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** e für Sitteratur. 1832 begriindet Herausgegeben von Otto Neumann - Hofer.

Uniont

Deutsche Verlags-Gesellschaft Joseph Lehmann.

Redaktion: 2erlin: Charlottenburg II, Carmerstraße 1(). Berlin u. Stuttgart.

Erpedition: Berlin SW., Sriedrichstraße 217. Erscheint įeden Sonnabend. Preis 4 Mart vierteljährlich. Bestellungen werden von jeder Buchhandlung, jedem Postamt (17r. 3589 der Postzeitungsliste), sowie vom Verlage des Magazin" entgegengenommen. Anzeigen 40 prg. die dreigespaltene Petitzeile.

* Preis der Einzelnummer: 40 Pig. Bo

63. Jahrgang.
Berlin, den 24. Sebruar 1894.

17r. S. Auszugsmeiser Nachdruck sämtlicher Artikel, außer den novellistischen und dramatischen, unter genauer Quellenangabe gestattet.

Unbefugter Dachdrucli lvird auf Grund der Gesetze und Verträge verfolgt.

Juhalt: Ernst von Wolzogen: Vom münchener Marneval. III. SP. 225.
Litteratur, Wissenscbaft und öffentliches Leben: Paul Clemen: Georg Brandes 1. Sp. 2336. Eugen Oswald: Das englische Lit.

teraturjahr. 1. Sp. 241. Hans Land: Liebesopfer. (Schluß). Sp. 245. Alfred serr: Cognettis „A basso porto“

und „Timon von Athen“. Sp. 248. Litterarische Chronit. SP. 249 Musit: Anton Roberts: Vülow. Sp. 232. Die Medici. Sp. 234. Bildende Kunft: M. S. und F. F.: Chronik der bildenden Künste. Sp. 250. litterarische Gejellidhaft zu Bamburg. Sp. 232.

Litteratur-Tafel. Sp. 253 Anzeigen. Sp. 257.

Vom mündner Karneval.

Kunststadt aud pfeifen. Daß alle diese Herren und Von

Damen mit dem tödlichen Einerlei ihres Programms

doch immer wieder ein Publikum finden, ist nur ans Ernst von volzogeni.

dem uingeheurem Anwachien des Musikdilettantismus 31

erklären. Denn diese Mujikdilettanteit sind es einzig und III.

allein, die ein Interesse daran haben können, wie Herr In meinem Herbstbericht konnte ich von allerlei Schmid oder Fräulein Müller dies oder jenes paradeFrühlingsahnungen im münchner Kunstleben, von jungen stück wol auffassen werden, an dem jie sich selber seit Trieben und frisch sich regenden Kräften, erzählen. În Monaten blöd geübt haben. Aber auch die Schar der zwischen ist es Winter geworden und die laute Janit ernsten Musikfreunde, welche nicht mir den Virtuosen scharenmusit, welche die Fremden aus allen Weltgegenden nachlaufen, sondern sich immer tiefer in den Gehalt ihrer heranzuloden bestimmt war, ist verstummt. Verstummt Lieblingewerfe versenken wollen, welche eine Beethovensche ist auch so manche laute eifrige Debatte, wie z. B. die Symphonie, eine Brahmsche Sammermusik oder eine über das Richard Wagnertheater, von dem man wol erst Lisztsche symphonisdhc Dichtung nicht oft genug hören bei Gelegenheit der fünftigen Aufführungen Wagnerscher fönnen, ist hier eine sehr große. Sie alle werden durch Werke, wozii der Plan bereits bekannt gegeben wurde, das Gebotene nach Menge und (Güte reichlich zufrieden wieder etwas hören wird. Aber stille ist es darum keines gestellt und nur jene Lenie, die gern an einen Fortschritt wegs geworden. Jeji giebt es Kunst für die Münchner in der Musik glauben und deshalb Neues imd Eigen. und zwar lauter laute séunst.

artiges hören möchten, nur die kommen einigermaßen Es ist schier unglaublich, wieviel bei uns Musif ge- schlecht weg, denn neue Namen erscheinen hier, wie übermacht und Musif genossen wird. Verhältnismäßig sogar all

, nicht eben häufig auf den Konzertprogrammen. Nur noch mehr, als in Berlin. Zu den zahlreichen edeoniš= sehr selten entschließt sich ein hervorragender Gesangsund Museumskonzerten sind heuer 110d diejenigen des künstler dazii, 'Lieder eines Ilubekanntent, ja auch nur nengegründeten „Philharmonischen Orchesters" daziige wenig befannte Sachen eines Wolbekannten zu singen fommen, welch lekteres auch, ähnlid) wie das berliner, Meister Gura ist einer von den wenigen Mutigen in populäre Konzerte 311 billigen Preisen, aber mit gehalt- dieser Beziehung -- und noch schwerer wird es einem vollem Programm giebt. Fast alle Tage giebt es irgendwo jungen Komponisten, ein größeres Orchester- oder Chorein großes Konzert, auch sogar deren zwei, imgerechnet werk ernsten Stiles aufgeführt zu bekommen. Dergleichen die musikalischen Darbietungen der sehr zahlreichen Vereine. passirt eigentlich nur bei Gelegenheit der TonkünstlerverDiese Konzerte sind fast alle voll - jelöjt die Aui.

selbst die Auf- sammlungen und auch dort meist nur mit dem Erfolg, führungen urältester Werfe, sowie jene entsetzlichen Be- daß den lieben Kollegen Gelegenheit zum Achselzucken und glaubigungskonzerte neu auf den Plan tretender Sänger Hohnlächeln gegeben wird. Denn die Musiker sind beiind Virtuosen, welche zur Verzweiflung der ingliicfjeligen, fanntlich inter allen Stünstlern diejenigen, welchen die musikalischen Berichterstatter allüberai dieselben inver Querfenung fremder Leistungen am allerschwersten fälli. meidlichen Kehl- und Fingerübungen, Kraftstücke und be Sie iind auch im allgemeinen die beschränftesten nicht währten Reißer zum besten geben. Die Namen aller der mur die Tenöre, welche von der gütigen Mutter Natur mehr oder minder bekannten Zugvögel aufzuführen, die bekanntlich das schöne Vorrecht der Torheit in die Wiege uns hier im Vorüberflatteru eins vorgepfiffen haben, hat gelegt bekommen. Für stark empfindende, scharf denkende feinen Zweck; es sind ganz dieselben, die in jeder anderen Beister bedeutet der Genuß edler Musik die gesiundeste

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Erfrischung, die woltätigste Abspanrung des Gehirns bei Münchner die Duse für Deutschland entdeckt hätten, wenn gleichzeitigem angenehmen Reiz der sensitiven Nerven; sie hier zuerst statt zulebt aufgetreten wäre. ilm schauaber es läßt sich auch nicht leugnen, daß auf die große spielerische Feinheiten würdigen zu fönnen, dazu gehört Maffe derer, die nicht denfen, dieselbe Musik eine er: ein theatralisch geíchultes Publikum, wie wir es in schlaffende, die Verdummung angenehm befördernde München nicht besiken fönnen, weil die beiden Bühnen, Wirkung ausübt. Sie ist demnach entschieden zu den welche hier in der Darstellung ernsterer Stücke wetteifern, staatserhaltenden Künsten zu zählen und es ist mir nia keinen fest ausgeprägten Charakter besißen.

Für den türlich, daß jene weiten Kreise der Bevölkeruing, welche modernen Stil der Darstellung fommen am Hoftheater fich in ihrer Ängst vor dem Denfen unbewust nach sicherer wie am Gärinerplatz nur sehr wenige Mitglieder in BeVerkapselung, in jene behagliche Zufriedenheit sehnen, die tracht Frau Conrad - Ranlo, der es leider nur an eine anständige Verdummung am vollkommensten zu ge ausdrucksvoller Mimik gebricht, Frau Dahn-Hausmann währen vern ag, ihr ästhetisches Bedürfnis am liebsten und die Herren Häußer, Wohlmut, Davideit (leştere durch die Pufif befriedigen. Dem selbstdenkenden beiden besonders in Episodenrollen), der sehr talentvolle Menschen sagt die Musif sehr viel, den gedankenlosen und entwiclungsfähige Rómond ind als Virtuosenverschweigt sie alles Unangenehme — daher ist sie mit spezialist noch Possart. Recht zur Lieblingskunst aller überzivilisirten Nationen mehr oder minder tüchtigen Durchschnittskräfte, wie sie an geworden.

jedem Hof- und besseren Provinztheater zu finden sind, und unter welchen wiederum Herr Schneider als vorzüg

licher Sprecher ind marfiger Darsteller mehr ftatutarischer Der deutlichste Beweis dafür, daß in München zu• Heldengestalten, Herr Seppler und Fräulein Heese als viel Musif genossen wird, liegt in der Tatsache, daß man elegante Darsteller im Konversationsstück französischen von ernster Litteratur wenig reden hört, daß das fönig- Geschmacks sich auszeichnen. Am Gärtnerplaß fomint liche Residenztheater fast inimer leer ist. Es ist dies be: für das moderne Drama, soweit es nicht alpenländisches fanntlich einer der reizendsten Theaterräume in Europa, Bauernstück ist – in welcher Gattung der treffliche Neuert ein unangetastet gebliebenes Schmuckkästchen aus der Bas als leßter Zeuge versufener Herrlichkeit immer noch alle rodzeit und trotz einiger störender Unbequemlichkeiten in jüngeren Genossen überragt

jüngeren Genossen überragt - eigentlich nur das iingeden Plaßverhältnissen doch zum behaglichen Genusse mein vielseitig begabte Fräulein Wirth in Betracht, das einer fein gestimmten, in natürlichem Gesprächston darges aber an jener Stelle nicht dazu fommt, sein vielverstellten Komödie durchaus geeignet. Troßdem sieht sich

Troßdem sieht sich sprechendes Talent z11 entwickeln und uns daher bald verder Münchner selbst Ronversationsstücke lieber in dem läßt, im in Berlin sein Glück zu versuchen. Dann ist öden Riesenraum des garstigen Hof- und National da noch der als Mann für alles dienende und immer theaters an, in welchem natürlich die Schauspieler, um gut bedienende Herr Ermarth, der aber nur selten Geüberall verstanden zu werden, sich ein ganz unnatürliches legenheit findet, sich an einer wirklich lohnenden Aufgabe Geschrei angewöhnen müssen. Und in diesem Riesen- zu versuchen. Und ebenjo ergeht es einigen der jüngeren zirkus, in welchem die Tonmassen des grösten Wagner- und jüngsten Kräfte, wie z. B. Herrn (Beis, dem Sohne orchesters gerade Plaß haben, ließ man Eleonora Duje des allveliebten Volkssängers Papa Geiš. mit ihrer Truppe auftreten! Es war einfach eine Bru Das Duje-(Sastípict fönnte für die münchener Kunst talität. Aber was tut das – die Spekulation unseres außerordentlich bedeutungsvoll werden, wenn es dem Publi: „siegreidhen Generaldirektors“ war wieder einmal richtig. fum zum Versiändnis gebracht hätte, win das eigentliche Troßdem die Eintrittspreise noch bedeutend höher waren Wesen eines gesunden Realismus zii jucjen jei – nämlich als diejenigen des berliner Lessingtheaters, war das Haus darin, daß der Schauspieler nicht, wie es bisher geschah, an allen vier Duje-Abenden ausverkauft. Da es den von dem als theatralisch wirfjam Erkannten im feiner italienischen Gästen nicht einfiel, dem Hause zu liebe zu technischen Geschicklichkeit erreichbaren möglichst viel in schreien und damit ihre ganze feine Kunst 311 zerstören, das Gefäß hinein zu pressen sucht, welches die Gestalt fo fonnten natürlich auf den entfernteren Pläßen selbst des Didyters ihm darbietet, sondern daß er jedešmal neu des Italienischen mächtige Dhren nur hin und wieder aus dem Geiste des Dichters herauszuschaffeit, das innere einmal ein Wort verstehen. Frau Duse spielte hier die Leben seiner Figur mitzuleben sucht und die äußeren „ Kameliendame“, „Fedora“, „Cavalleria rusticana“ mit Züge der Charakteristik der liebevollen Beobachtung der „La Locandiera“ und „Casa paterna“. llnd troßdem Wirklichkeit und nicht der Theaterpraris entnimmt. Die man hier diejen Stücken nur eine wahrhaft fümmerliche wunderbare Beredjamfeit des ganzen Körpers und des Ausstattung bewilligt hatte und troßdem, wie gesagt, neun Mienenspiels besonders ist freilich eine Gabe, welche die Zehntel des Dialogs nicht über die sechste Parfetreihe Natur nur äußerst selten verleiht, aber das Prinzip der hinaus drangen, war der Erfolg der unvergleichlichen Duse-sêunst kann sich jeder ernste Schauspieler zu eigen Künstlerin derselbe überwältigende wie überall. Ja, bei machen und dann wird auch der Minderbegabte auf beihrer letzten Rolle, der „Magda“ in der „Heimat“, er schränktem Gebiet Tüchtiges zu leisten vermögen. Es gebebte das Haus von Beifallsstürmen, wie sie der Duje hört die Spürnase eines tüchtigen Regisseurs dazu, um selbst in Berlin nicht zu Teil geworden sind und wie sie das diese kleinen Leute an ihren richtigen Plaß ju stellen. Hof- und Nationaltheater vielieicht noch nie erlebt hat. Mehrfache Beispiele in der Theatergeschichte des leßten Der Hervorrufe zählte man an diesem Abend über zwanzi 1, Jahrzehnts haben es ja bewiesen, daß ein bedeutender und die Lorberkränze überstiegen den üblichen Wagenrad. Regisseur mit willigen Durchschnittskräften, die er aber Umfang um ein beträchtliches. Löste sich doch nach dieser für die Sache 311 begeistern versteht, weiter fommt, als Vorstellung die Truppe hier in München auf. Wolte mit einer ganzen Garnitur von Virtuojen, die alle Solo sich doch, wie bestinımt versichert wird, Eleonore Duje singen und die Nebenspieler in den Chor drängen wollen. ihrer angegriffenen Gesundheit wegen gänzlich von der Ilm ein modernes Ensemble zu schaffen, bedarf es Bühne zurückziehen. Wenn die dermalen berühmteste freilich in erster Linie eines modernen Repertoires. "Ein Schauspielerin der Welt zum überhaupt leßten Dale in Theaterleiter, der etwa ohne Vorübung am neuen bürgereiner ersten deutschen Kunjustadt auftritt, dann ist es kein lichen Schauspiel den Shatspeare darstellerisch modernisiren Wunder, wenn deren Publifum fie in außergewöhnlicher wollte, würde sicherlich auf abgeschmacte Stillosigkeiten Weise zu ehren sucht. Aber ich glaube (chiverlich, dass die | verfallen, wogegen umgefehrt der Schauspieler, welcher

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seine Beobachtungsgabe und Ausdrucsfähigkeit an der | lerne, daß die musikalisde Eifindung denn doch kein egatten Wirklichkeitsdarstellung rralistischer Dramen gestärfi italienisdes Monopol sei. Die neue Oper von "Ignaz hat, sehr wol dent rechten Weg findei fanin, um auch für Brüll Schach dem König“ versucht vergebens die Gestalten der klassischen Dichtung nene Áusdrucksmittel fomisch zu sein und wurde nur als anständig langweilig zu gewinnen. Nun, Eerr Pofsart hat – wie man sagt, empfunden. Sie ist bereits wieder verstorben. mit Zittern und Zagen und gegen seine ästhetische lieberzeugung – das Hannele" auf das Hoftheater gebracht. iind der Erfolg war ein durchschlagender. Zwar war der leb Die freie Bühne ist noch immer nicht zustande gehafte Meinungsaustausch, welchen die merkivürdige Dichtung fominen, Mitglieder hätte sie genug, aber es fehlt ihr ein erzeugte, kein hervorragend litterarischer, man stritt sich viel, Theater; und so ist der nach wie vor der akademisch mehr darum, ob es nicht eigentlich anstößig sei, diesen dramatische Verein dazu berufen den paar hundert protestantischen Himmel und diesen Uhdeschen Herrn Leuten Genüge zu tun, welche im Spielplan der hiesigen Jejus auf die Bühne zu bringin, noch dazu in Gesellschaft Bühnen noch immer flaffende Lücken empfinden. Seine leßte so ekelhaft roher Armenhäusler; aber immerhin stritt man Darbietung war Halbes „Jugend", welche denn auch, doch, sprach man doch über das Ereignis mit demselben trok der naheliegenden Scherze über das viele Raffeetrinfen Eifer, wie sonst nur über ein musikalisches, was immer und die fittliche Entrüstung etlicher Damen aus der hin schon ein Gewinn für das münchner Geistesleben ist Gefolgschaft des biederen rafen Westarp, welcher auch in Die Áufführung ließ 11och sehr, sehr viel zu wünschen unseren Mauern weilt, vermöge ihrer schlichten Naturübrig. Und dennoch brachte sie eine erfreuliche Ueber- wahrheit voll echt poetischer naiver Tragif einen tiefen raschung, die wieder einmal recht deutlich bestätigte, was Eindruck machte. Das katholische Pfarrhaus, welches ich oben über die erziehliche Wirkung des modernen Dramas wol die öffentliche Darstellung hier verhindert haben mag, behauptet habe.

erregte durchaus feinen Anstoß. lind selbst gut fatholische Fräulein Hofmann, eine junge Dame, die immer Leute fühlten sich durch den zelotischen Kaplan nicht im die Naiven sehr hübsch gespielt hatte, ohne jedoch durch geringsten gefränkt, indem sie sagten, daß diese Gattung ungewöhnliche Züge besonders aufzufallen, erzielte mit eben nur in den polnischen Provinzen zu suchen sein ihrem „Hannele“ eine tief ergreifende Wirkung und darf dürfte. Die Aufführung war wol die ausgeglichenste, am seitdem wol auch jenen wenigen Modernen des Hoftheaters wenigsten nach Dilettantismus schmeckende, die der Verein beigezählt werden, obwol sie sich selbst noch nicht darüber bisher geboten hat. Da ich selbst der Leiter dieser Aufklar zu sein scheint, wieviel sie von ihrem Erfolg dem führungen bin,' so braucht man mir freilich mein Lob Dichier perdankt. – Ob wol Herr Possart aus dieser nicht zu glaubeit. Für diesmal aber spreche ich nur dem Erfahrung den richtigen praftischen Schluß zichen wird, Publikum und der Presse nach. wie er fid) in Zukunft der modernen Dichtung gegenüber zu verhalten habe? Ich glaube schwerlich: Sie ist nun einmal unbequem für Komödiantenfönige. Die neuen Die frische Rührigkeit und ehrgeizige Tatenlust Werke von Richard Voß und ähnlichen theatra- welche die münchner Bürgerschaft seit etlicher Zeit beseelt

, lischen Dhnets wollen duch auch aufgeführt jein. hat heuer auch in dem furzen Fasching ihren Ausdruck „, Daniel Danieli“ ist hier erschienen und bald wieder gefunden. Angesehene wolhabende Mämmer haben nach verschwunden. Es ist schade um Voß. er ist gewiß | fölner Muster eine Karnevalsgesellschaft mit großem und ein Dichter von Haus aus gewesen, aber er ist zu kleinem Rat gebildet, welche es sich zur Aufgabe jetzte, seinen Verhängnis unter die Komödianten gegangen eine der Kunste und Großstadt würdige, närrische Herrlichdarum lieben ihn and) die Barnay und die Possart fo feit zit organisiren und so allmählich auch den münchener sehr, und meinen immer, sein nächstes Stüc musse doch 1 Fasching zu einer Berühmtheit und besonderer Anziehungs. niin einmal der große Schlager sein.

kraft für Fremde 311 verhelfen. lind so gab es denn diesmal außer den üblichen, öffentlichen Redouten und

Maskenfesten der geschlossenen Gesellschaften auch etliche Sonst ist vom Schauspiel nichts zu berichten, sehr offizielle wolgelungene „Narren-Abende“, und zum Beerfreuliches dagegen von der Oper. Mit der Auf- ichluß gar einen großen, prächtigen Masfenfestzug, der die führung von Engelbert Humperdincs ,,Hänsel und ganze Stadt auf die Beine brachte. Der liebenswürdige Grethel" hat sich das Hoftheater ein wirkliches Ver- | münchner Humor, die Fantasie und das reiche Können dienst erworben. Da haben wir einen neuen Namen seines Rumstgewerbes und seiner Seünstler haben hier in und einen ganzen Mann. Zu einem nett gereimten, der Tat gleich beim ersten Versuch in größerem Maßstabe gänzlich anspruchslosen Kindertheatermärchen hat der eine wirkliche Sehenswürdigkeit zustande gebracht. Die Boliblut-Wagnerianer Humperdinck eine Partitur ge- Polizei war von lobenswerter Diskretion und fonfiszirte schrieben, welche durch ihre erstaunlich geistvolle Poly nur die berühmte Kiesgrube des berühmten Herrn Hofrat phonie und herrlich klingenden Instrumentationsfinefsen Klug, die selbstverständlich auch ihr Triumphwägelchen im ohne Bedenken zwischen denen der „Meistersinger“ und Zuge hatte, und das Publikum war zwar dankbar und dés „Barbiers von Bagdad“ ihre Stelle angewiesen er vergnügt, aber noch beängstigend stiú id auständig. halten darf. Und dabei diese frisch quellende Erfindung Das muß noch viel lernen, wenn wirklich die münchner

echter Volks- und Kinderton bei Vermeidung jeglicher Narretei es zit etwas bringen will. So wie es jeßt immer Trivialität! Der dritte Akt fällt allerdings ein wenig noch ist, schwingen sich nur Kinder und ganz junge Leute, ab, aber die beiden ersten sind einfach mncisterhaft und größeren Teils Studenten und Akademiker dazu auf, die man gewinnt das entzückende Werkchen bei jedesmaligem Narrenfappe mit wahrer Hingabe zu tragen, und der beHören lieber. Auch war die hiesige Aufführung vor häbige Philister zieht nur mit Weib und Kind in den trefflich nach jeder Richtung hin. Und nur der linsinn, großen Kellerlokalen und Nachtkaffees herum, um sich daß am Schluß die Eltern der Kuchenkinder die Bühne etwas vormachen zu lassen. Merkwürdiger Weise sind die erfüllen müssen, hätte die Regie dem Komponisten und jungen Leute, die sich mit besonderer Ausgelassenheit am seiner Dichterin, Adelheid Witte, ersparen können. Hoffent- Mummienschanz beteiligen, zum grösten Teile Fremde, lich wird ,Hänsel und Grethel“ im Triumph über alle Norddeutsche ogar. Das ist denn wieder einmal recht deutschen Bühnen ziehen, damit man wieder glauben l bezeichnend für das münchner Phlegma; für die Fremden

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hat die münchner Luft etwas ungemein anregendes und Heut ist Aschermittwoch und halb München hat schöpferische Geister aller Art fühlen sich hier ebenso zum Haarweh; aber wer weiß, vielleicht finde ich auch in der fröhlichen Genusse, wie zur freudigen Arbeit gestimmt. stillen Zeit Gelegenheit meine Kunstberichte hier und da Der einheimische Bürger freut sich über die Tatsache, tut , durch ein artiges Fastnachtsschwänklein auf ußent. III auch hin und wieder gern etwas dazıı, um von diesen ger der mageren Fastenzeit muß man dem lieben Gott und meinnüßlichen Fremden noch mehre herbeizuziehen, aber dem Herrn General Direktur für alles sanfen! persönlich will er „sei Ruh hab'n“, zuschauen und sein Bier trinfen.

Spaßhafter als alle fostümirten und gemalten Narren sind aber auch hier, wie überall jene geborenen Spaßmacher, welche in würdigster Haltung mit ernstester Miene die prächtigsten Komödien zum besten geben So ging auch dem heurigen Sturneval lange vor dem Fest der heiligen drei Könige eine feierliche Veranstaltung : voran, welche der kleine Rat sich eigentlich nicht hätte entgehen lassen dürfen. Die Mitglieder des Hoftheaters

Bülow. überreichten nämlich ihrem eben erst ernannten General

Von direktor eine kunstvoll ausgeführte Adresse, weld;c während

slnton koberts. des Weihnachtsmarktes eines der ersten Schaustücke in der Auslage des vornehmsten kunstgewerblichen Kauf- i haujes bildete. Leider habe ich versäumt, mir rechtzeitig

„bicr brach cini odles Herz. Gute Nacht, mein Fürst!“ den Tert dieser überaus geschmackvollen Huldigung für Die Zeugen einer großen Epoche verabschieden sich. den Genius Pofiarts aufzuschreiben – ein interessantes

ein interessantes Elf Jahre nach Wagner, Tieben Jahre nach Liszt geht Dokument der Menschlichkeit war es jedenfalls. Du Hans von Bülow. Der Eine scheidet im jonnenhaften lieber Himmel, wenn der neue Herr einzieht und der Glanze seines Glücs: ein König, den die Götter entneue Kurs droht, dann sind die älteren Beamten und die rücken. Der zweite sißt schon auf dem friedlichen AltenFamilienpäter unter ihnen naturgemäß diejenigen, die teil des sogenannten Lebensabends, als ihm der Cod am meisten für ihre Stellung zittern und sich darum bez ! winft. Der Dritte und Leßte und Glückärmste, deffen Bahn eifern werden, den Lenfer ihres Schicjals ihrer demut im Zickzack ging, verneigt sich nun auch mit sarkastischen vollst ersterbenden Ergebenheit 311 versichern! So feierten i Lächeln: das Scherzo ist zu Ende. Es war ein Scherzo jie denn mit vollem Brustton und rollendem dra: foniponirt vom Stapellmeister Johaunes Kreisler. matischen Rrrr den glorreichen Feldherrni, deljen Fahne Bülow gehört zu Wagner und Liszt. Nicht bloß fie von Sieg 311 Sieg geführt 11. 1. w. mit intertåniger durch den Zufall verwantschaftlicher Verbinding. Nicht Grazie ad finem. lind der aljo (Befeierte war selbstver: bloß als Witwer der Frau des Erstent. icht bloß als ständlich aufs äußerste überrascht und zu Träneri ge Gatte der Tochter des Zweiten. Er ist durch Wagner für rührt. "lind seine außerordentliche historische Belesenheit, die Musik gewonnen worden; er lernt bei Liszt. Er greift, verbunden mit sciner phänomenalen (Vedä tinisstärfe lici; tapferimd" verrücft, in den Stampf um die neue große es ihm, unvorbereitet wie er sich dod) hatte, in diesem Kunst ein, und er wird an dem Fall Wagner ein innigst erhebenden Momente einfallen, daß gerade heute vor Beteiligter. Von den Dreien ist er die sprödeste Natur. 100 Jahren ein anderer genialer Schauspieler durch die Ist der Erste ein Genie, ist der zweite ein selbständiger Huld seines Königs zur Leitung des berliner Hof- und . Anreger, so ist Bülow ein einfacher Diener des Genies. Niationaltheaters berufen worden sei -- nämlich Iffland. Wenn aber in dem Begriff eines reproduktiven Genies Welch eine herrliche Einrichtung ist es doch, daß bei allen feine contradictio in adiecto läge, könnte man ihn ein feierlichen Gelegenheiten immer grade vor 100 Jahren reproduktives Genie nennen. auch schon etwas passirt ist! lind die Bescheidenheit, mit Bülow war mehr als ein Musifer. Das ist es, was welcher unser siegreicher Generaliffimus mit diciem Iff- uns den Mam so unendlich teuer macht. Er war ein land als Vergleichobjekt sich begnügte, ist wirklich be- Davidsbändler: im Schumannschen Sinn. Er ist der wundernswert; denn die Geschichte weiß nidts davon zu i geschaffene Protostat des Fortschritts iind edel bis qilini berichten, daß der Mam ein Finanzgenic gewesen sei! ; lleberfluß": diese beiden Seiten scheidet Liszt an dem Sie schätzt ihn sogar in erster Linie als Dramaturgen jungen Schwiegersohır. Er hat ihn erkannt. Er war ein und Theaterdichter; als Echauspieler zeid nete er Davidsvändler, der gegen das Gemeine, gegen das lleb: sich hauptsächiich in hochkomischen, bürgerlichen liche, gegen das Bürgerliche marschirt, wie die erlauchte Charakterrolleni aus. Dem heutigen Geschlecht steht . Genossenfchaft des Eusebius und Florestan. So furchtlos er besonders hoch als Hauptvertreter des damaligen ist nicht leicht einer gewesen: er hatte feine Furcht selbst Realismus, jowol in seinen eigenen, nicht zu unter: vor der Lächerlichkeit. Die Hohen und weniger Hohen, schäßenden Bühnendichtingen, wie in seinen Einfluß ! die Majestäten, die Intendanten und die gewöhnlichen auf den Stil der Schauspielkunst seiner Tage. Viem zahlungsfähigen Schweinehunde“ im Parkett: er nahm sich eine Napoleonsnatur wie Porfart mit einem so be: keine Rüdsicht auf fie; er hielt edle Ziele im Auge und scheidenen Manne, der mehrenteils nur Dichter war, schlug um fich, tapfer und verrüđt: wie Do:1 Quirote. vergleichen mag, so ist das nur durch die Feststimmung Und wenn er in heißem Protest gegen ewig Gestriges zu entschuldigen, da ihn sonst doch in hervorragenden zuweilen einen Marich unerhörterweise im Dreivierteltaft Maße jene ouveräne Verachtung des Dichtergewerbes ! marschirte, gleich den Davidsbündlern, so hatten diejenigen und" besonders der litterarischen Betrachtungsweise des doch Unrecht, die ihn schmähten. Schäbige Journalisten Theaters eignet, welche den echten Mimen und Theater: vermahnten ihn um seines erzentrischen Wesens willen und leiter ziert. War doch schon Herr Savits, der einzigeahnten nicht, daß die ,, Erzentrizität“ die Lpposition einer Regisseur am Hoftheater, nelcher unvorsichtigerweise aus start subjektiven Natür gegen das Triviale sein kann. seiner litterarischen Bildung kein Hehr machte, in gröfter - Was Heine von der Lektüre des Don Quirote erzählt: Gefahr, aus diesem Grunde hinaus gegrauelt zu werden! „Wir verachteten den niedrigen Pöbel, der einen Mann Nun bleibt er doch vielleicht hat er Besserung gelobt? | verhöhnte, der ihm an Geistesfraft und Edelsinn soweit

überlegen war“, das mußte dem vor die Seele treten, der

herrnartigen Tätigkeit cincs Ordestelenfors zu gute. Bülows Verhältnis zu einem Teil des Publikums be: Das hervorragendfte Charakteristikum seines Dirigententrachtete. Sie beflatschten ihn und rannten in seine tumi 'war die absolute Sicherheit

. Er war ein Riese im Konzerte, und haben ihn schließlich doch für einen Rhythmus. Seine persönliche starke Nervenempfindlichhöheren þauswurst gehalten. Daß hier eine Art Tragödie feit ließ ihn seine vieib: taunten Wunder anfAbschattungen sich abspielte, haben sie nicht gemerkt.

verrichten. Leider ist auch hier sein Werf vergänglich. Der große Humorist war nämlich ein großer Galgen: Es lassen sich durch keine Schule die gleichen Wirkungen humorist

. Ein Leben lang beivegte er sich" in der Gesell erzielen Das beste lag in der Persönlichkeit. Und ich schaft der Begnadeten, denen ein Gott gab 311 jagen, was zweifle, daß wir sobald seines:lleichen sehn werden. fié leiden. Er selbst aber zählte zur breiten Schar derer, Die Liebe zu Richard Wagner hat ihn der Musik die in ihrer Qual verstummen müssen. Er erzog die geführt. Er hörte den Lohengrin und fühlte: dem Minder andrer Leute. Wenn es auch Königsjöhne waren: Vogel,' der da sang, dem war der Schnabel hold gedie Vaterschaft ist doch ein Glück! So war er in der wachsen. Die Liebe zu Richard Wagner hat ihn auch Lage eines Mimen, der nichts festzuhalten vermag von zur Feder greifen laijen, und in Brendels Zeitschrift ist jeinem Schaffen. Das aufreibende Werf eines ganzen er in seinem persönlichen, unruhigen Stil für ihn wie Lebens war zur Vergänglichkeit verdammt. Wie Tausig, für Lißt und Berlioz eingetreten. Aber diese Liebe hat wie Liszt selbst in vielfacher Hinsicht, jah er sich in naher sich bis ans Lebensende nicht mit gleicher Intensität Zeit allein auf eine mündliche Tradition seiner Tüchtigkeit erhalten. Er wante jid) zuletzt – cas war kein Geheim angewiesen. Dieses Bewußtiein, im Grunde vergeblichnis – immer eifriger dem Meister Johannes Brahms zu arbeiten, foute bei einer jo tiefen und temperaments 311, in dem er die Liuintesienz des neusten musikalischen heißen Natur leicht einen „furilen Zug erwecken. Hier Zeitalters erblickte. Wirklich möchte die discrete, zartliegt der zweite Grund für diese Seite seines Wesens. fühlig abgetönte Zeichnung diejes innerlichen Künsilers

In der Arbeit selbst war er positiv... Positiv wie seinen durch Nervosität sich immer verfeinernde Naturell einer. Er beginnt als Pianist. Er greift sich inner sympathischer jein als Wagners Frescomalerei. Gewis halb dicses Gebiets ein Sondergebiet heraus. ET

war fein persönliches Moment, das hier mitwirfte. wird allmählich Beethovenipieler. Er studirt bei Lift Wohl aber hat das, was zwischen ihm und Wagner in Weimar. Aber Lißt befeunt

, daß er, der Lehrer, rich abspielte, auf seine Stimmung gewirkt. Hier ist das Bülows Schüler im Beethovenspiel geworden ist. Bülow dritte Moment zu suchen, das jelle besondere Art des veranstaltet eine Beethoven - Ausgabe , von welcher Humors erzeugte. Er war zit dem siebzehn Jahr älteren der Alte meint, daß sie an Velehrung ein Dußend Kons Mann als blutjunges Sierlchen nach Zürich geeilt. Er servatorien aufwiegi. Nie hat in Wahrheit ein größerer hatte mit ihm gearbeitet, dann für ihn gearbeitet. llnd Beethovenspieler gelebt als Hans von Bülow. Rubinstein als nach langen Kämpfen der Sonnenschein der königgiebt nicht Beethoven, sondern Rubinstein, wenn er ihn in

lichen Gnade auf Wagner gefallen war, ging Bülows seiner naiv - eigenmächtigen Art spielt. Bülow war auch Frau Cofima . - vielleicht erblich belastet von ihrer zuchthier der Diener des Genies. Besier: der meigennütige wahlfrohen Mama zu Wagner über. Mochte Bülow Freund des Genies Ein sorgjamer, kluger, begeisterter den Berlust dieser vielleicht nicht ganz bequemen Gattin Freund, der wie kein anderer der Menge darzulegen ver bedanern oder nicht: mit dem Bayreuther zerfiel er. mochte, wie groß der Große gewejen. Ich hörte ihn ein- Qud das mag an ihm genagt haben. Ohne daß das mal an vier Åbenden sämiliche wesentlichere Sonaten Beet- Vorhandensein" einer tränenreichen Menschenhaß- und hovens, bis zur großen op. 111, spielen. Erst seitdem Renesiimmung vorausgesetzt wird: er war um eine ver fenne ich den Meister; und es giebt eine ungezählte Schar damunt schmerzliche Erfahrung, ja um einen Rattenfönig von Musikern in Deutschland, denen erst durch Bülows ichmerzlicher Erfahrungen reicher. llnd wenn das Lebent Spiel neue Perspektiven aufgegangen sind. Es ist eine dieses großen Musifers“ und großen Menschen einer Glocke Torheit, zu behaupten, daß er nur flug 311 interpretiren, gleicht, die einen Sprung hát: hier ist etwas, das den nicht weich nachzufühlen wußte

. Ein einziges Adagio, Sprung vergrößert hat und an manchem schrillen Ton wobei er den Flügel singen ließ, würde den Gegenbeweis die Mitschuld trägt. geliefert haben. Er brachte verborgene i Feinheiten frappirend Zerrinnen und vergehen wird das serf Hans von heraus, sodaß er unmittelbar belehrte. llnd er belehrte, Bülows. Er war ein Miine und kein Dichter. Wir aber ohne lehrhaft zu sein. Wer je eine Sonate wie die hu- mögen uns glücklich preijen; wir können jagen: wir haben moristische op. 14 in G-Dur von ihm gehört hat, wird

ihr noch gekannt. In fünfzig Jahren wird er ein Mythus den Eindruck nicht vergessen: wie er den Gegensaß zwischen sein. Eili Minthus wie Paganini; wie (Garridf; wie alle dem streitenden Mann und der streitenden Frau zu er die Entschwundenen, von denen die Lebenstaten auf Treu gößlichen Ausdruck brachte; wie er den einen Teil bitten und Glauben die Nachwelt übernehmen muß. Als be und den andern poltern ließ; wie er in dein reizenden jonderes Merkmal wird er die Bezeichnung eines Haupt. Staccato - Andante durch Mienen und Blicke in den Zu- förderers einer großen deutschen Himstepoche tragen. schauerraum sein eigenes' Spiel schalkhaft erläuterte.

Als Dirigent war er im wesentlichen derselbe wie als Pianist. Auch hier wunderfeinstes Herausarbeiten aller Einzelzüge, geniales Erfassen und Beherrschen des Ganzen.

Die Medici. Das Dantesche Wort: „Ein Meister derer, die wissen“, Leoncavallo, der in den Bajazzi einen selbständigen wendet Lißt einmal auf ihn an und prophezeit, München Stil anstreben zu wollen schien," hat sich in den Medici werde Deutschlands musikalische Hauptstadt, wenn Bülow ganz und gar in den Bann einer Persönlichkeit gestellt, eine Zeit lang dort wirke. Der Ausspruch erfüllte sich

Der Ausspruch erfüllte sich Sie uns nicht völlig unbekannt ist iind Richard Wagner beinah an dem fleinen Meiningen, als Bülow von heißt. Die Medici sind früher entstanden als das knappe München über Hannover dorthin gekommen war und Drama vom Hanswurst und seinem treulofen Weib; aus der winzigen meininger Kapelle ein Muster-Orchester aber der Komponist hat sicherlich eine Neubearbeitung schuf. Er hat ein ungewöhnliches organisatorisches Talent jeines Erstlingswerks vorgenommen - schon Herr Sonbeseffen, und der fridericianische Zug, der einen wichtigen 30gno wird dafür sorgen, daß er seinen Ruhm nicht Bestandteil seines Wesens bildete, fam ihm bei der feld: I leichtjinnig ristirt! — und verschiedene Anzeichen jprechen

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