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Lage voller Wigeleien am Abend zum Kontraft einige Thränen der der von den beiden Etabliffements von Saint-Gobain web Cirey anRührung vergießen, der New - Yorker verlacht dagegen lieber den 3n- gekauft und unterbrüdt. Doo finden wir in der Pariser Ausstellung balt seiner Thränendrüse nach einem Tage vou saurer Gesichter. Zu die Erzeugnisse einer seit einigen Jahren in Montluçon eriftirenden dem spricht Rachel in einer fremden Sprache, und wenn auch der Werfftätte, die aud idon 1851 in London vertreten war. Shre RapiNew-York Herald auf einmal herausgefunden, daß New -York in der talien find ziemlich bedeutend, and die Konkurrenz, welche sie den beifranzösischen Sprache zuhause ift, während doch erwiesen, daß wohl nir. den Haupt-Fabriten macht, hat auf die Preise schon mehr Einfluß gee gends so wenig Sinn und Studium zur Erlernung frember Sprachen, übt, als etwas früher eine andere außerhalb Frantreids angelegte wie bei Bruder Jonathan, so möchte trofdem die Dulness der einheitlichen Spiegel-Fabrit. Rann die Fabrit Montluçon auch nicht so große und klaffischen Ståde für den bunte Coulissen und Couliffenreißerei liebens' ro vollkommene Spiegel anfertigen, wie die beiden alten Spiegelden Amerikaner durch die gallifde ihm mehr als spanisch vorkommende Manufakturen, so liefert fie dode Waaren, die im Handelsverkehre Sprache nur noch duller werden. Aber gesehen muß die Rachel werden, sehr geldäßt sind. da bilft fein Retten; weiß der Hanteer wie fie aussieht, so wird er sich Der von Saint-Gobain für die gegenwärtige Ausftellang gelie. wieder zu seinem Komifer wenden, der ihn bei der Verdauung ro bravferte Spiegel ift größer, als alle bisher dagewefenen; er übertrifft um unterstüßt. Wie aber wird das Urtheil der Amerikaner über die Ras a tundsiebzig Centimètres denjenigen, welden die Chemie-Compagnie del wohl ausfallen? Europa bat ja Rafel groß, einzig gefunden; da im Hyde-Part batte, und welchen die Aafsdrift als den größten Spie. wird doch auch wohl Amerita mit verfolafenen Augen dem Nichtver- gel der Welt" bezeichnete. Dieser Spiegel hatte, nach dem Bericht standenen und nur Halbbegriffenen lauten Beifall zuflatschen, der französischen Jury, siebzehn Mètres sechsundzwanzig Centimètres

Fläche. Der Spiegel von Saint-Gobain bat aditzehu Metres vier

Centimètres Fläde; daß er den englisen aber auch an Güte überFrankreich.

trifft, wird man gewabr, ohne ein erfahrener Sachfenner zu sein. Der

belgische Spiegel aus der Werfftätte von Floreffe bei Ramur, ber fide Zur Geschichte der Spiegel - Fabrication. *)

in der Ausstellung befindet, fou funfzehn Mètres feds Centimètres Die Bollfommenheit der französisden Spiegel ist allgemein be. Duadratfläche baben. Spiegel von folder Größe sind ein Beweis, tannt. Bei der Londoner Universal-Ausstellung im Jahre 1851 gab daß man wirkliche Schwierigkeiten zu überwinder verftanden hat; aber es wenige Gegenstände, welche in der internationalen Jury eine so eine große Runft ist es heutzutage nicht mehr, folche Spiegel zu Stande lebhafte Debatte hervorriefen, wie die Spiegel. Haben diese leiden. zu bringen, wenn man nur viel Geld darauf verwenden kann. Hat schaftlichen Debatten auch nicht volftändig gerechte Entscheidungen bere man die nöthigen Rapitalien, um ungeheure Schmelzöfen, große Tiegel beigeführt, so haben sie doch wenigstens dazu gedient, die Superiorität und große Formen, welche legtere febr theuer find, da sie aus ftarfer der französischen Erzeugnisse in Bezug auf die Ausführung außer Bronze gegoffer fein müffen, anschaffen und um viele mißglüdende Zweifel zu stellen. Diese in der Arbeit des französisden Berichte Bersuche aushalten zu können, so gelangt man sicher dahin, folche rieerstatters (des Herrn Péligot) klar bewiesene Superiorität ist vor fige Spiegel zu Stande zu bringen. Der Spiegel der Themse-Comdem englisøen Berichterstatter ( Lord De Maulen) aufs entschiedenste pagnie war zwanzig Male mißrathen; das daburd verursachte Plus anerkannt worden.

der Unfoften betrug funfzigtausend France. In allen seit 1806 veranstalteten National-Ausstellungen ist den Der erwähnte belgische Spiegel ift, abgesehen von der Größe, franzöfisden Spiegeln nicht blos das Lob der Jury, sondern auch die noch von febr mangelhafter Beschaffenbeit, die Fabrit von Floreffe ist gerechte Bewunderung des Publifums zu Theil geworden. Auf den drei noch zu neu, als daß fie schon befriedigende Erzeugnisse liefern könnte. ersten großen Ausstellungen in den Jahren 1798, 1801 und 1802 feble Der von ihr gelieferte große Spiegel hat noch viele unreine Stellen. ten die Spiegel. Die Spiegel - Fabrication, die fich, wie so viele an Ein Spiegel, den die Aadener Fabrit, die erst seit dem 1. Nobemdere Zweige der Industrie, der Protection Colbert's zu erfreuen hatte, ber 1853 besteht, geliefert hat, verdient, was Güte und Shönheit bewar von Venedig in Frankreich eingeführt worden; aber sie war bier trifft, vor dem belgisden den Vorzug; er zeigt keinen wesentligen bald von Abraham Thenart dadurch vervollkommnet worden, daß Fehler. Seine bläuliche Färbung ift ein Uebelstand, der seinen Grund derselbe die Erfindung machte, die Glasmafle zu gießen, ftatt zu bla. nicht in der Fabrication, sondern in der Composition der Masse bat. fen. Während die gegossenen Spiegel in ungebeurer Größe verfertigt In dem großen Spiegel von Saint-Gobain ift die Composition eben werden können, durften die geblasenen die Größe von 1 Metre 25 Cene so vollfommen wie die Fabrication. Es ist das Auge eines Sadlentimètres faum überschreiten. Die leßteren sind nämlich in ihrer Größe ders nöthig, auf demselben zwei oder drei unbedeutende Fleden zu bedränft durch die Kraft des Menden, der die Mafie zu heben und entbeden. Da man so großen Spiegeln eine bedeutende Dide gebent zu blafen hat. Die Methode des Gießend liefert außerdem viel voll: muß, damit sie nicht von der eigenen Schwere zerbrochen werden, ift kommenere Spiegel. Nachdem die Spiegel-Fabrication seit dem fieb es fdwer, zu vermeiden, daß nicht hier und da ein Bläschen in dem zehnten Jahrhundert, wenigftens zu Zeiten, recht blühend gewesen war, Glase vorfömmt. Solcher Bläschen, die übrigens die richtige Spieges gerieth sie in der Revolutionszeit in gänzlichen Verfall

. Unter dem lung im Ganzen gar nicht beeinträhtigen, findet man in dem Spiegel Kaiserthum schien sie einen neuen Auffdwung zu nehmen; die auf der von Saint-Gobain nur sehr wenige. Von Strichen, welche eine diEsplanade des lavalides bebufs der Ausstellung im Jahre 1808 er. vergente Strahlenbrechung verursachen, ist er vollkommen frei. richteten Pavillons enthielten einen Spiegel aus einer im Faubourg Die Operationen des Spiegel-Fabrikanten sind sehr einfach und Saint-Antoine gelegenen Manufaktur, der große Bewunderung er- leicht zu begreifen: er hat die Glasmasse in Fluß zu bringen, die regte. Diese Manufaftur war nur eine Kommandite derjenigen von flüffige Lava auf den metallenen Gußplatten auszubreiten; die GlasSaint-Gobain in der Picardie, wo die Spiegelgießerei seit mehr als platten in den Ofen zu bringen und sie dann vollfommen eben und hundert Jahren ihren Hauptsig batte — in der ehemaligen Behausung glatt zu machen. Dazu fömmt dann noch die Belegung des Glases des friegerischen und ritterlichen Dichters Raoul de Coucy. Die Pa- mit dem Metali, wodurch das Glas erst zum Spiegel wird. Die Poriser Kommandite wurde später wieder mit der Hauptfabrik vereinigt. litur, welde verschiedene Arbeiten erfordert, wird heutzutage durch Der im Jahre 1806 aufgeftelte Spiegel war drei Mètres act Centi- Maschinen zu Stande gebracht. Obwohl in allen Spiegel-Fabriken mètres lang und ein Mètre und zweiundsechzig Centimètres breit. Um dieselben Regeln beobachtet werden, so sind doch gewisse Manieren, diese Zeit begann die Glashütte von Saint. Quirin mit der Gesell- durch welche die Anwendung der Regeln erleichtert wird, das audshaft von Saint-Gobain in Konkurrenz zu treten; fie gründete eine schließliche Eigenthum und Geheimniß der Mufterfabriken. Werfftätte für Spiegelgießerei in Cirey. Diese Konkurrenz, die gegen Einer der Hauptvorzüge eines guten Spiegels ist der, daß er feine fünfundzwanzig Jahre 'gedauert, hat großen Einfluß auf die Vervolle Farbe hat und darum den Bildern der Gegenftände, die er spiegelt, kommuung der Spiegel-Fabrication ausgeübt. Sie ist im Jahre 1830 feine beftimmte Färbung giebt. Die berühmten Spiegel Benedige durch ein Uebereinkommen der beiden Gesellschaften beendigt worden, hatten diese Eigenschaft nicht. Sie waren von einer leichten ins Rosa in Folge deffen beide denselben Tarif und nur Eine Niederlage in gebenden Färbung; fie ließen den Leint daber in einer versóönenden Paris hatten.

Färbung erscheinen. Um dieser Eigenschaft willen waren sie sehr bea Die Fabrication von gegossenen Spiegeln ist, aud seitdem fie liebt. Daß diese Eigenschaft aber trosdem ein Mangel war, ift nicht aufgehört hat, ein Gegenstand besonderer Privilegien zu sein (was bis zu leugnen. Die Spiegel gaben ein in Bezug auf die Farbe nicht 1789 der Fall war), immer nur von sehr wenigen Unternehmera be ganz treues Bild des Gegenftandes. trieben worden. Sie erfordert sehr große Kapitalien und bringt außer Die gewöhnlichen Spiegel, die aus deutschen Fabriken kommer, dem in der ersten Zeit nur wenig Gewinn, da es nicht möglich ist, in haben eine grünliche Färbung, die das Spiegelbild des Gesichts piner neu eingerichteten Spiegel-Fabrik sofort ganz befriedigende Er- sehr unvortheilhaft erscheinen läßt. Um die Wirkung zu vermindern, zeugniffe zu gewinnen. Die neuen Shmelztiegel und Defen werben bemüht man sich, sehr dünne Gläser zu Stande zu bringen. Frankreich erst gut, wenn sie längere Zeit gebraucht sind. Nur zwei neue Fabri- bezieht eine große Menge folder Spiegel aus Deutschland. Die franken waren angelegt worden; sie konnten sich aber nicht halten; sie wur- zöfisden Fabrifen liefern Spiegel von solcher geringen Dide nicht,

weil die Glasmasse, welche sie bereiten, die grünliche Färbung nicht hat. *) Aus einem auf die Ausstellung in Paris fich beziehenden Artifet des

Ein anderer Fehler der meiften Spiegel befteht darin, daß fie, weil Moniteur.

ihre Oberfläche nicht vollkommen eben ift, die Gegenftände mehr oder we*

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niger verzerrt erscheinen laffen. Gerade kinien erscheinen gebogen oder achtungen, die für die Drographie und Geologie dieses Theiles des wie gebrochen, sentrechte oder wagerechte mehr oder weniger (dräg. Stellt Himalaya von entschiedenem Nußen sein werden. Nach einer vorläuman zwei Spiegel, welche diefen Fehler haben, einander gegenüber, figen Berechnung foll die Höhe des Nanda - Deví- Paffes 17,950 engl. fo wird man gewahr werden, wie die Spiegelbilder, 3. B. von geras Fuß betragen. Eine Wanderung durch die Firn- und Eismassen des ben Linien, um so mehr entftellt und verzerrt sind, durch je öftere Milum-Gletschers, welche Robert und Adolph zusammen unternahmen, Wiederholung der Spiegelung fie entstanden find. Die zur Schleifung war nicht ohne Gefahren; felbst die zwölf einheimischen Begleiter der und zur Glättung angewandten mechanisden Vorrichtungen haben in Reisenden folgten ihnen nur mit Zagen und ließen fich, wie die beiBezug auf den hier erwähnten Mangel viel zur Vervollfommnung der den Brüder, burdy Seile mit einander verbinden, um den Boranges Spiegel- Fabrication beigetragen. Die Maschine des Herrn Carillon, benden, falls er in eine der mit Səhnee bebedten Firnspalten stürzte, die in der Ausstellung zu finden ist, steht in ausgezeichnetem Rufe. herauszuziehen. Ihren Bericht haben die Brüder mit den photograMit Hülfe folder Maschinen erhält man bei den Spiegeln eine gleiche phischen Abbildungen beider Bhutias begleitet, deren Naçe die Mitte mäßigere Dide, eine genauere Ebene und damit eine richtigere Abspie hält zwischen den Bewohnern Hindoftand und denen Tibets. gelung der Gegenstände. Es versteht sich von selbft, daß dies zu erreichen in dem Maße fówieriger ist, als die Spiegelflächen großer Arbeiter in Brasilien. Aus einer uns vorliegenden bras find. Weber gewiffe große Flächen hinaus muß man es für unerreich. filianischen Zeitung ersehen wir, daß der Reichs - Minister in einer bar balten, Spiegel von volkommener Ebenheit zu Stande zu bringen. Sißung der Deputirten-Kammer von Rio-Janeiro, im Juni d. 3.,

Die Methode Chenart's, die Spiegel zu gießen, hat die Methode, geäußert, er habe nach London Drbre gegeben, vermittelft eines chines fie, wie andere Gegenstände von Glas, besonders Gefäße, zu blasen, fischen Handlungshauses sechstausend Arbeiter aus China nach Brasinicht verdrängt. Nicht blos in Deutsøland und in anderen Ländern lien spediren zu lassen. Aus Europa Arbeiter zu beziehen, sei mit außer Frankreich wird diese Methode nod immer neben jener ange. großen Schwierigkeiten verbunden und habe fich erfahrungsgemäß als wendet; fondern auch in Frantreich hat man mehrere Fabrifen, wo unpraktisch erwiesen (europäische und namentlich deutsche Einwanderer man die Glasmafie nod bläft. Die tleinen Spiegel sind gewöhnlich haben sich nämlich geweigert, sich von den großen brafilianischen Grund. von geblasenem Glas, jedoch nicht immer; denn wenn beim Gießen befißern wie Sklaven behandeln zu lassen); die Chinesen bagegen eine große Glasplatte mißräth, kann man fie in brauchbare kleinere feien zu Arbeiten in beißen Klimaten vollfommen geeignet; auch feiert Stüde bertheilen.

fle anstelliger und geduldiger, als Europäer. Der Minifter behaupIn der Ansstellung sehen wir auch Spiegel, die geblasen sind. tete, daß jeßt bereits an 800,000 Chinesen in englischen und hollänEin französischer Fabrikant, welcher der Glas-Jnduftrie große Dienfte dischen Kolonieen sich befänden, wo sie die früheren Arbeiten der Negeleistet und Fenftergläser liefert, welche durch ihre Unveränderlichkeit gersklaven verrichteten. — Wir ersehen aus diesem Geständnisse, wozu einen ungemeinen Ruf erlangt haben, Herr (Patoniz, hat mehrere man eigentlich die deutschen Einwanderer in Brasilien da, wo sie nicht Spiegel, die nach der alten Methode gemacht find, zur Ausstellung eigene Kolonieen bilden, 'hat verwenden wollen. Wenn diese jeßt, feit gegeben. Sein Etablissement, in Aniche (Nord) gelegen, verdient eine den Verfolgungen der Deutschen in der Union, Anstand nehmen, nach besondere Erwähnung, sowohl in Bezug auf die Menge der Fabrifate, den Vereinigten Staaten auszuwandern, so sollten fie doch unter keinen die es liefert, als auch in Bezug auf seine Einrichtung, die als Umständen barum nad Brasilien gehen. Weit eber würde ihnen zu Mufter dienen kann. Die Jury von 1849 hat diesen um die 3#- rathen sein, einen der fic neu regenerirenden Staaten am Rio de duftrie hocverdienten Manne die ihm gebührende Anerkennung in den la Plata aufzusuchen, die fich mehr noch, als die südlichen Provinzen fdmeidelhaftesten Ausbrüden ausgesprochen. Die auf der Ausstellung von Brafilien, durch ihr gemäßigtes Klima zu einer deutschen Colobefindlichen Spiegel von geblasenem Glas, welche er geliefert, find nisation eignen. fo ldön, daß man sie von den gegoffenen nicht zu unterscheiden bermag, wenn man nicht ein Mann vom Fach ift.

Holzkohle als Luftreiniger. In einer der leßten Nums Ein Wort nod über die Menge von Spiegeln aller Art, die in mern des Journals der Londoner Society of Arts befindet sich eine den franzöfisden Fabrifen angefertigt werden. Genaue Nachforsqungen Abhandlung von Dr. Forbes Watfon über die Anwendung der Holzberechtigen uns, anzunehmen, daß die Spiegel-Fabrication Frankreichs kobie zur Cuftreinigung. Als Flüssigkeits- Reiniger ist die Holzkohle jährlic 140,000 bis 160,000 Quadratmètres Spiegel produzirt

. Das allgemein bekannt und angewandt. Neuere Experimente haben jedoch Hauptschiff des Industrie - Palaftes in Paris hat eine Fläche von ergeben, daß fie auch Eigenschaften besißt, vermöge deren fie in fani9216 Quadratmètres. Mit den in den Fabriken Frankreichs jährlich tätischer Hinsicht einer der beften Luftreiniger ift. Holzkohle besdleuproduzirten Spiegeln würde man diefen ungeheuren Saal funfzehn. nigt die demische Auflösung und absorbirt zugleich die tödtlichen Gase, bis sechzehnmal bededen können. Auf die Spiegel von geblasenem die der Fäulniß entströmen, indem sie dieselben geruchlos und beziehungsGlas fommen nur 20,000 Quadratmètres. Sie werden noch immer weise unschädlich macht. Es geschieht dies auf folgende Weise: Holzfabrizirt, weil sie um 20 bis 25 Prozent wohlfeiler zu ftehen fommen, foyle ist sehr porös und erponirt demnach der atmosphärischen Einwir. als die gegoffenen.

tung eine größere Oberfläche, als andere, minder poröse Körper; faulige Gase absorbirt fie mit Begierde. In ihren Poren enthält die

Holzkohle Sauerftoff in umfänglicherer Maffe, als sie felbft. SauerMannigfaltiges.

stoff aber ist der „große Lebensspender" der Natur. Faulende Gegen

stände befinden sich in einem , niedrigen Drybations-Zustande''; bringt Die Reise der Brüder Schlagintweit. Das vierte man nun die durch Fäulniß erzeugten nachtheiligen Gase in innige Heft von Band V. der Zeitschrift für allgemeine Erdkunde" bringt Verbindung mit dem kondensirten Sauerstoff der Holzkohle, so tritt eine Fortsegung der Nachrichten über die wissenschaftliche Reise der deren sanitätische Wirksamkeit sofort ein; denn fie absorbirt nicht allein Brüder Schlagintweit in Indien, und zwar in einem Bericht an den jene Gase, sondern sie zerstört sie auch. Holzkohle reinigt sich selbst, hohen, wissenschaftlichen Beschüßer dieser Erpedition, Se. Majeftät indem man sie der Einwirkung entweder der Sonnenstrahlen oder des den König Friedrich Wilhelm IV. Der Bericht ist aus Milum vom Feuers ausseßt, doch geht diese Reinigung viel langsamer von Statten, 28. Juni 1855 batirt und von Robert und Adolph Sdlagintweit unters als jene Aufsaugung. Ventilation besteht, wie Dr. Watson fagt, wes zeichnet. Er umfaßt die interessante Reise von Naini-Tal nach Mi- sentlich darin, eine Verdünnung der unrein gewordenen Atmosphäre lum, welche die beiden genannten Brüder auf verschiedenen Wegen, berbeizuführen; es sei daher durchaus ungenügend, etwa durch Vorrich. um zahlreichere Beobachtungen zu machen, zurückgelegt. Besonders tungen nach oben die unreinen Elemente der Luft aufsteigen zu laffen anziehend ist, was Adolph Sdlagintweit von seiner Wanderung über und nicht vielmehr eine freie Circulation oder eine andere Reinigung die Gletscher berichtet, die aus dem Pindur-Thale in das Gori - Thal derselben herbeizuführen. „Holzkohle", fügt er hinzu, „mag ein Dese führen, wo er den Zorn der von den Eingeborenen gefürchteten Göt- infectionsmittel im wahren Sinne des Wortes sein, oder nicht; das tin Nanda-Devi febr klug zu beschwichtigen wußte. Selbst als drei wissen wir jedoch gewiß, daß sie in wunderbarem Maße die Eigenseiner Begleiter fich in den Schnee niederwarfen,, wo sie, wie von schaft hat, diejenigen tödtlichen und fauligen Gafe zu zerstören, welche Sinnen, mit Händen und Füßen um sich schlugen, so daß die Uebris nur zu oft unsere Atmosphäre schwängern und in der That, weil sie gen volt Schreden riefen: „Die Nanda-Devi ift in fie gefahren!" in verstedterer Weise wirken, tödtlicher sind, als manche befürchtete war es Schlagintweit, auf dessen Gebeiß die drei Bhutias von den

Geißel, namentlich die Cholera. Durch Holzkohle gereinigte Luft fant Brahminen erorzifirt wurden. Auf der Höhe, die den Namen der in Gebäude vermittelst einer Röhre oder eines ,, Cuftverbreiters" (air Göttin trägt, wurden von den Brahminen vier Ziegen geopfert, doch diffuser) geleitet werden. Kränkliche Personen können fich auch, wenn mußte fich Schlagintweit während dieser Ceremonie, die er nicht mit fie in der Herbstnebel - Atmosphäre Londons sich bewegen, solche mehr ansehen durfte, hinter einen Felsen stellen. Während Jene opferten, Sauerstoff enthaltende luft vermittelft eines Respirators" zuführen veranstaltete der deutsche Reisende Winkelmessungen und andere Beobs laffen.

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Der von dem Minifterium des Königreids Sardinien ben RamItalien.

mern vorgelegte Gefeßesvorschlag über die Aufhebung einiger Klöfter

hat mehrere Soriften hervorgerufen, von denen die des Professors Literatur-Berichte aus Italien. *)

Farina besondere Aufmerksamkeit verdient. Schon der Titel feines Professor Amari's und Fürft Butera'' fizilianische Geschichtswerke. – Die Gr: Buches sagt, daß die Nation der einzige und wahre Eigenthümer der morbung des Grafen Roffi. - Phyfiologische Beobachtungen in Bezug auf die geistlichen Güter sei.") Der Verfasser war früher Herausgeber Hinrichtung. Topographisches Lerifon von Sardinien. Farina über die einer sehr geachteten ftatiftisden Zeitschrift und einer der Haupt-MitKlöster in Sardinien. — Ricotti's Vorlesungen über die Geschichte Europa's. arbeiter an der Statiftit von Sicilien. Er war Mitglied des neapoTaflo's Briefe. Gin Lehrgedicht über Dpernterte. Graf Gefare Saluzzo. - litanis en Parlaments von 1848, daher er, aus seinem Vaterlande per. Der Improvisator Rigaldi.

trieben, jeßt in Turin als Profeffor der Staatswirthschaft lebt. Einer der aus Sicilien in Folge der Revolution von 1848 aus Der Professor der neueren Gedichte an der Universität zu Turin, gewanderten Gelehrten Palermo's, der ehemalige Professor Amari, Ritter Ricotti, hat eine neue Ausgabe seines sehr beliebten Handbat wieder einen schäßbaren Beitrag zur Geschichte seiner Insel ger buches der Geschichte Europa't und vorzüglich Italiens in drei Bánliefert, indem er die Herrschaft der Muselmänner in Sicilien bear. den veranstaltet, ") nachdem die erften beiden Ausgaben sonell verbeitet, wovon im vorigen Jahre der erste Band erschienen ift. **) Dieser griffen waren. Der erste Band enthält das Mittelalter, von dem Band enthält den Untergang der byzantinischen Herrschaft in Sicilien Untergange des römischen Reiches (denn vorher gab es eigentlich noch und die Eroberung der Insel durch die Muselmänner bis zum Jahre 900. teine Geschichte von Europa) bis 1492, wo Amerika entbedt wurde Der Verfasser hat die Quellen feines Vaterlandes con früher treulid und die Wiederherstellung der Wissenschaften und Künfte nach dem benußt und giebt ein lebendiges Bild des arabischen Volfes, welches Falle des Lehnwesens erfolgt war. Hier ist besonders von dem Verdamals im Besiß der Wissenschaft war. Friedrich II. von Hohenftaufen fasser auf die Geschichte der Verfassung und Verwaltung Rüdfiot geverstand es, die dort noch vorgefundenen Refte arabischer Bildung zu nommen worden, so daß er zugleich eine sehr übersichtliche Kulturwürdigen, was ihm von dem Papste zum Vorwurf gemacht wurde. geschichte liefert. Er weift nach, daß die Städte in Italien unter der

Ein anderer gelehrter Sicilianer, der fürft Trebia-Butera. Weltherrschaft Roms ftets der Selbstverwaltung genossen, und wenn Scordia, hat die Herrschaft des sowäbischen Hauses in Sicilien aus nach und nach das demokratische Element den Dptimaten in der beschrieben. Auch er lebt als Ausgewanderter in Genua, wie Amari Curia weichen mußte, so war es doch immer dieser Theil der Bürund andes Reggio, welcher fich durch philosophische Arbeiten in gerschaft mehr oder weniger, welcher die städtischen Beamten wählte der von dem ehemaligen päpftlichen Minifter, Grafen Mamiani della und beaufsichtigte. Rad und nach waren die Zünfte und anderen Rovere, zu Genua gestifteten Akademie der italiänischen Philosophie Corporationen entftanden, welche ein Gegengewicht gegen die Dptimaauszeichnet

ten bildeten und die, obgleich anfangs verboten, doch schon im fünften Vor kurzem ist endlich eine attenmäßige Darstellung des Morbes Jahrhundert ihre eigene Verfaffung, Statuten und eigenthümliches des päpstlichen Ministers Roffi") erschienen. Allein wenn man auch Bermögen hatten, wofür ihnen mitunter besondere Verpflichtungen hiernach glauben sollte, daß dieser politische Morb duro die damalige auferlegt waren; so hatte z. B. die eine Zunft der Gerber in Rom republikanische Partei veranlaßt worden, so behauptet man doch in die Verpflichtung, die Feuerlösch - Anftalten zu besorgen. Der BerStalien allgemein, daß die der Hefe des Voltes angehörigen Mörderfaffer theilt das Mittelalter ein in den Zeitraum von dem Einfalle anderweit inspirirt gewesen und die Quelle in ganz anderen Regios der Barbaren, 476, bis zur Errichtung des longobardischen Reiches, nen zu suchen sei. Man behauptet, Roffit fei wahrhaft conftitutio- 568, dann bis zur Errichtung der fränkischen Monardie, 773; nach nell gewesen und habe das Vertrauen des Volfs beseffen, wobei er deren Berfa, 888, fing das Feudalwesen an, welches bis 1152 dauerte, dem Papfte treu ergeben war und zugleich die Conftitution befestigt wo die Städte Italiens das Uebergewicht erhielten, die aber durch die und aufrecht erhalten hätte. Die sogenannten , Schwarzen" hätten Umtriebe der kirchlichen Gewalt feit 1309 in bershiedenen Herrschafaber nichts mehr gefürchtet, als eine friedliche Reform, welche zu fon ten und Fürstenthümern untergingen, durch welche in Folge des Lehnsolidiren Rossi ganz der Mann war. Er mußte daher fallen, ehe er wesens die kaiserliche Macht vernichtet worden war. Der zweite Band dieselbe konsolidiren fonnte. So war es eine diplomatische Nothwen. enthält die Gefdichte Europa's bis zur französischen Revolution; der bigkeit, ein Staatsstreich, wie der Dold, der Sarpi traf.

Verfasser theilt diesen Zeitraum in drei Cheile: erft hielten Spanien Ein wissenschaftlicher Arzt zu Turin, Borelli, hat zu Turin mit und Frankreich sich das Gleichgewicht bis 1559, bis zum Frieden von einem Kollegen Zambiand i physiologische Forsdungen über die Voll Chateau Cambrefis, dann erhielt Spanien das Uebergewicht wenigstens ftredung der Todesstrafe T) herausgegeben, indem von ihm ermittelt in Italien und zuleßt Defterreich. Bei dem Vortrage der Reformas worden ift, daß die in dem Königreiche Sardinien gewöhnliche Tobese tionsgeschichte zeigt sich der Verfaffer sehr unparteiisch und tolerant firafe des Hängens, obwohl sie auch in England die gewöhnliche, eine und verschweigt nicht die Mißbräuche des Papstthums. Der dritte viel qualvollere Todesart, als das Köpfen ist, da sich durch Erfahrung Theil beschäftigt fich mit der neueren Geschichte feit der französischen herausgeftellt, daß der Tod des Gehängten nicht ftets unmittelbar er Revolution bis zum Jahre 1815, mithin mit dem Zeitraum, welchen folgt. Borelli ift Herausgeber der in Turin gebrudten medizinischen Manche aus den Büchern der Geschichte auslöschen möchten. 3o 3taZeitung, welche für die befte Italiens gehalten wird. Auch hat ihn lien, wo die erste Gesellschaft zugleich die gebildetfte ift, besonders in die Raiserlich Leopoldinisch- Rarolinische Akademie der Naturforscher Piemont, hat der Verfasser bei dem Vortrage dieser Thatsachen keinen zu Breslau vor furzem zu ihrem Mitgliebe ernannt.

Anftand erfahren. Ein topographisches Wörterbuch des Königreiche Sardinien,'tt) Den Berehrern Taffo's wird es sehr angenehm fein, zu erfahren, welches so eben in Turin erschienen ift, erfreut sich ungetheilten Beifalls daß die Herausgabe seiner Briefe, nach der Zeitfolge geordnet, ießt wegen seiner Volftändigkeit, obwohl es sehr hat zusammengebrängt beendet ist, wodurch sido Cesare Guafti ein großes Verbienft erwor. werden müssen, da es auf 1367 Dktavseiten 22,000 Artikel enthält. ben hat. )

Es ist eine merkwürdige Erfdeinung, daß im Königreich Neapel *) Berichtigung. In dem italiänischen Literatur -Bericht Nr. 111 des „Magazin" ist durch einen Korrefturfehler ber Name Madiai mehrere Mal

die abftraften philosophischen Studien mehr als in allen anderen ita. unrichtig wiedergegeben worden.

**) Storia dei Musulmanni di Sicilia, di Michele Amari. Firenze, 1854. *) La nazione è la unica e vera proprietaria de' boni ecclesiastici, ***) Storia del Assassinio di Pellegrino Rossi, tratta dai prozessi. Torino. di Giuseppe La Farina. Torino, 1854.

t) Della pena di morte nelle sue relazioni colla fisiologia ed il di **) Breve storia d'Europa e specialmente d'Italia di E. Ricotti, proritto, di G. Borelli ed A. Zambianchi, Torino.

fessore di storia moderna. '3 Vol. Torino, 1854. tt) Dizionario geografico statistico degli Stati Sardi, per cura di ***) Le lettere di Torquato Tasso, disposte per ordine di tempo ed Guglielmo Stefani. Torino, 1855.

illustrate di Cesare Guasti. Firenze, 1852-54.IV. Vol.

liänischen Staaten betrieben werden; vielleiớt aber weil dort Staat schön und, wie es schien, auch frugtbar, atein nicht mit dem lieblichen und Kirche am wenigften erlauben, sich mit der Gegenwart zu beschäf- Grün der jungen Saat, sondern mit der Geißel dieses gesegneten tigen. Ein junger Neapolitaner hat so eben in Turin eine Ueber- Landstrices, der Heufórede, überzogen. Die abscheulichen Insekten segung des Ariftoteles “) herausgegeben. Er lebt ganz für diese Stu- batten noch nicht die nöthige Größe erreicht, um sich von der Erde dien und ist überhaupt wieder eines der Beispiele, wie reiche Leute zu erheben; sie trugen oder sprangen über einander weg, und der in Italien aus Liebe zur Wissenschaft für dieselbe leben, ohne durd Boden schien wie mit einer dunkelgelben Lehmídicht bededt, welche fie leben zu wollen, wie da, wo die Wissenschaft blog als Milchfuh fortwährend in zitternder Bewegung war. Noch einige Tage, und behandelt wird.

das häßliche Gewärm fliegt auf, und Tod und Vernichtung bezeichnen Bekanntlich sind die Opernterte gewöhnlich nicht von bedeutendem die Stellen, welche es auf seiner Wanderung berühren wird. Werth; ein Dichter, Caccialupi, wid versuchen, diesem Uebelftande Im weiteren Verlauf unserer Reise begegneten wir einem Schwarm abzuhelfen und diesen Zweig der Dichtfunft zu heben. Es hat dieser Heusdređen, durch welchen wir uns einige Stunden lang im wahren ein didaktisches Gedicht über das Melodrama des neunzehnten Jahr. Sinne des Worts bindurarbeiten mußten. Er verfinsterte förmlich yunderts herausgegeben, in welchem er die Ursachen seines Verfalle die Sonne, ließ ein eigenthümliches unangenehmes Geldwirre hören, darstellt und nach mehr Klassizität binarbeitet.)

und erfüllte die Luft mit einem sehr fatalen Geruch. Wo die Thiere Eine Biographie des Grafen Cesare Saluzzo, von Cabetti, -*) ift auf die Erde gefallen waren, lagen sie wohl eine viertel Ede body; sehr gut aufgenommen worden, da fie einen Mann betrifft, der ein sehr aber auc die Heuschober, ja, felbft die Strohdächer waren did mit rühmlides Andenken hinterlassen hat. Von den Fürften von Saluzzo ihnen überzogen. berstammend, welche einst, wie die anderen kaiserlichen Beamten, in der Einen eigenthümlichen Anblick gewährt es, wenn der Schwarm Zeit des Lebewesens fich zu Monarchen ihres Verwaltungsbezirks gemacht im Anzuge begriffen ist, er erscheint dann als ein dichter Nebel von batten, gehörte er der ersten Familie des Rönigreichs Sardinien an. grangelber Farbe, der fid bald erhebt, bald zur Erde senkt. In den Seine Erziehung fiel in die Zeit kurz vor der franzöfisden Revolu. Feftungen am Raukasus, so wie in den Rosaken-Stationen (Stanizy), tion, wo die vornehmsten jungen Leute in Piemont zugleich ftrebten, wird, sobald fich diese Landplage sehen läßt, lärm gefolagen, gleich die gelehrtesten zu sein. Auch unser Saluzzo widmete sich ganz den als ob der Feind im Anzuge wäre. Die Artillerie löft die Geschüße, Wiffenídaften, wurde bald thätiges Mitglied der Akademie der Wis- und auch die Infanterie giebt Feuer, macht mit Trommeln und Hurrahsenschaften zu Turin und zeichnete sich durch mehrere gesdichtliche und rufen einen wahrhaft höllisden lärm. Der erschredte Schwarm fliegt tartographische Arbeiten aus. Nach der Wiederherstellung des König- auf und weiter, die Soldaten hinter ihm ber und laffen von der Verreichs trat er in Militairdienste, wurde bald Direktor der Militair folgung nicht eher ab, bis sie die kleinen aber unersättlichen Freffer Erziehungs-Anftalten und starb als Feldzeugmeister der Artillerie und in die Wälder und Berge oder in irgend eine Schlucht, die natürliche Präsident der Afademie der Wissenschaften; seine gelehrten Werke find Vefte der Bergbewohner, gejagt haben. Einft zog ein solcher Scwarm hinreichend bekannt.

über zwei Stunden um die Wostwijenster Feftung berum; man Einer der bedeutendften jeßt lebenden italiänischen Improvisatoren feuerte wie in der heißesten Schlacht und machte dabei einen gräßift G. Rigaldi, aus Varallo bei Novara, welcher ein zu poetisches liceu Spektakel, bis es endlich gelang, den Feind in die eben so ger Gemüth auf die Universität zu Turin mitbrachte, um Gefallen an dem beimnißvolle wie schauerliche Arguner Solucht zu treiben. trodenen Studium des Rechts zu finden. Bei ihm wurde Ates Poesie, Wo folche nachdrüdliche Mittel nicht zu Gebote fteben, wie z. B. wie bei Doid, quidquid tentabat dicere versus erat. In den Lehr. in ben Dörfern biefseits des Raukasus, da fieht es freilic folimm stunden schrieb er sein Gedicht über den Krieg; das durfte nicht ges aus, wenn die Heusdrede angezogen kömmt; ba fteht der Landmann ftattet werden, er mußte die juridisce laufbahn aufgeben. Nun warf mit bersoränkten Armen und sieht zu, wie die Frucht seiner müheer fid erft recht der Dichtkunft in die Arme, facit indignatio versus. vollen Arbeit unter den Freßwerkzeugen der kleinen Ungeheuer derBald entwidelte sich sein entschiedenes Talent zum Improvifiren, wo- fchwindet, wo Nichts zurüdbleibt, als der fahle Boden und ein widermit er die Gesellsdaft in Rom, Florenz und Neapel, so wie in den wärtiger Geruch. meisten Städten Italiens, entzüdte. 3u Paris feierte er seinen größ. Trobbem fteht der Schaden, welchen die Heusdrede anridtet, ten Triumph. Lamartine und Victor Hugo verbreiteten feinen Ruf, in feinem Vergleich zu dem Vortheil, welcher hier aus dem Boden so wie Delphine Gay und George Sand, besonders als die Leştere zu ziehen ift. Wer nur Luft hat und rührig ift, fann fo viel land ihm als Gegenstand der Dichtung den Tabadoraus aufgegeben hatte, benußen, wie er will, denn vor Abgränzungen weiß man nichts. eine Aufgabe, deren er sich mit aller Gewandtheit entlebigte. Er Peregradnaja, das Dorf, in welchem wir nach faft tagelangem machte hierauf wissenschaftliche Reisen nach dem Orient bis nach Nur Marsde endlich Halt machten, zieht fich theils in der Ebene, theils bien und lebt jeßt in Turin, wo er eine Sammlung trefflicher Geo an einem Bache hin und hat wohl eine Meile Länge. Die reinlichen dichte herausgiebt, deren erste Lieferung vorliegt. 1) Besonders gefädt netten Bauernbäufer desselben find meist aus Sandstein aufgeführt, eine Hymne auf Gott, welche er auf dem Aetna bei dem Ausbruche der daselbft sehr reichlich vorkommt, und gleich wie in der Ukraine deffelben im Dezember 1842 dichtete. Einem so wiffenschaftlich ge mit Gärten umgeben, was immer auf gute Wirtschaft und eine bildeten Manne geben seine Reisen den besten Stoff zu seinen Ge- gewiffe Wohlhabenbeit íließen läßt. Wir waren schnell untergebracht dichten, z. B. auf ,,Theben“ in Aegypten; sehr lieblio ift feine Nacht und fanden eben so freundliche Aufnahme wie in dem legten Dorfe. auf dem Adriatisden Meere". In Scilli in Calabrien wohnte er Die Leute hier, größtentheile Ansiedler aus dem Innern Rußlands, einem bort jährlich am 1. April gefeierten Kirchenfeste bei, das zum die uns recht gute Wirthe zu sein schienen, beschäftigen fich neben der Andenken eines Sieges über die Sarazenen im Jahre 1093 gefeiert Bodenkultur viel mit Leinwandweberei. Ueberall faben wir die langen, wird, wobei die Maria felbft vom Himmel gekommen und gegen die weißen Streifen über den grünen Rasen ausgespannt und den bleiUngläubigen gefämpft hat. In feierlicher Prozession wird ein Hölzer. denden Strahlen der Sonne ausgeseßt, junge flinke Mädchen besorgten nes Matter-Gottes-Bild zu Pferde mit Lanze und Küraß ausge- abwechselnd das Gewäft des Begießens, und am Abend kamen die rüftet und mit Sporen an den Stiefeln von der Geistlichkeit vor die Bursden berzu, um unter fröhliden Liedern mit den fomucen Dirnen Stadt getragen. Dort theilt fich die junge Welt in zwei Heerhaufen; zu schäfern und herumzuspringen. Mich zog es in den muntero Kreid, die bewaffnete Jungfrau entscheidet den Kampf, indem sie fich an die dod wie früher, so war auch hier der Soldatenrod bas Hinderniß der Spiße der Gläubigen feßt.

3. F. Neigebaur,

Annäherung; man ging mir aus dem Wege oder flob mich geradezu.

Der folgende Tag war Rafttag, und wir benußten den herrlichen Rufland.

Morgen, indem wir uns unter dem Sdatten eines Kirschbaumes

lagerten und Jeder Bücher, Album, Bleiftift, Farben oder fonft das. Aus dem Tagebuche eines Verbannten im Kaukasus. jenige aus seinem Tornifter herausnahm, womit er die Stunden zu 1. Vom Don nad Stawropol.

fürzen gedachte. Lange jedoch hielten wir es im Freien nicht aus,

denn die Hiße wurbe bald anerträglid, und erhob fid ja ein Wind, (Fortsegung.)

so war er wie der Hauch aus einem glühenden Dfen. Wir verkrochen Das ermüdende Einerlei der glatten, baumlosen Steppe, dem uns, wie und wo wir konnten, waren am Abend aber auch förmlich unser Blid begegnete, seit wir den Dniepr überschritten hatten, fing erschöpft. an allmählid mehr Abwedselung zu bieten. Es zeigten fich hier und Auf der Reife, besonders hier zu Lande, ift nichts so ftärkenb ba hübsche Hügelreihen und aud mitunter ein durd den grünen Rasen: wie Thee. Wir hatten dazu alle Ingredienzien bei uns, allein ein teppich fic hinsdlängelndes Bäðlein, an deffen Rand zahlreiche Bieba nothwendiges Requifit fehlte, nämlich die Maschine, der Samowar, beerben weideten. Die Aeder, welche uns zu Geficyt tamen, waren Wir verlangten eine folche von meinen Wirthsleuten, bod biese batten

feine im Vermögen und meinten, höchftens würben wir, was wir *) Metafisica d'Aristotele vulgarizzata da Ruggiero Bonghi. Torino,

fucten, bei der Mitwe bed Popen finden. Wir begaben uns sofort **) Il melodramma nel secolo XIX, carme didascalica di Giovanni Caccialupi. Milano, 1855.

in das Haus der geiftligen Frau und fanden dies zwar offen, zu ***) Cenui biografici di Cesare Saluzzo, per G.B.Cabetti. Torino, 1854. unserem Erftaunen jedoch menschenleer. Wir flopften überall an,

der Erde eine Stimme vernehmen ließ, und aus demselben ein aller ter u. f. w., in der Hauptftraße des unteren bagegen konzentritt liebster Kinderkopf herausschaute. Auf die Frage nach der Hausfrau fich der Verkehr, denn hier stehen die Gewölbe der Kaufhalle (gostiwurde uns die Antwort, sie werde gleich erscheinen, und wirklich eat noi dwor), die Magazine, Gafthöfe, Konditoreien u.s. w., längs denen ftieg auch bald darauf der Tiefe - die, wie wir erfuhren, ein Keller

die, wie wir erfuhren, ein Reller fich der mit Linden und Atazien eingefaßte, schöne, lange Boulevard war eine fchon bejahrte Frau mit mehreren Kindern verschiedener hinzieht. Ueber der unteren Stadt thront auf einer Anhöhe bie ringsGröße, die nad unserem Begehr fragte und uns dabei ins Haus um von einer fteinernen Brustwehr eingefaßte, in herrliche Kuppela bat, welches fie, wie sie bemerkte, der großen Hiße wegen mit dem auslaufende Domkirche und macht an dieser Stelle einen sehr große unterirdischen Raume vertauscht hatte. Was wir suchten, war wirklich artigen Einbrud. Daß die Stadt, wenigstens in den Hauptstraßen, vorhanden, wenn auch längst schon nicht mehr gebraucht und daher fteinerne Trottoirs hat, ist eine große Annehmlichkeit; vor wenig Jahren mit einer dichten Sdicht Staub bededt; die gute Frau unterzog fich mußte man noch, wie in allen Städten Süd-Nußlands, im Rothe faft gern der Bereitung des labenden Getränks, und nicht lange, so brod- versinken. Zu Spaziergängen dient, außer dem fdon erwähnten Bou. belte es in der Maschine, klapperten in den Gläsern die Löffel, deren levard, noch der in der Mitte der Stadt gelegene und nach seinem wir glüdlicherweise zwei, wenn auch in etwas defektem Zustande, früheren Befißer Bubinov benannte bain, wo an Sonn- und Feftvorfanden. Wir rüdten die Bänke heran, reßten uns mit unserer tagen die Regiments-Mufit spielt, und der Abends von vielen Lampen neuen Wirthin und deren Sprößlingen um den Tisch und ließen uns und Laternen erleuchtet ift, dann der unter dem Fürsten Woronzov den Tschai (Thee) gut fcmeden.

angelegte Mustergarten, in welchem man die aus der Krim hierher An der Wand über dem Bette hing eine mit nur wenigen Saiten verpflanzten herrlichsten Obftsorten findet und der für viele Meilen weit bezogene Guitarre, und dies verursachte mir einen wahren Sored; in der Umgegend die jungen Bäumen und Pfropfreiser liefert. Da denn einer unserer Kameraden lebte der fatalen Ueberzeugung, ein gerade von Anlagen die Rede ift, so sei hier auch die an der Tschla hinreißender Sänger zu sein, und versäumte keine Gelegenheit, wo angelegte Maulbeerpflanzung, so wie die Schule, erwähnt, wo die er Proben feines Talentes ablegen konnte; erblicte er erft das fu- Kinder aus den niederen Klassen in der Zugt und Pflege der Seidenstrument, dann ging es ohne Singen nicht ab. Was id gefürchtet, raupe Unterweisung empfangen. traf ein; kaum hatte er sein Glas geleert und fich in der Stube um Mangel an Communications-Mitteln, besonders an Wafferftraßen, gesehen, als er die Guitarre gewahr wurde, mit einem freudigen ,,at" haben Handel und Induftrie bis jegt in Stawropol noch nicht sehr auf sie zusprang und sie vom Nagel herunternahm. Man kann sich auffommen laffen. Die hiesigen Kaufleute beschränken sich darauf, denken, wie scoredlich fie verftimmt war; das hinderte jedoch den die Städte und Festungen längs der kaukasisden Linie mit dem Nothkühnen Sänger nicht; er intonirte fein gewohntes:

wendigen zu versorgen, obgleich dafür Georgiewsk, als den Bergen Nah der Stadt auf grünem Rasen

näher gelegen, ein weit paffenberer Punkt wäre. Stawropol liegt Mäht der Schnitter muntre Schaar,

weder in der Mitte des Guberniums, nod ift es der Drt, wo die und wurde, wenigstens von der jungen Welt, mit reichem Beifall be- berschiedenen Bergbewohner zusammenzukommen pflegen; er hat seine lobnt.

Bevorzugung einzig und allein dem gefunderen Klima zu danken. Bis hierher war uns auf unserem Wege eigentlich noch nichts

(Schluß folgt.) aufgestoßen, was uns bätte daran erinnern fönnen, daß wir uns in einem anderen Welttheil und nahe dem Kaufasus befanden; doch gleich hinter Peregradnaja nahm die Landschaft einen ganz anderen, neuen

Nord: Amerika. Charakter an. Weitläufige Ebenen wechselten mit malerischen Hügelreihen, dunkle Haine wedselten mit munter plätschernden Bächen, und

Chinesische Schauspieler unter den Yankees auf dem Wege zeigte sich auf seiner Arba, einem Wagen mit hohen Klagen über das robe, unwürbige Benehmen der Yantees gegen Rädern, der Gebirgsbewohner von jenseits des Kuban in seiner Fremde find jeßt an der Tages-Ordnung. Die Nichtswürdigkeiten der fowarzen Burka (Rod) und zottigen Popacha (Müße) und regierte Rowbies von Louisville gegen Deutsche und Frländer haben das ganze mit starker Hand fein Dchsengespann. Er bringt aus Eichen oder civilifirte Europa aufgebracht. Wir wollen, als einen weiteren ChaBuchen verfertigte Hölzerne Geräthschaften, als: Schaufeln, Mul rakterzug zu diesem Bilde der Yankees, ein auf der Erzählung einer den u. T. w. und tausot dafür ein Mäßchen Hirse oder Weizen ein. bezeichnenden Thatsache bafirtes Urtheil eines Bewohners des Reiches Endlich steigt auch am fernen Horizont der weiße doppelte Gipfel des der Mitte unseren Lesern mittheilen. Wie arg muß es Bruder Elborus empor, der den über ihm schwebenden Wolken gewiffermaßen Jonathan treiben, wenn dasjenige Volt, das bisher als das ungaftzur Stüße dient, und wir ftanden am Eingange desjenigen Landes, lichfte, hochmüthigfte und gewinnsüchtigste versdrieen war, ießt in allen in welchem wir für lange Zeit unseren Boynfiß auffolagen sollten. brei Beziehungen den Yankee als feinen Meister anerkennt!

Wir hatten bereits das Dorf Mostowsta hinter uns und näherten Bir haben bereits mehrfach der in San Francisco erscheinenden uns mit starten Scritten Stawropol, entfernten uns aber auch mehr dinefischen Zeitung „Tung-Ngai-San-Luk" (englisch: The Oriental) und mehr aus der so echt ländlichen Gegend, hinter welder sich die gedacht. In Nr. 28 dieses Blattes erzählt nun ein junger Chinese, mächtige Bergfette erhebt, die feit fo vielen Jahren ihon Zeugin der ber fidh auc in englischer Sprache vortrefflid auszudrüden weiß, welches heftigften, blutigften Kämpfe ist und auch jeßt noch von Waffengeflirr Sidfal einige feiner Landsleute, chinesische Schauspieler, gehabt, die und Kanonendonner wiederhalt. Wahrlich, wem es um einen abge- fich hatten bereden lassen, nach New-York zu reifen, um dort Vorschiedenen Wohnort zu thun ist, der muß hier unter Maulbeeren und stellungen zu geben. Dem amerikanischen Impresario, einein SGüler Akazien seine Hütte bauen. Er lebt dann bei geringen Bedürfnissen Barnum's, war die Speculation, die er auf die Schauluft seiner Lands. von dem, was die Natur in Fülle (pendet, und hat weiter feine Mühe, leute gemacht, allerdings mißlungen; ftatt jedoch felbft den Schaden als seinen Ueberfluß nach der nächsten Stadt zu bringen, um für die zu tragen, haben er und seine Helfershelfer bie unerfahrenen, armen wenigen Kopeken, welche er einnimmt, die einzige von ihm geforderte Chinesen auf das Gemeinfte betrogen und mißhandelt, wobei, mit dusa Abgabe, eine faum nennenswerthe Kopffteuer, zu bezahlen.

nahme einiger wohltätigen Frauen und Männer in New York, die Stawropol, zwischen den Flüffen Tsola und Mutianta, bat eine ihnen zulegt geholfen, auch das Publikum auf das 3nbumanfte fico fhöne, hohe Lage. Die verschiedenfarbigen Dächer der Häuser und benommen hat. Die Erzählung und das darauf begründete Urtheil Kirchen inmitten des Grüns der Bäume in den Gärten und auf den des jungen Chinesen lauten folgendermaßen: Boulevards machen auf den Fremden einen um fo angenehmeren Ein. ,,Die Tung-fol-tong Schauspieler-Gesellschaft, aus mehr als brud, als er ihn in dem abgelegenen Winkel der Erde nicht erwartet. 120 Personen bestehend, verließ Canton im Monat Juni 1852 und kam Die Stadt liegt 179 Fuß über dem Meeresspiegel und hat deshalb zu San Francisco im Auguft desselben Jahres an. Während der fünf eine etwas füblere Temperatur als der Strid Landes, duro welchen oder sechs Monate, die fie hier verweilten, fanden ihre Borstellungen wir bisher gewandert waren. Der Boden erhebt sich allmählich gegen bei den in San Francisco wohnenden Chinesen sehr vielen Beifall. den an 30 Werft entfernten Ruban und bildet eine ausgedehnte Soc. Run traf es fich, daß ein gewiffer George W. Bead dem Direttor ebene, von wo aus sich eine ftarfe, doch nicht ungesunde Luftströmung der Gesellschaft, li-kun, den Vorschlag machte, nach New-York hinüber über die Stadt ergießt. Ungeachtet der hohen Lage giebt es in der zu geben und ein Theater nahe am Kryftal-Palaft zu errichten. Da Nähe der Stadt feine Quellen, und das bittere Brunnenwaffer ift ihnen die Idee gefiel und ihnen die schmeichelhafte Ausficht auf glära podtommen ungenießbar. Um diesem Mangel abzuhelfen, bat man zende Erfolge eröffnet wurde, so nahmen linkun und ein Theil der von dem Karabia, der Quelle der Mutjanta, Röhren nach der Stadt Gesellschaft den Borfólag von Beach & Comp. an. geführt, deren Waffer fid in zwei sehr zwedmäßig angelegte Behälter ,,Am 19. März 1853 foloß bie Gesellschaft mit Bead einen ergießt. Der eine, mit einem Springbrunnen, befindet fich in der Bertrag ab, durd welchen Erftere auf die Dauer von zehn Monaten Mitte der Stadt und wurde von dem Raufmann Tamamsdev erbaut, engagirt wurde. Für die erften fedes Monate sollten sie 36,000 Dollars der andere, auf dem sogenannten Jahrmarktsplas belegene, 1850 auf is monatlichen Vorausbezahlungen von 6,000 Dollars und für die Koften des Kaufmanns Kuntsitov ausgeführt.

übrigen vier Monate 28,000 Dollars, ebenfalls in monatlichen Voraus. Die Stadt selbft zerfällt in zwei Theile. Ja dem oberen erheben bezahlungen, erhalten. Außerdem war feftgeftellt, daß ihnen, bevor fich die schönften Gebäude derfelben, als: die Regierung, bas beau fie nad New-Yort abreiften, 12,000 Dollars, eine zweimonatliğe Gage,

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