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daß er im Weigerungsfalle ihre H&user niederbrennen und ihre drohte von einer anderen Seite her. Die aussdließlichen uns Ländereien verwüsten würde. Man sagt, er habe seine Drohuns hanger der Italianismen Mufie waren aud nior zufrieden ges gen immer ausgeführt, jedoch selten einem Individuum Gewalt stellt. Eine Dper von Sacdini, ,,die Dinmpiade", ins frangos angethan, und auch dann nur, wenn die Leute fich zur Wehr seks filde úberseßt, wurde durd Gluď's Einfluß von der großen Dper ten. Eine andere Calcil José's war so verwegen, daß fie viels zurůdgewiesen und nacher auf dem Jialidnisoen Theater geges leicht nur in Spanien, wo die Polizei so nadlåsig ist, guten ben. Man fand die Melodie reider als die des Deutsden Soms Erfolg versprechen Ponnte. Der Rauber stellte fich mit seiner ponisten, und Glud, der aus auf alle seine Leidensaften die wohlbewaffneten und wohlberittenen Manndaft an der Landftraße Lebhaftigteit seines Genius übertrug, verbot die Aufführung der auf, bisweilen im Angefidit einer großen Stadt, und berweilte Dper nad der vierten Vorstellung derselben. Ein anderer Feind daselbst Tage lang, jeden Reisenden überfallend und die reichsten jedod, dem er nicht beikommen Ponnie, trat icon seit Idngerer und vielvermogendsten Personen fortschleppend, um ein gutes Zeit gegen ihn auf; es war Piccini, den die Dubarry guerst dem Ldregeld zu bekommen. Die Macht dieses Réubers wurde auf Sdúßlinge Marie Antoinetteng entgegenstellen wollte und den die Lange so furchtbar, daß die Post-Fuhrwerke ihm eine Art von die Anhanger der Italianischen Mufie aufredt zu erhalten suchten, Steuer zahlen mußten, um verschont zu bleiben, und einzelne als durch den Cod Ludwig's XV. der Einfluß der Favoritin seine Reisende fich Passe von ihm verschafften, um sein Gebiet ohne Bedeutung, perlor. Marmontel, der immer an ihrer Spiße ftand, Fährde durchwandern zu Pónnen; denn er herrschte in Andalusien nahm es über fich, Piccini in die Königliche Oper einzuführen. eben so unumsdyrånlt, wie Ferdinand in Madrid, und war recht Die Oper ,,Roland", deren Tert er får diesen Meister gearbeitet eigentlich der Herr des Landes'', wie die Bauern ihn nannten. hatte, wurde 1778 mit glänzendem Erfolg aufgeführt, und laum Er spielte diese Rolle über zehn Jahre (von 1823 bis 1833). Von haute die Italianise Musie sich einen Weg in die Oper gebahnt, Zeit zu Zeit schickte man Truppen gegen ihn; allein es gelang fo bemddirigte sie sich derselben auch bald gånglid. Piccini's ihm stets, ihnen auszuweichen oder sie glüdlich abzuwehren. Das und Paesello's Compositionen wurden hier von Italianisden Rathjel, warum er so lange ungestraft sein Wesen getrieben, Sångern aufgeführt, und als de Vismes, der Direttor der Oper, dürfte seine Lösung zum Theil darin finden, daß viele Pokal Bes um diese Kühnheit auszugleiden, den ,, Theseus' bon fulin Hörben, von Furcht oder Interesse angespornt, ihm Vorschub tha: wieder einstudiren ließ, wurde die Oper unbarmherzig ausges ten und die ganze Bauernschaft seinen Unternehmungen guten pfiffen. Erfolg wünschte; denn da José Maria Peinem Bauern jemals ein Ein schredlicher Sampf entspann sich nun zwischen den Ans Leid zufügte, vielmehr dadurch, daß er den regularen Truppen hangern Glucts und Piccini's. Deutschland und Italien wetts Widerstand leistete, ein Schußherr des Soleichhandels wurde, eiferten in der Person dieser Beiden mit einander vor den Augen bei welchem fast alle kandleute im südlichen Spanien betheiligt der Nation, die am besten über ihre Streitfragen richten konnte. sind, erwarb er sich große Zuneigung und Verehrung. Er wurde Auf alle mögliche Art angegriffen und vertheidigt, mußten fich in der That für einen Helden angesehen, denn ein wildes Aben: die beiden Häupter wohl mit einander verfeinden. Man vers teurer Leben, wie das seinige, wobei es Beute in Ueberfluß und hnte sie jedoch wieder und ließ eine Art von Herausforderung keine låstige Steuern giebt, hat in den Augen der Bewohner an sie ergehen, die sie Beide gnnahmen. Ein Jeder von ihnen Des niederen Andalusiens, welche die Gefeße des Mein und Dein erhielt ein verschiedenes Tertbuch, das denselben Titel, Iphigenie niemals recht verstanden haben, einen wunderbaren Zauber. – in Tauris", führte. Glud's Parritur wurde 1779 aufgeführt, und Wie lange José diese Macht und Autoritát behauptet haben würde, der Komponist hatte darin fo viel Gelegenheit, die ganze Kraft ist schwer zu sagen, allein er entschloß fich endlich, wie andere und wilde Große seines Genius zu entfalten, daß sein Nebens große Männer, zur Abdankung. Im Jahre 1833 eröffnete er Uns buhler, von solchem Erfolge eingeschüchtert, erst zwei Jahre nachs ferhandlungen mit der Königin, der er seine Bande aufzulösen her auf den Kampfplaß zu treten wagte. Als Piccini's , Iphis gelobre, wenn sie ihm vollständige Amnestie und außerdem die genie" 1781 erschien, hatte Glud, durch das ciasto feines legten befoldete Charge eines höheren Polizei Offizianten zufichern wollte. Werles ,,Edo und Nargis" entmuthigt, seine Laufbahn aufgeges Die Königin bewilligte sein Gesuch; allein Jofé Maria belleidete ben und fidh nach Deutschland zurüdgezogen. Piccini's garte, das legitime neue Åmt nur kurze Zeit; denn als er bald nad sube Melodieen erschienen sehr nichtssagend neben der machtigen Antritt desselben den Versuch machte, einige reiner früheren Kas Erinnerung an Gluds ,,Iphigenie". meraben, die in eine Meierei fidh geflüorei hatten, zu ergreifen, Den 8. Juni 1781 gerstörte abermals eine Feuersbrunst, nad streckte ihn beim Aufbrechen der Thür ein Flinteniduß entseelt einer Aufführung des „Orpheus", den Saal der Königlichen zu Boden."

Oper, der ein Jahrhundert lang das Palais-Royal zum Sammels

plaß aller Müßiggånger, aller Abbé's und Zeitungsschreiber ges S r a n t r e ich.

macht hatte. In Zeit von einigen Monaten erbaute man nahe an der Porte St. Martin ein Theater, das danach benannt wurde

und worin nun die Oper ihre Vorstellungen gab. In diesem Geschichte der großen Oper zu Paris.

Saal feierte Piccini seinen schönsten Triumph. Hier fang 1783 (Fortsegung und Schluß.)

Demoiselle St. Huberti seine „Dido'', fo. vollendet, wie man

fie seitdem nicht wieder auf diesem Theater hårte. Für diese an den Neuerungen, die Gluck in Sängerin, welche durch Glud aufs Theater gekommen war und Schöpfungen, aber auch eine Straft des Ausdrucs und eine lo Studium ausbildete, hatte Piccini die Partie geschrieben und sie edit dramatische Wirlung, wie man sie nicht leicht in den Wers mit all dem Glanz, der Sønheit und dem Melodieen: Reichs ken der ultramontanischen Meister antrifft. Nach dieser Seite hin thum ausgestattet, womit die Komponisten seines Geburtslandes entwicelte Glud einen Keim, der offenbar in dem wurzelte, was so verschwenderis umgehen. Stalien war nun im ausschließs man Französische Musie nannte. Die pathetische Declamation lidhen Befig der Söniglichen Dper, und seine berühmtesten Meister mpar Lully's und Rameau's ganzes Verdienst, da sie sich nur dars traten nach und nad dort auf. Yuf Piccini folgte Sacchini, der, auf bedranften, fo famen fie aud in den Fall, hooft langweis in Neapel geboren, erst die Welt durchzogen hatte, bevor er nas lig zu feyn und die Wirkung ihres einzigen Elementes noch Paris Pam, wo er seinem Ruhm die Krone aufseßte; mit seiner moglidst zu beschränken. Glud verstårfte diese Wirkung, indem Chimene'i debůrirte er hier. Die Frangofisden Mufiler Ponnten er ienes Šlement durch den Kontrast der Melodie unterstůßte und Paum noch einen Erfolg in der Dper erringen, seitdem alle diese außerdem noch aus all den Hülføquellen befruchtete, welche die berühmten Ausländer dort ihren Kampfplaß hatten. Gretrn selbst, Deutsche Instrumentirung ihm bereits zu Gebote gestellt hatte. den Sachverständige noch jeßt den Molière der Mufie nennen, Diejenigen, welche sich in den legten Jahren einer neuen Invasion war mehrmals durdgefallen; 1784 machte seine ,,Karavane! der Italianischen und Deutschen Muflê widerseşten, fahen in Glud einiges Glúd, deren Tertbuch der Graf von Provence verfaßt die vollkommenste Personifizirung jener französischen Musil, als haben foll. deren Vernichter man ihn zu seiner Zeit betrachtete, und deren Glud hatte Sdiler hinterlassen, die, seinen Gegnern zum echte Meister in den Augen seiner Gegner nur Lully und Nas Troß, fid bemühten, seinen Ruhm fortzupflanzen. Vom Salieri, meau waren. Wenn wirllid die Französische Musie etwas für dem vorzüglichsten derselben, wurden mit großem Beifall die fich Bestehendes ist, fo Pann ihr allerdings Glud als ein treffs Danaiden aufgeführt, die er in Wien unter den Augen seines liches Vorbild dienen; aber vergessen wir nur nicht über das Res Meisters komponirt hatte und die anfangs auch unter Gluds fultat die Ursachen, Daß ein gewisser pathetischer, leidenschafts Namen gegeben wurden. Phádra" und die Roxazier" von lich bewegter Ausdrud, die Mitte haltend zwischen den funfelns demselben Tonseßer nahm man fälter auf: Defto besser gefiet sein den Melodieen der Stalidner und der tiefen, gewaltigen Harmo: Arur", zu welchem Beaumarchais den Cert gedichtet hatte. nie der Deutschen, eine besondere Gattung der Mufić får

Frants Des größten Erfolges erfreute fich aber in jener Beit ood reich bilden fann, deren Wunder der Genius der Nation in Zukunft Sacchini, deljen Dedip zu Kolonos" får ein Meisterstuct in vielleicht nod ang Licht fördern wird, das will ið gern glauben, lyrisch: dramatischer Hinsicht galt. Leider konnte aber der Vers und ich bin stolz darauf. Aber man bedenle aus, daß diese fasser fid nidt an der Bewunderung des Publikums weiden, Gattung stets von der Deutschen und von der Stalidnisden abs weil er bald nad der Aufführung dieser Oper starb. Die hängen wird, daß ihre Mittel sich in demselben Verhältniß wie Gegenpartei war nun entwafnet, und von jener Zeit an blieben die der beiden lebteren Gattungen vermehren werden, und das die Anhänger der französischen Musif ganz ohne Einfluß. Eine es den Duell ihrer Lebenskraft verstopfen hieße, wenn man diese Oper von Paesiello, Theodor'', aus dem Italianijden übersebt, beiden ganz verbannen wollte.

wurde ohne Hinderniß auf

der Königliden Oper einstudirt. Orpheus'', ,,Alceste" und „Armide" freigerten Glud's Ruf Cherubini, der fich don in Italien ausgezeichnet hatte, bis fum höchsten Gipfel, doch fanden auch diese schönen Arbeiten trat zuerst 1788 mit seinem , Demophon" auf. Er war fein auss ihre Gegner, denn die Lullisten intrigirten fortwährend und was blieblider Anhanger der Methode seines Vaterlandes, über ren darüber exccúfter, 246, man neue Mufie auf dieselben Terte haupt war auch seit Glud jener Praftvolle

Ausdruc, den er eins au Pomponiren wage, die ihr Meister sdon im vorigen Jahrhun: geführt hatte, zum Gesez fúr alle große Komponisten geworden,

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Geist und mit dem ihm eigenthümliden Pathos durchdringen und An diesem Abend bradle die Sdaulust For, Pitt und Sheridan beberriden.

in eine Miethlutide susammen.

Um dieselbe Zeit, wo die Liebhaber: Theater in England England.

wieder Mode wurden, regie fich ein dhnlider Geldmad unter den höheren Stunden in Irland. Im Jahre 1759 ward eine

Reihe folder Borstellungen in Lurgan gegeben, in der Grafschaft Zur Geschichte der Liebhaber - Theater.

Armagh, dem SIB des berühmten Mitglieds des Jrischen Pars III. In England.

lamenis, William Brownlow. Dieser Bühne verdante die dras

matische Literatur den Vollsschwant „Midas'', bei deffen Aufs In Italien und Frankreid gab es früher Liebhaber - Theater, führung der Verfasser Kane D'Hara die Rolle des Pan gab. als Offentlide; in England dagegen hatte man schon sehr früh Diesen Darstellungen folgte im nadsten Jahr eine Art theatras befoldete Sauspieler. Erst unter der Regierung Jakob's I. war lisden Jubildums in Castletown, dem Siß des Herrn Thomas es, wo Liebhaber - Theater auffamen und Hof und Adel an den Conolly, wonach der Aufführung des ersten Theils von Heins Sow&nken Theil nahm, ienen reiden, phantastischen Schauspies rid IV. ein Epilog von Hufien Burgh gesprochen ward, einem len, auf welche die Vere's, die Derby's, die Bedford's, die

Clifs der ausgezeichnetsten Rechtsgelehrten, die Irland je hervorges foro's, die Arundels und andere historische Namen so viel Glang bracht, um dieselbe Zeit gab Irlands einziger Herzog, Leinster, werfen und die durd Johnson's und Milton's Federn in unserer seine fürstliche Wohnung in Cartown zu einer Reihe von dramas Literatur unsterblid geworden sind. Der Hof der Gemahlin Jakob's, Anna von Dänemart, hat der ,, Betclers Oper" gab, was bernach der Erhebung dieses

tijden Vorstellungen her, wo der Diakonus Marly den Lodit in fid Borzüglich durch die Aufführung der Johnsonden Poslenspiele ausgezeichneten Mannes zum Bisdof von Waterford teinen Eins ausgezeichnet. In der zwolften Nacht des Jahres 1605 ward

trag that. fein , ichwarzer Schwank" mit einer Pracht aufgeführt, von der zu den interessantesten Srländischen Liebhaber Theatern des uns die 3000 Pfund Kosten nur einen schwaden Begriff geben. vorigen Jahrhunderts gehört das, welches im Jahre 1774 auf Die Hauptrollen spielten die Königin, die Gräfin Luch von Beds den tandsigen des Sir Hercules Langrishe und des Herrn Flood ford und gehn andere Hofoamen, welche die Mohren darstellten zu Stande fam, wo die beiden berühmten Redner Grattan und und, wie Sir Dudley Carleton uns erzählt, ,,Gesichter und Arme Flood zusammen auf der Bühne erschienen und, indem fie die bis zum Ellenbogen schwarz gefärbt hatten." Über Nichts', beiden Feindlichen Häuptlinge Macbeth und Macduff darstellten, fügt er hinzu, viftand ihnen so gut, als ihr eigen Roth und Weiß." eine Art poetischer Vorübung zu ihrem fünftigen politischen Kampf

Der Hymensiowane", der ,, Schönheitsidwane", der hatten. Grattan's Name kommt dann wieder bei einem Liebhas , Sámané der Königinnen", der Gegenschwant der Heren? ber Theater im Jahre 1776 vor, wo er nad einer Aufführung des und viele andere folgten einander, an welchen fein gemeiner „Comus” auf dem Landfio David Latouche's einen von ihm selbst Schauspieler Theil nehmen durfte. In dem Oberonsidwant" verfaßten Epilog in Versen sprach. Im Jahre 1785 bildete fid fand man, wie Sir John Finnet erzählt den kleinen Herzog ein Liebhabers Theater in Slanes Castle, unter dessen Schauspier Kart (Karl I.) mitten unter den feenhaften Tängern.“ Die , Jago lern der Name Lord Edward Fibgerald's aufgeführt wird. Im auf Kupido", die im Jahre 1608 zu Lord Harrington's Vermahs Jahre 1802 gründete der verstorbene Richard Power, ,,ein Mann, lung aufgeführt ward, fostete jedem von den eilf Herren, die der fich nie einen Feind machte, noch einen Freund verlor'', wie darin mitspielten, 300 Pfund.

der beredte Oberrichter Bushe von ihm sagte, ein Liebhabers Die Unruhen im Staat und die Sorgen Karlos I. verbanns Theater in Kilkennn wo jdhrlich mit geringen unterbrechungen ten fast alle theatralide Bergnügungen von dem Sofe während bis zum Jahre 1819 Vorstellungen gegeben wurden, an welden feiner Regierung; dod fanden ħie eine Zuflucht in den Häusern die Herren Grattan, Curran, Thomas Moore, Corry u. f. m. des Adels. Zwei Schmånke, die damals gegeben wurden, wers Theil nahmen.

Theil nahmen. Mit dieser Theater · Gesellschaft zu Killenny den die Namen derjenigen, die darin auftraten, unsterblich machen, endete die Zeit, die man die gesellige Periode von Irland die „Arcades” und der „Comus” von Milton. Das erstere wurde nennen kann.

(N. M. M.) von den Kindern der verwitweten Grafin von Derby auf ihrem Landfig Harefield Place gegeben, und das andere von den Söhs nen und Tootern des Grafen von Bridgewater in Ludlow, der

Ma nnigfaltige s. damaligen Residenz des Lord Präsidenten von Wales im Jahre 1634.

Der lebte Versud, diese Art von geselligen Vergnügungen zu erneuern, fand unter Karl II. statt, wo die beiden túnftigen

Shalespeare's Heinrid V. Durch die Bemühungen Röniginnen, Maria und Anna, nebst vielen adligen Personen beis

Macreadn's ist dieses Drama vor einigen Tagen zum erstenmale der Geschlechter, den Sowane ,,Callisto“, der von

Cromne ges (wenigstens in der neueren Zeit) auf dem Coventgarden Theater fchrieben war, bei Hofe aufführten und wo der unglüdliche Hers

in London aufgeführt worden. Dem Stüde fehlt es befanntlich zog von Monmouth unter den Tängern erschien.

an einer eigentlid dramatischen Intrigue. Heinrich V., dessen Von Karl II. bis in die Mitte des 18ten Jahrhunderts bietet Jugendjahre uns so ergoßlich in den beiden übtheilungen Heins das Englische Théâtre de Société wenig Interesse. Maskeraden

rid's IV. vorgeführt werden, tritt darin als der Held von Ázins tamen gleidszeitig mit dem Hause Braunschweig auf und waren

court auf; ihm gegenüber erbliden wir Karl VI. und den Frans während der Regierungen der beiden ersten George im Fashionas gofliden Hof sámpfe und Verhandlungen um die Ansprüche bein Leben dußerst beliebt. Sie waren ein Lieblings: Vergnügen Englands auf die Herrschaft über Frankreich bilden den Stern Georg's II., der sich oft unter die mehr als 2000 Personen starte

dieses abwechselnd in beiden Ländern spielenden Drama's, in Menge der Subscriptions: Bälle in Ranelagh und dem Operns

welchem zwar noch Falstaff's Compagnie, nicht mehr aber der hause zu mischen pflegte. Auf einer solchen Maskerade war es,

tapfere Sir John selbst, den Humor der Soenten Alt-Englands wo der König, der ein altes Englisches Kleid anhatte, fich an

repräsentirt. Dagegen fehlt es nicht an reichen Aufzügen, prachs einer Gesellschaft erg8bte, welche ihn aufforderte, ihr am Chees diese find burd einen Pernigen Dialog und durf einen Chor vers

tigen Belagerungs und Sølacht Scenen, Festlich Peiten

aller Art; tijd aufzuwarten. Lady Dalfeith, die Tochter des großen Herzogs von Argyle,

bunden, der zu Anfang jedes Altes wiederlehrt und, wie in der brachte die Englijden Liebhaber Theater wieder in Sawung.

Griechischen Tragödie oder wie in Shiller's ,,Braut von Messina", Sie sammelte 1748 eine Gesellschaft Scottischer Großen um sich

die Begebenheiten historisch erläutert, fie durch seine Betrachtuns und das erste Stůd, das sie aufführen ließ, war die ,,Rache",

gen hervorhebt und endlich die Moral zu der Fabel liefert. Nun wobei der Prinz und die Pringeffin von Wales zugegen waren.

hat Macready Mufit, Malerei und Koftumirkunft aufgeboten, um Walpole sagt, daß die Darstellung nicht ausgezeichnet war."

dieses Drama fo würdig als möglich in Scene zu fegen und den Derselbe Schriftsteller erzählt, daß im Jahre 1751 das Unters

Englandern einen vollfåndigen Begriff von dem Leben ihrer Afts haus fido vertagte, damit die Geselgeber Drurn Lane besuchen

vordern im Mittelalter zu liefern. Die Mufil gu den Chören hat könnten, wo Othello von einem Herrn Delaval und seiner Familie

Herr E. Coole Pomponirt; die Decorationen lieferte der berühmte gegeben wurde, welde das Theater "zu diesem Zwed gemiethet Paler Stanfield, und in Betreff der Kostüme, Wappen und Wafs hatten. Der Zudrang der eleganten Welt war so start, daß die

fen ward Alles in Anspruch genommen, was die Kunstkammer des Lafaien Galerie mit blauen Båndern gefdmůdt waró, um fte Hand geben. Die Worte des Chors wurden von Herrn Vanders

Tower und was die ältesten Chroniken Erläuterndes dazu an die aufzunehmen.

Als der Prinz und die Prinzessin von Wales von dem Hofe hoff gesprochen, während lebende Bilder und Decorationen, Ges thres Vaters verbannt wurden, war es unter dem Adel, der

das fänge und Mársche die obligate Begleitung lieferten. Macready mals in der Opposition war, Sitte, ihnen glänzende Feten zu

fpielte den König Heinrid V. und foll aud in dieser Beziehung geben. Zu

einen großartigen Eindrud hervorgebract haben. Eine Scene diebhaber Theater zu Stande, wo der Liebling dieser

Königlichen dieses Stúdes haben wir übrigens fürzlid in Berlin gesehen, Personen, Lord Bute, feine joonen Beine, auf die er nidt wenig namlich

auf A. Scroter's Gemdide, wo 'Capitain Flueiten den als Ponnte

den würdigfte Liebhaber: Cheater jener Zeit das in Winterslow, wo

Feldzeichen auf seinem Aut getragen hatte.
Peine geringere Person auf der Bühne des Lebens, als Charles
James for den Horatio in der schönen Büßerin“ und Sir
Harry in „High Life below Stairs” gab.

Das mit dem 30ften 8. M. zu Ende gehende Abonnes Noch ist aus der Vergangenheit das Liebhaber - Theater in ment wird Denjenigen in Erinnerung gebracht, die in dem Richmond House zu nennen, welches Pitt selbst besuchte und um regelmäßigen Empfange dieser Blåtter teine Unterbrechung dessentwillen einmal die Sißung des Unterhauses abgekürzt ward. erleiden wollen.

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vierteljährlio, 3 Thlr. für das ganze Jahr, ohne Ers böbung, in allen Theilen der Preußischen Monarchie.

Erpedition (Friedrichs-Straße Nr. 72); in der Provinz so wie im Auslande bei den

Woollobl. Pont-Aemtern.

für die

literatur des Ausland e s.

M 77.

Berlin, Freitag den 28. Juni

1839.

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Sieger blieben stehen, stumm vor Erfaunen, und Baudelot hatte fr an trei

Zeit, sein lebies Glas su leeren und seinen lebten Biffen zu essen.

ir 3hre Gesundheit, meine Herren!“ sagte er, indem er das Glas Die Vendeer - Hochzeit.

an feine Lippen führte. Die Garnison danft Ihnen für die Bon 3. 3anin.

Frift, die Sie ihr gelassen haben." Er fand auf, und gerade

auf den Capitain jugehend, fubr er fort: ,,Mein Herr, ich bin Baudelot von Dairval war der Entel des Ediar Baudelos,.. allein im Hause und augenbliclid bereit

, mid, hinter den Buid der, in den Memoiren der Herzogin von Orleans, Der Mutter dort zu begeben.“ Das war alles, was er ragie. Zu seinem des Regenten, ermahnt wird. Diese Fúrstin, welde mit den großen Erraunen wurde er nidi auf der Stelle eripoffen. Biels erften Namen Frantreichs so verachtlich umgegangen ist und leider war er in die Hände von Refruten gefallen, die noch zu welde weder ihren Sohn noch ihre Entelinnen geldent bat, sehr Neulinge waren, als daß fie nicht hatten vierundzwanzig spridt von Cájar Baudelot mic allem Lobe, und Saint Simon, Stunden warten sollen; vielleidr imponirre ihnen auch sein tedes diefer ffeprische und sportijde Edelmann, idßt ihm ebenfalls alle Gee. Huftreten, seine Kalıblútigkeit, und fie lieben sich auch durdy redrigteit widerfahren. Es ist also sehr natürlid, daß der junge eine Anwandlung von Sdam abhalten, einen einzelnen Menschen Heinrich es einem solchen Namen duldig su senu glaubre, fich gur irgen, fie, die dreihundert Mann star waren. in die Vendee zu begeben, um dort mit den Waffen in der Hand. Man begnügte fich alio; dem Gefangenen die Hände su Protest gegen die Ausid meifungen der Revolution eingulegen. binden und ihn geknebelt nach einem Wohnfib in der Umgegend Baudelei jog in die Vendee aus feinem anderen Grunde, als von Napies ju fúhren, der einst ein elegantes Herrenhaus ges weil damals einem Manne von seinem Namen und seiner Stels Wesen war, den aber der Krieg in eine Festung umgeschaffen lung nichts Underes abrig blieb;, er følúg fich, wie man sich hatte. Der Befiger des Hauses war Niemand anders, als der dori rolug, weder mehr nod meniger; er war der Freund Caihes. Führer der Blauen, der Baudelot gefangen und gebunden hatte. lineau's und aller Anderen; er lámpfie Niejenidlachien mit und Derselbe, ein Edelmann der Bretagne, barte fid gleido anfangs ladre und fang, wenn er sich gut geldlagen hatte und das der Revolution angeldlofsen. Baudelor von Dairval wurde in Nedjen der Verwundeten nidt mehr vernahm. Welch ein Krieg das Verließ des S dy losses, d. h. in den Taubenschlag des Edels war das! über es ist nicht ineine Sache, eine schon so oft und hofes, eingesperrt. Die durch den Krieg verscheudien Lauben mit so verschiedenen Farben entworfene Schilderung nod einmal hatten den gefangenen Chouans Plag gemacht. Das Gefängniß vorzunehmen. Es ist weder meine noch Eure Sade, die Heldens batte indeß einen friedlichen und gemüthlichen Anstrich bewahrt, thaten Baudelot von Dairval's zu erzahlen oder zu hören. und noch war es mit glångendem Schiefer gedect, noch rowebte

Idy will. Each bloß sagen, daß er, als er eines Tages mit die idwirrende Wetterfahne auf demselben; die Deffnungen, andit seiner Kampfgeführten von einer Abtheilung der Blauen durch welche die Dauben ausflogen, mit Eisenstangen zu vers ůberfallen wurde, Tein n&uflein raid versammelte. Meine wahren, hatte man gar für iberfiffig eradret. Hier wurde Freunde's, lagie er, das Haus ist umzingeli; fliehet Alle; sudet. Baudelot verwahrt. unseren Führer Cathelineau zu erreiden. Jd bleibe und vera, Im ersten Augenblic chien es ihm originell, im Laubens theidige die' Thúr;, sehn Minuten werde id mich allein roon schlag eines landlichen Wohnfibes eingelerert zu senn. Er wollte, batten tonnen. Sie sind Dreihundert und murden uns Alle er: fobald es anginge, eine Romanze mit Guitarrenbegleitung daraus würgen. Lebt wohl, meine Braven! Dentet an mich. Heute inachen. Während er darüber nadsann, hörte er den Lon einer ist die Reihe an mir; Euc triffe fie morgen.“

Violine. Es war ein fröhlicher Marío. Baudelot stúpte fida In diesen wunderbaren Zeiten und in diesem wunderbaren auf feinen Arın, und indem er mit seiner Schulter das Stroh Kriege wunderte man sich über nidis. Die heroijdeu Kampfe, an der Mauer aufh&ufte, gelang es ihm, eines der Löcher des welde in den eleganten Kriegen, so häufig sind, Pamen den Taubenídlages zu erreichen. Nun sah er ein vollftandiges Feft

, Menschen gar nide in den Sinn. In einem Bertilgungsfriege, einen langen Zug junger Leute und schoner Damen in weißen wie dieser es war, hatte man, feine Zeit gu Seelengroße, und Kleidern, vor denen die Dorf. Mufilanten herzogen. Der Bug man búilte fica in fein heroisdes Gewand; der Heroismus ers war munter; Jeder gab sich der Freude hin. Die Scene des sdien ganz nads und rob. Da also die Soldaten Baudelor's Feftes war der Fuß des Taubenídlages oder, wenn man lieber ihren Führer, lo sprechen hörten, so dachten sie, daß er gang wilt, der Fuß des Thurmes. 3in Borbeigehen schaute ein junges Recht habe, und gehorten ihm ohne Weiteres, wie er es ihnen Míodhen aufmerliam empor; sie war weiß und schlant; ihre geheißen hatte. Sie zogen fich über das Dach juriid und nahs Miene batte etwas Trdumerisches. Baudelot lah jebi, daß man men die Frauen und Kinder mit sich. Baudelot, der an der wohl wußte, daß ein Gefangener da fen, und während der Zug Thür geblieben war, machte einen Larin. wie ein ganzes Bas fid enifernje, fing er an, die Arie aus Richard: „In einem taillon, fommandirte, scrie, flirrte mit seiner Flinte. Die Blauen finstern Thurme u. . w." oder etwas Aehnliches zu pfeifen; waren auf ihrer Hut, und Baudelor hielt sich in der Defensive, denn er war ein junger Mann, der in allen Uebungen und so lange ihm nod ein. Laut zu Gebote ftand.

Romanzen wohl bewandert war, der eben so gut mit einem Ais ihm aber die Stimme versagte und als er seine Manns Sowerie wie mit einer Guitarre umzugehen wußte. chaft in Siderheit glaubte, wurde der unsduldige Jungling Der Hochzeitszug ging vorúber, oder vielmehr, es war nicht dieser Finte múde; es wurde ihm unheimlich, einen Trupp zu gang eine Hochzeit, fondern erst die Verlobung. Baudelor fuhr Pommandiren, der nicht da war, und ohne einen Laut weiter von in seinem Gejange fort. Pioblid hórre er ein Geräusch an fich zu geben, verrammette er jebe die Thúr. Nachdem er wie seiner Thår; sie wurde geöffnet. Es war der Herr des Hauses. Zebo geldbrieen hatte, verrichlete er nun die Arbeit von Zehnen. Unser Hugo Capet war er Marquis gewesen; jest nannte er sich Das dauerte einige Minuten. Bald fing indeß die Thúr an zu Hamelin idhledhiweg. Er war ein Blauer und sonst ein ehrens trachen, und die Blauen feuerten durd die Fugen. Baudelot werther Mann, nur daß er der Republit mit Leib und Seele wurde nicht verbundet, und da er in seiner Rahlzeit unters angehörie. Ihr hatte er seinen Degen, sein Schloß geliehen; broden worden war, fo feste er fich wieder an den Tisch, vers 1 weiter nichts. Er war nicht niederirdchiig und graujam gés speiste ruhig ein Stud Brod und Staje und Teerte dazu einen worden. Am Morgen des Tages, der fich zu Ende neigie, war Strug Gesindewein, in der Ueberzeugung, daß dies feine lebrei der Capitain Namelin, denn die Republie hatte ihn dazu ges Mahlgeit sen.

** madhi, benachrichtigt worden, daß in seinem Pachofe id Endlid war die Thår gesprengt; die Blauen drangen ein. Chouang : gezeigt haiten. Diese Nachricht hatte ihn veranlaßt, Sie brauchten einige Minuten, um die Dhúr von allen Hinders fich an die Spiße einer Truppen sAbtheilung zu stellen und seine nifsen zu befreien und um im Pulverdampfe die Gegenstande zu Berlobung um einige Stunden aufzuschieben. Als nun der erkennen, Die Soldaten der Republie spdhten blutbürstig nad Chouan Baudelot in Siderheit gebracht worden war, fehrte der dem bewaffneten Haufen, der ihnen so lange Widerstand geleistet Eapirain Hamelin zu seinem Verlobungsfefte zurüd. harre. Wie groß war ihr Erstaunen, als fe ftatt der Männer, Der Capitain namelin war nicht so sehr Capitain der Blauen, deren Stimmen fie deutlich gehört zu haben glaubten, nur einen daß er ganz und gar die alten gastfreundlichen Sitten der Bres joonen Jüngling von schlantem Wudh le mie ruhigem Gesichtss tagne vergeffen hatte er glaubie fich also verpflichtet, seinem 2!1sdructe am Tisde figen und ein Stück Brod effen saben! Die Gefangenen einen Besud abjuftatten, wdhrend die Gre zu

Dise' gingen. „Was fann ich thun, um Sie zu verbinden ?" sage ihm, was Dir in den Sinn und in das Hers, lommen wird. fragte er. — ,,Gestalten Sie mir den Gebrauch einer meiner Hande, Sprid eiwas laut, damit Dich Deine Gebiecerin hört. Wenn id wenn es Ihnen beliebt." - ,,Ihre beiden ånde sollen losgebuns dann die Einladung sum Ball erhalte, dann idide mir den Stams den werden", sagte Hamelin, ,,Wenn Sie inir versprechen wollen, merdiener Deines Herrn, lage ihm, daß er mir weiße weide teinen Versud zur Flucht zu machen. Bevor Sie aber dies Vers und Puder bringt. In dem Sd losse muß nod; etwas Puder renn. sprechen abgeben, bedenken Sie wohl, das Sie morgen um sechs Sage ihm aud), daß er mir einen Anzug seines Herrn bringt ühr unfehlbar nad Nantes abgeführt werden." - ,,Und unfehls und einen Degen, um mich für diesen Abend zu somúden; ich bar um act Uhr erschossen werde", fragte Baudelot. Der Capitain werde ihn nicht aus der Speide ziehen. Aber geb, Marie, geb, dwieg. Wohlan!" sagre Baudelor, lassen Sie mir die Hande mein Kind!" frei, und wenn ich nicht anders befreit werde, so gebe ich Ihnen Einige Augenblide spåter eridien der stammerdiener des mein Wort als Edelmann und Christ, wie eine Laube, welcher Capitain's Hamelin im Taubenschlage. Dieser Kammerdiener die Flügel beschnitten find, hier zu bleiben." Der Capitain Has war eine alie biedere Seele, die dem Puder und der alten Sitte melin mußte ischeln und ließ seinem Gefangenen die Hande logs treu geblieben war und lid nad der Ariftofrarie surůcsehnte. binden. Hierauf fragte er denjelben noch, ob er vielleicht im Fall Mit der Französischen Revolution hatte er viel von seiner Wichtigs des Todes noch Verfügungen treffen oder ein Testament machen leit verloren. Zwar war er Mitglied des Munisipal: Naths gewors wollte, und er fonnte diese Frage nicht ohne eine gewisse Rúhs den, aber in dieser hohen Stellung vermißie er gar sehr den vers rung thu.

trauten Umgang mit den hohen Personen, die er in seiner Jus" Baudelor, der die Erschütterung seines Gastfreundes lah, gend angefleider hatte. Daher hatte er auch dem Puder, den faßte dessen Hand' und sagte: „Das Wort Testamene' macht Handfrausen und den gestidten Westen, trofdem daß er zum Mus auf miď einen schmerzlicheren Eindrud, als das andere Wort: nisipal:Rathe gehörie, ewige Treue geldworeil. Er bracie dem der Tod su Nantes; das Wort: 11 Machen Sie Ihr Leftas Gefangenen einen vollstendigen Anzug reines Herrn, den dieser ment"", hat mir den Tod aller der Meinigen wieder ins Ges sido hatte machen lassen, als er nod Marquis war, um an den dáutniß zurückgebracht. 3habe Niemand, dem ich meinen Hof zu gehen, zu einer Zeit, wo es noch einen König und einen Namen, mein Schwert, meine Liebe und meinen Hab vermachen Hof gab. Das war ein idoner und prachtiger Anzug, weiße Pann, denn weiter besibe ich nichis. Dennoch muß es wohl der Wide und feine Sduhe. Baudelor's Wirth hatte nidis vers Mühe werth fenn, aber fein Vermogen zu verfügen, über das gefsen, nicht einmal die Parfums und Effenzell. Baudelot vers Grab hinaus großmuthig zu seyn, rich wdhrend des Sdireibens traute seinen Kopf dem Kammerdiener, der ihn mit aller Sorgs seine lehten Wohltharen, die Thränen der Freude und des Schmers falt rohmidte, nicht ohne riefe Seufzer auszustoßen. Baudelot jes, die man nach seinem Tode fließen lassen wird, vorzustellen. war jung und ichón, aber er hatte sich schon lange nicht ges Das ist ehrenvoll und jüß, nidi wahr Capitain? Doch sprechen fahmúdt. Als er sich nun wieder geichmúde, frisiri, mit sorgs wir nidye davon." – 13 werde Ihnen zu eñen jdicen'', jagie fältig gestubiem Barte fah, fonnte er fide eines Lichelns niño Hamelin. ,,Es ist gerade mein Verlobungsfest und mein Tiid enthalten, und er mußie an die schönen Nadie, die er auf den eiwas besser bestelle als gewöhnlid; meine Braut soll Sie selbst Opernballen in Gesellschaft des Grafen Mirabeau verbracht hatte, bedienen."

jurúddenfen. Auch der Degen wurde ihm übergeben, als er seine Baudelot bemerkte an einem der obersten Löcher seines Ge: Haft verlieb; zugleid, wurde ihm sein Versprechen, denselben fängnisses ein Tausendichonden, welches lustig im Winde schwanete. nicht zu ziehen, in Erinnerung gebracht. Es war Nadt, als er Er pflückie das Blümden und reichte es dem Capitain. „Bei durch den Garten auf den Ballial quídritt. uns", sagte er, vist es üblich, der Braut ein Verlobungsgeschenk Zu dem Balle waren die donken revolucionairen Damen zu machen; übergeben Sie ihr dies auf meinem Gebiet aufges der Provinz eingeladen. Aber belanntlich sind die Damen nicht blühte Blümchen. Und jebe guten Abend. Soiden Sie mir zu in dem Grade revolutionair, daß fie nid)t einiges aristofratisdes elsen, denn ich habe Hunger und sehne mid) nach Ruhe.“

Mitgefühl für einen jungen, braven, eleganten Savalier, der

am Man brachie dem jungen Vendeer zu essen. Das junge Mid folgenden Tage hingerichtet werden foll, bewahrten. Der Vers dhen, welches ihn bediente, war eine niedliche Bretagnerin mit lobungsball begann eben. Die Verlobte war fráulein von Mailln, weißen Zähnen, rosigen lippen, traumeriider Miene; jie bediente die Nichte jener Mailln, welche fo hoch in der Gunst der Frau Baudelot mit ungewöhnlicher Aufmerkjambeit und ließ ihm nicht von Maintenon stand. Sie war ein junges blondes Madchen, Raft und'nide Ruhe, bis er nicht von diejer Sousset gepostet, die, allem Anidein nach, nur sehr ungern in dieser Zeit der pon jenem Weine gerrunten hatte. Das Mahl war práciig. Hechtung an dem Tanze Theil nahm. Sie war traurig und Es war fast wie in der alten Zeit, als die geflügelten Bewohner niedergeldlagen, und ihre Jugendfreundinnen theilten ihre Traus des Thürmchens die Brosamen auflasen, die von Festmahle abs rigkeit und ihre Niedergeschlagenheit. Niemals harre man in fielen. Als das junge Madden ihm Champagner einsdenfre, der Bretagne ein so dusteres Fest gesehen; es herrídie eine alls fragie, Baudelgt: ,,Wie heißt Du, mein Sinds" - ,,Marie", gemeine Verstimmung. Sogar die jungen Leute bemühten fich antwortere fie. ,,Gerade wie meine Cousine", sagte Baudelor. nicht, den schönen Damen zu gefallen, und Paum hatte der Ball Hier hatte ihn denn dod beinahe sein Herz in Siich gelassen, als begonnen, als auch schon allgemein das Ende desselben herbeis er an seine rhône hingeldladrere Unverwandte daste, aber er gewúnidhi wurde. chámte fid, in Gegenwart eines Kindes 3!1 weinen, den die Da sffnete sich plöblid langsam die Saalihúr, und alle Blide Thränen in den Augen standen. Da er nichts anderes fagen ricreren sich aus einem unbelannten Grunde dorihin. Nun sah man Ponnte, so reichte er ihr das Glas.

durch die Halbgeöffnete Chúr, wie eine Geister Erscheinung, einen Das Glas war voll, und in dem Glaje perite der Chams jungen Edelmann, eine untergegangene Gestalt der Gesellichaft

, pagner, und auf dasselbe fiel der lebte Strahl der Sonne. Wir einen idónen, lachenden, geldimúdien Dffizier eintreten. Diese dürfen nsere Enkel nicht duschen, denn nichis ist wahrer, als Srideinung bildete einen wunderbaren Kontrast mit der Ver: daß der Champagner immer geschäumt hat und der Frühling ims drosjenheit der Gesellidaft und der langsam und feierlich fich mer gekommen ist, auch während der Schrecenszeit. Als Baus öffnenden. Thur. Mánner und Frauen, wie eingefleisdie Blaue delor sein Glas voll rah, lagie er zu Marie: ,,Du hast Pein Glas, sie auch im Grunde ihres Herzens senn modren, wurden von Marie.'' - ,,34 habe Peinen Durst", sagte sie. ,,D!" erwie's dem liebenswirdigen Benehnen eines der Ueberbleibsel der alten derte Baudelor, ,, dieser perlende Wein fann nicht von einem Franzófiiden Gesellidaft áberrascht. und in der Choi, dieser Meniden allein getrunfen werden; seiner Natur nach ist er ges gedrete Júngling, welchen der Tod morgen erwarteie, welder sellig und weilt gern unter froheni Gaften. Thue mir also den rich in ein republikanisches Fest stúrgie, um den Tanz und die ges Gefallen, meine niedlide Bretagnerin, das Glas mit deinen Lips sellschaftliche Freude zu beleben, welcher diesen Abend nur daran pen zu beneben, wenn Du willst, daß ich vor meinem Tode node dachie, liebenswürdig zu seyn und den Frauen zu gefallen, getreu Champagner trinken soll.“ Bei diesen Worten reichte er ihr das seinem Berufe als Französider Edelmann, er war eine lies Glas, und sie neigte sich schon demselben entgegen, als das Wort bengwürdige Ericeinung. Tod alle, ihre niedergehaltenen Gefühle zum Ausbruch bradre; Staum war Baudelor in den Saal getreten, als er auch nur reiche Chránen flossen in das Glas. ,, duf Deine Gesundheit, daran dachte, fich den Freuden des Balls hinzugeben. Er forderte Marie!", sagte Baudelot und trant den Wein und die Chránen also gleich die Frau auf, welche man zuerst auffordert, wenn man auf Mariens Gesundheit.

in der Stimmung, zu liebert, ist. Es war das junge blonde, parte Jest fielen das Waldhorn, die Hoboe und die Violinen ein. Mädchen, ideldes er foon im Garten bemerle hatte. Sie nahm ,,Was ist das?" fragie der Jüngling, indem er sein Glas nieders die Aufforderung des Jünglings ohne Zögern und mit zuvors sete und plöblic vom Enthufiasinus zum Lacheln überging, Pommender Freundlichkeit an, denn sie wußte ia, daß der repus Gott verzeihe miris", sagte er, ,, es ist ein Ball."

blikanische Tod, der unbezáhmbarste von allen, hinter ihm stand seufzie Marie, ,, es ist ein Ball; meine junge Herrin wollte nicht und die Hand nad ihm ausstredte. Als die Männer jahen, daß tangen, aber ihr Mann und ihr Vater haben darauf bestanden. - er an der Schwelle des Todes tangler da errotheten fie über ihre Sie idird diesen Abend sehr unglüdlid seyn." Hier rief der Verdrossenheit; alle Frauen wurden aufgefordert. Diese nahmen junge Vendeer aus: ,,, meine gute Marie, wenn Du gut bist

, wieder die Hände der Cånger an, weil ve Baudelot tangen sehen, To thue mir das zu liebe; geh, laufe, fliege, lage Deiner Herrin, ihm ndher senn wollten. So erhielt der noc vor lurzem jo iraus daß der Graf Baudelot von Dairval, Obert der Cheveaux-le- rige und freudenteere Ball pioplich einen fefliden Anstrich. gers, um die Erlaubnis bitter, ihr seine Fuldigungen darzubrins Baudeloc seinerseits ging gang in diefes konvulsiviide Vergnágen gen. Oder sage Das lieber nicht, wende Did lieber an meinen auf; er war der Einzige in der Gesellschaft, der fic auf eine Wirth und rage ihm, daß sein Gast sich langweilt, daß das Ges ungezwungene Weise ergépte, dessen Lächeln nidst erfünftelt war. cose des Balls ihn im Schlafe fiori, daß die Nacht lang und Palt Er war der eigentlide Kønig des Festes, nicht der Bräutigam, ist, daß er Barmherzigleit üben wird, wenn er einen jungen nicht die Braut, sondern er, der Bräutigam des Sdhaffore. llcbers Mann den traurigen Betrachtungen seiner leßien Nacht entreißl; all war er, die alten Damen chrfurdisvoll, die jungen bewuns daß ich ihn im Namen des Himmels biise, mich zu seinein Balle Derungspoli und freundlich grüßend, mit den Mánnern die volle Bujulasseri, daß idibu! incin Ehrenwort verpfändet habe, Peinen Sprade der Jugend führend; fogar den Violinen gab er neue

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