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1°) Heutzutage regeln sich die chinesischen Staatsprüfungen folgendermaßen. Nach einer Reihe von Vorprüfungen vor den Äate meldet man sich zu der ersten Staatsprüfung, die der Provinzial-Litteratur-Kanzler in jeder Präfektur alle zwei Jahre abhält. Die bestanden haben, heißen: Hsiu-tsai (wörtlich „feines Talent“), Licentiat. Das zweite Examen findet alle drei Jahre in der Provinzial-Hauptstadt statt. Die Durchgekommenen erhalten den Titel Schü-jen, „Promovirter“. Das dritte Examen ist in Peking alle drei Jahre. Die, welche bestanden, heißen: Tschin-schih (wörtlich „Unter die Gelehrten eingetreten“). Das zweite Examen als Schü-jen giebt die Berechtigung zum höheren Staatsdienst. Die Tschin-schih treten entweder in die Ä Akademie (Han-lin-yüan) ein oder finden an bevorzugteren Stellen, im Staatsdienst Verwendung. Zur Zeit der Thangdynastie fand auch schon das zweite Examen in der Hauptstadt, damals Tschangan, in der Prüfungshalle des Li-pu (Ministeriums der Zeremonien und des Unterrichts) statt Die Zeit zwischen zweitem und drittem Examen war auch, wie oben hervorgeht, viel kürzer als heutzutage.

1) In der heutigen Provinz Schechuan,

1?) Weil Tsching in der Mitte der Gesellschaft, sie aber außerhalb ihrer steht.

o). Wie schon ein Sprichwort sagt, kann ohne einen Heiratsvermittler eine rituelle Heirat nicht stattfinden. Derselbe hat auf Grund der Ahnentafeln und der Stunde, des Tages, Monats und Jahres der Geburt der Heiratskandidaten zu entscheiden, ob der Heirat nichts im Wege steht.

!!) Zuerst tauschen die beiden Famlien zweiseitige Karten aus, die als Beweis der Verlobung gelten. Ä sind außen mit roter Seite überzogen, auf die ein Drache oder Phönix gemalt ist. Auf den Innenseiten sind die Namen der Ahnen des Bräutigams und der Braut, sowie Stunde, Tag, Monat und Jahr ihrer Geburt verzeichnet. Dann sendet der Bräutigam seiner Auserwählten: ein paar goldener oder silberner Armbänder und für ihre Angehörigen: verschiedene Lebensmittel, wie Schweinefüße, Geflügel und zwei Fische; die Braut erwidert die Geschenke durch Uebersendung von Blumen und Kuchen. Der Vermittler sucht dann einen günstigen Tag für die Hochzeit aus. Hiernach schenkt der Bräutigam Stoffe für die Brautkleider. Einen Monat vor dem Hochzeitstage schickt er eine Summe Geldes, fünf Arten Seide und Gewänder, fünf Sorten getrockneter Früchte, verschiedene Kuchen, einen Hahn und eine Henne u. s. w. Fünf Tage vor der Hochzeit erwidert die Familie der Braut diese Geschenke und sendet auch Lebensmittel, sowie acht Wachsfackeln, drei paar roter Kerzen, Feuerwerkskörper 2c. Zwei oder drei Tage vor der Hochzeit endlich läßt die Braut ihrem Bräutigam eine rote Visitenkarte überbringen, auf der ihre Mitgift angegeben ist.

1*) Ts'in und Tsin sind zwei Feudalstaaten des alten Chinas, die zu einander in vielen Beziehungen standen.

1) Die Schwiegertochter sieht ihre Schwiegereltern nur selten, zu gewissen hohen Festen.

7) Es ist dies das taoistische Zeichen der Unsterblichkeit, das auf Figuren, in den Händen der Genien 2c. sehr häufig angebracht ist. Wenn in einem Hause solch ein Pilz wächst, der ja nicht gepflanzt wird, sondern von allein entsteht, so ist der allgemeine Glaube, daß in ihm ein ganz besonders tugendhaftes und vorzügliches Wesen wohne.

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20) Das ist im Jahre 795 n. Chr.

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