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offenen Thür schleppt. Sobald er braußen ift, springt er in den Sat- Geldmad hat. Ein Bashel Weizen oder mehr wird einige Standen tel, indem er feine freischende Gefangene fefthält und fie über den lang bei langfamem Feuer gefoot, worauf der Abfud ausgepreßt und Rüden des Pferdes nadzieht, worauf er ein Triumpbgebeul ausftößt zum Rühlen fortgestellt wird, und um die Gährung zu befbleunigen, und in vollem Galopp bavonsprengt. Die Freunde eilen nun gleid. thut man einen Krug voll gefauten Mehls hinzu. Sobald die Gäb. falls hinaus, noch immer von den zornigen Verwünschungen der ent- rung beginnt, wird der Mudai als genießbar betrachtet." rüfteten Matronen begleitet, und dlagen dieselbe Richtung ein, welche Das Buch des Herrn E. R. Smith ift in dem lebhaften' Styl die Fliehenden genommen haben. Nachdem er den Wald erreicht, ftürzt und mit dem Beobachtungstalent abgefaßt, das die Schriften seiner der Mädchenräuber sich in das tieffte Didicht desselben, während die Landsleute auszeichnet, ohne daß er jedoch in die Uebertreibungen verFreunde rüdsichtsvoll am Eingang ftillhalten, bis das Gefdrei der fält, deren sich diese oft duldig magen. Es bildet einen werthvollen Entführten verstummt und sie sich überzeugt haben, daß Niemand fie Beitrag zur Ethnographie des südlichen Amerika. verfolgt, worauf fie ruhig ihres Weges geben. Es ift anzunehmen, daß die Schöne am Ende dem ftarken Arm und den feurigen Bitten ibres fanftmüthigen Berehrers weicht, und ohne weitere Heiratecerea

Mannigfaltiges. monieen tritt das glückliche Paar nach einem oder zwei Tagen als Mann und Weib aus den Tiefen des Waldes hervor. Mitunter find - Deutsoe Runft in Italien. Es ist für die vaterländisde die Zeitern des Mädchens mit der Partie wirklich nicht einverftanden, Kunft sicherlich als ein Triumph zu bezeichnen, daß ein deutsger Künftin welchem Fa fie augenblidlid in ein Horn stoßen, um ihre Nach- ler, Professor Vogel 0. Vogelstein, im Auftrage des Großherzogs von barn zusammenzurufen und mit ihnen den Räubern nachzufeßen; gelingt Toskana für den Palast Pitti in Florenz zwei cyflisde Gemälde, Dante's es aber diesen, das Didicht glüdlich zu erreichen, so kann die Ehe nach „Göttliche Romödie" und Goethe's „Faust" darstellend, geliefert hat. ber nicht wieder aufgehoben werden.

Das Dante. Bild veranschaulicht in großartigen Geftaltungen die er„Man läßt einige Tage vorübergeben, ebe die Freunde das junge greifendften Gesichte des Dichters in der Hölle, im Fegefeuer und im Paar besuchen. Jeder bringt das versprochene Geschenk, und die Pferde Himmel, während der Fauft-Cyklus, und zwar ebenfalls in einem Rah. und Ninder vor fich treibend, macht sich die ganze Hochzeitsgesellschaft men, dreizehn mit einander verbundene Scenen aus dem ersten Theile auf nach der ehemaligen Wohnung der Braut. Die Geschenfe werden der Goetheschen Dichtung umfaßt. Dem deutschen Künstler ist die dann in aller Form dem Vater übergeben, der, wenn er einen ent- Ehre zu Theil geworden, daß sein Bildniß, zum Zeichen der Anere sprechenden Preis für seine Tochter bekommen zu haben glaubt, die kennung seiner Meifterschaft, der Sammlung berühmter Künstler-Porgrößte Freude über die Heirat an den Tag legt und gegenseitige Glück, traits in den Uffizien son Florenz einverleibt wurde. wünsche mit dem Bräutigam und seinen Freunden austauscht. Die Mutter der Braut nimmt allein feinen Anteil an der allgemeinen - Ein belgisder Protest. Es verdient auch in unserem JourFreude, indem man von ihr vorausseßt, daß fie fich durch die Ent-nal, das den germanischen Ueberlieferungen in Belgien ftets seine Aufführung ihres Kindes noch immer tief beleidigt fühlt und ihren Un- merksamkeit gewidmet, erwähnt zu werden, daß das in Brüssel bes willen dadurch zu erkennen giebt, daß sie weder mit ihm spricht, noch ftehende , Central Comité der Vlaemingen" an den belgischen ihn auch nur ansieht. Indessen erfordert e$ die Etikette, daß sie ihren Justizminister ein Schreiben gerichtet, worin protestirt wird gegen eine Gäften zugleich einige Höflichkeiten bezeigt; fie reßt fic demnach neben neulich, bei Gelegenheit des Empfanges des Herzoge 1. Brabant in die Braut, aber mit dem Rüden gegen den Bräutigam gewendet, und Paris, dom französischen Moniteur ausgesprochene Behauptung, die sagt: „Meine Tochter, frage Deinen Mann, ob ihn nicht hungertu aud im Moniteur Belge Aufnahme gefunden: daß Frankreich und BelDiese Frage wird von der Tochter gestellt und durd ihre Vermittelung gien durch Ursprung, Sprache, Sitten und Intereffen Sowestern seien. das Gespräch fortgeführt, bis die Gesellschaft endlich mit einem Mahle Das gedachte Schreiben süließt mit folgenden Worten: „Wir wenden bewirthet wird, an welchem die Alte ihre ganze Kochkunft erschöpft. uns daher vertrauensvoll mit der Bitte an Sie, Herr Minister, der Das point d'honneur wird in manchen Fällen fo weit getrieben, daß Sie berufen sind, die Unabhängigkeit des Vaterlandes rein und undie Mutter jahrelang ihren Sdwiegersohn nicht von Gesicht zu Ge befledt zu erhalten, darüber sorgfältig wachen zu wollen, daß das antfight anredet, obwohl sie, ihm den Rüden zukehrend oder durch einen liche Blatt, welches unter Jören hohen Befehlen steht, nicht länger den Zaun oder eine andere Scheibewand von ihm getrennt, fic ganz freund- öffentlichen Geift in Belgien irreführen und auf diese Weise unsere schaftlich mit ihm unterhält."

Nationalität in Gefahr bringe; denn Auslands.Gedanken erweden AusIm Uebrigen haben die Sitten der Araukaner etwas Patriarcha- lands - Neigungen, und legtere sind zu allen Zeiten für unser Vaterlifdes und selbft 3dyllisches. Es herrscht unter ihnen ein gewisser land verhängnißvoll gewesen." (Fiat applicatio, was namentlich den roher Ueberfluß, da der Boden ihnen Alles gewährt, was ihre ein. leßten Saß betrifft, auc, auf manche Provinz des deutschen Baterfachen Bedürfniffe erfordern; þungersn3th oder Mangel fommen sele landet, wo man z. B. in Napoleonischen Veteranen - Vereinen Austen bor. 3hr Lieblingsgetränk ift der Mudai, der unserem Verfaffer lands-Neigungen durch Auslands-Gedanken unterhält.) recht gut mundete, bis er den Zubereitungs- Prozeß erfuhr. Als er einmal die Frauen bei ihren Arbeiten beobachtete, holte eine von ihnen

Kalifornien als Heimat. 3m deutschen ,, San Fran. eine Süssel leicht angefeuchtetes Mehl und einen kleinen irdenen Krugcisco - Journal" findet sich folgende dharakteristische Betrachtung: „Wer hervor, welche sie beide auf die Erde niederfekte. Hierauf näherte sich am Tage des Abgang der Dampfböte fich an das Wharf begiebt, eines von den Mädchen, nahm eine Sanbool des Meblo, fretete es um die Geschäftigkeit und das Gewühl zu betrachten, welche eine Abzu einer Rugel zusammen, welche sie in den Mund ftedte, and kehrte fahrt so vieler Reisenden nothwendig bedingt, und zugleich die Reisendann mit vollgestopften Baden an ihre Arbeit zurüd. Jhr folgte eine ben zu mustern, die beneidet auf dem Verded stehen, um zum leßten Gefährtin nach der anderen, bis alle, von den jungen Kindern bis zu Male unsere Hügelstadt zu überschauen, dem muß die Idee kommen, ben zahnlosen, runzeligen und triefängigen alten Mütterchen, mit Beißen daß Etwas nicht ganz gesund ist in unserem Staate der vergrabenen und Rauen beschäftigt waren, das Gesicht wie ein Ball aufgebläht, Schäße. Der Miner, der glüdlich genug war, nach jahrelanger Araber ohne fich dadurdy in ihrem endlosen Geplauder stören zu lassen. beit ein bescheidenes Glück zusammengeschaufelt zu haben, so wie der, Nach einigen Minuten kam die Erfte zurüc, bob den Krug auf und welcher, von einem Unftern jahrelang verfolgt, in dem geträumten leerte den Inhalt ihres Mundes in denselben aus. Sie versorgte lande des Goldes und Reichthums eigentlich nur Chimäre fand; der fich alsdann mit einem neuen Quantum Mehl und entfernte fich fauend Kaufmann, deffen Speculationen von reichlichem Erfolg gekrönt waren, wie zuvor. Die Anderen folgten zur gehörigen Zeit, und man fuhr so wie Jener, welcher nach oft mißrathenen Calculationen den Staub so fort, bis das Mehl zu Ende und der Krug gefüllt war.

von den Sohlen schüttelt, um unter einem gedeihlicheren Himmelsstrich ,,Ganz verwundert über eine so feltfame Prozedur, trat ich zu von neuem sein kaufmännisches Genie zu versuchen; der Vater, dessen einer der Frauen und fragte, auf den Krug zeigend: „Chem túa?" Rüdkehr seiner Familie langentbehrte Freuden wiedergiebt, so wie (,,Was ist das?) — ,,Mubai“, war die Antwort - Bie? Mubai?" der Junggesellt, der mit seinen poetischsten Jahren hier in Kalifora - ,3a", erwiederte fie und fügte, über mein Erstaunen lachend, bin nien abgeschlossen hat, aue verlaffen mit gleicher inneren Befriedizu: „Cumé! cumé!(,,Gut! gut!") Da es nußlos war, fie um näbere gung unser Gestade. Nur Wenige sehen den Steamer segein, ohne Auskunft zu bitten, so sucte ich Sanchez auf und erkundigte mid, was von einer gewissen unbeschreibbaren Sehnsucht nach der Weite ergrifsie denn eigentlich vorhätten. „Sie machen Mudai", antwortete er fen zu werden. Man sendet den legten Blick nach der Golden Gate, rubig. - Was? Mudai, die Flüssigkeit, die ich seit einem Monat hinter wellher der Steamer verschwindet, und kehrt zurück in das begetrunken babe?" — „Dieselber, verseßte er, und ohne zu bemerken, täubender Seräusd des Berufslebens, indem man sich klar gewordett, daß fich mein Gesicht bei dieser Nadridt frampfbaft verzog, fubr er daß mait auch bei allen Schäßen in Kalifornien doch noch Eines vers fort, den Zubereitungs-Prozeß dieses Getränks zu beschreiben, welches mißt - eine Heimat! Da ist das Räthfel gelöst, weshalb man keine eine Art von Bier ist und einen fäuerlichen und nicht unangenehmen Thräne sieht unter den Tausenden, welche San Francisco verlassen.“

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chenland, nicht bloß eine winzige, improvifirte Hauptstadt, die den Griechenland.

Spott der Fremden reizt, ba fie schon in Miniatur einige Lafter und

alle lächerlichkeiten der großen Hauptstädte hat. . . Athen und die neueren Griechen. *)

Ja, fie find uns sehr fern, jene Tage, wo die Messéniennes erEs hielt schwer, sagt der Referent des unten angezeigten Werkes tönten, wo Byron nach Missolunghi reifte, wo der Westen einer Handin der Revue des deux Mondes, das Athen des fanfzehnten Jahr- voll Rebellen Gold, Vertheidiger und Freiheit sowidte. Woher diese Jahrhunderts zu betrachten, ohne fofort an das Athen des neunzehnten schwungvolle Begeisterung? Wober dieses glühende Mitgefühl? Kannte zu denken. Armes Athen, Dir fo wenig, wie der Siebenbügelstadt, ist man die Griechen? Hatte man ihre Tugenden erprobt? Hatte man die Einfamfeit für Deine Ruinen, die berdauliche Stille für Deine den Boden durchforsát, in den man fo prächtige Hoffnungen säte! Erinnerungen geworden. Der lärm einer raso fich vergrößernden Staatsmänner, Parteimänner, Sdriftsteller, Weltleute – alle batten Stadt übertäubt das beredte Wort der Vergangenheit; die Bedürfnisse ihre Klassen durchgemacht, alle hatten einige Gefänge im Homer, einige des Lebens nagen unaufhörlich an den Trümmern der Vorzeit. Ueber Seiten im Plutarch gelesen; mehr brauchte man nicht: die Vergangenden Jlifas, an dessen Ufern Sofrates fich mit seinen Freunden unter. heit bürgte für die Zukunft.

heit bürgte für die Zukunft. Man sah im Geiste die Achilles, die redete, schwanken täglich die Leichenzüge; die Kallirhoë, woraus die leonidas, die Nestor, die Aristides aus dem hellenischen Boden erathenienfischen Jungfrauen das lautere Wasser fchöpften, wird, von schießen; und sah man auch einen schönen Paris oder einen versámikalbanesischen Wäscherinnen besudelt; der Plaß der Akademie wird par ten Ulyffes einen Schatten auf das glänzende Gemälde werfen zellenweise verkauft; die Mauern des Lyceumo dienen zum Rúdhalt man drüdte das Auge zu oder lächelte, wie die zärtliche Mama zu einer Grabenbösdung; die Gipfel des Lyfabettos und Angesmos wer den Pagenstreichen des lieben Söhnleins lächelt. So ließ sich die den von unermüdlichen Bergleuten durchwühlt, und unter dem dröh- Politik von der Poesie gewinnen; die Diplomatie schwärmte, im Rath nenden Knau des sprengenden Pulvers rollen die Marmorblöde ins der Könige hörte man Citate aus den Klaffifern und wohlklingende Thal. Der Tempel des olympischen Zeus ist eine Dresdtenne; auf Verse.

Verse. -- Adh, verbammen wir den edlen 3rrthum nicht! Unbewußt dem Hügel der Nymphen ragt eine Guillotine, und ihre Grotte ist zu ließ sich die Phantasie von den flangreichen Namen Griechenlands beeinem Beinhaus eingerichtet. Konnte man für die fünftige Kapitale rausden; die Helden und Weisen, die alten Freunde unserer Kindheit feinen anderen Plaß wählen? Konnte man fie nicht an der Küfte erschienen wieder in der Welt. Nach den Kreuzfahrten haben die gründen, auf den Höhen der Munydia oder des Piraeus, anstatt sie Jahrbücher der Geschichte feine uneigennüßigere That der Begeisterung in eine ungesunde Thalídlucht zu senfen, hinter der Afropolis, die an aufzuweisen. Nicht die Wiege des Christenthums, sondern die Biege Sommertagen den erfrischenden Hauch, die Seebrise, abhält? Konnte unserer Ideen, unserer Künste, unserer Civilisation, Hellas, dat geman Athen nicht öde, ftill, unverleßt lassen, wie Pompeji, das seiner meinsame Vaterland der Neuzeit, deffen Geschichte wir schon ftammelZerstörung seine Unsterblichkeit verdankt? Pompeji ist das Sanktua- ten, ebe wir noch die unseres eigenen Landes faunten, sollte befreit rium dés antifen Lebens, während Athen mit seinen schnurgeraden werden. Vor dem Enthusiasmus (dwieg die Klugheit, das europäische Straßen, mit seinen modernen Häusern schon eine moderne Stadt wie Gleichgewicht wurde der Archäologie geopfert. Einige Provinzen war. alle Städte ift. Ueberat stößt man auf Polizeimänner und Droshken, den von der Türkei abgelöst, und in aller Eil fagte man zu einem auf deutsche Uniformen und französisde Toiletten; bald wird sie ihre Volfe von etlichen Hunderttausend Seelen: , 3hr seid frei; gedeihet Omnibus und ihre Gasbeleuchtung haben, und ein ungeschlachter Ma- und machet Euch Eurer Ahnen würdig!"

und machet Eud Eurer Ahnen würdig!" - Das war ein Doppelter trose darf mit Recht verächtlich auf die Stadt des Perifles berabsehen, Fehler: man dwächte die Türkei und gab Griechenland eine lächerwenn er sie mit dem Hauptorte seiner Provinz vergleicht. Hier habt lide Rolle, die dessen Zukunft gefährdete. Griechenland hat diefen 3hr eine Frucht der Civilisation!

doppelten Mißgriff Europa's theuer bezahlt. Arme Griechen! Jüngst noch wurbet 3hr in den Himmel er. Es vergingen einige Jahre; das Gewitter von 1830 batte aus. hoben, von so mancher lorbeergefrängten lyra gefeiert, ganz Europa getobt, die Nube trat ein, der Handel fing an zu blühen, die Frachtbot Euch die ftüßende Hand. Wie eine Mutter die erften Sbritte diffe durch furchteten die Meere, zahlreiche Reisende besuchten Athen, ihres Kindes leitet. Heute bricht man über Euch den Stab ohne Er- die Gesandten der Weftmächte waren bei dem neuen Hofe affreditirt. barmen, es ist nicht erlaubt, Eudy das Wort zu reden, es ist Mode, „Nun, da habt ihr die so hochgepriesenen Griechen! Seht ihre Hel. Euch zu schmähen. Da haben wir die Umkehr der öffentlichen Meinung! den, ihre Staatsmänner, ihre Feldherren! Was haben sie gethan, seite

Wahr ist es, Griechenland hat sich einen Augenblick von den In- dem sie frei sind? Wo ist ihr Heer, ihre Flotte? Blüht der Aderteressen des Westens loogesagt, hat sich von religiösen Tendenzen und bau, der Gewerbefleiß? Was, nicht einmal eine Straße, die aus lügenhaften Versprechungen hinreißen lassen, hat sich etwas zu lebhaft Athen führt! Keine Brücke über die Flüfse! Keine Fabrik für die Navarins erinnert; allein die Aufregung wurde raso, leidt, nachhal- ersten Lebensbedürfuisse! Was, in dem Vaterlande des Illinos und tig gedämpft. Die politische Frage ist beseitigt, die Ereignisse der Phidias fein Künstler! Und wie steht es um die Finanzen? Werden legten Monate sind vergessen. Die Abneigung, die Verachtung gegen die Zinsen von den Anleihen regelmäßig abgetragen? Wird der Hausdie Griechen sind nicht gewichen. – Ein Menschenalter trennt uns

Ein Menschenalter trennt uns halt geschidt, ehrlich verwaltet? Warum treiben Piraten und Straßenvon dem griechisden Unabhängigkeitsfriege. Es ist in der Drdnung, räuber ihr Wesen?" Der Vorhang war einmal aufgezogen, und die daß eine Generation verspottet, was die vorangegangene geehrt hat; Juusionen verfdwanden fønell. Wie gewöhnlich rächten die Anbeter was unsere Vorfahren rühmten, müfsen wir natürlich anschwärzen. an dem Gößen die Täuschungen, die sie sich felbft bereitet. Die öfWenn aber auch ältere Leute ihren Philhellenismus verleugnen, wenn die fentliche Meinung, jegt ungerecht, wie sie früher blind gewesen, fora Nadsidhtigsten schweigen oder über die verflogenen Träume die Adseln derte Rechenschaft von den Griechen für Tugenden, die fie ihnen an. zuden: dann fällt der Tadel sehr schwer ins Gewicht, er scheint dann in gedichtet, und für Fehler, die sie nicht hatte sehen wollen. ernfteren Ursachen als in bloßen Modelaunen seinen Grund zu haben. Und doch batten sich die Griechen von Anfang an fo gezeigt, wie

3m Jahre 1849 reiste ich nach Griechenland, voll der vorgefaßten sie sind. Beim ganzen Verlauf des Unabhängigkeitsfrieges trat ihr Meinungen, wie sie heutzutage gäng und gebe find, bis in den Mare Charakter unter voller Beleuchtung hervor: Feige Sdwäche neben dem seiller Hafen von christlichen Rathschlägen und soledaten Wißen ver- Muthe, gemeiner Eigennuß neben dem erhabensten Herpismus; Capia folgt. Bier Monate lebte ich unter den Griechen, in Athen und auftulationen wurden gebrochen; Gefangene, trog dem gegebenen Worte, den Jnseln, in den Seeftädten und in den entlegensten Gebirgen; id erwürgt; Plünderung und Seeraub den Schladten vorgezogen; die fab das Schlimme wie das Gute; id sah vor Adem das wahre Grie- Mannszucht verspottet; das Ausreißen war an der Tagesordnung; die

Eifersuďt der Häuptlinge ging bis zu gegenseitigem Verrath – fo *) Athènes au quinzième, seizième et dix-septième siècle, d'après des documens inédits. Par Mr. L. de Laborde. 2 rol Paris, Renouard,

viele Züge, die zugleich der Homerisden und barbarisden Zeit ange1855.

hören, hätten minder eingenommene Beurtheiler warnen sollen. Leider

hat sich die Gefdichte selbst zur Untreue verleiten lassen, um den all. Kirchen besucht, den fremden mit einem versomißten Lächeln verächtgemeinen Eifer nicht zu ertälten. Die Dichtung wob die goldene lich über die Shulter ansieht; das ist alles. Die Bourgeoisie? Sie Wolfe über alle Augen; im Verein mit der Plastik feierte sie einige spricht nicht unsere Sprache, verídließt uns die Thür aus Furcht wie Großthaten, einige schöne Gestalten, die das Publikum lebhafter rühr. aus Eitelkeit; fie verstedt ihre ärmliche Häuslichkeit, erzieht ihre zahlten, als die Wahrheit, die lauter, als die Wahrheit selbst, redeten. reichen Kinder, ist geiftbegabt, lernbegierig, von aufrichtigem PatrioBozzaris' Tob, Miffolunghi’s Fall, die Meßelei von. Chios, die Brau- tismus beseelt, zu stolz, sich mit den Europäern vergleichen zu lassen, der des Kanaris erfüllten die Phantasie. Zwischen das tämpfende bevor sie sich zu ihnen erhoben hat. (Fortseßung folgt.) Hellas und das zuschauende Europa schob überdies das Alterthum seine Luftspiegelungen. Die Griechen baben uns nicht betrogen: sie sind,

Frankreich. was sie vor ihrer Befreiung waren; sie sind schon besser; sie haben nur ohne ihre Sduld unsere Hoffnungen betrogen, und das lassen wir

Zur Wiffenschaft der Meteorologie. fie entgelten. Es giebt, ich weiß, edle Gemüther, die ihr früheres Wohlwollen

(Soluß.) nicht verleugnen; bei ihnen hat die Sympathie die 3uusionen über. Der erste Theil seines Werfes ist der Erforschung der unwäglebt; sie haben noch immer ein Wort des Wohlwollen für die Grie

baren Fluida gewidmet. Der Verfasser eröffnet diesen Theil mit Be. den, allein fie verzweifeln an der Zukunft eines Staates, der nachtrachtungen über das Lebendprinzip: er entwickelt feine philosophischen fünfundzwanzigjähriger Eriftenz noch so weit von den civilisirten Staa. Ideen über diesen Gegenstand, führt alle darüber aufgeftellten Systeme ten ist. Fünfundzwanzig Jahre! Also die Zeit, die ein Mensch zu an und prüft die beiden, die er der Prüfung werth achtet: dasjenige, seiner Erziehung braucht, die soll ausreichen, die Erziehung eines welches die lebenden Wesen von fich felbft entstehen läßt, und dass Voltes zu vollenden? Wie viele Jahrhunderte mußten hingeben, ehe jenige, welches zur Erklärung ihrer Entstehung eine erste schöpferische Frankreich Franz I. seine Wiedergeburt, Richelieu seine Einheit, Col. Ursache annehmen zu müssen meint. Beide Systeme werden auf eine bert seine Finanzen verdankte? Gestern noch lag Griechenland tief höchft interessante Art dargelegt und gegen einander gehalten; leider versunken in Knechtschaft, Unwissenheit, Barbarei und Verarmung; die aber führt die Diskussion zu feinem befriedigenden Abschluß, die Schwieneun Jahre des Befreiungskampfes batten es vollends erschöpft. Dem rigkeit ift nicht gelöst und wird wahrscheinlic noch lange ungelöst bleiben. Aderbau fehlten die Hände, die Mündungen der Flüsse waren ver Der Erdmagnetismus, die Eigenschaften des Magneten, das Nordsandet, das Fieber mähte das werdende Geldledt in der Blüthe ab; licht und der Einfluß, welchen der Magnetismus auf den Menschen die kümmerliche und gefährliche Rüftensdifffahrt ernährte faum zwei ausübt, bilden den Gegenstand der vier folgenden Kapitel. Man findet unddreißigtausend Familien der Seeleute, während der ganze Reich hier interessante Erörterungen über die Sympathie und die Antipathie, thum den großen Häusern zuströmte, die in Trieft, Alexandrien, Mar- über den Instinkt der Thiere und über die wunderbaren Eigenschaften, seille und Konftantinopel fidh etablirt hatten. Reine Hülføquellen, die man dem Magneten in Jahrhunderten zusdrieb, wo die Physik drüdende Søulden, ein enges Gebiet, das die kleinsten Inseln und die noch nicht durch die Forschungen Galilei's, Descartes', Huygent' u. A. m. unfruchtbarsten Landftrise des alten Hellas umfaßt, eine Bevölkerung, bereichert war. In der Widerlegung abenteuerlicher und irrthümdie selbft dieses beforänkte Gebiet nicht ausfüllte: - Das waren un

Das waren un- licher Annahmen, in der Hinweisung auf manche , Defiderata“ zur ftreitig genügende Gründe zur Beharrlichkeit und Aufmunterung in den Erklärung der Phänomene, welche die lebenden Wesen darbieten, zeigt Augen der Völfer, die funfzehn Jahrhunderte des Fortschrittes zählen! Herr Foiffac nicht blos einen vortrefflichen philosophisden Geist, son

Das plaudernde, lesende, reisende Publikum, das in seinen Be dern auch das Talent, immer anziehend darzustellen. schäftigungen selbft nur Zeitvertreib sieht - das Publikum dringt nicht Der zweite Theil seines Werkes behandelt die Gewässer und tief in die Geschichte und Politik; es klebt an der Oberfläche der Dinge, ihre Eigenschaften; der Verfasser bespricht die Temperatur der Quellen, lagt über die Mängel, die es leichter bemerkt, und langweilt sich bei der Flüfse, der Seen und der Meere und schließt mit Betrachtungen den Vorzügen. – Die Grieden! Ad, sprecht mir nicht von den Griechen! über das Polar- Eis, über die regelmäßigen Bewegungen der Meere, die kennen wir, ohne den Fuß aus Paris geseßt zu haben. Erstlich ben über ihren Salzgehalt und Phosphor-Effenz. ,In dem Mittelländischen trügen fie Eud im Spiel. Wer bätte nicht in seinem Salon irgend Meere, wie im Dcean“, sagt Herr Foifsac, mgiebt es wenige Striche, einen Industrieritter ertappt? Wer hätte nicht einen eingeschmuggel. wo man das Phänomen der Phosphor-Effenz nicht beobachtet bat. ten Prinzen, einen Hausirer mit falsøen Manuskripten, einen Erben Der Abbé Dicquemare schreibt es fleinen runden Thieren zu, welche von Landgütern, die im Monde liegen, an seiner Tafel gespeift? Sie er durch das Mikroskop gesehen hat. Er berichtet, daß ihre Menge wurden uns von Personen empfohlen, die sie wenig fannten, und doch im Hafen von Havre nie so groß gewesen, als am 20. Mai 1778. nahmen wir sie mit offenen Armen auf, ftellten sie überall als unsere An diesem Tage machten sie das Meer trübe und wie bededt mit Freunde vor. Und denkt Euc, fie waren weder vom Adel, nod ge einer diden Delschicht; das Wasser, welches er um zehn Uhr Abends lehrt, noch reich! D, diese Griechen! Und was war auf diese Reden fchöpfte und in ein anderes Gefäß goß, erschien ihm wie ein Feuer. vom et Pariser Schlage zu antworten? Freilich hätte einer erinnern ftrom; er goß ein wenig davon auf ein Brett; es blieb drei Minuten können, daß auch wir unsere Ausfuhr-Artitel haben und daß es lang funkelnd; das lidt, welches von dem Waffer ausging, war so shlecht um uns bestellt wäre, wollte man uns nach den Proben beo ftark, daß man eine feine Schrift lesen konnte." urtheilen, die im Drient und in Amerifa fic umbertreiben; aber der In dem dritten Theil beschäftigt sich der Verfaffer mit der Atwäre schön angekommen! Man würde ihm einen schlechten Bürger an mosphäre und den darin vorkommenden Phänomenen. Er bespricht die den Kopf geworfen haben.

Zusammenfeßung und die Schwere der Luft, die periodischen Schwan. Es giebt allerdings Reisende aus den höheren Ständen, die durch kungen und die zufälligen Veränderungen des Barometerstandes und Athen gekommen find, dort gelebt haben und von dort einen abschreden theilt wichtige Beobachtungen über den Einfluß der Schwere der atmoden Eindrud und ärgerliche Geschichten Heimbringen. Werdet Ihr die sphärischen Luft auf den menschlichen Körper mit. Weiter folgen dann Glaubwürdigkeit von Leuten in Frage stellen, die da sagen: Wir mehrere Rapitel über die Theorie der Winde, über die Drkane, die haben gefeben? Freilid haben sie Attita in deren Großartigkeit Wirbelwinde, die Echos; über den Thau, den Nebel, die Wolfen, den und Nattheit gesehen; haben gesehen die harmonischen Umriffe der Hagel und den Regen; über die Sternsonuppen, die Feuerkugeln und Anhöben, die sonnenvergoldeten Felsen, die Olivenbäume, deren dun- die Aërolithen. Ferner untersucht Herr Foiffac aufs sorgfältigfte den kles Laub sich von einem blassen, transparenten Himmel abhebt, die Einfluß der Mondphasen auf das Wetter, auf das Pflanzenreich und unbestellten Fluren, auf denen der Thymian und die Anemone blühen auf den Menschen. Er bespricht die verschiedenen Anrichten mit eben Umsonst sucten fie mit den Augen die großen Wälder, die sió hinter so viel Sarfsinn, als Gelehrsamkeit. 3a Bezug auf die Wirbeldem Penteliton verbergen; mit einem Sprung feßten sie tachend überwinde erzählt Herr Foiffac Folgendes: den Glissus, der unter Trümmern und Marmorbruchstüden verschwins ,,In der Nacht vom 4. Dktober 1844 entftand um Havanna ein det. An den glühenden Sommertagen, wie feufzten sie nach den grü- schredlicher Drkan und dauerte von zehn Uhr Abends bis drei Uhr nen Fluren, nach den Flüffen und schattigen Bäumen der Heimat! Nachmittag. Man hörte ohne Unterbrechung das Gelrad der einftür. Griechenland mit seiner Natur, feinem Klima war geridtet; wie At- zenden Häuser, die berzzerreißenden Töne der unter den Trümmern tifa fo Hellas. 3. fannte einen Neapolitaner, der in Frankreich nur Sterbenden, die Schredensrufe und die Gebete der bestürzten Lebendie Umgebungen von Marseille besucht hatte, und wie sprach der von den. Von Zeit zu Zeit vermehrten Bliße das Schredliche dieser Scene. Frankreich! Die meisten Reisenden hielten fich einige Tage in Athen Beim Anbruch des Tages vermehrte noch ein bräunlider Shimmer auf; hier verkehrten sie mit Fischern, Kutschern, Gastwirthen, Dolmet- das Entseßen: der Himmel war von schwarzen Wolken verfinstert, (dern, furz, mit namenlosen Leuten, die sich überall gleichen, die von burc welde die Sonnenstrahlen nicht hinburdringen fonnten; es war dem Fremden leben; und diese gelten ihnen für den griechischen Typus. nicht Regen, was berabftel, sondern Wasserströme. Die entfeffelten Die aber lange in Athen verweilten - mit welchen Grieden haben fie

mit welchen Griechen haben sie Stürme verursachten ein eben so starkes Getöse, wie die flärfften Befanntschaft gemadt, Umgang gepflogen, was haben sie studirt? Donnersdläge. Als der Drkan aufgehört hatte, zählte man vierDas Volt? Sie wiffen, daß es die Zierlichkeit liebt, fic prächtig hundert Häuser, die zusammengestürzt waren; siebzig Menschen waren

Hafen untergegangen. Havanna glich einer Stadt, die eben ein Bom- besteht, fie vielmehr die entschiedenste Verachtung für einander begen, bardement ausgebalten. Auf dem freien Felde war nicht ein Baum also lauch eine aus fo heterogenen Bestandtheilen zusammengesepte Reben geblieben.“ Der vierte Theil behandelt in zehn Kapiteln die Bevölkerung keinen guten Fortgang gewinnt und, weil feine von beiWärme: Die Temperatur der Erde, die von der Sonne bewirkte den stark genug ist, um sich über die andere zu erheben, vollkommene Wärme, die Temperatur-Unterschiede je nadaden Längen- und Breiten- Anarchie als status quo an der Tagesordnung ist, ist selbstverständGraden, die Säneegränzen, Einfluß der Höhen auf die Pflanzen- und lich. So weit klingt auch der Roman nicht roman- oder märchenhaft, Thierwelt, Temperatur- Unterschied nach der Größe, der Gestalt und sondern kann als ein ziemlich getreues Abbild der Wirklichkeit gelten. Lage des Kontinente u. f. w.

Algemach aber mischt fich Wahrheit und Dichtung. Denn nun wähDie Revolutionen der Erde und die Veränderungen der Klimate len sich in diesem Utopien beide Theile ein besonderes Oberhaupt: sind Gegenstand des fünften und leßten Theils. Die beiden ersten die Gentlemen eine Art Dandy, halb Italiäner halb Russe, der, Kapitel erregen das Interesse im höchsten Grade; das eine bezieht sich seine Leute kennend und wohl wissend, daß er ihnen die Fuchtel nicht auf die vorsündflutblichen Revolutionen der Erde, das andere auf Teben, geschweige fühlen lassen darf, fie mit Liebkosungen, Schmeiches diejenigen Revolutionen, welde feit dem Erscheinen des Menschen leien, dem Zauber seines Lächelns und wohlangebrachten Worten zu auf der Erde stattgefunden haben; daran reihen sich natürlich die kirren und an seine Person zu fesseln weiß. Wenn er sie bard anUntersuchungen über die Sündfluth, über die Vulfane und die Erd- ließe, Gehorsam beischte, weil es sein Recht und ihre Pflicht ift, so beben, welche in unseren Zeiten noch den Boden erschüttern und volf. würde nichts in der Welt fie unterwürfig und geschmeidig machen; reiche Städte zu verschlingen drohen. Die folgenden Kapitel find allein auf eine zierliche Geberde oder wißige Phrase hin verstehen nicht weniger wichtig: Der Verfasser spricht über die Veränderung fie fich gern zum Rammerdienerposten, und nichts kömmt dem poffirder Meeresbecken, über die Hebung des Bodens und andere geologische lichen Eifer gleich, womit sie dem schlauen Gebieter die Stiefel blank Ereignisse, welche man als Ursachen einer Veränderung des Klimas pugen, oder der Befliffenheit, womit sie von dem Rodke feiner Hobeit ansehen könnte; er untersucht die Witterungs-Verhältnisse in alten und

das mindeste Flaumfederchen wegbürsten. Von einem König dieser in neuen Zeiten, den Einfluß der Sonne, der Kulturen, der Wälder Art will freilich die andere Gruppe, die der Ungeschmeidigen, die fich auf die meteorologischen Erscheinungen. In den leßten Kapiteln fin- nicht mit glatten Manieren abspeisen läßt, nichts wissen und erkieft den wir eine sehr interessante Abhandlung über das Klima der vere fich zum Oberhaupt einen muskulösen Riesen oder Schlagetodt, der (diedenen Gegenden der Erde in alten Zeiten im Vergleich zu dem tüchtig ist und trinkt, in Einem fort raucht, nicht schläft, ohne Klima derselben Gegenden in unseren Seiten, - eine Abhandlung, Raft arbeitet und so auch von allen Anderen neben fich verlangt. welche, da in ihr sehr wichtige, auf die Gesundheit fid beziehende Aber mit diesen ewigen go ahead! und Vorwärte! plagt der WütheFragen erörtert werden, allein schon hinreichen würde, dem Werke eine rich sein armes, zur Knechtschaft verurtheiltes Volk dergeftalt ab, daß günstige Aufnahme zu sichern. Man sieht, welch ein unermeßliches demselben bald nichts übrig ist als Haut und Knochen, und so über Gebiet Herr Foissac bearbeitet hat; wir haben darauf hingewiesen, ihre Kräfte angespannt, muß die Feder in dieser Menschenmaschine daß er es mit großem Glück bearbeitet hat in den uns vorliegenden über kurz oder lang springen. Es geht aber jenseits, bei den Aristokrazwei starfen Bänden. Und doch müssen wir ein Bebauern aussprechen, ten, nicht besser. Hier verfällt Alles täglich mehr der Verwitterung welches man felten ausspricht: Die Arbeit des Herrn Foissac ist nicht und Fäulniß; denn wo so alle Anstrengung, alle solide Thätigkeit ausführlich genug. Manche Gegenstände behandelt der Verfaffer nur fehlt, muß der Mensch zulegt alle Spannkraft verlieren und früh zum febr oberflächlid; er hat die Arbeiten des Herrn Babinet über den. Greise oder Rinde werden. Wenn kein Gott diesem unglüdlichen felben Gegenstand zu wenig berücfidhtigt;. dieser große Phyfifer hat, Lande zu Hülfe kömmt, so muß es zu Grunde gehen. Aber – Ende um die Wissenschaft zu bereidern, Reisen gemacht, den Boden Frank- gut Alles gut, wie sich für ein Märchen schickt. Der König Dandy reichs in allen Gegenden erforscht, Himmelsbeobachtungen und Unter. befißt eine reizende, kluge, scharfsichtige Tochter, die, unbethört som suchungen jeder Art angestellt; auch hat er eine Menge von Thate Schein, den Sohn des ungeschlachten Riesen heiratet, einen schönen, sachen gesammelt, welche er einft bekannt zu machen verspricht und kräftigen und gediegenen Burschen, dem es nicht an zahlreicher Nachwelche er feinen Freunden immer schon gern mittheilt. Ihm und den kommerschaft gebrechen wird. Wirklich ist auch dem Sproffen dieser anderen berühmten Männern, die wir oben genannt, haben wir es zu Ehe das Glück beschieden, dem bisherigen Antagonismus der zwei danken, daß die Meteorologie eine Wiffenschaft geworden, die eine Raçen ein Ende zu machen, fie beide unter ein einig Scepter zu vergroße Zukunft haben wird. Das Wert des Herrn Foissac ist in einigen und eine Ordnung der Dinge zu schaffen, worin die Kunst bohem Grade geeignet, allen Gebildeten, besonders aber den Aerzten, des Regierens fich in praktischer Geschäftskunde, energischem Handeln Interesse und Geshmad für die Meteorologie beizubringen; diefe und taktvoller Geschmeidigkeit bewährt, die so Regierten aber als Wissenschaft wird fünftig nicht mehr in der bloßen Aufzählung und Leute, welche Kultur und Bildung nicht verweichlicht, die Arbeit nicht Bes@reibung der Naturphänomene beftehen, welche in verschiedenen erschöpft, der Sinn für das Praktische nicht roh macht, das Streben Dentsdriften der Atademie vorgeführt worden sind; sie wird von jeßt nach dem Höheren nicht überfeinert hat, fich darstellen. an eine wirkliche Wissenschaft, ein für sich bestehender Zweig des all So ungefähr lautet die Geschichte dieses Utopiens. Begleiten gemeinen Wiffend sein.

wir Montégut jeßt auf mehr realen Boden.

,,Eine seltsame“, ruft er, doch aber aller Beachtung wertbe Ers

scheinung! Die Feldarbeit – wohl kann sie zu anstrengend betrieben England.

werden, kann die Körperkraft erschöpfen, aber sie erzeugt kein frank

baftes Gefühl und entspricht der menschlichen Natur. Die HausEin Utopieu. Der Mensch und die Maschine.

arbeit desgleichen, sie schafft nur Glück und Freudigkeit. Die Arbeit zwei Zeitbetrachtungen.

des Handwerksmannes, so anstrengend fie fein mag, fördert die Ges Der neueste Roman der Mrs. Gaskell, ) der Verfasserin von selligkeit, die Kameradschaft, den Vereinsgeist

. Nur die MaschinenRuth” und „Mary Barton”, giebt dem geiftvollen Kritifer Emile arbeit, eine Erfindung der Wissenschaft und des menschlichen VerstanMontégut Veranlassung, sich in der Revue des deux Mondes über des, fie allein ertödtet den Leib und entfittlicht die Seele. D, wie die industriellen Zustände und Sitten des heutigen Großbritannien furchtbar rächt fich die Natur dafür, daß man ihr Feffein anzulegen auszulassen und in scharfen Zügen die Entzweiung, den Antagonis- wagt, fie, von welcher nur Gesundheit und Leben ausströmt, fie, die mus zu schildern, welcher den Boden der Gesellschafts-Verhältnisse

, einzig echte Arznei, die allein die erschöpften Körperkräfte neu belebt. wie dort, fo anderwärts unterwühlt. Er leitet seine Betrachtungen Wenn gefefselt und geknechtet, erzeugt fie nur Todeskeime. Man mit einem Märchen oder den Umrissen eines philosophischen Romans meint sie bezwungen zu haben, sie aber sprengt übermächtig ihre ein, worin er seine Leser in ein fabelhaftes land verseßt, bevölkert Bande und schmettert ihren Bändiger nieder. Man preßt den Dampf von zwei Klassen oder Menschengruppen: die eine derselben beftehend in Röhre, und Erblindung und Brandwunden sind die Folgen. Jene aus ungemein artigen und feinen Leuten, mit denen fich aufs beste ursprünglich so unschädlichen Stoffe bauchen jeßt verderbliches Gas leben und auskommen läßt, echten Gentlemen nach Sprache und Ma- aus; Stidluft dringt aus jenem feinen Baumwollenstaube; jene unnieren, nur aber schwächlichen Charakters; die zweite Gruppe gebildet fichtbaren Atome von Gift, Glas und chemischen Ingredienzen finden von Arbeits- und Werktagsmenschen, und diese da barfch, ungeschlif- den geheimen Weg zur Lunge; betäubend bis zur Taubheit wirkt fen, abstoßend, aber tüchtig und thätig. Jene also vergegenwärtigen das ununterbrochene Raffeln gebender Maschinen. Man betrachte, Formen ohne Realität, diese umgekehrt Realitäten ohne Form. Die weld feindseliger Anblick! diese Maschinen und ihre grausame PräEinen sind eitel Oberfläche ohne Grund und Gehalt, die Anderen zifion, ihre, so zu sagen, fatalistische Intelligenz, so unwiderruflich robe Elemente ohne ebenmäßige Fläche, schlecht behauene Granit- wie ein Rechenerempel, die verzehrende, heißhungrige Geschäftigkeit, blöđe, oder so wie fie aus dem Shoob der Erde hervorgegangen find, womit fie das Eisen benagen, nach der Baumwolle schnappen, den schwarze und staubige Steinkohlenflöße, von ihren Schlachen noch nicht Faden zwirnen, Gewichte in die Höhe schnellen. Nun wohl! von die gereinigte Erze. Daß zwischen diesen zwei Klassen keine Gemeinschaft fer mechanischen Gefühllosigkeit eignen sich zuleßt auch die Menschen

etwas an, die im Dienste der Maschinen stehen. Im fteten Umgang *) North and South. London, 1855. 2 vols.

der Menschen mit den Maschinen verödet das Herz und schlägt nicht

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wieder jung und frisch. Arbeit ist das radifalfte Heilmittel gegen

Arbeit ist das radifalfte Heilmittel gegen abzuwehren, die von dem Bisthumo-Verweser in Posen, Petruo de das laster; fou fie aber diefes, so muß der Mensch wirklich beschäf. Czekarzewice Tarlo, ausgegangen war. So hat sich das brandenburtigt sein, muß an die Arbeit Kopf und Herz seßen. Bei Maschinen- gisdə-preußische Regentenhaus während des dreihundertjährigen Ben arbeit ist dies nicht der Fall. Der Mensch gewinnt da aus feiner ftehend diefer deutsch-evangelischen Pflanzschule der Wiffenschaft in feiner Anstrengungen Befriedigung und Freude, die Maschine allein Großpolen bis auf die neueste Zeit als deren mächtiger Beschüßerift produzirend und gönnt ihm nicht einmal eine der Fuusionen, wor und Förderer erwiesen. Intereffant ist auch ein in dem uns vorein andere Arbeit selbft bei augenblicklicher Erschlaffung der physi- liegenden Programme enthaltenes lateinisches Anagramm zu Ehren der fden und geistigen Kräfte wiegt; nichts läßt sie ihm, als eine maschi Grafen Leszczynski

, welches von den Schülern des Liffaer Gymnasiums nenartige Beweglichkeit, womit seine Gedanken unstet umberschweifen im Jahre 1691, unter Jablonsky's Rektorat, zur Feier der Rückfehr eines und, erst schwermüthig, dann voll Ingrimm auf den traurigen Erfah- älteren Mitgliedes der gräflichen Familie und in Gegenwart des barungen des Lebens, dem Elend der Entbehrung und des Siechthums mals 13} Jahr alten Stanislaus Leszczynski orcheftific aufgeführt verweilen. Vom Rummer und Groll geht er dann weiter zu leiden- wurde. Das Anagramm, dessen leßte Variation eine merkwürdige, proschaftlichem Haffe gegen die Arbeit, die ihm nicht mehr als eine Grund- phetische Hinweisung auf die dreizehn Jahre später erfolgte Thronbedingung des Lebens, sondern als ein Fluch erscheint. Und diese besteigung Stanislaus Leszczynski's war, lautete: Aufeinanderfolge von Empfindungen ist ganz logisch und natürlich.

Domus Lescinia, Außer den genannten Uebeln erzeugt die Maschinenarbeit noch gewiffe

Ades incolumis, Laster, die vielleicht immerfort bestehen werden, wie sich das Verhälts

Oninis es lucida, niß des Arbeiters zum Arbeitgeber gestalten mag: die Rohbeit, die

Manes sidus loci; Trunfsucht und ein drittes, dem der Mensch aus Bedürfniß einer leiden

Sis columna Dei, schaftlichen Zerftreuung, einer Diversion von seinen geregelten Lebens

I, scande solium! gewohnheiten anbeimfällt. Wenn noch der Mensch Luft und Licht bätte! aber nein, er muß in einer feuchten, oder erstidenden, verpeste

Die Waldenser-Kirche Piemonts. Ueber den inneren ten, durch Qualm oder Millionen von Atomen, welche den bearbei- Zustand der (in Nr. 140 des Magazin“ ausführlich besprochenen) teten Stoffen entfdlüpfen, verfinsterten Werfftatt arbeiten, und so waldenfischen Kirche Sardiniens geben der ,, Preuß. Correspondenza gesellen sich die physischen Uebel zu den moralischen Leiden. Fürwahr, folgende Nachrichten zu: Bekanntlich hatte die Synode des Jahres hätte man vor die Thür gewiffer Centren der Industrie irgend etwas 1851 eine Kommission mit Anfertigung eines Verfassungs-Entrourfs Sinnbildliches zu feßen, fo möchte es eine das Siechthum versinn für die waldensische Kirche beauftragt. Dieser Entwurf ist in der lichende Figur fein, die mit schleichendem, aber sicherem Tritt daber- nächsten, vorschriftsmäßig drei Jahre später zusammengetretenen Syfohreitet und dem Kummer die Hand darreicht, oder auch traurig nie node des Jahres 1854 zur Beratung vorgelegt worden, damals zwar dergekauert, gesenkten Kopfes, mürrischen Blickes und mit gekreuzten nicht zur Verhandlung gekommen, von einer im Mai d. 3. vorzugsHänden, etwa in der Haltung eines muselmännischen Fatalisten dafißt. weife zu diesem Zweck berufenen Versammlung aber angenommen Die Gebrechen und Lafter, welche man der Industrie - Bevölkerung worden. Darauf ist er pen einzelnen waldenfischen Gemeinden zur zum Vorwurf macht, dürfen also nicht in Verwunderung feßen; Ver Annahme mitgetheilt und, nadidem alle diese Gemeinden, mit alleis wunderung müßte es erregen, wenn sie nicht vorhanden wären." niger Ausnahme der Gemeinde von Pramollo, ihm unverändert bei

getreten waren, unter dem 4. September d. J. als endgültiges KirchenMannigfaltiges.

statut publizirt worden. - Allerdings find jeßt auch schon Spaltun

gen innerhalb der waldenfischen Kirche eingetreten, und es ist, wie wir - Das dreihundertjährige evangelische Gymnasium Hören, das bereits in Aussicht gestellte Ausscheiden eines Theiles der in liffa. In unserem legten Literaturberichte aus Italien (Nr. 140) waldensischen Gemeinden zu Turin und Genua nunmehr definitiv erwurde auch wieder der Waldenser in Piemont gedacht. Es ist nicht folgt. Die Ausgeschiedenen sind zu freien Gemeinden zusammengeuninteressant, daß in einem uns vorliegenden Aftenstücke aus dem treten und haben sich als zur evangelischen Kirche Italiens gehörig fedozehnten Jahrhundert, in dem Soul-Privilegium, welches Raphael IV. erklärt. Zur waldenfischen Kirche fteben fie jedoch zur Zeit noch in Leszczynski, am St. Johannistage 1579, ber im Jahre 1555 gestifteten freundschaftlichen Beziehungen.

“ Shule (dem nachmaligen Gymnasium) der reformirten Brüder-Unität in fissa ertheilte, diese Reformirten auc ,,Waldenser" genannt werden.

The Literary Churchman. Unter diesem Titel erscheint feit Das Privilegium ift nămlid ertheilt: „Rectori Scholae ac Ecclesiae einem Vierteljabre in London ,,eine den Intereffen und der Förderung Reformatae Evang. in Oppido Nostro Lesna, professionis FF. Val der religiösen Literatur gewidmete Zeitschrift“, zum Preise von 4 Pence densium seu Bohemorum." Es ist dieses Aftenstück in dem Festa (31 Sgr.) für die Wochen-Nummer. Die Redaction verfündet ihre programme enthalten, das Herr Direktor Ziegler in Liffa zu der Grundfäße als die der englischen Kirde, bemerkt jedoch dabei, daßr am 13. November d. 3. ftattgefundenen dreihundertjährigen Jubel. während sie danach strebe, auch über die Literatur anderer Religionsa . feier des dortigen evangelischen Gymnasiums herausgegeben und worin Gemeinschaften berbürgte und unparteiliche Nachrichten zu geben, zugleich einige sehr anziehende „Beiträge zur älteren Geschichte des sie doch nicht beabsichtige, die Wahrheit zu kompromittiren oder den Gymnasiums" enthalten sind. Es ift interessant, aus diefen Notizen Indifferentismus zu fördern. Die uns vorliegende Nummer enthält zu ersehen, daß fhon der große Kurfürst Friedric Bilbelm von Brane firdlide Naprichten aus Defterreich (über das neue Konkordat), dem denburg fich als Schuß, und Schirmberr der evangelischen Kirche und Orient, Spanjen, Frankreich, Großbritannien und Deutsgland, so wie Scule in Liffa gerirte. Außer den, den Reformirten in Polen zu- Anzeigen von zweiundzwanzig versdiedenen Werfen, worunter auð ein gewiesenen Geldmitteln wurden am Joacimsthalschen Gymnasium in deutides: ,,Auslegung der Epiftet Pauli an die Epheser. In vierunde Berlin und auf der Universität in Frankfurt a.d.D. vier Freiftellen für dreißig Predigten, von C. R. Rahler, Paftor in Brügge bei Kiel." zwei großpolnische und zwei litthauisde Alumnen der Unität gestiftet und zu ihrem Unterhalte ein bestimmter Fonds angewiesen. Vom Jahre 1693 Berwandtfdaft der west mächtliden Dynastieen. In an ward der berühmte Daniel Ernft Jablonsty, welcher eben England ist folgender Stammbaum gedruckt worden, um zu zeigen, so wie fein gefeierter Großvater, Jobannes Amos Comenius,“) daß der Prinz Napoleon Bonaparte ein Prinz vom föniglichen Geblüt : Reftor des Liffaer Gymnasiums und Großsenior (Bisdof) der refore Englands und ein Better Syrer Majestät der Königin Victoria fei: mirten Brüder- Unität in Großpolen (bem jebigen Großherzogthum

Georg II. Posen) gewesen war, der wärmste Vertreter der Kirche und des Gym

1 nasiums der Reformirten in Liffa am furfürftlichen und nacimals

Friedrid), Prinz von Wales. föniglichen Hofe in Berlin, wo er bekanntlich bis zur Regierungszeit

Georg III. Friedrich's ded Großen (1741) lebte und in hoben Ehren ftand. Er

Prinzessin Wilhelm,

Auguste Herzog von war es auch, der, nadidem Stanislaus Leszczynski, Erbherr von Lissa, Herzog von Rent

Braunschweig zum Könige von Polen gewählt worden war, durch die Vermittelung des Königs Friedrich I. von dieser Stadt die Verbeerung abwandte, geb. den 24. Mai 1819.

Königin Victoria,

Prinzessin von Friedrich,

Braunschweig König von die ihr im Jahre 1705 durch das sächsische Corps der Nache drohte,

Württemberg das August II, abgesandt hatte. Eben fo wußte er durch Vermittelung

Katharina, Jerome Friedrich Wilhelm's, I., der mit Represjalien gegen die Katholiken in

Prinzesfin von Bonaparte Raftenburg drohte, im Jahre 1715 die Unterdrücung der Neformirten

Württemberg *) Veber Comenius und dessen ,, Labyrinth der Welt“ vgl. nian den Art.

Prins Napoleon, ,,Böhmen" in Nr. 137 des „Magazin".

geb. den 9. Sept. 1822.

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Georg III.

pero allee wob tiso ber für kein Kre

auf

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