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vor die ) Boplagte Sie foaoe deren Einrichtung Ihnen kosten mußte, und Konstantinopels einhergeben, so ideint es, als wollten sie fid

Herren eingemeint un

der christlichen Liebe in den Seelen dieser Unglüdlichen offenbarte. Zeit werden sie in Konstantinopel begünftigt, und nach dem Code

, den Kolonisten und die Mehrzahl der jungen Leute Almosen. zu dieser wichtigen Stelle ernannt. Nad dem Gottesdienste entfernten fio alle in derselben Ordnung. Die schismatischen Armenier sind reid und machtig; sie sind Ein Zeder Lehrte nad seiner Kolonie und nad feiner Wohnung die Banquiers der Paidha's und haben durch ihre Intriguen und zurud, um eine gesunde und reichlide Mahlzeit einzunehmen. durch das Ausehen, in welchem fie bei den Großen des Reidas

3mmer in Sefelli daft des Generals und der bedeutendsten stehen, feinen geringen Einfluß gewonnen. Da sie mit dem Beamten, nahm id die Tische der jungen Leute in Augenschein: wirklichen Besite der Macht zufrieden find, fo vermeiden fie es, alle bezeugten laut ihre Freude über den Besuch ihres Befdübers. dieselbe gur Sdau su, sragen, und verbergen ihren Stols unter Da Ponnte ich mich nicht enthalten, zum General zu sagen: Ses ehrfurdisvollen und geschmeidigen Formen. Sie sind falfd, harts

, man den , ,

die . haben mehr : Seitdem ich aber die Kolonieen fenne, bat meine Bewunderung digen Besir, vor dem sie fid, bis zur Erde neigen, gestürzt.no zugenommen, und mein Mitleid ist geschwunden." Der Gener Diese Armenier sind ábrigens

fehr begabt, und für den Hans ral reidte mir die Hand, und in seinem Gesichte spiegelte fid dit haben sie eine merkwürdige Gefdidlichkeit; fie wagen Affes die innere Befriedigung seiner wohwollenden Seele ab.

und

icheinlichleit des Gelingens oder des Verlustes. Man har fle mit bradht, daß der gebeiblidbe Bustand der Kolonieen den senninissen ben. Soweizern vergliden, aber in Bezug auf den Handel find dem éifer, dem Einflufle, der Chitigkeit und der Uusdauer des pie eher den Englandern an die Seite zu ftellen. Die Armenier Generals van den Bord zu verdanken ist, und daß das einzige sprechen das Carlische vortrefflich und wissen alle Schmachen Mittel, ein so weit aussehendes und verwideltes Unternebmenu ihrer Herren, deren Stolz, Unwissenheit und Einfalt auf eine einem giedlichen Ende zu führen, das ist, die Leitung einem auss ausgezeignete Weise auszubeuten. Im Uebrigen sind fie maßig, gezeichneten Manne anzuverirauen. Dies ist so wahr, daß die arbeitfam, freigebig, aber freigebig ohne wahre Großmuth und übwesenheit bes Generals in wenigen Jahren den Berfall der

anur aus Berechnung. Kolonieen herbeiführte; diese Abwesenheit und die des Capitaiusto Die Häuser der reichen Armenier find Paldjte, aber der van den Bosch waren aud die Ursachen des gegenwärtigen Lurus ist auf das Siinere beschrdnft; von außen sehen sie ärmlich Zustandes der Belgischen Kolonieen, deren Untergang unvermeids aus. Žm Allgemeinen berriden in den Armenisben Familien lich scheint.

nod gang patriarchalisde Siten. Die Bedienten werden wie Wenn die Aufgabe vollständig gelöst renn wird, d. h. wenn Kinder des behandelt, Sie sind in die Geheimnisse ihrer die Holandijchen Kolonieen, die unter ungünstigeren Umständen

und nehmen an deren Geldhaften Theil. eingerichtet wurden, als man glaubt, sich selbst genügen und ihre Wenn sie Anlagen geigen, treten fie oft sogar in das Geschäft Bedürfnisse mit ihren eigenen Hülfsquellen bestreiten werden, dann ein und heirathen die Euchter. Da die Frauen für untergeo.dnete wird der General van den Bord das Handbuch und das Gefeßs Wesen gelten, lo fónnen sie nicht einmal Taufaeugen abgeben. buch der Anstalten der Deffentlich leit åbergeben. Werden diese Sie werden nod strenger als bei den Tárfen behandelt, dürfen in Ländern, wo die Umstande gúnstiger find, als in Holland, ans fic in Gegenwart ihres Mannes oder ihrer Sdwiegeráltern nicht genommen und von aufgeslårten, menidenfreundlichen und thati: ohne besondere Erlaubniß feßen und nie ons Wort ergreifen, gen Meniden zur Ausführung gebracht, so wird das System des wenn Freunde zugegen sind. Die Söhne rauchen nie in Gegens Generals mit ungleich geringeren Sawierigleiten verwirklicht wart ihrer Våter und dårfen sich ebenfalls nur sehen, wenn werden, und vermöge dieser bewundernswerthen Schöpfung wird ihnen die Erlaubniß dazu ertheilt worden ist. Die Códter wers mit der Zeit eine elende und unnůze Menschenflasie wieder zur den, ohne befrage zu werden, verheirathet und bekommen ihren Menschenwürde erhoben werden und in der Gefellichaft eine gutúnftigen Garten nicht vor der Heirath zu Gesicht. Son the núglide Stellung einnehmen.

Die Züge der Armenier haben einen finsteren und wilden

Ausdrud. Dagegen sind die Frauen Fehr habido; nur haben fie ost úr i.

Das Unglück, sehr beleibt zu werden. Ihre Schönheit verwelft

früh wegen der häufigen Büder und des untharigen Lebens, zu 132 SA Die Raja's in der Türkei.

suk meland dem sie verdammt sind. Die Armenier gehen fleißig in die Kirche 12 bord

COCOS in 20 i 3weiter Artikel.

trauern. Die Trauer dauert ein Jahr, und während dieser ganzen Die Armenier.

150x3 Zeit dürfen sie das Haus nidt verlassen.
ad

Die scismatischen Armenier find außerst abergläubijd. Sie Der Ursprung dieses Stammes in der Türkei braucht wohl fasten oft und sehr streng. Außer den großen Faften beobachten Paum näher angegeben zu werden; der Name Armenier bezeichs sie noch zehn andere fünftágige Fasten. Redinet man die Mitts net ihn hinlänglid. Diejer orientalijde Stamm hat sich frühs wode und Sonnabende, welche ebenfalls afttage find, hingu, zeitig den Dsmanen gendhert, und wenn er, der Religion nach, so fommen idhrlid 202 Fasttage heraus. Während dieser gangen drijilid it, so ist er, den Sitten nad, muselmannijd. Die Zeit genießen sie weder Fleisd, noch Fisc, noch Butter, nod Armenier gerfallen in Patholische Armenier und in schismatische Del, noch Mild, noch Weilt. Ihre Priester haben außerdem Armenier. Die Ersteren, welche durd die Bande des Katholigis: noch zwei Fastenzeiten, eine jede vou funfaig Dagen, die eine mus an Rom geknüpft sind, haben theilweise die Sitten des vor Weihnadien, die andere vor der Verflärung Christi. Wihs Drients mit denen des Occidents vertauscht. Ihre Geistliðleit, rend dieser beiden Zeitabídnite dürfen sie aber Eier, Butter die in Rom gebildet ist, hat sie längst mit den Geheimnissen und Milch genießen; Mittwoche und Sonntags trinfen fie jogar unserer Kultur belannt gemacht. Sie studiren unsere Sprachen, Wein. Die Armenier find sehr mildthárig gegen ihre Glaubenss arbeiten in den Comptoiren der Europäer, und Mandye find Dols genossen, und eine ihrer Weisen, Aimojen yu geben, verdient metscher in unseren Kanzelleien. Ihre Frauen veridhleiern sich, wohl, erwahnt zu werden. Sie behaupten, daß, als ein Theil wenn sie die Straßen Konftantinopels betreten, aber sie ziehen ihrer Narion nach einem langen Abfalle durch die Predigt des sich nicht in die Weibergemacher zurüd, wenn ihre Männer Bes heiligen Gregor Loojavoritisch wieder zum Christenthum belehrt suche von Fremden erhalten. Die katholischen Úrmenier inmpas wurbe, die Priester, welche von den Opfern der Syeiden gelebt thifiren in vielen Punkten mit den Europdern. Die reiosten ders hatten, den Heiligen baten, für ihren Unterhalt zu sorgen. Ges felben find Juweliere und Banquiers, und ihre Macht steigt oder rührt von ihrer Bitte, gestattete er ihnen, den Zehnten aller fállt, je nachdem das Glad ihre Bedüger oder die der soismas Feldfrüchte einzusammeln, und befahl dem Volfe, Gott im Namen tijden Armenier, ihrer erbittertsten Feinde, an das Ruder bringt. der Todten Thieropfer darzubringen und das Fleisch den Armen

Die idismatischen Armenier veranlaßten die foredlide Vers zu vertheilen. Dieser Tradition gemaß opfern die Armenier nod folgung, welche die Patholischen Armenier in Konstantinopel nad) von Zeit zu Zeit einen Dosen oder ein Lamm für die Seelen der Soladt bei Navarin zu bestehen hatten. Sie wußten den der Verstorbener. Sie fahren zuerst die Opferthiere an die Søreden zu benußen, der id nach der Abreise der Französischen, Stirohthüren, ftreuen Salz auf dem Altare aus und beten für die Englischen und Ruffiiden Gesandten aller Gemüther bemachtigt Lodteil. Hiernad lassen sie die Thiere das Salg freffen und hatte, und sie überredeten die Pforte, daß die Patholischen Armes tödten sie. Das Fleisch wird unter die Priester, die Armen nier den Feinden der Türlei als Spione dienten. Uis Beweis und die Freunde des Berstorbenen bertheilt. Diese Ceremonie, ihrer Anllage führten fie an, daß dieselben die Kirden der Franswelde in Armenien und den anderen Provingen des Cårlijden len besuchten. Der Divan verurtheilte die tatholischen Armenier Reigs nod beobachtet wird, ist in Konstantinopel abgekommen. auf diese Beiduldigung hin, ohne zu bedenken, daß fie diese Obgleich die Armenier nidt an das Fegefeuer glauben

fo Tempel besuchten, weil ihnen Peine eigene verstattet worden lassen sie doo Messen für das Seelenheil der Verstorbenen lesen; waren. Man verjagte fie aus Konstantinopel und verbannte Ne inan wdhlt dagu vorzüglich den Begrábnißtag, oder den fiebenten, nad Anatolien. Der Befehl war jo ftreng und wurde so rajd funfsehnten, vierzigsten und dreihundertfünfundredisigiten Tag ausgeführt, daß ihnen laum einige Stunden zur Abreise und nad der Beerdigung. Dit wird Weihrauch auf den Gråbern zum Berlaufe ihres Eigenthums zugestanden wurden. Die Vers verbrannt, vorzüglich Sonnabend Abends; fie verrheilen Almojen bannung würde ohne die großmüthige Verwendung des Generals nach der Verfügung der Verstorbenen und glauben, daß diese Guilleminot noch nicht aufgehoben seyn. Dieser geldicte

Diplos Mildthårigteit ihrem eigenen Seelenheile zu Starten tomme. mat jeste nicht nur die Zurå&nahme des Verbannungs. Befehls Seber Arinenier bermachi vor feinem Code der Kirche ein Spreus, duro, fondern er bewirtte aud), daß ihnen ihre Häuser zurück, auf welchem fein Name eingegraben ift. 19 gegeben wurden, und daß fie eine besondere Kirche und einen Das Streas stebt in großer Verehrung bei diesem Volte; fie Patriarden erhielten. Bis dahin waren die katholischen Armenier halten es júr einen mádtigen Vermittler. Den Beweis findet dem schismatischen Patriarchen unterworfen gewesen, von dem man in folgendem Gebere: ,,Auf Fürbitte des heiligen Kreuzes, fie die größten Demächigungen zu erbulden hatten. Seit einiger des stillen Bermittlers, erbarme Did der Seeten der Codien,

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Literatur des Ausland e 5.

lassen; er hatte seinen Sohn sogar bei der Behörde der gräßlich Gewalt inannt. Die Ortsrfen Seleder, denen die vollziehende

Auch in die potlej heren Rang Wöchentlich ersdeinen

der Adg. Pr. Staatss Prel$ 22; Sgr. ( Tolt.

Expedition (Friedrichs-Straße das ganze Jahr, ohne Ers

Nr. 72); in der Provinz ro hobung, in allen Theilen

wie im Auslande bei der der Preußischen Monarchie.

für die

Wohlöbl. Post- Penitern, N 122. Berlin, Freitag den 11. Oftober

1839. ů r k e i.

Unter died zwisden dem Pentateud und dem Chalinud, als

daß der erstere mündlich von Mofes überliefert worden ist, der Die Raja's in der Türkei.

andere driftlich. Sie schreiben aber beiden Ueberlieferungen

einen gleich göttliden Ursprung zu. Weder bei der Feier der Dritter Artikel.

jüdischen Feste, nog in der Beobachtung der unbedeutendsten

Vorschriften des jüdisden Kultus haben sie fid die geringste Die guden.

Beränderung erlaubt. Die Curlischen Juden haben fich nicht Wenn die Armenier den Muselmannern durch ihre Sitten von den Manidaiden Ansichten frei erhalten Pånnen, die in nahe ftehen, fo findet, nach einer Seite hin, nod eine größere alle orientalische Religionen eingedrungen sind. Sie nehmen ein Aehnlichkeit zwisden diesen und den Juden statt. Die Ketigion Reid der Dämonen und ein Reich der Engel an; Satan steht bildet hier den Berührungspunkt. Die Formel der Einheit Gots an der Spige der ersteren, wie Gort an der Spige der legs tes, welche Muhammed aufgestellt hat, ist von der mosaischen teren. Jeden Menschen geféiten zwei Engel bis zum Code; der Anfoaung nit unterschieden. Ferner find beide Votter befónits gute Engel hält sich redis, der andere linte. Außerdem ist die ten, beide haben einen Absbeu vor den unreinen Thieren, beide Luft von bosen Seiftern erfüllt, welche Sdedim heißen. Dies duloen feinen Bilderdienst. Die Juden im Oriene haben Jahrs fes Wort sprechen fie indeß nur mit Zittern aus, und wenn hunderte hindurd eine unersd átrerliche Anhänglichkeit an die sie die bosen Geister bezeichnen wollen, nennen sie dieselben ,,die Rabbinischen Sabungen, eine unauslöschlide Abneigung gegen braußen". Sie leben der festen Ueberzeugung, daß ein großer jede Aenderung, sowohl der religiösen Einrichtungen, als auch Theil der Krankheiten, mit denen die Kinder heimgesucht werden, ihrer Sitten und Beziehungen zu Fremden, offenbart. Sieht daduro entsteht, daß diese Geister in den storper Derselben eins man file, auf ihr Stadtviertet beschränkt, jeden Umgang mit dringen. Wenn ein Kind fällt, so glauben fie, daß ein Dámon Chriften und Muselmannern vermeiden, Samach und Schimpf diefen Augenblic als den günftigen wählt, um in seinen Körper geduldig hinnehmen, ohne anderen Trost als die Zuversicht einer einzuziehen. Deshalb ftreuen die Mütter Zuder auf die Stelle, glorreichen Zukunft, so weiß man nicht, ob man sie nicht mehr wo das Kind gefallen ist, damit die Schedim, welche sehr nafchig bemitleiden als verachten soll. Die Tårten hassen und verfolgen senn sollen, ihre Kinder verschonen. Auch für die Frauen, welche ffe nicht, aber sie verachten sie und lassen sie die Folgen dieser in Woden sind, fürchtet man die Angriffe der bösen Geister. Geringichápung in jedem Augenblicke empfinden. Die in der Iii diesem Falle hålt man Sinduel, welche mit Nadeln bestedt Túrlei wohnenden Juden find jehr unwissend, abergldubild und werden, und Knoblauch für besonders wirkjame Talismane. Um unduldsam. Sie verstehen sich durchaus nidht dazu, ihren Kindern Tage vor der Beschneidung wird das Kind forgfältig von den mud geben kann; je tajjen viéfetben niði einmal eine Süros Chedim,

werde es erfiden. Alle biele Vorurtheile haben die päische Sprache fernen, obgleid, diese Senntniß für sie von

gros Juden, wie es scheint, aus der Babylonischen Gefangenschaft ber Widtigleit feyn mußte, denn die Zuden in der Lürtei haben mitgebracht, und die Bücher, welche dieselben enthalten, find in Reine eigene Sprache und sprechen nur eine verderbte Spanische Chalodisder Sprade geschrieben. Mundart. Vor einigen Jahren versuchten philanthropische Pros Die Sabbiner haben einen großen Einfluß, weil ihnen die testanten die Smyrnger Juden dem ungludseligen Zustande, in Regierung das Recht verliehen hat, in den Bann zu thun. Ders welden sie ihre Unwissenheit verfeße har, gu entreißen; sie schlu: jenige, den der Bauin trifft, ist außer dem Gesebe, und es bleibt gen den Rabbinern und Gemeinde : Vorfebern vor, eine Søule ihm nichts übrig, als durch die fdleunigfte Unterwerfung

Vers zu eröffnen, in welcher ihre Kinder in den Elementar: Gegenstans zeihung nabzusudsen. Die Rabbiner sind die Lehrer des Geseges; den unterrichtet werden sollten; sie wollten alle Kosten tragen in allen Civils Prozeffen, die von den Juden anhängig gemadić und den Juden selbst die Leitung übergeben. Die Rabbiner sahen werden und die sie nach den Gejegen Mofis und feiner Ausleger indeß in diesem Anerbieten nur eine Schlinge, welche die Christen entscheiden, findet von ihren Urtheilen Peine Appellation statt. der Reinheit ihres Glaubens legen wollten, und sie begnügten Denjenigen, der an einen muselmannischen Gerichtshof appelliren auch im Voraus alle sinder, welche die 'Sáulen der Christen ide Gemeinde ist, besteht eine Sibule, in weider die sinder

3d unterhielt mis eines Cages mit dem Ober - Rabbiner Religion lernen. Die Kinder, welde eine geistlidje Laufbahn über den glüdliden Zustand seiner Glaubensgenossen in Frant: wfhien, lehen den Unterricht bei anderen Lehrern fort, von denen reio;, um seine Eigenliebe aufzustadeln, hatte ich eine Stelle fie in der Uuslegung des Chatmud und der anderen Kommentas aus einem Journale überseßt, in welcher alle Juden aufgezahlt toren unterwiesen werden. Nach einigen Probejahren werden sie murden, die eine bedeutende Stellung in den Wissenschaften, den in der Hebräischen Theologie geprüft, und wenn fie die Prüfung bes Känsten und selbst in der Armee errungen hatten. 36 glaube, stehen, werden sie Gelehrte genannt. Alle Juden, welche fich ihn überzeugt ju haben, aber er antwortete: Die Juden in eines gewissen Wohlftandes erfreuen, zahlen, nach Maßgabe ihres Europa find Christen, welche durch das Lesen unheiliger Bücher Vermögens, eine jährlidhe Steuer; wer sie verweigern wollte, ihr Heil verscherzt haben, sie genießen die Güter dieser Welt, würde in den Bann gethan werden. Mit diesem Gelde werden aber im Paradiese wird kein Piaz für sie jeyn."

die verschiedenen Bedürfniffe der Gemeine, die Unterhaltung der Von der Unduldsamfeit der Partischen Juden gegen diejenis Geistlichyfeit und die außerordentlichen an die Chrlijden Behors gen ihrer Glaubensgenossen, weldoe zum Christenthum übertreten, den 3u entridorenden Abgaben beftriteit. Alle Jahre versammelit Jahren wurde ein junger Mann in Konstantinopel durd das wählt drei Mitglieder, welche die vollziehende Gewalt repräsens

tiren

welde von den Rabbinern zu Rathe gezogen werden Vater bemühte fich vergeblid, ihn wieder zum Judenthum gu müssen, ehe sie in den Bann thun. Der Rath wahli unter den belehren. Er antwortetere immer mit der Schrift in der Hand: Gelehrten drei Richter für die Civil: Progefie und einen Rabbis ,,Entweder das alte Lestament ist ertogen, oder der Meffias ifi ner, weldjem die Prüfung und

Entscheidung aller praktischen erschienen. Sein Vater hatte die Grausamfeit, ihn mit den religiosen Fragen obliegt. Alle diese Rabbiner werden auf les

in ein sperren ften Verbrechen angeflagt. Damit war er noch nicht zufrieden und Eine geistliche Hierarchie ist unter den Juden nicht vorhanden; ließ seinem Sohn vou Zeit zu Zeit Stodidläge aufzählen. Una jede Synagoge ist selbstständige und der Ober - Rabbiner

in Sons fellbar würde er den unglédlichen am Ende gemordet haben, stantinopel hat keinen wenn nicht ein Armenischer Banquier, zu desjen Kunde dieser Vorfall Pam, sich beim Gross Wefir für die Freilassung des jungen Band, und sie lich in diesem Punfte weit strenger als Mannes verwendet hátté.

ihre Glaubensgenofen i egypten und Syrien, welchen zwei Die orientalischen Juden glauben, daß der Thalmud voli Fraaen gestatrei find. Dbgleich die jüdischen Frauen, dem auferent Gott ausgegangen jen. 3hrer Anfibi nad, besteht lein anderer Anídeln nads, auf gleichem Fuße mit ihren Männern stehen

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und sie sich nicht in einem solchen Zustande der unterwürfigkeit Beziehungen zur Gallo: Rómischen Gesellsdaft, und drittens in befinden, wie die muselmannischen und Armeniiden Frauen, so ihren persönlichen Beziehungen zu ihm selbst. wird doch die Heiligieit der Ehe sehr häufig verlebe, da der Sidonius ist der Erste, der die Barbaren beldrieben hat, Scheidung nur sehr geringe geseblie Sowierigkeiten im Wege derin Salvian donnerte gegen die Welt im Namen der Barbaren stehen. Freilich ist die Scheidung von der Einwilligung beider und Gomes, beídrieb sie aber nicht. Sidonius dagegen beidhreibt Garteil abhängig, aber wenn die Frau nicht geneigt dazu lern sie bis zum Uebermaf. Man lese z. B. in dem Panegyribus des follie, so behandelt der Mann sie idlecht, und es bieibe ihr am Anthemius die Sbilderung der Scribisden Vótfer; die charak; Ende nidis Underes übrig, als sich in seinen Willen zu figen. terisiisden Züge der Tatarischen Kace sind darin sehr treffend Im Falle der Scheidung verbleiben die Kinder dem Vater, und gezeichnet. Singelnes darin läßt sogar eine genaue und aufmerf:. es fann daher der Frau niche lower werden, eine andere Ehe same Beobachtung erfennen: ,,Wenn sie zu Fuß sind, erscheinen einzugeben. Die Scheidung gilt bei den Juden für nichts Sdyimpfs fie von mittlerer Statur; zu Pferde oder fibend sehen sie sehr liches, wenn nicht ein Ehebruch die Veranlassung ist.

groß aus." An einer anderen Sielle drúdt er durch eine treffende Dem Rabbinijden Gefeße gufolge, fann der Mann seine Koperbel die Unzertrennlidfeit dieser Votter von

ihren Pferden Frau nach gehnjähriger Ehe verstoßen, wenn sie ihm feine Stins aus: „Andere Nationen werden vom Rüden der Rolle getragen, der geboren hat. Die gutúnftigen Garten dürfen sich vor der diese wohnt darauf." Aud idmmtliche Germanisde Štamme, Verlobung sehen; wenn aber der Kontralt einmal unterzeichnet die in Gallien eingedrungen waren, idildert er, wie er sie an ist, so werden sie getrennt und bekommen sich vor der Hochzeit dem halbwilden Hofe des Eurid gereben: „Hier sehen wir den nide wieder zu Gelidt.

Sadien mit den blauen Augen zittern, ihn, der nichis als die In fittlicher Beziehung ist gegen das Leben der Juden we Wogen des stürmenden Meeres færdier. Hier láßt der alte nig einzuwenden, denn das Geseg verpflichret sie, fid im achos Silamber, nach seiner Niederlage gerdoren, seine Haare aufs zehnten Jahre zu verheirathen, und die Eingebornen wagen nid)t, neue wadsen. Hier spagiert der Heruler mit den grünlichen gegen dasselbe zu verstoßen. Dies ist aber aud cine Haupturjade Wangen, die fast die Farbe des Oceans tragen, an defien dußersten des unter ihnen berridenden Elends.

Rändern er wohnt. Hier beugt der sieben Fuß hobe Burgunder Die Juden in der Türlei betreiben Pein Gewerbe, und auch das Knie und fleht um Frieden." das fand bauen fie nidt, weil es ein fremdes Land ist und sie Man stauni, unter dem manierirten Pinsel unserer Dichters noch immer in der Erwartung des Meisias stehen, der sie nach ro lähne Züge und so lebendige Farben zu finden, und man ahnt Judás führen soll. Man finder wohl unter ihnen einige Kaufs nide, daß die Epistel, der diese Verse enilehnt sind und die an leute und Banquiers, aber ihre außerordentliche Unwissenheit, den Nberor Lampridius, den er Cityrus nennt, geridtet ist, mit ihre unfenntniß der Arithmetit und der Europäischen Sprachen folgenden Versen anfánge, die einen ganz anderen Charakter made ihnen die Konlurreng mit den Armeniern und den Grieden haben: ,,Warum treibst Du mid an, Gejange zu verlangen von unmöglich. Sie müssen sich daher mit dem Kramhandel begnügen. Enrrha, von den Hnantidisden Samönen, von den gelehrten Da fie indeß eine große Waaren s Kenntniß besiben und sehr ges Wellen der Heliloniden, die der Fuß des lebhaften, geflügelten wandt find, to bedienen fid ihrer viele Staufleute als Márier. Thieres hervorspringen ließ?" u. f, w. Diese Poesie, der ihr,

In der Türkei hat rid eine Selte protestantiider Juden ges Inhalt, dem Verfasser zum Troß, eine gewisse Energie giebt, bildet, welche Karaiten beißen. *) Diejenigen, welche derselben unterzeichnet er: Melibdus. angehören, werden von den thalmudisden Juden verabsdeut und 31 dem Panegyrilus des Avitus, der von faden Allegorieen mit dem glühendsten asse verfolgt. Die in der Túrlei wohnens so voll ist, findet er doch noch die Straft, die Völferhorden zu den Karaiten stehen fast alle unter dem Schube Desterreichs oder idildern, die Auila's Fahnen folgen, und den Südrijden Sees Rußlando; nur in Aegypren bilden sie eine zahlreiche Raja s Ges rduber, der die bldulidhen Wogen des Oceans spaltet. meinde. Die Starairen erkennen nur das alie Testament an und Diesen reinen Barbaren, die noch nicht vom Haus der verwerfen den Chalmud und die anderen Kommentatoren. Jeder Sivilisation berührt sind, stellen wir den Barbaren gegenüber, der Karait

glaubt sid verpflichtet, den Pentateuch selbst abzasdreiben; fido ziviliärt, den Anführer, der bis auf einen gewissen Grad die dieses Budy fteht überhaupt in großer Verehrung bei ihnen; fie Kaliung eines Rómirden Kaisers nachzuahmen sucht. Dies fins nehmen alle Vorschriften desselben im wortlichen Sinne und ers den wir in dem Brief, wo Sidonius den Pleinen Hof Theoderidos II. fåtten sie mit der größten Gewissenhaftigteit. 3m Allgemeinen in Bordeaux besoreibt. In diesem Brief giebt uns Sidonius sind sie sehr redlid, und in Rußland und in Gallizien, wo fid einen genauen Bericht über die Are, wie der König den Tag mehrere Kolonieen derselben befinden, stehen sie im besten Rufe. subrachte. Er beginnt ihn damit, daß er Morgens sehr früh mit Die Staraiten gestatten die Vielweiberei, heirathen aber gershus den Arianisden Priestern beter; Sidonius vertraut dem Freunde, lid nur Eine Frau. Die Verlobung hat bei ihnen wie bei den dem er foreibt: Wenn Du mir das Seheimniß bewahren thalmudisden Juden dieselbe bindende Kraft wie die Ehe; und willst, so will ich Dir erydhlen, daß dies mehr auf Gewohnheit die Ceremonien, welde für die Aufldung der einen gebräuchlich als aus Frömmigkeit geschieht... Dann berdafrigt fid Theodes sind, werden aus für die der anderen angewendet. Eine Auss rid mit der Verwaltung des Königreids: Die larmende Menge nahme wird nur duro den Tod des Vaters der minderjahrigen Vers seiner fellbedecten Trabanten er deine vor ihm; nadadam er.id lobten herbeigeführt. In diesem Falle Pann die Mutter die Genehs überzeugt, daß sie alle da find, verabsdiedet er fle: man hört fle migung

der von dem Dater eingegangenen Verpflichtung verweis murren und Adftern hinter dem Vorhang, der den König von der gern. Den Mitgliedern dieser Seite steht es nicht frei, im Teftas Menge trenni, eine Site, die den Formen der Staiserliden Etis ment zum Nadiheile der redemdßigen Erben su verfügen; audi Petre entlehnt ist. Um zwei übr erhebt fic Cheoderid, um, wie dürfen fie feinem Kinde mehr als dem anderen hinterlassen. Fols Sidonius lagi, reinen Šđaß und seine Stalle zu besidrigen, ein gendes ist die Ordnung der Erbfolge unter ihnen: 1) Die Sohne; wahres Barbaren: Vergnügen: denn was fennt ein Barbar Soos 3) die mannliden Nachlommen der mannliden Linie; 3) dié neres als redt viel Gold und Pferde zu befiben? Dann folgt Iddrer; 4) die Kinder der Todrer; 5) der Vater; 6) die Dheime das Bantet, wo maßig getrunten wird, was bei Germanen von vdierlicher Seite; 7) die Brüder; 8) die Mutter. Die uns merkwürdig genug ist; naodem er das Mittagsidldfden (som. ehelichen Kinder sind ebenfalls erbfähig, wenn die Mutter eine nus meridianus) gehalten, spielt Theoberid Búrfel, und Sidonius, Skaraitin war. Der Mann erbt nidie von der Frau, obgleid diese der feine Gelegenheit unbenugt lábt, dem stånig Scomplimente su ihm einen Cheil ihrer Mitgift fchenfen tann.

machen, versichert, daß er immer Philosoph bleibe, moge er ges Nach der Behauptung der Rabbinischen Juden ist diese Selte winnen oder verlieren. Gleicwohl gefteht er nad her, das zur um die Mitte des acten Jahrhunderis entstanden; aber die Stas recien Zeit verlieren ein sehr gutes Mittel ren, fid beim Stonig raiten selbst wollen don vor der Zerstörung des ersten Tempels beliebt zu maden, und daß er selbst dies retten versäume. Dann erifirt baben; damals hatten sie einen Bund unter dem Namen folgen bis zum Abend wieder Gerdafte; des Abends zerstreut man der Gesellschaft der Söhne Juda's" gebildet und erst später fich fd, jeder vollendet den Tag bei seinem Patron. Dieses Bild ist Staraiten genannt. Die Gedichte dieser Seite serfalli in drei mertidúrdig. Die offizielle Religion nimmt einige Minuten des Haupsabránitte; die erste wird durch die Fluche ihres Faupted Morgens weg, der Chef umgiebe fid mit den Seinigen, fusht fie Šimeon Ben Sheral nad Alexandrien und durch die Kútlehr aber in gehöriger Entfernung zu halten. Die Audienzen hinter deffelben nad Jerusalem bezeichnet. Der zweite Abidinitt beginnt dem Vorhang, bei Tijd, diese Regelmäßigteit bei den an ünges gegen die Mitte des adien Jahrhunderts, als Anani, ihr Obers bundenbeit

. gewohnten Germanen, dies Alles zeugt von

einem ges haupt, in Babylon war. Der

Anfang des dritten Abidinittes fälle wissen Streben nad Civilisation und nad Rðmilden Sitten; im ins funfzehnte Jahrhundert, als Eliah Ben Don Davis von Goaß oder im Stall finden wir den Barbaren wieder. Endlid Lihabon nade konftantinopel tam, um eine Verschmelzung der dürfen wir nidt vergessen, daß dieser Theoderid, der den Virgit Karaiten und der Rabbinijden Juden zu bewirlen. Da sein gelesen und dessen Philosophie und Civilitat (civilitas) von Sidos Plan nicht zur Ausführung tam, gab er ihnen ein Oelesbud, nius gerühmt wird, durch einen Brudermord fich den Weg sum welches die Grundlage ihrer Einrichtungen bildet.

Chron gebahnt hatte und auf gleide Weise desselben beraubt

wurde. f r a n I r e i dh.

Sidonius ídmeidhelte nidt bloß dem König, er war aud galant gegen die Sdnigin. Evodius, der fido bei Hofe beliebt

maden wollte, haute die Absicht, der Kagahilde, der Gatrin Aus dem Leben der Gallo - Römer und der Gothen des Euridh's, einen mit Bildwert versehenen Becher zu schenken. Er fünften Jahrhunderts.

verlangie von Sidonius golf Verse, woju Sidonius sehr gern

bereit ivar. er fange mit Triton und Galathea an und endet (Soluf.)

mit einem Sompliment über den Teint der Barbaren Frauen. Sidonius schildert uns die Barbaren in dreifacher Begie: Die lebten Worte find: Glúdlid das Setrant, das in den hung: erstens als Barbaren an und får fich; zweitens in ihren Glang des Metalls eingerchlossen und durch den noch höheren

Glanz der Züge der Königin veridónert wird. Wenn sie darin von 3. Man vergleide den Aritkel „die Karatten" in Nir. 67 des Magasins

ihr Gesicht zu spiegeln würdige, empfängt das Silber seine Weiße
von diesem Gesicht." Gewiß odpre die Gartin Eurico's del

.

Stoff ihres Beders höher, als die Verse des galanten Didters Die, welde den Mujen:Almanad) von 93 gelesen haben, behaups' * an der Kußenseite.

sen, er jen eben so voll von zucferjúßen Kleinigferien in diesem Im Grunde verabscheute Sidonius diese Barbareil, und in furchtbaren Jabre, als in den frúleren und späteren. Es giebt iaus der erften Hälfie seines Lebens, als er 10h in Lyon unter den rend Beispiele von diesem Mißverhaliniß zwisden cinem Theil der Burgundern war, che er nach der Auvergne unter die Gothische Literatur einer Zeit und der Geihidre dieser Zeit. Sit darum Herri daft tam, lobte er einen seiner Freunde, einen Lnoner der Sav, daß die Literatur der Ausdrud der Gejelliitafi ift, wes Didier, der fo eben eine Sarire' auf diese Burgundisden Könige niger ridnig? Jo glaube nidi. Nur ist es nicht genug, daß die. gemacht

, von denen der graujamste und glücklidíte, der seine drei fer San jo hingesteilt wird, er muß auch seiner ganzen Liefe Brüder gemordet, von dem heiligen Avitus gepriejen wordeni. nad begriffen werden. Die Literatur spiegeit immer die Gesells Man freut sich zu sehen, daß es noch Leute gab, die wenigstens daft zurück, aber nidit immer den Theil derselben, der auf der duro Satiren diesen erbärmliden Sømeid eleien entgegentraten. Oberflåde erscheint. , Sie drúdt oil das aus, wus verborgen ist, Sidonius selbst hat fich gegen seine Herren einige Epigramme und in dieser Hinsicht hat oft das Studium der Literatur das erlaubt, welche furch:jam genug den Unmuth des Gelehrten auss meiste Interesse, denn sie sagt uns, was die Geididre uns vers gesprochen, den man in seinen Studien gestört hat. „3", sagt soweigt. Die Literatur ist nicht bloß ein Herold, der den Triumph er, der ich, unter diese langhaarigen Horden hingeworfen, ges der berridenden Ideen und Gefúbile verfünder, sie ist eine Vers zwungen bin, Germanisde Worte zu erwiedern, mit saurem šes traute, die uns mittheilt, was man heimlid gedad und gefühlt ficht zu loben, was der gefräßige Burgunder finge!... Glüdlid hat, was nicht gerdusdvoll ans Tageslids irat, desto tiefer aber deine Augen, deine Naje, deine Ohren ... fern von diesen Ries im Inneren verborgen war. Zuweilen openbart fie nicht die fen, denen faum Alcinous' Küche genügen würde! Doch meine Herridaft, eines Faktums, sondern die Reaction gegen dasselbe. Mure soweigt und halt inne: sie får diet, man inodore dies für Šie spridi Wünide, Bedürfnisse aus, ein gewiljes Joeal, das eine Satire halten.“ So wird Sidonius aus Stlugheit zahm; er die Geister mit fid herumtragen. Auch ist nende immer die unterbricht ride, weil er fürchret, den Sdierz zu weit ju treiben Siimme des Momenis, in dem sie hervoririli; le ist oft der und seinen furchtbaren wieben Fuß hohen Patronen", wie er sie Nachball des Gervesenell, der lebre Seufger des lintergehenden, nennt, ju mißfallen.

der erste Sdrei des Werdendeli. Gerade in jo foredliden Zeis In reinen Briefen bemerkt man oft dieselbe Klugheit; alle ten, wie das 5te und Gie Jahrhundert, fühlt man das Bedúrfniß Augenblic legt er sich Schweigen auf oder bedient rich unvers nad einer literatur, die inii der Wirllidh leit nidis gemein hat, am ftåndlider Ausdrüde. Er spricht sich nicht über die Personen, meiften. So ging es Sidonius und seinen Freunden; nie muren von denen er redet, aus, er nennt die, welde er antlago, nidi. in einer Welt leben, die durchaus verídieden, dar von der nar Das gange Verhältniß des Sidonius und der Literaten überhaupt au reellen Welt, die sie umgab und crdrúdie. Freilid ganz zu den Barbaren drådt fide vortrefflich in der Phraje aus; entzieht man sich nie dem Einñub seiner Zeit, und die Wirklich Wir machen uns über sie lustig, wir verachten sie, und wir feit dringe selbst in die Poesie ein, die von ihr am weitesten ents für ten fie.“

fernt ist." Daher tragen aud die Werte des Sidonius Apollinas Doch so wie wir in der Geschichte seines Lebens rahen, daß ris das treue Gepräge der galloromijden Gesellidait des gren ihn das Gefühl seiner bildsflichen Stellung auf eine gewisse Jahrhunderts und weihen und in das geijije, filliche, litera: Hdhe der Euergie und des Patriotismus erhob, eben so finden wir rijde und politijde Leben jener Zeit ein. 9. 3. Ampère. aud neben den Someicheleien, die er an Theoderich verschien. det, neben den galanten Versen, die er an Ragahilde ridtet, und feinen furchtsamen Scherzen über die großen Barbaren von Rieben

olt i no i e. 11. Fuß, die ihm so viel Angst maden, einmal eine offene und muthige Sprache. Er, der von Natur so wenig zur Begeisterung aufges

Die Frauen der Hindus.) legt war, wird doch warm, indem er von den Leiden des Landes und der Kiroe, von dem Untergang des Glaubens und der orthos Die meisten Reisenden, die in früherer Zeit Indien besuch: doren Tradition spricht. „unseren Kirchen", sagt er, i fiehlten, haben nichts weniger als geinstige Urtheile úber sittliden man nidis als faule Décher, die auf der Erde liegen, oder Thůs und geistigen Werih der dortigen Frauen gefällt; allein es vers ren, die feine Angeln haben; der Eingang zu den Bafililen wird dient Beadlung und ist Pein idwaches Argument zur Veriheis durd wilde Dornbeden versperrt; die Heerden liegen niør bloß digung des weiblichen Sharatters aud in diesem Theile der in den Vorhöfen, sondern sie begrasen die Seiten der Altdre." Welt, daß nur die oberfládlichsten Beobacter, bloße Küstenbes

Die Phantasie und die Literatur der Gallos Rómer hat die sucher und überhaupe folde, denen jede Gelegenheit zu genauerer Barbaren' in fide aufgenommen. Salvian nimmt von ihrem Bekanntschaft mit den Eingebornen abgeichnitten war, von dem Erscheinen Gelegenheit, furchtbare Strafreden gegen die allges weibliden Geschlechte Inõiens Idler und lieblos urtheilen, gemeine Berderbniß zu halten und die Weisheit der göttliden wahrend Andere, die langere Zeit im Lande verweilten, ihren Borsehung zu preisen. Sanft Upit zeigt uns das turiose Vers frengen Ton immer mehr herabstimmen, bis der anfángliche hältniß der štirche zu den Barbaren, der Stirche, die sie fürchtet bitere Tadel endlich gar in lob übergeht. Man würde ich sehr und dont, die Arianischen Fürsten zum Patholischen Glauben zu tdurden, wenn man den Grund dieses veränderten Urtheils in belehren udt und fide endlich den orthodoren Siegern in die einer Besserung des Charallers der Frauen judie; nur die Euros Arme wirft. In Sidonius Schriften fieht man, wie diese Bars pderinnen haben tausend Wechiel der Mode, der Erziehung und baren nod gehabt, aber immer mehr gefürchtet werden, ipie - Berfassung durdgemacht, während dus ghidial und die Stellung man ihnen laui fdmeidelt, fie leise verwünst und sie wie im der Frauen des Öftens immer unverändert geblieben sind. Fluge idildert. Wir lernen sie hier nur Durdy ihre Gegner Pens Die frühesten Europäisden Reisenden beidhideren fido augs nen; das Barbarenthum hat sich nicht selber geldilders. Bald drůdlid darüber, daß we nur mit den verworiensten Individuen wird es allein berriden; noch einige Jahre, und diese gange aus niedrigen Kasten einigen Verlehr aninupfen Ponnten. beidnisde Kultur, die so lange geblah, die selbst die Phantafie g. B. Bernier; 1o Derrn, der noch frúber (im Juhre 1615) nad der driftliden Soriftsteller, der Bilddre, der Heiligen beherride Indien ging. Lebterer foreibi: ,,ücber den Sharafier dér vors hat, wird vom Sdauplas verídwinden, und nur die Barbarei nehmeren Frauenzimmer muß ich mit jedes Urheils begeben; bleibt gurid mit dein Christenthum; fie wird das Christenthum derin mit diesen Pann man nur Bepairmíthafi anfnåpfen, wenn selbst ergreifen, und die

Stirde wird zum großen Theil barbas sie nicht ehrbar oder verarını find." mille hur jeder in diesem rijd werden. Bis auf Start den Großen folgt dann ein furdes Punft unerfahrene Reisende rene linijevibeir jo aufridrig eins bares Chaos, aus dem laum ein Sdimmer von Civilisation bers gestanden, wie Terrn, fant nad eigener Phantasie oder sac vorbringt.

Faliden Modellen ein Bild zu entwerfen! Tennanı, der im Eine Bemerkung, die fido uns bei der Lettüre eines Cheils Jahre 1796 farieb, lagi mit Hinweiung auf folde unrediide der Sidonijden Werte aufdringe, int die, daß fie der Zeit und den Stunftgriffe vieler Reisenden: ,, Dicle Seite des bauslichen Lebens Umfånden, unter denen fle entstandeli, so total fremd find. Wenn bei den Abaten lennen die Europder schledorer, als irgend eine man diese Fodseitsgedichte, diese Episteln, die mit solcher Sorgs andere, wie viel auch darüber gefrieben worden ist. Soon fall gefeite find und deren Inhalt oft jo nichtig ist, betracoret, ift der Name des Frauengemachs, Harem (ous Verboselle), man versudt, zu Idließen, daß Einer, der folde Dinge gesdries deutet an, daß alle Fremde, besonders männlide Judividuen, ben hat, in einer ruhigen Zeit gelebt haben muß, wo ein Sturm von demselben ausgeschlossen sind. Man darf also die !rginig, die Gesellsdaft aufregte. Und wie anders ist es in der Wirllid faden-Erzählungen von den Privilegien, Sitten und Britaftis teit! Nie bat fide die Menschheit unglüdlider gefübit, als in gungen Aflarijer Frauen unbedenklich für Mährden erfláren; dem Jahrhundert, das mit Ularidh anfängt und, nachdem es einen denn es fehlte ja den Beridterftantern jede Gelegenheit zu felbts Attila und Genserid erzeugt, mit Kloowig endet. Dieser Stors Atandiger Beobadtung." traßt findet fid oft in der Literargeschichte wieder. Als im 161en Ein folder Keifender war unter anderen der Hollander Jahrhundert die Soaferliteratur Italiens, das Sonnett, das Stavorinus, der rid úber die Indiiden Frauen alio vernehmen Madrigal, die Elloge nad Spanien kommen, von wem werden loßt: ,, Die Weiter hier zu Lande, obgleid von braunem Teinit, fle eingeführt, wer sind die Verfasser jener" sanften Sonnette, haben angenehnie Geficier und find wohl proporrioniri. Ihr jener romachienden zonllen? Niemand anders, als die Führer Talent zu Intrigueu int coen so groß, als ihre deppigfert. Sie der Banden Karl's V. und Philipp's II., die Europa in Soreden bedienen sich aller ordentliden Strifie, um die Herzen ihrer festen, jener

Garcilaso, der fein ganzes Leben hindurch im Feide mannlichen Belannten, besonders wemi fie No81dnder ind, 310 war, jener Mendoza, der daffelbe Italien, dessen sierliche Poesie umftriden. Weibliche Prostitution gile für feine Sdia: de; es er nachahmie, mehrere Jahre lang mit cijerner Kuihe regierte giebt allerwaris privilegirie Drie, wo eine große Zahl feiler und ldonungslos plünderte. Man erfaune, wie verschieden die Dirnen unterhalten wird. Dies Alles ist mit Prisisdem Urtheil Gefühle sind, die man diesen Menschen allein zutraur, von denen, die fle ausdrůden. Mit mehreren anderen Epochen ist es eben so. *) Für diejenigen Leser, welche die rogenannten Bajaderen in Deutid: Nie hat man mehr von der Natur gesprochen, als im 18ten Jahrs

land gerben, also die Hindustantidhen Frauen bereits von angefidit in an: bundert, und nie berridhte mehr fuge und Künftelei als damals.

gericht kennen gelernt haben, möchte dieser Artifel von beinnderem Interesse seyn.

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