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und war flug genug, feinen Pfug um der Politif willen nidt jung und voll Ruhmsucht, die durch einige frühzeitige und leidte du verlassen.es bilet

also immer noch ein Deputirter zu er: Erfolge in uns erweđt wurde. Wer weis, su welden Beritrune
nennen, aber von unserer dreimal geschlagenen Partei war nichts gen uns dies Gefühl getrieben hatte? Vielleicht hatte man uns
mehr zu hoffen, denn bei den Wahlen wie im Kriege zieht jede unglücflicherweise bei einem ersten 3rrthum Beifall gezollt, und
Niederlage bedeutende Defertionen nac fich. Dod) erachtete es sonell waren wir in einen zweiten verfallen, denn wie leidt war
die Savale für nöthig, fid mit den Wählern von Bar: furs es damals, vom rechten Pfade abzuirren! Der Eduschungen
Aube zu vergleichen; jie dlug denfelben vor, einen Deputirten gab es so viele und so verführerise! Mit redlichem Sinn und
aus ihrer Mitte zu ernennen, nur múffe id es nicht fenn. reinen Absichten wdren wir zwar in die Versammlung eingetreten
Nach langen Serathungen über die Wahl ernannte man endlich und hatten gerade deswegen die Sache des dritten Standes, der
einen Sachivalter aus Brienne, Herrn Jauny, dazu, der 25 uns abgesandt, mit Eifer ergriffen, aber wann und wie worden
Jahre lang in Paris auf der Advolatenliste geftanden hatte, ohne wir uns davon losgejag! haben?.. und waren wir derselben
auch nur einen Prozeß zu führen oder sich irgendwodurch bekannt treu geblieben, wohin würden wir gerathen seyn? Die wenigen
zu machen. Als man auf diese Weise den Wünschen Bars sur aus jener Zeit noch übrigen Manner haben sich nicht gebessert;
Aube's genüge zu haben glaubte, wollte man sich aus mit Join: und der Vater aller unverbesserliden, Herr von Lafayette, sdhlt
ville berichnen. Man Pam auf den Einfall, einen Stellvertreter so viel Glaubensgenossen, wenn aud mit veridiebenen Abs
zu ernennen, und einige der wähler begaben sid) zu Herrn stufungen ihres Eifers, als noch Mitglieder von der linken
Becquen, um ihn zu fragen, ob er dieses Amt úbenehmen wolle. Seite der fonstituirenden Versammlung am Leben find.
Er war gerade abwesend, und die Wähler fonnten nur mit uns
serem gemeinschaftlichen Wirthe, Herrn Guillaume, sprechen, der

A e g P t e n.
von sehr kurzweiliger Laune war und fic trefflid darauf vers
ftand, selbit die ernstesten Angelegenheiten auf derzhafte Weise

Fatme- Effendi, die Hospital - Doktorin zu Esbedié.
zu behandeln; er antwortete den Wahlern: ,, Meine Herren, Sie
erzeigen Herrn Becquen sehr große Ehre, doch zweifle id, ob Das der Titel Efendi ober Gelehrter, welcher bisher nur
er sich dem sehr schweren Amte des Stellvertreters unterziehen von Männern geführt werden konnte, auch Frauen beigelegt wird,
werde; er ist dazu nicht fräftig genug. Sie haben Herrn Morel ist ein Zeugniß von den Umwälzungen, welche in den Ansichten
geidhít, der fran fenn joll, Herr Jaung ist nur ein halber der Aegypter vorgehen, und klingt, ohne ndhere Kenntnis der
Menid, und Herr Becquen hat auch feine feste Natur; Gomberts Sache, bei weitem seltsamer, als eine ähnliche Erscheinung in
(e:Chevaur sollten Sie zum Stellvertreter auswählen; der würde Europa. Man höre also, auf welche Weise id den Zusammens
im Nothfall Ihre ganze Depuration auf seine Schultern laden, bang erfuhr.
Vergebens machten die Anwesenden unjeren spaßhaften Wirth Eines Morgens wehte der Chamfin; Staubwollen durd flogen
darauf aufmerkjam, daß seine Sderze hier gar nicht am recten die Straßen von Kahira, und obgleid wir erst den 3. februar
Orte fenen, und das es besser wäre, fich nach Herrn Becquen hatten, zeigte das Thermometer 211° Reaumur. Ein folcher Tag
umzusehen, weil feine Zeit zu verlieren sen. „Ganz recht, meine war für weite Ausflüge nicht geeignet und bestimmte mid, den
Herren, Sie haben keine Zeit zu verlieren“, erwiederte Herr Vormittag dem Besude der verschiedenen wissenschaftlichen und
Guillaume, ich made mich auch sogleich auf den Weg, um wohlthätigen Anstalten zu widmen, wozu mir der treffliche Elots
Gomberts les Chevaur vorzuídlagen, und ich lehre nicht eher in Ben seine Begleitung angeboten hatte. Nachdem er sich mit
mein Haus zurück, als bis id seine Ernennung durchgefeßt habe. dem Ruffisden Konful, Herrn Bocti, dem ehemaligen Dolmetsder
Es geht die Rede, ich fen fein guter Patriot; ießt soll man meis General Kleber's, zu diesem Behufe bei mir eingefunden hatte,
nen Eifer fennen lernen. Er warf seine Nachtmúße bei Seite, begaben wir uns auerft in das Hospital von Esbedié. Ohne
die er ftets bis zum Mittagessen trug, und lief in seinem Solafsmid bei der glüdliden Bertheilung der Såle und der darin
rode auf die Straße, drang in alle Wirthshäuser ein, blieb auf herridenden Keinlichkeit aufzuhalten, will id gleich von der
allen Pidgen ftehen und verlangte mit großem Geschrei nad Hauptsache sprechen, daß nämlich die Frauen von weiblichen
Gomberts le Chevaur; nur von diesem hinge das Wohl des Bas dergten behandelt werden und Fatme, die uns hauptsd lid bes
terlandes ab, nur das sen der einzig fähige ann, um die gange schäftigen soll, einem Theil des Dienstpersonals vorsteht. Diese
Deputation aufrecht zu erhalten. Eine Menge von Wahlern Wohlthat - denn eine solche ist es für Aegypten - hat Clots
folgte ihm mit Beifallrufen, und er führte sie nach dem Schlosse, Ben dem Lande erwiesen. Er ist zwar nicht der Gründer des
wo die Wahl - Bersammlung gerade Sigung hielt. Am Fuße Instituts, nicht einmal der Lehrer der Jungfrauen gewesen, aber
der dußeren Treppe stieß er auf Gombert selbst, der ihn seines er hat zuerst den GedanPen gehabt, junge Afrikanerinnen zu dies
Sherges wegen zur Rede stellte und ihm sogleich seinen Lohn sem Behufe auszubilden, und dafür die ganze Festigkeit seines
dafür geben wollte, so daß Herr Guillaume diesen fráftigen Willens aufgeboten. In dem Saale, in welchen wir zuerst eins
Danfesbezeugungen nur durch eilige Fludt in das Solof eniges traten, faßen in drei Reihen vor drei Tischen etwa 15 junge
hen konnte. Im Saale angelangt, bestand er auf Gombert's Šrs Mädchen, fämmtlich geborene Afrikanerinnen, wenngleid von
nennung; man erstaunte, man lachte über den Kandidaten, úber verschiedenen Farben. Es waren die weiblichen Aerzte, unter
den Patron, iber den Unstand des Einen und den Anzug des deren Pflege die franken Frauen, in der Regel der Armen und
Anderen; man føreitet zur Abstimmung; Manche werfen zum derjenigen stehen, welche fish entdließen, ihre Gattinnen dort
Spas, Andere aber in vollem Ernste den Namen Gomberts in pflegen zu lassen. Die weiblichen Patienten theilen sich gegen
die urne, und er wird wirelid
gewahlt.

Ihresgleichen viel offener mit, als sie es gegen Männer thun Dieser Gombert war ein Mann von überaus Präftigem Sors wurden, und erleichtern dadurd nidt bloß die Behandlung, jon: perbau; er hatte breite Shultern, einen diden Kopf, vieridros bern es lassen sid auch hierdurch weit günstigere Resultate ers tigen Wuds, kurš, er war eine Art von mißrathenem Herkules. zielen. Jeder Einsichtsvolle gestand, daß es etwas Außerordent:

Dazu besaß er eine Stentorstimme; da auch seine groben Mas lidhes war, in diesem Lande männliche Aerzte zu bilden, daß nieren vollkommen mit seinen Körper: Verhältnissen übereinstimm: aber im Grunde nur die Hälfte dessen, was nothwendig gewesen, ten, so hatte ihm der Pibel den Beinamen das Pferd (le cheval) damit bewirkt worden. Erst ießt ist der Zwed vollständig erreicht, gegeben, um diese Benennung noch zu verstarten, nahm man da beide Geschlechter, ohne Verlegung der Delilatesse, fid bei den Pluralis zu Hülfe, und lo nannte man ihn, unbekümmert Sachverstandigen Raths erholen konnen. Daß es aber von Seiten um den Verstoß gegen den Numerus, allgemein le Chevaur. Clot: Bey's eine solche Beharrlichkeit des Willens erfordert habe,

Auf diese Weise war also die Wahl des Justizamtes von um die weibliche Fakultät von Esbedié ins Leben zu rufen, wird Chaumont vervollståndigt. Herr Morel Tehnte, wie oben schon denjenigen nicht Wunder nehmen, welcher weiß, was für Hinders e rwähnt worden, seine Ernennung ab, und so fam es, daß man, nifie der gelam der medizinischen Scule für Männer bereits in

doch wirflich den Weg gelegt hat. Kaum hatte aber der Bices Sdnig die Herrn Gombert in aller Form zum Deputirten erwählt hatte. Wichtigteit eines solchen Planes begriffen, so befahl er den Una Uebrigens that dieser Lebtere nicht mehr noch weniger in der Pauf mehrerer Sklavinnen, um mit ihnen das zu versuchen, konstituirenden Versammlung, als die fammtlichen anderen Depu: wozu fid die Frauen der Eingebornen in feinem Fall hergegeben tirten des Amtes. Auch nicht ein Einziger sagte oder idrieb ein hätten. Es wurden im Gangen sehn Negerinnen und eben so viel Wort. Die beiden Deputirten des Adels faßen auf der rediten Abyffinierinnen, unter diesen Fatme, getauft. Seite; der Advokat Jaunn fuchte sich einen Winkel, wo er sich Farme stammt aus der Abyssinifden Provinz Leban; fie allen Bliden entziehen Ponnte, und die beiden Geistlichen, so wie wurde in einem Alter von sieben Jahren Kriegsgefangene, war die vier Deputirten des dritten Standes, gehörten zur linken Seite. drei Jahre auf fteten Wanderungen, mehrmals getauft und wies Alle verlebten unbemerkt drei Jahre in dieser Versammlung und der verkauft und mußte mit ungeübten Kinderfüßen den Weg von verließen dieselbe wo möglich noch unbekannter, als fie es vor ihrer Heimat bis Kahira zurüdlegen. Je náher dem Ziele, desto ihrem Eintritt in dieselbe gewesen waren.

höher dlug sie ihr Herr an, weil der

Preis der

Sllavinnen in Der fonderbare Erfolg der lebten Ernennung, der Antheil, dem Maße wacht, als man sich dem Siße der Chalifen ndhert. welchen Herr Guillaume daran genommen, und der Ruhm, den 3hr Loos brachte sie auf den Basar von Kahira, in eine fener er daraus drndtete, versekten uns in eine heitere Stimmung; als Hallen, wo die armen Dpfer, mit Allem, was der Trödel nur Leute von Geist trösteten wir uns durd Spottlieder. Die fiegende Kostbares hat, ausgestattet, zum Berkauf ausgelegt werden. Da Partei war nicht wenig úber ihren Triumph besdhdmt; wir vers warten fie angstlid des neuen Herrn. Wie wirb

er senn, fanft hielten uns natürlid so, daß die ganze last desselben auf sie fiel

, und nachfichtig, oder streng und gebieterisd? Welde Dienste und als wir einige Tage den Ausgang der Sache bespottelt warten

meiner? und werde is hier nicht verkauft, wohin geht hatten, verließen Becquen und ich den Wahlort. Später haben mein Weg alsdann? Vielleicht nach Smyrna oder nad 3stams wit uns oft gefragt, ob wir Ursache hatten, es zu bebauern, oder bul; da soll es noch fälter senn als hier, wo ich ohne die Kleider, der gesebgebenden Versammlung erwählt wurden, und wir haben muß id gar übers Meer, das id niemals gesehen, auf dem so eingesehen, daß wir der Vorsehung får das Mißlingen unserer viele Menschen ihren Cod gefunden haben; nun, Gott fteh mir Bemühungen unseren Dank fagen müssen. Wir waren Beide bei (Allah kerim)!" Solche Fragen und Gedanken Angstigten

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aud die Seele Farme's, als ein Mann herantrat, Farme und hatte die Tochter des Vicefônigs den Wunsch geäußert, die junge ihre Mitgefangenen musterte, fie aufstehen und gehen hieß, ihnen Übnffinierin zu sprechen und einige Aufidhlutie úber Anatomie Bahne, Äugen und Hande untersuchte und mit ihnen sprach, um von ihr zu erhalten. Mit mehreren widhjernen anatomisden zu sehen, ob sie ihn verstanden. Nach gehaltener Prüfung zog Préparaten versehen, begab sich Fatme demzufolge in den Has ich der Fremde gurúd, und der Silavenhandler ging ihm nach. rem. Sie gewann den Beifall der Prinzessin in so hohem Boller Erwartung sahen fic die Mädchen an, und ihre Blide Grade, daß sie ihr ein pridriges Diamantenschloß für ihren fragten: Was wird daraus werden? Der Händler fam zurüc, Turban schenkte und sie mit dem Gruße ,,Effendi" entlieb, einem ein Lacheln schwebte auf seinen Lippen, es war Alles richiig ges Titel, der ihr nac Aegnprischer Sitte bleiben muß. Als ich macht. Fatme's und ihrer Mitfflavinnen neuer Herr war der ihren Schmud zu sehen wúní dte, legte fich Farme, deren Bes Vices Kønig von Aegypien, und das Feld ihrer Chátigkeit sollte seidenheit über unseren fortwährenden Erclamationen i chon mehr von nun an die Wissenschaft feyn.

als einmal errothet war, mit einem Male aufs Somollen und Vom Bafar weggekauft, ohne die geringste Aufforderung weigerte sich standhaft, denselben zu zeigen; aber eine iunge von anderer, ohne Ahnung von ihrer Seite, welche Hoffnungen Negerin aus ihrer Umgebung hob mit lebhafrigleit den Mulieling man in fie lebte, selbst ohne zu wissen, ob sie gegen den neuen Schleier auf, und unser Auge fiel auf ein prachtvolles bandbrei: Beruf nicht eine entschiedene Abneigung hatten, wurden die tes MacsAllah, auf das, ohne den geringsten Neid bliden zu Mädchen in ihr Amt eingeführt. &rft mußten sie das platte laffen, alle Mochen mit Stolz wiesen. „Farme ist unsere Mut: Arabijd lernen, das sie niør verstanden, dann die Arabische ter“, sagten einstimmig Abnífinierinnen, Fellahs und Negerinnen; Büchersprache, um die ueberseßungen der vorzüglichsten Euros denn nachdem der erste Versuch so gelungen war, hat man aud påischen Abhandlungen aber Medizin lesen zu können.. Fatme die Tochter der Eingebornen aus der Hefe des Volfes, die durd zeichnete sich ihon in den Vorstudien vor ihren Mitschülerinnen Armuth und Sittenlosigkeit verloren idienen, vom Straßenpflaster aus und behauptete diesen Vorrang auch in den eigentlichen Kahira's aufgerafft und zu Stúlerinnen des Hospitals gemacht. Fachstudien. Von den zehn Abnífinierinnen sind nur nod fünf Als ich nach dem Verhältniß der natürlichen Anlagen bei am Leben, die übrigen find an der Schwindjucht gestorben und diesen drei Racen mich erkundigte, so wurde den Abnisinierinnen zwei der Lebenden auf dem Wege, ihnen zu folgen. Auch meh: der erste, den Fellahs der zweite und nur der legte den Neger rere Negerinnen sind ein Opfer dieser Krankheit geworden. Das rinnen zuerkannt. Kann diese Ueberlegenhen der Abnífinijden Klima also, das den brustfranken Europäern so heilsam und den Race mit den fanften, melancholijden Gesichtszügen nicht als Eingebornen so günstig ist, daß man die Phiisis Paum dem eine Stúße für die Ansicht derjenigen Gelehrten dienen, welche Namen nad hier rennt, greift die Lungen der Abyssinierinnen die Aegypter von den alten Aethiopiern abstammen lassen? und tödtlid an, und zwar in dem erschreckenden Verhältniß von 7:10 was wurde die Geistesschwide der Neger beweisen? Vielleidat, in einem Zeitraum von weniger als acht Jahren. Farme hat bis daß die Gründung von freien Negerstaaten in Amerika ein ver: ießt dem üebel widerstanden, ist fröhlich, Präftig, von fester Ges gebliches Unternehmen moderner Philanthropie ist, daß aus so sundheit; Gott will nicht, daß sie sterbe, hat ihr Kräfte des Vers untergeordneten Capacitaten feine Präftige, dauernde Nationalis standes und Adel der Seele gegeben, hat sie durch tausend Ges taten, denen der Genuß der gørtlichen Freiheit eben so heilsam fahren und Strapazen aus der Mitte Áfrita's, wo sie ein mäßiges ware, als glúdlicher organisirien Båtfern, hervorgehen werden. Leben führte, bis auf den Bafar von Kahira geleitet, damit sie Es liegt in der Natur der Einrichtung, daß die Frauen in für Rechnung der leidenden Menschheit gelauft wurde.

Esbedié zugleich das Amt von Aerzten und barmherzigen Fatme ist ein gutmüthiges Maoden und voll Theilnahme Schwestern versehen. Der Erfolg dieser Anordnung ist hódot für die Lage ihrer Gefährtinnen, welche fie mehr durch die günstig; denn nicht nur tragen die Frauen der Armen fein Bes Sanftmuth und Gleichmäßigkeit ihres Charakters, als durch die denken, dort die Hülfe der Kunst zu suchen, seitdem sie von Ueberlegenheit ihres Wissens beherrscht. Ihre Sorgfalt nament Personen ihres Geschlechtes behandelt werden, fondern baupts lich für die beiden Kranken, die mit jedem Tage richtlich hins ídolid begeben sich die Schwangeren aus allen Standen ins schwinden, ist eine wahrhaft schwesterliche. Eine von diejen, Hospital, um daselbst ihre Niederkunft abzuwarten und sich der Ramens Keizerun, war traurig und Plagte. Jo ließ ihr durd Unwissenheit und Ungeidhidlichkeit der alten Frauen zu entziehen. Farme, welde das Französische noch nicht spricht, aber versteht, Die jungen Accoucheurinnen leiten der Reihe nach die Entbina sagen: „Die

Arbeit ermüdet Did vielleicht, Du solltest Dir auf dungen, jede präsentirte mir den Neugebornen, den sie hatte zur einige Zeit Erholung suchen." – ,, Eher sterben, als nicht lers

„Eher sterben, als nicht lers Welt bringen helfen, und wollte sein artiges Wesen und gefundes nen, erwiederte das Mädchen; vid muß eben so gelehrt als Aussehen gelobt wissen, indem sie immer fragten, obfid der Farme werden. Herr Bocti úbersebte uns diese' Antwort, ihrige nicht mehr empfehle als die der Anderen? – Mit dieser worüber Fatme fehr verlegen wurde.

Einrichtung ist ein zweites, nicht minder wichtiges Resultat ges Wir richteten verschiedene Fragen an die Zöglinge; Herr wonnen. Solange nämlic manner das Geschäft des · Bocti, der zugegen war, übersegie unjere Anreden ins Arabische Impfens versahen, wollte Niemand sein Kind dazu bergeben, und die Antworten ins Französische. Dieser Senner des Oriens weil man in dem Wahne stand, daß der Pascha darin ein Mittel talisden, den man nicht so leicht tauscht, kam nicht aus der Vers suche, den Kindern ein Kennzeichen aufzudrüfen, damit sie ipds wunderung heraus; auch er besuchte die Anstalt zum ersten Mal. terhin der Aushebung nicht entgehen konnten: feitdem aber Fatme sprach anfangs über Physiologisches, dann über Physik und Frauen diesem Geschäfte borstehen, hat die Furdt in dem Chemie, und es machte fidh sonderbar genug, wenn in der Menge Grade abgenommen, daß in acht Monaten mehr als 3000 Impfuns Arabischer Worte Europäische Termini, wie acidum carbonicum, gen vorgenommen worden sind, d. h, tåglich ungefähr 12. Die oxigène, hydrogène u. r. w., hindurchronten, da man die wissens listen, welde die Mädchen darüber führen und die id in Augen: daftlichen Begeidnungen unverändert aufzunehmen für gut befuns schein genommmen habe, gleichen eleganten Manuskripten. den hat. Sie nannte und die Zusammensefung der atmosphärisden Beim Abschied sagte ich Farmen, daß sie eben so liebens: Luft, sprad von der Bestimmung des Sauerstoffes in der Natur, würdig als gelehrt len. ,,Was hilft mir mein liebenswürdiges zahlte die Bestandtheile des Blutes auf und zeigte sich mit der Ans Wesen", sagte fie, da ich eine Gelehrte bin; id habe mich mit wendung des Kohlenstoff: Gases vertraut. Diese Prüfung ihrer der Wissenschaft verheirather." 9h fügte hinzu: „Farme, Du Fähigkeiten war für die Jüngerinnen der Heilkunde nicht die erste, machst Afrifa Ehre." - Das wollte ich wohl", war ihre Ant: melde sie vor anderen Personen als ihren Lehrern ablegten, wort, id arbeite nach Kräften, und vielleicht werde ih einst sondern kurz vorher hatte eine feierliche Prüfung stattgefunden, etwas, fo es Gott gefällt (Insch. Allah).", zu der eine Einladung an die gelehrtesten Ülemas ergangen war.

Dr. de Ségur: Dupeyron. Es ging ihnen wie uns, fte saben, hörten und staunten. Der Eine meinte voll Verwunderung, daß die Kinder der Muselmans Ma n nigfaltige s. ner in der Mordee von Els Azar gerade das Doppelte der Zeit gebraucht haben würden, um so viel zu lernen, als diese Mädchen - Ueber das Erråthen. ,,Die Physiologie oder der wußten. Ein Anderer ftrich fid gravitatisch den Bart und er: Mechanismus des Errothens'', dies ist der pratentisse Titel eines Plarte ihre Fortschritte für ein , non plus ultra” (,,c'est le dessus so eben eridienenen Englisden Buches, dessen Verfasser Herr du dessus”). Nad der allgemein wissensaftlichen Prüfung vers Dr. Burgeß ist). Physiologisch sowohl als pín chologisch wird langten die ulemas eine über Medizin, wovon sie, unter uns ges darin die Natur des Erróthens untersucht, das der Verf. als sagt, nicht viel verstehen; indeß erfáilte man ihren Wunsch. Man einen neuen Beweis von dem górtliden Uriprunge der mensch Alug ein auf dem Tijd liegendes Buch nach Zufall auf und lichen Seele darstellt

. Das Errothen, als Thermometer innerer fand eine Stelle über die Beschaffenheit gewisser Drgane.Clots Zustande, ist indessen noch viel trúglicher, als die Physiognomie, Ben, ein dngstlicher Beobachter Muselmannischen

Herkommens, und wenn es Lavater nicht gelungen ist, seinem Snstem eine wollte nicht zugeben, daß gerade über diesen Punft ein offents wissenschaftliche Begründung zu geben und eine Regel festzus liches Eramen abgehalten würde; aber das Oberhaupt der Ules stellen, die nicht unter den ungdhligen Ausnahmen gang bers mas antwortete auf seine Bedenklimfeit: ,, Wäre es etwas Zwecks chwindet, fo wird Herr Dr. Burgeß noch viel weniger im Iofes, so thate er ohne Zweifel beffer, nicht darauf einzugehen, Stande fenn, dem Errðthen, das oft eine bloße Eigenthůmlid Peit aber was nůßlich fen, fånne auch gelesen und studirt werden.' jarter physischer Organisationen ist und mit der Seele felbft gar Hier konnte id gegen Clot: Ben meine Bewunderung nicht lans nichts zu thun hat, Norm und Bedeutung anzuweisen. Seltjam ger zurückhalten. Das

nenne ich Fortschritte, mein lieber Does ist, daß der Verf. unter Anderem aud für gewisse Blumen, deren for; Sie freuen fich gewiß über den Geist der Duldung, der von plóblicher Farbenwechsel sonst nicht zu erklären fen, eine dhnlide unberechenbarem Erfolge seyn muß in einem Lande, das mir Eigenschaft, wie das Erråthen, vindigire. wie Ihnen ehrwürdig ifti Farme's Ruf ist, wie man leicht erachten kann, im fortwah:

') The physiology or mechanism of blushing. By T. 9. Burgess M. D. renden Steigen, und wenige Tage, ehe wir in Sahira eintrafen, London, 1839.

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M a g a 8 in

Nummern. Pranumerations: Preis 221 Sgr. (! Thlr.) vierteljährlich, 3 Thlr. für das ganze Jahr, ohne er: böhung, in allen Theiten der Preußischen Monarchie.

Beiblatt der Adg. Pr. Staate,
Zeitung in Berlin in der
Erpedition (Friedriche-Straße
Nr. 72); in der Provinz ro
wie im Auslande bei den

Wohllebl. Poft. Aemtern.

für die

Literatur des Ausland e s.

N 53.

Berlin, Freitag den 3. Mai

1839.

8 r a n t r e i dh.

fich auch in der Stunft bewahrt, und ihre Kunst dópfungen zeids

nen fich durch Lebenss und Naturwahrheit, obwohl nicht immer Die diesjährige Pariser Kunft - Ausstellung.

ohne uebertreibung und Streben nach Effelt, geistreide Aufs

fassung und abne Bebandlung aus. Dabei sind sie ießt am Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts lam der Marquis weiteñen von der Gefahr entfernt, fich in eine bestimmte Kids von Marignn, Bruder der Frau von Pompadour und Obers tung hineinzuarbeiten; vor weicher Zerflossenheit, sentimentaler Intendant der Königlichen Gebäude, auf den Gedanken, in den Beridwommenheit und dem Stehenbleiben bei einem stereoinpen Galerieen des Louvre die Gemalde der alten Meister, weldie die Gefühlsausdruck hat sie schon ihr richtiger Dale und ihr 'nationaler verschiedenen Königlichen Schiffer somúdten, und, wechselos Charakter bewahri. Ihrer Vorzuge im Stolorit und in der Com weise mit diesen, audy die Werte lebender Kunstler auszustellen. position ist schon gedacht worden. Als am Ende des vorigen Jahrhunderts die Monarchie durch die Wir konnten nun, um uns von dem Fortschritte der Fran: Revolution aus ihren Wohnjigen vertrieben wurde, Pehrten die soniden Kunst in der lebten Zeit zu überzeugen, die Såle der Meisterwerfe, welde die Fårsten in Bersailles, Fontainebleau, Ausstellung betreten, in der Erwartung, hier eine vollstendige im Lurembourg gesammelt batien, nach dem Louvre zurüc, um Uebersicht der Kunsterzeugnisse des leßten Jahres zu finden. Aber dasselbe nidhr wieder zu verlassen. Die Ausstellung der Werte nud halten uns die Klagen über die Entscheidungen des Auss lebender Künftler fand von nun an fortwahrend in denselben dusjes, der über die Zulassung und Zurúdweisung der einges Räumen und in immer ndher liegenden Zeitabidhnitten ftati, bis ichidten Kunstwerte zu entscheiden hante, aur. Die Afademieen Juleßt eine jährliche Wiederholung der Ausnellungen festgelegt und áhnliche Kórpersoaften sind immer ein beliebtes Thema des wurde.

Spoties gewesen und in Frankreich von jeher mit der bitterften Auch in diesem Jahre erglangten die weiten Kaume wieder Satire verfolge worden. Und das von Rechtswegen; denn die in buntem Farben dimmer und legien Zeugniß für die Blúthe Ulademieen find ja großentheils långt als Versorgungs- Unstalten der Französisden Stunft ab. Wir sagen mit Fleiß in buntem von Invaliden belannt, welche dem Forifdritt der Bildung fremd Farbenschimmer, denn der graue und bleiche Farbenton, welcher geblieben find und mit ihren antiquirien Unsichten und Bor. fonft den Werfen der Franzdfiiden Soule einen fo monotonen urtheilen fico gegen die Bestrebungen der Jugend, die fle nicht Ausdrud gab, ist großentheils verídwunden, und die Franzofidhen begreifen, opponiren. Auch die Greije haben Leidenschaften, Künstler find große Koloristen geworden, obgleic le fich nicht gewöhnlich sogar sehr harınådige. Werden solche Verbindungen immer gang vom Ertrem haben fern halten können. Das Studium nun Ourdh Partei. Befangenheit verblendet und sind sie im Bes der großen Meister der Bergangenheit hat fcóne frúdte getras fibe der Madt, fo úben sie einen unerträglichen Drud, der nicht gen, und sowohl in der Zeidnung als in der Farbengebung, bare angegriffen werden kann. Auc in Deutidland ware von welde sonst die romaden Stellen der Französiden Schule den Sunft: Mademieen imd von der Eifersuche des Alters gegen waren, ist ein ungeheurer Fortschritt oder vielmehr eine totale die Jugend Mandes zu erzählen, dod ro offenbare und schreiende Revolution wahrzunehmen. Bon Géricault und später von Ungerechtigkeit, wie sich diesmal der Uusid uß in Paris hat zu Eugène Devéria, Delacroir und Louis Boulanger Smulden tommen lassen, Pennt man denn doch dort nodo nidot. ging eine Keaction, besonders in Hinfici des Kolorits, aus; Ausgezeichnete und anertannte Künstler oder hoffnungsvolle Tas wder Schiffbruch der Medusa", „die Gebure Heinrich's IV.", lente wurden aus Partei : Rúdsiden abgewiesen. So wurde Das Blutbad auf Chios", ,, Mazeppa" machten ungem Ohnlides Eugène Delacroix mit drei Gemdiden abgewiesen; Des Glúd. Man hatte nie einen solchen Schmelz, eine solde Intens camps wurde von demselben Shidrale bedroht und foll die Atde und eine solche Kunst der Fårbung gesehen. Man fing jest Abwendung desselben nur einer höheren Berwendung zu danten an, die Palette gründlid ju sudiren und in diesem Studium haben. Ausgeldlossen wurde ferner Rousseau, einer der viels ungeahnte Hülføquellen zu finden. Ungeachtet des grauen Frans versprechenditen jungen Landschaftsmaler; eben so erging es sofiiden Himmels, mildte man Farben, die unter dem tiaren Préauit, einem Künstler von wahrhaftem Calenie, und vielen und eivig blauen Italianischen Himmel nicht erbleiche waren. Únderen. Dan glaube nur gar nidi, daß die Alademie sich so Freilid tamen auch genug Pfauensdyweife und Regenbogen sum Rreng gezeigt habe aus Sewissenhaftigleit oder weit der Plan Dorschein, und man sien die Natur nur noch durit das Prisma gu berdirinti war. Um sich davon zu überzeugen, braucht man zu betracten; aber solde Uebertreibungen find von jeder neuen nur einen Blic auf die jahllosen Portraits, dies nothwendige Ridhrung ungertrennlich, und ein zu bunies Kolorit war am Ende Uebel jeder Ausstellung, und das viele Mittelgut, das sich überall immer noch besser, als gar Peines. Als dieser Farbentaumel den einen Zugang zu eröffnen weiß, zu machen. hooften Gipfel erreicht hatte, wurde Ingres, der lange unges Drob dieser Ausídließungen und obgleid 31gres, Paul wärdigt geblieben war und dessen ,,Doaliste" und „Dedipus'' Delarode, Xoqueplan, Jeanron, Sabat, Paul Hue's bei den Kunstrichtern der Zeit feine Gnade gefunden harten, von und manche' andere fünftler von Ruf und Talent nichts einges der romantischen Schule auf den Thron erhoben. Ingres, ein sendet hatten, war dennod eine siemlich reiche Auswahl zu Frenger Zeichner, den die Raphaelischen Madonnen auf ihren Stande gekommen. Das Ausland hatte aud feine Kepräsentans Senieen gewiegt zu haben soienen, führte die gehrende und braus ten hierher gesendet, dod im Gangen wenig von Bedeutung. fende Jugend wieder zur geraden Linie und zum einfachen Ges Was von Düsseldorf eingegangen war, verdient ebenfalls feine iomad gurúd. Das Studium der Natur und der Untile ges besondere Erwdhnung und war in Peinem Falle genügend, den wann dur ihn einen großeren Raum, und aus diesem Doppels Frangosen eine ridrige Borstellung von den Eigenthůmtid leiten Einfluffe ist die vielverspredende neuere Franzöfide Kunprchule dieser Soule zu geben. So waren also fast nur die Leistungen bervorgegangen.

der Franzoniden Soule zu nennen. Wir wollen eine furge Wenn von einer Französischen Malerídule die Rede ist, so Ueberfidhi derselben voranssiden. Decamps, der seit 1834 ist dieser Ausdrud anders zu fassen und demselben eine weitere nichts eingesendet hatte, war diesmal mit eilf Cemalden auf den Bedeutung zu geben, als wenn die Düffeldorfer oder Münchener Kampfplaß getreten. Bon Delacroir waren zwei Halbfiguren: Schule genannt wurde. Die neuere Franzofiide Stunft laßt fic Samler" und Kleopatra", eingegangen. S deffer hatte fünf in ihrer Gesammtheit nidht so sehr auf einen gemeinsamen Auss Gemälde geliefert. Zu vieren derselben hatte ihm Gothe, su drud gurádführen, und es machen fid fehr verschiedene Midtuns einem das neue Teftament den Stoff geliefert. 018 eine in gen in derselben geltend, obgleich aud in dieser Verschiedenheit vielen Beziehungen vortreffliche Figur" fann der „Neid" pon . ein bestimmter, nationaler Charalter hervortritt. Bon den beiden Brune bemerkt werden, welche Darstellung fido besonders durd Deutropen Kunftsdulen ideider fich die Franzo Nide indeß sehr ihre Lichteffefte quszeichnete. Die Magdalena" von Gigouz bekimmt ab. Die Fransofischen Kunstrichter ertennen den Düffels und einige andere Gemalde desselben Kånfillers verdienen ebens dorfer und Mündener fünftlern einen großeren geistigen Schwung falls eine ausgezeichnete Ermahnung. Nediden müssen ate Ges und idealen Gehalt ju, aber man wird aud den französiden mdide ersten Kanges genannt werden: Si. Lucas" von Ziegs Sångern die Anertennung nice versagen dürfen, daß fie in der ler, iwei kleine Semdide von Riesener, die Landschaften von Ausführung, im Kolorit groß, fakt unerreidt Dafteben, und viels 3. Dupré und mehrere Werte von Marilhas, Eugène leidi Rehen sie der idónen Mitte am nadoken, wo Gedante und graben, Element Boulanger,, Leullier, Leleuri E. Form fic ausgleiden. Der praktisde Sinn der Franzosen hat Bertin, aligno, Sieuben, s dopin, flers und vielen

Anderen. Wir wollen jest zur Betradtung einiger der bedeus auf allen Gesichtern; gwölf junge, weißgekleidete Mädchen trus tendsten Werte übergehen. (Fortsegung folgr.)

gen Blumen, welche fie der guten Herzogin bringen wollten, denn jo nennt man sie in diesem fande. Die Kapelle war mit

Pracht und Geschmad verziert, die Wände derselben mit finns Erinnerungen an Görz und Größ.

bildlichen Darstellungen und Strangen ausgeschmückt, und baum

konnte sie alle die fassen, welde juin Fefte herbeigeeilt waren. Aus dem (von Pariser Journalen mitgetheilten) Tagebuche einer vornehmen Um 10 Uhr las der Almosenier J. St. H. die meife, während Franzöfisden Dame.

man eine herrlide Musil hórte. Id bemerkte unter den Anwe: Nachdein ich die Soweiz und Enrol durchreist hatte und senden einige Franzosen; es waren Vendeer, welche die Wohls über den Tagliamento gegangen war, tam ich endlich nad Gora, ibaten der Herzogin nad Grab gezogen hatten. Nach der Messe dieser Residenz unserer Konigliden Dulder. Mein erstes Ges wurden die Gefte im Solosie empfangen. Alle bedeutende Peute daft war, an die Vicomtesie d'Agout zu schreiben und um die aus der Umgegend waren dort versammelt, und man sah den Erlaubniß zu bitten, dem Sohne Karl's X. und der heldenmüthis Grafen 4. eben so bemüht um die Fürstin, als wenn sie in den gen Tochter Ludwig's XVI. meine Huldigungen darzubringen. Tuilerieen gewesen wäre. Bald fam die Stunde des Dejeuners. Wie freute ich mich, da mir die Antwort wurde, daß id roon Vierundzwanzig Personen segren sich mit der Herzogin zu Tilde, an demselben Tage erwartet wurde. 3d begab mid also in die und sie machte die Wirthin mit der Heiterkeit und dem feinen einfache Wohnung des Erben so rieler Könige. Es ist mir uns Benehmen, das man an ihr fennt. Nach der Mahlzeit folgten móglid), die Gefůhle der Bewunderung, der fiebe, der Ehrfurcht wir der Herzogin in den Saal. Als eine Whistpartie beendet zu ichildern, die mein Herz erfüllten, als ich Ludwig Anton und war, lud man die Fürstin in ein anderes Gemach ein, in wels Marie Therese erblidte. In den Zügen dieser fürstliden Pers $em Kúnstler aus Gras sie mit Gesängen begrüßren, die zu dies fonen liegt so viel Ruhe, in ihren 20orien so viel Ergebung und sem Feft gedichtet worden waren. Nadher ging man wieder Nachsicht, daß, wenn es etwas giebt, das größer ist als ihr Uns in den Saal zurůd, und die Herzogin entließ uns. glúť, ficherlid die Seelenstarte es ist, mit der sie es ertragen. Am Sten reiste ich wieder von Grundree ab, und mich tonnte Ich wurde mit vieler Freundlich leit aufgenommen, wie alle in meinem Bedauern darüber nidis tróften, als das Verspreden,

Franzosen, welche zu Górs der verbannten Familie ihre Huldis das ich 3. 8. H. geben mußte, auf meiner Rúdreise nod einige gung darbringen. Der Pring hatte die Gnade, sich mit mir úber Tage bei ihr zuzubringen. Von Brundree ging ich nach Wien meine Reise zu unterhalten, dann thar er mir umstándliche Fras und von dort nad Troppau, dem Ziel meiner Reife. Bei der gen über alle Diener des Königshauses (der legitimitat), deren Rådfehr von Troppau tam ich über das Schlachtfeld von Musters Eifer und Ergebenheit ihm unvergeblid sind. Von diesen uns lig; ich verweilie dort einen Augenblick, um den Ort zu abers terhalten wir uns gern", sagre Marie Therese und blidfie mich dauen, auf dem Napoleon einen der glangendsten Siege ges dabei an, als wollie pie jagen: die Undankbarfeit der Anderen feiert hat, und für den ich nicht gleichgültig icon fann, weil haben wir lange vergessen. Ehe ich das Soloß verließ, lud mein Gatte dort aud einen Theil einer Lorbeern geårndiet hat. mich Frau von Agout in Gegenwart von Ludwig Anton und Nadidem ich mich in Wien adot Tage aufgehalten hatte, tam Marie Therese ein, den Abend mit den Fürsten suzubringen. ich zum lebten Male nad Ordb, am 8. Dezember. 3. $. H. Die ganze Familie'wird versammelt fenn, fügte fie bingu, war gerade nicht dort, und id reiste nad einigen Tagen nad 1. Sie werden auch den Herzog von Bordeaur sehen.“

Brundsee, 100 ich die Gräfin von Duesnan nidot mehr fand, Man war im großen Saale, als id lam. Marie Therese, weil Familiens Angelegenheiten sie für den Augenblid nad frants der Herzog von Bordeaur und der Herzog und die Herzogin reid gerufen hatten. Die Fürstin Lucianes vertrat ibre, Stelle von Lewis spielten Whist. Karl's X. Sohn las einige Parijer bei der Herzogin. 3d blieb vom 1lten bis zum 17ten in Brunds Journale. Er fündigte uns den Tod des edlen Herzogs von FiB see; es waren glúdliche Tage, die einen Spaß von Erinneruns James an. ,,Uch!" jagte er mit dem Ausdruck tiefen Somerjes, gen mir in tiefster Seele zurückgelassen haben. In Grds and Ida hat uns der Tod wieder einen Freund entrissen." Mademois in Brundsee ist die Eintheilung des Tages ver bieden in den relle paß an einem runden Tisde und macie Tapisserie: Arbeit. verschiedenen Jahreszeiten. Im Winter frühstúde man um 11 Was mir beim Herzog von Bordeaur am meisten auffiel,, war Uhr und dinirt um 7. Im Sommer speist die Herzogin um seine schöne, bewegliche Gesichtsbildung, sein edles und feines 2 uhr zu Mitrag, und um 9 su, Abend. Am Morgen nad Benehmen. Er idien mir noch höher zu stehen, als ihn alle dem Frühstůd besieht sie die Arbeiten, welde sie in ihrem die stellen, welche bisher die Ehre gehabt haben, sich ihm zu Palast ausführen laßt. Da der Kaiser von-Defterreid erfahren náhern. um neun Uhr stand Mademoijelle auf, fußte ihrer Tante hatte, daß 3. &. H. die Absicht hatte, den Park in Brundsee die Hand und entfernte fich mit der Marquisin Nicolai, ihrer verídönern zu lassen, schidie er ihr seinen ersten Baumeister, Begleiterin. Eben so ist es alle Abend, denn in Gdrz ist der der nach dem Pläne der Fürstin die Anlagen vorgegeichnet har. Tag bis auf die Minute eingetheilt. Alle Lage des Jahres Am 17ten lehrte ich nad Grdo zurüc; am 19ren am 3. K. H. gleichen fich, und Jeder unterwirfi fio der festgestellten Regel mit dort an. Drei Tage nacher, am 23sten, konnte id von der gröfter Pünktlid Peit.

Liebe und Verehrung urtheilen, welde gang Gr&b für die Fürstin Bei diesem meinem zweiten Besuch bei der Königlichen Fas empfindet. Sie gab eine Abschieds: Soiree, ehe sie 11ac Neapel milie war immer Franpreid Gegenstand der Unterhaltung, Frant's abreiste, wohin ihr Bruder, der König, fie eingeladen hatte. Die reich, das sie so lieben, und von dem sie so verlannt worden gange Stadt war dore versammelt; der Erzherzog Albredt und find. Den Tag darauf, am 25sten, hatte ich die Ehre, beim der Prinz von Beifen: Homburg waren aud dort, und alle Herzog von Bordeaur eingeführt zu werden. Auch seine Ges wünschten der Herzogin glúdliche Reise und vergaben nicht, die danken sind nach Frankreid gerichtet, er sprag mit Liebe davon Bitte um baldige Radfehr hinzuzufúgen. Ludwig Anton, Marie und fam mehr als einmal auf die Erinnerungen zurúd, die er Therese, Heinrich und Mademoiselle erfahren Alle dieselbe Theile davon bewahrt hat. Wenn man sich vertraulich mit ihm uncers nahme, wenn sie nad Kirdberg, ihrem Sommer:Aufenthalt, fide hålt, wird man vom Herzog von Bordeaux bingeriffen und ges hinbegeben. Die Abreise der Stonigliden Familie wird immer feffeít, und man erkennt dann erst die Schönheit seiner Seele. in der Stadi, welche sie verlaße, lebhaft empfunden, und die Mademoiselle ist dußerst anmuthig und geistig bewegt. Vielleicht Armen sind es besonders, welde ain eifrigsten wüniden, daß fie ist sie zu klein, aber ihr Gesicht entzúft durch Frische und Auss nicht zu lange abwesend renn mådten. drud; ihr ganzes Wesen trägt das Gepräge der Sanfimuth. Am 30sten Dezember reiste id von Grdi ab und ging über Die Uudieng, die sie inir gewährte, war lang, und doch war sie Lanbach und Triest nad Górz, wo ich am !. januar antam. zu kurz für meine Wunjde. Åber der Augenblick der Abreise Kaum war ich im Gasthof abgestiegen, als ich an die Grafin war gekommen, und ich entfernte mid, von dieser Familie, die d'Agout und an den Grafen Montbel (crieb. Am folgenden durch ihr Unglück unsere Liebe verdienen würde, wenn fie nicht Tage erhielt id, einen Brief vom Grafen D'Hegerin mit der idon in so viel anderer Rúdficht Ansprüche auf dieselbe hatte. Einladung, um 6 Uhr Abends zum Diner im Palast zu seyn. 3m

Am 26sten reiste its von Görg ab. Man rechnet von Gorg Palaft!.... Diese Benennung paßt wenig zu der einfachen wobs nach Gras ungefähr 60 Meilen. Nachdem ich die Kinder ges nung, welche Kart's X. hoher Sohn bewohnt. Es ist ein Haus, sehen hatte, wollte ich auch die Mutter sehen, diese edle, muthige das nichts Herrschaftliches hat; die wenigen Diener der Fönigs Frau, der die Revolutionen so viel Somerz zugefügt haben, und lichen Femilie sind Tchwarz gekleidet, giles ist außerst einfad. die sich dafür recht, indem sie forefahrt, ihre Französischen Ari Bei Lafel raßen wir in folgender Drdnung: Ludwig Anton fab men", wie sie sie so gern nennt, mit Wohlebaten 30 überhaufen. in der Mitte des Tisches, Marie Therese zu seiner Einten, der Meine Reise war' troß der schlechten Wege ziemlich glúdlid, Herzog von Bordeaur neben seiner erhabenen Lante, ich neben denn ich Pam icon am 3iften in Grds an. Die Herzogin von demselben, dann kam der Graf D'Hegerin, der Graf Montbel, Berry nahm mich gleich an demselben Tage an, und ich fand die Grafin d'Agout, die Marquisin Nicolai, dann Mademoiselle, bei ihr die Gräfin von Quesnan, ihre erste Hofdame, und den welche Ludwig Anton zur Redren (ab und den Kreis rolos. Mas Grafen Monti, den Hof Stallmeister. In Grås wie in Góra war rie Therese erhob sich zuerst, ein jeder folgte ihrem Beispiel, Franfreich allein Gegenstand der Unterhaltung. Jhre Stoniglice Mademoiselle verließ anmuthig ihren Siß und bor ihrer Tante Hoheit wollte nac Brundsee fahren und hatte die Gnade, mich den Arm. Im Salon legte man sich um einen runden tijd, einzuladen, dort zu ihr zu kommen; am Aren des Morgens war und Marie Therese und Mademoiselle zogen ihre Arbeit hervor. id, dort wieder bei ihr. Brandsee ist der Sommeraufenthalt der Der Herzog von Bordeaux, der Graf Monibel und der Gral Herzogin; sie hat dort der größten Theil ihrer preprigen Samm. D? Hegeren unterhielten sich stehend. Gemdhnlich dauert das Diner lung von Gemdiden und Zeichnungen aufstellen lassen in Ullem drei Bierielstunden; um 7 Uhr geht Ludwig Anton in seine Zims offenbari fich der Sinn, den 3. f. H. Für die Stinfte hat. mer, fehrt um 8 Uhr wieder zurück und TeBe fich Marie Theresen Brundjee ist ein wirkliches Museum, und mancher Künstler wurde zur Rechten. Dieser Plaz am Tische wird nur von ihm einges jich freuen, dasselbe zu jehen. Wenn ich hdte vergeben pönnen, nommen; in seiner Abwesenheit bleibt er leer. Am 3ren batte daß am 4. Noveinber der Geburtstag 3. K. H. ist, so würde ich die Ehre, beim Herzog von Bordeaur eine Audieng zu haben. die Menge, die sich sdon am frühen Morgen um das Schloß Ich fand von neuem in ihm all die schönen und glänzenden Si.

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Er eradhire mir mit Entzüden von seiner Reise nad Mailand; gesammte Sydhe bom Plateau der außeren Eerraffe bis zum er hat dort Alles gesehen und geprüft, hat die Menschen und die Bande des Dades ist nur 33} Fuß. Dinge Pennen gelernt, nichts ist seinem Scharfólid entgangen. Mit beiden Wohnungsflugeln find jene in der Maffe ifolirten

An demselben Tage fam der Graf Monti in Cdri an, Vordergebdude für den Hofstaat in Zusammenhang gebrado um der Königlichen Familie die Antunft der Herzogin von Berry durd einen roomalen Gang, der über einer Sluft, die hier erst anzukündigen. Am folgenden Tage theilte mir Marie Therese bemerlt wird, auf Tolanten Pfeilern dwebt; mit der Wohnung diese Radricht mit und fragte, ob 3. K. H. im Hotel Zimmer des Saisers das Haus der Kammerherren, mit der der Kaiserin genommen hatre; auf meine Uniwort, daß id davon sprechen ges das der Hofpamen. hort, rief Narié Therese lebhaft aus. Nein, nein, das darf Der Flügel des Pradthofes im Ungefidte des Meeres ift nidot lenn;

meine Sowester Berry roll hier wohnen, id habe den Raumen für Recreation bestimme und giebt zugleich jenen im Gartenhause eine Wohnung får fie einrichten Taffen. Am Wohnungen der hohen Herrschaften eine prächtige Verbindung Gten tam die Herzogin

von Berry an. Der Herzog von Bors Hier in der Mitte ist ein vierediger Saal von größerer Gerdus deaur und Mademoiselle gingen ihr schon am Morgen entgegen, migleit, beregnet auf den Genuß des Anblides der weiten freien der Herzog wollte sie selbst in ihre Zimmer einfahren. Ludwig Umgebung. Er ist demnad allein nach Außen hin dem lidte Anton und Marie Therese waren in der Kirche. Der Herzog geoffnet

, und zwar duro fünf Sdulenweiten, in denen seine gange von Bordeaur ging eilig dahin, um ihnen die Nachricht zu brins Breite aufgeht. Ein Portilus von zwei Gángen liegt davor gar gen, und Beide eitten fogleich in das Palais. Es ist nicht auss reizend zu deußerst und nad Innen,

durdy Saryatiden gebildet, juspreden, wie rührend die Beweise der Zdrtlichkeit waren, welche die auf Postamenten stehen, in der Mitte aber durd eine Reihe bei diesem Wiedersehen ausgetauscht wurden. Uller Augen waren von Jonijden Sdulen. Hinterwodrts dieses Saales, im Hofe, in Chránen, während die Freude aus jedem Untlig strahlte. Die liegt vor dem Portilus, der hier umhertduft, ein breites Wallers Herzogin von Herrn drúdte ihre beiden Kinder an ihre Brust becen, und an dessen entgegengesebtem Rande, eine Grotte von und wurde von ihnen mit Lieblosungen überschüttet; es war dies der edelften Auffassung: ein hohes Pfeilergewölbe, das Innere ein Gemdide, das man fich wohi denfen lann, welches aber die jenes Unterbaues, der den Tempel inmitten des Hofes trágt. Feder nicht wiederzugeben vermag.

Gotter und Helden der Alten, heiliges Tempelgerdth, Künste der Am 7ten besucre id, wie alle Tage, Stari's X. Grab in der Musen stehen verídleiert dort von Duftigem Schatten und grüßen Stapelle der Franziskaner. Ploblid hörte ich ein ungewohntes heimlich und ftill! Eingelne Strahlen" helleren Lichtes sobießen Gerdusd die tiefe Ruhe der Kapelle Koren; ic wandie mich um quer durch den Raum. und fah die Herzogin von Berry mit ihren Kindern und einigem Sehr són find ferner die beiden ndoften Nebenzimmer Gefolge. Sie näherten fich , andadrig dem Vltar, por weldem jenes Mittelsaales gedacht

. Gegen das Freie find fie gang vers tåglid eine Seelenmeffe für Karl X. gelesen wird. Als die dloffen, geðffnet, allein in den Portifus des Hofes. Müd ist die Meffe vorüber war, erhob fid 3. $. . von ihrem Siß und Beleuchtung, indem das Licht durch die vorstehenden Sáulen und kniete auf dem Stein nieder, welcher die sterblichen Ueberreste des ihre Dede gebroden wird. Aud vor diesen Nebenzimmern dehnt Bruders Ludwig's XVI. bededt. In diesem Augenblid herrschte nod das Wasserbeden fid aus, und gerade hier, zwijden enger wieder die tieffie Stille, und es war, als wenn alle Anwesenden geftellten Sdulen, ergießen Laurisde Widder von vergoiderem fich in ihren Gedanten mit der Herzogin vereinigten, um den érje die Fluth, welde das Beden náhrt und die vorher rauidend Hilmadrigen für die Seele Karl's X. anzuflehen.

noch úberstürzt auf einer Stufe: gegenüber aber den weiten Am joten besuchte ich das Soloß Sradidin. Es liegt auf Thüren diefer Zimmer und durch eine größere Säulenweite zeigt einem Fügel vor einer der Borstadre von Gorg. Star! X. bes fic bier wie dort am anderen Kande des Bassins in der Mauer wohnte es allein mit dem Herzoge von Bordeaur. 3d wollte jenes Unterbaues eine hohe und geraumige Nijde, und in dies Das Gemad sehen, in welchem der König, gestorben ist. Dieses ser aus Erg gebildet Helios, der mit dem Koffegespann gerade Zimmer bietet einen so traurigen und wüsten Anblid dar, daß aus den Fluthen emporsteigt, in einer anderen Luna, die mit den Cinem das Herz darüber bricht. Alles ist leer; es herrscht darin Stieren hinabtaucht, umgeben von schimmerndem Gestirn. die Stille des Todes. 3d Offnete die Thür einer Seiten Galerie Diesen Nebenzimmern folgen andere, die wieder recht frei und pflúdie einen verweltten, mit Dornen bedecten Zweig von aufgethan find gegen das leuchtende Meer, mit großen Erfern einem vertrodneten Rosenftrauch.

in Halbfreisform , durd hohe Säulen begrángt und bis zu deren Am Abend hatte ich die Ehre, zur Gesellschaft im Palais Fuß der Aussicht offen. Dann noch andere Såle bis gegen die zugelassen du werden. Der Herzog von Bordeaur führte die Wohnungen. Es ist diese dem Meer zugewendete Frontë des Pas Unterhaltung, und ics fonnie bemerken, wie anmuthig und geift: lastes, in Uebereinstimmung mit dem Zwed der hier vertheilten voll er spricht. Er erzählte mit viel Wiß einen Zug vom Genes Ndume, auch in der Form bevorzugt und von dem wärdigsten ral Junot, welcher, als er in Górz war und erfahren hatte, daß Eindruct

. Sie ist in den Marjen lebendiger bewegi, neben den es viel Wild dort giebt, vom Gouverneur der Stadt verlangte, Portifen, durch mannigfache Rijaliths, welche die verschiedene daß er ihm in 12 Stunden eine Suppel von hundert Hunden Bestimmung und Große der Raume, die hier belegen find, fors schaffe. Hundert nicht mehr und nidr weniger, und das mit dert oder wünschen läßt. Die hohenausdehnung dieser Raume Androhung von hundert Stodichlagen. Der Gouverneur wußte erstreckt sich durd beide Gertholle der Nebenflügel, und die Form nichts Besferes zu thun, als alle Hunde der Stadt, Soldchter: des Aeußeren spricht deutlich diese Anordnung aus; auch die hunde, Windbunde, Doggen, Alles, was ihm unter die Augen Terrasse die an den Seitenfronten nur 10 fuß in der Breite fam, jusammenguraffen; furg, es wurden hundert Hunde herbeis mißt ift hier geräumiger und in der Mitte durch einen großen geschafft

. Aber wie mag der General Junot damit gejagt haben! Halbfreis: Plas erweitert redt einladend zum fuffrandeln, zur

Um 9 Uhr entfernte fid Mademoiselle mit Frau von Nicolai; Ergobung an Erde und Himmel und Meer. dann nahm 1. 8. $. Abschied von Ludivig Anton, und ic ndherte Dies Find denn rúmmtliche Räume, die dem großen Hofe mich, um dasselbe zu thun. Der Fürst war noch freundlicher als rings- fich anschließen. Noch find jene Gebäude in der Mitte früher und sprad mit mir von meinem Schwager, dem Grafen näher zu beschreiben. Der vieredige Unterbau des Lempels ist von Busseuil. Die regte Audienz, die mir Marie Therese bes 132 Fuß lang, 76 Fuß breit, 39 Fuß hoch. Er besteht aus vier willigte, hat mich tief ergriffen, und als fie fich entfernte, war Reihen viereckiger Pfeiler von 10 Fuß Duromeffer, zwisden ich in Thranen aufgel8ft

. Nadher hatte id noch Zutritt bei dem denen nad der Langenridtung drei Gänge oder Schiffe fich aufs Herzog von Bordeaur, welcher die Gnade hatre, mir einige Ans thun; der mittlere von großerer Breite. Die Dede wird hier denken zu bewilligen. 3d bewunderte die Devise, die er in durch große Steinplatten gebildet, und vorbereitet durch Stein: seinem Pettfaft fährt: Fides, spes. Mademoijelle hatte aud dichten auf den Pfeilern überragt. Es hat der treffliche Era die Gnade, mir, die der Herzog von Bordeaur, einige uns finder diese Halle, welche wir früher sdon init flüchtigem Blide denten zu übergeben, die mehr als Einen Glüdlichen machen berührt haben, der schönen Beftimmung gerðidmet, das Museum werden.

abzugeben für die antifen Kunstwerte, die das súbliche Nußland

aus den Starten Griechischer Kolonieen in diesen Gegenben, jest Rußland.

fchon jahlreid und werthvoll, ans Licht gefördert hat und mit

Zuversidi, bei planmäßig geleiteter Bemühung, nod hoffen left. Drianda.

Zwei Treppen geleiten auf die Höhe diefes Baues, an seinen (Sluß.)

beiden langen Seiten, durch deren gange Ausdehnung in mehr:

faden Ablagen auf einer Reihe (chlanter Pfeiler hingeführt und 51 Der freie Raum dieses großen Hofes hat zwisden den Sdus beginnend neben jenem großen Bassin, dessen oben Erwähnung len 175 Fuß Breite, 222 Fuß Lange, hier 28, dore 22 Sdulen. geldah. Auf der Höhe dieses Baues laßt eine Aufidüttung von Der gange Flügel links hinab ist Wohnung des Kaisers, rechts Erde, in Graben gefaßt, eine Begetation von kleineren Bdumen hinab Wohnung der Saiserin. Es find zusammenhangende Kets und Zierpflanzen gedeihen, eine Versdónerung des Ortes, welde sen kleinerer und großerer Zimmer, wie eine wohnliche Benußung die Annehmlichleiten des Aufenthaltes unendlich vermehren wird. und Behaglichkeit fie wünschen Idft; hier und dort, in der Liefe Eine Anordnung des Gangen aber, die in traumhafte Zetten des dieser Räume zunächst am Portilus: geschlossene Korridore oder Alterthumes and versest, fie der Gegenwart nabe bringt und (chiale Abtheilungen duro freie Sáulen gebilder: bald zu einer dön verschwistert. Felsengrotten von Ellora, uralte Tempel der mannigfaltigeren Berenüpfung der Zimmer oder zum Aufenthalt Aegypter, hångende Garien der Semiramis winten aus der bon Dienern, bald zur Bildung von Vorplaßen oder von Nebens Ferne, stehen in Wirklich leit vor uns. raumen. Zwei Zimmer dieser Ketren, auf jedem Flügel erkers Der Tempel nunmehr, weldem diese madrige Halle als artig vorspringend zur Erweiterung der Raume und zu freierem unterbau dient und der ihn und den gangen Palast

so idón bes Genuß von Luft und Aussicht; einzelne Fenster hinausgeschoben frónt, ist 724 Fuß lang, 37 Fuß breit, Jonischer Ordnung, mit nach Art von Pleinen Kabinetren, zu stilleren Siben. Die Pleis, Sáulen rings umher, 6 am Giebel, 11 an der Seitenfronte. Zwis neren Zimmer sind in der Höhe eines gewöhnlichen Geloosjes, die größeren durch die hohe jener zwei Geschosse fortgeführt, in

fden den Wänden seines Portilus liegt ein Saal, mit Thüren

ringsumher, den Säulenweiten gegenüber - ein Aufenthalt voll denen aud diese Haupimasse des Palastes rid darstellt. Ihre des seltensten Liebreises. Stille und Einsamkeit find in dieser

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