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Chronit der bildenden Künste.

Berichtigung.

May Schmid leßt in seiner „Abwehr“ die gesperrt gedruckten Was Mar Klinger mit der Nadel und dem Stifte in ganzen Morte,,buchgelehrter Ufterfritifer" in Anführuugszeichen. Man fönnte fünfzehn Jahren schuf, ist in den Ausstellungsräumen der Kunst daraus die Ansicht gewinnen, daß ich mich dieser Worte gegen Mar handlung Umsler und Ruthardt ausgelegt, um bom Publikum Schmid bedient habe. Dies ist jedoch nicht der Fall. Sie kommen auf einer flüchtigen Mittagsvisite mit ratlosen, unsicheren Bliden

in meinem Aufsaß überhaupt nicht vor, und es würde mir auch völlig

fernliegen, sie gegen Mar Schmid zu gebrauchen. gestreift zu werden. Es ist zu viel! Der Beschauende, der zu

Berlin, den 27. Januar 1894. verstehen sucht, wird verwirrt durch die ungeheure Fülle von Gedanken, von Empfindungen und erdrüdt durch die Wucht der Ge

Franz Serva cs. staltungskraft. Ilm sich in diesen überreichen Stoff zu vertiefen, bes darf man einer besonderen Studie, die wir uns vorbehalten. Einige Worte nur noch über die Ausstellung an sich. Dieselbe umfaßt

Freie litterarische gesellschaft zu Berlin. nahezu das gesamte graphische Wert Klingers in den verschiedenen Der erste diesjährige Vortragsabend im großen Festsaale des Zyklen, Einzelblättern und Gelegenheitsarbeiten; anfangend mit dem Hôtels „Kaiserhof“, Freitag, den 26. Januar, wurde eröffnet durch „Traum vom Handschuh“, schließt sie mit der neuen noch unvollendeten eine Einleitung des Herrn Dr. Adalbert von Hanstein über das „Brahms - Fantasie“ ab. Jene früheren Werte hat man längst Litteraturjahr 1893. In fesselnder und geistsprühender Weise Gelegenheit in dem Kabinett der Agl. National - Galerie mit Muße berüđsichtigte der Redner Hauptsächlich die Lyrik, ohne dabei die perzu genießen; die „Vrahms - Fantasien“, die hier drei Monate vor wanten Erscheinungen auf dem Gebiete des Dramas und der ihrem budhhändlerischen Erscheinen in den ersten Stünstlerdruden aus Erzählungskunst ganz aus dem Auge zn verlieren. Er wies darauf liegen, sind ein šllustrationswerf. Bislang besteht es aus sechs

hin, daß die Zeit der einseitigen Einschachtelungen in „ismen“ aller Blatt Słupferradirungen, während an die dreißig Notenblätter mit

Art glüdlich als überwunden zu betrachten sei und nun neue Aräfte auf Stein gezeichneten Vignetten und Randleisten geschmüdt sind. in freier Entfaltung ihrer Individualität, aber in Fühlung mit der Mit seiner polychromen Plastit „Salonie“ giebt Klinger nicht jenes

Volksseele, jich künstlerisch zu betätigen beginnen. Der einstündige Weib nur, welches das Haupt des Täufers begehrte, sondern die

gewante Vortrag fand reichen Beifall, ebenso, wie drei Gedichte des Männerverderberin, die den schmachtenden Jüngling, den lüsternen

Herrn Felir Dörmann, „Was dann?“ „Die Willis" und Greis um den Kopf, um alles bringt. Leider haben wir hier nicht

„ein Abschied“, die der Dichter selbst mit großer Lebendigkeit und das aus verschiedenfarbigen Marmor zusammengesepte Original,

rezitatorischer Begabung vortrug. sondern nur das gipserne Hilfsmodell vor uns. in dem Gips aber

Zum Schluß las Herr Mar Hoffmann außerordentlich drastisch wollen die eingesepten Bernstein - Augen nicht redit wirken; daher

und wirkungsvol cine berliner Skizze „Der heilige Ehestand“ möchte ich mit einem Ilrteil, bis ich die echte Arbeit sche, ausseßen.

von Hugo Gerlach. Die kleine, fast ganz in berliner Jargon ges schriebene Studie zeugt von scharfer Beobachtungsgabe und entschiedener

dramatischer Anlage mit kräftiger humoristischer Färbung. Wir werden Hermine von Preuschen hat bei Gurlitt ausgestellt. Sie

von dem jungen Autor, der auf vielseitiges Begehren freudestralend gab ihr alles hin und entblößte sich selbst von dem Dürftigsten.

auf dem Podium crschien, bald noch mehr hören. Durch die Zeitungen hat sich die Dame bekannt genug gemacht, um dem Sunsthändler ein gewisses Interesse zu bieten. Sie ist eine ansehbare Blumenmalerin mit einem dekorativen Talent von pers fönlichem Stil, wenn sie sich beherrscht. Aber leider läßt sie sich

Steinungs-Austausch. hinreißen, auch Bilder zu malen. Ihr Auge hat jedoch einen Defekt; es sieht nur auf zwei Dimensionen; ihm fehlt die räumliche

Es ist wirklich schade, daß manche recht gute Einrichtungen auch

ihre höchst bedenklichen Schattenseiten haben. Vorstellung. Stüdchen an Stüdchen fantasirt sie ihre wandhohen

Wir sind bei den Vortragsabenden gewohnt, daß ab und zu Bilder zusammen, die nun miteinander auch nichts anderes als Dichter ihre eigenen Geisteswerfe vortragen. Wir haben also den Stillleben geben, und keine ersten Ranges, weil die Farbens scheinbar doppelten Vorteil, daß wir für das Werk wic für die Pers stimmungen einander neben- nicht untergeordnet sind. Bei dem

sönlichkeit des Dichters intercjjiert werden. Nun ist aber die große großen Delgemälde „Lebenssphinx“ muß fich Frau von Preuschen

Frage: habe i ch von einem solchen Vortrage den gröstmöglichen Ges

muß? lind ich muß antworten: nein! sehr viel gedacht haben; denn sie hat eine Gebrauchsanweisung bes Die wenigsten Dichter sind auch gute Vorleser. Gewöhnlich steht sonders hierzu gedichtet, deren leßter Vers lautet: „Wozu? es ist {chon ihre Gestalt mit dem Inhalt der Dichtung in grellem Widerumsonst, es ist vergebens.“ Ich fühle mit ihr.

{pruch. Die Modulationsfähigkeit ihres Organs entspridit nicht den feinsten Abtönungen ihrer Poesie. Das Furchtbarste aber ist die

Gestikulation. Es ist ganz unglaublich, was hier gesündigt wird und Wie ein Talent, das seine Grenzen fennt, zu erfreuen vermag

was man dem Hörer zumutet. ind in verständiger Beschränkung feine Meisterschaft zeigt, dessen

Ein Dichter, den ich in einsamen Stunden licb gewonnen habe,

tritt auf die Rednerbühne. Er spricht. Ich sehe nur ihn; alles andere wird man belehrt durch eine Anzahl Radirungen landschaftlicher verschwimmt in unbestimmten Ilmrissen. Meine Nerven lauschen ges Motive aus der engeren und weiteren Ilmgebung Noms, aus dem spannt der Didtung. Ta macht der Autor eine Sandbewegung, da Sabiner-Gebirge, aus Sizilien. Hermann Hirzel fennt das

macht er sie noch einmal; ich sehe auf die Hand, ich verfolge die Hand, Land, dessen liebliche Farbenpracht Däwald Achenbach, und dessen

da wieder und wieder diejelbe mechanische Bewegung. Da ein Lächeln

an unrechten Ort. Da ein verunglücter Augenaujfchlag. Seine Worte wilde Bodengestaltung der alte Preller mit romantischen Ueber klingen fern und immer ferner an mein Ohr. Ich höre sie noch, treibungen oft genug darstellten, und schildert es, wie er es alle aber fühle fie nicht mehr. Gespannt sehe ich auf sein duge, sein Tage sah und belauschte, nicht als den klassischen Boden, in dem die

Lachen, seine Hand. Ich höre nichts mehr. Nur die Angst, die steiTrümmer tausendjähriger Pracht begraben sind, sondern schlicht und

gende Angst, daß er, den ich lieb habe, lächerlich wird. Und neben

mir höre ich Räuspern, dort cynisches Lächeln, hier spöttische Uebereinfach, als Einer, der die italienische Reisestimmung mit der eifrigen legenheit. Borbei, vorbei. Dann lautes Klatschen. Weshalb? Der Sucht nach offiziellen malerischen Erlebnissen bereits überwunden hat. Dichter ist mir entwürdigt. Sein Gedicht hab ich nicht gehört, nicht Die sechs Rahmen umfassen die Arbeit cines Jahres und lassen eine für

verstanden. diese knappe Zeit erstaunliche Entwiđelung in aufsteigender Linie

Ist es recht, an dieser Lächerlichkeit einen Dichter auszufeßen?

Ist es recht, mir den fünstlerischen Genuß zu rauben? Wenn jener erfennen. Die einzige große bildmäßige Radirung: „ Rloster San der Macht seiner Persönlichkeit auf die Zuhörer nicht ganz gewiß Benedetto bei Subiaco“ giebt in starken Gegensäßen eine große ist, so verzichte er lieber auf den Verzug. selbst vor das Publikum Stimmung, die durch gute fünstlerische Mittel erzielt ist. Die

zu treten. Er schadet nur sich und seiner Dichtung. Fauptsächlich Radirungen Sirzels haben eine sehr persönliche Handschrift; man

aber sollten Lyriker, die ihr Bestes, ihr innerstes Seelenleben der

Menge enthüllen, die mit ihrem Herzblut jedes Wort geschrieben haben, darf auf weiteres gespannt sein.

F. F. die Interpretation ihrer Gedichte lieber anderen überlassen.

Franz Stocdiner.

Litteratur-Tafel.

2. Jah

IX. Naturwissenschaftliche Disciplinen.

Erscheinungen, bekannt gegeben im Dezbr. 1893 u. Jan. 1894. — Besprechung einzelner ber aufgeführten Positäten bleibt borbehalten. VIII. Seschichte und Kulturgeschichte.

Darwin, 5.: Charles Darwin. Bein Leben, dargestellt in einem autobiograph.

Capitel u. in c. ausgewählten Reihe seiner veröffentlichten Briefe. Forsg. v. Bindings Foandbuch der Deutschen Rechtswissenschaft. Erste Abteilung, dritter

seinem Sohne S. D. Autoris. deutsche Ausg: Aus dem Englischen übert. o. Teil ū. erste Abteilung, siebenter Ceil, 1. Bd.' Leipzig, Duncker & Humblot.

J. V. Carus. gr. 8°. VIII, 386 6. m. Bildnis u. Schriftprobe. Stuttgart,

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Bibl. d. Oef. Litt. 714-22).'lsalle, sendel. gierungsantritt Sriedrichs des Großen. 1648-1740. Von B. Erdmannsdörffcr. hoabberton, J.: Großgewordene Kinder. Sumoresken. 12o. 112 6. Srank. 2. Bd. 8. 433-527. Ilamen: und Sachregister v. 0. Henne am Rhạn. furt a. O., Faugo Andres & Co. III. kauptabt. 6. 1-64. Berlin, G. Grote.

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Dr. M. Winternitz in Orford. go. (Der letzte (4.) Band erscheint im nächsten foaffter, Dr. 6.: Georg Jenatich. Ein Beitrag zur Geschichte der Bündner

Jahr unter dem Titel „Cheosophie“ oder „phnsiologische Religion".) Leipzig, Tirren. Ein starker Band. gr. 8o. 552 6. Davos, raugo Richter.

Engelmann. Sonne, o. am_Rhnn: Geschichte des Mittertums. 80. ca. 200 6. mit ca.

i romanes, George John: Eine kritische Darstellung der Weismannichen Theorie, 300 Jdustr. Das Werk erscheint als 3. Band der illustr. Bibliothek dor kunst

Mit Bewilligung des Verfassers aus dem Englischen übersetzt von Dr. Karl und Kulturgesch. Leipzig, p. Sriesenhahn.

Siedler. Mit dem Bildnis August Weismanns. 80. Leipzig, Engelmann. Jahueskelin optie der Geschichtswissenschaft. Im Auftrage der histor. Gesellschaftswan, annie.siPrüfungen, eine Eheftandsgesch. (€. Edert). S. 134. Bgn. zu Berlin herausgeg. von Dr. J. Jastrow. XV. Jahrg. gr. 8°. Berlin,

Leipzig, Deichert. R. Gaertner.

Į Tennnion, 2.: Anlmers Seld. Deutsch u. 16. Griebenow. 12o. 49 8. Falle, Janfien, I.: Geschichte des deutschen Volkes seit dem Ausgang des Mittelalters.

Gesenius. 7. Bd. gr. 8°. 2. Kulturzustande des deutschen Volkes seit dem Ausgang -: Balladen und Inrische Gedichte. Uebertragen von 5. don farbou. Miniatur. des Mittelalters bis zum Beginn des 30 jährigen Krieges. 3. Buch. Schulen Sormat. Charlottenburg, Brandner. und Universitäten. Wissenschaft u. Bildung bis zum Beginn des 30 jährigen Krieges. Ergänzt u. herausg. d. L. Pastor. 1. - 12. Auft. XLVII, 060 8.

Yeats, w. B.: Märchen aus Jrlands Gauen. Aus d. Engl. übers. 0. E. Jacobi. Sreiburg i. B., Serder.

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Aus dem Sranzösisch en. eigenen Erinnerungen. 2 Bde. gr. 80. VII, 194 u. V, 258 8. mit 4 Photo: Degre, A.: Blaues Blut. Roman. 191 6. Collection hartleben. Eine Aus. grav. 1 Chromolith. B0. Jahrg. München, T. A. Beck.

wahl der hervorragendsten Romane aller Nationen.

15. Bd. Mitteilungen aus der histor. Litteratur. foerausgeg. von der histor. Gesell:

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Lindau. Stuttgart, J. Ongelhorn. Ronal 8o. Leipzig, Duncker & Sumblot.

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non E. Kirchner. Autorif. Ausg. mit 14 Sarbendr.:Bildern u. 2 Caf, sowie burger Zeitung. gr. 8°. Etwa 20 Bgn. "Duncker & Humblot.

mit einer Vorrede von €. Pritchard. 80. XII, 312 6. Beilin, Cronbach. Spamers illustr. Weltgeschichte. VI. Bd. Leipzig, Otto Spamer.

Maupassant: Jur linken Sand.? Novellen. (Neuer Bücherschatz). 1. Beric. Zeitschrift für Kulturgeschichte. Herausg. von Dr. Georg Steinhausen. 1..Bd.

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Srankfurt a. O., Hugo Andres & Co.
Renau, E.: Geschichte des Volkes Israel. Deutsche autoris. Ausg., übers. von

E. Schaelskn. II. Bd. gr. 8°. IV, 511. 8. Berlin, Biegfried Cronbach.
! Ribot, Ch.: Der Wille. Pathologisch-pinchologische Studien von Dr. phil. S. Th.

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Deutsche Verlags-Unstalt. Jahrbb.) gr. 80. 32' S. Seidelberg, Gustav koester.

Aus dem Italienisch en. Tseert, Dr. h.: Die Prinzipien der Mechanik im ncuen õusaminenhang dargestellt. Capuana, L.:. Das heutige Sizilien, übersetzt von 9. Ruhemann. 8°. 99 8. Etwa 20,Bgn. Leipzig, Johann Ambrosius Barth.

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von Dr. C. Mühling. Berlin, Hüttig. Bieders, 10.: Amerika. Eine allgemeine Landeskunde. In Gemeinschaft mit Lombroso, C. u. 6. Serrero: Das Weib als Derbrecherin und Prostituirte.

t. Deckert u. 10. Kükenthal hrsg. 13. (Schluß-)iseft. Lef.:8. XII und Anthropologische Studien, gegründet auf einer Darstellung der Biologie und 6. 593-687 m. Abbildgn., 1 Holzschn. Taf. u. 1 farb. Kart: Leipzig. Biblio. Pinchologie des normalen Weibes. Uutoris. Uebers. von A. Rurella. Mit praphisches Institut.

7 Caf., 18 Tertillustr. u. dem Bildnisse C. Lombrosos. gr. 8°. XVI, 590 6.

Hamburg, Verlagsanstalt 4.-6.
Rovetta, 6.: Dorina. Schausp. Ueberí. u. für die deutsche Bühne eingerichtet

von 6. Eisenschütz. 70 8. Univ.:Bibl. 3138. Leipzig, Relam.

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III. Welt schönheit. Versuch einer allgemeinen Aesthetik. 12o. VIII, 223 6. 1Dien, Karl sonegen.

Aus dem Spanischen. Lorm, ss.: Die Muse des Glücks und Moderne Einsamkeit. Zwei Beiträge zur

Cervantes de Saavedra, m.: Leben u. Taten des scharfsinnigen Edlen Don Lebensphilosophie. 2. Aufl. 12. 78 6. Dresden, foeinrich Minden.

Quijote v. der Mancha. Aus dem Span. neu bearb. v. t. d. IDolzogen. Mit

Illustr. v. 6. Doro. 5. Aufl. 2. Bd. VIII u. 6. 321-384. Leipzig, Th. Anaur. Erkenntnistheorie,

Enciso, Don X. de: Der Prinz o. Asturion. Traueríp. Sür die deutsche Bühne 6tarkenburg, heinz: Die Wertung der Persönlichkeit. Bausteine zu einer

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drowitsch von Rußland 1800 - 1891. Im Auftrage Br. kaiserl. hoheit verfaßt

von Sürst 6. Uchtomskij. Aus dem Russischen übersetzt von Dr. Fermann hoamun, K.: Mnsterien. Roman. Einzig autoris. Uebersetzg. aus dem llorwea.

Brunnhofer. Leipzig, S. 21. Brockhaus. don M. d. Borch. 8°. 408 6. Paris und Köln, Albert Langen.

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versehen v. L. Ssenesi. 8". 120 6. Stuttgart, Adolf Honz. d. Th. 163pfner. gr. 8o. 2:5 u. 274 6. Berlin, Georg Reimer, 157

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X. Philosophie und Pädagogik.

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mener, Dr. Joh. Georg: Telaetia oder der Weltknoten. Versuch einer modernen

XI. Kebersetzungen.

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Verantw. Otto le uman!!!Hofer, Berlin. l'alca dor 11111on Deutide Verlagsgrjellschaft, Berlin und Stuttgart. - Dedruckt von der Buchdruckerei im

Budhändlerhaus liviher : R. Beních), Frilir. Dauerstraße 0 ii. Wilheīnīstraße 47, Ausgang C. Ez pedition: Sriedrichstr. 202. Berlin 6m.

* für Sifferatur.

1832 begründet

von Joseph Lehmann.

Herausgegeben von Otto Neumann-Foofer.

Redaktion: Berlin W., Lükow: Afer 13.

Unton
Deutsche Derlags-Gesellschaft

Berlin u. Stuttgart.

Ersdeint jeden Sonnabend. Preis 4 Mart vierteljährlich. Bestellungen werden von jeder Buchhandlung, jedem Postamt (Ir. 3589 der Postzeitungsliste), sowic vom Verlage des Magazin" entgegengenommen. Anzeigen 40 pfg. die dreigespaltene Petitzeile.

and Preis der Einzeinummer: 40 Plg. so

63. Jahrgang.
Berlin, den jo. Sebruar 1894.

Mr. 6. Auszugsweiser Nachdruck sämtlicher Artikel, außer den novellistischen und dramatischen, unter genauer Quellenangabe gestattet.

Ilnbefugter Paclidrucli wird auf Grund der Gesetze und Verträge verfolgt. Inhalt: Litteratur, Wissenschaft und öffentliches Leben: Friedrich Nietzsche: lleber die Zukunft unserer Bildungs-Anstalten. Vierte

Rede. Sp. 161. Thomas A chelis: Anthropologische Rundschau. Sp. 166. Georg Freiherr von Ompteda: Voßstr. 86. (Schluß). Sp. 177. Felir Poppenberg: Halbes Amerikafahrer im „Neuen Theater“. Sp. 181. – Ernst Heilborn: Götts

Verbotene Friichte“ und Gummpenbergs „Minnefönigin“ im Schauspielhaus. Sp. 182. Gerhard Romberg: Sudermanns

Heimat in Wien. Sp. 183. — Harald Hanien: (Gunnar Heibergs neue Schauspiele. Sp. 185. · Litterarische Chronit. Sp. 185. Nust: U. R.: Musikalische Chronit. Bildende Kunst: A. (. Meyer: Mar Klingers Brahma-fantasien. Sp. 170. Mar Schmid: Chronik der bildenden Künste. Sp. 188. Freie litterarische Gesellschaft zu Qamburg. A113 eigen.

Von

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Ueber die Zukunft unserer Bildungs-Anstalten gegen die Verführungen jener fragwürdigen Kultur Sachs, im Auftrag der

Aige und Ohr stumpf zu machen“. Der Philosoph hatte „Akademischen Gesellschaft“ in Vajel gehaltene, öffentliche Reden. aufmerjam gemacht, die in den Kerne einer Kultur ein

vor allem seinen Begleiter auf die feltjame Entartung

getreten sein muß, wenn der Staat glauben darf, sie zu Friedrid) gietsde.

beherrschen, wenn er durch sie Staatsziele erreicht, wenn cr, mit ihr verbündet, gegen Feindselige andere Mächte

ebensowol als gegen den Geist anfämpft, den der PhiloVierter Vortrag.

joph den „wahrhaft deutschen" zu nennen wagte. Dieser Gehalten am 5. März 1872.

Geist, durch das edelste Bedürfnis an die Griechen ge

kettet, in schwerer Vergangenheit als ausdauernd iind Meine verchrten Zuhörer!

mutig bewährt, rein und erhaben in seinen Zielen, durch Nachdem Sie bis hierher meiner Erzählung getren- : seine Kunst zur hödysten Aufgabe befähigt, den modernen lich gefolgt sind und wir gemeinsam jenes einjame, ent | Menichen vom Fluche des Modernen zu erlösen legenic, hier und da beleidigende Zwiegespräch des Phi- dieser Geist ist verurteilt, abseits, jeinem Erbe entfremdet losophen und seines Begleiters überwunden haben, muß 311 leben: wenn aber seine langsamen Klagelaute durch ich mir Hoffnung machen, daß Sie nun auch, wie rustige die Wüste der Gegenwart schallen, dann erschridt die Schwiminer, die zweite Hälfte unserer Fahrt zu über- überhäufte und buntbehängte Bildungskarawane dieser stehen Lust haben, zumal ich Ihnen versprechen kann, Gegenwart. Nicht nur Erstaunen, sondern Schreden daß auf dem kleinen Marionettentheater meines Erleb- ' follen wir bringen, das war die Meinung des Philoniffes jetzt einige andere Puppen sich zeigen werden und fophen, nicht scheu davor z11 flichn, sondern anzugreifen daß überhaupt, falls Sie nur bis hierher ausgehalten war sein Rat: besonders aber redete er seinem Begleiter haben, die Wellen der Erzählung Sie jetzt leichter und zu, nicht zu ängitlich und abwägend an das Individuum schneller bis zu Ende tragen sollen. Wir sind nämlich zu denken, aus deni, durch einen höheren Instinkt, jene jeßt bald an einer Wendung angelangt: ind um so rat- Åbneigung gegen die jebige Barbarei hervorströmt. jamer möchte es sein, uns deffen niod) einmal, mit kurzem „Mag es zu Grunde gehn: der pyythische Gott war nicht Rückblic, zu versichern, was wir aus dem so wechsel- , verlegen darum einen neuen Dreifuß, eine zweite Puthia reichen Gespräch gewonnen zu haben meinen,

31 finden, so lange überhaupt der mystische Dampf noch „Bleibe an deinem Puslen“, so sdien der Philosoph aus der Tiefe quoll“. seinem Begleiter zuzurufen: „denn dii darfst Hoffnungen Von neuem erhob der Philosoph feine Stimme: hegen. Denn immer deutlicher zeigt es sich, daß wir „Merkt es wol, meine Freude, sagte er, uziveierlei dürft“ feine Bildungsanstalten haben, daß wir fie aber haben ihr nicht verwechseln. Sehr viel inuß der Mensch lernen, müssen. lInsere Gymnasien ihrer Anlage nach zu diesem um zu leben, um seinen Kampf ums Dasein zu kämpfen: erhabenen Zwecke prästabilirt, sind entweder zu Pflege- aber alles, was er in dieser Absicht als Individuum ftätten einer bedenklichen Kultur geworden, die eine · lernt und tut, hat noch nichts mit der Bildung zu wahre d. h. eine aristokratische, auf eine weise Auswahl schaffen. Diese beginnt im Gegenteil erst in einer Luftder Geister gestüşte Bildung mit tiefen Hasse von sich i ichicht, die hoch über jener Welt der Not, des Existenza abwehrt: oder sie ziehen eine mifrologische, dürre, aber kampfes, der Bedürftigkeit lagert. Es fragt sich nur, ļedenfalls der Bildung fernbleibende Gelehrsamkeit auf, : wie sehr ein Mensch sein Subjekt neben anderen Subderen Wert vielleicht gerade darin besteht, wenigstens i jeften schäßt, wie viel er von seiner Kraft für jenen

individuellen Lebenskampf verbraucht. Mancher wird | ja so geboren wie möglich ist, dürfte dort ein freventbei einer stoisch - engen Ilmschränkung seiner Bedürf- liches Unrecht sein. nisse, sehr bald und leicht in jene Sphäre sich erheben, „Ich will cuch, meine Freunde, ein Beispiel geben: in der er sein Subjeft vergessen und gleichsam ab- Wolli ihr einen jungen Menschen auf den rechten Bilschütteln darf um min in einem Sonnensystem zeitloserdungspfad geleiten, jo hütet euch wol, das naive, z11und impersönlicher Angelegenheiten fich ewiger Jugend trauensvolle, gleichsam persönlich-unmittelbare Verhaltzi1 erfreuen. Ein anderer dehnt die Wirkung und die nis desselben zur Natur zii stören: zu ihm müssen der Bedürfnisse seines Subjefts so in die Breite und baut | Wald und der Fels, der Šturm, der Geier, die einzelnie in einem so erstaunlichen Maße an dem Mausoleum Blume, der Schmetterling, die Wiese, die Bergeshalde dieses seines Subjefts, als ob er jo im Stande jei, im in ihren eignen Zungen reden, in ihren muß er gleichRingkampfe den ungeheuren Gegner: die Zeit, 311 über- | fam sich wie in zahllosen auseinandergeworfenen Refleyen winden. Auch in einem folden Triebe zeigt fid) ein und Spiegelungen, in einem bunten Strudel wechselnder Verlangen nach Unsterblichfeit: Reichtum und Macht

, Erscheinungen wiedererkennen; so wird er unbewust das Silugheit

, Geistesgegenwart, Beredjamkeit, ein blühendes metaphysische Einssein aller Tinge an dem großen GleichAnsehen, ein gewichtiger Name – alles sind hier uur nis der Natur nachempfinden und zugleich an ihrer Mittel geworden, mit denen der uncriättliche periönliche ewigen Beharrlichkeit und Notwendigkeit sich selbst be Lebenswille nach neuem Leben verlangt, mit denen er nach wuhigen. Ober wie vielen jungen Menschen darf es geeiner, zuleßt illusorischen Ewigkeit lechzt.

stattet sein, jo nahe und fast persönlich zur Natur ge„Aber selbst in dieser höchsten Form des Subjefts, eine andere Wahrheit lernen: wie man die Natur sich

stellt heranzuwachsen! Die anderen müssen frühzeitig auch in dem gesteigertsten Bedürfnis eines solchen crweiterten und gleidhjam follektiven Individuums giebt unterjocht

. Hier ist es mit jener naiven Metaphyfit zu es noch keine Berührung mit der wahren Bildung: und Geologie, die morganische Chemie zwingt ihre Jünger wein von dieser Seite aus 3. B. nach Kunst verlangt wird, so fommen gerade nur die zerstreuenden oder

zu einer ganz veränderten Betrachtung der Natur. Was

Durch dicie neue angezwungene Betrachtungsart verloren stimulirenden ihrer Wirfungen in Betracht, also die

gegangen ist, ist nicht etwa eine poetische Fantasmajenigen, welche die reine und erhabene Kunst am

gorie," jondern das instinftive wahre und einzige Verwenigsten und die entwürdigte und verunreinigte am

ständnis der Natur, an desjen Stelle jetzt ein fluges Denn in seinem gesamten Berechnen und lleberlisten der Natur getreten ist. So Tun und Treiben, so großartig es sich vielleicht für den ist dem wahrhaftig (Bebildeten das unschätbare Gut verBetrachter ausnehmen mag, "ist er doch niemals seines liehit, ohne jeden Bruch den beschaulichen Justinkten begehrenden und rastlojen Subjekts ledig geworden: jeiner Sindheit treu bleiben zu können, und dadurch zu jener erleuchtete Aetherraum der subjektfreien Kontem

einer Ruhe, Einheit, 311 cinem Zusammenhang und Einplation flieht vor ihm zurück – und darum wird er,

flang 311 kommen, die von einem zum Lebenškampf er mag lernen, reisen, sammeln, von der wahren Bildung Herangezogenen nicht einmal geahnt werden fönnen. in ewiger Entfernung und verbannt leben müffen.

„Glaubt also ja nicht, meine Freunde, daß ich Denn die wahre Bildung, verschmäht es, sich mit dem : user'n Realichulen und höheren Vürgerschulen ihr Lob bedürftigen und begehrenden Individuum 311 veruna

verfümmern will: ich ehre die Stätten, an denen man reinigen: sie weiß demjenigen, der sich ihrer als eines

ordentlich rechnen lernt, wo man sich der VerkehrsMittels zii egoistischen Albjidjien versichern möchte, weis: lich zu entschlüpfen: und wenn sie gar einer festzuhalten : prachen bemächtigt, die Geographic ernst nimmt und

sich mit den erfiaunlichen Erfenntnisjen der Naturwissenwähnt, um un ciwa einen Erwerb aus ihr zu machenichaft bewaffnet. Ich bin auch gern bereit zuzugeben, und seine Lebensnot durch ihre Aušnuzung zu stillen, daj; die auf den beijeren Realschulen mjerer Tage Vordann läuft sie plötzlich, init innhörbaren Schriteit und

bereiteten vollkommen zit den Ansprüchen berechtigt sind, mit der Miene der Verhöhnung fort.

die die fertigen Gymnasiasien 311 machen pflegen, und „Also, meine Freunde, verwechielt nie diese Bildung, die Zeit ist gewiß nicht mehr fern, wo man' derartig diese" zartfüßige, verwöhnte, ätherische Göttin, mit Geschulien die Universitäten in die Staatsämter überjener imbarci Magd, die sich mitunter auch die all ebenso immschränkt öffnet, wie bisher nur den Zög„Bildung“ nennt, aber nur die intellektuelle Dienerin lingen des Bismunasiums – wol gemerkt den Zöglingen und Beraterin der Lebensnot, des Erwerbs, der Bedürf- des jetzigen Gymnasiums! Diejen" schmerzlichen Nachsatz tigkeit ist. Jede Erziehung aber, welche an das Ende fann ich aber nicht imterdrüđen! Wenn es war ist, daß ihrer Laufbahn ein Amt oder einen Brotgewinn in Reilschule und Gymnasium in ihren gegenwärtigen Aussicht stellt, ist keine Erziehung zur Bildung, wie wir Zielen im Ganzen so einmütig sind und nur in so zarien sie verstehen, sondern nur eine Anweisung, auf welchem Linien von cinander abreicheni, im auf eine volle GleichWege man im Kampfe um das Dasein sein Subjeft berechtigung vor dem Forum des Staates rechnen 311 rette und schüße. Freilich ist eine solche Anweisung für fönnen - jo fehlt us fomit cine Species der Erdie allermeisten Menschen von erster und nächster Widh: | ziehungsanstalten vollständig: die Spezies der Bildungstigkeit: und ie schwieriger der Kampf ist, um so mehr ausalten! Dies ist an wenigsten ein Vorwurf gegen die muß der junge Mensch lernen, um so angespannter muß Realschulen, die viel niedrigere, aber höchit notwendige er seine Sträfte regen. Nun aber glaube niemalid, daß Tendenzen eben so glüdlich als ehrlich bisher verfolgt die Anstalten, die ihn zu diesem Kampfe auspornen und haben; aber viel weniger ehrlich geht es in der Sphäre befähigen, irgendwie in ernstem Sinne als Bildungsan- des Gimnasiums zu," auch viel weniger glücklic: denn stalten in Betracht kommen könnten. Es sind Institu- hier lebt etivas von einem instinktiven Gefühl der Betionen zur Ueberwindung der Lebensnot, mögen sie nun schämung, von einer unbewuften Erkenntnis, daß das versprechen, Beamte oder Kaufleute, oder Lffiziere, oder ganze Justituit schmählich degradirt sei und daß den flangGroßhändler, oder Landwirte, oder Aerzte, oder Techniker vollen Bildungsworten kluger apologetischer Lehrer die zu bilden. Für solche Institutionen gelten aber jedens barbarisch öde und sterile Wirklichkeit widerspricht. Also falls verschiedenartige Gesetze und Maßstäbe als für die es giebt keine Bildungsanstalten! lind dort, wo man Errichtung einer Bildungsanstalt; und was hier erlaubt, I deren Mienei wenigstens noch erhenchelt, ist man hoff

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