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Kritiker, Prof. Joh. Ranke, diesem Wert hat zu Teil | Wagnis zustehen sollte, aus dem starren Umschluß geowerden lassen (und zwar auf der 23. allgemeinen Ver- graphischer Provinz hinauszuschreiten in den historisch sammlung der deutschen anthropologischen Gesellschaft zu erweiterten Horizont, um dort den geographisch dem GloUlm 1892): „Als ersten Namen auf diesem Entwicklungs- bis eingegrabenen Geschichtsbahnen nachzugehen und so gebiete der Ethnologie muß ich Adolf Bastian nennen. an freuzenden Durchschneidungspunkten die in kulturoller Herr Geheimrat A. Bastian, der Schöpfer des Museums Veredlung gezeitigten Schöpfungen auf die Elementarfür Völkerkunde in Berlin, ist einer der Hauptbegründer stoffe ihrer Mischungen zu prüfen und zu analysiren. der modernen, auf psychologischer Basis ruhenden Ethno Wie an einer scharfgezeichneten Musterkarte läßt sich logie, und wir dürfen es ausiprechein, der erste lebende eben an und in Indien die Entwicklung der menschlichen Ethnologe. Nad) langer Abwesenheit nach Europa zu- Gesittung auf den verschiedenen Stufen anschaulich verrückgefehrt, ha! Herr Bastian als Frucht seiner letzten folgen: noch jeßt enthält es ja neben den Vertretern der Weltreise die Wissenschaft mit einer Anzahl von Werken und primitivsten Gesittung anderseits die Typen erleuchtester Abhandlungen beschenkt, welche wieder als feststehende Intelligenz, und so würde hier gerade der Versuch äußerst Säulen der modernen Ethnologie von unvergänglichem lohnend sein, die eigentlichen Grundgedanken der WeltBestande fein werden. Es sind neue Gebiete, welche er anschauung bis auf ihre leßte und einfachste Struktur der Forschung eröffnet in den drei Bänden seiner „Idealen hin zii verfolgen.

hil zu verfolgen. Wenn unseren eraften Historifern die Welten'. Der erste Band bringt die persönlichen Reise- llngenauigkeit der indischen Chronologie mit Recht ein erlebnisse (der Titel lautet: Reisen auf der vorderindischen Stein des Anstoßes ist, so ist doch diese Perspektive Halbinsel in Jahre 180 für cthnologische Studien und einer psychologischen Ableitung der Kultur um jo beŠammlungszwecke), aber die eines Mannes, dessen Augen achtenswerter. „Für solch weltgeschichiliche Probleme unendlich mehr sehen als die anderer, in fesselnder, all- zeigt fich allerdings das als geschichtslos verächtlich bei seitig belehrer der Form dargestellt. Beberall tlingt schon | Seite gejchobene Indien auf das trefflichste ausgerüstet," das in diesem Weife von Bajuan neu aufgestellte Problem | vemerkt daher Bastian, „da es auf alles, was Anfang an, dessen Lösung die beiden folgenden Bände erstreben und Ende betrifft, die präziseste Antwort zu geben verund in wesentlichen Zügen schon zur Darstellung bringen.“ mag, und gerade, weil durch derartigen Ausblick auf ges

Der zweite Band nämlich (Eih.ogie und (Ge wichtige Interessen gefesselt, die eventuell zwischenfallenden schichte in ihren Berührungspunkten iinter Bezignahme Ereignisse der bürgerlichen Gesellschaft mir beiläufig beauf Indien) laßt unter großen, weitgreifenden Gesichts- rührt, weil nebensächlicher Vergänglichkeit angehörig. Da punkien die' vielfachen Beziehungen der kulturhistorischen in träumerischer Kontemplation fein Bruch zwischen zur ethnologischen Forschung ins Auge und weist nad), Glauben und Wiffen sich aufgedrängt hat, auch für die wie beide in ihrem Fortgang und Ziel auf einander an Philosophie noch nicht bemerkbar war, tritt uns eine ein. gewiesen sind. Daß Judien für den Eihnologen eine heitlich abgeschlossene Weltanschauung entgegen". Der besondere Anziehungskraft besitzt, ist ebenso einleuchtend, dritte Band (Kosmogonien und Theogonien indischer wie das Interesse, "das der Kulturhistoriker und Philo- Religionsphilosophien, vornehmlich der jainistischen) entsoph ihm entgegenbringt; dazu kommt noch der unwider hält wesentlich psychologische und religionsphilosophische stehliche Zauber, den die Landichaft auf den Reisenden Erörterungen. Seiidem Schopenhaiter die Blicke des ausübt und dem sich auch das verwöhnte Auge umjeres | Abendlandes auf die eigenartige, die verschiedenartigsten Beobachters beim Anblick Ceylons nicht entziehen könnte. erfenntnistheoretischen Standpunkte in sich vereinigende Indien ist die Wiege der grösten, wenigstens der erfolg- Religion des Fürstensohnes Gautama gerichtet hat, ist reichsten Religionsstifter (man denke nur an Gautama), dann nicht zum wenigsten unter dem Einfluß der verdas Geburtstand der tiefsinnigsten Denker (die Ipani- gleichenden Sprachwissenschaft, eine ansehnliche Litteratur schaden allein, abgesehen von aller anderen Litteratur, aus auf diesem Felde erblüht. Bastians Untersuchungen gelten denen Sitzopenhauer nach eigenem Geständnis die ganze , insbesondere der in Europa noch sehr wenig bekannten bohrende Kraft seines weitverachtenden Pessimisinus | und überhaupt schwer zugänglichen Sekte der Jainas, geschöpfie, find cafür ein vollgiltiger Beleg) Indien ist die stiftet von einem Zeitgenossen Buddhas, Namens MahaHeimat der fruchtbarsten und feinsinnigsten Dichter, be vira. Theoretisch ist ihre Weltanschauung eine streng deutender Staatsmänner und Striegshelden – kurz auf atomistische, während ihre Ethit in den wesentlichsten diejem für unsere arische Vorgeschichte so denkwürdigen Zügen mit der buddhistischen übereinstiinmt, Mildtätigkeit, Schauplaß hat sich seit Jahrhunderten ein ungemein Keuschheit, Sinneszähmung und Meditation bildert die reiches geistiges Leben entfaltet, das schon aus dem vier Kardinalpunkte ihrer Sittenlehre. Im übrigen veräußeren Grunde der ethnographisden Verwantschaft für mag ihre Saßung, die eine strengere logische Schulung uns ein doppeltes Intereffe beanspruden faun. Dazu verlangt, neben der gröberen Fassung des ja sehr dehnkommt noch ein letzter ausschlaggebender llınstand; die samen und allen Entwicklungsstufen sich anpassenden nördVölkerkunde hat im gewissen Sinne insofern einen fysies lichen Buddhismus nicht aufzufommen; während dieser matischen Abschluß erlangt, als einige elementare, mit etwa 470 Millionen Anhänger zählt, hat es der Jainisunverbrüchlicher Notwendig feit überall auf dem ganzen mus faum bis zu einer halben Million gebracht. Erdenrund wirksame Geseße für das weite Leben der Fast auf demselben Boden bewegt sich eine andere Menschheit in dem den ganzen Globus iimspannenden Schrift*) desselben Verfassers: Der Buddhismus als Material gewonnen sind. Es würde sich nun fragen, in- religionis philosophisches System (mit 23 Tafeln, wieweit sich diese Entwickelungsformen (besonders glück- Berlin, Weidmannsche Buchhandlung 1893). Inden hier lid) hat die vergleichende Rechtswissenschaft in dieser Hins frühere Forschungen (der Buddhismus in seiner Psychologie sicht operirt), die zunächst nur aus der Betrachtung verljält- und religionsphilosophische Probleme) wieder aufgenomnien nismäßig niederer Kulturstufen entlehnt sind, auch für die werden, ist es zunächst die fulturhistorische Perspektive, Phasen des weiteren Wachstums berühren, oder im mit welche bei der Entwicklung des Buddhismis sich dem BeBastian zu sprechen: Es würde sich jetzt darum handeln, die in Betrachtung der Wildstämme bewährt gefundene und dort erperimentell erprobte Methode auf die Kulturvölfer

*) lieber das Buch Bastians: Wie das Volt denst (Berlin,

E. Felber 1893), das außer der üblichen Materialiensammlung die zur Anwendung zu bringen, sofern dem ethno-anthropo- Grundzüge der primitiven Psychologie enthält, wurde schon in anderem logischen Sproß naturwissenschaftlicher Disziplinen dies Susammenhang ausführlich berichtet, vgl. Magazin 1893, Nr. 50.

trachter eröffnet. In der Tat, nan mag von dem as. ihres Evolutionismus doch auch die Wirtjamkeit eines fetischen Ideal dieses Glaubens wenig erbaut rein, so viel schöpferischen Demiurgen, des Tangaloa, anerkennen, ist jedenfalls unbestreitbar, daß gerade unter der sittigenden Zum Schluß noch ein Wort über Bastian als Schriftund fänftigenden Macht dieser Religion aus den wildesten steller. Seine Werfe sind so umfassend und zahlreich, und blutgierigsten Menschenschlächtern, welche die Welt je daß sie allein schon eine ganz hübsche Bibliotheť bilden; gesehen, die friedlichsten und harmlosesten Steppenbe- diese gigantische Leistung beanstandet niemand, um jo wohner und Nomaden Zentralasiens geworden sind; das mehr aber richten sich die Angriffe gegen ihre Komposition, ist eine Kulturtat ersten Ranges, um die die übrigen gegen den Stil. Wir wollen durchaus nicht bestreiten, Religionen den Buddhismus beneiden fönnen. Der emi daß in ihren Theorie und Material bunt mit einander nent spekulative Gehalt der buddhistischen Weltanschauung gemischt sind und daß auch der eigentliche Stoff sich imponirte sodann bekanntlich den Vertretern der Jdenti- manchmal in eine ichier umübersehbare Fülle von Analogien tätslehre 311 Anfang dieses Jahrhunderts gewaltig, be zu zersplittern droht. Aber man darf demgegenüber nicht sonders Schelling, der sich von dem Studium der eins vergessen, daß mjer Gewährsmann auch garnicht den fhlägigen Litteratur eine völlige Regeneration des philo- Anspruch darauf erhebt, in wolgegliederter systematischer sophischen Geistes versprach. Jedenfalls ist für eine Form die verschlungenen Probleme der Ethnologie auf fünftige Geschichte der Erkenntnistheorien, die nicht dem den leßten Rest hin lösen zil wollen, vielmehr fomint gewöhnlichen Schema der griechisch-römischen Entwicklung es ihm, darüber hat er nie den leisesten Zweifel gelassen, folgt,' jondern die Probleine von dem Standpunft einer immer mir auf eine möglichst umfassende Materialganz universalen Vergleichung aus betrachtet, Juidien ein jammlung an. Dieje aber in einer Ausdehnung zu inentbehrliches Glied in der Beweisfette, so daß Bastian Stande gebracht zu haben, wie wol jonst feiner auf dem mit Recht behaupten fann: ,,Der Buddhismus bildet für weiten Erdenrund, das wird selbst der vözwilligste Gegner ethnisch-psychische Studien (als Experimentirobjekt) ein faum bestreiten wollen und daher windet unter diesen ausnehmend lehrreiches Paradigma zum vergleichenden Gesichtspunft jedes formale Bedenken. Bastians Werke Ueberblick, während es anderseits als ein wunderliches find vielmehr für lange Generationen unerschöpfliche Fund. Misverständnis erachtet werden muß, wenn man diese gruben der wissenschaftlichen Forschung, und diesem Gealtehrwürdige Scharteke des beschaulichen Indien zu einem Šanken hat er auch in der vorliegenden Schrift den zu nenen Evangelium auszupuķen anempfiehlt in imjerer zu treffenden Ausdruck verliehen: „Es ergiebt sich die fritische tatkräftigen Schaffen berufenen Zeit, die'lebt von Kampf Dringlichkeit, das Einernten der Volkesgedanken feine und Streit, in stetem Ringen nach Höherem und Vesserem.“ Minute 311 verschieben (bei tagtäglicher Steigerung des Um aber zum Schluß noch auf

eine besonders internationalen Verfehrs), da wir, die Mittebendent, allein wichtige Parallele mit griechischen Anschauungen hinzu- in der Lage sind, das benötigte Material aufzujpeichern, weisen, so sei wenigstens der gleiche Ausgangspunkt für für fünftige Generationen darant 311 zehren (bei Ábrundiing die Moral betont; wie Sofrates lehrte, daß niemand einer naturwissenschaftlichen Weltanschauung)." freiwillig Unrecht tue, so verlegte auch Gautama den Anfang aller sittlichen Besserung in die Erkenntnis, in die Aufhellung des Dunkels sind der Irrtümer, unter denen die Menschheit, getäuscht von dem Schleier der

K Maja, ichmachtet. Aber auch für die Psychologie lassen sich mit Leichtigkeit verschiedenie sehr auffällige Ánalogien herstellen.

Wer die originelle Technit in den Reisen Bastians fennt, für den hatte es nichts Wunderbares, wenn plöß

our Pincologie des Erfolges. lich, als man den unermüdlichen Wanderer noch in

Von Bombay wähnte, seine Gestalt in dem polynesischen Archipel

Ernst uciliorni. auftauchte. Hier, wo er vor etwa 12 Jahren dem verderblichen Strom der modernen Zivilisation so wertvolle Schäße entriß, hielt er auch diesmal eine ergiebige Nach

,,Ich möchte wisien, wo der wahre Geist Gottes ist? lese, über die ein anderes Buch berichtet, betitelt: Vor

Er ist in iins Fralien." geschichtliche Schöpfungslieder in ihren ethnischen

Männer sind der Muskel, der hart arbeitende Leib Elementargedanken. (Berlin, E. Felber 1893). Auch

der Nation; Frauen sind die Seele und der Geist und hier tritt uns auf mythologischem Gebiet eine reiche Fülle

der leitende Verstand.“ gleichartiger psychologischer Züge entgegen: „Die polynesi

„Ch, ich jage Ihnen, der Sie Mann sind, Frauen schen Schöpfingslieder beginnen gleich den orphischen sind groß! groß!" Kosmogonien mit einem uranfänglichen Dunfel, dem

,,Ich bin sicher, wir werden niemals durch Sinnlich. Kreisen der Po oder Mutternächte, also der Nyr it weibe

feit und Laster von der Höhe unserer Zivilisation in das

Die lichem Gegensaß 311 Erebos, als männlich gefaßt. Ilm- Nichts stürzen. Die Frauen werden rebelliren. deckt von foldher finsternis liegt in chavtischer Mischung Frauen werden es verhindern.“ verhüllt (rudis indigestaque moles) ein bodenloser A6

Bessert sich ein lasterhafter Mann, so wird er dagrund oder Aumulipo, etwa dem Ginnunga-gap der

durch nicht wiederhergestellt. Das Stigma bleibt in seinem Voluspa entsprechend" (S. 3). Und andererseits fordert

Blute." wieder die vedische Schöpfungslehre zu einer Parallele

„llnd ich schlage vor, jetzt den Mann zu opfern an heraus, denn bei beiden erfolgt die Bildung eines Mia

Stelle der Frau teriellen von einem anfangslosen Punkt des Nichtseienden

Die Worte entstammen dem neuen Roman von aus, der wiederum der seitsamen nichtjeienden platonischen Sarah Grand „The Heavenly Twins". Der Roman Irmaterie entspricht. Zii solchen weltfernen Spekulationen

war „der Erfolg“ der leßten Saison in London. vermag fich der Bewohner des dunflen Erdteils nicht auf: zuschwingen, der Zulu 3. B. führt alle Dinge auf den In einem fleinen Zimmer in London, Whitfield ilnfulunkula, den Uralten zurück, wobei übrigens nicht Street, saß ein junger Autor. Er träumte von Erfolgen. verschwiegen werden soll, daß auch die Polynesier troß Da eben ging die Tür auf, und das Dienstmädchen der

*

*

Wirtin trat ein. Sie überreichte ihm wieder das Badet. mans doul Canal Grand. Evadne war immer ein fluges Er bra uchte es nicht zu öffnen, er kannte es. Sein Erst

Sein Erst: Mädchen. Als die Tante sie einst fragte, ob ihr der lingkwerf lag darin mit höflichen Dank für gütige Lanzelot im Heldenbuch sympathisch fei, sagte sie: ,,Nein; llebermittelung des Mípts. zurückgestellt.“ Aber eines

Aber eines ich ziehe den alten König vor. Er war — gesinder.“ Tages wurde das anders. Anstelle des Pacfetes kam ein Vicunzehnjährig verlobt sich Evadne mit einem Offizier. Brief. Und kurze Zeit darauf kam der ersehnte Erfolg. Doch kaum geiraut, erfährt sie durch einen Brief von der Wieder ein par Jahre später ind Jerome se. Jerome Vergangenheit ihres Nieuvermälteni. Da ichleudert sie war ein berühmter Mann.

ihm „den Handschuh“ ins Gesicht. Sie entflieht, und Der heißersehnte Erfolg war wirklich z11 Jeronie in nur durch die Bitten ihrer Mutter ist sie 311 bewegen, das fleine Zimmer, Whitfield Street, gefonimen. Aber eine Scheinehe mit ihrem Gatten zu führen. Erst gegen Jerome hat es dem Erfolge nicht gedanft. Er sah sich Ende des dritten Bandes hat der liebe Gott ein Einsehen

Er fand, daß er ein nüßlicher und nimmt ihren Mann 31t sich. Jll reuer Ehe fiicht Freund sei, und beschloß ihn festzuhalten. Aber er sah auch, Evadne Tröftung. Aber ihr Gemüt ist verdustert. All daß er ein ganz urteilloser närrischer Kauz war. llud da das Schreckliche, das sie erlebt und das sie bei einer ihn alles Buntschedige, Tolle anzog, suchte er den neuen Freundin gesehen, die' – weniger vorsichtig war, lastet Freund zu fondiren. Er beobachtete ihn in den Theatern auf ihr. So schließt der Roman. und gab in ,,Stage-Land“ lächelnd das Resultat seiner Viel liebe alte Bekannte Trifft man in dein iicuien Studien. Er folgte ihm auf das Gebiet der Novelle | Buche. Leute, die man bei Crawford und Hann und und des Romans, und jein nenestes und lustigsies Mrs. Cliphant fennen gelernt. Ilnd aud der älteste Buch „Novel - Notes“ ist ein Rezeptbuch geworden, den Freund Hanswurst ist mit zu Gast geladen. Ju Sarah Homunculus „Erfolg“ in wässerige Romane hineinzu- | Grands neuem Roman hat sich Hanswurst in ein Zwillingsdestilliren, unter besonderer Berücksichtigung des englischen | par verwandelt. Die treiben viel tolle Streiche, derart, Klimas.

wie sie Meister Busch in Mar and Moritz befingen. Noch) Es ist ein lustiges Zusammentreffen: „The Heavenly als verheiratete Frau besucht die Zwillingsschwester nächta Twins“, der Erfolg der Saison, ist wie die Probe auf die ling einen engelgleichen Tenor, um mit ihm die ernsten Erempel Jeromes. Die Rechnung stimunt.

Fragen der Gegenwart 311 besprechen. Aber beide (echwister erhalten sich „rein". Die tugendfördernden Be

streblingen der Frauen siegen eben schließlich auf der Vor allen Dingen, die Heldin muß „gut“ sein. ganzen Linie. So ist der Roman in der Tat die denkbar Darüber sind sich die Freunde, die mit Jerome zusammens beste und billigste Reiseroute in das England der Lords, fouimen, einen Erfolg-Roman zit schreiben, ganz einig. der geschminkten Tugenden und der lluinöglichkeiten. Das Die Frage ist nur, was ist „gut“? Ini Japan würde ein England, das nirgends eristirt als in der llnzahl der „gutes" Mädchen ihre Ehre verkaufen, um den armen englijden Alltagsromane. Ju , The Heavenly Twins" liegt alten Eltern einigen Komfort bieten 311 fönnen. Auf dies Tioman - Eiland in neuer Beleuchtung da. gewissen gastlichen Inseln der heißen Zone würde sich ein Das war immer und überall der sicherste Weg 311111 „guteś“ Weib den Gästen des Herrn Gemals in einer Erfolge: die alten bequemen und abgetragenen Sachen Art und Weise entgegenkommend zeigen, die uns über „auf iren“ 311 färben. trieben scheint. In dem England des 18. Jahrhunderts wurden hochgradige Torheit und widernatürliche Passivität für weibliche Tugenden gehalten. Zu dem englischen „Und ich schlage vor, jetzt den Mann zit opfern an Alltagsroman von gestern war die gute Eigenschaft der

Stelle der Frau" Frau Mildtätigkeit gegen Arme. Die chique Beldin nahm Eine Nievolution bereitet sich in unseren Tageil, ami an Kursen für soziale Hilfstätigkeit teil imd machte Armien- sichtbarsten in England, vor. Dhne Dinamit zivar und besuche. In ,,The lleavenly Twins“ ist die weibliche Tugend ohne Barrifaden. Aber eine Revolution, deren Bedeutung in eine neue Phase der Verflärung getreten. Das gute vielleicht erst fommenden (Senerationen voll aufgehen wird. Weib ist Kämpferin gegen die Laster der – Männer.

Männer. Mit der Forderung der politischen Rechte ist der EmanziSie hat Rücgrat, ist im Besiße eines Schatzkästleins pationsfampf der Frauen in sein letztes Stadium cinge: naturwissenschaftlicher Kenntnisse und ist mit einem Worte treten. Gleichviel ob die Frauen ihre Bestrebungen durd): eine Amazone in Gesellschaftstolette. Hie Frauenemanzi: jetzen oder nicht: sie selbst sind durch das stämpfen andere pation! Hie Männerreinheit!

geworden. llnd aud darum ist dem Romane der Sarab) Der Held ein Schurke. „Wir hatten die Möglichkeit

„Wir hatten die Möglichkeit (Grand fo inverdienter Erfolg zu teil geworden, weil sich eines Romans ohne Schurfen besprochen“, sagt Jerome, etwas von diejem Stampfe in ihrem Viche spiegeli. Freilich „aber wir hatten uns dahin entschiedeni, daß er uninter- wie in einem Zerripiegel. essant sein würde. Ohne den Verbrecher würden wir Revolutionen find ctwas linbequemes. Centen des Litteraten verhungern. Denn wir sind die Spezial

Denn wir sind die Spezial- revolutionären Gedankens und der revolutionären Tat forrespondenten bei Satans Armee. Wir erstatten in hat man stets die Salons verschlossen. Aber gleichz: itig unsern dreibändigen Romanen von seinen Siegen Bericht, mit der Revolution ist auch 1100) immer ihr Zwillingsvon seinen gelegentlichen Niederlagen in unseren fünf- schwesterchen mit aufgewachsen, dic galante Salon - Reaktigen Melodramen.“ Den uninteressanten Mann mit volution. Sie trägt die Gesellschaftstoilette mit Chic, der interessanten Vergangenheit hat Sarah Grand ganz kofettirt mit einigen Gedanfen der böjen Schwester und nach Rezept ihrer Heldin gegenübergestellt. Wer je in ist in vornehmen Kreisen ein gern gesehener Gast. Man einem englischen Theater gesessen, kennt den Man. nimmt sie für die große Revolution, findet jie pifant

Sehr ernst erörtern Jeronie und seine Freunde die und witzig und inacht ihr galant den sjof, da sie doch gar Frage nach dem Beruf des Helden. Sie sammeln Stims so ungefährlich ist. men aus der Damienwelt

. Die alte Jungfer, die junge Šie ist es, die aus dem Roman der Sarah Wrand Frau und der Backfisch werden interviewed. Die Wahl ipricht. Nichts liegt den modernen Frauen in England verzieht fich mit absoluter Stimmeneinheit: Offizier muß ferner, als einen frauenbund zur webing der Männerer sein.

fittlichkeit zu gründen. Mit neuen Frauenpflichten wollen Das denft auch Evadne, die Heldin des neiten Ro- sie sich neue Frauenrechte erobern. Davon will man

natürlich in den Salons nichts hören In den Salons Es war etwas geschehen mit Lingen, das war feine herrscht abfolut

so sagen alle die alte, liebe, be Frage. Dic frankhafte Erregung, die aus der Fassung währte Vorvätertugend. „ Wenn wir Franzosen find“, dieser Depesche sprach, mußte in irgendeiner Katastrophe meint Jerome R. Jerome, ".,beten wir unjere Mutter ani, ihren Grund haben, durch irgeneinen Unglüdsfall bewenn Engländer lieben wir Hunde und Tugend.“ Die wirft sein, der den Freund betroffen

Was aber fonnte galante Salonrevolution erzählt bei den Diners und auf das sein? den Bällen, die Frauenemanzipation bedeute nur einen Lingen lebte als Referendar in Berlin in Gesellschaft Kamipf für die Tugend der Salons. Sie hat Erfolg. jeiner Ditter, einer armen Beamtenwittwe. Betrar es

Sarah Grand hat die so fläglich zugestuzten Eman die Mutter ? 'War die alte Dame etwa gestorben? zipations - Ideen in ihrer Blöße mit dem Mäntelchen der Ein solcher Unglücksfall konnte den armen Freund, Religion bekleidet. Die Glocken des Kirchturms von der außer seiner Mutter niemanden hatte, gewiß tief Morningquest rufen den Weckruf „der Hüter Jíraels schläft erschüttern, aber ihn in eine Verzweiflung zu verjezen, noch schlimmert nicht über das Land. Vernehmen die wie sie aus dieser Depesche sprach, war er doch nicht Püppchen des Romans den Ruf, damn hören sie auf zu geeignet. Zudem hätte Lingen von einem etwaigen tanzen und fromme Rührung überfommt sie. Sarah

Sarah Todesfale den Freund sicherlich gebührend unterrichtet. Grand ist wie der kluge Árzt verfahren, der die Husten- Die Mutter aljo würde es wolo nicht betreffen; was medizin den Kindern in Zuckerwasser verabreicht. Darum aber sonst konnte es sein, was diesen armen Jungen greift Publifuin, das große Kind, mit beiden Händchen so aus dem Stonzept gebracht? Vielleicht eine Geldnach der zuckrigen Mirtur. Ihr Roman „The Heavenly angelegenheit? Schulden – so etwas? . Twins“ war der Erfolg“ der Saison in London.

Faber dachte nach: Lingen lebte in dürftigen Ver

hältnisjen Alis Referendar hatte er fein Einkommen, Jerome K. Jerome saß in seinem kleinen Zimmer: Repetitorien abwarfen, Vorbereitungsfurse zum Neferendar

abgesehen von der schmalen Einnahme, die ihn einige Whitfield Street, und träumte von Erfolg. Er dachte sich Erfolg als eine Gottheit in Glorienschein. „Aber

eramen, die er Studenten gab. Die Pension der Mutter Erfolg", sagt er, ,,kam zu mir als eine stille, freundlich

war schrecklich klein, so daß die beiden Menschen bei lächelnde, alte Dame.“ „Als eine Dirne" müßte

ihren bescheidenen Aniprüchen jo gerade mit Ách und Sarah Grand sagen.

Rrach durch kamen. Es war also sehr leicht möglich, daß ein junger Mann wie Lingen inmitten der Verführungen der Großstadt und in jo kleinen Verhältnisjen lebend einmal in die Klemme fommen fonnte. Fawol, derait etwas, eine Geldangelegenheit wird es wol sein, die ihn in solchem Entseben nach Halle zu Faber trieb.

luch das wollte aber dem lepteren nicht einleuchten, da er es nu näher bedachte.

Lingen war eine außerordentlich anständige und Liebe so pfer.

solid angelegte Natur. Er hatte den ganzen Rechtlichkeits

sinn, dieses wundervolle Vermächtnis des preußischen BeNovelle.

amtentunis von seinen Vorfahren ererbt, und es sah ihm Von

so garnicht ähnlich, durch irgend einen leichtsinnigen Schritt Hang Liaud.

fich Verlegenheiten 311 bereiten. Seine Denfungsart in Der praktische Arzt Dr Faber zu Halle streckte sich Geldsachen war vielmehr außerordentlich stolz iind voreben, eine duftende Zigarette im Wunde, auf seinem nehm, ein Feingefühl in diesem Punkte übertrieben Canapée aus, um die Mühen des vergangenen Tages empfindlich. Als sein Vater starb, hatte Lingen eine Beiund die Anstrengungen eines opulenten Diners zit ver hilfe Fabers, die dieser im Betrage von dreitausend Parf gessen, als draui, en die Glocke gezogen wurde, und der zur Verfügung stellte, und die Lingen einmal später, wenn Diener eine Depesche brachte.

er Rechtsanwalt geworden, zurückerstatten sollte, auf das Faber riß sie hastig auf.

entschiedenste zurückgewiesen. Sie waren arm, er und seine aus Berlin? Wer . . . wer konnte denn? Mutter, aber fremde Hilfe mochten sie nicht. Sie würden Anlange Halle heute Nacht. Erbarme dich. sich selber schon allein durchhelfen. llnd das taten sie Nimm mich bei dir auf, bitte, bitte! Ich rechne denn auch. auf deine Freundschaft. Lingen“.

Dies alles stimmte nun nicht dazit, daß er jeßt plötzlich Faber griff an seine Stirn. Was war denn das?! in Verlegenheit sein sollte. Was war denn mit Lingen geschehen? Komische, ganz Ja, mein Gott, was war es denn aber sonst? Faber komische Depesche. Seltsam. ,,Anlange“ – Idee! stand einen Moment und starrte auf die mannshohe Weshalb schrieb er nicht einfach komme? lind weiter: Fächerpalme, die drüben über dem rotsammeinen Eckdivan Heute Nacht – was sollte das heißen? Warum bes sich) erhob. Dann plötzlich stampfte er erregt mit dem zeichnete er den Zug denn nicht, den er benüßte? Er, Fuße auf. Er konnte doch das nicht crraten – DonnerFaber, konnte doch unmöglich raten, was das bedeutete: weiter! Er würde ja fehen; er würde ja doch sehen.

Heute Nacht!" lind Saiin: Erbarme dich und nimm Rasch ging er zu seinem großen Diplomatenschreibtische, , mich bei dir auf“. Merkwürdige Fassung. Lingen auf dem die elekirische Lanipe unter grünseidenem Schirm wußte doch ganz gut, daß in Fabers eleganter Garcon ein trauliches Licht ausstralte, und schlug das Reichswohnung stets ein Zimmer für Fremdenbesuch frei war. fursbuch auf. Heut fominen noch zwei Rourirzüge aus Was also sollte dieses Pathos bedeuten? Rätselhaft. Berlin, um adit ind iim elf. Mit einem der beiden mußte Brauchte es so großer Worte, do sein bester Freund Lingent fomment. Also zum Achluhrzuge auf den Bahnhof. und alter Schule und Studiengenosse die lächerliche Faber schellte den Diener und gab Weisung zur Woltat einer gastlichen Aufnahme" erbat?

Herrichtung des Fremdenzimmers. Eine halbe Stunde Faber sprang anf und ging erregt in seinem mit drauf schlenderte er zum Bahnhof hinaus. Es regnete behaglicher Eleganz ausgestatteten Studirzimmer auf und war ein gräßliches Novemberweiter, feucht und falt. iind ab.

Mit dem Schluhrzuige war Lingen nicht gekommen,

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und ärgerlich eilte Faber heim, um den beschwerlichen zu schaffen, für ihn selbst aber das Feldbett im SchlafWeg un elf Uhr noch einmal zit machen. Es war doch zimmer" aufzustellen. 'Rasch wurden diese Anstalten gezu ingeschickt von Lingen, daß er seine Anfunft in Halle troffen. nicht genau angegeben hatte, so mußte man bei Nacht und Faber hatte beschlossen, heute nicht mehr in den Nebel noch einmal hinaus und sich die Influenza an den Freund zu dringen, der alle Anzeichen einer jeelischen Hals holen.

Erschütterung und einer durch diese bedingte nervöse Na

es nüßte nichts. Die Sache ging aber über Ueberreizung aufwies. Er schaffte den Kranken zu Bette den Spaß," als alich nach Ankunft des Elfuhrzuges von und jaß eine Weile neben deffen Lager. Lingen hielt Lingen feine Spur fich fand. Das war doch wirklich ... fortwährend Fabers Hand, seine Augen irrten ruhélos

Nun fam um halb zwei nachts noch ein Bummelzug im Zimmer umher, als fürchte er sich noch immer. Damm an, der doppelt so lange fuhr als die Schnellzüge, ind plößlich blieben seine Blicke in einer Ecke des Zimmers den fein anständiger Mensch' benußte. Mit dem fonnte haften, erweiterten sid) und erstarrten, als böte sich ihnen er doch nicht kommen.

ein Bild des Grauens. Faber fuhr flichend nachhause, ließ sich einen Thee Was ist dir denn? Hast du Schmerzen?" kochen und ging zu Bett.

Angst, stöhnte Lingen, Angst...." So würde Lingen wol morgen von sich hören lassen

wovor denn nur?!" und falls nicht, so founte man ja noch inimer nach Berlin ,,Angst ... Angst ..." telegraphiren und um Aufklärung bitten. Gegen zivei llhr Faber sprang auf. Einen Moment noch stand er nachts, alles lag im tiefsten Schlafe, wurde die Glocke jich befinnend, dann ging er rasch hinüber in sein Studirgezogen. Da fam er richtig angesetzt, unglaublich! zimmer, nat;m seine Injektionsspriße aus dem Eiui,

Wütend froch Faber aus dein warmen Bette heraus spülte fie in Starbol und füllte sie mit einer leichten und schlüpfte in den Schlafrock, um den späten Gast mit Morphiumlösung. Dann kehrte er zu Lingen zurück einem gesunden Donnerwetter z11 empfangen, da trat Lingen und machte ihm die Injektion in den Unterarin. Lingen schon in das Schlafzimmer ein. Kaum aber war er fragte nicht einmal warum und wozu, er ließ alles mit herangekommen und in den Bereich des Lichtes getreten, sich geschehen und fiel nach einer halben Stunde in Schlaf. als Faber schon allen Zorn schwinden fühlte Nichts als Er schlief noch, als Faber am nächsten Morgen fich Entjeßen empfand er min.

erhob, in seine Besuche zi1 machen. Er instruirte den Was ist dir denn? Mensch, wie siehst du aus?!“ Diener imd als er gegen Mittag heimkehrte, saß Lingen

Um zivanzig Jahre hatte Lingen gealtert, blaß, ein im Studirzimmer an einem kleinen Tisch, der eine weiße gefallen, gebeugt, die Augen tiefliegend und glanzlos. Marmorplatte trug und zeichnete mit Bleistift etwas auf

Lingen hatte auf Fabers Frage nicht geantwortet. diese Platte. Jeßt kam er heran, erhob die gefalteten Hände gegen den „Laß doch mal sehen, Arthur.“ Freund und, eine entseßliche Angst in den Augen, fagte Hopfichüttelnd betrachtete Faber das Bild, es war er flehend: „Bitte — bitte – du - - ich bitte dich.. unvollendet und stellte einen Frauenkopf dar mit auf

Es war etwas Zerrisseites, in dem Klange seiner gelöftem Haar, die Züge in gräßlicher Verzerrung mit Stimme, er kam wie aus geborstenem oder beschädigtem weit offenen, gebrochenen Augen. Instrumente. Was denn? Was hast denn dit?" fragte Was soll denn das, du? Veschäftige dich doch mit Faber ungeduldig. „Daß du hierbleiben willst? Bei mir freundlicheren Dingen. Wie ist dir denn heut?" wohnen?"

„Ich glaube beffer .. Lingen nickte hastig.

Faber sah nun erst im Lichte des Tages die ganze Aber so sei doch kein Frosch, Arthur," rief Faber, Verwüstung in den Zügen des Freundes, die Augen des „das ist ja doch selbstverständlich."

Leidenden aber hatten heute blißenden Glanz und seint Er nahm dem Freunde rasch den Mantel ab; wie welkes Gesicht wies die fladernde ind fiebrische Belebtvon Schwäche übermannt, sauf Lingen in einen Seffel. heit auf, welche das Moiphium meistens zurückläßt.

„Aber Arthur, was ist dir denn? Vist du frank?" „Hm — wird schon werden, - - wird schon wieder Lingen schüttelte den Kopf.

werden“, sagte Faber. „Nun erzähle doch mal in aller „Ist deiner Mutter etwas zugestoßen?"

Ruhe, dit, was ist dir denn blos zugestoßen, was Er verneinte.

hat dich denn so umwerfen fönnen?" So sag doch, Mensch, um Gotteswillen, was ist Lingens Gesicht verzog sich wieder schmerzhaft. dir denn?"

„Ja“, sagte Faber, „zwinge dich. Erzähle mir, erLingen hatte die Hände vor das Gesicht geschlagen. zähle mir alles. Es wird dich erleichtern, und mir, Er antwortete nicht. Faber griff nach Arthurs Puls. mir wird es doch einen Anhalt geben – einen Anhalt

„þm... Wiúst du nicht etwas zu dir nehmen? Ein dafür, wie ich dich behandeln soll." Glas Thee ... ein Brödchen?.."

Bin ich denn frank, Dito?" fragte Lingen. Nein -- nein ..."

„Angegriffen - sehr sogar. Aber da du min heute ,,Na dein komm, mach, daß du ins Bett fommst. so viel ruhiger bist, so erzähi mir nun Ich wil dich überbringen in dein Zimmer.“

Faler zündete sich eine Zigarrette all, reichte dem Linger fuhr auf, er packte Fabern am Arm, Ent Freunde eine und seizte sich zu ihm. Lingen starrte auf reßen im Gesicht, schrie er: „Bitte bitte

nein ....' die Zigarrette, die er in den Fingern hielt, es z1ickte um Was denn?" fragte Faber.

seine Lippen, ein bitterer Zug trat um dieselben hervor. Laß nich hier! Hier bei dir ! Id) ich ich Er zerdrückte die Zigarrette auf der Platte des kleinen fürchte mich!...

Tisches, vor dem er saß, daun sagte er tonlos: „Siehst Faber riß die Augen weit auf.

du

es es ist nun ein halbes Jahr her ...“ Er Wovor denn? ..."

hielt ein und strich über seine Stirn. Es wird mir ,,Bitte - bitte laß mich bei dir!..."

entfeßlich schwer, davon zu sprechen. Es es war aljo Aber so ein Unsinn!“ schrie Faber. Dann aber, da vor — vor etwa fünf Monaten, da fommt eines er noch einmal Lingens entsetzte Züge streifte, fügte er Tages ein Brief aus Magdeburg von einer alten Freundin sanft hinzu: „Nun gut.“ Er schellte und trug dem Diener meiner Mutter gleichfalls Beamtenwittwe mit ein auf, die Fremdenbetten in sein, des Doktors, Bettgestell | paar Töchtern. Die Aelteste soll sich in Berlin eine

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