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Bibliographie.

aus dem Feuer befreit, wird nun durch die Schlange vom bösen Au pied des Pyrénées, nouvelles béarnaises. Vom Berf. der Natalie.

Dámon erlöst und geiangt zum Stönige von @jodhja, wo er fidh 2 Bde. 15 Fé.

zu des Kónigs Wagenlenker verdinge, bis endlich, nachdem eine Les Boréales. Gedidite des Fürsten Elim Metscherski und eines anderen

neue Gatrenwahl nach Widarbha zu der wiedergefundenen Das Rusien. 7 Fr. Geneviève. Von Alvh. Karr. 2 Bde. 15 Sr.

majanti ausgeibrieven war, beide Gatten wieder vereinigt wers La cloche du "trépassé, ou les mystères du château de Beauvoir. Vom den und er sein Neich wiederbeľomint.

Baron de Lamothe-Bangott. 2 Bde. 15 Fr.
Elémeus du droit public et administratif. Bon E. P. Foucart. 3 Bde.

So wie einst Góthe bei Erscheinung der Safontala úber diese 21 Fr.

wunderbare dramatijde Dichtung der Indier ein großes Wort sprad), Essai sur l'organisation de la tribu dans l'antiquité. Aus dem Rusliiden jo hat auch 4. W. v. Schlegel über dieses epische Gedicht ein vers des Saturga, von Chopiu. 4 Fr.

berrlidendes Urtheil geäußert, weldes in der Vorrede vom Uebers

jeber angeführt ist: Hier will id nur so viel sagen, daß nado Ost i no i e n.

meinem Gefühle das Gedicht an Pathos und Erhos, an hins

reißender Gewalt der Leidenscaften wie an Hoheit und Bartheit Nalas und Damajanti, eine Indische Dichtung, 'aus dazu gemacht, Alt und Jung anzusprechen, Vornehm und Ges

der Gesinnungen sowerlich übertroffen werden kann. Es ist gang dem Sanskrit überfekt von Franf Bopp. Berlin, ring, die Stenner der Kunst und die, welche sich bloß ihrem nas Nikolai, 1838. 8. XII und 275 Seiten.

türlichen Sinne úberlassen. Auch ist das Máhrchen in Indien uns

endlich volfsmdßig und verídiedentlid in neueren Formen und Der Verfasser, der fich nicht nur um die Sanskrits und Mundarten behandelt worden. Dort ist die beldenmuthige Treue neuerdings auch um die Zenofprade, sondern aud um die vers

und Ergebenheit der Damajanti eben so berühmt, als die der gleichende Spradlehre diejes gangen Spradftammes, von der Penelope unter uns; und in Europa, dem Sammelplan der Ers Mündung der Ganga bis zu der Mündung der Soelde, so vers jeugnifie aller Welttheile und Zeitalter, verdient sie es ebenfalls dient gemad, beidenkt uns hier mit einer vollstándigen Ueber's

zu werden.'! rebung der berühmten Episode aus dem großen Indischen Heldens Der finnige Heberleber hat als eine angenehme Zugabe hins gedichie Maha Bharata. Ein anderer großer Dichter unseres

ten Anmerkungen beigefügt, theils racherfiárend, theils (pracos Bolts, Friedr. Rúcfert, hat dasselbe früher in kurzen Reimgeilen vergleichend. Bei Agnis, dem Feuergotte, deutet er 3. B. auf ůberseit, eine Arbeit, die wegen ihres leichten, fließenden Vors die Sprachverwandtídají mit dem Lateinisden ignis, dem Lis trags vielen Beifall gewonnen. Die Boppide ueberseßung bat thauisden ugnis und dem Slavischen ogni. Der Liebesgott Ka. den Vorzug der größeren Treue, sowohl in Hinsicht der Worts mas heißt auch An-angas, d. h. der Unförperliche, gleidjam der folge als des Versmaßes. Das lepie besteht nämlich aus roges geistige Eros beim Platon im Phádros, der Sohn der Venus nannien Sloten oder Difichen, deren jeder Halbvers (Hemiftich) irania, und es wäre wohl möglich, daß dieses Anga im Sanskrit vier Hebungen in ziemlich freier Form hat, wobei nur das Ges verwande ware mit dem Griechischen uynu, was den Armbes. reg obwaltet, daß die vier lebten Sylben jedes Halbverses ein

deutet und als Pars pro toto genommen senn fónnte. Das bestimmtes Maß haben: die des ersten ein Jambe nebst Trocháus Sansfr. hansa ist das Altd. gansa (Gans), Lat. ansa (anser) oder Spondáus, die des zweiten zwei Jamben regn müssen. Griec. chän (xv). Die Stadt Ajodhia, wo Nalas in Vers Wenn alío Růcert's Gedicht mehr einem Deutschen Dollsliede bannung lebe, ist das jebige Aude.

( gleidt, so haucht Bopp's Uebersebung einen wunderbaren, mors

Zuleßt muß nocy mit großem Lobe die treffliche Ausstattung genlandisden Duft aus.

von Seiten des Verlegers erwähnt werden. Nicht nur find Eine kleine Vergleichung aus beiden treffliden Uebertraguns Druck und Papier musterhaft, sondern auch der farbige Umschlag gen giebt den Belag. Als der König Nalas, seines Keiches und mit einer hübiden Arabeste verziert; aber vor Allem schmidt alles Eigenthums beraubt, im diditeten Urwalde, wo Schlangen eine reigende, man mócie sagen, átherisde farbige Zeichnung und Tiger hausen, seine treue Garcin, die reizende Damajanti, von Asmus den Titel, wo der Goldschwan bei Damajanti den verlassen hatte, ruft sie einen Tiger, einen Berg und einen Baum Liebesboien von Nalas macht und vier Gespielinnen nach den an, um Nachricht über den entfernten Gemahi. Der Baum ist übrigen Goldidwánen haiden, oben aber figen zwei reizende ges der schönste im Walde und heißt, A sjoka , d. h. ohne Leid, ohne Adgette Meochen, eine mit Harfe, eine mit Laute, andeutend, daß Summer (sans - souci). Rúdere überséße ifn Kummerlos, Bopp fid Himmlisches und Jrdirbes in diesem zarten Gedichte berühren. Leidlos. Bopp. Rúdert.

3eune. Ud dieser Baum, ipie glückselig, Beglüdter Baum in Waldesmitte, Mitten in diesem Walde hier! Der du rageft nad Königslitte,

M a n nigfaltige s. Nit Blumen reid, bekrängt strahlt er, von vielen Stronen behangen,

Wie ein glüdlidier Bergesfürft! Von feinem Kummer umfangen! Mache leid10$ aud mid dhleunigft, Mir fiel ein dwere$ kunt merloos.

9. van Lennep. Unter den lebenden Hollandisden 0 Beid 10$, du, so don ju D summer10.8, madje mia tum: chaunt!

merlos!. Shriftstellern nimmt Herr van Lennep in der Udtung seiner Sen werth des Namens, Baum geid: So schade niemals dir ein Börer, Landsleute den ausgezeichnetften Rang ein. In früherer Zeit

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O fummerlorer Summeriörer! beid10$, weil du das Leiden ttigst.

berdaftigte fich Herr van Lennep mit der Sammlung vaters

landiider Stoffe, Sagen und Traditionen, die er auf poetische Die beiden leßten Zeilen von Rudere find etwas frei bearbeitet, Weise zu bearbeiten verstand. Sein großes Gedicht „Adegild” indem in der Ursdrift Peine Segnung vortommt. Man tönnte erinneri in vielfacher Hinsicht an Tegnér's „Frithioffs - Saga." übrigens diese lieblichen Wortspiele auf unseren Deutiden Baum

Die Belehrung der heidnijden Friesen zum Christenthum bildet finde anwenden; g. B.:

den Gegenstand der Hollandisden Didrung, welde, eben so Madhe linde aud meinen Schmerz teßt,

wie van Lennep'& ,,Flandrischer Krieg", voll romantischer Epis Det toe, ou, fo (chön zu schaun? Sev werth des Namens, Baum einde,

(oden ist. Es sind diese Poesieen in fechs Bånden gesammelt ers und lindre mir des Schmerzes Grau'u.

dienen, die den Titel fahren „Nederlandsche Legenden in

Rijm gebracht”. In neuerer Zeit bat fich Herr van kennep Der Purze. Inhalt des Gedidis ift: Nalas, Stonig von Nis

der eigentlichen Poesie ab und ausschließlich dem historischen Sadha, laß einst im Walde bei seinem Schloffe und baldte eine

Roman zugewandt. Sein bekanntestes Wert in diesem Genre Goldgans (der Ueberseber bat fie in Silbersdwodne und der

ist der „PÄegejohn“ (der, wenn wir nicht irren, von Louis Lar Zeidner des Titelblattes in Goldid wåne verwandelt), welde ins Deutsche aberjeßt worden). Es spielt dieser Noman in der um Freiheit bat und ihm dafür verspricht, der schönen Damas Zeit des Abfalls der Niederlande von der Spanischen Herrschaft, janti, Konigstogter von Widarbha, Liebesgruß zu bringen. Als und es ist darin ein wahrhaft Niederländis des Talent in der die Gans den Gruß gemeldet, wird Damaianti vor fiebe frank. Zeichnung der Charattere und Sitten jener Zeit entwidelt

. Nachs 3hr Vater Bhimas laßt nun eine Brautwerbung vertúnden, su derahmung Walter Scott's wird dem Verfasser nicht mit Unrecht selbst die WelthútersGótter berabsteigen. Doc Nalas erhalt den

vorgeworfen, doc gehört Herr van Lennep jedenfalls zu den bes Preis. Das glückliche rdóne Paar würde in ungetrübter Heiters gabieren Schriftstellern der Zeit. feit gelebt haben, wenn nicht Nalas, dem Würfelspiele fehr ers geben, vom bosen Damon Kalis beseffen, der ihm wegen der ges

Zur Geld i dte der kunn. Unter dem stolz Plingens wonnenen Braut gúrnt, gegen seinen Bruder Purdlaras Keid den und viel verjprechenden Lisel, die Kunst, als Kennzeichen und alle seine Kabe verloren hatte, so daß er nun, das einzige des gesellschaftlidhen Zustandes betrachtet''), hat ein Herr Louis Gewand mit der creuen Gattin theilend, in die Verbannung geht. Duffieur in Paris ein Büdelchen herausgegeben, in welchem er, Hier treibt ihn der inwohnende böse Geist, reine reizende Ges nad einer kurzen Einleitung, eine Reihefolge von Innoprijden mahlin zu verlassen. Von einer Solange angefallen, wird sie Tabellen zur Vergleichung des jedesmaligen Standpuntres der von einem jungen Jager gerettet, der, von Šlut zum schönen Sunst mit dem der Volter der Erde, von der frühesten Zeit bis Weibe entzündet, durd ihren Fluo getroffen hinsinkt, wie vom auf die heutige, giebt. Sowohl Baulunft als Bildhauerei, Mus Blib ein Baum. Sie kommt nad vielem Jrren zu einem Bußers fil, Malerei, Holzidneides und Stupferftederkunft baben in den wald, wo ihr die frommen Männer Vereinigung mit Nalas ver: Tabellen ihre besondere Stelle, und wenn der Verfasser nicht kúnden. Irrendes Fußes cließt sie sich einer Karawane an, einerseits etwas zu oberfladhlid und andererseits in den Systes welche, in der Nacht am Tranfplak lagernd, von einer wilden men der neueren Französischen Humanitarier und Sozietats. Elephantens Beerde fast ganz zertreten wird. Mit den dem Bluts Phitosophen zu sehr befangen ware, so würde feine goee ges bade entronnenen Priestern gelangt sie endlich in die große Stadt des wiß zu einem verdienstliden Werte geführt haben. Fürften Tichedi, wo des Fürsten Mutter fie an ihren Hof nimmt. Nalas inzwisden, nachdem er im Walde einen Solangenkönig L'art considérée comme le symbole de l'état social.

vierteljährid, 3 Tilr. für das ganze Jahr, obne @rs 03bung, in allen Theilen der Preußischen Monardie.

Erpedition (Friedrich-Straße Mr. 72); in der Proving lo wie im Auslande bei den

Wobasbl. Pop. Hemteru,

für die

Literatur des Ausland e 8.

NA

Berlin, Ritt mod den 9. Januar

1889.

Griechi e nland.

welchem Glauben und Bolte er aud reon mag, freien Zutritt

hat und mehrere Lage lang Speise und Trant empfangi; und Landschaftliche Bilder aus Griechenland. *)

fant ideint és, als werde dieses Fest von den Túrten zur Ers innerung an jenes alie Fest der Grieden gefeiert, ohne daß jes

doch die Túrten eine Idee von diesem båten oder sonst die Sits Das Thal Tempe

ten der damaligen Griechen Pennten.

Weiterbin gelangt man an furchtbaren Felfen vorúbet, die, Ungefähr vier Stunden nordöflich von farissa liegt das Chal wenngleich sie einen erhabenen Anblick gewähren, dennoch das Tempe, gebildet von den Bergen Dinmpos und Dila (heutzutage redre ufer des Peneus in oústerer Gestaltung einengen und in Kiffamos), welche in ftets gleicher Entfernung dem Flufse Peneus das Ibal herein so nahe zusammenriden, daß an mandeu fidy náhern, der gmijden beiden, bald in einem breiteren, bald Stellen nur ein Zwischenraum von ?- 300 Fuß ist. Die miten in einem engeren Beste bindur fließt und das an fick roone im Wege am rediten Ufer liegenden geradwintligen Felsen bilden Thal noch mehr verídönert. Zur Rechten des Peneus liegt der ein Amphitheater, in dessen Mitte die Trümmer eines treinen Scillamos, zur Linten der Dimmpos; beide in ziemlid gleicher Staftells vom alten. Omale, liegen, das jest den Namen des Habe. Das Ehal erstredt fid) von Súdwest nad Nordost, uns ,,Schloßfes der Sdónen" führt. gefähr eine und eine halbe Frangofisde Meile lang und in seiner In der Mitte des Thales quillt aus dem Fuße eines Felsens grobten Breite 236 Sbrit, in seiner geringsten dagegen 94 Frans eine Püble Quelle, Stryologos genannt, an welcher die Wanderer zofide Fuß breit.

auszuruhen pflegen. Gegenüber auf der anderen Seite des Flufies Das Thal Tempe ist theilweise voll malerijder Schönheiten; Ateht auf einem Felsen ein verfallener Thurm von neuerer Baus die Phantasie verídónert es im Uebrigen mit allen Reizen, dié art, und daselbst befinden fich unter einem Felsen des Olympos dieser zu Gebore itehen. Seine natürlichen Schönheiten gewahs die Ueberreste cines Tempels der heiligen Parastevi, wo bis ren an und für sich einen eben so großartigen als angenehmen weilen für die Bewohner des nahen Dorfes Rapsani Gottesi Anblic und geben dem Thale einen Charatter der Ruhe und dienst gehalten wird. Nad, dem Olympos zu ist das ufer eng.. Anmuth, während die ewig fließenden Gebirgsmásjer den Anblic und es giebt nur den einen schon erwähnten Weg durd Baba. fteter Friide und regen Lebens gewahren. Die nahen Berge Da, wo dieses Ufer früher ganz und gar mit forbeerbaumen sind von beiden Seiten mit Pfangen und Grdjern hededt; auf bedeckt war, bietet sich den Blicken ießt nur nod ein einziger den Felsen der Gebirge findet fid Epheu, Barentlau und andere derselben dar. In den alten Zeiten pflegten die Einwohner wilde Gewadse, und an einzelnen Abhängen derselben sind fleine Delphi's (ießt Sastri) aller 'neun Jahre Selandte mit Mufit in Sarren mit Mandelbäumen und Granaibaumen sorgfältig ans dar Thal Tempe ju dhiden; sie sagten, daß Apollo mit Strangen gelegt und unterhalten, wdhrend aus ihnen Quellen des reinsten und Zweigen eines Lorbeerbaums aus diesem Thale in ihre Stade Waffers bestandig hervorquillen und auf ihnen eine gesunde frisde fáme, und zum Andenken hieran veranstalteten fie jene jabrliden Luft" berrscht.

Gejandisdaften. Sie bestanden aus der schönsten Jugend Dels Etwas unterhalb des Einganges in das Thal Tempe trifft phi's und brachten auf einem Altare an den Ufern des Peneus der Blick zuerst auf das Dorf Basian Baba, daß, auf einer ein glángendes Opfer dar; man hieb Zweige von dem námtiden runden Flade am Fuße des Kifawos gelegen, eine berühmte Lorbeerbaume, von weldem Apollo befrängt wurde, und lehrte Moschee besibe, welche ein gewisser Haslan erbaut und wovon dann unter dem Gesange heiliger Hnmnen nad Delphi aurúd. der Drt wahridheinlid den Namen selbst erhalten bat. Dieselbe Statt dieser fefiliden Züge, die einst unter Blumenschmud liegt mitten unter Cypreffen und poramidenförmigen Ulmen, wie den Fluß dabertamen, sieht man ießt laum hin und wieder eins denn der gange Ort selbst, von Platanen und honen Spaziers gelne Fahrzeuge, mit Bienenkorben beladen, auf dem Flufie bin gången umgeben, eine sehr günstige tage bat. Die Hauptftraße und ber geben, damit diese fleißigen Chiere von den übhangen auf der rechten Ufer des Peneus führt durc Baba und wird des Olympos und Kiflawos den wohlriechenden und süßen Honig Aleißig von denen befudi, die von Larissa nad Salonici reisen. eintragen. Mandbe wollen meinen, daß es an der Stelle des alten Elatea Ungefahr eine halbe Stunde von der Quelle Krnologos Falle liege.

ein reifender Bergstrom, Namens Burlam, vom Sifiawos berab Bon Baba führt der Weg anfangs mitten

durch einen inas über Felsenmassen mit befrigem Gebraus in den Peneus. Einige lerischen Platancawald. Noch haben fid die Nadlommen der Scritte weiter gelange man in die größte Enge des Chales, alten Platanen erhalten, deren Zweige mir wilden Weinreben von wo ein fünstlicher Weg den Wanderer in die hobe fährs. umranet sind. Der tråbe und von den Platanen bertandig bes Man fiehe hier noch Opuren eines alten gepflaferten Weges, der schattete Fluß durdAießt dieses reigende Thal und gewahrt ihm juin Theil durch die Felsen gehauen ift,

gum Theil in Minduns gleidjam die Ruhe eines Hafens. Das Wasser defielben, das gen aufsteigt, zum Theil an den engen Felsenwanden und ihren ruhig und gerduidlos dahinfließt, deint aus den platanen bers Bertiefungen hintáuft. vorzustrómen, welche dieses üfer des Peneus beidairen. An ana Am Ausgange des Thales befinden Rich mehrere Dürtide deren Stellen ist es init Agnus castus, an anderen nur mit Gras Låndereien, auf denen sido Denimale der alten Grieden von bewachsen, und theilweise ist es gang lahl.

Marmor erhalten haben. Eine halbe Stunde weiter ist eine Die alten Thessalier feierten hier jedes Jahr ein Fer sur Stelle, wo fida viele Urnen finden und wo die alten Grieden Erinnerung an das Erdbeben, als einst die Gemdlier das Thal Sdulen und dergleichen brachen. Sonft gab es auch in der Tempe bildeten und die fdonen Gefilde von Larisia vor largem Ndhe des Thales eine Stadt, Namens Tempe, mit einem Bisdofds der Kultur zurüct gegeben wurden. Zu der Zeit dieses Festes las fibe; jeße aber liegt dieselbe in Trümmern, die den håbliden men die Bewohner mehrerer nahen Stadte in das Temperhas. Namen: Entostomion (Wolfsmaul) führen, wonad aud nodo Ueberall ward den Gottern Weihrauc geopfert. Der Peneus beutzutage der Bisdof dieses gangen Distritis fide nennt. war mit Barlen angefüllt, die ohne Unterlag lamen und gingen. Die anmuthigen Wanderungen der mit Rosen betrdnjten In den Wäldern und auf den Wiefen an den Ufern des Fluries Jungfrauen Theffaliens, um idhrlid Wasser aus der heiligen waren Tafeln bereitet. Eine eigene Sitte war hierbei die, daß Quelle zu scopfen, beleben das Thal Tempe nidt 'mehr; depeno die Sllaven jugleich mit ihren Herren in der Sefellschaft was ungeachiet har es feine Spinheiten bewahrt, und noch lebt ren, und daß die Lebeeren die Eriteren bedienten, diese aber ihre durchwandert es der Griede mit erhabenen Gefühlen der ans Rolle mit einer oft sügellosen Freiheit spielten. Nad den Freus dacht. An den

Abhängen der Berge, die nichts anderes als die den der Lafel folgten Länge und andere Spiele, die bis Mitters Wohnung der Götter waren, vorübergehend, glaubt er auch noch nacht dauerten. Uud heutzutage nod feiern die Lůrten hier iegt in einem heiligen Haine dieser Gotter fido ju befinden und jährlid ein glänzendes Feft; unier den Platanen wird an steiners von den Unsterbliden umgeben zu seyn. nen Tilden ein reides Dahl bereitet, wozu ein Jeder, von Der Paß durch das Temperhal ist eben so widtig für den

Sous Chefialiens und des nördliden Griedenlands áberbaupt, 9 Entlehnt aus der im Jahre 1836 in Perth erschienenen, Reugriechisch ges als es dié Thermopnten für das súblide Griechenland waren und Schriebenen „Notath this Dedoallas xaparpagta“ u. 6 o., von Jeannis find. Eine nod ganz leserliche Lateinisde Inschrift, an einen Anaftafios Leonardos auf Ampelatia in Ebelfalien.

Feljen des Thales nenne den Protonsui Saffius Longinus als

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if Dber : Aufseherin über die Båder, das Weißteag, oder die fand ihre Freiheie

” in feiner Weife fomdlert. Semeinhin erweis Schmudfaden u. f. 10.

der Sultan einem reiden und machtigen Parda die Poftspielige Am Ufer des Meeres, über einem Strande, der von drduens Ehre, ihm eine Pringeffin gur frau zu geben. Der neue Gemaht den Batterieen beldurt wird, erheben fich hohe Terrassen und muß berkommlicher Weise eine Art vou idhrlicem Tribut jum idomoebende Garren, die einen Theil der erfen Umtreisung des Unterhalt feiner Gemahlin entridoren; oft werlaße er nie reine Serai's einnehmen. Hier hat man alle Hålføquellen der Kunst Provinz und lebt fern von derjenigen, die man ihm zur Frau und Industrie erschöpft, um die mannigfadster Gaben der Natur gegeben hat. In jedem Falle muß er aber, sobald die Hodjeiros auf Činen Punft zufammenzudrängen. Hohe Enpreffen, zierlide feierlichkeit vorüber ift, alle andere Frauen, die er etwa idjon Jasmine, immer blühende Citronenbaume Fußen hier mit ihren befißt, verabschieden. Rufen ihn Dienstgeschafte oder ein Großs machtigen Wurzeln in den Massen der Gartenerde, die man mit herrlicher Befehl nad Monstantinopel, so ist es ihm erlaubt, großen Kosten zusammengehauft hat und deren Fruchtbarkeit uns seine erlaude Gemahlin zu besuchen; er muß aber bei diesem erfcópflid ijt. Eine dem Sonnenstrahl unzugängliche Belaubung Besuche die frengste Erfette beobachten. bietet den tuftroandelnden Schönen Dbdad gegen die druckendste Werfen wir nun einige verftohtene Blicfe in das Innere des Lageshiße und am Abend gegen die feudoren Winde, die vom Allerheiligsten, des Großherrlichen Darem's. Das berühmte Bosporus heräbernehen; aber diese anmuthige Schranke verhållt upfermert von Melling foll uns die Mysterien dieses geweihten dem Beschauer nicht das unermeßlide, rings umber aufgerollte Dries erschließen. Die Oberhofineisterin (ufta faoin), ause Panorama. Ermüder von dem Glanze der Minarets, die wie gezeichnet durd ihren Stab und ihr init Pelz verbrdmtes Ges eben so viele herrlide Prismen über schneeweißen Terrassen wano, ertheilt einem Dffizier der schwarzen Eunuchen Befehle. emporfteigen, ergeht side das Auge gern an der ladenden Stifte zu ihrer Linten halt eine Sultanin ihre Mahlzeit; mehrere Silas Uriens, auf jenem emig grånen, mit Paldsten emaillirten Leppida binnen oder veridhnittene Sklaven sind um fie geschäftig und der Natur. Am Fuße dieser Mauern brechen sich die filbernen nehmen die Gerichte in Empfang, die man hereinbringt. Im Fluthen des Bosporus, und die Tausende bunter, auf dem Wassers oberen Stod bemerten wir mehrere Frauen in berenden Stelluns spiegel fich foaufelnder Kaits, die majestátijden, am Eingange gen; da aber die Frauen der Türken niemals gemeinschaftlich des Hafens fich wiegenden Schiffe beleben die oonste kandidaft, beren, fo fann der Künstler wohl nur den Zweet gehabi haben, die es auf Erden giebt.

uns eine und diefelbe Frau in verschiedener rritüde zu zeigen. Jene Garten und Terrassen, von denen wir eben geredet, Noch ein Stofwert bóber sehen wir mehrere Sllavinnen ein ziehen sich um das Sommers Harem, wo die berühmien Beti maden. Das Bere besteht nur aus wenigen Matragen, Culpenfefte gefeiert werden. Ein Tulpenfest wird gewohnlid die man über eine Estrade legi *) und die bei Tage in Soranten durch die Geburt eines Pringen veranlaßi; es bat doon daruin verwahrt werden. für die Frauen des Harems einen hohen Werth; weil fie tein Schlagen wir nun dieses Blatt uin, jo finden wir auf einer lebhafteres Bedürfniß tennen, als eine Unterbrechung der Eins anderen stupfertafel drei Frauen, die um ein rundes, von einem förmigteit ihrer Genåffe.

Teppich überdedres Gefak, den sogenannten Pandur, fauern. Dan weiß, wie sehr der Türte die Fosen und Tulpen liebt. Es ift dies ein Sohlenbeden, in welchem bestandig wohlriechens Der Kaum zwijden den Enpressen und den Drangen i Bäumen des Holg brennt. An diciem traulichen Feerde versammelt, des Harems bildet ein sehr gerdumiges Blumenbeet, wo man die vertreibt man sich die Langeweile mit heiteren Gesprimen, seltenften Gattungen dieser Blumen zieht. Nidis ift mit feinerem mit dein Damenspiel, oder mit Arabisden Wunders Mährden, Gefd mad angelegt, als die Kabatten; nichts origineller, als die deren Interesse immer neu bleibt. Anordnung der roimmernden Farben, der bunten Startirungen; Diejenige Stadin, der unsere Aufmerksamfeit vorzugsweise das Auge verliert sich in diesem wunderbaren Capriccio der Gars gewidmet jenn soll - fie ftrahli uns auf dem nádsten Bilde ents tenfunft, wie auf einem phantastisden Teppich aus Persien oder gegen ist die erforene Favoritin des Sultans. Der Ädel ihrer auf dem bizarrften Saschmir Shawl. Wir Europder besigen niot Gefidiszüge, die Unmuth und Majeftát ihrer Haltung, der Sils die Stunft, id finnig Blumen an Blumen su reihen und alle bertlang ihrer Stimme haben sie dieser Auszeichnung würdig Grillen der Phantasie in duftenden Sharatteren an den Boden gemacht. Sie träge zwei Paar lange Beintleider, von denen judreiben. Diese beneidengwerthe Sunft bat innerhalb der das eine, aus rosenrochem Seidenzelig, bis unter die Kniee, das madrigen Ringmauern des Serai's ihre gange Reinheit und andere, aus Musielin, bis an die große Zehe reicht, ein Mieder Originalitat bewahrr.

und einen Gürtel von grünem Salamir darüber cint zu beis Am Abende des Tulpenfestes giebt es unendliche Zurüftuns den Seiten offenes Entari, und über dem Entari die Droubé, gen. Odon lange vorher sind die Rabatten erneuert und ihre einen mit Sermelin gefütterten Oberrod oder Mantel, Beffen Shume mit mehr Sorgfalt und Kofetterie als jemals zugestúßt aufgefreifte Mermel aus Persischem Stoffe sind. Der Kopfpuß worden. Die Keihen der Lulpen und Rosen treugen und idneis ir noch bewundernswürdiger, als die Kleidung. Das in reduzig den fiche, ohne an irgend einer Stelle daoriid in einander zu tieine Fledten abgetheilte Daar ist um den Kopf gewunden uno fließen; aber der spielende Glanz der Farben verbleicht, wenn die Sonne niedersinti. Kaum ruhen die Schatten der Natur auf die Sdulter hinabwallt; über dem Tarban aber strebt mit Stambul, ro Offnen fich die Pforten des Harems, und seine Bes Smaragden, Topasen und Rubinen bejebres Diadem nebst einem wohnerinnen eilen hinaus mit freubeglühendem Uniliß und zers aus Diamanten gebildeten Halbmonde cmpor. freuen sich in den dichten Laubgången; bald finden sie sich wieder So herrlich gesomuckt iQreitet die Favoritin an der Spiße zusammen und besteigen gemeinidafilich die Terraffe, ivelde das ihrer Stravinnen durch einen dichten und Postbaren Vorhang in Blumenbeet beherrscht, dem Schauspiel entgegenharrend, das den großen Empfangejaal und laft fich auf einem der Ehrens man ihnen versprogen hat.

plage des Sofa's nieder. Dieser Saal hat eben so reiche, aber Wenn nun die ganze Natur in ticfem Sálafe ruft und weniger Ritterartige. Verzierungen, als die übrigen Gemacher. taum noch der dumpfe Pulsslag des Bosporus, das Rauschen Die Mauern find hier nicht mir fantastischen Arabesfen bedeckt; seiner am Strande fich bredenden Wogen vernehmbar wird: da die Grazie muß der Majestát weiden. Auf blauem Grunde ers! ertont plöblid ein lautes Freudengeldrei und tausend blutrothe blickt man eine Reihe gemalter Palmbdume und viele túnfilide Flammen tanzen labyrinthird durch einander. Ein Trupp Srías veridlungene Injdriften in goldenen Budaben. Die Dielen ven, mit Fadein in der Minden, freibt fide, alle erdentliche des Fußbodeno aber verschwinden unter eitem úberaus prachts figuren, bedreibend, auf dein gerdumigen Beete herum und vollen Teppich, der uns die Japanische hoje, den Syrischen idke überall Feuerzeichen zurück. Bald fann jede Blume ihr Jasmin und die lieblioten Veilchen Perfiens in den mannigs Bird in einen vor fie hingestellten Spiegel werfen und mit dem fachsten Gruppirungen acige. farbigen Glase, das fle zu beleben ideint, an Glanz wetteifern. Auf einem Diman aus rothem Brotate, mit goldgeftidien Nidhis ist imposanter, nichts magischer, als diese urplößlide. Ers Sislen, nachlässig hingeftredt, empfängt die Sutranin dié Holdis leucrung; vermische mit den lebhaften Farben einer Blume oder gungen der anderen Frauen des Harems, fo wie aud) ihrer mit dem sanften Srún ihrer Blátter, steigen die Lichtstrome zum mannliden und weiblichen Dienersdaft. Ist diese Ceremonie Kimmel empor. Man dente fid zu diesem Schauspiele noch den vorüber, fo befiehlt sie, daß man die Speisen

auftrage: Sogleich Şubet der Zuschauer und den Donner der Sanonen von der regen fich wohl funfzig dienstbare Geister in Bewegung, ihren tihede und aus den Foris, und man wird inmer nur cinen sehr Willen zu vollftreten. Die Einen bringen den runden faum sowaden Begriff von einer solchen Scene crhalten. Das mos awei Fuß bohen Speiserifd, der mit arrigem Sonigwert vers 3 gende Lichmeer und der Lárın auf allen Seiten wirfen auf die sehen ist; Andere legen ein Stúa Leinwand darunter, um den garten Nerben vieler Zuidauerinnen so machtig, daß fie wie Teppid zu dügen; und wieder Andere legen die elastischen Furien von der Terrasse springen und, auf dem flammenden Polfter guredor, auf welche ihre Gebieterin mahrend des Ellens Becte berumí meifend, die Blumen ausreißen und in die Lüfte fid lehnt. Dann reidr man ihr jede Speise eingeln. Die Ges fubleudern. Das Wert der Zerstörung wird mit rasendem Jaudos ridre find: verídicdene Sorter Fleisd mit Baranen, Gemüfe sen und Geldber vollender; und diefer Augenblic du Berfer Auf mit Honig, foflibes Graagel und vor Aftem faftige Paffeten. regung muß in dem Herzen der Frauen lange und freudige Ers Hat die Sultanin abgespeist und wieder auf ihrem Divan Plan Innerungen zurüdlaffen.

genommen, so tlopft sie in die Hände, und man reidr ihr Kaffee Das Coos des weiblichen Theiles der Staijerligen fainitie in doppelten Lasten, pon welchen die eine aus feinem Porzellan In dem der mannliden Individuen weit vorzuziehen. Dahrend und die andere aub gediegenem Golde und mit Diamanten bes Lepiere von einer argwdhnissen und icheeliúchtigen Poliuit in rebe ife. der unmúrbigften Stiaveret gehalten werden, genießen die Frauen Rad der Mahlzeit und vor der Stunde des Mittagsisolums einer dergleidungsreife unumidrantten freibeit

. Der Sultan mers werden die Mimeb's bereingelassen. Zuers Fahren fie deint die ganze Zuneigung, die er seinem Bruder und selbst seinen Söhnen vorenthalten muß, auf Mutter und Schwestern

einen allgemeinen Tanz auf; sie idlingen ihre Arme in einander

und scigen Rid in tausend verführerijden Stellungen; aber pios su dbereragent. Er forgt dafir, daf feine Esdrer und Schweftern lid erfbeint die sfeerfeffifee Tángerin, und die ganze Scene glanzende und ehrenvolle Parcieen maden;; aber eine Prinseffin von Saiserlichem Geblice wird so beilig gehalten, daß der Eber * Daber sagt man im Zürürden: ein Belt werfen, düschek brakmak.

perdndert fid. Sene haben Terpficoren's Sun schulmäßig ers ihres Siost der ideibenden Sonne nad, deren Strahlen in den lernt, um davon

zu leben; bei der Sirlaffierin aber ifi fie innerer Fluthen des Bosporus fid brechen. Zuweilen tồnt ihr aus den Beruf und hódfter Lebenszmed; wer dieses Wesen nicht gesyrthens Heden und Citronen: Büschen eine rührende Melodie in seben, nicht in Verzúdung gerathen ist bei ihren finnigen und das entzücre Dhr; in fanften Sølummer gerviegt, träumt fle (eelenvollen Lange, bem vermag teine Sprache einen Begriff von des Paradiejes heiligen Hallen, und die Töne verklaren fid davon zu geben. Welcher Meifter in Prosa oder Poefie konnte du dem himmlischen Gesange des Jsrafil

. den über alles 3rdifoe erhabenen Genuß dildern, welder bei Und nun fragen wir unsere Europdischen Soinen, ob das ihren dtherischen Stellungen, júß wie Beildhenduft und einfach Loos einer Sultanin so unbedingtes Mitleid verdient. Kann man rührend wie die Edne der Radrigall, unsere gange Seele füllt? fich in den Jahren verblühter Soonheit eine sorgenfreiere und Die Frauen des Drients lennen und würdigen diesen Genuß; angenehmere Eristenz wünfsen, als die einer vornehmen Eůrs denn nach dem Lange der Sirlaffierin dulden pe teine andere lidhen Ratrone ift? Sanft eingewiegt von lachenden Erinnes Beluftigung mehr. Únsere Sultanin halt noch eine kurze Siesta rungen aus der Vergangenheit, von goldenen Träumen der Zus und begiebt sich dann ing Bad.

funft, erreicht fie ohne Schmerz und Seelenpein das Biel ihres Das Slima, die Sitten und selbst die Religion des Morgens irdisden Lebens und scheidei mit der fúßen Hoffnung, den Freus landes beiligen mande Gewohnheit, die wir als grob materiell den des Paradieses entgegen au wallen, von denen sie auf dieser verdammen oder wenigstens der Sorge für den Geist unterords Erde einen Vorídmad gehabt. nen. Der Orientale pflegt seinen Körper jo sorgfältig wie seinen Geist, eines Cheils, weil beides von Gott geldhaffen ist, und ans

Mannigfaltig e 8. deren Theilt, weil es der fühlenden und denkenden Seele nidt geziemt, in einer fcmußigen oder båßlichen Behausung zu wohs

Waterloo Album. In dem Gasthause La Belle : nen. Und sollte es wirtlich ein so schlechter Gebrauch unserer Alliance, in deffen Náhe die große Schlacht gleiches Namens, intellektuellen Kräfte senn, wenn wir das materielle Glúd, das die bei den Englandern den geläufigeren Namen Waterloo führt, die Natur uns bewilligt, zu erhöhen bedacht find? Músien wir geschlagen wurde, liegt seit mehreren Sahren ein sogenanntes nicht oft, in Ermangelung des legteren, das erstere mit großer » Ålbum", ein Buch aus, in welches die reisenden Besucher Mühe jußen? Der Orientale hat die Wissensdaft des Wohls ihre Namen und, je nachdem sie eben poetischen oder projaisden lebens im guten Sinne angebaut und fast alle übrige Zweige Gemüthes find, auch allerlei gereimte oder ungereimte Bemers des Wissens dem Abendländer überlassen. Mit Recht dürfen wir fungen eintragen. Ein Englander hat sich zwei Bánde dieses uns auf unsere Ueberlegenheit in den dönen Künsten etwas zu Albums aus den Jahren 1825 bis 1827 zu verschaffen gewußt Gute thun; allein wir sollten auds nicht vergessen, daß der und ist jet 10 boshaft, einen Theil dieser Stammbuchs: Erg&bs Drient eben aus Hochachtung vor dem Werte Goties, aus Ehrs 'lichkeiten mit ihren vollen NamenssUnterschriften im United Ser. furdt vor der Schönheit der Formen, feine Malerei besitzt. vice - Journal abdruden zu lassen. Meistens find es Englander, Das Geset hat nicht gewollt, daß die Wohlgeftalt des Menschens die das Schlachtfeld von Waterloo besuchen, und die Thorheiten leibes in den Händen ungeschicfter Nachahmer zur Karritatur oder Wiße seiner Landsleute liefern daher auch dem Journalisten würde. *)

den meisten Stoff zu seiner Perfifflage. Indelien sind auch Welche Pracht, welche Beguemlid feit herrscht in den Bådern Franzojen jo artig gewesen, dem Löwen von Waterloo ihren der Morgenländer und der Lürfen insbesondere! Das Bad ist Belud abzustatten und sich in sein Album zu verzeichnen. Kleine aber aus der wichtigste Cheil des Tageweris einer vornehmen Nedereien zwischen einer Nation und der anderen konnten das Túrtin; jede Ergobung, die ihm vorangeht, ist gleichsam nur bei nicht ausbleiben. So schrieb 8. B. ein Franzose das bes eine Vorbereitung zu dem Genusie, der in den Marmorídlen des fannte ,,La Garde ineurt, mais elle ne se rend pas." nieder; ein Hammam ihrer wartet. Seit mehr denn zwanzig Stunden Englander lebte (natúrlid in Englisder Sprache) darunter: brennt wohlriedyendes Holz in dem großen Feuer Beden; das Zum Beweise warfen hier mehr als 1500 Mann von der duftende Wasser murmelt schon sanft, und ganze Wirbel feiner Garde ihre Waffen fort und ergaben sich als Gefangene." Die Dämpfe steigen zu der anmuthigen Suppel empor, durch deren Deutschen zeigen fich auch in dem Waterloo Album als Kosmos vielfarbige Fenster ein magisches Licht auf den Boden fällt. politen; ein Herr Cranen aus Sadjen tritt als Vermittler

Sino alle Vorlehrungen getroffen, so erscheint die Sultanin, zwischen Franzosen und Engländern auf. „3d habe in diesem umgeben von ihren Tellal's oder Badejungfern, und lebt sich Bucher, direibt er, ,,vielen Parteigeist gefunden; doch Ehre sev auf eine Eftrade aus polirtem Holz, die im ersten Saale får fie dem Muthe! Dies ist mein Wahlspruch moge es fidh nun von bereit steht. Hier wird sie enilleidet und begiebt sich dann in Franzosen, Deutschen oder Engländern handeln. Die tapfere die heißere Atmosphäre der ersten Umkreisung, um auf einem aus Garde des Kaisers hat eben so vielen Anspruch auf Ruhm, als zwolf bis funfehn sehr dünnen Matratzen bestehenden Sophia an das 42ste Shottische Regiment, welches einen Tag lang einer die gesteigerte Temperatur fica su gewóhnen. Erst in der zweiten ganzen Armee widerstand. Ein Spanier hat auf dem Solacats Umkreisung, wo die Hibe am glühendsten ist, wird gebader. Die Felde von Waterloo nichts als den Rachegeist seines Vaterlandes Tellal's drången fich um ihre Gebieterin ber und spenden ihrerblidt; voll alten Ingrimms schrieb er: das edelste Räucherwert ; von Zeit zu Zeit erfrisde ein reines faltes Wasser ihre geöffneten Poren, und bald ist sie von Wohls

38 Napoleon pago en esta campaña

Su perfida luvacion contra l'España; feon wie berauscht. Sie birgt ihre kleinen Füße in Sandalen

Asi perezian todos algun dia aus einem leidten kostbaren Holze und schreitet dann über die

Les que atentareu a la patria mia! glühend heißen Platten, als wollte sie die Geidomeidigteit ihrer

21 M. Heros, Vizcayso. *) Glieder prüfen; sie ist glüdlich im Bewußtsenn ihrer Schönheit Ein Rord : Amerifaner, der sich unius Brutus Booth unters und Anmuth. Endlich fühlt sie ein sanftes Bedürfniß nach Ruhe; geidnet, spridt dagegen sein Bedauern aus, daß ein fo prox ein frisches Polster:Sopha empfängt fie, und während die Dellat's fais des Boll, wie die Englánder, den großen Saiser überwditige ihre noch feuchten Glieder mit einem Teige aus Rosen und sehr habe, und außert dabei (1826), die Hoffnung, daß der Herzog feiner Sariche einreiben, fredeligen ihr andere Sklavinnen sauers von Reidstadt seinen Bater raden werde. Ein Belgier, ein lich füße Erfrisdungen aus Citronen und Orangen - Blütben. Lithograph aus Brüssel, Namens Goubau, der mehrere Ansichten Nach dem Bade luftwandelt die Sultanin noch eine Zeitlang in des Schlachtfeldes von Waterloo herausgegeben, war so unvers den Enprefsens Alleen, auf den Terrassen des Serai, und begiebt schamt, Folgendes (in folectem Französisch) einzuspreiben: „Wie fich dann wieder in's Harem.

aus der Fäulnis. Leben erwacht, so aus dem Unglúd das Glud; Wer in Konstantinopel ankommt, der bemerkt auf den Hohen dasselbe Waterloo, das so viele Causende todt hingestrede, giebt von Stutari sind im Hintergrunde der Vorstadt Galata prádstige den Lithographen zu leben. Was jenen ein Unglüd war, ist Luftidlösser und unabsehbare, von dichtbelaubten Granaten: Baus mir quin Glúd geworden." Für diese Dummheit haben spätere men übersdattete Garten. Diese Solósjer find Pleine ländliche Besucher die Namens Unterschrift des Herrn Goubau mit folgens Serai's, Miniatur : Bilder des großen Serai zu Konstantinopel, den Randglossen umgeben: „Unmeníd!" ,,Efel!" ,,Gewiß ein zum ausschließlichen Gebrauche der Sultaninnen bestimmt, die Flamander!" Mehrere sentimentale Engländerinnen haben ihren von Zeit zu Zeit ein paar Sommertage auf denselben zubringen. Schmerz darüber nicht unterdrůden bønnen, daß hier so viel Doch gestattet man diese Freiheit nur solden Damen des Harems, junges Blut vergoffen worden; merkwürdig genug aber, inters die bereits im Spätsommer ihres Lebens fid befinden und teis effiren fie fidh aile für die Franzosen mehr, als für ihre eigenen ner großen Versuchung mehr auegelegt sind. Auf ihre Ottomane Landsleute; ja, eine Miß Georgina "nimmt keinen Anftand, hier gelehnt, vertreibt fids die ehrwürdige Matrone ihre Zeit mit Offentlich zu verländen, daß fie in Frantreid ihr Herz verschenft einer feinen Sticerei, oder mit dem Kugelfånger, einem artigen habe. Der Englische Journalist, der besonders die Erpectoras Gewandtheits-Spiele, das die Türkisden Damen leidenschaftlid) tionen seiner Landsmanninnen nicht genug veriporten Pann, scheint lieben. Ist der Abend hereingebrochen, so lustwandelt sie, von dabei indessen übersehen zu haben, daß sich in folden „Álbums'' zwei Sllavinnen geführt, in den Alleen und Irrgången des der Muthwille und der wohlfeile Wig fehr oft auf Kosten der Gartens herum und athmet die würzigen Düfte der Blumen Frauen einen Scherz erlauben, an den diese selbst nicht im Ents und der Orangerieen; oder fie aut von dem platten Dache Ferntesten gedacht haben. Und so fann es wohl tommen, daß der

Kommentator, der fich über so viele Andere lustig madt, hinters *) El bedarf taum der Erinnerung, daß die Türken schon lange kein Bedenken mehr tragen, fid gut oder übel tonterfeien zu laffen, wenn aud

drein von diesen ausgelacht wird. nur durch ungläubige Pinsel, wie denn überhaupt Mehreres, was dieser

*) Napoleon büßt in dieser Schladt wendung mehr' findet. Da iedod ein großer Theil dieser Reformen eben nur 2 Die Sdmad, die er über mein

Land gebracht. sorment betrifft und die werentliden Veränderungen noch lange nidst

So mögen einst Alle zu Schanden werden, durchgedrungen find, so kann von einem erbeblichen Berfloße kaum die

Die Spaniens Ehr und Rut' gefährden. Rede seyn.

M. Bero$, aus Biscaya.

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