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Ringen, sondern nur von den fabelhaften Erfolgen dieses wird vom Regenbogen der sanften Gefühle“ geschwärmt, Glückspilzes hören, so gratuliren wir ironisch zu der Pro- „Friedenstäubchen" flattern, „Jungfrauen von lieblicher Biltektion, die ihm sein Erzeuger und Verfasser angedeihen dung" schweben wie „Sylphiden“. Liebhaber und Liebläßt; daß wir aber für ihn bangen, mit flopfendem haberin machen ihr Balancez mit porzellanener RokofoHerzen seine Laufbahn verfolgen und schließlich seine ziererei

. Freude und seinen Triumph teilen, das kann man nicht Er spricht zu ihr: „ich liebe dich und harre der mehr von uns verlangen.

gleichen Worte von deinen Lippen", und in geDaß Wilbrandt übrigens doch auch lebendig und leb. schraubter Bildersprache fosen sie miteinander — précieux haft schildern kann, davon zeugt die frisch angeschaute und ridicules. In dieser antiquirten Rumpelkammermusik ermit Liebe und Laune gezeichnete Gestalt des Raisonneurs tönen übrigens auch kriegerische Weisen. Gottschali bläst Martin; dieser lustige Rat und Dornenpfadfinder täuscht etwas verspätet und wenig lungenkräftig den bösen Moangenehm über die konventionellen und blaffen Weggenoffen dernen den Marsch. llm nun die guten Leipziger vor hinweg.

diesen Bilderstürmern recht eindringlich zu warnen, liefert Reinen solchen Tröster weist denen, die in Romanen er ihnen ein Musterereniplar der verworfenen Rasse zur Menschen suchen, ein anderes Weltanschauungskompendium gefälligen Kenntnisnahme. Es ist sehr erheiternd, wie sich auf: des Freiherrn Karl von Perfall dreibändiges Gottschall einen echten Modernen vorstellt

, er gleicht fast Werf , Verlorenes Eden – heiliger Gral"). Auch dem Bild, daß sich die Franzosen von 70 von dem hier pedantische Durchführung eines in der Vorrede weit- preußischen Ulan machten: jolch moderner Dichter ist schweifig und schwülstig annoncirten Themas: „Die Größe schlimmer als „ein Lumpensammler“ und der „Kot ist iind Schönheit des finnlichen Idealismus fou entwickelt ihm die Hauptsache.“ werden".

Ein großes Personal ist aufgeboten, aber nicht eine Person wächst über die Fimftion hinaus, ein illustrirendes Weniger erheiternd ist es, wenn in einer Zeit, wo Musterbeispiel für einen abstrakten Satz zu sein. Der man des langen Haders müde ward, ein jo ftarfes und Saß ist die Hauptsache, der Mensch Nebenjache. Aud) eigenes Talent, wie Hans Hopfen, sich murrend auf die von diesein Roman gilt: im Anfang war das Wort, aber Bank der Groller schiebt und von hier aus wenig woldas Wort ist nicht Fleisch geworden. Eine pathetische riechende Geschoffe auf imaginäre Feinde schleudert. Sein Erotik herrscht in dem abstrakten Werf, dem der geschraubte Glänzendes Elend "4) gleicht früher geschriebenen Titel wol ansteht.

Tenzonen gegen die Jungen darin, daß die bekämpfte Beffer jedenfalls als der ursprünglich geplante: „Der Richtung durch eine übertrieben karrifirie Persönlichfeit neue Liebesgarten“, denn die Paare, die hier züchtig und vertreten wird, daß Extreme befämpft werden, in die zuchtlos in der Liebesquadrille tanzen, haben nicht das vielleicht mal ein einzelner fich verloren, die aber Gepräge eines fleischfrohen Rubens, sie sind schemenhafte jeßt, wo der rasende Roland blind gegen fie anGestalten, mit langen Spruchzetteln aus dem Munde. Sie fürmt, gar nicht mehr vorhanden find, sodaß es ein handeln nicht aus Temperament, sondern weil Perfall Fechten gegen Windmühlen gibt

. Ist der Fechter ein durch sie bestimmte Fälle eremplifiziren will

. Der Genuß Don Quixote, jo lächelt man; ist er aber ein Ritter ohne dieses theatrum amoris wird durch die lockere Kompo: Furcht und Tadel, so gewährt er ein schmerzliches sition übrigens auch nicht erleichtert. Es scheint, daß der Schauspiel. Verfasser nicht mit so viel Truppen manövriren kann. Hopfens Roman erschien, da die „Einsamen MenDie vielen kleinen Novellen, die den Roman bilden sollen, schen" schon auf die Bühne gebracht waren, und doch hängen nur sehr äußerlich zusammen. Viele Fäden wer wird unentwegt behauptet, die neuste Litteratur wühle im den ganz fallen gelassen. Man vergißt die Personen der Schmuß, und zuckersüße Attribute wie

„Dred". einen Gruppe über die der andern. Und manch kluger Schweinerei“, ,, Pfüßenmengerei“ Morastproduftion" und guter Gedanke verhalt, weil man den Leuten, die sie entfliegen der' Hopfenschen Pandorabüchse. Wo ist der aussprechen, nicht näherrückt, weil alleś wie ans weiter angenehme Herr, der solchen Vorwurf schweigend tragend Ferne zu uns tönt.

müßte? Nenne mir Muje den Mann? Ach ich fürchte, Wilbrandt und Perfall schließt sich zum Triumvirat die Hopfensche Muse, die sonst doch gar nicht auf den Rudolf von Gottschall an. Er wil mit seinem Roman Mund gefallen, müßte bei dieser peinlichen Frage er

Dämmerungen“3) zeigen, sichtbarlich und abschreckend rötend verstummen. Schweigen aber ist auch eine Antdemonstriren, wie das Kranike verfällt, das Entartete sich wort! auflöst, das Edte und Gesunde sich zum Sieg durchringt“. "Wer sträubt sich gegen eine Einteilung in Akte mit Die agirenden Marionetten sind daher fein säuberlich in der Begründung, das Leben sei ja auch nicht in Akte ein. zwei Häuflein geteilt; links stehen die Entarieten: über- geteilt?' Wanii wäre ein Stück wie' der „Reiher“ mit spannte Dichter, farrifirte Sonderlinge, böse Trödlerinnen, echten Jauchepfüßen auf die Bühne gebracht worden? Gäbe ehrvergessene Ehebrecherinnen! rechts: wackere Chemifer, es wirklich einen verrannten Parteifanatiker, der das bebiedere Aerzte, treffliche Offiziere, züchtige Mägdlein. llnd hauptete und das schriebe, wer würde das ernst nehmen? wenn die Situation bedenkllich wird, dann fährt der hof Zudem ist die Strategie Hopfens feine geschickte rätliche Kopf des Verfaffers selbst zwischen den Kulissen Strategie, und der Roman selbst kein guter Roman. hervor und tut bedeutend den Mund auf. Da ertönt Hopfen legt seine Anschauungen einem Autodidakten von denn allerlei tiefsinnige Weisheit, daß die „Gefühle der sehr mäßiger Bildung, cinem braven aber simplen Manne, Menschen seltsam verschlungen sind“, daß man den harm- später dann noch einem verfrachten, rapid die schiefe Ebene lojen Mädchen nicht mehr trauen kann, sobald sie der hinunterruischenden Offizier in den Mund. Vox populi, Pfeil des fleinen Gottes gerißt hat.“. Der Roman ist vox dei gilt in Kunstfragen nicht. Das sind schlechte überhaupt sehr charakteristisch für Sprache und Ausdrufs- Advokaten. Ihnen könnte man ja ihr von Sachfenntnis weise von vorgestern. Da wird in weichsten Flötentönen ungetrübtes Urteil, ihre gewollte Blindheit gegen die Entdie Liebe mit dem „sanften Abendsteru“ verglichen, da wičlung nachsehen, ihren Souffleur, der ihnen Geist von

seinem Geiste gab, aber nicht. 2) Köln und Leipzig. Albert Ahn. 3) Breslau. Eduard Trewendt.

4) Berlin. Bactel.

Glücklich aus dem Merlinischen Schmollwinkel heraus. | äußerlicher Mittel bedienen, er wird nie zu Spannungs. gerettet hat sich Paul Hense, er trägt nicht mehr den fniffen greifen, aber der Leidenschaften Fülle ausschöpfen, Röcher, von vergifteten Pfeilen klirrend, sondern bringt oder Menschen mit differenzirtem Gefühlsleben lebendig zwei zierliche Novellenbände: „Aus den Vorbergen" | hinstellen, gelingt ihm nie ganz. und „In der Geisterstunde“5). Vier Mädchenschicksale Er ist Durchichnitt, aber prima Durchschnitt. Das schildert die erste Sammlung, drei gehen trüb aus, eins zeigen seine Liebes heiraten" und seine Novelle heiter. Aber die Tragik der herben Drei ist dadurch ab Flirt“.) Diese dofumentirt aber auch seine eigentliche gedämpft, daß uns das zermalmende Schicksal nicht direkt Stärke : die Schilderung erotischen Gesellschaftslebens. gegenübertritt, daß die Ereignisse sich nicht unmittelbar gegenwärtig vor unseren Augen abspielen, sondern daß fie Erzählern in den Mund gelegt werden, die in stiller Hauptcharakteristikumn für den älteren Roman ist die Stunde tief begrabene Erinnerungen, Märchen aus alten reich verwickelte äußere Handlung, die spannende Fabel. Zeiten, mit leiser Stimme heraufbeschwören. Es sind Ein prägnantes Beispiel gibt fenfens neuer Roman: keine fomplizirten Naturen, diese vier Mädchen, deren Auf der Feuerstätte".-) Eine umständliche, abenteuerjunge Leiden erzählt werden: alles zarte biegsame Geoliche Vorgeschichte mit Wahnsinn, Mord, geheimnisvoller ftalten von jungfräulicher Herbigkeit, glückbegehrend und Fliicht wird vorausgeseßt. Die eigentliche Geschichte führt resignirend, mit Ausnahme der einen, des Annerle, das nun mit flug berechneten Schachzügen die durch ein ges aus einem ftillen Marienfind ein fröhliches Weltfind wird. heimnisvolles Net verstrickten Personen wieder zusammen, Den zart getuschten und doch vom Hintergrund kräftig sich die verworrenen Fäden entwirren sich und die verborgenen abhebenden weiblichen Figuren stehen die Männer weit

nur geahnten Beziehungen werden offenbar, das Ünzilnach.

längliche wird Ereignis. Jensen zeigt sich dabei als ein Es ist vornehme Erzählungskunst, die diese No- äußerst geschickter Regisseur, sehr erfolgreich bedient er fich vellen repräsentiren. Vornehm aber doch etwas kühl und eines Mittels, durch das man stets den harmlosen Leser in all ihrer Tragik rü&fichtsvoll gegen den Leser, und gar gewinnt, ihn durch leise Anzeichen und Andeutungen das nicht mark- und seelenerschütternd. Das Buch birgt so ähnen zu lassen, was ihm einige Seiten später als wirt. viel Trauriges und Schmerzliches. Man liest es mit An: lich bestätigt wird, und ihm damit das Genugtuungsgefühl zu teilnahme am Geschick der Personen, aber doch nur mit verschaffen, daß er dem Autor in die Karten gegudt hat. der Anteilnahme des Unbeteiligten, linbetroffenen. lind Die Stimmung, die darüber liegt, ist in Jenseniche Dämme. haben wir 311 Ende gehört, so ist auch die Anteilnahme rung getaucht, und die Personen sind Jenseniche Dämmerzu Ende. Wir haben ja all die Leiden nicht mitgefühlt, menschen, etwas Sonderlingštum haftet ihnen an, manche die Wunden sind lange 'verharrscht, über die Schmerzen ist gleichen den Romanhelder der Romantit, gespenstischen Gras gewachsen, die Erzähler haben es vor zwei Jahr- | Revenants aus einem Zwischenreich auf Erden wird zehnten erlebt. Ueber der Tragik liegt etwas Versöhnliches, man nimmer ihres Gleichen sehen. Mildes, das Versöhnliche und Milde, das die allmächtige Stimmungé bilder mit bunter Handlung vereinigt Zeit bringt stiller Sonnenuntergang über blumen bietet auch Robert Schweichel in seinem , Agi: geschmückte Grabhügel am Alerseelentag. Die moderne schwinger“.8) Diese Stimmung ist jedoch hier keine er: Erzählungskunst bevorzugt dagegen kräftig packende Un träumte, sondern eine wirklich, realistisch angeschaute, dem mittelbarkeit, sie kennt keine Schonung des Lesers, sie will Heimatsboden des Verfassers entwachseni . Masurischer ihn durch Höhen und Tiefen schleppen, auf seinen Busen | Föhrenwald und Sumpf; niedrige, überheizte, verräucherte der handelnden Menschen Wol und Wehe häufen.

Bauernstuben, nächtliche Schlittenfahrt über den Schnee. Still und weich sind auch die Spuikgeschichten in der Aber die Handlung mit ihren Trägern, dem fühnsten Geisterstunde; keine grausen Nachtstücke im Geschinacf Poes Helden, dem schönsten Mädchen, dem bösen Bruder und und Callot-Hoffmanns.

dem trenen Freund; mit edlen Polen und tückischen Ruffen; Barte Stimmungen weben : ., bleicher Nebel liegt mit Trennung und Wiederfinden, mit Kabale und Liebe, über den Erlenwipfeln, Mondnachtszauber hält mit streift hart an ein Romangenre, das sonst nur heftweis silbernem Duft die alte Stadt unispónnen ... über ver:

genossen zu werden pflegt und den geduldigeu leser mit wilderte, wie verwunschen träumende Gärten mit Blumen- einem nüßlichen Regulator oder einem angenehmen Del urwald von Rosen, Jasminen und Lilien brütet Mittags- druc entschädigt. schwüle. Die Geister, die hier umgehen, find nicht dämo

Nur Handlung und Intrigue, übertüncht mit etwas niich imd nicht vampyrisch, es sind arme Seelen, die nicht nüchternem sozialen Firnis bietet in seinem neuen Herrn die Ruhe finden können und noch einmal wiederkehren an von Müller"9) Ernst Wichert,' der doch vordem in die Stätte, ivo sie einst geliebt haben. Auch hier ist alles durch den „Littauischen Geschichten“ Meisterschaft im Kolorit und die Erinnerung sanft abgetönt. Der eigentliche Reiz der in der Charakteristik bewiesen hatte. Spufgeschichte wird aber dadurch zerstört, daß jene dämmerhaft schwankende Stimmung, in der die Grenzen des Wirklichkeits- und des Traumerlebnisses verschwimmen, Während die Jüngeren schmerzlich mit der Bewälti. nicht festgehalten sind, und daß in der Diskussion, die sich gung der Gegenwart ringen und sich an ihren Rätseln die an die Geschichten knüpft, systematisch analysirt wird, wie Zähne ausbeißen, finden die Aelteren bequeinlich Zeit, in durch Zusammenwirken innerer und äußerer Faktoren, die Vergangenheit zu tauchen. Die Historien dieses durch Ideenafsoziationen, Erinnerungsbilder solche schein. Litteraturjahrs führen in das Italien des Mittelalters. bar spukhafte Ereignisse erlebt werden können. Der Leser Werden vom Ritt ins alte romantische Land wirkliche fann sich diese Ereignisse selbst so erklären, ihm aber Menschen mitgebracht, wird aus den Marmorjärgen Leben diesen Kommentar zu serviren und ihn mit der Nase erwedt, so ist unser Interesse gewonnen, leider aber haben darauf zu stoßen, scheint mir unfünstlerisch.

die mittelalterlichen Italieiter der meisten dieser Autoren Vornehmheit und Ruhe ist auch das Besen Rudolf Lindauscher Erzählungsfunft. Nur daß Lindan noch 6, Berlin. Fontane & Co. kühler und forrekter als Heyse ist. Er wird sich nie rein 7) Leipzig. Reißner.

8) Berlin. Janke. 5) Berlin. Wilhelm Herß.

9 Leipzig. Reißner.

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ebenjowenig Realität, wie ihre Menschen von heut. Das Eine Unzahl namhafter und namenloser Zeitgenossen gilt von Jensens Novelle , Alt.Florentiner Tag e“10), steht hinter den eben aufgerufenen; sie herzuzählen, brauchte. die mit träumerischer Breite, mit stilistischem Bilderprunt man den Raum des halben Kürschner. Dies Repräsen. den Lebenslauf einer Cortegiana des Cinquecento erzählt tantengruppenbild, schlicht und ungeschmeichelt, inöge ge. redjelig, in Worten frameld, ohne feste Gestaltung, ein ver nügen. schwimmender Schattentanz. Das gilt auch von Bormanns , Am Hof zu Mailand" 1l) und von Ecksteins „Mönch vom Äveitin“.12) Ein Schwelgen in schön.

Das friterium des wirklich Bedeutenden ist, daß fönender Rede, ein Ziseliren und Vergolden der Figuren

man es den Rubriken, in die das Mittelgut geschachtelt aber ihre Füße find tönern, ein Windstof bläft wird, nicht einfügen kann; daß es die vergänglichen Zeitsie um.

male, die eine Periode äußerlich charakterisiren, nicht so Lebensvoll und fräftig wirft gegen sie Alfred markant and der Stirn trägt

. --- so stehen abseits von Dowes „Caracosa“.13). Der gewaltige Hintergrund

den bis jeßt gemusterten litterarischen Heerscharen, die drei des großen Nomans, die Zeit des hohenstaufijchen zweiten jüngsten großen Produkte der älteren Generation: ,, Der Friedrich, ist al fresco gemalt, und in scharferfaßten, Verjahre“ von Fontanel); „Glaubenslos“ von der

20)" lebensvollen Gestalten sind die weltbewegenden Gegenfäße

Ebner-Eschenbach ). jener Epoche dargestellt: Guelfen- und Ghibellinentum, Weltlichfeit und Sisteje, Tiara und Raiserkrone. In den

Franzos Werf ist den Weltanschauungsromanen verCharakteren ist nichts stilisirtes, feine Heroen herrschen und

want, zeigt, wie ein von brennendem Durst nach der feine Heroinen; feine erotische Pseudolyrif macht sich breit; der Politif, Vefriedigung seiner Sehnsucht und Bestätigung

Wahrheit verzehrter Mann in der Religion, der Litteratur, es ist reife, 'herbe, männliche Kunst. Die anschaulich seiner Kräfte sucht; wie er, ohne Furcht, abtrünnig gefirirten Mominibilder dieser farbenfrohen Zeit wirken, wie aus alten Gobelins auf das Papier gebannt.

scholten zu werden, Ueberzeugungen und Anschauungen aus Liebe zur Wahrheit wechselt, bis er erfennt, daß man die alleinfelizmachende Wahrheit nie erlangt, daß man

ihr jedoch durch Pflichterfüllung und Nächstenliebe naheJede Generation, die ältere wie die jüngere hat in kommen kann. Hier ist nicht, wie in den zuerst charakteihrer litterarischen Armee den großen Troß der Inter- risirten Büchern, die Ent:v ickelung der Weltanschau: haltungs-Schriftsteller, der Zeitvertreiber. Durch ung, sondern die Entwicelung des Menschen, der ihre Betrachtung wird nichts Charakteristisches für ihre Zeit 311 der Weltanschauun, kommt, die Hauptsache. Hier gewonnen; in kleinen Aeußerlichfeiten, die der Tagesmode haben die Personen Selbstzweck und sind nicht bloße abgelauscht sind, unterscheiden sie sich wol, im Kern aber Musterbeispiele. Der reichen inneren Handlung gesellt sich gleichen die Figaros von heut' den Figaros von gestern eine reiche äußere Handlung mit Bildern aus dem auf ein Haar. "Der Vollständigkeit halber ein paar Worte römischen Jesuitenkolleg, aus dem jüdischen Familienleben über ein paar Figaros von gestern. Da sind Kunst- des vormärzlichen Wien, mit wisden Barrikadenszenen; prätendenten, wie Anton von Perfall14) und Hermann aber diese außere Handlung dient nicht, wie bei den vorHeiberg 15), die als Künstler angesehen sein wollen und her charakterisirten Romanen , der rein äußerlichen doch nur dem Zerstreuungsbedürfnis der breiten Masse Spannung; sie dient dazut, den Boden, aus dem die genügen können. Die beste Probe ist, man lese eines nieuten Ideen dem Wahrheitssucher reifen, lebendig 311 ihrer neuen Werfe und prüfe dann, was einem davon zeichnen; die äußere Handlung dient der inneren; sie ist blieb. Die Inventur wird Defizit ergeben. Da sind nicht Zweck, sondern Mittel. Áuf das interessanteste zeigt falsche Profeten und Sensations Fabrifanten wie der von das Buch ferner, wie Gedankeninhalt sich mit frisch pule den Toten auferstandene Sacher-Majoch 16), der lüsterne zirender Darstellung verträgt. Der Perfallsche EdenGemüter mit seinem Illusionsapparat aus flimmerndem iud Gral-Roman barg reichen Ideenschap, er wird aber Sammt- und Pelzwerk, aus Panthergliedern, aus seidenen vom Leser nicht gehoben. Denn durch die öde leitartikelNegligées, ans rosenölgefüllten Warmorivannen wonnig mäßige Erörterung, bei der inan den Verfasser stets als fißelnd verwirrt. Da sind die sogenannten liebens. einblasenden Souffleur (ach lieber Perfall." blas nicht würdigen“ Schriftsteller, denen fast immer die guten mehr!) hinter den Figuren stehen sieht, bleiben die GeMenschen besser gelingen als die schlechten, vertreten durch danken grau und abstraft. Bei Franzos werden alle be. den Baron Torresani,17) der Wiener Leben fesch und wegenden Fragen der Zeit, die Jesuitenfrage, die Judenflott schildert, in der Charakteristit jedoch über die Scha- frage, die soziale Frage behandelt, aber nicht in langblone der Unterhaltungsromane leider nicht herauskommt, atmigen Dis. utationen, die an den Haaren herbeigezogen durch Karl von Heigel,18) den Harmlosen, durch Hanns werden, sondern alles ist in Darstellung umgeseßt und die von Zobeltiß,1) dessen „Ewige Braut“ das Muster Berührung wichtiger Zeitepochen ergiebt sich aus der Aneiner befriedigenden“ Geschichte darstellt.

lage des Ganzen leicht und ingezwungen. Der Roman

erfüllt alle Anforderungen des modernen Romans, er über10) Berlin. Schau & Grund.

agt ihn aber noch durch seine herbe Reife, durch den be11; Berlin. Paetel.

deutenden Zeithintergrund, auf dem er sich abspielt, er 12) Berlin. Groje.

inalt Löhr- und Wanderjahre, er ist ein Roman großen 13) Stuttgart. Cotta.

Stils. Er gibt die völlig reine, durch nichts getrübte 14), dus kunst und Leben“, Novellen. Berlin. Edstein. fünstlerisch geschaffene Illusion, einen Menschen sich in 15) „Am si a min", Novellen

. „Eheleben“, Roman. „Vlinde seinen Zeitverhältnissen entwickeln zu sehen; zu sehen „in Liebe", Roman. Leipzig, Friedrich.

wiefern ihm das Ganze widerstrebt, in wiefern es ihn be16) , Die Satten und die gungrigen", Roman Jena. günstigt, wie er sich eine Welt- und Menschenansicht daraus Costen obic Terka; die Maus; Maria in Edince“, Novellen gebildet hat“, nach Goethe die Hauptaufgabe der BioVreslau. Schottländer.

graphie. Und jeder ernste Roman wird in solchem 17) ,3bi, ubi", Soldatengeschichten. „Oberlicht“, Ronian. Dresden Pierson.

20) Sena. Costenoble, 2 Bände. 18) „Heitere Erzählungen“. Berlin. Paetel.

21) Berlin. Fontane. 19) Zena. Costenoble.

22) Berlin. Paetel.

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Sinne eine Biographie sein, die Biographie d'un enfant Italienische Dichter von heute.*) de siècle.

Von Von Biographie zugleich und von Roman ist ein

Karl L.pka. Muster Theodor Fontanes „autobiographischer Roman“

Meine Kinderjahre“. Fontane ist der Marschall Vorwärts der jungen Generation, fie findet bei ihm alle ihre fünstlerischen Ideale wieder: starke eigene Persönlich

Carducci, der Haus- und Hofpoet Italiens, wurde keit, den intimen Sinn für das' Detail, das liebevolle lange Zeit als leßter Dichter jener glänzenden Periode Nuge für das Poetische im Altäglichen, das Mündliche genannt. aus welcher Neuitalien hervorging. Sein Ruhm im Dialog, die alseitige Beleuchtung der lebensvoll an

wurde über die Alpen getragen, seinen Namen hörte man geschauten Personen, die nie isolirt, sondern stets im

auf den Straßen Roms. Man huldigte mit findlicher Dunstfreis ihrer Atmosphäre geschildert werden.

Pietät dem „leßten Dichter“. Immer gibt Fontane Wirklichkeitsbilder und diese

Da fam nun ein junger Herr aus den Abbruzzen, jüngeren Wirklichkeitsbilder sind noch besonders dadurch kühn und elegant, mit schöner Sprache und klingenden interessant, daß es Bilder seines Lebens sind, Bilder

seiner Reimen. Er kam unbekannt, unerwartet; er machte sich an die Kindheit. Hier wird nicht prätentiös, die Jugend eines

Arbeit und in furzer Zeit lagen nacheinander zehn Bücher Dichters" geschildert, sondern schlicht ein Bilderbuch seiner

in den Schauläden des Corso, welche alle seinen Namen Knabenjahre entrollt. Und doch wittert man hinter dem

trugen. Mit einem Schlag wurde er der „große ZuJungen, der sich von den Kameraden nicht abschließt, aber fünftige“. dabei noch auf ganz andere Dinge achtet und lauscht und

Gabriele d'Annunzio, der stürmische Abbruzzese, mit ganz anderen Augen in die Welt sieht als sie, den

fann wol als Typus des neuen italienischen Dichters gelten. fünftigen Poeten. Vor allen verdanken wir diesen Er

In ihm verförpert sich die neue Dichtung in speziell italieniinnerungen die föstliche Bekanntschaft mit Fontanes Vater,

scher Ausgabe; feine in raschem Flug durchgemachten in dem wir zu unserer Ueberraschung einen alten Freund Evoluzionen sind die Meilenzeiger seiner Wege, welche das wiederfinden. Oft genug ist er uns, wenn auch unter dichterische Denken und Fühlen im Süden durchmaß. anderm Namen, in des Dichters Gestaltenkreis begegnet,

Allerdings waren diese Wege keine breiten Landstraßen, der schnurrige Mann mit der hin- und herspringenden, auf welchen man en masse dahinziehen konnte. Es waren einfallsreichen, paradorenfrohen, zitatengeschmücten Sprache,

schmalspurige Pfade für einsame Spaziergänger, die von die aus dem hundertsten ins tausendste kommt, die sich in

hier aus nach Deutschland, Frankreich und dem hohen humoristischer Gespreiztheit wiegt und vor allem das Norden hinüberblickten, und nach einiger Apperzeption der Klangbedürfnis des eigenen Dhres befriedigt. Auch in

dort Mode gewordenen Ideen in Rom die neuesten Wahrs der neuen Sammlung mit dem eigensinnigen Titel23) heiten zu verfünden suchten. tragen viele Personen, der Gesundheitsfanatiker Onkel

Es erging ihnen vielfach so, wie es dem seligen Kufer Dodo, der skeptische Reifephilofoph James, der wunder

in der Wüste erging. Anfangs hatte man in der Ewigen liche Professor Lezius, Züge von Fontanes Vater.

Stadt manches über neue Strömungen zusammengeschrieben, Neben den Fünfiindsiebziger trete eine vierundsechzig.

ja man acceptirte sogar vorläufig einen -ismus, den jährige Dichterin, die sich gleich ihm Herz und Auge Verismus, dann fing 'man an, der ganzen Sache müde frisch gehalten, und dies alte- junge Paar schließe den zu werden und gab den neuen Ideen den Laufpaß, indem Reigen.

man „Baumeister Solneß“ ganz spröde ablehnte. Schließe Marie von Ebner-Eschenbach neustes Buch lich ging Klein und Groß zur Tagesordnung über. Glaubenslos" ist ein Werf voll äußerer und innerer

Es ist dies für die neute italienische Dichtung höchst Plastif. Lebendig steht das Dorf vor uns und seine Be

charakteristisch. Im Norden wagt man kaum einen Ge wohner mit ihrem Herzens- und Glaubenswissen. In dem

danken heute auszusprechen, um ihn nicht morgen als Bauernhof treten wir zu einem Sterbenskranken, der nicht schon total veraltet bespöttelt zu sehn. Şier im Süden sterben will, troßig und starrnackig, und der schließlich von

geht es gemütlicher 311, man will sich nicht zu arg anTodesangst gerüttelt, als leßten Hait den Glauben frampfend strengen ind läßt die foliden altbekannten Ideen in ihrer faßt, Tief blicken wir hinein in eines jungen Priesters bisherigen Gloire, indem man sie höchstens mit neuen Seele, der von dem Feuer des Herrn glüht, die Menschen

Gewändern ausstaffiert im sie fin de siècle-fähig zu zu bessern und zu bekehren, und der unter der Blödheit miachen. Stumpfheit und Bosheit der ihm Anvertrauten, in Von allen den Strömungen, welche der Litteratur im Schmerzen verzweifelt. Aus Qualen und Kämpfen aber Norden einen neuen Stempel aufprägten, fam nach Italien ringt er sich empor und verharrt als tapferer treuer feine einzige, die sich unter diesem Himmelsstrich eines Soldat auf dem Posten, dahin er gestellt worden ist

. längern Taseins erfreut hätte. Je nachdem in Paris, Der ernsten Seelengeschichte ist ganz dišfret, mit andeuten- Berlin, Kopenhagen und Rußland etwas noch nie Dageden Zügen nur gezeichnet, eine Herzesgeschichte untergelegt. wesenes auftauchte, sah man auch in Rom je einen Autor In die Glaubenšwirren des jungen Alerifers klingt mit herumlaufen, der dann eine Woche lang berlinisch, rusfisch, leisem Ton Pfarrer von Mirchfelds Liebe und Pfarrer fopenhagisch zu fühlen sich anstrengte. Die Hypnose der von Kirchfelds Entsagung. Doch der leise Tou ist echt Neuheit dauerte aber sehr kurze Zeit, kein Wunder, fie war wie die starken und dröhnenden, die hier angeschlagen ja doch künstlich hervorgerufen. Dieses Schwanken, dieje werden und gleich dem Klange reiner, voller Glođen trifft momentane Hingebung an neue fremde Ideen läßt ihre er des Herzens tiefste Tiefen. ...

Spuren an den meisten zurück. Man jah ja auch den Reine volle Glocken überhallen machtvoll alle thönernen Poeten der Zukunft“, G. D'Annunzio, eine Zeit naturaSchellen, und so wird diese Seniorenrebuie ein guter listisch angehaucht (iu Canto Novo), dann dekadirte er Ausklang.

nach pariser Schnitt (im Piacere und Isotteo), heute segelt er unter der Flagge eines etwas melancholischen Idealismus, er spielt den leßten Aft des Verlorenen Sohnes. (Poëma Paradisiaco, Odi Navali.)

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28) Bon, bor und nach der Reife. Berlin. Fontane.

*) Der Revuen einundzwanzigstes Stüd.

Natürlich kann unter folchen Umständen fein echtes

Christentum und Patriotismus. dichterisches Schaffen ins Leben treten. Vieles, was hier

Von auf diese Weise entsteht, trägt die Marke einer Reporterpoesie, welche sich immer aktuell, immer auf der Höhe des

Leo Tolstoj.
Allerneuesten zeigen will.

Uebersekt von R. Löwenfeld.
Diese Verhältniffe schufen nun ein höchst interessantes
Phänomen, welches als echt italienisch, oder weil es

XV.
auch im neuen Spanien zu hause ist – als speziell füð-
romanisch gelten darf.

Man sollte meinen, der Fortschritt der Bildung, die

Erleichterung der Verkehrsmittel, der lebhafte Verkehr In dieser nenartigen Dichtung tritt der Gedanke, daß zwischen den einen oder dem andern Volk, die große tiefe Gefühl, die Weltanschaung in den Hintergrund, und es Verbreitung von Büchern und Zeitungen, der zu. bemächtigt sich des verlassenen Trones die Sprache, der stand dollfommener Sicherheit, in dem sich die Völker Klang, die Musik der Reime.

befinden, da eins von dem anderen nichts zit fürchten hat, Also die Form statt des Inhalts, das Kleid statt des müßte die Betörung durch den Patriotismus immer mehr Menschen. Die Mandoline statt des Künstlers.

erschweren, ihn schließlich ganz aus der Welt schaffen. Doch im Reich der Reime und Rythmen, im Anschlag schritte der Bildung, diese Vermehrung der Verkehrsmittel

Zum Unglück ist das nicht der Fall: Diese Furteines wolklingenden Affordes sind sie Meister, wie es bisher und mehr noch die Verbreitung von Druckschriften werden wenige gah. Sie leben ganz im Venusberg des Klanges, gerade von den Regirungen ausgenüßt und haben gerade fie schwelgen wollüstig in Tonharmonien. Sie befißen ihnen die Möglichfeit gewährt, bei den Völkern Feind. eine wunderbar klingende Sprache und beuten diesen Schak seligkeiten gegeneinander zit erregen, so daß, während es gierig aus. Sie sind jenen Malern ähnlich, welche ans gesichts eines Farbentones, einer Linie, einer Form in heilvoll und verderblich ist, der Einfluß, den die Re

doch immer mehr einleuchtet, daß der Patriotismus uns Efstaje gerathen. Es ist dies eine kindlich harmlose Freude girungen und die herrschenden Klassen auf das Volf üben, an einem wunderschönen Spielzeug.

um sie für den Patriotismus zu gewinnen, in gleichem Aldies wissen und fühlen sie und find auch des Verhältnis wächst. Zaubers bewust, den der schöne Klang. die schönen Epi Zwischen der Vergangenheit uud der Gegenwart betheten, die schönen Farben auf ihr Publikum ausüben. steht nur der eine Unterschied: Wie die Zahl der Menschen, Da fie von Geburt aus ein Talent dafür besißen, welches ivelche die Vorteile genießen, die der Patriotismus den durch ihre Erziehung genährt wird, wenden sie ihre ganze oberen Klassen gewährt, unendlich größer ist, als vor Sorgfalt diesen Schönheiten zut. Kein Wunder, daß hierbei Zeiten, gibt es auch eine größere Zahl von Menschen, die der Gedanke, die Weltanschaung, Dinge zweiten Ranges fich bemühen, diesen erstaunlichen Aberglauben zu verwurden, und daß das Bedürfnis an diesen Dingen aus breiten und zu befestigen. fremdem Import gedeckt wird. Das Liebesgedicht ist hier: Je mehr die Regirung Mühe hat, ihre Macht aufdurch zur Massenmode geworden. Neben ihin hört man recht zu erhalten, destomehr strebt sie danach, sie unter auch häufig manch patriotischen Sang. Beide Arten führen eine große Zahl von Menschen zu verteilen. auf ein Gebiet, wo wolangebrachte Epitheten ihre Wirkung Ehemals war die Macht in Händen einer Handvoll nie verlieren, wo man so recht mit glühenden Worten, von Herrschenden: Von Kaisern, Königen, Herzögen, samt mit Farben und Tönen schalten und walten kann. Leos ihren Beamten und ihren Ariegern. Heut find es nicht pardi würde sich unter den neuesten Poeten dieser Richtung bios die Beamten und die Geistlichen, die teilnehmen an wol recht fremd fühlen.

der Macht und aus ihr Vorteil ziehen, sondern auch noch Rlang und schöne, farbige Worte, - das ist die Syra

die Stapitalisten, große und kleine, die Grundbesiper, die der meisten. Sie lieben dieses Instrument,' wie der Banquiers, die gewählten Körperschaften, die Professoren, Zigeuner seine Geige, fie 'verstehen es ganz, sind mit

die Gutsverwalter, die Gelehrten, ja auch die Künstler ihm inniglich verbunden. Nach einer kurzen Irrfahrt in

und vor allen andern die Journalisten. Sie alle ver. den Gewässern großer moderner Ideen kehren sie stets er

breiten mit oder ohne Bewustsein die Torheit des Patriomüdet und reisematt zu ihrer ton- und farbensprudelnden tismus, der ihnen unentbehrlich ist, um ihre vorteilhafte Lyra zurück, um ihr Treute zu schwören. Sie sagen fich Stellung zu fichern. Und da die Mittel der Betörung wol jene Zeilen, die Gabriele d'Annunzio im "Poëma stärker sind und die Zahl der Betörer größer, nimmt die Paradisiaco hören läßt:

Torheit troß der Hindernisse, auf die fie stößt, noch zu

oder bleibt mindestens auf gleicher Höhe. ,,Siamo dunque fedeli

Vor hundert Jahren gehorchte das ungebildete Volk, poi che tanto ridemmo,

das nicht die geringste Vorstellung hatie von der Natur poi che tanto piangemmo

der Regirung noch von den Nachbarvölkern, blindlings sotto immutati cieli!“

dem Adel und den Beamten seiner Provinz, deren Sklave

es war; die Regirung brauchte nur durch TrinkDies wäre so die Stimmung, in welcher die junge zu kaufen, um das Volt 311 dem zu zwingen, was sie von

gelder und Ehrenstellungen diese Adligen und Beamten Dichterwelt Italiens lebt. Auf interessante Einzeler- ihm verlangte. Jeßt, wo fast jedermann aus dem Volke scheinungen werden wir wol noch zurücfomnien.

lesen kann und mehr oder minder weiß, wer seine Regirung ist und wer die Nachbarvölker sind, jeßt, wo die Menschen aus dem Volke oft und ohne Schwierigkeiten von einem Lande nach dem andern wandern und einander allerlei Einzelheiten zutragen über das, was draußen vorgeht, genügt es schon nicht mehr, einfach von den Menschen zu fordern, daß sie ohne Prüfung und Zweifel die Befehle der Regirung ausführen. Jeßt muß man überdies

die richtige Vorsteðung, die das Volk von dem Leben hat,

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