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vierteljährlich, 3 . Thlr. für das ganze Jabr, obne tri pobung, in allen Theilen der Preußischen Monardie.

Expedition (Friedrichs-Straße Nr. 72); in der Proving ro wie im Auslande bei den

Wohllöbl. Poft- Hemtern.

für die

Literatur des Ausland e 8.

N 30.

Berlin, Montag den 11. März

1839.

meine Voll; aber in der Mehrzahl der Fälle find sie nicht minder S r a n I re i dh.

plump und hegen überdies noch das Vorurtheil, daß die hocus

trabenden Worie, deren fie fidy bedienen, tiefe Wahrheiten in Ueber den bei den Franzosen herrschenden Geift der fid oließen. Oberflächlichkeit. *)

Das Gesprach dauerte geraume Zeit, und der Ruffische Herr,

welcher unsere Sprache fast eben so gut redete, als es nur irgend 3 bin neulich mit einem Ruffischen Edelmanne gereift, wels ein Mitglied der Französischen Akademie vermag, bewies mir der Peinen allzu hohen Begriff von unseren intellettuellen Forts durch zahlreiche Beispiele, daß er nidhi Unredr habe, wenn er føritten zu haben schien, troß aller Versicherungen, welche sich und die

Oberflächlichreit unseres Geiftes und unseres wissenschafts die Fabrikanten der Cagesblatter und Tagesbrobiren erlauben, liden Treibens zum Vorivurfe mache. Uebrigens müssen wir die laut ausschreien, daß wir in dem Jahrhundert der Auftlärung eingestehen, ro rower es aud unserein Stolze werden mag, daß leben. Die Franzosen, so fprader zu mir, baben Geist, viel dies die allgemeine Ansicht ist, die sich im gesammten ábrigen Geift; aber for det ein wenig tiefer nad, und ihr werdet Nichts Europa von uns gebildet hat. In der Soweiz pflegt man gut

id fage Nichts finden. Eine schimmernde und glänzende fagen: Das ist ganz Frangoriích um geringhaltige Meinuns Spiegelfache verdeckt die Leere; ein Mörtel, der hohl wiedertone, gen, ungenaue Behauptungen, voreilige Urtheile, Widersprůdye wenn man ihn mit dem Hammer berüht. Uns Nuffen betrachter imischen dem Anfang und dem Ende einer Rede oder auch nur man als Barbaren, und doch widmen sich unsere jungen Leute eines Sages zu bezeichnen. Es ist allerdings wahr, daß die tieferen und ernfteren Studien, als die eurigen. Wir, wir find Soweizer fein Wißwort so geschickt zu Ipigen verstehen es, welche die Geschidie Frantreiche tennen, und ihr wißt nichts (ubland's Uusdrud hat fic wobt das Bürgerrecht erworben), von der Geschichte Rußlands; es ist ein seltener Fall, wenn ihr noch eben so angenehme Dinge über Nichts zu sagen willen; aber Cure eigene Geschichte vor der Ummitzung im Jahre 1789 Pennt. fie ziehen die Pogie der Rhetorit vor, den gefunden Menidens Wir bestreben uns, die philosophischen Wifien daften zu ergrúns verstand den dónen Worten. 3d theile im Allgemeinen ihre den, aber bei euch behandelt man dies Alles als alten Weibers Anfidht. ronad. Seht, seit mehreren Jahren lebe ich 3u1 Paris in den Die Deutsden behandeln uns nod schlimmer, indem sie von vornehmsten Kreisen der Gesellschaft;. ich bin in nahere Berüh: dem Gipfel eines Berges ihrer mit lauter Gelehrsamkeit gefpidten rung gelommen mit Söhnen Franzófiider Pairs, mit Banquiers und vollgepfropften Hände auf uns herabbliden. Sie růhmen von der Chaussée d'Antin, mit jungen Männern aus der Vors fich, von uns nichts weiter zu entlehnen, als unsere Pomisden stadt St. Germain, mic Advolaten, mit Pr&fetien, die ihren Dpern, unsere Lustspiele und unsere Kóde, unserer Tanzmeister Abschied erhalten haben, mit Mitgliedern des Jodens silubs, nicht zu gedenken; im Uebrigen aber sehen fie auf uns mit einem genug,, mit den ausgewahltesten und hervorragendften Personen wahren Herriderstolze herab. Die Wissenschaft ist, wenn man in der jepigen bürgerlichen Gesellschaft. Nun woht, fraget, was sie hart, nur ihr Reid; sie überlassen uns das des Geistes, aber wissen sie? Hetzlid wenig, in der Char. Fröhliche Leute sind sie welches Geiftes? Die Deutsden können Recht haben, aber sie der Mehrzahl nat, liebenswürdige Schwager, überlustig, wenn wurden diesem Redre nidis vergeben, wenn sie mit etwas file nicht im Uebermaße von der Melancolie ergriffen sind, die großerer Bescheidenheit auftráten.

großerer Bescheidenheit auftreten. Sind wir allzu oberfladolid, ein beißendes, treffended,, geistreiches Wort über alle denkbare to find fie dafür häufig zu massiv, und Alles zusammengenoms Gegenstande vorbringen können, aber Rocken und überrascht find, inen, haben wir einen weit bedeutenderen Einfuß auf fie augs wenn man nur ein flein wenig tiefer einzugehen versucht, fich geübt, als sie ihrerseits auf die gesammte übrige Menschheit

. lustig über euch machen, wenn ihr den Faden einer ernsten üniers Auch übertreffen wir sie nocy jest in diesem Puntie, weil sie sich baltung fortspinnen wollt, ungeheure Abgeidmactheiten zu Lage nur allzu häufig in leeren und unverståndlichen Theorieen erges fördern, wenn sie euch die Ehre erzeigen, euch auf diesem neuen hen, während wir die praltische Seite der Dinge beffer aufzus Gebiete zu folgen, und sich aus ihrem übersdrenglidhen Unfinn fassen wiffen. durd ein beißendes Wortspiel herauszuretren wiffeii. Sie find Wie dem aber auch fern möge, der Borwurf der Oberflads gleidseitig geiftvoller und unwiffender als wir, und es erfüllt mit lidfeit ist da, und wir müssen ihn annehmen. Unsere eigenen wahrer Trauer, wenn man fieht, wie so herrliche Geistesgaben Mitbürger, sobald fie nur einigermaßen nadyjudenten und zu in baaren Rauch aufgehen.

beobachien befähigt find, betrauern die immer mehr und mehr So sprach mein Rusi[der Edelmann, rog mit langen Zügen fich fühlbar machende Abwesenheit jener trdfrigen, ernften, ger den Rauch einer Havannah Cigarre ein und dien außerordents wissenhaften, ausdauernden Studien, welche erhabene und zugleich tid sufrieden mit seiner Meinen Rede. Es war eine føledhte gehaltvolle Geister hervorbringen. Man sucht in seiner umges Sache, für die ich Pämpfen sollte, weil ich im Grunde in den bung, in Paris und in den Provinzen Männer, welche duro meisten Punkten feine Ansicht theilte. Id gestand es ihm offen ausdauernde und anhaltende Forschungen gründliche Kenntnisse ein und sagte ihin sodann, er würde besser gerhan haben, nad in den philologischen, historischen, theologismen, metaphysischen der Arabemie der Wifenidaften und dem anatomijden Theater Wissenschaften, oder selbit nur in der Literaturgeschichte, fich ers in der medizischen Schule zu gehen, als nach dem Café de Paris worben haben, und man findet deren nur in immer abnehmender und dem Zodens Klub: er wiirde den Zuftand der geistigen Bils Anzahl.' Im Allgemeinen weiß man viel Dinge in Frankreid, dung im beurigen Frantreid beffer Pennen gelernt haben. In aber man weiß fie gledir und oberflachlid. Eine Marie von Betreff der Geschichte, rebre ich hinzu, begreife ich sehr wohl, Leuten verstehe es, über jedweden Gegenstand 31 sprechen, To daß ihr mit der unsrigen vertrauter rend, als wir mit der eurigen, fagie der Kuffische Edelmann, aber wie und auf welche Art die wir beinahe gar nicht tennen; denn man widmet eine ernstere fprechen sie daraber? wie tief bringen sie ein? Die licbengs Forschung nur der Geschichte derjenigen Déifer, die auf die Forts würdigleit (duft auf den Straßen umber, wo aber bleibt das ges ichritte der Civilisation einen erheblichen Einfluß ausgeübt haben, lehrte Wissen? Es ist im hösten Grade auffallend, daß bei uns und wir haben - Niemand Pann es in Abrede stellen - einen das Genie vielleicht weniger selten ist, als eine wahrhafte Auss bedeutenden Plaz anf diesem Gebiete feit Start dem Großen auss bildung der geistigen Fähigleiten. Die Gelehrten find todt! *) - gefällt; und ihr, wo waret ihr, was thatet ihr vor Peter dem Doch muß man Uusnahmen zugestehen. Die Naturwissens

Großen? Wer sollte fich damit abgebert, die Geschichie der nos schaften und die Mathematit werden mit Sorgfalt bearbeitet und madischen Tararen zu durchforschen? Haben fie etwa eine Ges jdhlen ausgezeichnete Schüler auf ihrem Gebiete. Wir haben in

diote? Und wenn sie eine haben, was liegt daran? Was die diesem Jahrhundert große Geologen gehabt, tiefe Mathematiters philosophischen Wissensdafter berriffe, lo haben wir so viele qusgescid neie Naturforier, berühmte dergie, Manner endlid Systeme über einander stürgen sehen, daß uns wohl ein Widers von hervorragendem Verdienst in aflen positiven Wiffenídaften, mille gegen Alles, was dorthin gehrt, hat beschleichen können. in der materiellen Grundlage der menschliden Erfenntniß. Auss Die Philosophen find Leute, welche sich auf gelebriere Weise gezeidnete Studien made man in der Polnrechnisden Schule, tdurden und anpandiger in der 3rre umbermandeln, als das ges

) Dod letronne und einige reines Gleiden ausgenommen, namentlide *) Le Semeur, Journal religieux, politique, philosophique et littéraire. Orientalijien, wie Silo. de Saco, Emaniponion (die freilich todt find), Eugene VIU, 1. 2 Jahr 1830.

Buritouf u. m. *.

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auf dem Gewerb:

3nftitut (Ecole des Arts et des Métiers). Der ftellungsweisen, für die mannigfaltigsten Arten von Geschmad, Zeitgeist bewege fidh nad dieser Richtung-hin, und unser Geist nur nicht für den guten Geschmad, nicht entsprechend der Anfors ist nichts weniger als oberfláchlid, sobald es sich um Erlangung derung des Shônbeitss und stunstgefühlt. Gefällt es euch außers > eines fich gut verzinsenden Plages oder um Gewinnung von dem Theaterstücke zu lesen? An jedem Tage werden deren neue Millionen handelt. Aber verlaßt nur den Streis jener Studien, ausgebrütet, und ihr müßt eud beeilen, denn sie verlieren sich welche die Materie und die Verbindungen der Materie zum Ges schnell in dem Meere der Vergefjenheit. Aber sucht ihr ernste genstande haben, wo in aller Welt findet ihr Folgehaltigkeit, Werte, die zehn oder zwanzig Jahre redlichen Bemühens crheilds Gründlichkeit, Beharrlichkeit und tieferes Eindringen?

ten; fragt ihr nad Gedichtsforschern, die Geschichte Pennen, Seber unsere Profefforen an dem Collége de France! Sie nady Metaphyfifern, die mit der Metaphysil vertraut sind, nad haben Lalent, sie besigen Lebendigkeit – es muß zugegeben wer's Literatoren, denen die Literatur nicht fremd ist, und Schriftstellern, den -; fie drůden fich zierlich aus und angenehm über sámmt: die Zeit und Múbe auf Schreiben verwenden, dann wird fid liche ihnen vorliegende Fragen; sie wissen viele sinnreiche Beobs eure Bibliothel nicht sonderlich vermehren. Es giebt wohl noch achtungen und merkwürdige Thatsachen in einen geeigneten Hins einige wenige Männer dieses Sølages: aber fie find leicht zu tergrund zu stellen, wie ich gern zugestehen will; fie finden biss gåhlen; rari nantes in gurgite vasto. weilen, hiers und dorthin soweifend, einen erhabenen Gedanfen, 3m Allgemeinen (wir

wollen die Einzelheiten nicht anhaufen, ein treffendes Bild, einen glüdlichen Vergleichungspunkt, irgend welche den Leser nur ermúden würden) steht es fest, daß das reds etwas Neues, Anregendes und Fesselndes, id) will es feinesweges lide Studium (man wird jest wissen, was wir unter diesem leugnen; ihre Vorlesungen laffen sich mit Spannung anhören, Ausdrud versteheu) immer seltener wird und seltener; es ist auss mit Reis, und fesseln die Aufmerksamkeit einer zahlreichen Zus gemacht, daß gelehrte Männer, – Spezialisten pönnte man hörerschaft: gang wohl! Will man von diesem Gesichtspunkte sie nennen, welche mit fråftigem Geiste und unermüdlicher Auss aus die Lobeserhebungen noch weiter ausdehnen, so will ich dauer eine Wissenschaft erfassen, die es verdient, das Nadydenten meine Unterschrift nidi versagen, um bei Niemanden anzustoßen. ernster Geister zu befodftigen und zu fesseln, nur durd, weite Über die Wissenschaft! die Wissenschaft! ich meine eine logische, Zwischenrdume gesondert in unserer bürgerlidhen Gesellschaft das regelmäßige, gewissenhafte Entwidelung und Darlegung, die stehen. Man beschränkt fich darauf, die Oberfläche der Dinge jedem einzelnen Dinge seinen Plaß anweist, einen unbedeutenden zu betrachten, man lauft von der einen zur anderen, ohne Stills Plan dem Unbedeutenden, einen hervorragenden dem Hervorras stand, ohne Ruhepunkt. Die Intelligenz hat auf der Oberfläche genden, die nichts, was wesentlid ist, übergeht, Peine fäde laßt an Breitenausdehnung gewonnen, verloren an Tiefe. Es gilt in der Reihenfolge der Gedanken und Chatsachen; jene wahre eben so viel, es ohne Umstande anzuerkennen, als und durch allzu Wissenschaft, jene fråftig erstarkte Wissenschaft, hútet euch, fie dlagende Beweise davon gezwungener Weise überführen zu von unseren Professoren zu verlangen." Sie suchen fie weder, lassen: wir sind wenig durogebildet, wir find oberflådslid. node befúmmern sie fich darum auch nur auf die entferntefte Woher Pommt dies? Viele Leute fagen, daß die Quelle dieses Weise; fie lassen sie von ganzem Herzen gern liegen in der Fehlers im Nationalcharakter zu suchen sen. Dies ist möglich, Rumpellammer der alten Université.

und ich werde mich wohl hüten, diesen Grund geradehin und und wenn die Lehrer so oberflächlid find, wie soll es mit ganglid ju verwerfen. Allein Frantreid, hat im Mittelalter, wie den Schülern anders ftehen? Wohl find es das Collége français don bemerlt worden ist, die soolaftisden Doktoren von der und die übrigen sogenannten wissenschaftlichen Institute von Paris, frugtbarsten Gelehrsamkeit hervorgebracht. Im sechzehnten Zahrs aus denen die jungen Leute hervorgehen, welche unsere Theater hundert sah es die gelehrtesten Philologen entstehen. 3n dem bevétfern, unsere Staffeehauser, unsere Zeitungs-Bureaus, und die folgenden Jahrhundert besaß Frantreich Cheologen, Chronologiler, ung der Verhöhnung Europa's blokstellen. Sie haben drei oder Hellenisten, Apologeten, Alterthumsforscher voller Ausdauer und vier Jahre damit zugebracht, diesen philosophischen, geldichtlichen Gründlisteit. Zweihundert Jahre hindurch fremde Gelehrte und literarischen Vortragen zu folgen, und Alles, was file dabei mögen behaupten, was sie wollen - haben wir das Scepter ges gewonnen haben, belduft sich auf einige oberfladhlide und unzus führt, nicht allein auf dem Gebiete der Literatur, sondern aud sammenhangende gdeen, einige geiftvolle, aber hohle Worte, die auf dem der Gelehrsamkeit im engeren Sinne des Wortes. Erst geeignet sind, einen Plaß in der Unterhaltung zu finden.

im achtzehnten Jahrhundert beginnt der Franzöfische Geist fic 3d weiß nicht, ob die Theologie gründlicher als die übrigen ju verfladen. Er wird schönrednerisch und hört auf, gelehrt Zweige des encyklopedischen Baumes auf der Sorbonne gepflegt zu senn. Völlige Unwissenheit ist feltener, aber auch die wahre wird; darf man aber ein Urtheil darüber fåtlen nach den Tagess Wifieníchaft seliener anzutreffen. An die Stelle eines Dacier, bláttern der Römisch Katholischen Kirche und den Konferenzpres Bodert, hunt, Boffuet, Peta u traten Lamotte, Fontes digern, die, wie ich vermuthe, aus den besten und geschidtesten nelle, Voltaire, Diderot, magere und Dürre Philosophen, gewahlt werden, so hat die Theologie sich verfladot, eben so wie armselige Geschichtsforscher, hóchst zweifelhafte Gelehrte. alles Uebrige. Das Land, in weldem sich die scolastische Ges Hier stellt sich uns ein Zusammentreffen dar, nad dem ich Lehrsamkeit mit dem größten Glanz hervorgethan hat, das Land, nicht suchte, welches aber dennoch hervorgehoben zu werden vers welches der theologisden Gelehrtenwelt die gründliden Männer dient. Der Franzöfische Geist beginnt gerade in derjenigen Zeits des Port-Royal gab, bringt keine Gottesgelehrten mehr hervor. epoche oberflådlid ju werden, in welcher der religiöse Glaube Es ist ein völliges Elend, ein ganzlicher angel. Einige Semis abnimmt und verlischt. Bu derselben Zeit, wo die Seelen mit ngristen, von schneller Auffassungsgabe und glühender Einbils mehr dem Christenthume angehören wollen, weigern sich die dungskraft lernen vielleicht mehr oder minder romantische Verse Geister, fich ernsten Studien hinzugeben. Mit dem Evangelium aber die Dogmen der Patholischen Kirche machen; andere, die wirft man auch die wahre Willenjchaft fort, und es scheint, als mehr Reflexionsgabe und großeren Ehrgeist befigen, úben fido ob der Unglaube die Oberflädlichkeit in icglidem Dinge zur Darauf ein, mit Beredjamkeit gegen die fündlichen Neigungen

Diese Zusammenstellung widerspricht einer bei uns des Jahrhunderts angudonnern; aber die Theologie, die Theolo: sehr in Gunft stehenden Meinung, welche der Fortschritt des gie! fie is dahin oder liegt wenigstens, wenn sie nidi idon Sceptigismus dem Fortschritte der Aufflarung suschreibt; aber verbliden 'ift, in den lebten Zügen. Was ist, id bitte euch, ges. dies ist nicht meine Shuld. Die Geschichte ist da, welche diese worden aus den Brüdern des Dratoriums, aus den Benediétis Chatsache beglaubigt, und es wurde vielleicht nicht schwer halten, nern? Wir haben einige junge Leute gesehen, die ihnen nachei: fie genügend zu erklären, waren hier der Ort und die Zeit daju. fern wollten, aber der ganze Gewinn dieses Strebens lief auf

Die politisden Umweizungen am Schluß des achtzehnten eine Periode hinaus. Wan tennt von ihnen gewisse Legenden Jahrhunderts baben redlich dazu beigetragen, unsere Studien zu im Modenstile abgefaßt; prachtvolle Prospectus in den Zeitungen verfladen. Ein Jeder beídáfrigte sich mit dem was fich auf zur Anpreisung ihrer Geisteserzeugnisse. Das lohnte wahrlich den öffentlichen Pidgen gutrug, anstatt friedlich in seinem Hause nicht der Mühe, fich in ein Kloster einzusperren.

mit den guten Schriftstellern der alten und neuen Zeit zu leben. Da Gehen wir von den wissenschaftlichen Instituten zu den Alles und Zedes tagtaglich in Frage gestellt war, so fühlte man Büchern aber, welche heutigen Tages in Frankreich erscheinen, weder die Lust, nod batte man den Muth oder die Staltblütigkeit, was erbliden wir? Erwa Abhandlungen ex professo aber irs welche erforderlid find, um den Wegen nachzuforschen, welche gend einen Zweig der Wissens@aft? Nein, wenn man aud hier die Menschheit früher eingeschlagen hat. Die Geschichte des bors wieder die Phyfit, Chemie, Mathematit, Astronomie und die bergehenden Tages und die Furcht vor dem Pommenden ließen übrigen verwandten Gebiete ausnimmt. Etwa Søriften mit einen Raum für die ruhigen Forsdungen auf dem Studirzimmer. mühevollem und gewissenhaftem Fleiße angefertigt, wenigstens Die Gegenwart berwischte die Vergangenheit, indem file sammt auf dem Gebiete der Literatur? Seinesweged; man trifft auf lice Kr&fte der Intelligenz aufsehrte; und da diese Umwelsungen, sehr absprechende und inhaltsleere Vorreden, in denen der Vers mit Unterbrechungen von kurzer Dauer, feit einem halben Jahrs fasser fich vielfaltig felbft lobt und eine Cheorie entwidelt, welche hundert fortwahren, so hat man fich daran gewöhnt, schnell zu vollkommen genau seinen Mängeln fich anpaßt. Verlangt man studiren, D. h. doledt gu ftudiren, um alle seine Aufmerksamkeit biernadi Broschüren, in denen im Fluge die fowierigsten Fras auf die Buffande der Gegenwart verwenden zu können. Das gen abgehandelt werden, Pamphlete, worin mit dem dußersten Fittliche Leben des Einzelmensden ist von dem Fieber der bürger Ende der Fingerspißen alles dasjenige berührt wird, was es Ers lichen Gesellschaft angesteckt worden. Aber die Wissenschaft ber Habenes und Ehrwürdiges in den Institutionen der mensdlichen quemt fich diesem Fieber nicht an: fie verlangt Ruhe, Zufriedens Geselfdafe giebt? Bon allen Seiten werden sie auf euer Pute heit des Geistes und Herzens eine Art von Cheilnahmslosigleit, in zahlloser Renge berabregnen. Wünscht ihr endlid Romane? wenn man so sagen darf, an Allem, was nidst fie selbst ist. Fins Sejdichtliche

Romane, in denen die Geschichte ale Mummenschera det die Wisienschaft den Mensdoen nidt in diesem Zustande, so erscheint; Gittenromane, worin das fittliche Gefühl unaufhörlid zieht fie fich zurüd, oder vielmehr fie fommt nicht. beleidigt wird; psychologische Romane, in denen man nicht die Nidt allein die politischen Ereignisse haben die Gemather geringfte Spur antrifft von den wirtlichen Leidenschaften des zu sehr für die Chatsachen in Anspruch genommen, von denen menschlichen Herzens; pathetisde Romane, wo die Entwidelung die Straße und die stlubs erfüllt waren, fie haben audy jane ans des Dramas auf dem Grèveplate stattfindet? Es giebt deren ernseblide Anzahl von Tagesblåttern hervorgerufen, die gewohn

såglide Brod für alle Welt, das eine fertere geistige Nahrung neten; das wurde indek bald wieder su umsondlid befunden. verídomdhen beißt. Det Journalismus ir sehr oberflod lider Was fragt man aud im Bagno nad moralijden Radjidhten? Natur, er tann felbft nicht anders fenn; er behandelt alle Ges und wie sollte man am Ende unter dreis bis viertausend Meniden genftande im Fluge und in einigen wenigen Zeilen, tehrt jedes einen Zeden im Auge behalten und ihm seine bestimmte Stellung Ding nach allen Kichtungen hin in einer Viertelstunde um: der anweijen fónnen? Jest find alle ohne Unterschied unter einans Journalismus hat sich daher auch ein Bolt nach seinem Bilde der gemisdi. Nur der Saal der Invaliden, in welchem die Als geschaffen. Wir beschränken uns hier auf die Bemerkung, daß ten und Gebredlichen hausen, madt eine Ausnahme. Dieser ihm mehr als irgend einer anderen Ursache der Geist der Dbers Saal madt unzweifelhaft den 1d merzlichsten und peintichsten fiddliditeit beigumefsen ist, welder jebe das Franz ofisde Volt Eindrud. Da ist ein wirres Durcheinander von gebrechliden Caratterisire.

Greisen, Verstúmmelten, Umputirren, welche die Verzweiflung Endlid das Leben in den Staffeehäusern und in den Gesells und Gewissensbisie in einen Zustand thierischer Verdumpfung roaftszimmern, in den Theatern und an den offentliden Vers verlebt haben. Der Eine fomme lachend, fingend den Eintreten's gnúgungsortern, har in unseren Tagen abermaßig um fidges den entgegen: das ist ein Vatermórder. Ein Anderer, der traus griffen. Man hat sich immer mehr und mehr von dem Umgange rig und niedergedrúgt dasibe, hat seinen iesigen Aufenthalt der mit sich selbst losgerissen, um sich ohne allen Ridhalt in die Ges Freibeit vorgezogen, denn er hat seine Familie mehr und ist uns fellidaft der Außenwele zu begeben. Man hat die Bücher vers fähig zu jeder Arbeit. Ein Dritter, den der Wahnsinn noch nicht lasten, jene alten treuen Freunde, die uns sters ihre guten Dienste ergriffen hat, ist eine Beute der wüthenditen_Verzweiflung. leisten, und hat fich minder bestandigeren, wanfelmuthigeren Weldes Bild des Elends! An jedem Tage rapie der Tod ein Freunden hingegeben, die aber belebter sind, gerausdvoller, die Dpfer binweg. Sein Name wird dann in die Lodientiste einges der Seele lebhaftere Zerftreuungen gewdhren. Daher nur zwei tragen, und damit ist Alles abgemacht. Ein berühmier Arzt, der Folgen, deren eine so unangenehm ist, wie die andere : erfilich neulich diesen Saal besuchte, dußerte: ,,3d habe Jaffa, die man hat weniger gelesen und also tveniger gelernt; fideitens, Soladit au der Mostwa und Waterloo gesehen, aber dieser Aus man hat fich Mühe geben mussen, dahin zu kommen, daß man blid åbertriff Alles." - Lange Zeit waren diefe Unglüdliden ůber álles mitreden und sein eigenes lleines 30 bei jeder Ges gang unbeschäftigt, ießt laßt man sie spinnen, Wolle Fragen u. s. w. legenheit sur Odau tragen fann. Sollte es daher auffallend Des Morgens verlassen alle Straflinge die Sile, um je nad fenn, daß wir so oberfládlid geworden find? Staunen fann man den Bedürfnissen des Arsenals verwendet zu werden. Die Art nicht darüber.

und Beifaffenheit der Arbeit sind nicht fest bestimmt, sondern Die Ursachen des Gebrecens geben zugleich die Mittel zur hången von den Anforderungen des Augenblicks ab. Die Galees Heilung an die Hand. Es würde eine doppelte Arbeit seon, die renítlaven find in verídiedene Compagnieen abgetheilt und lebieren zu entwiceln; der Leser wird leide den Mangel zu ers maridhiren iminer zu ziveien. Ihre Bekleidung ist häblid, aber gangen im Stande fepn.

bequem, fie besteht aus einer Müße, einem Kittel, weiten Beins lleidern von Leinewand oder von grobem Dude. Die Farbe ist häufigen Beranderungen unterworfen gewesen; jeßt in fie roth,

gelb und grøn. Die Beintleider find gelb, der Stittel roth und Das Bagno ju Breft.

die Aermel, Aufidláge oder Kragen geib, um die zweimal Vers (Fortseßung.)

urtheilten, die lebenslänglich Gefangenen und die Berdddligen

unteri beiden ju tónnen. Die auf eine bestimmte Zeit Verurs Den Reglements sufolge, sollen die Straflinge fo viel wie theilten tragen eine rothe mase, die lebenslänglid Verurtheilten möglich von den anderen Arbeitern getrennt werden; aber in der und die Berdadrigen eine grüne. Hirtlióteit gestaltet fidh die Sade ganz anders, und in den Der Arbeitslohn steht im Verhältniß zur Berdaffenheit der meiften Fällen i es unmöglid, eine so gefährliche Berührung Arbeit. Die Tagelöhner erhalten fünf bis fünfunddreißig Cens zu verbåten, so lange man die Straflinge zu den Arbeiten im simen, die Arbeiter den fiebenten Theil des Lohnes der freien Arsenale verwendet. Wenn ein Soif ausgerüstet werden soll, Arbeiter. so wird augenblicklich eine Sobaar Stráflinge an Bord desselben Wie foredlid nun auch der Zufand der Galeerenstlaven geldidt, und diese drången fich unter die Seeleute, ohne daß die reo, so muß man dodo anerkennen, daß die Verwaltung Mandes Wadsamkeit der Aufieber dies verhúten lonne oder vielleidt auch gerhan hat, um eine Verbesserung ihrer Lage vorzubereiten; nur nur wolle. Man begnügt sich, ihre Entweidung zu verhindern. Šdade, daß die Grundlage, auf der das ganze Gebdude ruht, Ein Serdfling (agreeing zu einem Matrosen: ein Sllavens lo dadhaft ist und eine Uusbeferung im Einzelnen nicht viel dienst dauert nog drei Jahre, der Deinige bort nie auf.“ Uebers helfen kann. Eine sehr gwedmaßige Einrichtung war die Unles all in Hafen fieht man Galeerenstladen; zur Behauung der gung einer Spartafle für die auf eine bestimmte Zeit Verurtheils Steine, jur Reinigung des Hafens, jur Transportirung der Baus ien, und es wäre nur zu wünschen, daß diese Wohlhat aud den materialien, gum Sagen des Holzes ift eine große Menge ders auf Lebenszeit Berurtheilten zu Gute lame, denn auch sie dürfen felben erforderlich. Andere find in den Wertrdtten beídáfrige, eine Milderung ihrer Strafe hoffen. Die aus dem Bagno Ent: denn man findet unter ihnen natürlid geschidte Arbeiter jeder lassenen erhalten eine Sunime von 20 Franken; der ủeberfluß Art, die dann aud verhältnißmdßig bezahle werden. Zuweilen ihrer Ersparnisse wird den Maires der Gemeinde überwiesen, in Pommt es sogar vor, daß hier nici unwidrige industrielle und welcher fie ihren Aufenthalt nehmen. medyanide Erfindungen gemacht werden; und ganz Párglid nodo Die Bewadung der Gefangenen ist besonderen Beamten haben zwei Galeerenstlaven Herrn Urago eine Daicine übers anvertraut, welche „gardes-chiourmes” heißen. Sie haben eine fendet, welde bestimmt ist, die Erplofion der Dampftefiel zu vers militairisde Organisation und werden gut befoldet. Ihre Ungahl bindern; die Ałademie hat sich zu Gunsten dieser Erfindung auss hängt von der der Straflinge ab, und auf zehn fommt immer gesprochen. Die Straflinge werden aud in den Somieden ges ein Hufieber. Diefelben sollten eine große filtliche Kraft haben braudt, und man tann in der vollen Bedeutung des Wortes von und von energischem Charafter fenn, aber gewöhnlich wirkt der ihnen sagen, daß fie ihre Ketten felbft idmieden. Nodo

auffallens beständige Umgang mit den Straflingen ungúnstig auf fie ein, der ist es vielleicht, daß die Krantenwerter des Marines Hospitals, und Rie find nur zu häufig die Mitbuldigen derselben, lehen die Kódhe, die Gartner u. l. w. aus ihrer Mitte genommen wers ihnen ihre schlechten Streiche nach oder befördern wohl gar ihre den. Die menídlidseit fann gemiß gegen eine Erleidterung Entweichung. Ihre Aufgabe ist übrigens eine sehr sowierige, der Strafe nidis ein wenden, aber ein gewiffes Maaß müßte doch denn sie inusien

immer unter den Straflingen senn oder gar rie hierbei gehalten werden. Åls Krantenwerter find fie allerdings an abgelegene Derter geleiten und bestandig vor den radsúchtigen portrefflid, und in der Zeit der Cholera haben sie Beweise des Planen abgehärteter Verbrecher auf ihrer Hut renu.

Biele hódoften Muthes und der größten Aufopferung abgelegt, aber Wedrer gehorchen daher auch vielmehr dem Triebe der Selbfts dennod in es gefdhrlich, diesen Menden einen so weiten Spiels erhaltung als der Pridt. Node fürzlich wurde ein Wachter wes raum zu lassen. Dies beweist ein Vorfall, der fido vor nicht lans gen eines groben Vergehens bestrafi. Da er Zutritt in ein Bús ger Zeit zugetragen bar. Joseph Bodelet, der wegen der Ermors reau batte, so war es ihm gelungen, eine Menge Reiserouten su bang seiner Frau eingezogen worden war, und der im Hospital entwenden, die er den Straflingen das Siúd zu 50 Franten vers, das Amt eines Stodes verfah, idnitt der Schwester Saint: Mald taufte. Diere Beruntreuungen fonnten jahlreide Entmoeidungen mit dem Meffer, welches diese ihm übergeben hatte, den Stopf jur Folge haben, denn die Straflinge werden weniger durd die ab. Sie fiel als Dpfer ihres Vertrauens oder vielmehr ihres materiellen Sawierigleiten als duro die Unmöglichleit, fido den Bestrebens, die Beamten zufrieden zu stellen, denn diese waren Nad forschungen der Polizei zu entziehen, jurådgehalten. Da alle Verehrer der Suns diefes Batel, der früher im Dienne des die Straflinge fid befandig im Arsenal aufhalten, so feunen fie Herzogs von Bourbon gestanden hatte. Dics Beispiel ist freilic aud alle Solupfwintel und Auswege; fie haben tausend Geles Das einzige der Art.

genheiten, fich mit ihren Helfershelfern zu verabreden und die Die Straflinge werden im Allgemeinen nur als Infrumente, Matrosen und Arbeiter zu verführen. Von ihrer lift ist es sower, als Tagelöhner im Dienste der Marine Beamten betradret. ficto eine Vorstellung zu maden. Sie selbfi behaupten, daß ein Ran nuße ihre Fahigkeit so gut wie

möglid, aber der morali de 3eder von ihnen jährlid seinen Entweidungstag but, und daß Gefiduispunte bleibt gang außer dem Spiele. Wenn ihr Betras feine Geführten ihn dabei untersutzen múffen. Zemand erzáblte gen zufriedenstellend ir, ro werden sie wohl belohnt, aber das mir, daß er einst aus dem Fenster den Straflingen zusah, die im hange groftentbeile von den Launen des Zufalls ab. Für die Buffin des Hafens beidáftigt waren. Plóglid bemerrie er unter moralische Befierung der Uebrigen forge man nicht, we vegetiren, ihnen einen vollfandig ausgerüsteten Soldaten. Die Sträffinge wie es eben geht, und mogen lid nad Belieben bessern oder noch ciefer finken. Man ist nur auf der Hut vor ihnen und schmiedet

rebren rubig ihre Arbeiten fort, und der Soldat aus dem Sieg ste wie die wilden Thiere an. Im Jabre 1828 lam man auf

reife war im Begriff das Arsenal zu verlafen, als ihn ein

Waibler erfanne. Die Umwandlung war so lonell por id ges den glüdlichen Einfall, fie in vers diedene Klassen abzutheilen. gangen, daß derjenige, welcher die Gruppe unausgeiche berrades Damals gab es einen Prüfungssaal, in welden diejenigen uns tergebradt wurden, die nido duro ihr gutes Betragen auszeichs

tere, fie gar nidi wahrgenominen hatte.

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Bibliograpbie.

mit der fomeidleriforen Miene von der Welt: n laßt mido dod Lobeltaque de Luxor. Histeire de sa translation à Paris ete. Von A.

los, Bdrerden. Die Wege find ja so don.". Und sobald er die Bebas. 4. 25 Fr.

Einwilligung bat, mendet er fido su feinen Pferben: 3adbe! Portefeuille d'un mario. Bon Ed. Bouvet. 71 Fr.

3hr freunoden, frisd! Ihr Barbaren! Balb sind wir auf der Recueil de tables et de renseignenens utiles à la navigation. - Bon Cap. Station. Nur nod diesen tleinen Berg hinauf und nod diesen C. Matenas. 8. Fr.

hinab! Fardiet nidis ! Souttelt euch! So! und nun nod den Annuaire général du commerce judiciaire et administratif de France et des

legten Berg hingus. Nod ein Bilden! und noco ein Bilden! pripcipales ville du monde ; pour 1839. -- Con Ch. Lamy. 12 Sr.

So! Brrrr!
La chambre des poisons. Gerdichte aus der Zeit Ludwig's XIV. Don
P... Jacob. 2 Bde. 15 Fr.

3d muß gefehen, als id dies Brer auf der lebten Station Ristoire da dreit romain au moyen âge. Pær N. de Savigny. Aus dem

des Nurhidhen Reichs börie, und als ich dann einem grámliden, Deutsden übersegt von C. Guenour. 3 Bde. 21 Fr.

eigensinnigen, unzufriedenen und betrügerisden Brúnner Lohns Le livre du roy Modus et de la royne Racio, Neue, nach den Band furider ausgeliefert wurde, ich nicht ohne Wehmuth an jene lukis

schriften der Königl. Bibliothek veranstaltete Ausgabe; mit Verzierungen, treu nach den im Manuskript befindliden Vignetten gearbeitet. Don

gen, unermüdlichen, willigen und beredten 3dmídridits gurúds Oljear Brage. 50 Fr.

denten konnte, die, ohne ich mit einem Worte zu beklagen, auf tausenderlei Weise für den Reisenden fich abplagen und ihm am

Ende nod für die geringfte Kleinigteit den unterthänigen Dant Rußland.

fagen.

IV. Die Steppen und Ruslija.
Rustische Volfsberedsamfeit.

Nie ist der Rufe beredter, als wenn er von seinem Vaterlande
III. Der Jämsch tschif (Postillon).

spridt, d. 5. der gemeine Ruffe, und zwar aud nur der Großrafie,

der core Mostowite. 3d traf ein Mal mit einem solchen in den Die Beredsamleit unserer Deutsden Fuhrleute fedt fast eins Súds Rulfiden Steppen zusammen, wo er sich niedergelassen hatte. zig und allein in ihrer Peitsche, deren Gelnall ihr Hauptgespräch 3d fragte ihn, wie ihm das Land gefiele. „Ud, Herro', antwortete mit den Pferden ist. Diesen Lurus des Snallens fennt man in er, was lann bier gefallen?" - u3ft denn Euer Rußland beffer pre Rußland durchaus nicht, denn hier giebt es nirgends eine solde ,,Unser Ruffija Russija? Wie follt's nicht besser fenn." Vorrichtung an den Peitschen, die Sinall - Effett zu maden bes 3d rah, daß er sich erzúrnen wollte, und um ihn nicht abzutihs stimmt ware. Ueberhaupt macht der Ruifide Fuhrmann sehr len, hielt id ihm das Widerpart und fragte: „Wie so denn?! wenig Gebrauch von seiner Peitsche, und man muß gestehen, daß, FID, in Rusfija, Kerr, da ist von Jeglichem Jedes, und bier wenn die Rufflichen Pferde auch sonst nicht besonders särtlich ges

von Ällem Nidhis. In Russija ist das Brod besser, die pflege und verwohnt werden, vielmehr ein sehr hartes Leben bas Hauser besser, das Land besser, der Schnee besler, der Sommer ben, man sie doch auď nie mit unbarmherzigen Soldgen peinigt. und Winter und alle Jahreszeiten besser. Da ist Berg, Thal, Gewohnlid bedient fich der Rulfide 3dmídídit (Fuhrmann, Wald, Wiese, Brunnen, Quellen und Flüße, Alles in Fülle. Postillon) bloß der Rede, um seine Pferde aufsumuntern, zu los Alles wedrelt ab, und Alles ist ro roon. Im Lande flieben große ben oder zu radeln, und nie habe ich in Rußland so viele Rade söne Strome, und vor allen die prádrige Mutter Wolga mit und barre Strafe an den armen unduldigen Thieren ausúben allen ihren Stindern. Die Wålder sind groß und prachtig, die fehen, wie wohl in anderen Ländern und selbst in unserem Eiden, Linden, Buden, die Tannen und Fidten, alle bis zum Deutschland. Der Soelis und Someichelmorte hat dagegen der Himmel! Und in den Bäumen fingen Vögel von jeder Art. Jåmíchtsdil ein ganzes Wörterbuch von. Um den Keipthum Der eine so, der andere so." (Er priff dabei den Nachtigallen an solden Redensarten Pennen zu lernen, muß mart durch ganz und Lerden nad.) „Ach, und in den Wäldern, welche fufi voll Rußland gereist senn, denn jeder Poftillon bat wieder seine eiges Wohlgeruc!" (Dabei fáchelte er sich die Luft zu und achmere fie nen Lieblingscusdrüde. Sie sind aber alle in demselben Geiste, lo begierig ein, als wenn sie mit fauter Veilchenduft geschivans und um diesen Pennen zu lernen, reicht es hin, daß wir nur eine gert ware). —, und wie nahe ist Dir das Alles. Siehe! Hier Station mit einem rolden beredten Jamidischit fahren. Er wird ist Deine Hausthúr, - Du madit

fie auf, – trittft heraus, uns genug Unterhaltung gewähren.

und da bist Du gleich mitten im dónen Walde" (Bier hielt er Dbgleich es schlechi Wetter ist, wie sollte es nicht idledt mich bei der Hand, und ich mußte stehen bleiben, als wenn ich Wetter in Rußland lenn? - obgleich es stürmt, regnet und die Hausthúr våre. Er aber trat einige Schritte in das hohe zidischen durd auch idoneit und wir Passagiere uns in warme Oras hinein, als wenn es der Wald ware). „Welche herrlice Pelse húllen, so hat unser Zámsdtídit dod fast nichts als sein Rufil im Walde", sagte er dann, wund wie die Sonne duro Hemo auf dem Leibe. Wir wundern uns darüber. Er sagt aber: die Blätter ideint. Und im Rasen des Waldes auf dem Boden „Nitschewo fs?". (Thut nichts, mein Herr) besteigt den Bod, wo blühen und reifen allerlei Beeren um Dich her. Erdbeeren, er mit einem Zipfel des Hafersacs oder einem Stück Matte, das er Herr, so schöne, Pleine, fúße. Wilde Himbeeren und Brombeeren juféllig finder, seine Glieder nothdúrftig. bedeckt. Er ordnet die von jeglider Art so viele, viele, als Du nur wúnsden Pannt. Zugel, deren får vier Pferde immer ein Dußend da ift, fedt Du kannst Did niederlegen, wo Du nur willst, und rund um eine Peitsche, die er nicht nothig hat, unter den Siß, zieht fich Did herum pAůcken, ohne anders als fart wieder aufguftehen." den noch vorhandenen Rest seiner Mutframpe gegen die Windseite (Dabei warf er fich gar ins Gras und rupfie rund umber die herum, dein dieser 6 Zoll lange und 1 Zoll breite Fliden bils Halme, als wenn es Erdbeeren waren. Und ich glaube, wenig det sein einziges Soups und Weiterdad, blide dann noch ein fehlte, so hatte er sie aud nod gegessen, um mir zu seigen, wie Mal nach den Passagieren um, und findet er alles in Ordnung, júß und schon die Ruffisden Erdbeeren zu essen waren.) , Aud so ruft er seinen Pferden au: „Stepaitje fs' bogom! (Nun fort, Pilge sind in Nußland von allen Sorten und in großer Wenge Stinder, mit Gott!) Lauft, lauft, ihr Freundchen, damit uns die Man fåttert bei uns die Schweine damit, dod giebt es aud Herren ein gutes na tschaju (,,gum Thee". Trintgeld) geben!" idone Arten für den Mensden. Gras, und Beu, das ist nod und nun hört bis zur folgenden Station sein Gerede mit den das Einzige in diesem Steppenlande, überall Gras und nidis Pferden, sein Pfeifen und Parmen nicht wieder auf. ,,so redor, ale Gras. Und selbst auch dies Einzige, was sie haben, wie ihr Bursden, so recht! Saúttelt euch, ihr kleinen Pagen, Hallo! fdledyr ift es! Holzig, ftruppig und den größten Theil des Jabs 3hr Freunde, vor! vor!" Dann aus dem Someichelton zum res faftlos und vertrodnet. Bei uns hai's auch Gras, aber ro Schelren lehrend: „Nun! nun! rajder, ihr alten Weiber! Was hoch bis zu meiner Barcspiße! Und was für Gras? grünes, stolperst du, Brauner. Nimm dich beffer in Acht! Warum feines, fafriges und süßes. Daß Gott erbarm! die Kábe werden brauchst du deine Augen nicht. Was? Schwarzer?

Soeuft Du gang fett davon und so did. Seht, und in dem Allen mitten did? Sen tein Narr! Ich reh' fein Gespenst." Bei soledoren drin liegt unsere Mostwa, die vor allen prachtige und heilige Stellen des Weges und wo es bergan geht, beginnt er mit Stadt, mit tausend grünen StirchensSuppeln und hundert filbernen Pfeifen, Sonalien und Schreien, mit Händen und Füßen einen und goldenen Churmspigen. Wie id sage, dort ist von jeglichem folden Lärm, als wollte er den Pferden weis maden, daß der Böse Jedes; Und fagt mir, was ist hier ? - D, Rusija ist gewiß selber hinter ihnen saße. Zuweilen auch sagt er ihnen, er wolle das erste und beste land weit und breit. Wenn wir jest in Rußs ihnen ein Lied vorsingen, und dann laßt er oft eine halbe Stunde land gingen, wie würden wir schon spazieren! Bald an einem lang unermüdlich einen Gesang nach dem anderen erronen, troß Bache, bald in einem Gehölze, bald durch ein Dorf. Und hier Sturm und Sonee. Wenn ein Strid reißt, spridt er, vom múffen wir ein paar Stunden, wie die Wabteln, rohnurstrado Bod steigend: Ad, du verwunsdrefter Stric, dein Vater war im Grase hinftreiden, bis wir unser Haus erreichen. Ueberall ein Vagabund!'und hat dann dem Stride während des Fests Gras und Gestrúpp. Die Sonne brennt uns auf den Stopf, und bindens noch so viele Vormpúrfe und so viele gute Rashididge fein Baum giebt uns Schatren. Und wenn jene Wolfe dort uns zu geben, daß, wenn der Strid Dhren hatte, er gewiß fid nicht Regen und Wind geben wird, haben wir nicht einen Hügel zum wieder unterstehen würde, ja reißen.

Hinterstehen. Und wenn uns auch die Zunge am Gaumen liebe, Die Russischen Pferde find so unermüdlich wie die Jamsos, der Boden giebt uns nicht ein Erobeerlein zum Erfrischen." tschil's, und man har oft genug zu thun, beide in den Grängen Reden und pantomimische Darstellungen dieser Art vernimmt eines gemäßigten Gallops zu erhalten. Hat man dem Postillon man. đußerst häufig von den gemeinen Nussen. Freilid laße fide endlich streng verboten, nicht so schnell zu fahren, so findet er fich dergleichen nur unvollkommen auf dem Papiere wiedergeben. eine Weile darein und fahre langsamer, besonders, wenn die Wege Besonders bei Naturschilderungen sind die Russen fo lebhaft und etwas schlecht werden. Kaum aber fommt 'wieder eine ertrags imitativ, daß man nidyt wenig ourd fie in der Erkenntniß und liche Stelle, lo dreht er fich um, nimmt seinen Hut ab und bitret Auffasung der Natur profitiren lann.

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vierteljährlicte, 3 Ehlr. für das ganze Jahr, ohne Er. böhung, in allen Theilen der Preußischen Monarchie.

Erpedition (Friedrichs-Straße Nr. 72); in der Proving ro wie im Auslande bei den

Wohlöbl. Poft- Aemtern.

für die

Literatur des Ausland e 8.

N 31.

Berlin, Mittwoch den 13. Mári

1839.

Be ( 9 i
i en.

Unter dem wohlthätigen Einflusse dieser fabris den Berials

tung vergrößerte fich Antwerpens Wohlstand zusehends; aus allen Antverpen.

Lanbern romten Fremde herbei, um nich dort niederzulaffen, und

man fab fid daher im Jahre 1201, unter Heinric I., Herzog (Nad der Quarterly Review.)

von Brabant, genöthigt, den Umkreis der Stade zu erweitern. Der Ursprung Antwerpens ist, wie der vieler anderer bes Die zweite Bergrößerung fand 1304, unter Johann III., gleids rühmier Sidde, in einen geheimnisvollen Sdleier gehüllt. falls Herzog von Brabant, statt; die dritte 1543, unter dem Stais Mehrere Schriftsteller behaupten, daß diese Stadt das Urugrucum fer Start V.; die vierte unter dem Könige von Spanien, Philipp II., des Ptolomäus ren; andere, auf Traditionen fußend, schreiben und die fünfte 1701, unter Philipp V. Auf dem höchsten ihren Ursprung einem Riesen, Namens Druon oder Antigon, ju, Gipfel seines Slanges' stand Antwerpen gegen Ende des funf. der zur Zeit Edfar's lebte. Dieser Riese soll von allen Kaufs zehnten Jahrhunderis; damals soll der Zusammenfluß von Soifs Leute:1, welche die Schelde hinab oder hinauf (diffren, die Hälfie fen auf der Soelde so groß gewesen senn, daß fie eine Strecke vom Werth ihrer Waaren als Tribut gefordert haben; wurde er von anderthalb Meilen von der Stadt an bis jenseits der Haide beirogen, so tonfiszirte er die Waaren und hieb den Kaufleuten von Roboten einnahmen; man hat nod ießt eine Flämische Res eine Hand ab, die er alsdann in den Fluß warf; daher foll der densart, die aus jener Zeit herstammt: 130 wunsdre, du warst Name Hantwerpen stammen, den die Berpohner der umliegen, in der Haide von Hoboken", denn die Soiffe, die dort lagen, den Gegenden dem Schlosse des Riesen gaben. Die Gerdidos mußten oft ein halbes Jahr lang warten, ehe Fle am Quai von foreiber legen die Sage vom Riesen To aus: ein Rusflider Edels Antwerpen sich vor Anker legen konnten. Dieser blühende Zus mann foll fic im Lande angesiedelt, das Soloß gelauft oder fand ist keinesweges übertrieben, er wird duro den Kanzler de erobert haben und seines ansehnlichen Wuchses wegen der Riefe i Hospital beftdtigt, der in seiner Rede vor dem Parlamente von genannt worden seyn. Mener und andere Chroniten dreiber find Paris 1560 Antwerpen die reichste Stadt Europa's nennt, und der Meinung, Antwerpen leite feinen Ursprung von den Ando: der Prinz von Oranien, Friedrich Heinrido, rief aus: ,,stonnie verpiern her, die sich im sechsten Jahrhunderte an den Ufern deride Antwerpen nehmen, id wollte seine Einwohner dergestalt er. Sdelde niederließen; Andere wieder behaupten, der Name tomme niedrigen, daß fie fich nicht wieder erheben sollien." von der Benennung des Flußufers her, früher Werp, ießt Werf Dod bei all ihrem großen Wohlstande waren die Einwohs genannt; also Bordt ant werp ein Soloß am Ufer. Es giebi ner Antwerpens nichts als Fabritbesiker und Banquiers; der noch eine andere Erklärung dieses Namens, die auch die riditgfte Seehandel wurde allein von den Italianisden Republiken auss du renn scheint; ein großer Theil der Stadt, so wie die alte gebeutet, welche duro das Roche Meer mit Indien und Hegyps Festung, find auf einem Boden erbaut, der vom Fluffe anger ren verfchren; fte brachten die Afiatisden Produkte nad Úncs idwemmt wurde, wodurch nad und nad das Ufer fid erweiterte werpen und vertausoten sie dort gegen die Erzeugnisse des Nors und an Festigteit zunahm, der Name der darauf erbauten Stadt dens, die ihnen von den Faktoren der Hansestadie, welche das Pann also ganz gut von den Flamldņbilden Wörtern, an und Dofterlingide Haus inne batten, ausgeliefert wurden. Antwerpen werpen entstanden senn. Als man im Jahre 1360 den Grund war auf diese Weise die Niederlage der Produkte des Nordens zum Stadthause von Antwerpen legte, fand man in der Tiefe und des Sidens. Durch die Enidecfung des Borgebirges der sehr viel bearbeitetes Holz und Eisenwert, was für diese Ans guten Şofaung wurde der Verkehr nur noch lebendiger, denn fowemmungen spricht und beweist, daß da, wo jeßt der Markts die Portugiesen, welde fide ausídließlich des Indisden Handels plab ift, früher gewiß noc das Flußbett war. Antwerpen tommt bemagtigten brachten die Produkte ebenfalls nach Antwerpen, unter dem Namen Castrum Antverpis in zwei Urkunden vor, die wo Re ein Comtoir errichteten, welches noc jebe den Namen der Fürst von Antwerpen, Robingus, im Jahre 725 ausstellte und das Portugiesisol Haus führt. Mit den Englandern, deren Sees woduro er die Kirchen von St. Peter und St. Paul, die der wesen fio damals noc, in der Kindheit befano und die noch teine heilige Armand 641 in dem Theile der Stade bauen ließ, welcher weite Fahrten unternahmen, war der Handel in Antwerpen ebens damals Borot oder Soloß genannt wurde, dem heiligen Wilis fallo ziemlid bedeutend, au fie tauschten daselbst ihre Landess brod identte.

Erzeugniffe gegen die Afiatisden Waaren aus. Der Quai, an Nad drei Jahrhunderten ihres Bestehens hatte diese Stadt dem ihre Soiffe anlegten, hieß der Quai der Englander, der don solde Widtigkeit erlange, daß fie die Kabgier ihrer Nad's Plaß, wo sie före Gerdafie abmadten, die Englijde Bårse, und barn erregte. Die Normannen, nachdem sie die Insel Walderen iu werden diese beiden Drie nod jeßt genannt. verwüstet und den Friesen einen Tribut auferlegt hatten, drangen Neben dem Gewerbfleiße gebiehen aber auch die Stånste. in die Provinz Ryen ein, verheerten Alles mit Feuer und Schwert Mathias Bill, Dionys Calvari, Jan Miel, Frans Pourbus, und brannten im Jahre 837 die Stadt Antwerpen niebar. Dies Seghers, Suedre, Floris, Vanaden, beide Leniers, Lulas, Jos war der erste Ring in einer langen Kette von Widerwärtigteiten bann von Antwerpen,

Vandne, jammtlich große Soloristen, und derselben Art, welche durd die glúdlide tage der Stadt und den der vornåglidste von allen, Peter Paul Rubens, magien Flans Gewerbfleiß ihrer Einwohner herbeigezogen wurden. Man baute dern zum Stalien des Nordens und Antwerpen zum Venedig die Stadt nach dem Rüdtjuge der Normannen wieder auf; die Flanderne. Uud die Bautunst wetteiferte mit der Malerei uno Mónde von Epternac ftellien die Abrei von St. Maur, den dem Gewerbfleiß, um den Ruhm dieser Stadt zu erhöhen. Es Garren von Affligem und die Kirche von Antwerpen wieder her. entstanden in Antwerpen Gebdude zur Pracht und zum Nußen, Im Jahre 874 aber ersdienen die Normannen von neuem, idhiffs wie das Stadthaus, dieses VolfssLouvre, aus vier von Quader's ten die Soelde unter der Anführung Rollon's hinauf, fiedelten fteinen erbauten Flügeln und einem mit verschiedenen Statuen fidh auf den Ufern der Dyle an und verheerten von dort aus verzierten Giebel bestehend; dann das sogenannte Dofterlingsdhe sieben Jahre hindurch die ganze Umgegend. Im folgenden Jahrs Haus, deffen wir schon erwähnt und wo früher die Waaren.Nies hundert unterjodhten die Könige von Frantreich Aniwerpen, dan lage der Deutsden Kaufleute fich befand. Später baute man bis 977 in ihrer Macht blieb; dann fiel diese Stadt als ein Theil aud die jebige Börje, welde den Börsen von London und von Lothringen dem großen Deutschen Weide zu.

Amsterdam burdaus nicht nachsteht; aber das merkwürdigfte uns Das eilfte Jahrhundert ist für die Geididre Antwerpeng von ter den neueren Gebäuden ist die prádrige Domkirche, deren großer Widtigteit. Schon feit längerer Zeit war der Freiheites Portal und Thurm durd, Hohe und geschmacvolle Bauare auss inn in den Einwohnern erwacht; durch die Kreuzzüge, welde gezeichnet sind und als Meisterwerte gothilder Architettur ges die Kleinen Flandrisden Barone aus dem Lande entfernten, das priesen werden. Im Innern derselben trifft man die Schlse fle fonst durch Erpressungen und Gewaltthátigteiten ausjaugten, der Flamándischen Malerschulen an, unter welchen sich besonders ward die Entwidelung neuer Ideen begúnstige, und der Återbau die Werte von Rubens und von Floris auszeichnen. Man sieht und der Gewerbfleiß machten immer giángendere Fortschritte. unter anderen darin die berühmte Streuf Abnahme von Rubens, Antroerpen riß sich von seinen Unterbrüdern los, erklarte fich zur so wie die Streuzess Erhöhung, das erste Gemálde dieses Künstlers, Republit, sepie eine Stadt: Verwaltung ein und ernannte Richter weldes er gleid nach seiner Rúdrehr aus Italien anfertigie. und Magiftralspersonen, welden die Radi jufland, die Birger Untwerpeng Glanz erlord aber unter den bürgerlichen Ung zusammenguberufen und sie zur Vertheidigung gegen den gemein: ruhen, welche während der Spanijden Herridaf in Folge der famen Feind ju nöthigen.

Religionsstreitigkeiten ausbraden. Soon im zwolften Jahrhuns

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