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cifiger Winter folgt. So steigt in der von Seite des Meeres vor asiatischen Eürfei und Perfiens, wo der himmelan ftrebende Ararat,

Die digt bei der Ziblon genannten, großen Sølucht sich erheben, denjenigen Stellen, wo die Seeluft Zutritt hat, aber die etwas höher den Amirankuppen find mit Felsstücken und Fichten bebedt und der liegen, reifen die herrlidften Wein- und Granatengattungen, ja, art Aufenihalts-Ort der mächtigsten kaukasischen Adler, pilden Ziegen, der Südküfte des Ragpischen Meeres felbft Citronen, Drangen und Hirsche, Aueroch sen und Bären der wilbesten Art, Den Ausgang der Alasoniftawi-Schlucht schließt der hohe Bofbala Berg, aus deffen Wie eigenthümlich die Natur oft bei ihren Schöpfungen verfährt, Shooße zahlreiche Quellen hervorströmen, welche die größeren und dazu liefert auch der Kautasus Beispiele. Die ungebeuren Bergriesen kleineren Flüsse speisen. Etwas weiter an der Gränge der Zower und ebnen sich in dem Grabe, wie fie dem Kaspischen Meere näher rüden, Ristiner ragen, gleich einer Reihe glißernder Säulen, bie himmelhohen und verlieren sich endlich in die Rüften-Riederung, wo der Boden Stautster Gipfel empor, die oft in den Herrlichten Regenbogen. ftark mit Salz getränkt ift, Naphta aus ihm hervorquilt und GasFarben foimmern und in diesem Lichte seltsam gegen die fie um pulfane fich erheben. Ganz anders ift fie im Süden zu Werfe gegebende Müfte, den Tummelplaß wilder Bären und Auerochsen, die gangen. Dort in Translautaften fteigt das Terrain fortwährend, bilsich im hohen Sommer der Kühle wegen hierher zurüdziehen, ab det die armenische Hochebene mit dem von feinem fließenden Waffer flechen. Selten nur wagt sich der fühne Jäger in diese iungfräulichen gespeisten Het-Dídai-( Gottscha:) See, und der fette, fowarze Boven Einöden, und thut er es ja, so bindet er sich aus Vorsicht ein großes baselbst bringt Weizen, Mais, unb Baumwolle im Ueberfluß Hervor. bölzernes Kreuz auf den Rüden, das seinen Fall aufhalten, ihn vor Das Araratgebirge, welches das ruffisde Armenien im Süden dem Zerschmettertwerden sQüßen soll, wenn er das Unglüd hat, in begränzt, ift in seinem füdwestligen Theile felfig und in der Formaeinen Abgrund zu stürzen, den die leichte Søneedede seinem forsøen. tion der füblichen Raukasus - Abdagung ziemlich gleich; torböftlio daden Auge verbirgt.

gegen trifft man häufig auf troden liegendes Sumpfland. Nördlich vom faufasischen Bergrüden dehnt sich die gleichnamige Aus dieser allgemeineren geographischen Uebersichtsstizze der Ge. Steppe bis zum Don aus und schließt sich an die Wolga-Steppe ftaltung des Landes läßt fich leicht auf die große Mannigfaltigkeit des an; westlich zweigt sich von der Hauptfette ein nach Norden laufender Klimas und atmosphärischen Standes der verschiedenen Drte des RauHöhenzug ab, der mit dem fünfgipfligen Beschtau endigt, fich dann kasus und Grustens foließen. Auf dem zwischen 43° 30" und 39° g" senkt und endlich bei Georgijewsk in der Steppe verschwindet. liegenden, von zwei Seiten durch Meere gedrängten und in gerader

Der Boden der ausgedehnten Ebene ift meist ein mit Sand geo linie faum fünfhundert Werft (eitundsiebzig Meilen) langen Flächenmischter und von Salz geschwängerter Behm. Das Waffer der Brunnen raum findet man die Fröfte Finnlands und fann auf den Höhen über sowohl, wie auch der Seen und selbst der Flüsse hat alfalischen Gem der Schneegränze während der Julihiße erfrieren, andererseits glaubt Tomac, was wohl die Annahme rechtfertigt, man ftebe hier auf eben man sich wieder in die Zone der Wendekreise verseßt und betrachtet maligem Meeresgrunde. Stellenweise főmmt þerrlicher schwarzer Defen und Pelze als überflüffige Dinge. An einem Drte herrscht die Boden por, auf welchem ohne greße Mühe und Arbeit treffliches Ge- reinste, köftlichste Luft und gießt durd ihre Frische neue Lebenskräfte in traide und saftreiche, riesengroße Melonen wachsen. Der öftliche Theil die von den brennenden Sonnenstrahleu ermatteten Glieder; doch gleich der Ebene zeigt neben üppigen Wiesen viel Flugsand, welchen der daneben, an ftehenden und faulenden Wassern, wüthen tödtliche Fieber, Wind zu Hügeln - Borun genannt aufwirbelt und von Ort zu Sforbut u. dgl. m. und werfen auch den gesundeften Menschen balb zu Ort treibt, längs des Teref dagegen findet man zahlreiche Weinberge, Boden. Solche wahrhaft unter einem Fluche liegenden Striche sind die den Hauptreichthum der Rosalen der Linie.

Umgegend von Georgijewsf, Rislar am Schwarzen Meere, baun Gu. Den sich über die Ebene erhebenden Bergen entftrömen manchers rien, Imeretien die Tiefebenen des Rion und die Difüfte bed Eurinus. lei Mineral-Quellen; der Masduf, einer der Bestau-Berge, bat Der Grund der wirtlid überraschenden Verschiedenartigkeit von Sowefelwasser, und in Kislowodot giebt es Säuerling. Naphta. Klima und Stand der Atmosphäre ift vorzugsweife, wenn nicht einzig Duellen sind gleichfalls viel vorhanden, und das Klima ift demjenis und allein, in Form und Richtung der Gebirge, so wie in dem Eingen des füblichen Rußlands ähnlich.

fluß der benachbarten Meere, zu suchen. Der, fo zu sagen, quer über Dagbestan, als ein am Raspisden Meere liegendes Gebirgsland, den Weg liegende Hauptzug hält die aus Norden webenden Winde trägt einen ganz verschiedenen Charakter. Es ist eine Hochebene, an zurüd und bewirft das ftrenge Klima, welches man unter Stawropol deren nördlicher Gränze sich von Westen nach Often eine Bergreihe und Alerandrov herum findet und das diesen Strich Landes der ganhinzieht, welche bei der Hauptfette beginnt, viele zerklüftete Krümmun- gen Winter hindur unter eine dide Schneebede begräbt. Senseits gen zeigt und bei der Festung Derbent endet, die gewissermaßen eine des Kaukasus weiß man faum, was Shnee ift, ia, man ftannt ihn natürliche Schanze bildet. Der größte Theil der Dagheftan in allen ftellenweise als feltene Merkwürbigkeit an. Der Sommer bringt die möglichen Richtungen durchziehenden Berge ift bewaldet und trägt Hiße eines glühenden Ofens, die alles Grün der Steppe versengt, mächtige Pappeln, Ahorn, Buchen, Peschen und Linden, von denen um bafür zahllose Schwärme von Heusdređen hervorzurufen; in der mancher Stamm wohl feine tausend Jahre zählt. Die Ebenen sind Gegenden indeffen, auf welche die beiden Meere Einfluß ausüben törvon vielen Flüffen durchschnitten, und die Vegetation ist die üppigste, nen, bilden sich Wolten, welche mit ihrem Regen die durftende Erde welche man fich denken kann. Granaten, Pfirsiche, Pflaumen, lepfel, tränken und die Atmosphäre erfrischen, Kirschen, Maulbeeren und Wein wetteifern mit einander, ihre Scaße Bei so vielen Widersprüden in Betreff des Klimas und der zu entfalten.

Atmosphäre muß natürlich aud die Erzeugungsfähigkeit des Bodens Uebersteigt man den Kaukasus, diesen natürlichen Wall zwischen eine höchft mannigfaltige fein. So ist es auch in der That, und wenn Europa und Asien, so betritt man, hat man erst bie nackte, felfige die Einen nicht wissen, wo sie mit der Fülle von tõftliden SüdfrüchSüdwand erreicht, so zu sagen, eine neue Welt. Die Watchanischen ten hinsollen, find die Auberen glüdlid, wenn der Himmel ihnen Rar. Gebirge, welche sich inmitten Translaufafiens erheben und gleichsam toffeln und Bohnen bescheert. Die Schluchten des nördlichen Raufaeine Brücke nach dem Armenischen bilden, entsenden nach Often und sus sind reich an Wald und liefern vorzügliches Bauholz; die Gegen. Weften zahlreiche Flüffe, so wie auch mancherlei Ausläufer, durch die, den vor demselben kennen das Holz taum dem Namen nad und heis längs der Wasserstraßen sowohl, als auch auf den Höben, die unzäh zen mit gedörrtem Mift oder mit Rohr. ligen Hoch- und Tiefebenen entstehen, die in Klima, Boden und Na. Ueber fein land ber Erde vielleicht berriden fo verschiedene Artur-Erzeuguiffen so unendlid verschieden von einander find. So haben fichten, wie über den Kaukasus; io felbft habe viele Sdriften darüber beispielsweise die zwischen Alasan und Kur fich hinziehende Ebene von gelesen und habe gefunden, daß die Einen das Land als ein irdisches Bosdad, so wie die Kartaliner an den Duellen des leftgenannten Paradies, ja, selbst als die Wohnftätte des Urvaters Abam hinstellen, Flusses und die 5500 Fuß über dem Meeresspiegel erhabene Arme- während Andere eß, als eine absdređende Wüftenei verwünschen. nisde, als hochgelegene, fühlere Temperatur, bei der, jedoch noch ohne Beide lügen und haben wiederum Recht, wenn fie das Land nicht in Bewässerung, das Getraide, wenn auch spät, reift. Im Alexandros seiner Gesammtheit kennen gelernt haben oder ihre Berichte fich gar poler Kreise und in Achaltalati kann der Weizen erft Ende Auguft auf Gehörtes gründen. Bei dem, was erzählt wird, ist gewöhnlich bis Mitte September gesonitten werden. Die Ebenen um die Flüsse bie Phantasie sehr betheiligt, und so erfährt man oft ftatt der Wahrberum, wie z. B. die Rioner Tiefebene, das Rüftenland längs des beit – Märchen! 30 habe es mir angelegen fein laffen, in gegenRaspisden Meeres, ferner die Radetiner oder Alafaner Niederung wärtiger flüchtiger Skizze die leßteren nicht um eine zu vermehren. nahe den Schueebergen zeichnen sich durch warmes, feuchtes Klima und

MA

Das faukasische land, 6. 5. der eigentliche Rautafus nebst dem herrliche Vegetation aus. Winter und Sommer ist alles grün und aud Grufien benannten Trangtaufaften, zieht fich zwischen beiden MeeAnfang Juni die Perndte volftändig beendet. Es giebt auch viele ren von den Bergen nördlich bis zum lande der donischen Rofafen und Striche, wo auf einen entfeßlich beißen und trodenen Sommer ein dem Gubernium Aftradan, füdlich bagegen bis zu den Gränzen der

Bergen umgebenen Arares. Ebene die Hiße im Sommer bis zu sechs so zu sagen, die Scheibemark bildet. Er stellt sich uns als ein ungezig (?!) Grade, die Kälte im Winter bis zu zwanzig. Solch außer- beures unregelmäßiges Acted dar, dessen größte Breite — eine Linie ordentliche Temperatur-Berschiedenheit fann weder der menslide Rör. von dem ins Schwarze Meer fallenden Tschoroch bis zum Kap Aps per, noch felbft die Pflanzenwelt auf die Länge aushalten; man findet beron am Kaspischen Meere – siebenhundert Werft (hundert Meis deshalb auch dort nichts weiter als Wermuth und Dorngebüsch. An len), die größte Länge dagegen durch eine zweite Linie vom füd

lichften Punkte, b. 1. von der Einbiegung des Gränzfluffes Arares, bis der Feftliğkeiten enthält, die am 8. Januar b. 3. zur Feier des funfzigzum nördlich fließenden Ruma bezeichnet - adthundertfunfzig Werft jährigen Jubiläums deg befannten Staatsraths Nikolaus Grets in (bunderteinundzwanzig Meilen) beträgt. Der ganze Flächenraum Golf

, Peterburg veranftaltet wurden. Die Details dieses Feftes wurden beo nad Platon Subov, an vierhundertsechzigtaufend Quadratwerft enthalten. reits zur Zeit in den politischen Blättern mitgetheilt; intereffanter als

Der nörbliche Theil oder eigentlide Raufasus umfaßt das bie Wiederholung derfelben im vorliegenden Berichte find daher für Gubernium Stawropol, bas Land der Rofaten am fchwarzen Meere, und die angehängten Beilagen, unter denen eine von dem General Dagbestan und zahlreiche Bergftämme; der füblide, gemeinbin noch Wiskowatov verfaßte biographische Stijze des Jubilars die erfte Stelle Grufien genannte dagegen (mit den fünf Gubernien Tiflis, Kutais, einnimmt. Wie man weiß, ftammt die Familie Gretsch ursprünglich Eriwan, Shemadhi und Derbent) begreift jene vier Theile in fid, aus Böhmen, von wo sie zu Anfang des fiebzehnten Jahrhunderts die man schon bei Beginn der christlichen Zeitrednung kannte, nämlich: wegen der gegen die Protestanten erhobenen Berfølgungen nach Preußen das in der Mitte liegende eigentliche Grasien oder 3 berien, das auswanderte und sich von dort nach Rußland wandte, wo sie feit mehreGurien, Imeretien und Mingrelien umfassende westlice lafita (bieren Generationen domizilirt ift und sich im Civil- wie im Militairs Rion- Niederung), das fübliche Armenien und öftlich Albanien, dienft ausgezeichnet hat. Ein Dheim des Herrn Gretsch blieb 1770 deffen Bewohner zur Zeit der Griechen fechsundzwanzig verfdiedene im Türfenfriege; einer feiner Brüder wurde 1812 bei Borodino tödtSprachen rebeten, und das heute von zahlreichen muhammedanisden lich verwundet, ein zweiter ftarb 1850 als General und Kommandant Stämmen bevölfert ist, welche fich an demjenigen Theile der fagpi. von Petersburg. Db die Familie dem Protestantismus treu geblieben, fden Küste niedergelassen haben, die den öftlichen Theil des faufa können wir nicht angeben, glauben aber, daß Nifolai Iwanowitsd felbft fisden Bergrüdens umgiebt.

zu den Prawosławny zählt. Am 3. (14.) August 1787 in Petersbarg. geboren, verlor er frühzeitig seinen Vater, der, obwohl beim Finanz

Departement angeftellt, eine Witwe und fünf Kinder in bitterer Armuth Polen.

hinterließ, und mußte foon als fechzehnjähriger Jüngling den Unter

balt der Seinigen burd Stundengeben in verschiebenen Pensions-AnReise nach dem Drient, von Moriß Mann. *)

ftalten der Hauptftabt bestreiten helfen, während er felbft feine in der Wie so viele Tausende feiner slavisden Landsleute, beschäftigte fogenannten , Junkersõule" begonnene Erziehung im pädagogischen früher auch den Autor des vorliegenden Berfes der Beften Europa's Institut vollendete, worauf er die Stelle eines Lebrers der ruffisden in so bobem Grabe, daß er den übrigen Theilen unserer Erbe und Sprade bei der deutsden St. Petriscule erhielt. Sein erster litera.. dem, was dort geschah und geschieht, eine verhältnismäßig nur geringe rifder Versuch war (1806) eine Ueberfeßung der bekannten Flugførift Aufmerksamkeit føenkte. Eine Reise nach dem Orient fam ihm des. ,,Deutsdland in feiner tiefften Erniedrigung", deren Herausgabe dem halb eben so unerwartet, wie sie ihn unvorbereitet fand. Es mangels unglücklichen Palm bas Leben fostete, wogegen die rusfische Version ten ihm sowohl die Kenntniß der nöthigen Sprachen, wie auch spezielle dem Herrn Gretsch hochgestellte Gönner und Freunde erwarb und ihn Studien derjenigen Länder, welche er durdwandern sollte, und er mußte in die politisch-journalistische Carrière einführte, welcher er feine Hauptfich demzufolge in einer Beschreibung dessen, was er gefeben und er fächlichften Erfolge verbanft. Auch das Ausland hat ihn vorzugsweise lebt hatte, sehr enge Gränzen ziehen, konnte nur die eigenen Ein in seiner publiziftifchen und polemischen Wirksamkeit als ftets fampfbrüde und Betrachtungen geben, die mehr den Men den zum Gegen tiger Bertheidiger der ruffisden Regierung fennen gelernt; nadbala ftande hatten, als das Land. Es war ihm weniger darum zu thun, tigeres Verdienft hat er sich jedoch um die Literatur feines Vaterlan. zu erzählen, was er gesehen, als vorzüglich, wie fid ihm Alles geo des durch seine grammatikalischen Arbeiten und die von ihm redigirten zeigt hatte, und er berüdsichtigte deshalb vornehmlich dasjenige, was encyklopädischen Werke erworben. Der Abend seines Lebens ist durch das Leben des Drients caratterisert, also Sagen, Gewohnheiten, in. den Verluft feiner beiden Söhne getrübt worden, die im blühenden teressante Ereigniffe.

Alter ftarben. Der biographischen Skizze folgt eine Reihe von OeIm ersten Bande feines Werkes führt und der Berfaffer von dichten zum lobe bes Zubelgreifed in ruffisder, deutscher und latei. Alerandrien aus den Nil aufwärts bis zum zweiten Rataratte und nischer Sprache, nebft Feftreden und Glückwünschungsschreiben von Prizurüd nach Rabira; im zweiten begleiten wir ihn durch die Wüfte vatpersonen und Vereinen, unter anderen von der Militair-Gefelfdaft über El Ariso und Chan Funes, gelangen über Gaza nad Jerusalem, in Potsdam, zu deren Mitgliede Herr Gretsch vor einigen Jahren erbesuchen alle denkwürdigen Orte der Stadt des Erlösers und gelangen wählt wurde. Den Soluß maden Zeitungs - Artikel: einer aus dem auf dem Rüdwege zur Heimat bis nach Jaffa; im dritten endlich ler. Journal de St. Pétersbourg und einer aus der Times, welcher leştere, nen wir Kaiffa, Nazareth, den Berg Karmel, Sur (Tyrus), Saida wie es in einer Anmerkung heißt, in derselben Absicht mitgetheilt wird, (Sidon), Bairut und den Libanon mit dem berühmten Balbek fennen, welde die Römer veranlaßte, einen Sklaven hinter den Wagen des seben uns in Konftantinopel um und lebren endlid, an den Inseln Triumphators zu stellen, um durch seinen höhnischen Zuruf den Ueberdes Ardipel vorbei, nach dem Ausgangspunkte Triest zurück.

muth des Glüdes zu mäßigen! Da übrigens die Bemerkungen des Wir sagen nicht zu viel, wenn wir behaupten, daß mit jedem neuen englischen Journals ziemlich unschuldiger Natur find, so werben fie Bande des Werfes, den wir zur Hand nehmen, 'bas Interesse an einem hoffentlich nicht allzu viele Wermuthstropfen in den schäumenden Glüdd. Erbtheile wächst, den der Westen aufs neue zu öffnen bestimmt scheint, becher des moskowitijden Triumphators gemischt haben. und welchem wir durch die Dampfkraft bereits mertlich näher gerüdt find. Mit großem Geschid weiß der Verfaffer dasjenige in den Vor

Fünfmalhunderttausend France Rente. Herr Dr. Bé. dergrund zu stellen, was den Leser zu feffeln vermag, und so zeigt er ron bat fich durch den Beifall, den feine, Denkwürdigkeiten eines diesem theils die Länder in ihrer jesigen Geftalt, theils ihre gleichfam Bürgers von Paris“ gefunden, veranlaßt gesehent, eine Fortfeßung versteinerten Völferschaften. Er läßt uns theilnehmen an dem Rampfe biefer chronique scandaleuse der Pariser Bourgeoisie in die Form des Islams mit der chriftlichen Civilisation und benußt jede Gelegen. eines Romanes zu ffeiden, dem er den Titel: ,,Cinq cent mille Francs beit

, wo er ung durch Thatsachen überzeugen kann, daß der Halbmond de rente” gegeben hat, und der so eben in der „Librairie Nouvelle”. in fortwährendem und schnellem Sinten begriffen tft. Außerdem theilt ersdienen, einer Firma, bei welcher wahrscheinlich Herr Véron selbst er ung manderlei neue Beobaštungen mit und erzählt besonders viel als ftidler Compagnon betheiligt ist. Der Held feines Romanes ift Interessantes von den Drusen und Arabern.

ein Banquier, Namens Picard, der eg durch glückliche Speculationen Mann's Werf über den Orient gereicht nicht nur jeder polnischen zu einem jährlichen Einkommen von einer halben Million Francs geBibliothek zur Zierde, sondern es würde, der klarea Uuffaffung wegen, bracht und der nun mit Hülfe politischer, artistischer und poetischer der man überall darin begegnet, gewiß auch in Deutschland zahlreiche Freunde dieses Einkommen sehr anfändig zu verthun weiß. Wie gesLeser finden, wenn davon eine gute Ueberfeßung veranstaltet würde. nan Herr Véron in seinen Details ift, in deren minutiöser Augmalung Darauf hinzuweisen, diese anjuregen, ist mit der Zweck dieser Zeilen. er és mit Walter Scott aufnehmen zu wollen scheint, beweift unter

3. N. F. Anderem der Rüdenzettel eines großen Diners, das Herr Picarb mit

Hülfe der ersten gastronomischen Autoritäten der Hauptftadt veranMannigfaltiges.

ftaltet. Dieser Küchenzettel wird allen Millionären, die den Roman

des Herrn Béron lesen, eine willkommene Belehrung sein. Dhne uns Nifolaus Iwanowitío Gretsch. Etwas verspätet geht auf die febr fein gewählten, imponirenden Namen der einzelnen Geo uns aus Rußland eine kleine Súrift zu, '') welde die Beforeibung richte einzulassen, bemerken wir nur, daß der Küchenzettel vier ver.

schiedene Potagen (Suppen), vier Hors d'oeuvres (chauds), vier Re *) In polnischer Sprache. 3 Bde. Krafau, Druck und Verlag des Czas, 1855.

levés, acht Entrées, zweierlei Sorbets, act Braten, neun Entremets, **) юбилей пятидесятилътней литературной дъятельHOCM H. W. I peya, 27. Aek. 1854. Составлено Кс. Полевымъ.

zweierlei Refraichements (la Mousse suisse und la Cascade italienne),

. St. Petersburg, 1855.

vier Desserts (worunter ganze Fruchtbäume) 20. darbietet.

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defter niedergelassen und war anfange durch öffentliche Vorträge, später Frankreich.

durch dhemische Arbeiten, angewandt auf Bleiden, Färben und Men Ueber die öffentliche Ernährung, die Cerealien und das Brod. *) wärtig eine bedeutende Rolle in mehreren großen englischen und fran

tallurgie, vortheilhaft bekannt worden. Seine Prozeduren spielen gegenZu allen Zeiten haben Defonomisten und Gelehrte den so mannig. zösischen Fabrifen; Zeugnisse davon geben im Augenblid manche Profaltigen wie schwierigen Fragen, welche die Production und Verthei- ductionen in der Welt-Ausstellung. Als ich ihn mit dem Zwed meiner lung der Nahrungsstoffe betreffen, ihre Aufmerksamkeit zugewendet. Mission befannt machte und seinen Rath anspracy, theilte er mir zu. Bald handelte es sich um den Schuß der öffentlichen Gesundheit, bald vorfommend seine zabireiden Analysen von Mehl- und Brobarten mit, um das Verproviantiren der Städte, Festungen, Schiffe, das mit den und aus einer genauen Prüfung der gewonnenen Resultate ging berBedürfnissen der Bevölkerung, der Truppen, der Schiffsmannschaft in vor, daß ein großer Theil der Mebl. Quantitäten, die 1847 und 1848 Berhältniß zu bringen war. Bis auf eine sehr neue Zeit jedoch wurde über Liverpool eingeführt worden, mehr oder weniger durch Beimisdunman bei dem Versuchen, diese ernften Aufgaben zu lösen, nur von gen bon Reis, Mais, Feldbohnen verfälscht waren; daß das Brod in allgemeinen Thatsachen einer unsicheren Praxis geleitet, und konnte Manchester überdies faft durchgehends Alaun, schlechtes Salz, Wasser daher auch zahlreichen Jrrthümern, selbst gefährligen Mißgriffen nicht in unverhältnißmäßiger Menge enthielt. Die Arbeiten des jungen entgehen. Bon der ältesten Zeit bis zum Ende des legten Jahrhun. Professors, wodurch er sich wohl den Dank des Manchesterer Publikums derts fehlte es an den sicheren Grundsäßen, welche die organische Chemie verdient hätte, wurden indeß noch im Laufe desselben Jahres untere und die Erperimental-Physiologie, besonders in ihrer fruchtbaren Ver- brochen. Die Erklärung dieser überraschenden Erscheinung gab er mir einigung, an die Hand gaben. Heutzutage sind die aus diesen Wissen- felbft mit den Worten: m,30 war eben im vollen Gange, meine fchaften bergeleiteten Lebren in Bezug auf die öffentliche Gesundheit mühsamen chemischen Forschungen in Bezug auf die Nahrungsmittel so sehr Gemeingut geworden, daß jede Volfsschicht, von dem hocben durch mündliche Mittheilungen in die Deffentlichkeit zu bringen, als güterten lebemann bis zu dem hartfdhaffenden Arbeiter, fie fich leicht eine Deputation pon Fabrikanten und Handelsleuten aus Manchester aneignen kann. Und welches Glied der Gesellschaft hat nicht ein Inter- und Liverpool in meinem laboratorium erschien, und einer aus iører esse, die Mittel fennen zu lernen und anzuwenden, die, seiner Stellung Mitte fam ohne weitere Einleitung zur Sache, indem er mir geradezu angemessen, ihm jenen mit Recht beneideten Zustand, ohne den fein erklärte, daß, wenn ich fortfahre, meine kleinlichen Untersuchungen über irdisches Glüd denkbar ift: eine mens sana in corpore sano erwerben Mehl, Brod und verschiedene Nahrungsmittel zu veröffentlichen, ich und erhalten können? Nun aber ist eine Hauptbedingung, dieses Ziel auf ihre Mitwirkung zu einer Belehrung, welche die Bevölkerung zu erreiden: eine normale und gesunde Koft.

beunruhigt und den Handel stört, nicht zu rechnen habe. Man be Sind aber die Wissenschaft und die administrativen Staatsbehörden greift leicht, daß der junge Chemiker sofort eine andere Richtung ein. berechtigt, einzusdreiten, um der Bevölkerung die gesundesten Nahrungs- fdlug, deren nüßlidhe Früchte nicht lange auf sich warten ließen." mittel anzugeben? Bei den Franzosen ist die öffentliche Meinung für Dieselbe nationale Stimmung fand der Verfasser in Glasgow, dieses Einsdreiten; nicht also bei den Engländern vor gar noch nicht Belfast, Edinburg, Birmingham, überall in den drei Reichen herridt langer Zeit. Dafür führt der Verfasser zwei Thatfachen an:

eine tiefe Abneigung gegen alles, was den Gang und die Freiheit ,,Gegen das Ende des Jahres 1850, von dem Aderbau-Ministerium des Handels irgend hemmen könnte, auch auf die Gefahr der allmit einer speziellen Sendung nach England beauftragt, sollte ich hier gemeinen Gesundheit bin. Indeß Hat die Stimmung in diesem mehrere Fragen in Bezug auf Nahrungsmittel ftudiren. Bevor ic Bezuge neuerdings eine Modification erfahren, und seit 1851 wette an die Prüfung der praktischen Thatfachen ging, die eine der wich eifert England mit Frankreich auch in diesem wichtigen Punkte der tigsten Fragen, das Bädereiwesen, berühren, und in der Hoffnung, mit Wohlfahrt. Kapitalisten, Landbauer und Fabrikanten richten ihre un. die Prüfung leichter zu machen, glaubte ich, zuvörderst die von der ternehmungen und Arbeiten auf den Wachsthum der Production und Staatsverwaltung eingeführten Regeln und die den Bädern in Große die möglichst dauernde Erhaltung der Nahrungsmittel, so wie auf die britannien auferlegten Pflichten fennen lernen zu müssen. Keiner, Vervollkommnung ibrer Zubereitungsweisen. sagte man mir, könnte mich darüber besser belehren, als Lord Gran Wie sind nun die verschiedenen Nährstoffe aus allen Naturreichen ville. 3ch wandte mich demnach an ihn, und seine ganze adminiftra- aufs billigste und in einem der Gesundheit zuträgliden Zustande zu tive Bibliothek wurde mir mit der liebenswürdigsten Zuvorkommenheit gewinnen! Die Lösung dieser Doppelfrage foll der Gegenstand dieses zur Verfügung gestellt. Lord Granville rieth mir ferner, mich mit Auffaßes sein. dem Chef der Polizei in Verbindung zu feßen, der mir über die Maß

I. Die Gerealien und ihr Anbau. regeln zur Ausführung der Vorsdriften, so wie über die gewonnenen Resultate, Auskunft geben fönnte. Nachdem ich mir die Gewißheit ver Unter dem Namen Cerealien begreift man die nährende Kornschafft hatte, daß nach englischen Gefeßen das Bädergewerbe frei, die fruct mehrerer Pflanzen aus der Gräserfamilie: Weizen, Roggen, Beimischung aller nährstofflichen Cerealien und Shotengewächse zu Gerfte, Hafer, Mais und Reis. Einige fügen noch die Moorhirfe dem Brode erlaubt, der Gebrauch ungesunder Salze und anderer Sub und die Hirse, so wie den Buchweizen und anderes, hinzu. Hier haben flanzen verboten sei, ging ich zu dem Polizei-Chef, der mir noch manche wir es mit den Getraide-Arten zu thun. Man fennt zwar sieben unter Einzelnbeit in dem Geschäftsgange mittheilte. Auf die Frage aber, schiedene Weizen - Arten, die noch in zahlreiche Varietäten auslaufen; ob es ihm leicht würde, die vorschriftlichen Maßregeln in Ausführung unter dem ökonomischen Gesichtspunkte fönnen indeß alle Klassen auf zu bringen, meinte er: m3o kann Ihnen die Versicherung geben, daß eine einzige zurüdgeführt werden, die drei Hauptgruppen in fich faßt: bier, wie bei vielen anderen Anläffen, meine Aufgabe mir feine Schwie. der harte, balbharte, weiche oder weiße Weizen. rigkeiten bietet, denn die Bevölkerung ist nichts weniger als anspruchs Der harte Weizen unterscheidet fich abgesehen von seinen poll. Im Allgemeinen hat sie es nicht gern, daß der Staat sich in ihre äußeren Merkmalen und namentlich von seiner feften Konfiftenz, die Angelegenheiten misde. Die Engländer, feben Sie, wollen nach ihrer ihn für eine längere Aufbewahrung eignet – durch seine Reichhaltig Façon sich unterhalten und langweilen, essen und trinken, sterben und feit an Sticftoff und Fett und wird mit Recht als diejenige Getraidesich begraben lassen, ohne daß sich die Regierung darum fümmere; und Art angesehen, die alle anderen an Nahrung gehalt übertrifft. Er wirft wir lassen sie machen. So vereinfachen wir unser Geschäft und thun weit weniger Kleie ab, als der balbharte Weizen, giebt demnach es ihnen zu Danfe.111

auch mehr Mehl; allein eben wegen seiner berberen Ronfiftenz ift bas ,, Roch ein Beispiel: Ein junger und gesdidter Chemiker, in den Mehl nicht so fein, oder mehr geförnt und überdies minder weiß. Pariser laboratorien gebildet, hatte sich seit einigen Jahren in Man Der halbharte Weizen, weniger fonfiftent und wieriger auf*) Nach Panen in der Revue des deux Mondes. Vgl. Nr. 146 des

zubewahren, als der barte, wird noch allgemeiner in Frankreich zur ,,Magazin“.

Bereitung der feinen Meblarten verwendet.

- 100

22,3

Nodo zerreiblicher ist der weide oder weiße Weizen; er liefert um der Strenge bes Winters Stand halten zu können. - Das Sáen ein schönes Mehl; defto schwieriger läßt fich daraus Gries bereiten. selbst geschieht, namentlich in England und in Nord-Frantreich, mit der Dine Mühe fann aus den beiden leßteren Arten der Kleber und die Siemasdine nach der Linie; in Gegenden, wo der Boden nicht frucht. Stärke ausgeschieden werden.

bar, nicht durchgearbeitet und pulverifirt genug ist, ist jenes Berfahren Während des Reimens fömmt der Weizen in Regionen, wo die nicht anwendbar und das Säen auf den Wurf vorzuziehen. gewöhnliche Temperatur nodi so sehr differirt, s. B. zwischen drei. Beim Soneiden bed Getraides halten die Engländer treu an den zehn und vierzehn Grad, gleich gut fort; die Fortschritte des Wachse Grundfaß: das Sicherfte das Befte (the best is to make things sure). thums aber bis zur Reife find um so rasder, je stärker die Befonnung Wenn die Reimhülle noch weich ift, ohne die volle Reife abzuwarten, und je höher die Temperatur bis zu einem gewissen Grade ift. Fol. wird geschnitten, mag das Wetter sein, wie es wolle. Sind die Halme gendes Shema wird das Gesagte verbeutlichen:

unter der Sense, der Sichel oder der Maschine gefallen, dann beeilen

Durchschnittliche Temp. fid Männer, Frauen, Kinder, fie in Gebinde zu sammeln und diese Um Paris reift der Weizen in 160 Tagen: 13,4 Grad, in Reihen neben und über einander so aufzustellen, daß ihnen der Rebei Cincinnati

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gen nichts anhaben kann. Diese Methode, die übrigens aud bet Benezuela

den Hülsenfrüchten und beim Lein angewendet wird – beugt dem RadTrurillo

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theil vor, daß die überreifen Körner bei der geringsten Bewegung Nach einer chemischen Analyse, die der Verfasser gemeinschaftlich leicht ausfallen. Dank diesem Berfahren, befőmmt der Landmann mit Boussingault angeftellt, giebt der Weizen unter dem Einfluß einer besseres, fchwereres, leichter zu bewahrendes Rorn, das beim Mahlet höheren Temperatur mehr Sticftoff, Delfubftanz und Salz. So ent weit weniger Abgang giebt.

(Fortseßung folgt.) hielt auf hundert Theile:

der Weizen von Venezuela 22,5. Stift. 2,62 Delft. 3,02 Salz, ber afrifanifde Weizen

,19,5

2,12 2,21 Im Allgemeinen sind die harten Weizen im Süden am reiften,

Palästina. die weichen im Norden am ärmften an Sticftoff, der hier bis auf sechzehn Prozent, ja, zwölf Prozent herabsinft; er kann aber bei reicher

Die Fürstin Belgiojoso über die Alterthümer Jerusalems. *) Düngung bis auf funfzig Prozent steigen.

Die in einem Thalgrunde des Calvarienberges erbaute Kirche Der Weizen fömmt nur in ziemlich festen, lehmig-sandigen, mit det beiligen Grabes erscheint wie eine noch nicht vollendete Kirche einigen Prozenten Ralt vermischten Boden fort. Allerdings läßt des Mittelalters, die gerundeten Linien, die geräumigen Arfaden zei. fich auch einem fandigen, etwas falkhaltigen Boden Weizen abgewin- gend, die man an den alten Klöftern in Pavia und Monza bemerkt. nen; ohne reichliden Regen aber tragen die mageren Aerndten faum An der linken Seite des Eingangs erhebt sich ein halb verfallener die Roften des Anbaues. Da, wo man den Weizen nicht mit Nußen Thurm; an der rechten Seite steht mehr im Vordergrunde eine kleine, anbauen kann, wird man immer noch eine lohnende Roggen-Aerndte mit einer Kuppel verfebene Kapelle. In die Bafilita eingetreten, bea erzielen; die Lerndten gestalten sich überhaupt günstiger, wenn die findet man sich in einer großen Borhalle, deren Seitenwand zur RechSicht der Frucht-Erde tief genug ist zum Anbau der Jätepflanzen und ten eine Art von Loge enthält, die für den muselmännischen Rabi und der Kunftwiesen. Beide haben den Vortheil, daß fie das Unkraut nicht seine Beisißer bestimmt ift. Es ist nämlich, um den Konflikten zwischen aufkommen lassen. Die Aerndten laffen ein sehr nüßliches Hilfsmittel den drei driftlichen Gemeinschaften, die fich in der Kirche begegnen, an Pflanzendünger zurüd; außerdem vermehren das Aušraufen und ein Ende zu machen, auf den Antrag der Chriften felbft, ein permadas tiefe Pflügen die Mächtigkeit des Bodeng. So wird die sowache nenter muselmännisder Gerichtshof errichtet worden. 3ft man einige Düngung mehr als aufgewogen, welche die Brache dadurch gewährt, daß Săritte weiter vorgetreten, fo befindet man sich in dem Hauptraume der ruhende Boden und die wildwachsenden Pflanzen das Gas und den der Basilika, d. 5. in einer Kotunde, die an den Wänden Kapellen Sticftoff aus der Luft einsaugen und untergepflügt werden. Auf diese und in ihrer Mitte den Hauptaltar bat. Nabe bei dem Altar führt Art werden in manchen Gegenden Frankreichs und Englands ergiebige eine Falthür in das Heiligthum, in dem fich das Grab Chrifti bes Aerndten gewonnen.

findet. Ein kleiner Quaderftein vor der Eingangsthür ist dem griechiAußer einer verständigen Eintheilung in Soläge fteht in erster fchen Kultus vorbehalten. Unter den Kapellen zog die der babyffi . Reibe als Mittel, gewiffe Gegenden fruchtbarer und ertragreicher zu nischen Chriften zunächst meine Aufmerksamkeit auf fich. Die vor dem machen: die Entwässerung oder Dränirung des festen over thonigen Altar ziemlich zablreich versammelten Habyssinier waren Männer von Bodens. Darin haben die englischen Landwirthe den fichersten Weg hobem Wuche, mit regelmäßigen Gesichtszügen, nur durch ihr wolliges eingeldlagen. Die Dränirung durch Röhren ift die größte aderbau Haar, ihre schwarze Hautfarbe und ihre etwas diđen Lippen an die liche Verbesserung des neunzehnten Jahrhunderts, und über ihre Vor- afrikanische Raçe erinnernd. Ein Wamms von blauem Zeuge, ein theile herrscht heutzutage kein Zweifel. Durd das Arbeiten des ftag. Mantel von derselben Farbe, ein großer Turban und Sandalen bilnirenden unterirdischen Wassers wird der Luft, die den Wurzeln der deten bas Roftüm. Den verschiedenen Momenten in der Paffions. Pflanzen unumgänglich nothwendig ist, der Zufluß gestattet, das Reie geschichte entsprechen eben so viele Rapellen. men wird in größerer Bodentiefe möglich gemacht, und eine der erfäl Die Mauern der heiligen Stadt gehören zu den intereffanteften tenden Ursachen, die auf die Begetation störend einwirken, aus dem Denkmälern; fie rühren aus dem Mittelalter her. Das Fundament Wege geräumt. Ueberdies hat die Dränirung, indem sie die andauernde, der Mauern am Chal Josaphat und am Delberg ist aus ungebeuren, endemisde Fieber erzeugende Feuchtigkeit der Luft beseitigen Helft, aud funfzehn bis zwanzig Fuß langen und fieben bis acht Fuß hohen Qua . auf die Gesundheit einen wohlthätigen Einfluß.

dersteinen erbaut; man führt dieses Fundament auf den König Sa. Außer der nothwendigen Vorbereitung des Bodens muß aber auch lomo zurüd. Gewiß ift es, daß solche Bauten dem europäischen Bat. das Samentorn, das ihm anzuvertrauen ift, forgfältig ausgewählt wer stol fremd find. Aus gränzen diese Bauwerke an den Plaß, auf weldem den, und das fönnen wir durch neuerfundene sehr wirksame Mittel. Mit der von Salomo erbaute Tempel geftanden. Hülfe des finnreichen Bacousden Ausspeiders laffen fich die Jerusalem liegt auf einer Anhöhe, die im Norden allmählich atminder gefunden von den kräftigen Körnern, die man zur Aussaat be- fteigt und füblid ein enges Thal beherrscht, während im Weften und fimmt hat, leicht absondern. Doch nicht immer reicht diese Vorsichts. im Dften der Boden fid bis zum Bett des Kidron, der ganz ausgemaßregel aus; denn in dem scheinbar gesunden Korn, namentlic in trodnet ist, abbacht. Berfolgt man die Mauern außerhalb von Norder Rerbe zwischen den beiden Samenlappen, befinden fid oft die Ga ben nad Weften und von Weften nad Süden, fo ftößt man zunädift menftäubohen von Schmaroßerpilzen. Um die Reimfraft dieser Sa- auf eine kleine Anhöhe, welde, zur rechten Hand fich hinziehend, ein Plamen zu zerstören, bediente man sich seit lange pulverisirten ungelösche teau bildet, welches mit der heiligen Stadt ungefähr auf demselben ten Ralfs, der unter das angefeuchtete Saatforn gemischt wird. Man Niveau liegt. Diese Anhöbe ift die Stadt David's, welche vou nennt dieses Verfahren: das Einfalten; eine Benennung, die un den Armeniern zu ihrem Begräbnißplaß gemacht worden ist, und welche, eigentlich auch von anderen noch ficherer zum Ziele führenden Verfahrungs- obwohl fie fonft keine Spur mehr von ihrer früheren Pracht zeigt, um weisen, wobei andere Subftanzen, z. B. eine schwache Dosis Arsenit- zweier Denkmäler willen von allen Reisenden besucht wird. Das eine fäure, fupferiges idwefelsaures Salz u. a., zur Anwendung kommen, dieser Denkmåler ist der Saal, in welchem Christus zum legten Male gebraucht wird.

mit feinen Jüngern zu Tisch gesessen haben soll. Das zweite ist das Die Quantität des Saattorns steht in geradem Verhältniß zu der kleine Gemach, in welhem er die Nacht nach feiner Gefangennehmung Tragekraft des Bodens. Steht das Getraide body im Preise und der zugebracht haben soll. Das erste ift gegenwärtig die Wohnung eines Arbeitslohn niedrig, so dürfte es vortheilhaft sein, Rorn bei Korn in Derwiso, der es mit der dieser Menschenflasse eigenen Unreinlichkeit gewiffen Zwischenräumen zu fäen; man hat dann auf eine im Berbälte entweiht. Diese Entweihung brüdt aber weder Beratung, nodo feindniß zur Aussaat reiche Aerndte zu rechnen.

selige Gesinnungen aus. Die Muselmänner verachten und baffen die Die Saatzeit wechselt natürlich nac Klima, Lage und anderen örtlichen Umständen. Die Wintersaat muß im Allgemeinen früh genug

*) Die hier mitgetheilten Schilderungen sind den unter dem Titel: „La

rie intime et la vie nomade en Orient” veröffentlichten Reise- Erinneruna

Chriften; aber auf Chriftus unb das Chriftenthum dehnen fie biese Wenige Sdritte von der Stadt entfernt, erhebt sich ein röthlider Gesinnnngen nicht aud. Es ift sogar wahrscheinlich, daß fie diesen Ort Hügel, in welden ein enger Weg eingebauen ift. Dieser Weg führt in ehrfurchtsvolier Gesinnung einem Wesen zur Wohnung gegeben, zur Grotte Jefaias", einer überall mit Pflanzenwuchs überzogenen Höhle. welchem fie, ihrer Religion zufolge, Berehrung souldig find. Das Vor der Grotte befindet fich ein von den Aeften und Zweigen eines zweite der erwähnten Denkmäler, welches die Armenier den lateinern, alten Feigenbaumes überschatteter tleiner Garten, der einem Derwisd die es früher besaßen, entriffen haben, ift gegenwärtig ein fleiner, mit zum Aufenthaltsorte dient. weißem Marmor gepflafterter und mit ziemlid niedrigen Säulenballen Bon der Grotte Zelaias' tömmt man bald zu den Gräbern der umgebener Hof, auf welchem die Bischöfe der armenisden Gemeinde jüdischen Könige. Auf dem Wege zu diesem Labyrinth von Bosquets begraben find. Eine Rapelle nimmt die fübliche Seite des Hofes ein.

und Felfen begegnet man einer alten Mauer, die eine Art von Hof Dieses Heiligthum ift im Innern sehr sauber und schön gehalten; es einschließt. Das Basrelief auf dem in diesen Hof führenden Thor, ist ganz und gar mit kleinen quadratförmigen Platten von emaillirter eine Guirlande von Weinranten darftellend, fann wohl nicht auf die Fayence bekleidet; eine Art von Ausschmüdung, die man im Orient Zeit der jüdischen Könige und auf die jüdische Nation zurüdgeführt zieinlich häufig findet. Eine Thür zur linken des Altars führt in eine werden. Die unterirdischen Räume auf dem Hofe find leer; früher Zelle, bie fo flein ist, daß man faum glauben fann, fie fei jemals waren fie burd massive fteinerne Chüren von einander abgesondert. dazu bestimmt gewesen, einen Menschen aufzunehmen. In diesem Raum Diese Thüren liegen jeßt auf dem Boden. Der Eindrud, den die leeren fou Chriftus nach seiner Verhaftung bis zum ersten Verhör eingesperrt Grabgewölbe maden, ift ein solcher, daß man froh ift, wenn man sie gewesen sein. Es erinnert dieser Raum an die Garderobeschränke, die wieder hinter fich hat. Wir gehen weiter, durch Bethlehem, ein hübsches man in den Rapetlen schöner Schlöffer findet.

faft ganz aus weißem Stein gebautes Dorf, zu den Gärten Salomo's. Derfolgt man die Mauern von Jerusalem weiter von Weften nach Der Einbrud, den die mit diesem Namen bezeichnete herrliche Stätte Süden, fo entbedt man bald das Thal Josaphat's, d. h. das Bett des hervorbringt, ist um so mächtiger, da man, um zu ihr zu gelangen, ausgetrodneten Kidron, welches auf der einen Seite von der Anhöhe, einen ermüdenden Weg durch eine der dürrften Gegenden Zudäa's auf welcher Jerusalem liegt, auf der anderen Seite vom Delberge machen muß. Reichere Teppiche von duftenden Blumen, melodijderen eingeschloffen ift. Ein kleines arabisdes Dorf, welches noch den Namen Gesang von Vögeln tann man sich nicht vorstellen. Siloah hat, liegt wefilio im Chale, wo baffelbe fich etwas zu erwei Für die Erfursion zum Zorban und zum Tobten Meere ift es rathtern anfängt. Gegenüber diesem Dorfe, am Fuße der Anhöhe, auf fam, fich eine gute Eskorte mitzunehmen. Von Jerusalem bis zum der Jerusalem liegt, fließt langsam das Wasser der Duele von SiKlofter St. Saba ist die Entfernung nicht bedeutend, aber in den loan, zuerst in einem grob gemauerten Ranal, dann frei die Gärten wenigen Stunden hat man viel auszuhalten. Der Weg zieht fich des Dorfs bewässernd. Weiter im Thalgrunde, auf der Seite, wo zwisden Felsen bin, bei deren blendender Weiße und vollkommener das Dorf liegt, sieht man drei kleine Gebäude von auffallender Form, Trodenheit man die Wärme und das Licht der Sonne doppelt unan. in denen die Ueberreste Absalon's und zweier von seinen Gefährten genehm zu fühlen bekömmt. Wir vergaßen einen Augenblid unsere enthalten sein sollen. Noch etwas weiter bemerkt man faft am Fuß leiden, als wir den Blid in eine enge Sølucht mit riesigen Felsdes Delbergs eine weiße Mauer, die eine quadratförmige Fläche ein blöden gewannen. Diese Schlucht war das Bett des ausgetrodneten fóließt, auf welcher mächtige, Jahrhunderte alte Olivenbäume ftehen. Hebronftromes. Der eine der die Solucht bildenden Berge zeigt unDiese Fläche wird für den Garten gehalten, in den Jesus Christus zählige Grotten; in diesen, sagte man und, hätten St. Saba und fio To gern zurüđzog. Ein Mönc verbringt jeden Tag, vom Auf- feine Shüler gelebt; der andere auf dem linken Ufer des ausgetrodgange der Sonne bis zum Untergange, in diesem Raume, er pflegt neten Stromes liegende Berg ist mit verschiedenen Gebäuden: Häufern, darin einige Blumen und empfängt die Reisenden, welche aus Fröm- Kirchen, Festungswerfen, die von einer Mauer eingeschloffen sind, bemigteit oder aus Neugierde berbeifommen. Die Bäume find riefig bedt. Diese Gruppe von Gebäuden ist das Kloster des St. Sabar groß, und zahlreiche Sprößlinge umgeben ihre zum Theil bloßgelegten welches der griedischen Kirche gehört und von Mönden bewohnt wird, Wurzeln.

die schon öfter ihre reichen Befißungen gegen die fie angreifenden und Eine über das Bett des Kidron gelegte Brüde verbindet die Stadt belagernden Araber haben vertheidigen müffen. Am zweiten Tage unmit dem Delberge. Die Brücke und der auf den Berg führende Weg ferer Ertursion feßten wir uns noch vor Aufgang der Sonne in Betrennen den Garten des Delbergs von einem großen alterthümligen wegung, und wir waren auf dem Gipfel der leßten das Jordanthal Gebäude, in welchem, wie man glaubt, die irdischen Ueberrefte der bildenden Berge angelangt, als die Sonne aufging. Wir saben zu beiligen Jungfrau enthalten find. Die Christen des Orients haben unseren Füßen Alles mit dioten Nebeln bedeđt. Die Nebel fliegen bis auf den beutigen Tag um den Befis dieses Grabes auf das leie

allmählich auf und verwandelten fich in Wolfen über unseren Häupdensoaftlichfte geftritten. Das Gebäude ist eine geräumige und schöne tern. Dies war das erfreuliche Vorzeichen eines der im Drient in Rapelle, zu der man auf einer großen Treppe hinabsteigt; der latei- dieser Jahreszeit fo seltenen Regentage. Das Thal des Jordans lag nifchen Geistlichkeit ist es nicht gestattet, hier Gottesdienst zu halten. frei und ausgebreitet vor uns. Zur Rechten verlor es rich in ein Hinter dieser Kapelle befindet fich die Grotte, in welche fio Jesus Chri- fdwarzes Wafferbeđen, auf dem noch die Morgennebel lagen. Das ftus, als die Soldaten, ihn zu berhaften, tamen, zurüdgezogen haben soll. war das Todte Meer, dessen Wellen über die Ruinen von Sobom hinEinige Altäre in dieser Grotte gehören der lateinisden Geistlichkeit. geben. Zur Linken zog fido, so weit das Auge reichte, das Thal hin,

Der Delberg ist nur eine kleine Anhöhe, auf deren Gipfel jeßt überall dürr und obne Vegetation. Aber wo war der Jordan? Auf eine Mosdhee ftebt. Der Stein, auf welchem Jesus geftanden haben welchem Wege wälzt er sich ins Tobte Meer? Wir bemerkten in weiter Foll, als er gen Himmel fuhr, und auf dem auch noch seine Fußspuren Ferne nur einen kaum wahrnehmbaren grünen Streifen. Nachdem wir zu bemerken sein follen, wird in der Moschee aufbewahrt und wird zwei Stunden im Thale niedergestiegen waren, befanden wir uns an nicht bloß von den Chriften, sondern auch von den Moslemin heilig bem Ufer des Tobten Meeres. Die Gegend, welche diesen See umgehalten. Aus dem Fenster eines nahe bei der Moschee ftebenden Belo giebt, ift öde und trübe, aber in seinem dunklen Wafferspiegel spiegela vedere bat man eine sehr befriedigende Aussicht auf die beilige Stadt fid die Schönheiten des Himmels. Es ift nicht wahr, was man erund den Plaß, auf dem der Salomonisde Tempel gestanden und jeßt zählt, daß kein Fild im Todten Meere lebt, daß kein Bogel fic ihm die Moschee Omar's fleht. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß in diefer nähert, daß kein Pflanzenwuchs ihn umsattet. Wir lebten unseren nod Ueberrefte von jenem enthalten sind. Die Moschee Omar's gleicht Weg noch zwei Stunden lang fort, wie auf einer aus mächtigen Feld. teiner der vielen Moscheen, welde man in Afien fiebt. Bor benselben blöden gebildeten Treppe, deren Ende wir nicht absehen konnten. Plöß. befindet fich gewöhnlich ein von hohen Mauern eingeldloffener, mit lid bemerkte ich eine Aufregung unter unseren Arabera; fie ftredtet, Bäumen bepflanzter Hof, in deffen Mitte ein Springbrunnen die Luft unverständliche Töne ausstoßend, ihre Arme nad Süden aus; unsere erfrischt. Die Moschee Omar's dagegen fteht auf einem leeren, großen, Pferde wieherten und richteten die Köpfe auf; fie feßten fich in Gas quadratförmigen Plaße, der hier und da noch durch Brudhftüde von lopp, und wir ließen fie laufen; wir bemerkten nod Richts von einem Säulenballen begränzt ift. Die Moscheen sind gewöhnlich eine Zu- Fluffe. Bald aber vernahm ich ein dumpfes Geräusd, wir gingen fammenbäufung von verschiedenen Gebäuden; bei der Moschee Omar's nod einige Scritte, und wir genoffen eines der ergreifendften Naturift dies nicht der Fall. In der biblischen Schilderung des Salomo. Schauspiele. Der Jordan wälzte vor unseren Augen rauschend seine nisden Tempele findet man den großen leeren Plaß, die biefen Plas etwas folammigen, aber tiefen und reichen Wogen zwischen den von umgebenden Säulenballen, furz, Alles wieder, wodurch die Moschee riesigen und über einander geschichteten Bäumen bededten Felswänden. Dmar's fich von allen anderen Moscheen unterscheidet. Die Mosle. Mit Mühe bahnten wir uns den Weg burd das Gehölz und den min halten ftreng darauf, daß fein Ungläubiger die Moschee Omar's üppigen Pflanzenwuchs, den Myriaden von fliegenden Insekten mit betritt oder fid ihr aud nur nähert.

ihrem Gesumme erfüllten. Der Jordan ift nicht bloß ein großer, gea Zerafalem ift nicht blos die Stadt Chrifti, sondern auch die Stadt idhichtlicher Fluß, er ist auch ein großartiger, Herrlicher Fluß; wie durch der jüdisden Könige und Propheten. Es begegnen uns in Jerusalem Zauber wandelt er die ihn umgebende Natur um. auc Denkmäler aus der Geschichte des Alten Teftaments: Die Grotte Jefaias' und die Gräber der Könige; in der Umgegend der Stadt die Gärten Salomo's, der Jordan' und das Todte Meer.

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