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nungsloser, abgemagerier ind iinzufriedener als an den ; überströmenden Danfes führte uns so umviderstehlich Herden des sogenannten „Realismus'! Uebrigens, mierft dem ernsten Warner und t:cuen Eckart 311, daß wir beidé euch, meine Freunde, wie roh und ununterrichtet man in zugleid) aufsprangen, um den Philosophen 3li umarmen. den Lehrerfreisen sein muß, wenn man den strengen. Diejer war eben im Begriff fortzugehen und hatte sici

) philosophischen Terminus relil und Realismus in ' bereits seitwärts gewendet; als wir so überraschend mit dem Maß nicht verstehen konnte, um dahinter den lauten Schritten auf ihn 311 sprangen, und der Hund Gegensatz von Stoff und Geist 311 wittern und um den / mit scharfem (Sebell sich uns entgegenwarf, mochie cr, „Realismus interpretiren zu fönnen als die Richtung jamt seinem Begleiter, cher an einen räuberischen auf das Erkennen, Gestalten, Bcherrschen des Wirflichenr. . lleberfall als eine" begeisterte llmarmung denfen. Difen

Ich für meinen Teil fennc nur einen wahren bar hatte er uns vergessen. Nurz, er lief davon. llitGegensaž, Anstalten der Bildung und Anstalten jere il marmung mislang völlig, als wir ihn einholten. der Lebenslot: zu der zweiten Gattung gehören alle Denn mein Freundschrie in dem Augenblick, weil der vorhandenen, von der ersten aber rede ich.“

Hund ihn gebiffen hatte, und der Begleiter sprang mit folcher Wucht auf mich los, daß wir beide infielen. Es entstand zwischen Hund und Mensch eine umheim

liche Regjamfeit auf dem Erdboden, die einige AugenEs moditen etwa zwei Stunden vergangen joint, i blicke andauerte – bis es meinem Freunde gelang, mit während die beiden philosophischen (Genossen sich über so starker Stimme und die Worte des Philosopher parubefremdende Dinge interredetent

. Inzwischen war es dirend, 311 rufen: ,,Jm Namen aller Nultur und NieuNacht geworden: und wenn schon in der Dämmerung dokultur? Was will der dumme sind von uns! Ber: die Stimme des Philosophen wie eine Naturmusik int

in maledeiter Hund, weg von hier, du llueingeweihter; den waldigen Gehege erflungen war, jo brach rich Nie-einzuweihender, weg von uns imd usein Einge jeßt, in der völligen Schwärze der Nacht, wenn er erregt weiden, geh schweigend zurück, schweigend und beidhämt!" oder gar leidenjchaftlich sprach, der Mlang in mannig: Nach dieser Anrede flärte sich die Szene etwas: jo weit faltigen Donnerii

, Krachen und Zischen an dem ins jie jid) in der völligen Dunfelheit des Waldes flaren Tal hinab fid) verlierenden Baumitäminen und gels fonte. Sie find is!" rief der Philosoph. „lujere blöden. Plößlich wurde er stumm; er hatte soeben, mit Hijioleníchützen! Wie haben Sie uns erschreckt: Was fast mitleidiger Wendung wiederholt: „wir haben keine treibt Sie, jo auf mid) nädytlicher Weile loszustürzen?" Bildungsanstalten, wir haben keine Bildungsanstalten!" da fiel etwas, vielleicht ein Tannenzapfen, inmittelbar

(Schlus; des 4. Portrages in der nächiten Nummer.) vor ihm nieder, bellend stürzte der Hund des Philosophen auf dieses Etwas zu: so uinterbrocheni

, hob der Philosoph den Kopf und fühlie mit einem Male die Nacht, die Kühle, die Einsamkeit. ,,Was machen wir doch!“ sagte er zu seinem Begleiter: esiist ja finster geworden. Du weißt, wen wir hier erwarteten, aber er kommt nicht mehr. Wir waren imjonst so lange hier: wir wollen gehen.“

Anthropologische Rundschau. Nun muí ich Sie, meinc verchrten Zuhörer, mit

Won den Empfindungen befant machen, mit denen ich

) und

Chomas lielis.*) mein Freund, von unserem Verstede aus, dem deutlich wahrnehmbaren und von uns gierig erlauschten (espräche gefolgt waren. Ich habe Ihnen ja crzählt, daß

1. wir, an jener Stelle und in jener Abendstunde ein Erinnerungsfest zu feiern uns bewust waren: dicie Er Es Sarf als ein höchst erfreuliches Zeichen der innerung bezog sich auf nichts anderes als auf Bildungs- heutigen Entwidiung begrüßt werden, daß die fultur: und Erziehungsdinge, von denen wir, nach unserem historische Forschung sich in imserer Zeit nicht mehr mit jugendlichen Glauben eine reiche und glüctliche Ernte

der Bearbeitung der litterarischen Dofumeute begnügt, aus unserem bisherigen Leben heimgebracht hatten. So

fondern ihre Intersuchung auch auf das ganze reiche waren wir denn besonders geneigt, mit Tankbarkeit der

Material ausdehnt, das ihr die Paläontologie, AnthroInstitution 311 gedenken, die wir einst an dicser Stelle pologie und Volkskunde im weiteiten Sinne des Wortes ausgedacht hatten, itm, wie ich schon früher mitteilic, in zur Verfügung stellen. Ja, der Begriff der menschlichen einem kleinen Kreis von Genossen umjere lebendigen Besitlung und Bildung hat mit dieser Erweiterung der Bildungsregungen gegenseitig anzuspoinen und 311 über

Perspektive euch einen anderen Inhalt bekommen; es ist wachen. Plötzlich aber fiel auf jene ganze Vergangen

nicht mehr der in bestimmte Zeiträume cingeteilte Abheit ein gänzlich unerwartetes Licht, als wir schweigend und lauf der prahlerisch „Weltgeschichte“ genannten menschlauschend uns den starfen Reden des Philosophen über

lichen Entwicklung, den es zu ermessen gilt, und noch) ließen. Wir fament uns vor, wie solche, die mit einem

weniger der dürfiige Ausschnitt der griechisch-römischen Male in unbewachtem Wandern ihren Fuß an cinem Ab- Zivilisation, den wir als den unerreichten Gipfel geistigen grund finden: wir ahnten, den gröjien Befahren nicht Schaffens überhaupt zu betrachten pflegen, sondern es sowol entgangen als entgegen gelaufen zu jein. Hier, breitet sich nunmchr vor den erstaunten Blicken das unan der für uns so denkwürdigen Stelle, hör:en wir den übersehbare Feld der Geschichte der Menschheit aus. Mahnruf: Zurück! Reinen Schritt weiter! Wifst thr, Freilich hatten schon Herder und noch schärfer Schiller wohin euer Fuß ench trägt, wohin dieser gleisende Weg in seiner bekannten und doch noch viel zu wenig gecuch lockt?'

Es schien, daß wir es iegt wußten, und das Gefühl *) £ct 3 ( ) ( c ; tc 10 11 ct 11). © ii ct

würdigten akademischen Antrittsrede in Sena: „Was | Verwertung ein reiches Material zusammengebracht hat. heißt und zu welchem Ende studiert man Iniversalge- Mehr als zehn Jahre dauerte diese Sammelarbeit, ein schichte?" die Sphäre dieser neuentdeckten Disziplin abzii- Leben voller Entbehrungen und Strapazen; ja er brachte stechen versucht, ja er hat sogar schon einige Methoden der Wissenschaft ein noch größeres Opfer; um völlig in der modernen Völkerkiinde ich erinnere nur an das die Sitten und Anschauungen der heimatlos umherwirksame Mittel der Vergleichung) mit ahnungsvollem ziehenden Zigeuner Uugarns eingeweiht zu werden, ging Geiste vorweg genommen, aber zit einer wirklich wissen- er eine Ehe mit einer Zigeunerin ein und ließ sich somit schaftlichen Ausführung des Programms fehlte es aus als Stammesgenossen aufnehmen. Mit Redit sagt er: begreiflichen Gründen jener Zeit noch allzusehran „Jeder, der Volkskunde nicht im Eisenbahnfupee erster positiven Material.*) Das konnte sich erst einstellen mit Klasse oder im Kasino und Alub betrieben hat, weiß, der Ethnologie unserer Tage, die es sich zur Aufgabe wie schwer es ist, sich das Zutrauen der Landbewohner gemacht hat, die soziale Entwicklung des Menschenge in dieser Beziehung zit gewinnen, die mistrauisch find schlechts von den dürftigsten, fast tierischen Anfängen an und fürchten, von den fog. Rockträgern zum Besten gebis zu den erhabensten und feinsinnigsten Schöpfungen habt oder gar auf irgend eine Weise verdächtigt zu des menschlichen Geistes zit verfolgen, eine Kulturge werden, wenn sie Mitteilungen aus ihrem Glauben schichte so umfassenden Stils, wie es sich frühere Zeiien machen, wenn sie ihre vererbten Kenntnisse verraten. Ich nicht träumen lassen durften. Auf der einen Seite steht stieg stets in ihre Sphäre nieder, näherte mich ihnen verfoníit als nächste und dringlichste Forderung die Be trauensvoll bei der Arbeit, in Freud und Leid und in schaffung des Rohstoffes aus allen Winkeln des Globus, der Dorfschenke und suchte durch Mitteilung von bereits eine Verpflichtung, die, wie der Altmeister der Völker Bekannten nahe Anknüpfungspunkte, worauf sie mir kunde in Deutschland, Adolf Bastian, immer und immer rückhaltlos alles mitteilten, was ich zu erforschen eben wieder einschärft, um so verhängnißvoller sich für uns die Absicht hatte. Für uns kommen hier drei Werke in gestaltet, als die moderne Zivilisation in rasend schnellem Betracht: 1. Aus dem inneren Leben der Zigeuner Eroberungszug über den Erdball hin faum noch irgend (Berlin, E. Felber 1892), 2. Volksglaube und Volksein Pläßchen verschont, auf dem sich noch originale brauch der Siebenbürger Sachsen (1. Band der Beiträge Blüten entfalten 'fönnen. Auf dieser Basís hat sich zur Volks- und Völkerkunde, Berlin, E. Felber 1893) auch in dem leßten Dezennium die Volkskunde entwickelt

, und 3. Aus dem Volksleben der Magyaren (München, der es eben in erster Linie auch auf eine Rettung wichtiger Literar. Institut Dr. Hutter, 1893). Wlisloci war, wie erst sonst unwiderbringlich verlorener Dokumente des volks- erwähnt, in der Lage, das rätselhafte, jahrhundertlang tümlichen Geistes in Tracht, Sitte, mythologischen und verachtete und geknechtete Volt der fahrenden Zigeuner religiösen Anschauungen u. 1. w. ankommit (1891 wurde gründlich kennen zu lernen, und das ist sogar so wörtlich das Organ für vergleichende Sprachwissenschaft und zu nehmen, daß er in der Tat mit fast sämmtlichen Völferpsychologie, das unter der Leitung von Lazarus Stammesgenossen in lingarn in persönliche Fühlung und Steinthal in Berlin stand, dementsprechend in eine trat. Besonders fonnte er hier an der Ilrquelle das fo Zeitschrift für Volkskunde umgewandelt und erfreut sich wild verwachsene Gebiet des Animismus im Dämonentanscheinend seit dieser Ilmgestaltung der Gunst des wissens glauben, Höhenfultus, Blutzauber, Tierorafel, Wetterschaftlich gebildeten Publikums). Dieser unentbehrlichen prophezeiung 11. 1. w. studiren, ebenso natürlich die Sammelarbeit entspricht aber anderseits die psychologische reiche Lyriť dieses Volfes. lleber zweitausend Gedichte Zergliederung und Verarbeitung des Materials "nach konnte er niederschreiben, ja, er entwarf ein anziehendes Grundfäßen, wie sie gleichfalls Bastian schon bei Beginn Portrait einer echten zigeunerischen Dichterin, Gina seines litterarischen Schaffens, anfangs der fünfziger Ranjicic, auch eine jener gegeißelten Königinnen des Jahre, in der „naturwissenschaftlichen Psychologie“ aus Gesanges, deren Purpurmantel mit dem eigenen Herzgeführt hatte. "Statt der früher so beliebten abstrakt blut getränkt ist

, deren Lorberfranz die Dornenfrone inetaphysischen Ilntersuchungen über die verschiedenen nicht verdeđen kann, die ihre Stachein tiefschinerzend in jog. Vermögen der Seelé handelte es sich jetzt im einen die bleiche, gramdurchfurchte Stirn drückte. Dieser Einblick in das physische Wachstum der Ideen auf dem Ertrag war um deswillen im so wertvoller, als die ganzen Erdenrund, also um eine Entwicklungsgeschichte Zigeuner in der Tat noch auf einer ursprünglicheren des menschlichen Geistes auf den verschiedenen Stufen Stufe der naiven Anschauung und Gesittung stehen, so seiner Entfaltung und zwar nicht nach den trügerischen das von hier aus manches überraschende Sireiflicht auf Eingebungen einer spekulativen Fantasie, sondern eben rätselhafte Ueberbleibsel früherer Entwicklungsphasen innerauf Grund des aftenmäßigen Details, das die Völker- halb iinseres Denkens und Fühlens fällt. Der Volksfunde den Forscher an die Hand gab.

glaube der Zigeuner, sagt der Verfasser, ist eben eine Im folgenden soll nun eine gedrängte liebersicht Dase, wohin sich aus dem hastigen Treiben unserer Zeit über bedeutendere Untersuchungen der 'lepten beiden Jahre und vor dem rascher stets und reißender daherflutenden gegeben werden, um die umfassende Geschichte der Mensch

Strome der Kultur so manche Rudimente indogermanischen heit dadurch nach ihren wesentlichsten Richtungen und

Volksglaubens hinflüchten. (S. 150). Prinzipien 311 veranschaulichenr; auf irgend welche Voll

Dasselbe Thema ist in den beiden anderen Büchern ständigkeit verzichten wir von vornherein, wie wir uns

behandelt, wie denn schließlich immer der Volksforscher auch im ganzen und großen der Kritik enthalten und

unter alen möglichen Variationen derselben psychologischen tunlichst auf ein objektives Referat beschränken werden. Ergründung nachspürt

. Auch die siebenbürger Sachsen Wenn wir mit der Volfskunde beginnen, so verdient stellen vielfach noch ein ziemlich rein erhaitenes Areal an erster Stelle Dr. Heinrich von Wlislodi genannt dar, das noch nicht von dem Wogenschlag der modernen zu werden, der in unermüdlicher Tätigkeit besonders in Zivilisation berührt und verunstaltet ist. Indem Wi. iingarn und Siebenbürgen für die spätere psychologische Gebiet der Totenfetische betont

, schreibt er: „Auš dem *) Hierbei möge der şinweis auf eine Arbeit des Verfaffers hin die Einsicht gewinnen, daß die Bedeutung der Toten

Volksglauben der siebenbürger Sachsen kann man immersammenhange gezeichnet ist: Die Entwicklung der modernen Ethnologie. fetische für Darstellungen aus dem Gebiete der nichtBerlin, E. S. Mitiler 1899.

christlichen Religionsgeschichte eine ungemein wichtige ist

,

vont

weil sie eben Kultur und Sitte älterer und neuerer Zeit gewiß ist aber, daß, wie schon eben angedeutet, viele im innersten Wesen beleuchtet, uns zum erschöpfenden mythologische und religiöse Anschauungen sich mit den Verständnis nicht nur unserer eigenen mythologischen und entsprechenden Vorstellungen der meisten, um nicht zu religiösen Volksgebräuche verhelfen, sondern auch solcher sagen, aller Völfer decken; gerade das, was man mit primitiver Völker, deren Menschenschlächterei und Menschen- einem gewissen verächtlichen Namen als Aberglauben opfer uns ohne unsere eigenen Totenfetische eben unver- bezeichnet hat, trägt diese allgemein menschlichen Züge ständlich, unerklärlich erscheinen würden, die zwar heute in auffallender Weise. bei Kulturvölkern in die Sphäre der nur symbolischen

(Schluß folgt.) Ersaßmittel gehören und den blutigen Ernst des ursprünglichen Opfers und des eigentlichen Zaubermittels verloren haben, nichtsdestoweniger nur durch die animistische Perspektive, daß es sich hier um den Ersak

W eines eigentlichen Menschenopfers handelt, ihre volle Bedeutung erlangen“ (S. 205). Für den unbefangenen Volksforscher giebt es nichts Albernes, Lächerliches, Unvernünftiges und Unsit tliches, weil diese Urteile samt und sonders nur dem speziellen Kulturausschnitt des May Klingers Brahms-fantasien. Kritifers selbst entspringen, mithin durchaus subjektiv sind; er hat vielmehr álle Erscheinungen des sozialen

Xifred Gotthold mejjer. Lebens nur zunächst darauf hin zu untersuchen, ob sie echte, organische Produkte des schaffenden Volksgeistes Eine Vereinigung von Arbeiten Mar Klingers ist sind oder vielleicht nur wertlose Nachahmungen rein mehr als eine Sonderausstellung beachtenswerter Kunstfünstlerischer Art. Erst nach dieser Sichtung des Materials werke: sie bietet ergreifende Selbstbefenntnisse einer völlig kann eine psychologische Ergründung der treibenden llr- eigenartigen, bedeutenden Persönlichkeit

, deren geheimnisfachen und zu allerleßt vielleicht ein immerhin vorsichtig vollen Neiz sich auch der Widerstrebende nicht zu entzu formuli rendes Urteil über den ethischen Charakter er- ziehen vermag. In Slingers Werken glaubt man den folgen. Wir können uns der Ueberzeugung Wi's. nur zuckenden Lebensnerv ihres Schöpfers zu fühlen, ein aus vollem Herzen anschließen, wenn er sich so aus- Schaffen, das aus des Wesens Kerngehalt stammt, vom spricht: „Wolte man den Alltagsglauben der Völfer, Herzblut genährt, unbekünmert um alle Erfordernisse der im innigsten Zusammenhange mit dem Schicksals- der Außenwelt vom Machtspruch eines seltsam angelegten glauben steht, naserümpfend bei Seite schieben, so hieße Innenlebens gebieterisch auf seine ureigene Bahn gedas, eines der wichtigsten Kapitel der Volkskunde zu über- lenkt. Einsan hat Selinger vor nunmehr fünfzehn schlagen. Rommen wird die Zeit, wo die Vergleichung Jahren diese Bahn betreten, einsam, selbst unbeeinflußt dieses Alltagsglaubens aller bekannten Völker zu be von der immerhin schon sehr stattlichen Schar seiner deutenden Schlüsjen auf das Gefühlsleben der Menschheit engeren Gemeinde, eilt er auf ihr vorwärts. Das Endführen muß." (S. 158).

ziel ist ihm selbst wol noch verborgen; das innere Gebot Die dritte Schrift Wl’s. wendet sich einer Welt zu, treibt ihn nur, „auf feiner Stätte zu ruhn“. die bislang der gelehrten Forschung des Auslandes Nicht an das mit fühler Kritik abwägende kunstgeradezu eine terra incoguita war, dem Volksglauben historische IIrteil also wendet sich zunächst die Klingerder Magyaren; um fo dankenswerter sind die Er- Ausstellung, welche die Kunsthandlung Amsler und Rutmittelungen unseres Verfassers, die er wieder in der un hardt in dankenswerter Vollständigkeit jeßt iu Berlin vermittelbarsten Fühlung mit dem eigentlichen Volk sich zu anstaltet hat, während eine ähnliche Ausstellung, gleichverschaffen sucht. Im Einzelnen ist es natürlich schwer, zeitig im leipziger städtischen Museum stattfindet, sondern in jedem Fall mit zweifelloser Sicherheit 311 konstatiren, in erster Reihe an das individuelle Empfinden. Was ob wir es mit Anschauungen zu tun haben, welche die aus der Seele stammt, will zur Seele sprechen; Sinne Bewohner Ungarns schon mit in ihre jetzige Heimat und Verstand, die äußeren Träger der gangbaren fritibrachten, oder nicht. Manche Vorstellungen, besonders schen Würdigung, können hier nur vermitteln, nicht entaus dem weiten Gebiet des Animismus, teilen die scheiden; auch von dem Urteil über die spezifisch fünstMagyaren jedenfalls mit den meisten anderen Völkern, lerische, beziehungsweise technische Leistung hängt die Wertund diese muß man somit zu dem Gemeingut der mensch-schäßung dieser Arbeiten nur bis zu einem gewissen Grade lichen Race rechnen. Außerdem sind öfter verschiedene ab: den Ausschlag giebt hier persönliche Hingabe. AeußerSchichten in der Struktur der mithologischen und reli- lich weist Klinger dieselbe ab. in Wahrheit aber können giösen Ideen zu beobachten, so z. B. einen sehr zäh wenige inter den modernen Bildnern sie so lohnen wie wurzelnden Aberglauben im Gegensatze zu der eigentlich er. Unter der rauhen Schale eines unzugänglichen, geanerkannten Staatsreligion. Im verschärften Maße sellschaftlich unberechenbaren Wesens birgt sich bei ihm gilt das natürlich für das Verhältnis des ursprüng- eine wunderbar reiche Empfindungs- und Gedankenwelt, lichen Heidentums zu dem später übermächtigen und eigenartig auch in ihren unscheinbarsten Reußerungent, und den älteren Glauben überivuchernden Christentum (ein dennoch allgemein giltig, in jeder Menschenbrust ein leises besonders charakteristisches und für uns beschämendes Echo weckend. Vom erstein Augenblick schöpferischer Beispiel ist die Ilebernahme der Herenvorstellung, ans Betätigung, an hat seine Fantasie in rastlosem Flug die vorchristlicher Zeit), wie denn bekanntlich nur dadurch höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen des irdischen Dadie großen Feste des Christentums verhältnismäßig jó reins durchmessen. Inbrünstiger als er hat kein modernier rasch im germanischen Gemüt Wurzel faßten, daß die Bildner zur Schönheit und Größe der Natur gebetet, Priester flug, genug waren, sowol betreffs der Zeit als rüçhaltloser feiner ihre Blößen und Armseligkeiten entauch bezüglich des Inhalts und Wesens" der Feier sich hült. Er ruft begeistert die Gottheit der Hellenen an, er zu erheblichen Zugeständnissen zu verstehen. Daß die sinkt am Strand des Weltineers' demütig ins Anie, er Magharen vor der Annahme des Christentums eine sehr lauscht mit andächtiger Scheu den Weltenrätseln aber ausgebildete Naturreligion mit entsprechenden Gottheiten die weihevollen Stunden entfliehen ihm schnell, die Götter und Festgebräuchen beseffen haben, ist wol wahrscheinlich, 1 Griechenlands weichen Nacht- und Spuickgestalten, al.

mutter Natur verzerrt ihr Antlitz 311 Beratung und Sicherheit, meist ohne genauere Vorzeichnung, ja selbst Spott, aus lichten Sphären sinkt seine Muje zim Wuist ohne von dem Regulativ der Probedrucke einen wesentund Schlamm gemeinster Alltäglichkeit herab.

lichen Gebrauch zu machen. So vermag nur zu arbeiten, Wer so schafft, trägt den Reim zit einem großen wessen Fantasie über völlig klare Vorstellungen gebietet, Künstler in sich. Und Slinger gebietet über noch mehr. iver bei der Arbeit das vor seinem inneren Auge stehende Er besißt auch die Fähigkeit, das, was in ihm lebt, Bild so deutlich vor fich sieht, daß die Hand es Zug: um fünstlerisch zu gestalten: die Energie, rastlos um die Herr Zug mur in Wirklichkeit zu übertragen braucht, als erblicke schaft in seiner Kunst zu ringen, die Kraft, jede Einseitig er tatsächlich ein lebendes Modell. Schon diese Wandlung keit zu meiden, die Ausdauer, des Technischen mit souve- der Technik deutet demgemäß auf den gewaltigen Forträner Machtvollfommenheit Herr zit werden.

dritt hin, der sich in "Klingers Runst feit seinen ersten Woher dann aber das seltsame Schauspiel, daß ein Schöpfungen vollzogen hat: ein Fortschritt völlig im so ungenöhnlich hoch begabter Künstler selbst im Zenith Geise der bildenden Kunst, der die eheden noch feiner Mannesfraft 11och immer nicht zum gefestigten wirren und vielfach forinlosen Visionen seiner mehr Ausgangspunkt einer harmonischen Entwickelung seiner Po- dichterischen Fantasie z11 flarer Gestaltung meistert. Hängt tenz gelangt ist, daß selbst seine begeisterten Freunde iind hoch vielleicht gerade mit diesem möglicherweise seiner Verehrer eine gewisse linziiverlässigkeit jeiner Kunst be- innersten Natur abholden Bestreben seine jüngste Beklagen müssen, die noch immer neben dem Vollendeten schäftigung init der Plastik zusammen, die sich nicht nur unverständliche Mängel und Iluziilängliches bietet ? in seinien jüngsten Skulpturen selbst äußert, sondern auch

Schöpfungen bringen dieie in seinen Kadirungen spiegelt: viele seiner Gestalten haben Fragen nicht gänzlich zum Schweigen. Größere Auf etwas vom Charakter der Vronzebildereien, in ähnlichem gaben, als in seiner „Brahms-Fantasie“, einem noch Sinn, wie dies von den Gemälden etlicher Quattrocennicht ganz beendeten Zyklus von Radierungen 311 tisten gilt. Brahmschen Liederfompositionen, hat er sich bisher faum Und bei dieser Stählung der bildnerijden fraft, in gestellt, wol auch feine, 311 deren Lösung er von Natur welcher seine dichtende Fantasie den rechten, allgemeinmehr berufen gewesen. Dem Liede galt es das Bild zu giltigen Ausdruck weit häufiger findet, als zuvor, ist nun gesellen, nicht als glustration, sondern als selbständige auch das musikalische Element seiner Begabung erstarft. Sdjöpfung der bildnerischen Fantasie, die, angeregt von Klinger war von Kindheit an ein begeisterier Musiffreund. Klang und Wort, Visionen erschaut. Slinger ist von Seinier jensiblen Natur mit ihrem angeborenen Hang zim Anbeginn Bildner, Dichter und Musifer zugleich gewesen, melancholischen, menschenschenien Träumen ist das Reich und sein bisheriges Lebenswert ließe sich historisch gliederii

, der Töne besonders vertraut; sein Empfindungsleben spricht je nachdem in ihm die eine oder die andere Seite seiner faum minder gern in Klängen, als in Bildern. Die Begabung vorwiegt. Am stärksten vielleicht ist sein spezi „Sutermezzi", und die flüchtig hingeworfenen, halb ornafisch dichterisches Sdaffen. Durch diejes hat er sich mental, halb symbolisch gehaltenen Darstellungen fünstleBahn gebrochen, als ihin die bildliche Ausdrucksfähigkeit rischer Traumbilder, die inter seinen Radiuungen so häufig 110ch mangelte. Sein fünstlerisches Erstlingswerf Para- i iind, gleichen den Fantasien eines Musifers. Bald phrase über den Handschuh“, formal jo unzulänglich, ist duftig und grazios, alš glitten die Finger, nur vom hellen inhaltlich voll Poesie und offenbart bereiis die Fülle Silang selbst geleitet und geloct, halb umbewust über die seiner dichterischen Gestaltungskraft

, der die Hand hier Tasteni

, bald tief und wichtig, in mächtigen Afforden, noch sehr schwerfällig folgt. Ju jeinem ,3yklus zum wollen sie garnicht gedankenreich gedeutet werden: fie Thema Christus“ ist die formale Seite der Leistung die sind nur der visionäre Ausdruck einer Äugenblicksstimmung ; schwächste. Selbst bei den realistischen beziehungsweise das Instrument freilich, das Slinger aülüberall spielt, ist historischen Stoffen, bei seinen ,,Dramen" aus der Nie seine eigene Seele. -volutionszeit, seinen Schilderungen vom Elend der gesell Wenn dieser Meister an die Aufgabe ging, die schaftlich Enterbten und Verkommenen spürt man noch Brahmschen Lieder mit' radirten Bildern 311 °begleiten, das llebergewicht der erzählenden vor der gestaltenden durfte man füglich eine ganz außerordentliche Leistung erFantasie: den Blicke bieten diese Blätter häufig ein 311 warten, einen Jöhepimuft in seinem eigenen Schaffen, zunächst wirkungsloses Chaos; nur wer es vermöchte, ihren gleich ein Hauptwert in unserer gejamten Seunst. lind Inhalt in allen seinen Teilen mit der Feder eines Zola teilweise hat sich diese Erwartung in der Tat erfüllt. in Worten 31t schildern, würde ihrer Bedeutung völlig Einzelnes unter dein neuen Blättern zählt zum Schönsten, gerecht, und könnte dabei das Ideal, welches Klinger was Selinger zu bieten vermag. Fernab bleibt jeder banale felbst vorgeschwebt hat, vielleicht besser zur Geltung Ausdruck gangbarer Illustrationskunst. Wie dêr gewaltige bringen, als es diejem in seinem Bilde jelbst gelungent afford einer Sinfonie mutet das große Vollbild an, ist. Der Künstler selbst mochte dies empfunden haben, mit dem er die ganze Folge eröffnet." Die engen räumrastlos hat er an sid) gearbeitet, auf dem Gebiet, welches lichen Grenzen weichen, eine majestätische Landschaft ersich seiner Fantasie als homogensteš darbieten mußte, öffnet sich dem Blick. lleber die Meereswellent ziehen der Radirii 119

mit erstaunlidem, glänzendem hochgetürint eilende Wolken, Bergriesen ragen im HinterErfolg. Als Radirer, oder, genauter noch, als Stecher, grund auf, zwischen ihren Abhängen und walden erheben steht Klinger heut unübertroffen da, den größten Meistern sich hellenische Tempel, ein Nachen strebt in Windeseile ebenbürtig. Er hat die „Schwarz-Weiß-Kunst“ in allen dem llfer zit. Die ganze Natur scheint erregt, in ihren ihren Ausdrucksmitteln studirt und erprobt. Kalte Nadel Grundvesten aufgewühlt: ein machtvoller Ton hat sie erund Grabstidhel, Aletzwasser und Aquatinta, Lithographie schüttert. Aus der Meerestiefe steigt cine Riefenharfe und Druck mit mehreren Platten – alles weiß er in empor, vorn mit seltsamer Maske geschmückt; ein Meerd.n Dienst feiner speziellen fünsilerischen Zwecke zu stellen, unhold flammert sich an sie an, Nereiden rühren ihre indem er es in völlig eigenartiger Weise verbindet, auch Saitent. -.. Schade nur, daß der Künstler sich mit dieser wol innerhalb der einzelnen Technik nieue Wege betritt. Darsiellung nicht begnügt hat! Jin Vordergrund rechts Bezeichnend ist hierbei, daß er sich von der eigentlichen zeigt er den realen Vorgang, der diese Visien hervorruft. Kadiring mehr und mehr zu entfernen beginnt, daß er Jait ain Ilfer erhebt sich eine Estrade, auf welcher ein jekt vorwiegend als Steder arbeitet, Linie für i slavier steht; der Spieler ist völlig modern gekleidet, Linie in die Metallplatte gravirend, mit erstaunlicher l ebenso die begeistert lauschende Frau neben ihm. "Diesen

Hinweis auf den Inhalt des Bildes empfindet der Be blickt träumenden Auges auf die rings am Boden schauer wie eine Unterschäßung seiner eigenen Fantasie, liegenden losen Blätter und Briefchen, die er als leßte und doppelt fühlbar wird hierdurd) der fraffe Stontrast, Zeugen verlorener Liebe aus einer Rassette hervorgeholt der solcher Gegenüberstellung von Vision und Wirklichkeit hat. Dem Märchenton des Liedes entspricht nur der im Bilde stets anhaften muß. Dazii fornmt ferner, daß | neben dem Jüngling hockende, geflügelte Genius der schon hier' der realistische Teil der Darstellung dem fan- Erinnerung. Auch hier also ein scharfer Kontrast zwischen tastischen an fünstlerischer Vollendung nachsteht, ein Mangel, einer genrehaft aufgefaßten Wirklichkeit und einer Vision, der in Klingers Arbeiten nur zu häufig wiederkehrt. wobei der ersteren hier vielleicht ein zu breiter Raum

Das Vorspiel ist beendet; es folgen die einzelnen gegönnt ist. Und auch hier befriedigt die reale HauptLieder. Vier 'von ihnen sind im Verhältnis zum letzten figur fünstlerisch am wenigsten. Noch weit schärfer aber leichteren Gehaltes, Liebeslieder, in volkstümlicher Form, gilt dieser Tadel für das Hauptbild zu Allmers „Feldaber vol inniger persönlicher Empfindung, bald wehmütig, einsamfeit“, bei welchem sich Klinger auf die natürliche ein trauriges Gedenken verlornen Liebesglückes – Start Situation allein beschränkt hat und sich bei dem Bilde Candidus: ,,Alte Liebe" – bald voll leide nschaftlichen des auf fahlem Feld im Grase ruhenden modern geVerlangens – das ,,böhmische Volkslied" bald Aus kleideten Mannes mit einer seiner selbst nicht recht druck idyllisch-seligen Naturgefühls – Herrmann Almers | würdigen steifen Darstellung begnügte. „Feldeinsamkeit“ in Henses ,, Sonntagmorgen" endlich Wenn bei diesen vier kleineren Liedern die Freude die ergreifende Liebesklage, die unter Lächeln die Tränen an Klingers Schaffen noch nicht durchgängig auf gleicher verbirgt. Aehnlich, wie dic musikalische Uebertragung, Höhe bleibt, so ist dagegen sein künstleriicher Anteil an aber noch subjektiver, hallen auch in Slingers Radirungen dem fünften fast über jeden Einwand erhaben, an Gefühl hier alle Nüancen der erotischen Empfinding wieder, und Gedanfenireichtum wol das gröste, was er bisher gevon stiller Ergebenheit bis 31 wild erregten Grollen schaffen hat. Begreiflich genug, denn weit tiefer noch als mit dem Schicksal, vom persönlichen Weh und persönlicher bei den übrigen, mußte gerade dieser Stoff ihn packen. Lust bis zu ihrer Auflösung in die objektive ruthige als eine ihrer grösten offenbarungen klingt Hölderlins Sprache der Natur, von genrehaft-realistischen Augen „Schickjalslied“ Hyperions "aus den Tagen der deutschen blicksbildern bis zum weltumspannenden Hochgefühl des Romantik zu uns herüber. ganzen Menschendaseins. Der fünstlerische Ausdruck selbst Zeitloš und ewiggiltig wird es bestehen, die ganze aber ist von sehr iingleichem Wert. Einzelnics ist voll Menjdheit hat an ihm gedichtet, denn solange es Menschen endet. Wie Klinger in den beiden ersten Liedern das giebt, erschallt die wehmütig-hehre Klage: verschiedenartige Verhalten von Mann und Weib dem

„Ihr wandelt droben im Licht herben Schicksal gegenüber schildert – fie dumpf ergeben und einjan auf ihrem Lager weinend, im namenlosen

Auf weichem Boden, selige Genien!...

Doch uns ist gegeben, Schmerz, er dort ein gefesselier Kämpfer, hier ein Nasender,

Auf feiner Stätte zu ruhn. der in leidenschaftlicher Aufwallung der Baum 110flammert wie er in einer viriuosen Lithographie Schon seit vielen Jahren mag dieser Sang in Klingers Heyses treuloje Maid" als zicrliche Schöne darstellt, Seele widerhallen, als sein ureigenes (Glaubensbekenntnis: die gefühlos tänzelnd, fokett auf einem Triumphwagen schon für feinen Zyklus ,, Dramen" hat er ihn als Motio einherfährt, wie er bei jenem „Schwalbenlied“ der

Schwalbenlied" der genommen, sein ganzes Leben, seine ganze Kunst ist dauernd epischen Größe Roms den romantisch- bunten Reiz der ein Echo dieses Liedes gewesen. Er selbst mochte empfinden, deutschen Heimat gegenüberstellt, im böhmischen Volks- i daß ein größeres Thema ihm nicht beschieden werden kann, lied von den „dichten Wäldern“ mit ihren schweigenden und innerhalb der Folge der neuen Nadirungen befundete Weihern zu erzählen weiß, die dem Sehnsüchtigen die i dies in der Tat bereits äußerlich Zahl und Ilinfang der Süßgeliebte" bergen das ist der Schöpfiung des ihm gewidmeten Blätter. Komponisten an Stimmung, an Energie und Sicherheit i Mit einer nienten Introduftion heben dieselben an, des Ausdrucks völlig ebenbürtig, und dennoch durchaus : welche in eigenartig - bezeichnender Weise den Gehalt der selbständig erfunden; flar und wahr spricht es zu jedem ersten allgemeinen Einführung steigert. Einfam fißt jetzt der' es verstehen will, aber zugleich liegt ein zarter der Spieler auf der Strand - Estrade an seinem geliebten poetisch-märchenhafter Schimmer darüber, vor welchem Instrument; ringsum nur Himmel und Meer. Die Harfe die rein verstandesmäßige Frage willig verstummt, im aber ist ganz_311 ihm emporgestiegen; ihm dicht zur Seite auch im Beschauen der fortspinnenden Fantasie 311 blicken die Näiselaugen ihrer dänionischen Maske zu ihm weichen. Weniger glüclich erscheint dagegen der herab, und hinter der Harfe erhebt sich in unverhüllter realistische Hauptteil des ersten Vildes. Die Worte des Schönheit ein gewaltiges Weib, mit geöffneten Armen, Gedichtes schweben hier nur andentend über der Wirklich und dennoch uunahbar: die erhabene Verkörperung der feit, sie geben uur Empfindungen, zitternde Schwingungen Natur, irdisch und göttlich zugleich. Am Himmel sind die des Seelenlebens:

Wolfen verschwunden. Sdenienhaft wallen Geistergestalten

dahin, wild bewegt, gleich fampfesmutigen Scharen. – Die „An diesem Frühlingsmorgen, so trüb verhängt und warm,

folgenden Blätter enthüllen in szenischer Folge das SchauIst mirs, als fand id) wicder den alten Liebesharm.

ipiel, das dieser Geistervorhang hier nod) verbirgt, zuvor Es ist, als ob mich leise wer aus die Schulter schlug,

jedoch folgt noch ein zweiter Prologus. Ein Greis singt Als ob ich säuseln hörte, wie einer Taube Flug.

ihn, mit jeiner Harfe müde an cin dämonisches RiesenEs klopft an nicine Türe und doch ist niemand draus,

haupt gelehnt. Die Wellen spülen die gewaltigen Leichen ich atme Jasmindüfte und habe keinen Strauß,

Ertrunkener an den Strand, am lichten Himmel aber Es ruft nur aus der Ferne, ein Ange jicht mich an:

tronen die Götter, schicksallos, in ruhiger Klarheit. Ein alter Traum erfaßt mich und führt midh jeine Bahn.“

Zum Grundgedanken seiner Darstellungen hat Klinger Von Klinger hätte man als bildliche Einleitung dieser die herrliche Fassung gewählt, welche der Genius der Hels Worte vielleicht mehr erwartet, als die Schilderung der leneni dein Inhalte des ,, Schicksalsliedes“ gab: den promerealen Situation, der sie entstammer fönnten: auf theijchen Mythus. Eingangs aber greift er über die Zeit flachem Dach, über das der Blick auf die ewige des Schicksaísliedes noch hinaus. Auch der Götter seliger Stadt“ schweift, ruht läffig ein junger Stünstler und Wandel ward durch Kampf errungen. Titanen stürnien

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