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theater. Berlin.
Ä Marco: „Der Erbe“ (l'Erete). Mit
Erfolg ausgeführt. Teatro Gerbino. (Turin).
hangabé: „Die Herzogin von Athen“ Erf. aufgef. in Lübeck,
(Stadttheater).
Reuling, C. G.: „Der Mann im Schatten“. Komödie.
Angenommen, Deutsches Theater. (Berlin).
Sardou, Vict.: Madame Sans-Géne. Komödie, 4 Akten
und Vorspiel. Aufgeführt, Lessingtheater. (Berlin),
Schabelski, E. v. Gisela. Schauspiel. Neues Theater. (Berlin).
Schaumberger, F.: „Die neue Ehe“. Angen, München.
Hoftheater. -
Schönthan, Fr. v. und Gustav Kadelburg: „Der Herr
Senator. Erfolgreich aufgef, Deutsches Theater. (Berlin),
Siking, Fr.: „Beatrice“. Histor. Drama. Erfolgreich aufgeführt,
Mannheim. Hoftheater.
Stempel, M: „Licht. Aufgef, Neues Theater. (Berlin).
Staack, S.: „Die Else vom Erlenhof“. Volksstück, 5 Aften.
Greg aufgef, Hamburg. Volkstheater.
olters, Wilh. und Karl Gjellerup: „Eine Million“.
Drama. An die Bühnen versandt.
Kopenhagen.

Schauspiel.

Angenommen, Dagmartheater.

X-
z-

Vor dem Oberverwaltungsgericht wird ein neuer Prozeß in Sachen der „Weber“ zum Austrag kommen. Das Gericht hatte das Stück für das „Deutsche Theater“ in Berlin freigegeben. Dem „Lobe Theater“ in Breslau hat der dortige Polizei-Präsident die Aufführung untersagt in anbetracht dessen, daß das Stück auf schlesisches Publikum unmittelbarer wirken würde. Dr. Richard Grelling wird auch die neue Klage bei dem Oberverwaltungsgericht führen.

Der wiener Stadtrat hat drei Raimund - Preise zu je 1000 Gulden ausgesetzt. Jedes zweite Jahr soll ein Preis am Eröffnungstage des Raimund-Theaters dem besten dort aufgeführten Volksstück Ä werden. Zwei Delegierte des Gemeinderats sowie zwei Vorstands-Mitglieder der Schiller-Stiftung werden das Komité bilden. Ossenbar beabsichtigt der wiener Stadrat vor allen Dingen das neue Theater zu kräftigen. Wird bei diesem Verfahren das wirklich beste Volksstück ausgezeichnet, so ist das glückliche Fügung.

P. -,
X-

Ein Hering liebt eine Auster . . . . Möge es Scheffel nicht für ein freventliches Attentat halten, wenn ein Philologe sich erdreistet, eines seiner prächtigsten Stücke, das Heringslied, in die Behandlung zu nehmen und ihm gar einen Vorgänger nachzuweisen, bei dem des guten Herings Stelle ein armseliges Mäuschen einnimmt. Milderungsgrund für dies Unterfangen mag sein, daß auf diese Weise zwei niedliche Gedichte des sechszehnten Jahrhunderts Ä ersten Male wieder seit ihrem Erscheinen gedruckt und so eigentich erst bekannt werden.

Zwei Jahrtausende müssen wir uns zurückversetzen, in eine Zeit, wo man freilich auch die Natur betrachtete, auch mit Vorliebe die Tiere und Pflanzen in allen ihren Lebensäußerungen beobachtete und, was man Seltsames gesehen, in kleinen Erzählungen und Gedichten den anderen berichtete, aber doch noch nicht dazu gelangt war, sentimentale Liebschaften den Tieren anzudichten, sie gar nach einem Kusse sehnsüchtig schmachten zu lassen. In dieser Zeit nun, in der ersten Hälfte des ersten christlichen Jahrhunderts lebte in Rom ein Dichter Antiphilos aus Byzanz, von dem wir eine ganze Anahl Epigramme besitzen, die sich auf Vorgänge in der Natur, in er belebten wie in der unbelebten, beziehen. So weiß er auch folgendes von einem gefräßigen Mäuschen zu erzählen: „Einit sah der alles beleckende Vielfraß, im Haus umherschleichend, ein Müschelchen, wie es die Schalen lüftete, hurtig knuspert er an dem herausguckenden vermeintlichen Fleische. Aber, o weh! Es klappte das kalkscherbige Schneckengehäus und schlug vor Schmerzen zusammen. Ach, so hast du dir nun, im unentfliehbaren Kerker Tod und Begräbnis zugleich, naschhaftes Mäuslein, ernagt.“ Mit Behagen haben die lateinischen Poeten der Renaissance dieses kleine Geschichtchen übersetzt, ja Andr. Alciato (1492–1558) hat es der Ehre gewürdigt, es seinen bekannten lateinischen Emblemen (1534) einzuverleiben, die, mit bemerkenswerten Holzschnitten versehen, unzählige Male aufgelegt wurden im sechszehnten, aber auch noch im siebenzehnten Jahrhundert. Während der erste Holzschneider noch nicht wagte, den schwer darstellbaren Vorgang zu illustriren, vielmehr naiverweise einfach ein Mäuschen in einer hölzernen Falle darstellte, haben alle Ä das wunderbare Ereignis an die Meeresfüste verlegt und in eine besonders große Auster den Delinquenten schlüpfen und dort, im dunklen Kerker, sein armes Leben beschließen lassen.

Aber nicht nur der Illustration ist so das Gedichtchen teilhaft

geworden, auch die Uebertragung in deutsche Reime ist ihm früh

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