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obwohl er feinen Anftand genommen, die Moschee (von Metfa) zu Ostindien.

burdwühlen und sich des Sdaßes zu bemächtigen. Wenn er das erEine Probe aus den Biographieen (Taskira's) moderner

fährt, so wird er verlangen, daß Du ihm das Rapital der Summe, Schriftsteller Hindostaus.*)

die Du auf meine Huffah verwendest, in sichere Verwahrung über

gebeft. - Da legte der Huffah.Barbar die Hand auf den Kopf ,,Tana Schab ift der Ehrenbeiname Abulhassan Sdab's bes Rö. und fing an zu weinen. nige, der des Vergnügens Freund war. Er gehörte zu der Zahl der Seit dem Tage rauchte Tana nicht mehr, so lange er Gefan. berühmten Sultane und der Magthaber von hoher Würde in Defan. gener blieb und bis er überging aus dieser vergänglichen Wohnung Obgleich der Ruf der Vergnügungen und Freuden dieses Lebemannes zur Herrlichkeit der ewigen Stätte.

zur Herrlichkeit der ewigen Stätte. – D, Gott! Betrachtet man die und der Ruhm seiner Ergößungen und Luftbarkeiten befannt find bis Dinge mit dem Auge der Gewißheit, so überzeugt man sich, die Welt zum Monde und dem Fisch" (metaphorisde Bezeichnungen der Welt- sei zumal ein Drt des Mübsals und eine Wohnstätte der Verwarnung, Enben, von der þöbe bis zur Tiefe), mlo erscheint es mir dennoc ,,Ein Bers: Wo find die glüdlichen Rodroëß und Jamschede nöthig, Etwas zu schreiben über die Lebendumftände dieser Zierde des Wo ist Kubad? Wo sind Alerander und Darius? Wo ist Raïfâus? Thrones in dem Palafte der Fröhlichkeit und der Fülle von Seelenluft

. Beschaut man mit beiden Augen der Beobachtung diese Männer, die ,,In den Tagen, da Alanguir" (Welteroberer, Beiname des Mon. berauscht waren von ihrem Kange, so kann man ihr Looß nur begolenfürsten Aurangzeb), der in der Unsterblichkeit wohnt, die Adil Dauern und beflagen. Sdahi und die Nisam Scabi ftürzte und fich der Soiba (Provinz) ,,Da der Verstand, zu regieren, in der Eroberung und dem Bes Detan bemächtigte, wurde Abulhafsan Tana Schah nach vielen Ver-fiße der Königreiche, in vollem Besiße der Könige aus erlauchter Abwirrungen zum Gefangenen gemacht. So febrte sich das launijde funft ist, wie vermag dieser Arme (Der Verfaffer) aus dem Winkel, Glück gegen ihn und zeigte ihm etwas anderes, als Vergnügungen den er bewohnt,' fich in diese Sachen misden? Indesjen fagen einige und Luftbarkeiten. Die Freude der Macht war gestört, und anstatt Weisen, daß Aurangzeb, der die Könige von Defan, troß ihrer Vor. der Gesellsbaft fröhlicher Lebemänner, die ihn fonft umgaben, hatte ftellungen, so hart behandelt, der die Moschee von Metta durdwühlt er jeßt nur einen Kreis der Trauer. Indeß ergab fich Tana in die hatte, um daraus den Schaß zu rauben, eine tadelnswerthe Handlung Härte der Lage, die ihm Alanguir bereitet hatte, ließ ihm jedoch drin. fich auf den Hals geladen habe. Gott weiß, welde Bergeltung dieser gende Vorstellungen in Bezug auf den Gebrauch der Huffah (Pfeife) Handlung vorbehalten sei. Noch fann man hinzufügen, daß bei machen: "Ich liebe sie gar sehr; wenn man mir das Rauchen er. Aurangzeb, bevor er Defan erobert hatte, die Auflagen und Steuern laubt, so wird das der Ausbund der Gunft für mich sein."11

aus dieser Landschaft einliefen, und er wurde Søabin Schab (König ,,Da dieser Rabidah (Tana) ein Freund des Vergnügens war der Könige) genannt; und dennoch dünfte ihn die Summe, die er dem und im Rausche des guten Tisces während der act) Pahar vers Lana abquälte, ungebeuer groß, und es beint, daß er burd diese sunten blieb, so wich die Hucca feinen Augenblick von seinem Munde; Maßregel, die er für eine haushälterijoe in der Verwaltung hielt, an er hatte die Gewohnheit, nachdem er eine Pfeife ausgeraucht, den Würde steigen wollte. Pfeifenfopf mit einer Flasche Rosenwasser abzukühlen; dann feuchtete ,,Ein Vers: 11 Die Könige find unterrichtet von den Schwierig. sein Huffah-Barbar" (Diener, dem die Besorgung der Pfeife obliegt) feiten der Herrschaft. Du, armer Unglücklicher, aus dem Winfel, wo den Tabad aus einer Flasde Weidenwasser an. Ergeben wie er die- Du fißeft, bilde Dir nicht ein, daß Du etwas Gutes fagft." fem Genufie war, folief er nur wenig in der Nacht und verbrauchte ,,Kurz, man føreibt dem erhabenen Schab Abulhasan Tana also im Verlaufe von vierundzwanzig Stunden Hunderte von Flasøen Schah, dieses matla” (Anfangsvers eines Gedichtes) uzu: bes ebelften Rosenwassers und der Weidenwasser-Effenz. Diese Um man welche Thür fou id geben, mein Leid zu flagen? Wobin ftände mit all ihren Einzelnbeiten blieben dem Alanguir nicht unbes werd’ ich geben können? Jo will an mein eigenes Herz mich wenden; kannt. Da bat der Radschah durch eine Gesandtshaft in Demuth, es sei für mich mein mihrab” (die Blende in der Moschee, gegen die daß man ihm täglich sechzehn Flaschen Rosenwasser und acht Flaschen man sich zum Gebete kehrt). Weidenwasser bewillige. Nach einigen Tagen lief von Seiten der er mr.Wenn meine Freunde nur ein Wort mir sagen, es wird für babenen Regierung folgende Antwort ein: D, Gott! die Huftab mich ein fühles Zelt in der Sommerzeit sein." weidt nicht von Deinem Munde während der acht Pabar, und durch den Dunft, der fich von dem Drte Deiner Gesellschaft verbreitet, wird

Mannigfaltiges. die Eifersucht gewedt, und der Rauch des Reibes fagt dem trügerischen Himmel, daß unterhalb des firmaments, welcher der Sterblichen spots

Die englische Gesellsdaft. Die Gedulb des lesenden tet

, ein Mensch adt Hutfahs Tabad am Lage und eben so viel in der Publikums würde fiberlic bardh den langathmigen Roman von ChadeNacht raucht, und indem er den Giftqualm in Maffen versdludt, lebt rap, die „Newcomes”, ersdöpft worden sein, wenn es nicht die leidige er in einer ärgerlichen Erschlaffung.""

Luft an Karikaturen babei hätte befriedigen können. Es ist unbegreif„Mittlerweile sprach Alanguir einige Tage nachber: ,,. Es ist eine lid, daß die stolzen Engländer einem Schriftsteller ihre Gunft zuwengroße Versøwendung, feszeba Flaschen Rosenwasser und acht Flaschen den, der sie so gründlich lächerlich magt, der sie nicht nur als überWeidenwasser täglich auf die Hukkahs zu verbrauchen. Inzwischen, da mäßig eitel, hochmüthig und dumm, sondern auch als boshaft und gedas Gefeß das Rauden exlaubt und keine peinliche Vorschrift obwaltet, mein schildert. Einzelne Züge mögen der Wirklichkeit entnommen so wollen wir ihm aus meinem Palafte täglio act Flasden (dicen." sein, aber die ganze englische Gesellschaft kann unmöglich eine solche

,, Tana begnügte fich demnach, fein Herz mit vier gestopften Fraße sein, wie Thaceray und wie mitunter auch im ,,Magazin' defHullahs zu laben und nach jeder ausgerauchten Pfeife eine Flasche Fen Londoner Korrespondent fie zeichnet. Der Drang, bornehm zu zur Kühlung zu verwenden.

fdeinen, ist nach Thaceray die Triebfeder alles Dichtens und Trade ,,Als Aurangzeb das erfuhr, zog er, eatgegen seinem Versprechen, tens in England in Deutschland und Frankreid macht sich eine vier Flaschen ab, und Taua verlangte nun von seinem Hutfah -Bardar ähnliche Tendenz geltend, aber so elende, fo berzlose Mittel zum nur zwei gestopfte Pfeifen. Als nad einigen Tagen die Nation um Zwed hat gewiß vor Ebaderay Niemand für möglich gehalten. Die noch zwei Flaschen geschmälert wurde, ließ er sich nur eine Pfeife Grobheiten, die er seinen Landsleuten sagt, scheinen diesen völlig zu des Tages und Eine des Nachts reichen. Endlich blieben eines Lages imponiren; fie laffen fie fich nicht nur rubig gefallen, sondern idweiauch die leßten zwei Flaschen aus, und von da an wollte er nicht mehr gen auch zu den unzähligen Fehlern und Langweiligkeiten seines Buches. rauben. Nach drei Tagen sprach sein Hukkah-Barbar zu ihm: 1, Dein Es ist ohne Zusammenhang, ohne Spannung, ein fonfuses Durch. ergebener Sklave ist durch die Huld der Zuflugt der Welt (seines einander uninteressanter Personen, deren Lebensgeschichte man dennoch Herrn) in den Stand gefeßt worden, fo viel zu ersparen, daß für Eure ab ovo anhören muß. Es erfordert ein übermensdliches Gedächtniß, Majestät genug da ist, außer den Roften für die Trinkscale, and die um nur die Namen zu untersdeiden und zu behalten, während man von zehn Pfeifen täglich für die Dauer mehrerer Jahre zu bestreiten. lieft. Die Erzählung ist so skizzenbaft, so nachlässig und doch so gräna Er hofft, Eure Majestät werde geruhen, ibm den Befehl zu geben, zenlos weitläufig, daß es faft unmöglich ist, ihr zu folgen. Alles das den Rauchsaal einzurichten, damit das Reis eingepflanzt werde in den haben die Engländer ohne Murren ertragen; es ist nirgends ein Label Boden der Ebre.iv Tana antwortete : ,, Seine Majestät (Aurangzeb) laut geworden, und unsere deutschen Kritifer, die nicht einmal Zeit bekümmert rich angelegentligst um die Vorsdriften des Gefeßes, soo) baben, die waterländisden Erzeugnisse durdzulesen, arbeiten fich müb. *) Uebersepung eines Artifels aus dem hindustanischen Gulshan-i-hind

sam durch die vielen Bände des englisden Schriftstellers und loben iba! (Garten Indiens), von Mirza Ali Khan vder Lutf. Nach Garcin de Taffy.

F. B. . **) So viel wie „Tag und Nacht“; denn jener wie diese wird in vier Pahar getheilt.

*) Die englische Kritik äußert sich nicht so über diesen Liebling der Das ***) Die strengen Muhammebaner enthalten sid, alles kurus in Rieidern men - Lesewelt. Wir werden nächstens Gelegenheit haben, ein von dieser Auficht und Speisen.

sehr abweichendes Urtheil über Thackeray mitzutheilen.

D. R.

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Das System der freiwilligen Werbung macht es in Kriegeszeiten England.

sehr dwierig, das Heer in seiner vollzähligen Stärfe zu erhalten;

was die Engländer erst neulich wieder erfahren haben. Wir sehen, Das euglische Heer, nach amerikanischer Darstellung.

daß iegt, wie unter Wellington, 30 - 40,000 Mann das Marimum Aus der Rundschau über die europäisden Heere von einem Ameria ift, was sie auf einem Kriegsschauplaße konzentriren können; und ba kaner in Putnam's Montbly, die in unserem Blatte fürzlich mitgetheilt fie ießt nicht Spanier, sondern Franzosen zu Verbündeten haben, so wurde, heben wir noch, als das Interesse des Tages nahe berührend, verliert sich fast die ,, heroisde kleine Truppe" in dem alliirten Heere. ", den Artikel über das britische Heer heraus:

Eine einzige Einrichtung im britischen Heere genügt vollkommen, ,,Das britisde Heer bildet den därfsten Gegensaß zum fran: die Volfssdicht, aus welcher der britisde Soldat geworben wird, zu zöfischen. Worín das französische start, ist das englische (dwach, und darakterisiren: die Strafe des Peitschend. Im französischen, umgekehrt. Wie Alt-England selbft, so ist sein Heer unter üppig preußischen und verschiedenen anderen Heeren kleinerer Staaten besteht wuchernden Mißbräuchen verrottet bis ins Herz hinein. Alles scheint keine förperliche Züchtigung, und felbst in Desterreich, wo die Angedarauf abgesehen, jeder Möglichkeit, zu einem vorgesteckten Ziele zu worbenen meist Halbbarbaren sind, bestrebt man sich augenscheinlich

, kommen, vorzubeugen. Durch einen unerklärlichen Zufall taucht unter sie abzuschaffen; so ist das Spießruthenlaufen aus dem Kriegsgesegbuch einem Wuft verjährter Erbärmlichkeiten die fühnfte Verbefferung auf. gestrichen. In England dagegen wird die ,, Neunschwänzige" – ein Und doch, so oft die plumpe, frarrende Maschine ind Werf gefeßt Marterwerkzeug, das der russischen Kaute um fein Haar breit weicht wird, so thut fie hin und wieder ihre Sculdigkeit.

in voller Kraft gehandhabt. Seltsam, so oft im Parlamente eine Reform Die Organisation des britischen Heeres ift fdnell beschrieben: des Militair-Gefeßbuches besprochen wurde, waren es die alten Haus Es besteht aus drei Regimentern Garde-Infanterie, fünfundachtzig Re- degen, und feiner eifriger als Wellington, die sich an der Neunschwängimentern linie, dreizehn Regimentern leichte Infanterie, zwei Ne- zigen fest anflammerten. Ein ungepeitsdter Soldat ersdien ihnen als gimentern SGüßen. Während des gegenwärtigen Krieges haben die ein Ungeheuer, mit welchem nichts anzufangen sei. In ihren Augen Garde-Schüßen und einige andere Regimenter drei, die übrigen zwei waren Tapferkeit, Mannszucht, Unbesiegbarkeit aussáließlich die Tu. Bataillone; eine Compagnie in jedem bildet das Depot. Die Re- genden eines Menschen, der die Narben von mindestens funfzig Streikrutirung reicht jedoch knapp aus, die durch den Krieg verursachten chen auf seinem Rüden trägt. Lüden auszufüllen, und von dem zweiten Bataillon fann man faum Nicht zu vergessen, die Neunschwänzige ist nicht blos ein Werfsagen, daß es vorhanden sei. Der jeßige Effektivbestand der Gesammt zeug, das schmerzliche Wunden sølägt - es zeichnet durch die zurückInfanterie übersteigt gewiß nicht die Ziffer 120,000.

gelassenen Narben den Mann fürs Leben; es brandmarkt, ja, felbft bei Für die reguläre Truppe bildet die Miliz eine Art Reserve oder seinen Kameraden im britischen Heere zu ewiger Schmach. Und dieses Pflanzschule. Sie hatte nach einer Parlaments - Akte 80,000 bes Mittel, das nach der Meinung seiner Bertheidiger die Mannszucht tragen, zählt aber gegenwärtig nur 60,000. Nach dem bestehenden aufrecht erhalten soll, richtet sie gerade dadurch zu Grunde, denn fie Gefeß kann sie in den Kolonieen freiwillig dienen, aber nicht auf die zerstört das edle Selbstbewußtsein, den point d'honneur in dem Sdladytfelder außer Landes geführt werden. Sie ist daber nur zu verwenden, die Garnisonen der Linie in Korfu, Malta, Gibraltar und Daraus erklären fich zwei Thatfachen: Zuerst die große Zahl eng. vielleicht späterhin in nod ferneren Niederlassungen abzulösen. lischer Ueberläufer vor Sebaftopol. 3m Winter, als den britischen

Die Kavallerie zählt drei Regimenter Garde- Kürassiere, fecus Soldaten die übermenschlide Aufgabe zugemuthet wurde, die LaufGarde.Dragoner, drei schwere Dragoner, drei leichte Dragoner, Fünf gräben zu bewachen, bekam die Peitsøe, wer nicht 48–60 Stunden Regimenter Husaren, vier Regimenter lanziers. Das Regiment auf ununterbrochen wadh bleiben konnte! Männer, die fich in den laufdem Kriegsfuß soll außer einem Depot aus vier Sdwadronen zu gräben als Helden erprobten, die, troß ihrer Führer, den Tag von 250 Mann bestehen. Einige Regimenter rüdten in dieser Stärfe Infjerman gewannen, zu peitsden! Aber die Kriegsartifel ließen keine aus; allein der Winterfeldzug in der Krim, der fopflose Angriff bei Wahl. Der beste Somdat im Heere, von Anstrengung übermannt, mußte Balaklava, der Mangel an Refruten brachten sie durchgehends auf den Rüden herhalten, und entert, wie er war, lief er zu den Ruffen. den alten Friedensfuß herab. Shwerlich zählen die fechsundzwanzig Rann es ein mächtigeres Argument gegen diese Menschenscinderei Regimenter 10,000 Reiter oder duroshnittlich vierhundert Säbel. geben? In keinem früheren Kriege kamen in irgend einem Heere

Die Artillerie besteht aus einem Regiment Fuß-Artillerie (zwölf solche massenhafte Ueberläufer zu den Russen vor; sie wußten, daß fie Bataillone mit fechgundneunzig Batterieen) und einer Brigade reitende hier schlimmer als zuhause behandelt werden. Dem britischen Heere Artillerie (sieben Batterieen und eine Rafeten-Batterie). Sede Bat. war es vorbehalten, ein so reiches Kontingent an Ueberläufern abzu. terie hat fünf Kanonen und eine Haubiße; bei jenen ist das Kaliber geben, und nach der Aussage der Engländer selbft war es die Peitsche, dreis, sechs-, neun-, zwölf- und achtzehnpfündig, bei diesen 4, 41, 5.5, die sie zum Feinde trieb. Die zweite Thatfache ist das Fehlíolagen 8 300. Jede Batterie hat überdies zwei Musterfanonen von faft des Bersuche, eine Fremden-Legion unter den Bedingungen des brie jederartigem Kaliber, idwere und leichte. Im Ganzen aber sind die tischen Militair-Roder aufzuridten. Die Nicht-Briten sind etwas fißNeunpfünder und die fünftehalbzölligen Haubißen (Vierundzwanzig- lich auf dem Rüden. Die Aussicht auf die Peitsche überwand das pfünber) in der britischen Artillerie neben den sechs- und zwölfpfün. Gelüften nach dem hohen Handgelde und der guten Besoldung. Bis digen Rafeten allgemein eingeführt.

Ende Juni waren erft tausend Mann eingeschrieben, wo man funfzehnDa das britisde Heer auf dem Friedensfuß nur den Stamm für tausend Mann brauchte. Und gewiß, follten es fich die Oberen einden Kriegsfuß bildet und' da es sich nur durch freiwillige Werbung fallen lassen, auch bei diesen tausend Taugenichtsen die Raße einzaergänzt, so ist seine wirkliche Stärke in einem gegebenen Momente führen, dürften sie sich auf einen Sturm gefaßt machen, dem sie entniemals genau zu bestimmen. Nach einem ungefähren Ueberschlag weder nachgeben, oder die legion auflösen müßten. dürfte das Heer gegenwärtig bestehen aus 120,000 Mann 3nfanterie, Uniform und Rüftung der britisben Soldaten sind ein Mufter 10,000 Mann Kavalerie, 12,000 Mann Artillerie mit 600, Kanonen von dem, was sie nicht sein sollten. Bis zur Stunde ist die Solda(von welchen nicht ein Fünftel bespannt ist). Von diesen 142,000 Mann tentradt dieselbe, wie sie bis 1815 in allen Heeren im Gebraud vor; sind etwa 32,000 Mann in der Krim, 50,000 in Indien und den Ko- feine Verbesserung wurde zugelassen. Der alte schwalbenschwänzige lonieen und der Rest von 60,000, wovon die Hälfte noch ungeschulte, Frad, durch garstige Aufsohläge verunstaltet, zeichnet noch immer den die andere Hälfte in der Einübung begriffene Neuangeworbene find, britischen Soldaten vor jedem anderen aus. Die Hosen sind knapp und in der Heimat. Dazu kommen noch 60,000 Mann Miliz. Die Pen- unbequem; noch immer herrscht die Kreuzfuppel, welche Bajonettsdeide, fionirten, die berittene Leibgarde und andere 'Corps, die zum aus. Cornister und Patronentase festhält, in fast allen Regimentern por. wärtigen Dienst nicht herangezogen werden, kommen gar nicht in Anschlag. Die Reiterei ift pafsender und weit feiner gekleidet; aber doch ift Alles

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zu knapp und unbehaglich. Ueberdies ist das englisce das einzige Volf, anderswo kaum einem Aspiranten zu einer lieutenantsstelle nachsehen das in seinem Heere den nstolzen rothen Rod", wie Napier ihn nennt, würde.

würde. Ein Bericht über Chatsachen wird in einer schlotterigen, un. beibebalten hat. Dieser Rod, der dem Soldaten das Ansehen eines geschäftsmäßigen und unsoldatischen Weise gegeben – kurz, man erkennt aufgestußten Affen giebt, soll, wie behauptet wird, durch seinen blen. daraus, daß der Søreiber seiner Sache nicht gewachsen ist. Nar wee benden Glanz Shređen unter die Feinde verbreiten. Du lieber Gott, nige ehrenvolle Ausnahmen sind zu merken: Napier's ,,Halbinselkriego wer jemals einen ziegelfarbigen Trupp englischer Soldaten gesehen und Howard Douglas' ,,das Flottengeschüßwesen'' fteben in erfter Reihe. hat, wirb gestehen, daß ihre Röcke nad einem vierwöchentlichen Ge Die Verwaltung in all ihren Zweigen ist im traurigften Zustande, braud in uns weit eber die Vorstellung der Schäbigkeit, als des wie die Erfabrung in der Krim gelehrt hat. Von dem Bestreben, fie Shredens hervorrufen, und daß jede andere Farbe bei weitem durch Centralisation zu verbessern, läßt fico, fo lange die Civil-Bermehr Sdređen einflößen würde, wenn sie gegen Staub, Roth urd waltung und das ganze Regierungsgetriebe dasselbe bleibt, wenig Gu. Näffe Stand hielte. Die Dänen und Hannoveraner, die den rotten tes erwarten. Rod angezogen hatten, legten ihn bald wieder ab. Der erste Feldzug Bei all diesen Mißgriffen, Irrthümern und zwedlosen Lebensverin Schleswig bewies den Dänen, daß der rothe Rod und die weiße luften, die uns im Vergleid mit anderen Heeren unter gleichen UmKreuzkuppel dem Feinde ein todbringendes Ziel bieten.

ftänden in Staunen seßen, schleppt sich das britische Heer dennoch durch Die neue Uniform Ordnung brachte den preußischen Waffenrod, einen Feldzug, wenn auch ohne Erfolg, doch ohne Schande; selten erden österreichischen Tidako für die Infanterie, ben preußischea Helm fährt es einen Rüdftoß, nie eine völlige Niederlage, davor fchüßen für die Kavallerie; die Kreuzkuppel, die rothe Farbe und die knappen es die persönliche Bravour, die Zähigkeit, die Mannszugt und der Hosen sind geblieben, und der englische Soldat nimmt sich nach wie blinde Gehorsam. So plump, unwissend und bülflos der britische Solpor wunderlich genug unter den anderen europäischen Heeren aus. dat fid gebahrt, wenn er auf seine eigenen Quellen angewiesen ober

Eine Verbesserung jedoch, die alles übertrifft, was in anderen zum Dienst der leichten Truppen aufgerufen wird, fo übertrifft ibu Ländern für eine Vervollfommnung des Heerwesens geschehen ist, fam Keiner in georbneter Schlacht, wenn er in der Masse agirt. Seine in der britischen Armee zur Ausführung: die Bewaffnung der Infans farfe Seite ist die Action in der Linie. Eine englische Schlachtlinie terie mit der von Pritchard vervollkommneten Minié- Büchse. Wie thut, was vor ihr kaum jemals von einer anderen Infanterie gethan die abgelebten Männer an der Spiße des britischen Heeres, Männer, worden: Sie nimmt die Kavallerie in ihre Reifen auf, bleibt im die im Allgemeinen in ihren Vorurtheilen erstarrt sind, zu einem fo Anjólage bis zum legten Moment und giebt dem Feinde, wenn er sich führen Entschluß kommen mochten, ist schwer zu erklären; aber sie tbaten auf vierzig Schritt genäbert hat, die volle ladung und bei jeder Wiees und berdoppelten dadurch die Wirksamkeit ihrer Infanterie. Es ist derholung mit vollkommenem Erfolg. Keine Truppe feuert in dem äußerft außer allem Zweifel, daß bei Intjerman die Minié-Büchse durch die fritischen Moment mit folder Kaltblütigkeit. So warfen die Hoctödtliche Sicherheit und größere Kraft ihres Souffes den Tag zu Guns länder in Linie die ruffisde Ravallerie bei Balaklava zurüd. Die uns ften der Engländer entsdied.

beugsame Zähigkeit dieser Infanterie zeigte fich nirgends in größerem Die Ravallerie befieht aus schönen, wohlberittenen Männern, und Vortheile, als bei Intjerman, wo die Franzosen unter gleichen Umwas sie leisten kann, hat sie bei Balaklava gezeigt. Allein im Gan- ftänden unfehlbar den Kürzeren gezogen bätten; dagegen hätten fich zen ist der Mann für sein Roß zu schwer, und ein thätiger Feldbienft diese nimmer in einer solchen Stellung überraschen lassen. Diese Feftigvon wenigen Monaten bringt daher die britisme Reiterei auf Null feit und Zähigkeit in Angriff und Bertheidigung haben das britische herab. Davon hat uns die Krim ein frisches Beispiel geliefert. Wenn Heer von mancher wohlverdienten und durch unfähige Offiziere, burd man das Maß eines schweren Kavalleriften auf fünf Fuß fechs 300 unverständige Verwaltung, durd schwerfällige Bewegungen abfiötslos und eines leichten auf fünf Fuß vier oder zwei Zoll reduzirte, so würde vorbereiteten Niederlage gerettet.“ der Fall nicht eintreten, daß die zu berdwerten Pferde zusammenbrechen, bevor sie noch gegen den Feind geführt werden. Auch bei der Artillerie sehen die Engländer mehr auf Größe und

Frankreich. Stattlichkeit, als auf eine gedrungene und unterfeßte Statur, die fich

Ueber die öffentliche Ernährung, die Cerealien und das Brod. für einen tüchtigen Artilleristen so sehr eignet. Ihr Schießmaterial ist vom ersten Range. Ihre Kanonen sind die beften in Europa: ihr

(Fortseßung.) Pulver ift anerkannt das ftärffte in der Welt; Kugeln und Bomben In Frankreich giebt es leider noch sehr viele Anhänger des alten von einer sonst wo unbetannten Glätte. Adein keine Artillerie wirb Solendrians, bei denen jeder gute Rath in den Wind gegeben wird, von Offizieren fommandirt, die so geringe Berufsbildung baben, als wenn nicht das Beispiel eines Nachbars, der mit Hülfe der oben andie englisde. Ihre Renntniß geht selten über die Elemente der Artil- gegebenen einfachen Vorkehrungen fich eine bessere Veradte fichert, fie lerie-Wiffenschaft hinaus, und im Praktischen ist das Handhaben eines zur Nachahmung spornt. Hoffen wir, daß die Grundbesiger, die ver. Feldftüdes alles, was fie, und auch das nur unvollkommen, verstehen möge ihrer Stellung und Bildung hier den Vortritt zu nehmen beZwei Eigenschaften zeichnen Soldaten und Offiziere in der britischen Armee rufen sind, nicht lange auf sich werden warten lassen. aus: ein ungewöhnlich gutes Augenmaß und große Rube beim Feuern. Die Ereigniffe des gegenwärtigen Jahres veranlafsen uns, hier

Im Ganzen liegt die Wirksamkeit des Heeres burch die theore ein Wort über die Hülføquellen zu sagen, welche der Cerealienbau der tisde und praktische Unwiffenheit der Dffiziere sehr im Argen. Die Consumtion verheißt. Die Hoffnung, die eine von mildem RegenPrüfung, der sie jeßt unterworfen werden sollen, ift lächerlich genug: wetter begünstigte rasde Entwidelung der Saaten erwedt hatte, haben Ein Oberft über die drei ersten Bücher des Euklid eraminirt! Allein sich leider beim Ausdrusch nicht verwirklicht. Erst da bewährten fich die englische Armee ift Hauptsächlich dazu da, die jüngeren Söhne die trüben Besorgnisse, die durch einige örtliche Beobachtungen hervorber Aristokratie und Gentry respektabel unterzubringen, und das Bil gerufen worden. Die hohen, dichtgedrängten Halme mit ihren zahldungsmaß der Offiziere richtet sich daber nicht nach den Erfordernissen reichen großen Aebren gaben allerdings, als sie unter der Sense fielen, des Dienftes, fondern nach dem Minimum von Wiffen, das gemein- die erwartete Menge Garben; allein der Körner-Ertrag nach dem Dresden bin bei einem , gentleman”. vorausgesegt wird. Und so ungenügend, bot nur die Hälfte, höchftens zwei Drittel einer gewöhnlichen Aerndte. wie das theoretische Wiffen, ist das praktische Können. Der britisde Die Beschädigung der Halme und Blüthen - Organe durch Insekten Dffizier glaubt nur eine Pflicht zu haben: am Súlachttage feine oder Kryptogamen hatte das Korn auf die eine oder andere Weise Leute strads gegen den Feind zu führen und ihnen das Beispiel von verleßt, daher der bedeutende Ausfall beim Dresohen. Man hatte Bravour zu geben; die Gewandtheit, in der Leitung der Truppen ben volle Garben und leere Scheunen. Kein Wunder, daß die Getraides günftigen Moment zu ergreifen und dem Uehnliches, muß man von preife gestiegen sind und noch immer fteigen werden. Sehen wir nun ihm nicht erwarten; fich um seine Leute und ihre Bedürfniffe zu tüm- zu, von wo dem Bedarf die Hülfe fommen kann. mern, kömmt ihm nicht in den Sinn. Die Hälfte der Unglücksfälle In Frankreich wird der Ausfall durch die Kartoffel- Aerndte gee der Briten in der Krim rührt von der allgemeinen Unfähigkeit der bedt werden. Wohl waren den Hoffnungen, welche die Landleute auf Dffiziere her. Da fie indessen größtentheils leidenschaftliche Jäger die treffliche Vegetation dieser Frucht gegründet, neue Besorguiffe ges find, fo befißen sie die instinktartige und rasche Auffassung der Ter folgt; glüdlicherweise haben sich diese nicht bewährt. Die Thatfade, rain-Vortheile des Waidmannes.

die diese entgegengelegten Strömungen der öffentliden Meinung hers Die Untüchtigkeit der Offiziere erzeugt nirgends größeres Unbeil vorgerufen hat, ist in der Krankheitsgesdichte dieser Pflanze bemer. als beim Stabe. Da fein regelmäßig gebildeter Stabkörper eriftirt, kenswerth. Die Wachsthumsperiode derfelben verlief unter den günTo bildet jeder General seinen eigenen Stab aus den Dffizieren des ftigften Witterungsverhältniffen und schien ihr Souß gegen Krant. Regiments, die in jedem Zweige ihres Berufes unwiffend find. Ein beits-Unfälle zu verbürgen. Da plößlich fündigten die welten, anfango solcher Stab ift sqlimmer, als feiner. Das Refognosziren namentlid gelblichen, später braunen Stengel und Blätter den Einbruch der ges geschieht ftets in der lüderlichften Weise, wie fich von Männern er. fürchteten Geißel an. Schon hatte sich durch die landwirthschaftlichen warten läßt, die nicht wissen, was fie zu thun haben.

Vereine, wie durch die Lokalblätter die betrübende Kunde nad allen Zeugniß von dieser Unwissenheit giebt die friegswissenschaftliche Ridtungen verbreitet: als man glüdligerweise darauf kam, die Knol= Literatur. Nigt ein Werk, das nicht von Fehlern wimmelte, die man len zu untersuchen, die sich dann als gesund zeigten. Die Verndte

gesunder Kartoffeln wird also im Allgemeinen reichlicher ausfallen, até ftanzen, jener enthält davon ein Zwanzigstel, biefer ein Zwölftel des man gehofft hatte. Zu dieser Fülføquette kommen noch der eben fo Gesammtgewichts; der Reis ift am ärmften an ftidftoffigen, fetten und reibliche Ertrag ber Hülsenfrüchte: Bobuten, Erbsen u. f. w., unb berfalzigen Subftanzen und bietet baber das dürftigfte und unvollftäntbigfte verfügbare Ueberschuß der Cerealien- Aerabte iu Algerien. 3nbeffen Nahrungsmittel. würde das alles nicht ausreichen, den Ausfall von sechs bis fleben Mil. Die Rieie enthält vierzig Prozent underbauliche Subftanz, uno lionen Hektoliters (1154—134. Millionen Berliner Scheffel) zu deden, man follte nur meinen, es könnte darüber gar kein Streit fein, daß wenn wir nicht auf den auswärtigen Handel zu zählen hätten. Der bie Vorzüglichkeit des Mehis eben in der gänzlicher Befreiung von Seehandel, von allen Hemmketten befreit, wird, durch die hohen Ges jenem zur Ernährung untauglichen Stoff beftehe. Dem ift aber nicht traidepreise angefeuert, feine Speculation nad Amerifa richten, wo so. Noch zur Stunde giebt es ausgezeichnete Physiologen und Cheder diesjährige Ueberschuß unseren Ausfall um das Vierfache über mifer, die uns zum Gebrauche des Brobes, das noch die gesammte fteigt, wo der Mais-Ertrag an die zweihundert Millionen Hektolitres Kleie enthält, zurüdführen möchten! Sie gründen ihre Ansicht auf (3850 Millionen Berl. Soeffel) reicht. Aegypten fann ziemlich ftarke die übrigens wahre Thatsache, daß in der Kleie phosphorsaure und Quantitäten Körner liefern, die, zwar fabrläffig geärndtet, durch die andere Salze, organisde, fticftoffige, fettige, ftärkemehlige, gummige, geldidten Apparate unserer Müller aber gereinigt, auch in der Qua- bie Berbauung befördernde Substanzen vorhanden feien. Auf dieses lität befriedigen werden. Aus Sicilien, dessen Regierung wohl nicht "Argument erwiedern wir: Allerdings enthält die Kleie Substanzen, lange zum Nachtheil der Gutsbefißer das Berbot der Ausfuhr aufrecht die das Stărfemehl flüssig und die Verdauung geschidter macht, und balten wird, dürfte mit einem Aerndte- Ueberfouß einen erkledlichen wäre der Mensd genöthigt, hauptsächlich und fast ausschließlid vom Beitrag an den Handel abgeben. Außerdem haben Spanien und die Brode zu leben, dann müßte es das Gesammtprobuft der Mühle, Rern Türkei fonftatirte Aernbte-Ueberschüffe, welche die Lüden in Frankreich und Scale, Mehl und Rleie, enthalten. So ift es aber nicht, oder und England werben ausfüllen helfen

follte nicht sein in einem civilifirten Lande, felbft nicht unter den arWir haben nur das Getraide von der Aussaat bis zur Aerndte beitenden Klaffen. Hier muß im Gegentheil die Nahrung, wenn sie verfolgt; eine weitere Reihe von Dperationen forbert in gleicher Weise träftigend, wohlschmeđend, ja, selbft aus Dekonomie, außer dem Brode die Intervention der Wissenschaft.

und dessen Aequivalenten (Kartoffel, Reis, Maid) auc animalische Sub

ftanzen: Fleifo, Fifde, Eier, Räfe, begreifen. Auf das Brod allein II. Das Mabren des Getraides.

beschränkt, würde ein hartschaffender Arbeiter täglid etwa 44 Pfund Um gewiffe Urfaqen der Verschlechterung der Körner, die Be derzehren und im Verhältniß zu seiner unvolftändigen Nahrung ober bingungert eines wirksamen Einfaltens, die Hauptergebnisse der einer mühsamen Berbauung einen Theil seiner Kräfte verlieren. Nimmt verschiedenen Mahlsysteme zu begreifen, ist es nöthig, den Bau der er aber nur 4 Pfund Fleisở zu Hülfe, fo braucht er nur 2 Pfund Körner und die eigenthümliche Zusammenfeßung jedes einzelnen Theis Brod, und doch ift feine Kost volftändiger, gesunder und kräftigender, les berselben zu tennen. Wir nehmen ein Weizenforu als Beispiel, was durch zahlreiche Thatfachen beftätigt wird. Die englischen Unterdenn dieses unterscheidet sich von den anderen Cerealfrüchten nur durch nehmer von Werfen, die anftrengende und dringende Arbeiten forbern, ben verhältnismäßig größeren Kleberbestandtheil.

machen ihren Arbeitern die gemischte Diät von vegetabiler unb aniDas Rorn hat einen äußeren Theil, die fehr biegsame Rinde oder malischer Roft zur Pflicht. Aus nod ftärferem Grunde ift der wohl. Hülse - fie giebt die Kleie - und einen inneren Theil, den mebligen, habende Theil der Bevölkerung nicht aussòließlich auf das Brod an. zerreiblichen Rern. Die Geschidlihfeit des Müllero besteht nun darin, gewiesen. In diesem Falle nun, der mit dem Fortschritt der Induftrie die Klete fehr fein und so breit abzuschälen, daß fie in dem Beutel allgemein werden muß, wird man unbestritten einräumen, daß es vortheil. zurüdbleibe, und ein möglichft weißes Mehl zu gewinnen.

baft ist, votlig von aller Kleie gereinigtes Mehl zum Brobe zu nehmen. Nad der Methode des Weißgriesmablens (mouture à gruaux Die Neigung, ja, man könnte faft sagen, der natürliche Trieb, drängt blancs) - beim weiden oder lieber balbharten Weizen anwendbar die Bevölkerung in diese Richtung, und es ift kein Grund vorhanden, zerreibt man das Korn zwischen den etwas von einander gerückten es zu bedauern; denn die aus der menschlichen Nahrung ausgeschiedene Mühlfteinen, um dann durd wiederholtes Beuteln und Sieben die Kleie giebt den grasfreffenden Thieren ein Futter, nach dem fie begierig Kleie defto beffer auszuscheiden. Der so zubereitete, vom Staubmehl find, das sie beffer als wir verbauen und in Mild und Fleiso verwanund von aller Rleie befreite Gries wird nun von neuem auf den deln, in eine Koft, die den Berbauungskräften unseres Drganismus Mühlstein gebracht und zu jenem schönen Mehl mit geschmeidigem und unserem Gesamac weit besser zusagt. und febr dehnbarem Kleber gemahlen, aus welchem die sogenannten Nach diesen Grundfäßen haben die Verpflegungs-Behörden ber Griesbrobe mit febr weißer Krume gebaden werden.

Armee und der Marine bie Rleie in dem Brob für die Truppen und In der Weizenfrudt find in versdiedenen Verhältniffen fechs die Sdiffsmannschaft allmählich vermindert and endlich ganz verbannt; Haupt- Ingredienzien von Nährstoffen, die, außer dem Kleber, fich in zugleich beseitigten sie eine der Haupt-Ursaden zur Entwidelung des den anderen Cerealien wiederfinden:

ungefunden Verschimmeins der Brode: die Gährung durch Sauerteig. a) Die Stärte, als respiratorischer, wärmezeugender Nährstoff an

(Schluß folgt.) gesehen, eine organisde, weiße, faulige, meblige Subftanz, die

den größten Theil der Frucht ausmat. b) Die fti&ftoffigen Subftanzen (Kleberftoft, Faferftoff, Räfeftoff,

Vorlesungen des Herrn Philarète Chasles in Berlin, Eiweißftoff), bie eine solche Analogie mit den weidhen Theilen des thierisden Drganismus haben, daß fie in ihrer Zufammenfeßung Bei dem öffentlichen Unterrichte ist e$ nothwendig, daß Lehrer und faft identisch mit denfelben find. Diese Stoffe, die fich unseren Zuhörer an einander gewöhnt sind und fic genau kennen. Daduro Organen affimiliren, gelten daher aus für vorzugsweise nahrhaft, wird vielen Mißverftändniffen und ungerechten Urtheilen vorgebeugt; und dürd das Verhältniß, nad welchem fie in den Nahrungsmitteln dadurch besonders entsteht auch jene Sympathie, die dem Unterrichte enthalten sind, wird der Werth der leßteren beftimmt.

so sehr förderlich, ja, gewiffermaßen unentbehrlich ift. Diese Betracc) Das Dertrin, eine auflöslide, etwas fchleimige Subftanz, von tung wurde uns durch die Vorlesungen eingegeben, die Herr Philarète

derselben Zusammenfeßung und Nahrung wie die Stärke, nur ift fie Chasles über den „Roman im neunzehnten Jahrhundertam noch verbaulicher.

hiesigen Drte gehalten hat, und wovon die leßte am Sonnabend den d) Die Fettfubftanzen, den verschiedenen Pflanzen-Delen analog; 1. Dezember stattfand.

ihre Beftimmung, ift die Atmungs-Drgane zu ernähren ober, nad Da der französische Gelehrte seine Zuhörer nicht fannte, fo hat er Umftänden, die Fettsecretionen zu vermehren, d. h. das Fettwerden ihnen, troß des beften Willens, manche Beranlassung gegeben, an dem zu fördern.

Gebotenen Ausstellungen zu machen. Man fieht es z. B. bet uns nicht e) Der Zellfioff in dünnen Häutchen, der das Gewebe der Pflanzen gern, wenn der Lehrer zu subjektiv ift, fich häufig über fich, seine Pers

und vielleicht im zerseßten Zuftande zum Theil als respiratorisches fönlichkeit, seine Abfichten ausspricht, wie es hier öfter gefah. Auch Nährmittel die Stärfe oder das Dertrin ausmacht.

bat Herr Chasles Manches als bekannt vorausgeseßt und unberührt f) Die alkalischen und erbigen Salze, namentlic phosphorfaurer Rait gelafsen, was die Zuhörer gern erwähnt oder näher erklärt gefebert

und phoophorfaure Magnesia, die in ihren Bestandtheilen identisch hätten. Er hat hingegen Mehreres ausgelegt, wie, um nur Eines anfind mit den phosphorfauren Salzen, die einen Bestandtheil der zuführeti

, den Geist und den Einfluß Goethe's, was man genauer fannte, Knochen bilden und also ihrer Natur nach sich denselben affimilirett; als er, oder wenigftens ganz anders auffaßte und beurtheilte. Andererihre Bestimmung wäre demnach, in dem feften Theile des thies" seits ift das hiesige Publikum an die Methode des böheren Unterrichts rischen Organismus die Verlufte zu erseßen oder die Entwicelung in Frankreich nicht gewöhnt. Die franzöfisden Gelehrten haben z. B. zu befördern.

oft die Eigenthümlichkeit, einen speziellen Gesichtspunkt als Grundlage Vergleicht man die Verhältnisse dieser verschiedenen Beftandtheile eines Buches oder einer Vorlesung anzunehmen, um durch denselben in den verschiedenen Cerealien, so ergiebt sich Folgendes:

Atles erklären zu wollen. Die Grund-Idee des Herrn Philarète Chables Der Weizen, besonders der Harte, ist am reidoften an fticftoffigen oft nun der Einfluß der englischen und deutschen Literatur auf die frana Nahrungsfubftanzen; þafer und Mais find am reichften an Fettsub zöfifoe feit der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts and fogar seit

längerer Zeit. Dieser Einfluß aber ift nach ihm eigentlich nur eine Ch. Nodier, A. de Vigny, A. de Muflet, X. de Maistre, einen Theil Seite einer viel allgemeineren Chatsache, der burd den Fortschritt der der Zeit gewidmet bätte, die er mit gewissen, zwar sehr pikanten, doch Zeit immer innigeren Annäherung und, so zu fagen, der allmähligen etwas langen Erzählungen und Belgreibungen ausgefüllt hat. Man Berschmelzung (exceptis excipiendis) der drei Hauptvölfer Europa'$. glaube nicht etwa, daß wir diese Episoden tadeln wollen; weit entDiese zdee, beren Werth wir nicht besprechen können, mag sehr inter- ferut davon, finden wir, daß dieselben mit der Art des Vortrages den effant fein; fie reicht aber gewiß nicht hin, den Geist, die Tendenzen, Vorlesungen ihren größten Reiz verlieben haben, und dies ist die überhaupt ben Charakter des modernen „Romans“ zu erklären, und zweite, die angenehme Seite des Eindrucs gewesen, den sie auf uns der Vorwurf der Einseitigkeit trifft unvermeidlich den geiftreichen Reds gemacht haben. Herr Philarète Challes ist in den individuellen, pitner. Dieser bei französischen Gelehrten fehr häufig anzutreffende Feh, toresfen, anekdotischen Details unübertrefflich, und er weiß sie so geiftler hat sehr verschiedenartige und tief liegende Ursachen, auf die wir reich und besonders so lebendig anzubringen, daß, wie ein junger Mann vielleicht später zurüdkommen werden.

von vielem Geifte uns sagte, man gleich daraus ein Bild magen Derselbe findet fich häufig in Begleitung einer anderen Gewohn- tönnte. Was den Vortrag betrifft, so möchte es schwer halten, wie es beit, welche dem Deutschen eben so wenig gefallen kann, der nämlio, scheint, einen angenehmeren zu baben. Es ist viel anregender, aus einen wissenschaftlichen Gegenstand als ein Thema zu allerlei Abschwei- dem Stegreife zu sprechen, wie Herr Chasles und die französisben fungen zu gebrauchen, so daß der Lehrer de omnibus rebus et quibus-· Professoren es gewöhnlich thun, als. ein Heft abzulesen. Der Ton dam aliis spricht. Diese ganze Art hat nun mehrere Zuhörer des Herrn felbft und die Sprache waren gleich entfernt von Trivialität und Chadles irre geführt und bewirkt, daß fie den Vortragenden der Ober von einem pedantischen Bornehmthun, rein, elegant, natürlich und flächlichkeit beschuldigten. Doch ist dieser Vorwurf, unserer Ansicht einer Unterhaltung ähnlich. Die Geschidlichkeit endlich, mit welcher der nach, hier durchaus nicht verdient und gerechtfertigt. Einen solchen Redner von einem Gegenstand zum anderen gleichsam hinüberglitt, mit Gegenftand in sechs Borlesungen zu behandeln und dabei alle Aus einem Worte, die schwere Kunst der Uebergänge, die Herr Chasles in sprüche zu begründen, das war eine Aufgabe, die Niemand zu lösen im hohem Grade befißt, verlieh dem Ganzen einen Reiz, der von den Stande gewesen wäre, und die auch Herr Chasles nicht die Absicht Zuhörern geschäßt wurde, wie es der immer zahlreiche Besuch binhaben konnte erschöpfend zu lösen. Sein Zwed war mehr, anzuregen, länglich bewies. als wirklich zu belehren, und in der That, das ist in mehreren Dis Wir können also schließlich sagen, daß, wenn auch Mandes in ziplinen, wie z. B. in der Literatur, die Aufgabe des akademisden diesen Vorlesungen nicht anspram – ein Faktum, deffen Ursachen oben Unterrichts mebr, als das Beibringen positiver Renntnisse. Diese leßte erklärt worden – wenn diese Stunden eben nicht viel Belehrung boten, ren werden viel vortheilhafter durch Privat-lektüre, besonders der Auto- fie doch anregend und angenehm waren; und wir wünschten für unseren ren selbst, erworben,' und dem Lehrer liegt mehr die Pflicht ob, seinen Theil, daß folche Gelegenheiten öfter vorlänen, unsere geistreichen Zuhörern einen Sporn zu geben und ihnen neue Gesichtspunkte zu und beredten Nachbarn näher kennen zu lernen, damit der Rhein, wie eröffnen.

Herr Chatles sagte, Deutschland und Frankreid nicht mehr trennte, Wie hat aun Herr Philarète Chasles diese doppelte Aufgabe ge- fondern vielmehr verbände.

C. d. I. H. löft? Wir müffen gestehen, daß hier unser Eindruck auch ein doppelter gewesen ift. Was den zuleßt bezeichneten Punft betrifft, das Eröffnen

Mannigfaltiges. neuer Horizonte, so müssen wir gefteben, daß die Vorlesungen uns unbefriedigt gelassen haben. Denn Herr Chasles hat mehrere Thesen Klein-Dorrit. Früher nod, als das Original aus London, vorgebracht, die entweder nicht neu oder nicht durchweg begründet gebt uns aus Leipzig die erste Lieferung einer von Moriß Busd verwaren, wie z. B. die Bemerkung, daß die Männer von Genie gewöhn- anftalteten Ueberseßung des neueften Romanes von Boz-Didens zu.“). lid sehr einfach wären; andere Säße erschienen mehr parador, als In Folge einer Vereinbarung, die der Verleger der ,, Leipziger 31. wirflid originell. Ein solcher ist, daß jeder Romansdreiber, ber, luftrirten Zeitung mit dem Verfaffer getroffen, ist der Erftere in den wie E. Souveftre, C. de Bernard, nicht den sozialen Standpunkt, Stand gefeßt, feine von Didens autorisirte deutsche Ausgabe gleichwelden der Redner als den einzig modernen betrachtet, annimmt, auf zeitig mit dem Londoner Driginale erscheinen zu lassen. Gewiß fann allen glänzenden Ruhm verzichten muß. laffen wir aber für einen es für den Lesetisch einer Dame faum ein reizenderes Weihnachte Augenblid diese in unseren Augen falsche Ansicht gelten; bätte Herr Geldent geben, als den Subscriptionss(ein auf dieses neue Wert des Chasles nicht hinzufügen sollen, daß der bescheidene Rubm, den ein beliebten Novelliften, verbunden mit den erften Lieferungen von ,,KleinShriftsteller dadurch ärndtet, daß er moralifírende Romane schreibt, Dorrit.Der Anfang ist vielversprechend. Die beiden ersten Kapitel ja, daß die Dunkelheit selbft dem geräuschvollen Applaus einer bes schildern einen heißen Sommertag in Marseille, im Hafen, im Ges thörten Menge tausendmal vorzuziehen ift? Und da wir einmal von fängniß und in der Quarantaine, während uns das dritte Kapitel mit der moralifirenden Kraft der Romane (prechen, fo müssen wir erklären, einem langen, nichts weniger als beiligen Sonntag Londons bekannt daß wir mit allem dem durchaus nicht einverstanden waren, was der macht. Der unübertreffliche Volfsbarsteller hat auch in diesem RoRedner von George Sand fagte, dieser genialen Shriftstellerin, die mane die Sittenverbesserung seiner Zeit im Auge, und das ift jeden. aber so großen Schaden angerichtet hat. Herr Chasles hat in dem falls für alle Leser ein Feld, auf dem sie gern verweilen. ganzen Wirken G. Sand's nur Stoff zu einigen geiftreichen Wißen gefunden, ihren demoralisirenden Einfluß aber ganz unberührt ge

Whewell's Uebersesungen aus dem Deutsden. Wir lassen. So ift es auch mit dem, was er von Eugen Sue sagte, und baben neulid einer Ueberseßung von Auerbach's , Frau Profefforin" von mehreren ähnligen Shriftstellern.“) Unser Vorwurf trifft ihn durch den berühmten englisden Gelehrten Whewell gedacht. Derselbe aber um so mehr, alt er unsere moralisden Anfidten poufommen theilt, bat aud Goethe's , Hermann und Dorothea" im Versmaß des Drigiwie wir es an mehreren Leußerungen, sowohl in den Vorlesungen, nals übertragen und so, wie er fid in einem uns vorliegenden Schreiben als in der vertraulichen Unterhaltung, mit Freude wahrgenommen ha- ausbrüdt, , seine Landsleute mit dem schönften Gedichte und der geben. Er hat wirtlich Manches vortrefflicơ gesagt, wie unter Anderem, lungeaften Prosa-Erzählung neuerer Zeit bekannt gemacht." daß die für die Emancipation ihres Geschlechtes Swärmenden Frauen von diesen beiden Arbeiten“, fährt er fort, „bat in England viel Beia gegen sich selbst arbeiten; denn die Frau ist nur durch die Familie und fall gefunden. Wie das englische Publikum zu glauben scheint, daß in der Familie Etwas, die Emancipation aber würde die Familie ver

Rant's Philosophie, obwohl für Deutíde voll mächtiger Wahrheiten, ništen. Wir müssen bedauern, daß solche Leußerungen nicht häufiger diesen Charakter in einem englisden Gewande verliert, fo lebt es auch porfamen, denn bei jedem Unterrichte ift uns ber moralisde Stand. der Ueberzeugung, daß Goethe's Herameter, so poetisd sie auch in punkt bei weitem der wichtigfte. Wo dieser nicht als Endywed gilt, der Ursprache sein mögen, fid im Englischen nicht mit gleichem Er. da ift sogar die Aufklärung mit solchen Gefahren verbunden, daß wir folge wiedergeben laffen, wie andere Versmaße. Dieses Vorurtheil beinahe bie Unwissenheit vorziehen würden.

ift ohne Zweifel ein Resultat der in England gebräuchliden flaffisden Die Vorlesungen des Herrn Chatles bätten also viel lehrreider Erziehung, nach welder der Zögling den Herameter in einer Weise und wohlthuender fein fönnen, und wären es gewiß gewesen, wenn er lesen lernt, die ihm überhaupt allen Rhythmus benimmt." einigen Scriftstellern, deren Auslaffung man bedauern muß, als

*) Klein-Dorrit. Roman von (Charles Dickens) Boz. In zwei Büchern. *) Wir müssen hier den französischen Gaft gegen unseren geehrten Mit

Aus dem Englischen von Moriß Busch. Mit 40 JUuftrationen von Sablot K. arbeiter in Schuß nehmen. Das, was Herr Chagles von dem wir leider Browne. Leipzig, 3. J. Weber, 1856. (In 20 Monats-Bändchen von je 5 Bos. nur die beiden legten Porlesungen gehört über Eug. Sue und Aler. Dumas gen Tert. Preis jedes Bändchens 5 Sgr.) vorgetragen, war feinesweges beschönigender Art; vielmehr hat er den unsittlichen Charafter dieser beiden Schriftsteller mit allem Nadytruck und mit dem ganzen Unwillen gebrandmarkt, den eine fittliche Natur über solches literarisches Treiben empfindet.

D. N.

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