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schaftsgedanke") (die noëtische Erscheinungsweise der den Gesellschaftswesenheiten zugehörigen Weltauffassung) erfasst, sondern nur dessen buntgefärbt schillernde Wandlungen als Völkergedanke (auf ethnischen Arealen).

Dies käme auf die scholastische Controverse hinaus über die » Universalia ante rem« und »post rem«. Nicht der » Ursus« wird gesehen, sondern der Ursus ferox, maritimus, arctus etc., und dennoch muss in >Substantias — id quod in se est et per se concipitur (s. Spinoza) der > Ursus«, aus sprachlicher Einkörperung der Nominaldefinition (in generalisirender Abstraction) vorher schon da sein, ehe ihm ein Attribut angefügt werden kann (id quod intellectus de substantia percipit, tanquam ejus essentiam constituens), um vom Denken als (individuell) umschriebenes Ganze aufgefasst (oder gedacht) zu werden in der » Visio intellectualis oder »mentis«).

Dass das von den Gesellschaftsgedanken Geschaffene die Bedeutung einer Organisation (worin die Mittel den Zwecken und diese jenen dienen) für sich reclamirt (oder besitzt), kommt nirgendwo schlagender zum Eindruck (oder zur Empfindung), als in solch socialem und gesellschaftlichem Gemeinwesen selber grade, worin der Einzelne mit seinen Functionen in die allgemeinen sich einverwoben fühlt, und in sich zugleich eine Gefühlsempfindung spürt von der ihm einwohnenden Befähigung: seine Persönlichkeit (oder Individualität) in (selbständiger) Unabhängigkeit festzustellen, innerhalb des im Gesellchaftskreise (oder -körper) sprachlich umschlungenen Ganzen (den eigenen Ziffernwerth selber nämlich sich herauszurechnen).

Um die somatische Organisation zu durchforschen, steht uns nicht die des Menschen (xat ésorøv) zur Verfügung, sondern nur die seiner geographischen Variation (oder Version) in der Heimath: für die Anatomie (und Physiologie) der (kaukasischen oder) arischen) Art (oder Abart), unter Zuziehung der bei Umschau des Globus vergleichend gelieferten Daten; zur Verwendung der comparativen Methode (in der Anthropologie und ihrer Rassenphysiologie).

1) Eine Einzelvorstellung wird zu einer allgemeinen (s. Berkeley), „indem sie dazu dient, alle anderen Einzelvorstellungen der gleichen Art zu repräsentieren oder statt derselben zu vertreten“ (ohne Abstrsctionen, als „ideas“), mit den Worten als Zeichen oder (b. Cabanis) „signes“ (aber mit dem Inhalt ihrer Bedeutung (unter deren Assimilationen) gefüllt).

2) „The Divine knowledge (supernaturally received through the ear and eye) „was transmitted not in writing, but by constant oral repetition“ (s. M. Williams), durch die Brahmanen (the repositories both of the divine word and of the spirit of devotion or prayer), unter lautlicher Umkleidung in die Anschauungsbilder (der Vorstellungen) hineinblickend, wie (aus opto-akustischer Concordanz) geschaffen (durch den Logos), für das „Augenthier“ (s. Geiger), unter dessen Fünfheit der „Augenmensch“ (b. Oken) die kaukasische Rasse repräsentirt (für eigene Genugthuung; auf die wir stolz sein dürfen).

Daneben hat sich der naturwissenschaftlichen Forschungsweise die Verwendung der genetischen Methode empfohlen, um von einfach leichteren (und durchsichtigeren) zu complicirt schwierigen Problemen graduell fortzaschreiten; und den Ausgang in heutiger Biologie bildet somit die Zelle (der »Mutterberd alles Lebens«), als letzt äusserst (aus Relationen) in sich geschlossenes (und individuell durchwobenes) Ganze, an den Schranken eines rationellen Denkens, wo – als Grenzwächter (oder -Pfosten) gegen metaphysisches Transcendiren (das nachdem ihm obenbinaus der speculirende Kopf abgeschlagen ist, nach untenhin sich durchzuwühlen sucht, in den Descendentheorien) die Elementarstoffe als Hüter der Chemie aufgestellt sind, die unter ihrem Schutze aus alchymistischem Wust reinlich und klar herausgeschält (reingezüchtet) ist (für praktische Verwerthung).

Falls nun diese systematische Behandlungsweise des » Anthropos« auf den Anthropos als Zoon politikon (oder Ethnos) gleichfalls übertragen werden soll, so haben wir an Stelle der [auf die (cellulären) Unitäten (in den Elementar-Gedanken) reducirten] Gesellschaftsgedanken (da diese virgends (begrifflich zu packen oder) greifbar sind), die Völkergedanken vor's Messer zu nehmen, weil in solch geographisch-geschichtlichen Wandlungen (oder Metamorphosen, als Variationen) einzig und allein zugänglich zunächst; und die der Zellenlehre aus dem Studium der zoophytisch einfachen Organisationen gewonnenen Belehrungen lassen sich für das (unter den Maskirungen seiner jedesmaligen Völkergedanken versteckte) Gesellschaftswesen am ehesten aus dem (anatomischen) Seciren seiner einfachsten Erscheinungsformen (wie in den »Kryptogamen des Menschengeschlechts «, den Wildstämmen (oder Naturvölkern), vorliegend) erhoffen, um fernerhin das aus potentiell geschwängerten Keimen (diastatisch) anhebende Sprossen unter den Phasen organischer Ausentwicklung (oder (metaphorisch gleichnissweis) eines » Wachsthumprozesses«] auszuverfolgen, auf höhere') Culturentfaltungen hin: mit der Zielrichtung auf endgültige Abstraction (oder Projection) des Normal- (oder Ideal-) Menschen: wenn das logische Rechnen ein controllirbar bestätigtes Fazit zu ziehen, sich dermaleinst berechtigt fühlen mag, - nach » Erschöpfung der Denkmöglichkeiten«; in einer > Exhaustionsmethode« soweit, bis (zur Vervollkommnung) ein bequemerer Infinitesimalcalcul(den die den » Hausbau am Dache« beginnenden Philosophen voraussetzen zu können meinten) erlernt (oder erfunden) sein wird (in kommenden Tagen), und aus der » Lehre vom Menschen« ihr »Mensch« seine Belehrung schöpft (über die Wesenheit des eigenen Selbst).

9 „Das leidet keinen Zweifel, dass eine neue Welt aufzuleuchten beginnt, dass neue Ordnungen uns umfangen, neue Anfgaben der ganzen Breite der Wirklichkeit zugehen; eine Welt ewiger Wahrheiten und an sich gültiger Werthe wölbt sich in sicherer Hoheit über dem Thun und Treiben, dem Suchen und Irren des Menschen“ (s. Eucken).

Der mentale Gesichtskreis (oder Horizont) der Wildstämme, die Peripherie deutlicher Sehweite für den »Oculus rationalis« in dessen (intellectueller) Visio mentis [oder (in pompöserer Diction) Weltanschauung] —, umschränkt sich durch die nächste Umgebung seiner geographischen Provinz (als Umwelt oder »monde ambiante), während wenn der Bann durchbrochen ist, die historisch freie Bewegung anhebt, indem auf den die geographischen Provinzen verbindenden Geschichtsbahnen fremdartige Einträufelungen herbeigeführt werden, zum Aeugeln mit (friedlich oder gewaltsam) eingeimpften Pfropfreisern, die veredelnd oder degenerirend wirken mögen, je nach den wahlverwandtschaftlichen Affinitäten (bei Auswahl der vicariienden Aequivalente). Auf primärem Niveau ist der Einzelne instinktartig dem Stamm einverwachsen, während, wenn aufgestachelt durch ungewohnte Reize, die individuellen Eigenthümlichkeiten (mit Beginn der » Klassenkämpfe«) sich bethätigen [zu (mehrweniger willkürlich) unbehinderten Willensäusserungen].

Was derartiges aus Entlehnungen aufgenommen ist, wird, der »Lehre vom Völkergedanken« gemäss, nach genau derselben Methode verarbeitet, wie alles sonst ihr vorliegende Material, aber als leitende Maxime gilt dabei die Vorschrift, dass das dem heimischen Boden endogen (und autochthon) Entsprossene in seinen characteristischen Eigeoheitlichkeiten vorher erledigt sei, ehe über das von Ausserhalb (fremdartig) Hinzugekommene die Entscheidung gefällt werden dürfte.

Wie die primären (und embryonalen) Zelltheilungen bei höheren und niederen Organismen gleichähnlich sich wiederholen, so sind in den ethnischen Gedankenwelten (bei den Ausgestaltungen zu Sitten brauch und Mythus) auf unterer Schichtung (eines gleichartigen Gemeinbesitzes) die Elementargedanken vorher stets abzuscheiden, ehe die von den Entlehnungstheorien gestellten Fragen zur Verhandlung kommen können, und insofern ergänzen beide') Forschungsrichtungen sich gegenseitig; obwohl sie im

Zunächst gilt es die Forschungsbahn zu fundamentiren, durch gründliche und grundlegende Specialarbeiten. „Willst Du ins Unendliche schreiten | Geh im Erdenleben nach allen Seiten“ (nach des Dichter's Vers): All the laws of nature and all the operations of bodies, without exception, are known only by experience (s. Hume). Die einzige Aufgabe der Wissenschaft liegt im thatsächlichen Wissen, in der Erforschung der einzelnen Naturerscheinungen“ (s. Virchow), da bei exacter Richtigkeit des Rechnens die Folgerungen aus sich selbst zu folgen haben (und zwar als gesichert bewährte). In allgemeinsten Umrissen erst ist der Horizont (ethnischer Umschau) gezogen, und fern nach klingen seine Harmonien; die nun jedoch jedwed' Einzelnforscher in seiner Fachwissenschaft zu controlliren vermag (je gründlicher vertieft, desto genauer). Und wenn hier stets es stimmt, stets und unabänderlich dasselbe Fazit sich zieht, dann kann die Ueberzeugung gewonnen und befestigt sein (in apodiktischer Beweisführung), für Rechtleitung des Wegs (unter den vielen, die ,,nach Rom führen“).

-) Die vorläufige Annahme einer Entstehung (nicht aus „generatio spontanea“ oder (b. Oken).generatio originaris“, sondern auf dem Entwicklungswege) aus potentiell vor

Uebrigen zwei getrennte Arbeitsfelder anbauen, die Entlehnungstheorien ein topo-geographisches, und die Lehre vom Völkergedanken das noëtopsychologische (mit den daraus fliessenden Weiterfolgerungen).

Aus dem in pantheistischen Systemen als böse') gekennzeichneten Widerspruch der Einzelexistenzen mit dem Ganzen [ohne schon bis zum dualistisch spaltenden Gegensatz im Widerpart, point blanc) fortzuschreiten), ergiebt sich der Rückschlag auf diese, während irdischer Existenz (bis zum Verschwimmen in brahmanischer Absorption).

Bei Uebermächtigkeit der Aussenwelt fühlt der (ihr eingeschobene) Mikrokosmus sich bedrückt im Leiden – in »Dukha« (oder Schmerz), als Grundton auf dem Buddhagama -, wenn getroffen von den Schicksalsschlägen aus dem Unsichtbaren) oder » Adrishta« (eines » Bangsa-alus«), und sucht dieselben durch demüthige Befolgung der von Besserwissenden, (im »magischen Rapport« neurotisch Geübteren), dafür vorgeschlagenen Massregeln abzuwenden; bis, wenn aus Handlungen früherer Existenzen (unter erbsündlicher Verschleppung) hergeleitet, dem Bewusstsein die Befähigung zu selbstthätigem Eingreifen sich spürt, im Moralgefühl (wodurch fortab das Leben geleitet wird).

Den Ausgang religiöser Gefühlsempfindung bildet der (durch neurotische Veranlagung erleichterte) » Rapport« mit der Welt des (oder der) Unsichtbaren: in den an das Unbekannte« (einer > Avidya«) erstgestellten

veranlagten Keimungen] bleibt stets auf der sicheren Seite, da etwaiges Straucheln oder Fehlgehen mit zunehmender Kenntniss all' mitsprechender Einzelheiten, stillschweigend rectificirt sein wird (durch factische Richtigstellung aus dem Sachverhalt), wogegen eine voreilig supponirte Entlehnung alle weiteren Folgerungen von vornherein zu fälschen hat; und weil mit zunehmenden Combinationen mehr und mehr hineingewirrt, desto häkeliger die Schwierigkeiten anhäuft, um daraus wieder rectificirt zu werden: zur Restitutio in integrum zunächst (um auf thatsächlich zurückgewonnener Basis die Arbeit des Construirens nochmals wieder anzufangen).

1) Was unter den Triebrichtungen körperlicher Empfindungen schädlich oder schmerzhaft gespürt wird (das Wohlsein eines Gesundheitsgefühls beeinträchtigend), ergiebt sich bei den Willenshandlungen an den (die Gefühlsempfindungen sprachlich reflectirenden) Denkgebilden (auf noëtischer Sphäre der Gesellschaftsschichtung), als böse oder schlecht, soweit nicht [schlecht (schlicht) und] recht (für die socialen Beziehungen untereinander). Das Gute ist gut, sofern zugleich als das Beruhigende gefühlt (s. Carrière). Die (unbewussten) Empfindungen der Thiere, die (animalisch) zu Trieben anregen, werden erst durch die Niederschau aus humanistisch zoopolitischer Sphäre im Bewusstsein erkannt (aus Doppelung der Eins zu höherer Einbeit). Der Mangel eines allgemeinen Moralprincips in unserer Zeit (s. Kirchner) folgt aus einem „friedlosen Materialismus“ (1877), dem das humanistisch ideale Complement zuzutreten hat (aus actuell noëtischer Psychologie). Gewisse Vorstellungen werden reif durch eine Zeitreihe (s. Goethe), als Ideen der Zeit (daraus entsprossen).

2) Die Handlungen der früheren Existenzen in den Körperwandlungen üben auf die Seele eine (übermächtig) unwiderstehliche Macht aus (s. M. Williams), „called Adrishta“ (because felt and not seen“), in weiterhin moralischer Verantwortung (des Karman).

Fragen, um durch die erwünschte Antwort das verursachte Leid za mildern

»nach des Wunsches Lere« (s. Gerh.) eines Odbin oder (b. Saem.) Osci's und stumpfere Gemüther erhalten die benöthigte Auskunft [über das (der » Mustika «) geziemende Ritual] durch die » Wissenden« oder (auf Pelau) »Medawuk«, als »Fiölkunnigr« (s. Snorri), im Zauber (der Fascinamenta), für den Fetisch (ethnischer Deutung).

Dem aus übermächtiger Natur Ueberkommenden bat der Schwache mit fatalistischer Resignation sich zu fügen, bis die Kraft in sich spürend, die Angriffe erfolgreich abzuwehren: die Natur zu beherrschen, durch Ablauschung ihrer Geheimnisse. Und jetzt erwacht das Bewusstsein eines ethisch befreienden Handelns: den Siegerpreis selber sich zu erringen, aus eigener Kraft; da Jeder (somnia mea«) den Marschallsstab mit sich führt (eignen Glückes Schmied), »Mensch sein, heisst Kämpfer sein« (b. Goethe), vita militia est (den guten Kampf zu kämpfen).

Wie (b. Anaximenes) die Psyche in åñp als mvɛõua umfängt (TepléYETAI), so verschwimmt der durch Einblasung den Erdenkörper belebende Hauch, (als » lebendige Seele« in Nephesch), mit Ruach des Gottesgeistes; und dadurch wurde die aus neuem Testament dem alten angeschlossene Psychologie (statt Pneumatologie) auf ihre Zweifachheit reducirt, mit Ausschluss des Dritten, worin (b. Varro) der » Genius« des Menschen“) dem »Deus« im Universum entspricht (und fortspricht; seit in die Mysterien patristischer Trinität versenkt). Auf »mathematischen Unterlagen des All« (s. Kant) entsprechen aus dem Draussen die »geometrischen« Gesetze (b. Galilei) den arithmetischen des Denkens, im harmonischen“) Einklang (kosmischer Gesetzlichkeiten).

Der durch die Psyche SpentIXÍ (einer »vis vivendi« biologisch) durch die alointixý (der Gefühlsempfindungen) zur (dialectisch) dianoiëtischen erstreckten Entelechie (als ¿véprela cúpatos) tritt (b. Aristoteles) der » Nous« hinzu (ēFwder), als » pars rationalis« (s. Cicero) oder » Animus« (quo carent bestiae) zur Vermählung mit der Anima [eines (windig flattrigen) åvejos], und in den Psychologien der Wildstämme gliedert sich neben der Lebensseele, wie die Traumseele, vielfach auch ein (stoisches) Hegemonikon ab [als Tso oder Ming-Khuam, unter dem Character (oder der Maske, als » Persona«) des Genius wieder), unter verschiedentlichen Verschiebungen (der Seelentheile in ihren Vermögenschaften).

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1) Neben der allgemein höchsten Seele, als Paramatma (Brahman oder Purusha) unterscheidet sich die persönlich individuelle (Jivatman), die bei vedantischer Absorption entschwindet (in weltseelerischen Pantheismus), aber (b. Kapila) ihre Eigentlichkeit bewahrt (durch die (in Prama) erlangte Erkenntniss].

2) Die Seele ist die Harmonie des Leibes (für Simmjas, in platonischen Gesprächen), aktuell die Summe ihrer physiologischen Functionen“ (b. Haeckel), und wenn deren psychische Verlängerungen auf den geistigen Regionen der Gesellschaftssphäre zusammentreffen ent- (oder ver-) nimmt sich (im harmonisch gestimmten Ohr) der (pythagoräische) Sphärensang (aus einheitlichem Zusammenklang kosmischer Gesetzlichkeiten).

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