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vor fie den obigen Paffus an Friedrich geschrieben, hatte sie die gab es noch gute Seelen, die Thränen und Seufzer für die WurHandschrift (vermuthlich aus Beforgniß, daß ihr Gemahl, der darin den des Parthenon hatten; sie weinten bei den zertrümmerten Partieen sebr arg mitgenommen war, wenn sie ihm in die Hände fiele, fie ver. und gingen rasch über die noch unangetasteten Schönheiten weg. nichten möchte) Superville übergeben, der damals als Gesandter von Doch wozu all diese Berirrungen umständlich verfolgen? Die anBaireuth nach dem Haag reiste, und der feit 1750 in Braunschweig geführten Beispiele beweisen hinlängliò die Wichtigkeit der Kunstals Leibarzt des Herzogo lebte. Später und in der Zeit ihrer leßten erziehung. Gesandte, Gelehrte, Künstler, Männer von Geift beKrankheit (1758), wo sie gewiß den Wunsch gehegt, feinerlei Vergers suchen Athen im rechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, und in dieniß nach ihrem Tobe zu geben, scheint die Markgräfin entweder ihre fen zwei Jahrhunderten hat sich der moderne Genius manifestirt – Memoiren ganz aus dem Gedächtnisse verloren zu haben, oder sie hat und Reiner hat Auge und Empfindung für die edle Einfalt, für die fich bei dem Gedanken beruhigt, daß Superville, der ihr ein Ber- unerreichte Volkommenheit der griechischen Denkmäler; find fie auch sprechen der Art gegeben haben mochte, fie niemals veröffentlichen überrascht, so begreifen sie diese nigt und können sich feine Redenwürde; was allerdings nicht von ihm selbst, sondern von einem späteren schaft von dem Grund ihres Erstaunend geben. Warum? Weil Auge Besiger der Handsdrift, Oberst von der Dßen, geldeben ift.

und Geschmad an andere Formen, weil der Geift an andere PrinziJebenfalls sind wir dem unermüdlichen Hiftoriographen Friedrich's pien gewöhnt ist. Sie sehen, wie ihr Jahrhundert, baben nicht wissenzu Dank verpflichtet, daß er auch über das Verhältniß des Könige zu schaftliche Tiefe genug, um mit dem Shlendrian zu brechen und fich seiner Schwester Wilhelmine ein neues Licht verbreitet hat.

auf den Gesichtspunkt der vergangenen Jahrhunderte zu stellen.

Ich weiß nicht, ob die Philosophie den Einfluß der Erziehung Griechenland.

auf unsere Sinne und unser Urtheil in Bezug auf die Künste genau

bestimmt haben. Die Liebe zum Schönen ist dem Menschen angeboren; Athen und die neueren Griechen.

warum ist nun das Gefühl des Shönen, d. h. jene angewandte liebe,

so ungewiß, fo wandelbar, so mit sich selbst im Widerspruch? Wie (Silus.)

wird eine Benus der Tataren, ein belvederischer Apollo bei den Während des sechzehnten Jahrhunderts erfaltet das Interesse für Kaffern aussehen? Die Musit der Neugrieden verseßt diese in EntAthen bis zu dem Grade, daß Admirale und Gesandte im Piraeus zücken, uns überläuft ein Soauer, wenn wir sie anhören. Ein landen, ohne einmal die Stadt zu besuchen. Der Baron Saint Blan. griechisder Tempel, eine byzantinische Kirche, eine gothilde Kathedrale card, 1537 mit einem französischen Geschwader ausgeldidt, läuft im erschienen nach einander den verschiedenen Generationen als der Auss Port lion ein (den löwen, die später von den Venetianern wegge brud des höchften religiösen Gefühls. Manche wollen frostige Kirchen, führt wurden, verdanft der Piraeus diesen Namen); vom Piräeus bis nadt und streng im Innern; die Italiäner finden die Andacht in prunAtben ist eine Stunde Weges, und doch seint weder Saint Blancard, fend deforirten Räumen, ihre Kapellen sind wie ein Boudoir aufgenoch Jehan de Vega, der Historiograph der Erpedition, an den Spa- pußt. Und erleben wir es nicht, daß eine Soule in gutem Glauben ziergang gedacht zu haben. Diesen lassen sich noch eine Menge nam die glänzendsten Schönheiten ihrer Rivalin verfennt, weil fie fid mit bafter Männer anreihen, welche die unglüdliche Stadt mit derselben ihren Gewohnheiten, d. 5. mit ihren Prinzipien, nicht vertragen? Wo Nichtachtung behandelt haben.

ist nun das Wabre? Wo das Absolute? Mit der Annäherung des fiebzehnten Jahrhunderts beginnt eine Die Nachahmung der Antife hat mit der Renaiffance begonnen, neue Bewegung: die griechischen Denkmäler werden mit Eifer aufge- aber wie viel später kam erst das volle Verstäntniß des Alterthums! fucht und mit mehr Aufmerksamkeit von den Reisenden ftudirt. Ride. Unser Jahrhundert ist es ohne Widersprud, das für die griesische lieu geht mit dem Beispiel einer edlen Leidensaft für antife Skulp- Runft den wichtigsten Sinn, die scharfsinnigfte Kritif, die verständigste turen vor. Die Engländer, wie Graf Arundel, Bucingham, Karl I., Bewunderung bat. Diese Genüsse, diese Weisheit verdankt es der haben ihre Agenten in Griechenland, die ihnen ihre Sammlungen ver Archäologie, die seit hundert Jahren so entschiedene Fortschritte gemacht. vollständigen follten. Arundel batte, nach Peacham, nichts Geringeres Die alten Denkmäler füllen die Museen und die Privatsäle: überal im Sinne, als das alte Oriederland nad England zu ver. sieht man Abgüffe davon; tausendfältige Nachbildungen bringen fie feßen. Um nun den Transport zu erleichtern, ließ er die Statuen unter das Bolf; die Künstlerlehrlinge fopiren sie in den Ateliers, die zersägen. In diesem Zustande fand unser Gesandter, Herr de la Haye, Gelehrten finden sie zwischen den Blättern ihrer Bücher; wir werden den folossalen Apoll von Delos. Lord Elgin hatte also seine würdigen von dem Studium der Antife, so zu fagen, aufgefäugt, unsere Sinne Vorgänger! Wenden wir aber mit Laborde die Augen von diesem werden unvermerkt von jener Thätigkeit durchbrungen, welche die Ervandalisden Aft ab und erinnern uns der Dienste, die Arundel derfahrung zur allmächtigen Gebieterin macht, der sich Kritiker und Ger Wissenschaft geleistet hat. Seine Galerie stand aller Welt offen, die lehrte nur zu eigenem Nachtheil entziehen können. Künstler arbeiteten darin ungestört, fie lernten die Antife lieben, wenn Das Buch Laborbe's schließt mit der Zerstörung des Parthenons. auch nicht verstehen.

Wir haben also noch eine Fortseßung zu erwarten. Denn seit der Zugleich 30g Athen die Aufmerksamkeit wißbegieriger, mitunter Mitte des achtzehnten Jahrhunderts werden die Athenischen Monugelehrter Männer auf fich Französische Kapuziner ließen fich um das mente von Architekten ausgemessen; fie zeigen den Gelehrten, wie nö. reizende Denkmal des Lysitrates nieder, das man damals die Paterne thig

thig ihnen die technischen Studien sind. Ein englischer Künftler, Stuart, des Demofthened nannte, fingen an in Pausanias und den Compi- weihte Europa in das Verständniß der griechischen Meisterwerke ein. lationen des Meurfius zu blättern, suchten den Griechen und Türfen Seine Arbeiten fonnten von seinen Nachfolgern vervolftändigt, nimAchtung vor den Ruinen einzuflößen. Bald langte der Marquis Noin mer entbehrlich gemacht werden. Schon erhob sich ein löblicher Wetttel mit seinen Malern Rombaut Faydberbde uvd Jakob Carrey an. ftreit zwischen Frankreió und England: während Londoner Dilettanten Des leßteren Zeichnungen find jeßt auf der faiserlichen Bibliothek, die Monumente Attifa's und Joniens der Deffentlichkeit übergeben, und wir haben über das Parthenon fein fostbareres Denkmal. Und burdforsát der Graf Choiseul-Gouffter den flaffisden Boden und doch welcher Styl! Welch fahrlässige Zeichnung! Der Schüler Les spricht die Ebenen Troja's um einen lebendigen Kommentar zur Ilias brun's behandelte ben Phidias, als hätte er ein Carton feines Meisters an. In derselben Zeit fommen Herfulanum und Pompeji aus der vor fich. Ueberdies hatte ihn Rointel weniger dazu mitgenommen, die Lava bervor, die sie zumal begraben und erhalten hat; Sicilien und Monumente zu studiren, als die Kostüme und andere Lappalien zu Großgriechenland geben auf Berlangen ihre Wunder heraus, die feit zeichnen. Er wollte, fagt Cornelio Magni in dem Bericht über diese Jahrhunderten vergessen waren. Ueberall offenbart sich die griechische Reise, bei seiner Rüdfebr nach Frankreich hier eine prachtvolle Galerie Runst, überall erwedt fie das Wohlgefallen und bald das Verständniß. anlegen, in welcher ausgestopfte Figuren in Lebensgröße mit allen denk. Windelmann's Genie entzündet fich an der griechischen Kunst, sein gan. baren Kostümen bekleidet aufgestellt werden sollten.

zes Werk baut er auf sie. Graf Caylus, leffing, Heine, Emeric Mit mehr Ernst schon wurden die Monumente des Perifles von David, Duatremère de Quincy, Visconti treten in die Fußstapfen des Alterthümlern, wie Span unb Wheeler, betrachtet. Sie hatten schon gefeierten Meisters; fie verbreiten die Liebe zum Schönen und verviele Ruinen gesehen, konnten Vergleichungen anstellen; noch aber war fünden gesunde Lebren. Das Resultat ihres Kunft-Evangeliums war, ihr Geldmad nicht auðgebildet: fie gehörten ihrer Zeit. Die gries wie bekannt, die Renaissance des neunzehnten Jahrhunderts, die chische Kunft ist für sie ein mit sieben Siegeln versclofenes Buch: flaffisde Renaissance. kaum unterscheiden sie die Bauten des Iftinos, des Zeitgenossen des Seitdem hat die Archäologie ununterbrochen den Fortschritt ge Phidias, von denen der Byzantiner und nehmen keinen Anftand, das leitet. Sie erleucitete die Reisenden und inspirirte die Künstler. Sie Parthenon für ein Werk des Kaisers Adrian zu erklären. Wie könn bildete ben modernen Geschmad, gewöhnt ihn, die Größe in dem Ver. ten auch die Marmorgebilde in ein so fernes Alterthum zurücgeben; bältniß, die Schönheit in dem Maß, die Vollkommenheit in der Einfalt sie sind ja so weiß! Span findet übrigens an zwei Statuen Lehrlic. zu finden; fie lehrt ihn in das eigenfte Wesen der griechischen Kunft keit mit Adrian und seiner Gemahlin Sabina, die er aus Denkmünzen eindringen, indem sie Probleme erörterte, gegen die fich unsere Vor. kennt. Solchen Argumenten muß freilich jeder Einwurf weichen! In ftellungskraft fträubte, und die zartesten, fheinbar unerfaßlichsten jenem Jahrhundert fann weder von einem Kritifer, noch von einem Nuancen zergliederte. Diese wissenschaftliche Bewegung füllt ein lan

vielleicht dem neunzehnten Jahrhundert einen Rechtsanspruch mehr auf Hundert der Reibe nach in Gunst waren, wurde bie Eroberung bes die Anerkennung der Nachwelt geben. Mindeftens ist unserer Zeit trachtet: bald als eine Befreiung Gatliens, dessen Bewohner bie Fran. die doppelte Ehre nicht abzusprechen: Sie hat ben Ablömmlingen fen gegen die Römer zu Hüffe gerufen hätten, bald als politische eines von Natur bevorrechteten Stammes eine Sympathie bewiesen, Abtretung bet Landes feitens der römischen Raifer an die fränkischen die ihnen Berpflichtungen für die Zukunft auflegt; sie hat den Meister- Könige, die so Erbbeamte bed Raisers geworden wären, bald als eine werfen der alten Hellas das einfidhtevolfte Studium geweiht, die gewaltfame, aber wohlthätige Ausrottung aller römisden Elemente in wahrhaftefte Bewunderung gezollt.

Einrichtungen, Sitten und Geseßen und als den Beginn einer neuen
Gesellschaft und Verfassung, die ganz aus germanischen Elementen beo

standen hätte. Man weiß nun, daß die fränkische Eroberung Nichto Frankreich.

von allebem war. Es fteht fest, daß ihr Charakter roh und gewalte

thätig, aber nicht vollkommen zerstörender Natur, daß fie im Gebiet Geschichte der merovingischen Zeiten, nach Augustin Thierry.

der Einrichtungen und Gefeße unfähig war, Atle$ zu erneuen, aber Der burde sein im Jahre 1825 in brei Bänden erschienenes eben so unfähig, Alles abzuschaffen. Aber dieser Charakter, fo im AllWert: „Histoire de la conquête d'Angleterre par les Normands”, ) gemeinen festgestellt, erklärt bei weitem nicht alle Thatfachen. Die berühmt gewordene Geschichtsforscher Augustin Thierry") þat schon fränkische Herrschaft erhob fich nicht auf einen Shlag in der ganzen in den Jahren 1833-37 in der Revue des deux Mondes unter der Ausdehnung Galliens; für jeden ihrer Fortschritte gab es verschiedene Ueberschrift: „Nouvelles lettres sur l'histoire de France" Bruchstüđe Bedingungen, und die Ergebnisse dieser Verschiedenheit müssen einzeln aus der Geschichte Frankreiche zur Zeit der Merovinger veröffentlicht in jedem Abschnitte des Gebiets, wo sie sich zeigt, erforscht werden. und durch diese Bruchstücke den Beweis geliefert, daß diese Zeit, wenn Vom Rhein bis zur Somme bracten mehr als ein Jahrhundert lang auch nicht leicht zu entwirren, doch keinesweges uninteressant, am aller- ohne Aufhören wiederholte Einfälle maßlosed Verderben über das Land; wenigsten aber unwichtig für die spätere Geschichte Frankreichs ift. 3m die fränkisden Banden brannten nieder, verwäfteten, nahmen, jede auf Jahre 1840 hat er die erste Abtheilung eines gröferen, auf die me eigene Rechnung, länder in Befig und richteten fich in denselben ein, rovingische Zeit fich beziehenden Werkes der Deffentlichkeit übergeben. ohne den Eingeborenen Vergleich oder Gnade anzubieten. Zwischen Dieses unter dem Titel: ,,Erzählungen aus den merovingisden Zein der Somme und der Loire gab es Vergleiche mit der besonders durch ten mit einleitenden Betrachtungen über die Geschichte Frankreichs" die Bischöfe vertretenen Munizipal-Gewalt; die Verwüstungen waren erschienene Werf erscheint jeßt in einer deutschen Ueberseßung, ) vor weniger wüthend und die Gewaltthaten weniger sinnlos. Der Einfall welcher die erste Abtheilung, enthaltend: die ,,Betrachtungen über die der salischen Franken unter der Führung eines einzigen Häuptlings Geschichte Frankreichga und sieben ,,Erzählungen“, und bereits vorliegt. war etwas mehr politischer Natur, wenn man dieses Wort in dem

Die „Betrachtungen" enthalten eine Prüfung der im Laufe der Sinn nimmt, der sich auf solche Ereignisse und auf solche Menschen Zeiten aufgekommenen Ansichten und Systeme über den Ursprung und anwenden läßt. Hier müßte man die Spur ihrer vorgeblichen konftidie ursprüngliche Verfassung der französischen Monarchie; es wird darin tuirenden Fähigkeiten suchen; denn die ganze Provinzial-Verwaltung nachgewiesen, wie diese verschiedenen, zum Theil einander widersprechen- verschwand bei ihrer Ankunft, und auf eine weniger zuchtlose Weise den Ansichten und Systeme über die frühere Geschichte immer mit den in den Besis des Landes gekommen, waren sie die Meister, baffelbe Intereffen und Bestrebungen der Zeiten, der Parteien, der Klassen, nach ihren nationalen Eingebungen einzurichten. Bei ihren folgenden bei denen fie geberrscht, im innigsten Zusammenhang gestanden. Alle Eroberungen im Süden der Loire und gegen die Rhone über Weftbedeutenderen, auf die Gesdichte Frankreichs fidy beziehenden Werke gothen und Burgunder stießen sie auf die Trümmer des römischen Refranzösischer Geschichtschreiber oder Politiker, insbesondere diejenigen giments, die foon nicht mehr völlig durch einander lagen, sondern durch Schriften, deren Aufgabe oder Anmaßung, wie der Verfasser fich aus einen ersten Versuch germanischer Regierung wieder verbunden waren. drüdt, es ist, die Philosophie, die Politif, den Geist, den Sinn, das Der Uebergang von der civilifirten Regierung zur barbarischen Herre legte Bort der Geschichte zu geben, findet man in diesen „Betrach shaft hatte da ohne fie ftattgefunden unter Bedingungen, die fie nicht tungen" einer gründlichen, zu positiven Ergebnissen führenden Beurthei- gestellt und die selbst fie genöthigt waren, aufrecht zu erhalten. Im lung unterworfen. Der Verfasser zeigt, wie erst durch die Historifer Königreiche der Westgothen war die Munizipal-Organisation nicht des neunzehnten Jahrhunderts, durch Chateaubriand, Guizot, Villemain, nur geduldet, sondern ausdrüdlich gewährleistet. In diesem Reich und der Grund gelegt worden ist für eine unparteiische, auf die objektive in dem der Burgunder gab es neben dem Geseß des erobernden Volfs Wahrheit ausgehende Wissenschaft der Geschichte Frankreichs. ,,Der einen auf Befehl der Könige zusammengetragenen Roder römisder neue Charakter, welcher der Theorie der Geschichte Frankreichs durch Gefeße. Auf der ganzen Strede, wo diese beiden Völfer Herrfoten die Studien unserer Zeit gegeben wurde“, sagt der Verfaffer (S. 129), (d. 5. auch im füblichen Gallien), hatte eine regelmäßige Theilung wist die Einheit. Eines, wie jeßt dic Nation Eines ist, enthält sie nicht zwischen Barbaren und Galloromanen stattgefunden." mehr zwei Syfteme, von denen eines das andere verneint, und welche Die weitere Darftellung des Verfaffers überzeugt uns, daß, wäb. zwei in Ursprung und Natur fich gegenüberstehenden Ueberlieferungen: rend die erste der beiden Fragen die ganze Geschichte der französischen der römischen und der germanischen, entsprechen. .... Die Geschichte Gesellschaft beherrscht, die zweite die ganze Geschichte des dritten Frankreichs wird vor unseren Augen nicht mehr rubelos im Kreise ber- Standes beherrset, der die Herrschaft der Kaften zu zerflören und umlaufen, bald germanisch und aristofratisd, bald römisch und mo auf dem Fundament der Gleichheit der Rechte die nationale Einheit nardifo fein, je nach dem Zug der öffentlichen Meinungen, je nachdem zu gründen berufen gewesen sei. Die Geschichte des Munizipalder Søriftsteller adelig oder bürgerlich ist. Ihr Ausgangspunkt, ihr Wesens wird vom Verfasser mit ganz besonderer Vorliebe behandelt; Prinzip, ihr lebtes Ende ist für die Zukunft festgestellt. Sie ist die sie ist dem Verfasser nichts mehr und nichts weniger als: die Ges Geschichte Ader, für Alle geschrieben; sie umfaßt, fie vereinigt alle Ueber-schichte des Ursprungs der modernen französischen Gesellschaft. Er lieferungen, die das Land aufbewahrt hat, aber allen voran stellt sie schildert ziemlich ausführlich die Umwandelungen, welche das Munizi. die Ueberlieferungen der Mehrzahl, der nationalen Masse: den gallo- pal-Regiment von der Römerzeit bis ins zwölfte Jahrhundert erromanischen Zusammenhang durch Blut, Gefeße, Sprache und Ideen." fuhr, die Revolution, welche durch die Kämpfe zwischen dem Papstthum

Nachdem der Verfasser den hier bezeichneten historisch-wissenschaft und dem Kaiserthum in dem Munizipalwesen Italiens hervorgebracht lichen Standpunkt in den vier ersten Abscritten seiner ,,Betrachtungen" wurde, die Wirkungen dieser Revolution auf die ftädtischen Verfassunals denjenigen erwiesen, zu welchem der die Geschichte Frankreich beo gen in Frankreich, endlich das Entftehen der ,,Schwurgemeinde", derberridende Weltgeist selbst sich emporgearbeitet, giebt er in den zwei jenigen Einrichtung, welche die vorherrschende Form der Munizipal. legten Abschnitten bie in Bezug auf ihren wesentlichen Inhalt voll. Drganisation im nördlichen und in Mittelfrankreich wurde. kommen befriedigenden positiven Lösungen der beiden Probleme, So interessant in allen ihren Details des Verfasser$ ,,Betrach ,, welche die Angeln find, um die sich die Theorie der früheren fran- tungen über die Geschichte Frankreichs" auch find, so können wir doch zösischen Geschichte in entgegengeséßter Richtung dreht, je nach der die Bemerkung nicht zurüdhalten, daß die Form der Darstellung uns Verschiedenheit der Syfteme." Diese beiden Probleme find: die Frage wenig geeignet erscheint, den werthvollen Inhalt dieser ,,einleitenden von den sozialen Folgen der Festsegung der Franfen in Gallien und Betrachtungen" einem größeren Kreise von Lesern zugänglich zu machen, die Frage über den Ursprung der großen Munizipalitäten des Mit- Es fehlt der Darstellung alle dem Verständnisse zu Hülfe kommende telalters. Die Antwort auf die erste Frage finden wir in der folgen. Uebersichtlichkeit, Bestimmtheit und Anfdaulidfeit. Ein Einblid in den Stelle angedeutet: „Nach den Systemen, die vor unserem Jahr. das Inhalts-Verzeichniß der sechs Abschnitte wird den Leser überzeugen,

daß der die große Fülle und Verschiedenartigkeit der besprochenen Ges *) Eine deutsdje Uebersegung dieses Werks ist von Bolzenthal herausge- genstände zusammenhaltende Hauptgebanke, wenn auch nicht fehlt, so geben. **) Nicht zu verwechseln mit seiuem Bruder, Amédée Thierry, der sich

doch zu wenig in die Augen springend ist. ebenfalls durdi Geschichissorsdungen, namentlich durch seine „Histoire des

Die Erzählungen aus den merovingisdhen Zeiten" sollen nad Gaulois", einen Namen gemacht. Augustin Thierry ist seit 1829 erblindet. des Verfaffers Absicht, im Gegensaß zu dem die Thaten der FranDer historischen Arbeit des Legteren über Attila ist ebenfalls schon in unseren Blättern mehrfach gebad)t worden.

D. R.

ten darftellenden Geschichtswerk des Hadrian von Balois, weldes ***) Elberfeld, 1855. Verlag von R. L. Friederiche.

vom Verfasser als ein der reinen Wissenschaft angehöriges Bud, ,,be

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vor fie den obigen Passus an Friedrich gesdrieben, hatte sie die gab es noch gute Seelen, die Thränen und Seufzer für die Wun. Handsdrift (vermuthlich aus Beforgniß, daß ihr Gemahl, der darin ben des Parthenon batten; sie weinten bei den zertrümmerten Partieen febr arg mitgenommen war, wenn sie ihm in die Hände fiele, fie ber. und gingen rasch über die noch unangetasteten Shönheiten weg. nichten möchte) Superville übergeben, der damals als Gesandter von Doch wozu all diese Berirrungen umständlich verfolgen? Die anBaireuth nach dem Haag reiste, und der seit 1750 in Braunschweig geführten Beispiele beweisen hinlänglich die Wichtigkeit der Kunstald Leibarzt bes Herzogo lebte. Später und in der Zeit ihrer leßten erziehung. Gesandte, Gelehrte, Künstler, Männer von Geist bea Krankheit (1758), wo sie gewiß den Wunsch gehegt, keinerlei Vergers fuchen Athen im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert, und in die. niß nach ihrem Tobe zu geben, deint die Markgräfin entweder ihre fen zwei Jahrhunderten hat sich der moderne Genius manifeftirt Memoiren ganz aus dem Gedächtnisse verloren zu haben, oder sie hat und Reiner hat Auge und Empfindung für die edle Einfalt, für die fich bei dem Gedanken beruhigt, daß Superville, der ihr ein Ber- unerreichte Volkommenheit der griechischen Denkmäler; find fie auchy sprechen der Art gegeben haben möchte, fie niemals veröffentlichen überrascht, so begreifen sie diese nicht and können sich feine Rechenwürde; was allerdings nicht von ihm selbst, sondern von einem späteren schaft von dem Grund ihres Erstaunens geben. Warum? Weil Auge Besiger der Handsdrift, Oberst von der Diten, geschehen ist.

und Geschmad an andere Formen, weil der Geist an andere PrinziJedenfalls sind wir dem unermüblichen Historiographen Friedrid's pien gewöhnt ist. Sie fehen, wie ihr Jahrhundert, baben nicht wissenzu Danf verpflichtet, daß er auch über das Verhältniß des König zu faftliche Tiefe genug, um mit dem Solendrian zu brechen und fich seiner Sdwester Wilhelmine ein neues Licht verbreitet bat.

auf den Gesichtspunkt der vergangenen Jahrhunderte zu stellen.

Ich weiß nicht, ob die Philosophie den Einfluß der Erziehung

auf unsere Sinne und unser Urtheil in Bezug auf die Künste genau Griechenland.

bestimmt haben. Die Liebe zum Schönen ist dem Menschen angeboren; Athen und die neueren Griechen.

warum ist nun das Gefühl des Sdönen, d. h. jene angewandte Liebe,

fo ungewiß, fo wandelbar, so mit fich selbst im Widerspruch? Wie (Schluß.)

wird eine Venus der Tataren, ein belvederischer Apollo bei den Während des sechzehnten Jahrhunderts erfaltet das Intereffe für Kaffern aussehen? Die Musik der Neugriechen verseßt diese in EntAthen bis zu dem Grabe, daß Admirale und Gesandte im Piraeus zücken, uns überläuft ein Schauer, wenn wir sie anhören. Ein landen, ohne einmal die Stadt zu besuchen. Der Baron Saint Blan- griedisder Tempel, eine byzantinische Kirche, eine gothische Kathedrale carb, 1537 mit einem französischen Geschwader ausgeschidt, läuft im ersdienen nach einander den verschiedenen Generationen als der AusPort lion ein (den löwen, die später von den Venetianern wegges bruck der höchsten religiösen Gefühls. Manche wolleu frostige Kirchen, führt wurden, verdankt der Piräeus diesen Namen); vom Piraeus bis nadt und streng im Janern; die Italiäner finden die Audacht in prunAthen ist eine Stunde Weges, und doch deint weder Saint Blancard, fend beforirten Räumen, ihre Kapellen sind wie ein Boudoir aufges nod Jehan de Vega, der Historiograph der Erpedition, an den Spa. pußt. Und erleben wir es nicht, daß eine Sdule in gutem Glauben ziergang gedacht zu haben. Diesen lassen sich noch eine Menge nam die glänzendsten Schönheiten ihrer Rivalin verfennt, weil fie fic mit hafter Männer anreihen, welche die unglüdlice Stadt mit derselben ihren Gewohnheiten, d. 6. mit ihren Prinzipien, nicht vertragen? Bo Nichtachtung behandelt haben.

ist nun das Wahre? Wo das Absolute? Mit der Annäherung des siebzehnten Jahrhunderts beginnt eine Die Nachahmung der Antife hat mit der Renaissance begonnen, neue Bewegung: die griechischen Denkmäler werden mit Eifer aufge aber wie viel später fam erst das volle Berftäntniß des Alterthums! sucht und mit mehr Aufmerksamkeit von den Reisenden ftudirt. Riches Uuser Jahrhundert ist es ohne Widerspruch, das für die griechische lieu geht mit dem Beispiel einer edlen Leidensaft für antife Sfulps Kunst den wichtigsten Sinn, die scharfsinnigfte Kritif, die verständigfte turen vor. – Die Engländer, wie Graf Arundel, Bucingham, Karl I., Bewunderung bat. Diese Genüsse, diese Weisheit verdankt es der haben ihre Agenten in Griechenland, die ihnen ihre Sammlungen ver Archäologie, die feit hundert Jahren so entschiedene Fortschritte gemacht. vollständigen follten. Arundel batte, nad Peacham, nichts Geringeres Die alten Denkmäler füllen die Museen und die Privatsäle: überall im Sinne, als das alte Griechenland nach England zu ver fieht man Abgüsse davon; tausendfältige Nachbildungen bringen fie feßen. Um nun den Transport zu erleichtern, ließ er die Statuen unter das Volt; die Künstlerlehrlinge fopiren sie in den Ateliers, die zersägen. In diesem Zustande fand unser Gesandter, Herr de la Haye, Gelehrten finden sie zwisden den Blättern ihrer Büber; wir werden den kolossalen Apod von Delos. Lord Elgin batte also seine würdigen von dem Studium der Antife, fo zu fagen, aufgesaugt, unsere Sinne Vorgänger! Wenden wir aber mit Laborde die Augen von diesem werden unvermerft von jener Thätigkeit durchbrungen, welche die Ervandalisden Aft ab und erinnern uns der Dienste, die Arundel der fahrung zur allmächtigen Gebieterin madt, der fidh Kritifer und Ges Wissenschaft geleistet hat. Seine Galerie ftand aller Welt offen, die lehrte nur zu eigenem Nachtheil entziehen können. Künstler arbeiteten darin ungestört, fie lernten die Antife lieben, wenn Das Buch Laborbe's fließt mit der Zerstörung des Parthenons. auch nidt verstehen.

Wir haben also noch eine Fortseßung zu erwarten. Denn seit der Zugleich 30g Athen die Aufmerksamkeit wißbegieriger, mitunter Mitte des achtzehnten Jahrhunderts werden die Athenisden Mon gelehrter Männer auf sich Französische Kapuziner ließen sich um das mente von Architekten ausgemeffen; sie zeigen den Gelehrten, wie reizende Denkmal des Lysifrated nieder, das man damals die Laterne thig ihnen die technischen Studien sind. Ein englischer Künftler, bes Demofthenes nannte, fingen an in Pausanias und den Compis weihte Europa in das Verständniß der griechischen Meisterwe lationen des Meursius zu blättern, fuchten den Griechen und Türfen Seine Arbeiten fonnten von seinen Nachfolgern vervolftän Achtung vor den Ruinen einzuflößen. Bald langte der Marquis Noin mer entbehrlich gemacht werden. Schon erhob sich ein lõbt tel mit seinen Malern Rombaut Faydberbbe und Jakob Carrey an. ftreit zwischen Franfreio und England: während Londoner Des Leßteren Zeichnungen find jeßt auf der faiserliden Bibliothet, die Monumente Attifa's unb Joniens der Deffentlio und wir haben über das Parthenon fein kostbareres Denkmal. Und burdforscht der Graf Choiseul - Gouffier den klaffis doch welcher Styl! Welch fahrlässige Zeichnung! Der Schüler Le spricht die Ebenen Troja’s um einen lebendigen Kom brun's behandelte ben Phidias, als hätte er ein Carton feines Meisters an. In derselben Zeit fommen Herfulanum un vor fich. Ueberdies Hatte ihn Nointel weniger dazu mitgenommen, die Lava hervor, die sie zumal begraben und erhalt Monumente zu ftudiren, als die Kostüme und andere Lappalien zu Großgriechenland geben auf Verlangen ihre L zeichnen. Er wollte, fagt Cornelio Magni in dem Bericht über diese Jahrhunderten vergeffen waren. Ueberal off Reise, bei seiner Rüdkehr nach Frankreich hier eine prachtvolle Galerie Kunst, überall erwedt sie das Wohlgefallen anlegen, in welcher ausgestopfte Figuren in Lebensgröße mit allen dent Windelmann's Genie entzündet fid, an der baren Kostümen bekleidet aufgestellt werden foliten.

ze8 Werk baut er auf fie. Graf Cant Mit mehr Ernst schon wurden die Monumente des Peritles von David, Quatremère de Quincy, Vieci Alterthümlern, wie Span und Wheeler, betrachtet. Sie hatten schon gefeierten Meisters; fie verbreitend viele Ruinen gesehen, konnten Vergleichungen anstellen; noch aber war fünden gesunde Lehren. Das Resu ihr Gesamad nicht ausgebildet: sie gehörten ihrer Zeit. Die grie- wie bekannt, die Renaiffance chifdhe Kunst ist für sie ein mit sieben Siegeln bersolonjenes Budy: flaffide Renaissance. faum unterscheiden sie die Bauten des 3ftinos, des Zeitgenoffen des Seitdem hat die Archäolo Phidias, von denen der Byzantiner und nehmen keinen Auftand, das leitet. Sie erleuchtete die R Parthenon für ein Werk des Kaisers Adrian zu erklären. Wie fönn bildete den modernen Ger ten auch die Marmorgebilde in ein fo fernes Alterthum zurückgeben; hältniß, die Sdönheit i fie find ja so weiß! Span findet übrigens an zwei Statuen Aehnlich. zu finden; sie lehrt keit mit Adrian und feiner Gemahlin Sabina, die er auf Denkmünzen eindringen, indem fennt. Solden Argumenten muß freilich jeder Einwurf weiden! In ftellungofraft fträut jenem Jahrhundert fann weder von einem Kritifer, noch von einem Nüancen zergliebert

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vielleicht dem neunzehnten Fabrbundert einen Rechtsanspruch mebr auf bunbert der Reibe march the lower the movie will
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die doppelte Ehre nicht abzusprechen: Sie hat ben "Ablömmingen ten gegen bie Rimer ze parts germeie kreden
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die ihnen Verpflichtungen für die Zukunft auflegi; sie hat den Meifter Könige, die fo Erstbeamente
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wahrhaftefte Bewunderung gezollt.

Einrichtungen, Sitten und
12 Gesellschaft und Beratung, die hits
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Frankreich.

von alledem mar. 8 Rede

thätig, aber nit selonet Geschichte der merovingischen Zeiten, nach Augustin Thierry.

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1855. Der durch sein im Jahre 1825 in drei Bänden erschienenes

eben so unfähig, at

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Wert: ,,Histoire de la conquête d'Angleterre par les Normands", ")

gemeinen feffgefeilte
berühmt gewordene Geschichtsforsder Augustin Thierryo) hat schon fränkische Herrfdaft extes
in den Jahren 1833–37 in der Revue des deux Mondes unter der Ausdehuung Galliens fa

lehr als blos Ueberschrift: „Nouvelles lettres sur l'histoire de France" Bruchstüde Bedingungen, und die Ergebnis

& waren auch aus der Geschichte Frankreichs zur Zeit der Merovinger veröffentlicht in jedem Abreuille des See

en wiederholten und durch diese Bruch stücke den Beweis geliefert, daß diese Zeit , wenn Vom Nþein bis zur Somme

ich später erauch nicht leidɔt zu entwirren, doch keinesweges uninteressant, am aller- ohne Muffirer wiederholte

ubigkeit einfacher wenigften aber unwichtig für die spätere Geschichte Frankreids ift. 3m die fråntisex Banden Sonra

nicht vereinzelt da, Jahre 1840 bat er die erste Abtheilung eines größeren, auf die me

eigene Meinung Sinder

* Anwendung. So rovingische Zeit fich beziehenden Werfes der Deffentlichkeit übergeben. ohne den Eingeborenen

izen des Grebengker Dieses unter dem Titel: „Erzählungen aus den merovingiiden Zei- der Somme und der

Diefem Befreiung aus ten mit einleitenden Betrachtungen über die Geschichte Franfreidigt die Bissöfe vertretenen

beimischen Heerde, den erschienene Werk erscheint ießt in einer deutschen Uebersegung, **) von weniger wütend and be

sprach und dafür reide welcher die erste Abtheilung, enthaltend : die „Betrachtungen über die der faltjóra Franten

ahm. Der Schalt batte Geschichte Frankreichs" und sieben ,,Erzählungen", uns bereits vorliegt. war etwas mehr pole

en gestanden, dadurch GeDie „Betrachtungen" enthalten eine Prüfung der im Laufe der Sinn nimmt, der

Vältnisse auf das Genaueste Zeiten aufgekommenen Ansichten und Systeme über den Ursprung and anvenden

«r Auswechselung der Gefan, die ursprüngliche Verfassung der französischen Monarchie; es wird darin infrenbes Bruginite

dung nach der Heimat zurüdnachgewiesen, wie diese verschiedenen, zum Theil einander widerspređen sersówand be

en mußten natürlid seine Proden Ansichten und Systeme über die frühere Gesdichte immer mit des in den Belize

er felbft als ein Wesen höherer Interessen und Bestrebungen der Zeiten, ber Parteien, der Klassen, so ihren bei denen sie geberrscht, im innigsten Zusammenhang gestanden. Alle Eroberang

Lager, nämlich auf der Holzbank, zubedeutenderen, auf die Geschichte Frankreios fiú beziehenden Werte gothen um

mit dem frühesten Morgen und fand französischer Geschichtsdreiber oder Politifer, insbesondere diejeniges gimont

er Zubereitung des Frühstüds für die Schriften, deren Aufgabe oder Anmaßung, wie der Verfaffer Fió aper

sdnell als möglich ins Feld hinaus an drückt, es ist, die Philosophie, die Politif, den Geist, den Sinn, da

wiefer Berrichtung, welche im tiefften Neo leßte Wort der Geschichte zu geben, findet man in diesen Bei

se fich an ihre Toilette und brachte mich das tungen" einer gründlichen, zu positiven Ergebnissen führender Section

enheit. 3d warf mich auf der Bant hin und lung unterworfen. Der Verfasser zeigt, wie erft durch die buite

machte meine Anwesenheit auf jede mögliche Art des neunzehnten Jahrhunderts, duro Chateaubriand, Garant Siim

te daß sie die geringste Notiz davon genommen der Grund gelegt worden ist für eine unparteiisde, auf die

eintretenden Mägde berüdsichtigten mich nur inWahrheit ausgehende Wissenschaft der Geschichte e

perfelben mit einem derben Rud meine Füße von neue Charakter, welcher der Theorie der Geschichte

sich an die Stelle feßte und ihre dicke Milch zu sich die Studien unserer Zeit gegeben wurde“, sagt der Berials

rozedur der Magd war mir erklärlicher, als diejenige rist die Einheit. Eines, wie jeßt die Nation Eines if, man

Jin, die ich doch unmöglich auf Rechnung einer paradies mehr zwei Syfteme, von denen eines das andere vernis

puld freiben konnte. Auf eine Frage hierüber wäre ich zwei in Ursprung und Natur fich gegenüberstehenden Veteric

weise ohne Antwort geblieben, doch follte ich später den der römischen und der germanischen, entsprechen. .... DE

zu diesem Räthfel finden, dem nichts weiter als die volle Frankreichs wird vor unseren Augen nicht mehr ruhelst is

afte Gleichgültigkeit zu Grunde lag. Die an der Straße lieumlaufen, bald germanisd und aristofratis, bald time

en Stanizen haben Jahr aus Jahr ein fo viel ungebetene Gäfte narchisch fein, je nach dem Zug der öffentlichen Meisung

beherbergen und zu füttern, daß fid deren Bewohner die Erder Schriftsteller adelig ober bürgerlich ist. Shr Puig

oigung ibrer Obliegenheiten so leicht wie möglich machen und im Prinzip, ihr legtes Ende ist für die Zukunft feftoedie 5

Uebrigen den Fremden, fei er nun Stabsoffizier oder gemeiner Sol. Geschichte Ader, für Alle geschrieben; sie umfaßt, fie se

dat, als nicht anwesend betrachten. So machte es denn aud meine lieferungen, die das Land aufbewahrt hat, aber als

Wirthin und zeigte, wie man sich denken fann, nicht das geringste die Ueberlieferungen der Mehrzahl, der nationalen

Bedauern, als ich meinen Bündel schnürte und ihr für die ,,freundromanischen Zusammenhang durch Blut, Gesege,

so lice" Aufnahme dankte. Ramdem der Verfasser den hier bezeid neten

jibei

Durch eine an Abwechselung schon reichere, bergige Gegend, in lichen Standpunft in den vier ersten Abídnitten

e der der eine ziemlich fühle Luft wehte, das Grün aber auch in viel leb. als denjenigen erwiesen, zu welchem der die Ge

it war, hafteren Farben prangte, gelangten wir nach langem Marsde, ohne herrschende Weltgeist selbst sich emporgearbeite

von der uns jedoch besonders angestrengt zu haben, nach Alerandrov, das schon leßten Abschnitten bie in Beruf ihres

I Wetter von der Steppe aus einen recht heiteren Anblic bot und angenehmekommen befriedigenden pofi

fel und les

ren Aufenthalt zu versprechen schien, als die vorhergehende Station. welche die Angeln fire

ir die Poft- Alexandrov war früher Kreisstadt, ist jedoch heute nur eine, wenn auch zösischen Geschichte

fie begleiten geräumige und mit einem Graben umgebene Staniza, deren in verVerschiedenheit de

schiedenen Richtungen fich freuzende Straßen von dem in der Mitte von den sozialer

Wenschaft unters gelegenen Plaße ausgehen, auf welchem die Kirche, so wie die Wohdie Frage übe

unserer Reise- nungen des Obersten (cmanuiabů) und der anderen Dffiziere, ftehen. telalters.

eichende Nahrung, Die Bewohner find zwar Kosaken, doch scheinen sie ihre Wirtschaft den Stell

te, wie er für feine in gutem Zustande zu halten. Die Häuser find überall von netten u Kameraden gab er Gärtchen umgeben, und die zahlreich aufgestellten Bienenstöđe sprechen afünftler aus, in deffen fogar für industriellen Trieb. Als eigenthümlich sind mir die hiesigen

r zu verbreiten; von Bienen aufgefallen, die nicht größer als unsere Fliegen und durchaus

zu fordern oder zu nicht bösartig sind. legtere Eigenschaft haben sie mit ihren Herren Daus, als er brauchte, gemein, denn auch diese näherten sich mir freundlich, als ich den fich

um mich versammelnden Kindern meine Zeichnungen zeigte, und hate ten so viel zu fragen, daß ich zulegt die Antwort schuldig bleiben mußte.

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lebrend für die Suchenben, abftoßend für die Maile der leser", ber Welt angehört, der treue Abørudt der wehmüthigen Gefühle, von denen zeidnet wird, ein burc dramatische lebendigkeit, Lebensfülle und An. die edlen Seelen im Hinblic auf die Barbarei ihrer Zeit erfüllt sind, daulidfeit für Jedermann anziehendes und faßliches Gesammtbild diese typischen Gestalten kommen alle foon in den uns vorliegendes Zeitalters geben, in welchem nad Errichtung der fränkischen Herr- den Erzählungen vor. Aber nicht bloß diese, sondern aud alle anderen fdaft in Gallien die alte galloromanische Civilisation im Kampfe mit Gestalten, die der Verfasser mit historisch-dramatischer Runft bandelnd der die Herrschaft führenden fränkischen Barbarei ihren Untergang fin- und sprechend an unseren Bliden vorüberführt, werden für diese biftobet, um einem neuen aus diesem Chaos fich herausarbeitenden, zunächst rischen Erzählungen ein fo lebendiges und so allgemeines Intereffe zu in seiner Barbarei nur durc theokratische Formen gemäßigten, natio. erweden im Stande fein, wie es Darstellungen von Geschichtsdreibern nalen Leben Plaß zu magen. Und die , Erzählungen“ sind das wirt. bis jeßt noch nicht häufig erwedt haben. lich, was sie nach der Berfaffers Abricht sein sollen. Es find in den. felben alle Nachrichten der alten Sqriftfteller, vorzugsweise die bes

Mannigfaltiges. Gregor von Cours, der in dieser Zeit und mitten in dieser Welt gelebt, nicht blos die Nachrichten über die geschichtlichen Haupt-Ereigo

peinrid IV. als Sdriftsteller. Ein Herr Eugen Jung niffe, sondern aud die Mittheilungen und Notizen über die Gefeße, bat dem Gründer der Bourbonen-Dynastie ein Denkmal als Sšriftdie Sitten, die Bildungs-Zuftände, über lokale Vorfälle und über ein- fteller geseßt.) Der Verfaffer beweift in seinem Buche, daß Heinzelne Persönlichkeiten mit wahrhaft dramatisch-historischer Kunst zu Zeit- rio IV. ein eben so origineller als liebenswürdiger Schriftsteller war, schilderungen verarbeitet, in deren jeder das Leben einer oder einiger und unterwirft zugleich die Dichtungen, Abhandlungen und Briefe, bie hervorragenden Persönlichkeiten den leitenden Faden bildet, und welche, der Feder des Königs entfloffen sein sollen, einer genauen, über ihren in ihrer dramatischen Lebendigkeit und Unschaulichkeit ohne jede Ein- Ursprung keinen Zweifel lassenden Kritik. Der Charakter des Fürsten leitung für Jedermann verständlich und anziehend, nicht verfehlen wer und Menschen tritt in den Soriften, die uns hier von Heinrich IV. den, in den weitesten Leserfreisen Interesse zu erweden, Belehrung zuvorgelegt werden, in zahlreichen Zügen unverkennbar bervor, oder wir geben und Beifall zu finden. Von den „einleitenden Betrachtungen lernen ihn auch von mander neuen, liebenswürdigen Seite kennen. über die Geschichte Frankreichg" wird man dies nicht sagen können; Der Briefwechsel Heinrich's IV. verdient ebenso der Nachwelt aufbea fie haben viel zu sehr nur ein historisch-wissenschaftliches Interesse und wahrt zu werden, wie der jeßt im Druck ersbeinende Friedrich’s des gehen auch über das Ziel, dem Leser der „Erzählungen" bebufs einer Großen. befferen historischen Einfidit in die Bedeutung der hier vorgeführten Welt den richtigen Gesichtspunkt zu verschaffen, viel zu weit binaus,

Die Preise in Indien. Ueber die wachsende und selbft als daß wir sie als eine Einleitung für die ,,Erzählungen aus der mer den flaffen Hindu erfassende Macht der Presse in Dstindien sagt der rovingisden Zeit“ ansehen könnten. Der Verfaffer bätte besser ges ausgezeichnete linguist Garcin de Taffy in der Revue contemporaine : than, wenn er die beiden Werke, deren jedes für einen anderen Leser-3d fenne mehr als funfzig verschiedene hindustanische Zeitungen. 3a freis fich eignet, gesondert herausgegeben hätte.

Kalfutta wurden vor einigen Jahren fechzehn Journale, und zwar fünf Die Schilderungen, von denen uns die fieben ersten vorliegen, in persischer und in hindustanischer, neun in bengalischer und zwei in werden nur ein halbes Jahrhundert (vom Jahre 561 an) umfassen; englisder Sprache von Eingeborenen redigirt. Einige Zeit hatte fie werden also, abgesehen davon, daß die Welt, die in einer jeden Nasiruddin ein Blatt Martaudu in fünf Spalten und fünf Sprachen von ihnen dem Leser zur Ansdauung gebracht wird, immer die eine herausgegeben: in der indischen, hindustanisden, bengalischen, pero und felbe ift, auch noch durch das Wiederer deinen derselben Gestal, filden und englischen. Neulich wurde eine Zeitung für Frauen in der ten zu einer Einheit mit einander verbunden sein. Die Welt, mit gewöhnlichen Volfssprache angekündigt. Ju Bombay erscheinen drei der ung der Verfasser vertraut machen will, deutet er in der Vorrede oder vier Zeitungen für die gesammte indisde Bevölferung, zwei ausfolgendermaßen an:

foließlich für die Modlemim, ungerechnet vier andere in dem asarat„Die Lebensweise der fränkischen Könige, das Innere des fönig- Zdiom für die Parsi und zwei in dem Maharatti. Dialekte für die liden Haushalts, das stürmische Leben der Herren und der Bischöfe, Hindu, die sich desselben bedienen. Mehrere hindustanische Zeitungen die unruhige Bersalagenheit der Galloromanen und die zügellose Rob. kommen in Madras heraus und eine nod größere Anzahl in Delhi, Agra, beit der Barbaren, der Mangel an jeder Ordnung oder Verwaltung Lahore, Benares, Lafnau. Auch Serampore, Ridderpore, Mirzapore, oder an jedem moralischen Band zwischen den Bewohnern der gallisden Bartpore, Multan, Bareilly, Indore u. a. haben ihre Lofalblätter. Provingen in den Gränzen desselben Königreiche, das Erwachen der Wenn diese Tagesschriften ihren Weg nach Europa fänden, fo würden uralten Eifersucht und des ererbten Hasses von Bezirk gegen Bezirk, sie unseren Zeitungen eine Quelle interessanter Nachrichten und eine von Stadt gegen Stadt, überall eine Rüdkehr, so zu sagen, zum Na- willkommene Gabe bieten, ihre Spalten würdig auszufüllen und das turzustand und ein Auflehnen des Einzelwillens gegen Gefeß, und Re. Horazische Wort geltend zu magen: gel, gegen jedwede Drdnung, politisde, bürgerlice, wie religiöse, der Gin's dann beischet des Ander'n Hülfe im freundlichen Bunde." Geift des Aufruhrs und der Gewaltthat, wirksam felbft in Frauenklöftern: dies sind die verschiedenen Bilder, die ich nach den gleichzei - Weber's illuftrirte Reisebüdyer. Es liegt uns die tigen Urkunden zu entwerfen versucht, und deren Vereinigung eine Ein- zweite, verbesserte und permehrte Auflage des beim Verleger der Leipdau in das fecifte Jahrhundert Gallien bietet."

ziger, 3duftrirten Zeitung" ersdienenen , lluftrirten Pariser FremIn Betreff der ung vorliegenden Erzählungen müssen wir uns denführer" vor. Gewiß hat diefes vortrefflich ausgestattete Buch vie bier darauf beschränken, die Ueberschriften derselben mitzutheilen: len Deutschen, die in diesem Jahre die dort repräsentirte Welt. 30

1. Die vier Söhne Chlotar’s I. Ihre Charaktere. Zhre Heiraten. duftrie und Kunst aufsuchten, als ein sehr nüßlicher Begleiter gebient. Gedichte Oafelwinthen's. 561-568.

Aber auc als eine angenehme Erinnerung an das Gesehene kann dieses II. Folgen der Ermordung Gafelwinthen's Bürgerkrieg. Tod Gemälde der Seinestadt und ihrer Umgebungen dienen, das uns nicht Siegbert't. 568-575.

weniger als hundertundsechzig in den Tert gebrudte Abbildungen, so III. Geschichte Merovig's, des zweiten Sohnes König Hilperich 6. wie die Pläne von Paris, des Friedbofes Père Lachaise, des bota575-578.

nisden Gartens und von Versailles darbietet. Angehängt ist ein sehr IV. Geschichte der Bischofs von Rouen, Prätertatus. 577-586. vollständiger Führer durch die Umgebungen von Paris, ein Wegweifer V. Geschichte Leudast's, Grafen von Tours. Der Dichter Venan. Durch die Hauptstadt, nach welchem man fid in einer Woche mit allen

tius Fortunatus. Radegunde's Kloster zu Poitier. 579 -581, Straßen und ihren merkwürdigen Gebäuden auf das Genauefte beVI. Hilperich, der Gottesgelehrte. Der Jude Priscus. Folge und fannt machen kann, so wie eine Reihe von Uebersichten, die Theater, die Ende der Geschichte Leudaft's. 580-583.

anderen Vergnügungs-Orte und Sehenswürdigkeiten, die Fiater, DmVII. Aufruhr der Bürger von Limoges. Große Seude. Mütter. nibus, Eisenbahnen und sämmtliche Reiserouten von Paris betreffend.

lider Schmerz Fredegunde's. Geschichte Chlodwig &, des brit- Dieses illustrirte Paris und der bei demselben Verleger erschienene ten Sohnes König Hilperich's. 580.

Krystal - Palaft von Sydenham" gehören zu den zierlichsten und zuDie Gestalten, welche der Verfaffer in der Vorrede als ,,wahre gleich wohlfeilften Reifebandbüchern, die uns die leßte Saison gebracht Typen für ihr Fahrhundert" berborbebt: Fredegunde, das Bild hat. Die Gesellschaft des Sydenham- Kryftat. Palastes sollte dem eines Weibes im rohen Naturzustande, ohne alles moralische Gefühl; Berfaffer und dem Verleger der deutschen Besdreibung ihrer KunstHilperich, der Barbar, weldem die Bildung eine gewisse äußerliche und Naturschäße einen besonderen Dank votiren, denn kaum dürfte Politur gegeben, ohne in seinem Innern eine Umbildung bewirft zu eine andere Schilderung so, wie dieses geschmackvoll ausgestattete Büchhaben; Mummolus, der Mann der Civilisation, welcher sich darauf lein, geeignet sein, die allgemeine Aufmerksamkeit darauf zu lenken. legt, Barbar und rudlos zu werden, um seiner Zeit anzugehören; Gres gor von Tours, der mit seiner Bildung der besseren untergebenden *) Henri IV. écrivain. Par M. Eugène Jung. Paris, 1855.

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