Billeder på siden
PDF
[merged small][ocr errors][merged small][merged small][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[graphic]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]

sein materieller Vorteil sein wird, würde es leicht seine tünst

lerische Kraft schwächen, wenn diese Gefälligkeit nicht mit einem
nonchalanten Selbstbewußtsein von oben herab erwiesen würde, zu
dem ihm seine elegante Technik die Sicherheit giebt. So aber ordnet
er sich keineswegs einem unkünstlerischen Verlangen unter Von den
sieben ausgestellten Damen-, Herren- und Kinderbildnissen scheint nur
eines kein „Auftrag“ zu sein, das einer jungen anmutigen Dame in
ganzer Figur. Hier scheint ihn die Persönlichkeit aus der vornehm
lässigen Reserve herausgerissen zu haben; denn so malt man nur
jemanden, für den man ein persönliches Interesse hat, das um so
schwerer zu verbergen ist, je größer das künstlerische Können ist. So
hat auch der Bildhauer Arthur Boué in zwei Reliefbildnissen
seiner Mutter und seiner Schwester, das künstlerisch zum Ausdruck
bringen können, was ein denselben Personen Fernstehender nicht zu
sagen vermocht hätte. -
Ä welche viele Künstler zu ihren besten Werken beseelt hat F. F.

Gustav Falke sprach am geselligen Unterhaltungsabend, der am 15. Februar stattfand, über „Moderne Musen-Almanache von 1893 und 1894 und den Cottaschen Musen-Almanach von S94“. Das Thema war von entschiedenem Interesse, weil es Raum gab für wertvolle Betrachtungen über die Entwickelung der modernen Lyrik überhaupt und über die kennzeichnenden Merkmale, welche die modernen Lyriker von den „alten“ unterscheiden. Der Redner stellte sich bei seinen Betrachtungen auf die Seite der Modernen und verteidigte die Leistungen des Bierbaumschen MusenAlmanachs in ziemlich lebhafter Weise. Indem er Ä Dichter als typisch für die Neuart der Bewegung heraushob, gab er u. a. eine psychologische Zergliederung von Mar Dauthendeys künstlerischem Schaffen, welche jedoch auf starken Widerstand stieß Man wollte einen so dilettantischen „Farbenprotz“, wie ihn neulich ein Kritiker nannte, nicht ernst genommen sehen. In der überaus lebhaften und interessanten Debatte, welche sich über den Vortrag entspann, wurden diese Meinung und manche anderen gegensätzlichen Standpunkte mit großer Schärfe zum Ausdruck gebracht. Man wunderte sich darüber, wenn es auch nicht ausdrücklich ausgesprochen wurde, daß ein so

hervorragender Lyriker, ein so feiner Künstler, wie Gustav Falke,

den wir mit Stolz den unsern nennen, sich zu einer gewissen Ver

teidigung mancher Geschmacklosigkeiten und Dilettantismen herbeiließ;

Sie sind mit der innigen Verehrung dar

vielleicht allerdings übernahm er es grade deshalb, weil er sich frei von diesen Fehlern weiß. An der Debatte beteiligten sich die Herren Constantin Brunner, Otto Ernst, Dr. J Löwenberg und Gustav Falke. -- Herr Alfred Halm vom Thaliatheater, ein vortrefflicher Vorleser, brachte zum Schluß eine sehr feine Humoreske von Gustav Falke, „Persönlichkeit“ und eine humorische Skizze von Sonne 1. G.

Wegen Raummangels fällt die Musikalische Chronik aus.

Litteratur-Tafel.

Erscheinungen, bekannt gegeben im Ianuar u. Februae 1894. - Besprechung einzelner der aufgeführten JAavitäten bleibt vorbchalent.

[ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors][ocr errors][subsumed][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][merged small][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]
[ocr errors]

Univ.

Schilder

[graphic]
« ForrigeFortsæt »