kinder, sie die von unten, und die andere, die von oben beherrscht kommen von selbst: der Storch bringt sie euch! Wer wird wird, scheidet. von Hebammen reden mögen! Nun, meine Guten, euch Der Philosoph schien sich sehr erhißt zu haben: wir gebührt eine ernste Belehrung: was? ihr dürftet darauf forderten ihr auf, wieder etwas herumzugehen, während stolz sein, daß alle die genannten, glänzenden und edlen er seine lebten Reden stehend, in der Nähe jenes Baum. Geister durch ench, durch eure Barbarei vorzeitig erstickt, stumpfes, der uns als Zielscheibe für unsere Pistolenfünste verbraucht, erloschen sind Wie? ihr dürftet ohne Schambiente, gesprochen hatte. Es wurde für eine Zeit unter an Lessing denfen, der an eurer Stumpfheit, im Kampf uns ganz still. Langsam und nachdenklich schritten wir mit euren lächerlichen Klößen und Gößen, unter dem auf und ab. Wir empfanden viel weniger Beschämung. Misstande eurer Theater, eurer Gelehrten, eurer Theologen jo törichte Argumente vorgebracht zu haben als eine gezu Grunde ging, ohne ein einziges Mal jenen ewigen wisse Restitution unserer Persönlichkeit: gerade nach den Flug wagen zu dürfen, zu dem er in die Welt gekommen erhißten und für uns nicht schmeichelhaften Anreden glaubten war? Und was empfindet ihr bei Winckelmanns An wir uns dem Philosophen näher, ja persönlicher gestellt gedenken, der, um seinen Blick von euren grotesken 311 fühlen. Albernheiten zu befreien, bei den Jesuiten im Hilfe betteln Denn so elend ist der Mensch, daß er durch nichts ging, deffenschmählicher Uebertritt auf euch zurückfällt einem Fremden so schnell nahe fommt, als wenn dieser und an euch als unvertilgbarer Flecken haften wird? Ihr eine Schwäche, einen Defeft merfen läßt. Daß unser dürftet gar Schillers Namen nennen und könnt nicht Philosoph erhißt wurde und Schimpfworte gebrauchte, erröten? Seht sein Bild euch an! Das entzündet funkelnde überbrücfte etwas die bisher allein empfundene scheute Auge, das verächtlich über euch hinwegfliegt, dieje tötlich Ehrerbietung; für den, der eine solche Beobachtung enigerötete Wange das sagt euch nichts? Da hattet ihr pörend findet, sei hinzugefeßt, daß dieje Brüde oftmals so ein herrliches und göttliches Spielzeug, das durch euch von der entfernten Verehrung zur persönlichen Liebe und zertrümmert wurde. Únd nehmt noch Goethes Freunde zum Mitleiden führt. Und dieses Mitleiden trat, nach schaft aus diesem schwermütig hastigeni, zu Tode geheßten jenem Gefühl der Restitution unserer Perjönlichkeit, allLeben hinweg

an euch hätte es dann gelegen, es noch mählich immer stärker hervor. Wozit führten wir den schneller verlöschen zu machen. Bei keinem unserer großen alten Mann hier nächtlicher Weile zwischen Baum und Genien habt ihr mitgeholfen und jetzt wollt ihr ein Fels herum?' llnd da er dies uns nachgegeben hatte, Dogma daraus machen, daß keinem mehr geholfen werde? warum fanden wir nicht eine ruhigere und bescheidenere Aber für jeden waret ihr, bis diesen Augenblick, der Form, uns belehren zu lassen, warum mußten wir zu Widerstand der stumpfen Welt“, den Goethe in seinem drei in so ungeschidter Weise unsern Widerspruch äußern? Epilog zur Glocke bei Namen nennt, für jeden waret ihr Denn jeßt merkten wir es bereits, wie unbedacht, die verdrossenen Stumpfsinnigen oder die neidischen Eng unvorbereitet und unerfahren unsere Einwendungen waren, herzigen oder die boshaften Selbstsüchtigen. Troß euch wie sehr gerade in ihnen das Echo der Gegenwart widerschufen jente ihre Werke, gegen euch wandten sie ihre klang, deren Stimme der Alte nun einmal im Bereiche Angriffe und Danf euch starben sie zu früh, in unvollendeter der Bildung nicht hören mochte. lInsere Einwendungen Tagesarbeit, unter Kämpfen gebrocheni vder betäubt, dahin. | waren überdies nicht eigentlich rein aus dem fntellekte Wier kann ausdenkert

, was diesen heroischen Männerit 311 entsprungen: der Grund, der durch die Redent des Philophen erreichen beschieden war, wenn jener wahre deutsche Geist | erregt und zum Widerstand gereizt war, schien anderswo in einer kräftigen Institution sein schüßendes Dach über zu liegen. Vielleicht sprach aus uns nur die instinktive fie ausgebreitet hätte, jener Geist, der ohne eine jolche Ängst, ob gerade unsere Individuen bei solchen Ansichten,

Institution vereinzelt, zerbröckelt, entartet sein Dasein wie sie der Philosoph hatte, vorteilhaft bedacht seien, vielweiter schleppt. Alle jene Männer sind zu Grunde ge- leicht drängten fich alle jene früheren Einbildungen, die richtet: id es gehört ein tollgewordener Glaube an die wir uns über unsere eigene Bildung gemacht hatten, jeßt Vernünftigkeit alles Geschehenden dazu, um mit ihm eure zu der Not zusammen, um jeden Preis Gründe gegen Schuld entichuldigen zu wollen. Ilnd nicht jene Männer eine Betrachtungsart zu finden, durch die allerdings unser allein! Aus allen Bereichen intellektueller Äuszeichnung vermeintlicher Anspruch auf Bildung recht gründlich abtreten die Unfläger gegen euch auf: mag ich auf alle die gewiesen wurde. Mit Gegnern aber, die jo persönlich die dichterischen oder philosophischen oder malerischen oder Wucht einer Argumentation empfinden, soll man nicht plastischen Begabungen hinsehn und nicht nur auf die streiten; oder wie die Moral für unsern Fall lauten Begabungen des höchstes Grades, überal bemerke ich das würde: solche Gegner sollen nicht streiten, jollen nicht nicht Reifgewordene, das Ueberreizte oder 311 früh Er- widersprecheir. schlaffte, das vor der Blüte Versengte oder Erfrorene, So gingen wir neben dem Philofophen her, beschämt, überall wittere ich jenen „Widerstand der stumpfen Welt mitleidig. unzufriedenden mit uns und mehr als je d. h. eure Verschuldung. Das will es besagen, wenn überzeugt, daß der Greis recht haben müsse und daß wir ich nach Bildungsanstalten verlange und den Zustand ihm unrecht getan hätten. Wie weit zurück lag jeßt der derer, die sich so nennen, erbarmungswürdig finde. Wer Jugendtraum unserer Bildungsanstalt, wie deutlich er. dies ein ideales Verlangen' und überhaupt ideal zu fannten wir die Gefahr, an der wir bisher nur durch einen nennen beliebt und wol gar damit wie mit einem Lobe Zufall vorbeigeschlüpft waren, uns nämlich mit Haut und mich abzufinden meint, dem diene zur Antwort, daß das Haar dem Bildungswesen zu verkaufen, das von jenen Vorhanderie einfach eine Gemeinheit und eine Schmach | Knabenjahren an, bereits aus unserem Gimnasiuut heraus

verlockend zu uns gesprochen hatte! Worin lag es doch | Kultur aus ihrer Bahn abgelenft und ihrem Instinkte daß wir noch nicht im öffentlichen Chorus seiner Bewun- entfremdet. derer standen? Vielleicht nur darin, daß wir noch wirkliche An ihre egoistischen Regungen, an ihre Schwächen Studenten waren, daß wir uns noch, aus dem gierigen und Eitelkeiten richtet sich diese Versuchung, ihnen gerade Şaschen und Drängen, aus dem rastlosen und sich über- flüstert jener Zeitgeist zu: Folgt mir! Dort seid ihr stürzenden Wellenschlag der Deffentlichkeit, auf jene bald Diener, Gehilfen, Werfzeuge, von höheren Naturen über. nun auch weggeschwemmte Insel zurückziehen konnten? stralt, eurer Eigenart niemals froh, an Fäden gezogen,

Von derartigen Gedanken überwältigt, waren wir im an Retten gelegt, als Sklaven, ja als Automaten: hier, Begriff, den Philosophen anzureden, als er sich plößlich bei mir, genießt ihr als Herren eure freie Persönlichfeit, gegen uns wendete und mit milderer Stimme began:

eure Begabungen dürfen für sich glänzen, mit ihnen „Ich darf mich nicht wundern, wenn ihr euch jugendlich

, werdet ihr selbst an der ersten Stelle stehn, ungeheures unvorsichtig und voreilig benahmt. Denn schwerlidi Gefolge wird euch begleiten, und der Zuruf der öffentlichen hattet ihr über das, was ihr von mir hörtet, schon jemals Meinung

wird eich mehr bejagen, als eine vornehm geernsthaft nachgedacht. Laßt euch Zeit, tragt es mit euch

spendete Belobigung aus der Höhe des Genius. Solchen herum, aber denkt daran Tag und Nacht. Denn jept Verlodiingen unterliegen jeßt die Allerbesten: und im seid ihr an den Kreuzweg gestellt, jeßt wißt ihr, wohin

Grunde entscheidet wol hier kaun der Grad der Bes die beiden Wege führen. "Nuf dem einen wandelnd, seid gabung, ob man für derartige Stimmen zugänglich ist ihr eurer Zeit milfommen, sie wird es an Stränzen und

oder nicht, sondern die Höhe und der Gra) einer geSiegeszeichen nicht fehlen lassen: ungeheure Parteien wissen fittlichen Erhabenheit, der Instinkt zum Heroismus, werden euc) tragen, hinter eurem Rüden werden ebenso- zur Aufopferung – und endlich ein ficheres, zur Sitte viel Gleichgesinnte wie vor euch stehen. llnd wenn

gewordenes, durch richtige Erziehung eingeleitetes. Beder Vordermann ein Losungswort ausspricht, so halt es

dürfnis der Bildung: als welche, wie ich schon sagte, in allen Reihen wieder. Hier heißt die erste Pflicht: in

vor allem Gehorsam und Gewöhnung an die Zucht des Reih und Glied fämpfen, die zweite: alle die zu ver

Genius ist. Gerade aber von einer solchen Zucht, einer nichten, die sich nicht in Reih und Glied stellen wollen. jolchen Gewöhnung wissen die Institute, die man jetzt Der andere Weg führt euch mit selteneren Wandergenossen Bildungsanstalten“, nennt, so viel wie nichts: obwoi

es mir nicht zweifelhaft ist, daß das Gymnasium ur. zusammen, er ist schwieriger und steiler: die, welche auf dem ersten gehen, verspotten euch, weil ihr dort mühsamer sprünglich als eine derartige wahre Bildungsinstitution, schreitet, sie versuchen es auch wol, euch zu sich hinüber wenigstens als vorbereitende Veranstaltung, gemeint war, zu lođen. Wenn aber einmal beide Wege fich freuzen, Reformation die ersten fühnen Schritte auf einer solchen

und in den wunderbaren, tiefsinnig erregten Zeiten der to werdet ihr mishandelt, bei Seite gedrängt oder man weicht euch schen aus und isolirt euch.

Bahn wirklich getan hat, ebenfalls, daß sich in der Zeit „Was würde nun, für die so verschiedenartigen schmählich abgeleiteten oder sekretirten Bedürfnisse merken

imjeres Schiller, unseres Goethe wieder etwas von jenen Wanderer beider Wege, eine Bildungsanstalt zu bedeuten ließ. gleichjam als ein Reim jener Schwinge, von der haben? Jener ungeheure Schwarm, der sich auf dem Plato im Phaedrus redet und welche die Seele, bei ersten Wege zu seinen Zielen drängt, versteht darunter

jedei Berührung mit dem Schönen, beflügelt und empor. eine Institution, wodurch er selbst in Reih und Glied

trägt - itach dein Reiche der inwandelbaren reinen Ilraufgestellt wird und von der alles abgeschieden und los

bilder der Dinge." gelöst wird, was etwa nach höheren und entlegeneren

,,Ach, mein verehrter und ausgezeichneter Lehrer," beZielen hinstrebt. Freilich verstehen sie es, priinkende Worte für ihre Tendenzen in 'ilmlauf zu bringen; sie Plato und die Ideenwelt zitirt haben, glaube ich nicht

gann jeßt der Begleiter, ,, nachdem Sie den göttlichen reden 3. B. von der allseitigen Entwidlung der freien mehr daran, daß Sie mir zürnen, so sehr ich auch durch Persönlichkeit innerhalb fester, gemeinsamer, nationaler und

meine vorige Rede Jhre Misbilligiing und Ihren Zori menschlich-fittlicher lleberzeugungen“, oder nennen als ihr

verdient habe. Sobald Sie reden, regt sich bei mir jene Ziet „die Begründung des auf Vernunft, Bildiing, platonische Schwinge; und nur in den Zwischenpausen Gerechtigkeit ruhenden Volksstaates'.

habe ich, als Wagenlenker meiner Seele, mit dem wider: „Für die andere kleinere Schar ist eine Bildungs- strebenden, wilden und ungebärdigen Roffe rechte Mühe, anstalt etwas durchaus verschiedenes. Diese will, an der das Plato auch beschrieben hat und von dem er sagt, es Schußwehr einer festen Organisation, verhüten, daß sie sei idhief und ingeschlacht, mit starrem Nacken, furzem selbst, durch jenen Schwarm, weggeschwemmt und ausein Hals und platter Naje, schwarzgefärbt, grauen, blutunterander getrieben werde, daß ihre Einzelnen in frühzeitiger laufenen Auges, an den Ohren struppicht und schwerErmattung oder abgelenkt, entartet, zerstört, ihre edle und hörig. zu Frevel und Intat allezeit bereit und faum crhabene Aufgabe aus dem Auge verlieren. Diese Ein durch Geißel und Stachelstab lenkbar. Denfen Sie so. zelnen follen ihr Wert vollenden, das ist der Sinn ihrer dann daran, wie lange ich von Ihnen entfernt gelebt gemeinschaftlichen Institution und zwar ein Werf, habe und wie gerade auch an mir alle jene Verführungsdas gleichsam von den Spuren des Subjekts gereinigt fünste sich erproben konnten, von denen Sie jedeten, vielund über das Wechselspiel der Zeiten hinausgetragen sein leicht doch nicht ohne einigen Erfolg, wenn auch fast inroll, als lautere Widerspiegelung des erigen und in benierft vor mir selber. Ich begreife gerade jetzt stärfer veränderlichen Wesens Ser Dinge. Ilud alle, die an als je, wie i otwendig eine Institution ist, welche es nur jenem Institute Teil haben, sollen auch mit bemüht sein, ermöglicht, mit den seltenen Männern wahrer Bildung durch eine solche Reinigung von Subjeft

, die Geburt des zusammen zu leben, im an ihnen Führer und Leitsterne Genius und die Erzeugung seines Werkes vorzubereiten. 311 haben Wie starf empfinde ich die Sejahr des cinNicht wenige, auch aus der Reihe der zweiten und dritten jamen Wandernis! llnd wenn ich, wie ich Ihnen sagte, Begabungen, ind 311 einem solchen Mithelfen bestimmt aus dem Gemühl und der direkten Berührung mit dem und fommen nur im Dienste einer solchen wahren Zeitgeiste mich durch Flucht zu retten wähnte

, so war Bildungs-Institution zu dem Gefühl, ihrer Pflicht zu jelbst diese Flucht eine Täuschung. Fortwährend aus uns leben. "Jeßt aber werden gerade diese Begabungen, von zähligen odern, mit jedem Atemzuige quilli jene Atmoden mausgeseßten Verfiihrimgskünsten jener modischensphäre in uns hinein, und feine Einsamkeit' ist einsam

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