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** Teppiche mit rothen und grünen und

wären, würde der See ganz Holland in Gefahr gebracht haben. Man mehr, als man mit Appetit glaubte verzehren zu können. Bei uns verwendete, um ihn in seinem Beden zu halten, so große Summen,' werden im Kriege mehr Menschen verstümmelt und zerschoffen, als als zu seiner Trođenlegung ausgereicht hätten. Indessen das Harles man nacher nur begraben kann, und zwar zuweilen aus Gründen, mer Meer fuhr fort zu bestehen, bis am 9. November 1836 seine Ger wegen welcher die Maoris ihren Feinden noch keinen Finger abgewäffer durch einen wüthenden Westwind über die Dämme und Straßen fchnitten haben würden, aus Gründen, die auf friedliche und gesebliche bis an die Thore Amsterdams fortgewälzt wurden. Dieses Ereigniß Weise viel eber erledigt werden könnten, falls die Krieg führenden entsdieb das loos des parlemer Meeres. Es batte Amsterdam be. Parteien nur an Gefeße appelliren wollten, die sie selbst so reichlich drobt; Amsterdam sagte nun dem Meere: Du sollst verschwinden. gegeben. - Die neuseeländische Raçe ift in jeder Beziehung merk.

Es handelte sich von diesem Tage an nur noch um die Mittel, würdig. Sie bildet einen eigenthümlichen Schlag, mit dem bie Ethnoden Urtelsspruch auszuführen. Die Trodenlegung des Harlemer logen bis jeßt noch nicht aufs Reine famen, sie ist ungemein befähigt Meeres war schon öfter in Vorschlag gebracht worden. Im Jahre 1643 und von Natur gut ausgestattet, namentlich das weibliche Geschlecht, batte ein Ingenieur und Mühlenbaumeister in Nord-Holland, Jan aus weld)en fich mande Engländer graziöse Frauen nehmen, die in Adrian Leegy Water, die Gefabr erfennend, von der Holland bedroht Schönheit und natürlider Anmuth, im Reiten, Sdwimmen, Arbeiten, war, wenn das Harlemer Meer zu bestehen fortfubr, zu Amsterdam lieben und Tabacrauchen unsere fönsten Töchter weit hinter sich eine Sorift veröffentlicht, die mit den Worten foloß: „Wir müssen zurüdlaffen. Aus Sir George Grey's Buche lernen wir fie ganz geuns von dieser zerstörenden drohenden Wassermaffe befreien, ergo de. nau kennen, felbft wenn man die ,, Polynesischen Forschungen" von lendum est mare!" Es waren dieser Schrift („Haarlemmer Meer Elis und Capitain Cool's Reisen schon gelesen haben sollte. Boet") ein Entwässerungoplan und eine Karte beigegeben. Der Ver So viel in legterer Zeit auch über die Türkei geschrieben ward, faffer hielt hundertvierzig Mühlen für nöthig, um das Wasser des Har finden wir doch in dem Werke von Gordon Trenery: ,,Die Hauptlemer Sees in das Meer zu schaffen. Es fonnten diesem Projekt manche ftadt des Halbmondes mit Bildern aus dem Harem-Leben", ) ungemein Bebenfen entgegengesellt werden; es wäre ein Wind nöthig gewesen, viel Neues und Interessantes. Trenery malt faft ftets rosenfarbig, der lange Zeit dieselbe Richtung behielt, damit die Mühlen mit Erfolg aber wahr, aus individueller Erfahrung und aus Erlebniffen, bie bätten arbeiten fönnen. Es wurden andere Vorschläge gemacht; aber ihn tiefer in das Privatleben der türkisden guten Gesellschaft führso lange eine von dem Wechsel der Atmosphäre unabhängige, dem ten, als bisher wohl je einen Europäer. Er schildert den gebildeten menschlichen Willen vollständig unterworfene gewaltige Kraft nicht ent Türfen wörtlich und wirklich in seiner Häuslichkeit, im Harem, eine dedt war, waren alle diese Vorschläge unausführbare Ideale. Erst nach

um so intereffantere Sphäre, als zugleich mit dem Erscheinen von Entdeckung der Dampfkraft konnte man die Trođenlegung des Har- ,,Giaurs" im Harem der dide Soleier von den Köpfen der Frauen lemer Meeres auszuführen hoffen.

(Schluß folgt.) fällt und diese in aller ihrer Schönheit und naiven Herzlichkeit vor

uns fdweben, als wir fcben, wie diese barbarische Integrität der England.

Türkei" gebrochen wird und mensdlichere, würdige Beziehungen zwischen

beiden Geschlechtern fich geltend machen lernen. Der gebildete Türfe Literatur-Briefe aus Englaud.

von Stande, in dessen Haus wir zuerst eingeführt werden, ist ein PrivatZehnter Monats - Bericht. 1855.

Gentleman, Mustapha Efendi, dessen Feen-Palast natürlich am Bos.

porus liegt. Weiße Marmorwände steigen unmittelbar aus deflen tla(Shluß.)

ren Fluthen. Dahinter erbeben fich malerische Gänge, Höfe und Ges Aber nun fömmt etwas Frisches, Eigenes, Wildfremdes und doch bäude von Marmor auf mosaifgepflastertem Boden. In der Mitte so gemüthlich Verständliches, als wäre es Berwirklichung findlicher springt zwischen faftiggrünen, fruchtgoldenen und weißblühenden OranTräume und Ideale: polynesische Mythologie, o) natürliche, naive Ge gen-Bäumen, Palmen und riesigen Blumen eine Fontäne mit tausend wähle einer alten, noch lebenden Antipoden-Kultur, die die englische Strahlen. Das Innere erhebt fic in Terrassen mit Marmorftufen, Kolonial-Verwaltung noch nicht unter ihre Baumwollen., Bibel- und ftrahlend und duftend von den Herrlidiften Blumen und Zierpflanzen. Steuer-Einnehmer-Civilisation zu begraben vermochte. Neu-Seeland In den Zimmern und offenen Hallen weißseidener Damast, blausamfand sogar in Sir George Grey einen Mann von Geschmack und metne und goldgefticte Divano und Kiffen, himmelblaue, feidene WolSinn für die ursprüngliche, beinahe an alte griechische Schönbeitsge- fen mit goldenen Sternen über uns, Tisde, mit Gold- und Silberbilde erinnernde Religion, Literatur und Kunft seiner braunen, tättowirten Eingeborenen. Als Gouverneur von Neu-Seeland fühlte Sir purpurnen Blumen, Sopbas, Kiffen, Pfühle von weißem Sammet, George Grep sehr bald die Nothwendigkeit, sich mit der Sprache und Wände von fledenlosem Glas mit goldenen Rahmen, dwarze Sklaven, der Anschauungs- und Denkweise seiner Unterthanen bekannt zu machen. glänzend in Gold und sūneeweißer Draperie unter der weichen, klaEr überwand durd Fleiß und Ausdauer die Schwierigkeiten und arbei ren Sonne u. f. w.; endlich die zarte, weiße, leicht erröthende fiebzehntete dann acht Jahre daran, die lebendig im Volfe lebende Religion jährige Herrin aller dieser Herrlichkeit, Yasumi, um die Schwefter des und Poesie aus dem Munde der Priester und Häuptlinge zu sammeln Autors zu bewillkommnen: „Shekier Al’lâh! (Gott sei Dant), bas und theils im Driginal, theils in Uebertragung zu firiren. Sein agt Du gekommen bist! 30 liebe Did sehr! 30 hoffe, Du wirft die jähriger Fleiß ward durch Abbrennen seines Hauses mit vertilgt. Er fimple Osmanli auch lieben. Darf ich Dich lieben!" – „Wie werde fing nun von vorn an und publizirte später eine sehr umfangreiche ich mich freuen, wenn Du mid liebst!" antwortete meine Schwester. — Sammlung von Sagen und Gesängen seiner ,,Maoris", wie sich die „Und Du wilft aub mich lieben?" — ,,D nur zu febr." Und sie nahm Eingeborenen von Neu-Seeland nannten, in deren Ursprache. Das das zarte Wesen in ihre Arme und füßte ihre Hand. — ,,Du bist sehr englische Werk ist ein Auszug in Uebersegung des Besten und unserer gut. Du sollst mein ganzes Herz haben. Nun fomm, denn mein Gatte Anschauungiweise Zugänglichsten aus dieser größeren ersten Driginal. wird sonst ungeduldig, Euch zu sehen." Sammlung. So lernen wir auf die anmuthigfte Weise die natürliche Nun fömmt die Begrüßung, die beiderseitige Verlegenheit, was in Denf., Didytungs- und Handlungsweise einer roben, simpeln eigenen England und was bei ihnen, den Türken, feine Sitte und Mode fei, bis Menschen-Raçe, als sie noch von feinem Atome europäischen oder son man von beiden Seiten annimmt und aufgiebt und so einen neuen ftigen Einflusjes berührt worden, und wie sie selbständig aus einem von Boden gebildeten Verkehrs gewinnt und zunächst halb englisd, halb aller Welt abgeschlossenen Boden und dessen Gebilden aufgewachsen orientalisch ein Diner zu genießen sucht. Dieses Annehmen und Aufwar, in Gefangen und Sagen kennen. Einige derselben, wie z. B. geben zwischen den Bewohnern der Türkei und ihren abendländisden Net,,das Mädchen von Rotorua", find ungemein schön und grazios und tern ist vielleicht der wahre Gewinn für beide Theile aus diesem Kriege. erinnern an die ältesten, naivsten, mythologischen Anschauungen der Ja wohl, wir können viel Lebens-Comfort, viel Würde und Ehrlichkeit Homerischen Zeit. Sie haben ihre eigene Schöpfungsgeschichte, ihre von dem gebildeten Türken lernen, während file, wie fle als Ganzes Götter, Feen und Heroen, ihre moralischen und sozialen Poesieen. 3n find, allerdings kaum mehr auf Duldung Anspruch machen können. ben Schöpfungssagen erkennt man zum Theil leidit poetifo-fimpel ein Sie haben die schönsten, fruchtbarsten Theile Europa's und Kleinafiens gekleidete geologische und physikalische Prozesse wieder, so daß fie viel in Wüften und Ruinen, in Fieber., Peft- und Räuberhöhlen, Städte, leicht naturwissenschaftlich von Nußen werden können. Natürlich erkennt Hunderte ehemals blühender Städte und Tausende von Dörfern in man auch die ursprüngliche Rohheit und den naiven Kannibalismus Herbergen soeußlicher Reptilien, Shafale, Wölfe und anderer Wildder einzelnen Stämme sehr stark wieder. Daß man Feinde fing und nißthiere verwandelt durch ihre Würde, burch ihre fatalistische Gläuin verschiedenen Zubereitungen mit Appetit Verzehrte, war bei ihnen bigkeit, durch ihre wollüftige, Kaffee effende und Tabac rauchende eben so ländlich sittlich, wie bei uns noch heute, freilich in dertappteren Faulheit. Einige Hunderte leben, vegetiren, träumen im feenhafteften und raffinirteren Zubereitungen, in Rechts-, Gefeß- und Kriegewiffen- Lurus am Bosporus entlang, aber die Millionen find jämmerliche, Idhafts-Saucen. In dem ungeschminkten Kannibalismus der Maoris kriechende, bettelhafte Scatten geworden. Die türkische Kultur hat lag vielmehr eine Art Humanität aus Dekonomie: man erschlug nicht nur noch Ansprud, in die moderne, für die ganze Mensdheit fich heraus

*) Polynesian Mythology and Ancient Traditional History of the New-Zealand Race, as furbished by their Priests and Chiefs. By Sir *) The City of the Crescent, with Pictures of Harem-Life: or, the

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arbeitenbe Civilisation, die da arbeitet, probuzirt und die Güter und Shönbeiten des Lebend schafft und gestaltet, aufzugehen und ihre Stellung als ,,Moment" einzunehmen. Zum Untergange ift fie zu

Vorschläge zur Beförderung der Wissenschaften in England. schön, zu reizend und geschmadvoll, und sollte sie auch nur in neuer 3n der leßten Versammlung der British Association wurde ein Poesie unserer vier Wände, in der Tapete, wieder aufleben. Die aus den hervorragendften Mitgliedern dieses Vereins bestehendes Comité Poesie der vier Wände!" 3d glaube, damit treffe ich das wahre, niedergeseßt, um einen Bericht über die Maßregeln auszuarbeiten, die unsterbliche Wesen der türkischen und besonders maurischen Kultur, von der Regierung und dem Parlamente zur Beförderung und PopuSie, denen ihr Prophet Malerei und Skulptur verboten hatte, fon- larifirung der Wissenschaften zu ergreifen wären. Dieser jeßt vor uns zentrirten die ganze Energie und Phantasiefülle ihrer Aesthetif auf die liegende Bericht ist ein äußerst umfassendes Aftenstück; indessen lassen Armitektur, besonders auf die Poesie der Wände. Man muß so oft fich die in demselben gemachten Vorschläge in einigen Hauptpunkten in der Alhambra, im Löwenhofe, in der Falle der Abencerragen bes resumiren. Krystal-Palaftes geschwelgt haben, wie ich, auf dem rothen Kiffen ges Die eigentlichen Naturwissenschaften sind bekanntlich in den enga legen und in den berabgezogenen Himmel diefer Halle geblidt haben, lischen Universitäten, namentlich in den älteren, Deford und Cambridge, um mit einem einzigen Bliße der Vorstellung zu begreifen, was es bisher sehr schwach vertreten; man kann sogar behaupten, daß sie von Heißt: Poesie der bloßen vier Wände, brennende, farbige, in tausend dem Lehrkursus derselben ganz ausgeschlossen sind, indem sie beim Eraprismatischen Farbenspielen lebendige Poesie des bloßen, leeren, abge men unberüdsichtigt bleiben und dieses sich einzig und allein auf die føloffenen Raumes. Unter den goldenen Säulenpaaren des Löwen- Mathematik und die klassischen Sprachen beschränkt. ,,Es ist traurig", bofes mit den ganz unmerklich und doch fo effektvoll zugespißten Runds bemerkt Herr Grove, „die Anzahl von Drførber Grabuirten zu sehen, bogen, zwischen welchen die Löwen unter prächtigen Blumen ihre Waf- welche nicht die leisefte Ahnung von den Grundprinzipien haben, auf ferbogen sprißen, treten wir auf dem zarteften Mosaikboden in die welchen die Construction eines Fernrohre, eines Barometers oder einer dunkle Halle der Abencerragen, in deren leere nur in der Mitte eine Dampfmaschine beruht.“ „Ein Studirender", sagt Lord Roffe, ,,der feine Fontäne plätschert. Diese und die rothen, weichen Kiffen an der den Hauptpreis in literis humanioribus gewonnen hat, ist vielleicht Seite bilden das ganze Mobiliar. Aber nun werfe man sich bin auf mit den ersten Anfangsgründen der Physik unbekannt, unfähig, die Bes diese schwellende Elastizität und erhebe das Auge in die Kuppel hinauf, deutung der Mechanik und der Technologie zu begreifen oder die Kräfte in diesen trichterförmig zusammengedichteten Himmel mit aller feiner und Hälføquellen zu beurtheilen, welche die Macht dieser großen Nagoldenen und farbigen Herrlichkeit. D, wie die Lichter draußen in tion geschaffen haben.“ Und Sir Charles Lyell zieht folgende Paunaufhörlich metamorphosirenden Farben durch die Gläser spielen und rallele zwischen dem wiffenschaftlichen Zustande Deutschlands und seines an den Eden, Kanten, Knöpfen und kleinen Höhlungen wie eine ewige, Baterlandes: ,,Dort giebt es nicht nur in den Universitätsstädten, sonätherische Shöpfung spielen! Und diese brennende Gluth, diese Fülle, dern auch faft in jedem Drte, in welchem sich eine nur etwas bedeus diese Rube, diese gottfelige Träumerei in den Tapetenmustern der tende Soul-Anstalt findet, wenigstens Einen Lehrer, der speziell damit Wände! 35 habe, glaube ich in meinem Buche über den Kryftalli- beauftragt ist, Unterricht in der Phyfit und Naturgeschichte zu ertheiPalaft diese maurische Poesie der Wände febr genau geschildert und len, der ein physikalisches Rabinet unter seiner Obhut hat und der die ästhetischen Prinzipien derselben aus einander gefeßt. Aber genau häufig der Verfasser gründlicher wissenschaftlicher Abhandlungen in weiß ich es freilich nicht mehr. Zu den vielen Opfern, die der Krieg einem der Fachjournale des Landes ift. In England ist dies so wenig hinwegraffte, gehört auch mein beftes Buch, das id je geschrieben zu der Fall, daß ic große Städte mit reich botirten geistlichen Instituten haben glaube. Es war fertig, als der Krystal - Palaft eröffnet ward. befugt babe, ohne einen einzigen Menschen antreffen zu können, der Fu fortwährender, freudiger Aufregung hatte ich das unerschöpfliche fich mit irgend einem Zweige der Naturwiffenschaften befdäftigt hätte. Material, welches man hier unter Glas

und Rahmen feste, zusammen- Wenn es sich daber ereignet, daß die Einwohner einer Stadt, von dem gebracht und es in nie ermattender Begeisterung raso verarbeitet. Ein benachbarten Abel und Klerus unterstüßt, die Errichtung eines MuFahr später etwa fand ich das Buch unter einem ganz anderen Titel: feums beschließen, so ist es ihnen unmöglich, einen wissenschaftlich be„Der Führer durch den Krystall-Palaft bei Sydenham" (0, es sollte fähigten Mann zur Anordnung und Leitung desselben aufzutreiben." mehr ein Verführer sein) im Hinrichsschen Kataloge unter den fünf. Zur Abhülfe dieser Uebelftände schlägt das Comité vor, aumäh. tig erscheinenden Werfen! Neuerdings hörte ich ein dunkles Gerücht, liche Reformen in dem Syftem derjenigen englischen Universitäten vordaß es erschienen fei.") Mein Ruhm, so ein Buch mit Eröffnung des zunehmen, welche die Naturwissenschaften bisher nicht in ihren StuPalastes geschloffen zu haben, ist dabin, vielleicht aud das Buch. Gott dienplan eingeldloffen haben. Es müßten besondere Professoren der habe es felig. Es war aber wunderschön, so lange id es forieb. Naturwissenschaft an der Universitäten angestellt werden und, wo Das weiß Reiner, so wie ich. Jedenfalls ist es noch gut dazu, zu zei- solche foon vorbanden, ihre Zahl vermehrt, ihre im Vergleich mit den gen, welche Begeisterung, welche fosmopolitischen Hoffnungen, welche anderen Lebrstühlen sehr ungenügende Besoldung erhöht und für die Clairvoyance (meinetwegen lache man mich aus) diese großartigfte Befeßung der einzelnen Zweige dieser Disziplin besser gesorgt werden. Schöpfung aller Zeiten einzuflößen im Stande war. Noch heute ver. Ferner wird empfohlen, Professoren oder Lehrer zur Haltung von wiffenzeibe ich allen Engländern Alles, was ich je gegen sie gesagt und ge- schaftlichen Vorträgen in den bedeutenderen Provinzialftädten zu geførieben, so oft ich in diese ihre großartigfte, wunderbarfte, erhabenste winnen und öffentliche Eramina zu veranstalten, um die Fortsdritte ihrer Schöpfung eintrete, die immer zauberhafter, immer reicher, immer Zuhörer zu veriftziren, Museen und öffentliche Bibliotheken in folchen neuer, immer unerschöpflicher an Genuß und Erhebung wird, je öfter Städten auf Staatskoften zu gründen und nach und nach alle Steuern man sich von ihr berauschen läßt. Die architektonisden, plastischen abzuschaffen, welche die Roftspieligkeit wifsenschaftlicher Publicationen und monumentalen Meifterwerke aller Zeiten und Nationen, die Pflan. vermehren. Ob es dagegen rathsam sei, wissenschaftliche Bestrebungen zen, Bäume und Blumen aller Zonen und selbst der Gewässer und durch Verleihung von Decorationen und Medaillen aufzumuntern, wird Meere, die ethnologischen Typen der Menschheit, die geologischen Ges entschieden bezweifelt. „30 kann zwar nicht behaupten", sagt Farabilbe der Erde, die schon vor Millionen von Jahren ausftarben, die day, daß ich dergleichen Auszeichnungen nicht schäße; im Gegentheil Maschinerieen und Industrieen der Gegenwart (freilich bis jeßt ein lege ich ihnen einen nicht geringen Werth bei; ich glaube aber kaum, Fiasko), dies und unzählig Anderes aus der ganzen Welt zusammen. daß die Hoffnung darauf mich je bei meinen Arbeiten geleitet oder zuftellen, organiso neu zusammenzubichten und es auf dem zwanzig mich dazu angespornt hätte." Und der Bericht selbft spricht sich über Meilen ringgum beherrschenden Penge-Hügel unter eine wahrhafte diesen Gegenftand in folgenden Worten aus: „So lange der StubiZauberei von Glas und Eisen zu ftellen, mit Blumen-Ampeln und rende fid in statu pupillari befindet, bietet die Belohnung durd Me Solingpflanzen und lebendigen Teichen zu deforiren, täglich achtzig baillen oder andere Ehrenbezeugungen wenig Shwierigkeit dar; bei bis neunzig Deutsche alle Meifterwerke der Confunft fpielen zu lassen, reifen Gelehrten derhält es fich damit aber ganz anders. Unter den Laufende von Wasserftrahlen baneben in die Höhe zu sprißen, daß die Einwendungen, die fich dagegen erheben, verdient namentlich eine Blumen des Parts ftets im Diamantensdmud des Chaues neben den unsere ernfte Berücksichtigung: daß es nämlio fower hält, eine allges Statuen glänzen, täglich Tausende mit Dampf in diese Herrlichkeit mein gültige Norm für die Berleihung solcher Auszeichnungen aufzufliegen und Kaffee, Thee, Bier, Wein, Hummerfallat genießen zu laf- ftellen. Der Regierung kann hierüber fein kompetentes Urtheil zugefen, als wäre diese ganze, märchenhafte Schöpfung eben nur ein wohl. fanden werden, und man wird es faum für wünsmenswerth halten, feiles Kaffeehaus mit falten und warmen Speisen – das ift

bas ift – ja, dem Syftem, nach welchem die Pfleger der. Wiffenschaft sich gegenwas ist denn das nun? Das rechte Wort für Würdigung dieser noch feitig belohnen, eine weitere Ausdehnung zu geben. Selbft in ihrer unaussprechlichen Chatsache wird erft die Zukunft lange nach dem gegenwärtigen besdränkten Form wird man von dieser Art, AuszeichFrieden finden.

nungen zu verleihen, nicht sagen fönnen, daß fic diefelbe bewährt

habe. Nur Fachgelehrte können über das in ihrem Fach zu belohnende *) Es bildet unter dem Titel: „Der Krystall-Palaft von Sydenham, seine Berbienft ein ridtiges Urtheil fällen, und die Furcht, daß man die geschmackvoll ausgestatteten illuftritten Reife-Biblioth et bon 3. 3. Wie Richter, die zugleich Nebenbuhler sind oder es doch sein können, der ber in Leipzig.

D. R. Parteilidh feit zeibe, muß ihnen nicht nur die Entscheidung zu einer

läftigen Aufgabe machen, sondern sie auch in der gehörigen Ausübung

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ibrer ridterlichen Fanctionen beeinträchtigen. Ueber dies möchte der figen Leihbibliotheks-Leserinnen haben von der gedachten Lüde wahrBerth einer Theorie oder einer Entbedung selten von den Zeitgenossen scheinlich eben so wenig Notiz genommen, als unsere schnell fingerigen richtig gewürdigt werden; die Nachwelt allein fann entscheiden." Ueberseßer.

Die Herstellung eines an einem Centralpunkte Londons belegenen Gebäudes, in welchem die verschiedenen gelehrten Vereine der Haupt Geschichte von Bearn. Herr Pemberton Hodgson, engftadt ihre Sißungen halten können, ist schon vor längerer Zeit ange lischer Konsul in Pau, hat ein intereffantes Werk über die Geschichte regt worden und wird von dem Comité träftig befürwortet. Eine an von Bearn und das Leben jenes Monarden herausgegeben, auf den das Ministerium Aberdeen überreichte Dentífrift hat die Vortheile die Bearner mit so vielem Rechte ftolz sind.“) Der historische Theil einer solden Einrichtung auseinandergefeßt, und es ist einige Aus. des Buches ist allerdings zumeift aus früheren Schriftftellern entlehnt, ficht vorhanden, daß Lord Palmerston auf den Vorfólag eingeben werde, aber der Verfasser hat seine Materialien zu einem höchft anziehenden der allerdingd mit den Centralisationsgelüften, die sich auch in England Gemälde verwebt und sie durch zahlreiche, auf persönliche Beobachtung geltend zu machen anfangen, zusammentrifft. Die Wissenschaft“, bes gegründete Bemerkungen über das Land und dessen Bewohner ergänzt

. merkt Professor Forbes, muß ihren eigenen Wohnsit haben und etwas Mit den Kommentarien des Cäfar beginnend, erzählt er die mit diesem mehr als ein Name sein, ehe sie einen nachhaltigen Eindrud auf den Theile Frankreichs verknüpften denkwürdigen Begebenheiten der alten etwas materiellen Geist John Bull's hervorbringen kann. Wie ein Geschichte, zu welchen auch die romantischen Episoden aus den Tagen Mann ohne Domizil ober Referenzen in den Augen ehrsamer englischer Karl's des Großen und Abderrahman's gehören. Am Hofe von Bearn Bürger als eine unzuverlässige und verbächtige Persönlichkeit erscheint, lebte Froissart und schrieb dort viele von seinen glänzenden Schildes ift ihm die Wissenschaft eine zweifelhafte Mythe, so lange sie nicht mit rungen des Ritterthums.

rungen des Ritterthums. Gaston de Foir, Jeanne d'Albret, Magaeinem Fichtbaren Wohnplaß versehen ist. Um daber den gebildeten retbe von Valois und andere historisch berühmte Namen werden ung und ungebildeten Massen eine gebührende und heilsame Aộtung für von Herrn Pemberton Hodgson vorgeführt; am längsten verweilt er die Wifenschaft einzuflößen, wäre als erster Schritt die Vereinigung jedoch bei der Biographie Heinrich's IV., von dessen politischem Charakder namhafteren wissenschaftlichen Sozietäten in einem bequemen und ter und kriegerischen Thaten er mit warmer Begeisterung spricht, ohne central gelegenen öffentlichen Gebäude nothwendig, wo sie auf Kosten feine Mißbilligung der persönlichen Lafter zu verbergen, welche bas und unter dem Schuße des Staates fich häuslich einrichten könnten. Leben eines der größten Fürsten der Neuzeit beflecten. Der Rimbud, den man fo über die Wissenschaft verbreitete, würde fich bald aud auf ihre Priester ausdehnen."

Das Banquierhaus Straban. Dieses englische BanquierBon noch größerer Wichtigkeit ist indeß der von dem Comité an- haus, das durch seinen großartigen Bankerott einen so wenig beneidenss geregte Gedanke, eine oberste wissenschaftliche Behörde (Board of werthen Ruf erlangt hat, ist mit Ausnahme der Herren Child & Comp., Science) zu errichten, die zum Theil aus höheren Kronbeamten, zum deren Geschäft aus dem Jahre 1640 batirt, das älteste in London, inTheil aus den ersten wissenschaftlichen Notabilitäten bestände und die dem es schon zur Zeit der Republik unter der Firma Snow & Comp. Kontrole über die Verwendung der zur Beförderung der Wissenschaft eriftirte. Der jeßige oder vielmehr gewesene Chef desselben stammt beftimmten öffentligen Gelder, die Anträge auf pefuniäre oder ander in direkter Linie von dem Gründer desselben ab und heißt auch eigents weitige Unterstügung scientifisder Zwede, überhaupt alle in dieses lich Snow, welchen Namen er vor zwölf Jahren mit Straban verGebiet einshlagenden Functionen, nebst denjenigen, welche Regierung tauschte, weil ihm ein reicher Verwandter (der Hofbuchdrucker Strahan und Parlament ihr etwa noch anvertrauen, übernehmen würde. Eine in London) unter dieser Bedingung ein Vermögen von 180,000 Pfo. solche Körperschaft, erwartet man, würde dazu beitragen, daß den Sterl. hinterlassen hatte. Die Geschichte der fast zweihundertjäbris wiffensdaftlichen Bestrebungen und Forschungen größere Aufmunterung gen Laufbahn dieses Hauses würde ein höchft merkwürdiges Bild der zu Theil werde, als sich dieselben bisher erfreut haben, und daß die Londoner Handelswelt liefern, wozu sich die Materialien in den Ges Veröffentlichung und Verbreitung solcher Forsdungen durch Anweisung schäftsbüchern desselben finden, die bis zum Jahre 1672 zurücreichen der dazu erforderlichen Mittel ermöglicht werde; der Einfluß der aus. und dadurch noch intereffanter werden, daß fich das Haus in der gezeichneten Männer, aus welchen sie zusammengeseßt wäre, müsse ersten Periode seiner Eristenz auch mit Pfandleihen abgab. Als im hinreichen, um die Annahme aller von ihnen zum Besten der Wissen. Jahre 1679 die Regierung Karl's ll. auf alle in den Händen der Lone daft gemachten Vorshläge zu sichern, unpraktische und dädliche Unter. doner Banquiers befindlichen Gelder Beschlag legte, traf diese Gewalts nehmungen zu verhindern, nüßliche zur Ausführung zu bringen und that auch das Haus Snow & Comp., und es mußte deshalb, wie die im Augemeinen der Wissenschaft den ihr gebührenden Plaß im natio- meisten seiner damaligen Kollegen, feine Zahlungen einstellen, welches nalen leben einzuräumen. Die neue Behörde würde aus etwa fünf. unverschuldete Mißgeschid natürlich die Achtung nicht beeinträchtigte, unddreißig Mitgliedern bestehen, da sie in mehrere Unter-Abtheilungen deren es noch mehrere Generationen hindurch bis zur jüngsten traus nad den verschiedenen Disziplinen zerfallen müßte. Es wäre gleicha rigen Katastrophe genoß. fam das französische Institut, auf englischen Boden verpflanzt, aber mit größerer Freiheit und Selbftändigkeit und mit der praktisden Wie man im Haag die Noth lindert. Bei der jebigen Richtung, die vorzugsweise im englischen Geiste liegt.

Theurung aller Lebensmittel, die unsere Armen mit bitterem Hunger Das Comité schließt mit der Bemerkung, daß es für seine Ane bedroht, balten wir es für Pflicht, zur Beispielnahme einen Zweig träge um so mehr auf Berüdsichtigung hoffe, da es in feinen ber. der Armenpflege im Haag zu erwähnen. Es hat fich dort seit längerer selben ein Berlangen ausgesprochen habe, dessen Gewährung der Re. Zeit ein Verein von Menschenfreunden gebildet, der eine Speise-Anstalt gierung, dem Parlamente oder den Universitäten ernsthafte Sówierig« für die Armen eingerichtet hat. In einem geräumigen Lokale wird eine teiten verursachen würde.

nahrhafte Suppe, worin audy Gemüse und Kartoffeln gemischt find, gekocht und jeden Mittag portionsweise gegen Marken vertheilt. Eine

Abtheilung der Hungrigen wird in dem Lokale selbst gespeift, da der Mannigfaltiges.

Kochofen zugleich als Heizung desselben benußt wird. Die Obdach

losen, die Bettler, denen Speisemarken, statt des feine Bedenken Eine Roman-lüde. Nachstehendes Kuriofum, das die Beis babenden baaren Gelbes, verabreicht worden, sigen hier an einem reine lage zur R. d. d. M. mittheilt, kann einen Begriff davon geben, auf lich gedecten Tische nieder, hören ein Gebet an und effen fich fatt. welde lüderliche Weise in Frankreich Bücher fabrizirt und gedrudt Eine andere Abtheilung erhält das Effen auch gegen eine geringe Be werden. „Man fennt im Buchhandel einen Roman aus der Feder zahlung, um es in der eigenen Häuslichkeit zu verzehren. Dadurch eines nur allzu fruchtbaren Schriftftellers, von welchem zwei Bogen kömmt die Wohithat dieser Speise-Anstalt auch solchen armen Famides Manuskriptes, als dasselbe gebrudt wurde, verloren gingen. Es lien zu statten, die sich des Bettelns schämen. Die Kosten dieser wohlentstand dadurch eine Lüde, und zwar nicht blos in der ersten Aus. thätigen Einrichtung sollen vollkommen gedegt werden durch die Speise gabe des Romans, sondern auch in allen folgenden Auflagen. Nie- marken, welche die Reichen kaufen, um sie den Armen zu schenken.ee) mand hat jedod jemals etwas von dieser Lüde gemerkt, an deren Aug.

F. B. $. füllung auch weder der Berfasser noch der Verleger im Geringsten gedacht. Und hat auch vielleicht einer oder der andere leser gefühlt,

*) Pyrenaica; or, a History of the Viscounts of Béarn, to the Death

of Henry IV., with the Life of that Monarcb. By C. Pembertou Hodge daß hier ein Glied in der Kette, ein nothwendiger Uebergang in der

son, Esq. Erzählung, feble, fo ift man doch andererseits in dieser Art Literatur

**) Auch in Deutschland bestehen bergleichen Suppenvertheilungo-Anstalten an Ertravaganzen und unnatürliche Sprünge so gewöhnt, daß man in mehreren Städten schon seit längerer Zeit. Namentlich hat die Anstalt in es nicht der Mühe werth gehalten, über jene Lüde eine Aufklärung zu Berlin, zu deren Gründern der verstorbene Staatsminister, Fürst v. Wittgens verlangen.“ – Wahrscheinlich ist dieser Roman des fruchtbaren fran- dieselbe audh 'im bevorstehenden Winter wieder ihre segenreiche Thätigkeit be

stein, gehörte, vielen ähnlichen Anftalten alø Mufter gedient. Hoffentlich wird zösischen Schriftstellers auch ins Deutsche überseßt, und unsere em ginnen.

D. R.

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Die verschiedenen Zeitabschnitte find so gut ausgefüllt, daß fie mit Frankreich.

wunderbarer Schnelligkeit vorübergleiten, und ich bin höchlich erstaunt,

fast zwei Monate seit meiner Abreise aus Rochefort verflossen zu sehen. Die Memoiren des Lieutenants Bellot.

,28. und 29. Juni. Meine Augen leiden mehr und mehr, und Der Untergang des berühmten und unglüdlichen Franklin selbst dies beunruhigt mich niớt wenig, wegen der Befürchtungen, die es bat faum allgemeineres Bedauern erregt, als das traurige Ende des mir für die Zukunft ein flößt; indessen will ich alle möglichen Vorsichtsjungen französisden Seemannes, der, von uneigennüßiger Menden- maßregeln treffen, und mit Hülfe von Schneebrillen, grüner Gase ac. liebe getrieben, sich den legten Erpeditionen zur Aufsuchung des Ver- hoffe ich, das Uebel zu überwinden. Die Kälte beginnt, fühlbar zu fchollenen ansdloß und im arktischen Eise feinen Tod fand. Seine werben, und ich muß con wollene Strümpfe anziehen. Am Sonntag kurze Laufbahn - er hatte erst das siebenundzwanzigste Jahr feines hatten wir, wie immer, Gottesdienst und, wie gewöhnlid, las ich eine Alters erreicht - wird in den Annalen der Humanität stets ein ebren. Predigt vor. Es seint, daß meine Aussprache nicht shledt ist und volles Blatt füllen, und die von ihm Hinterlassenen Aufzeichnungen, daß ich namentlich den Accent nicht zu falsch anbringe. Der tägliche in welchen seine schöne Seele sich spiegelt, werden das Ihrige dazu Gottesdienst besteht im Vorlesen einiger Pfalmen, eines Kapitels aus beitragen, sein Andenken der Nachwelt zu erhalten.“)

der Bibel nnd in einem Morgen- und Abendgebet. Des Sonntags Joseph René Bellot war einer jener merkwürdigen Menschen, die werden außerdem eine Predigt und Brudstücke aus den zahlreichen Alles, was sie werden, ihren eigenen Anstrengungen verbanfen. Der Werken vorgetragen, die man ung mitgegeben hat. Wenn die Fröma Sohn eines armen Grobschmiede, wurde er, kaum zwanzig Jahr alt, migkeit unserer Leute nicht sehr aufgeklärt ist, so scheint sie ihnen doch als Offizier der französischen Marine wegen seiner in einem Gefecit wenigstens vom Herzen zu fommen, und wäre es bei ihnen auch nur auf Madagaskar bewiesenen Tapferfeit zum Ritter der Ehrenlegion Gewohnheits- Sade, so hat doch diese Gewohnheit auf sie einen vorernannt. Von dem Berlangen ergriffen, zur Auffindung des von ihm trefflichen Einfluß. 3. fenne fein anregenderes Shauspiel als den hochverehrten Franklin mitzuwirken, bot er der Gattin des Verloren- Anblick einiger Menschen, die mitten in der Einsamkeit eines ungegangenen seine Dienfte an bei der auf Kosten derselben unter leis ermeßlichen Oceans das lob Gotted singen; ich denke dabei an die tung des Capitains Kennedy ausgerüsteten Erpedition. Lady Franklin Klöfter des Drients, die wie Dafen in der Wüfte liegen. Und in kam seinen Wünschen freundlich entgegen, und die nähere Befannt der That, was Anderes ist unser Leben am Bord mit seiner gemessenen fchaft mit der lower geprüften Frau rief in ihm eine findliche An- Einförmigkeit als das Klofter, ohne deffen Unthätigkeit und ohne die hänglichkeit bervor, die sie durch mütterlide Zärtlichfeit erwiederte. Selbstsucht eines Menschen, der im Gebet nur fein eigenes Seelen,,Um elf Uhr, dreibt der junge Franzose am Morgen seiner Abreise beil erstrebt." – an einer anderen Stelle seines Tagebuchs foreibt pon Stromneß, machte ich der Lady Franklin den Abschiedsbesuc. Bellot: ,,Dbgleich nicht in Uebereinstimmung mit den 3deen, in welden Nehmen Sie fich in Acht“, war alles, was sie mir vor Weinen fagen ich auferzogen worden, halte ich es jeßt für meine Pflicht, der Mannkonnte. Arme Frau! hättest Du in meinem Herzen lesen können, fo Tchaft mit dem Beispiel voranzugeben, den Sonntag als einen Tag würdest Du gesehen haben, wie sehr der etwas egoiftische Wunsch, der Ruhe zu heiligen, da ibre Religiou ihr dieses gebietet; und außermich an einer außergewöhnlichen Reise zu betheiligen, einem wahren dem sebe ich hierin nichts, als was vollkommen natürlich ist, und bin und leidenschaftlichen Eifer zur Erreichung des uns gestedten Zieles entschlossen, diesen Tag ausschließlich religiösen Studien zu widmen." gewichen ist. 34 muß Mutterstelle bei Ihnen vertreten", sagtest Die Naturwunder des Polarkreises machten einen lebhaften EinDu, Dich nach den von mir zur Reise getroffenen Anstalten erfundigend. druck auf unseren jungen Seefahrer.

drud auf unseren jungen Seefahrer. Der Sturz eines Eisberges Nun denn, so sollft Du in mir einen Sohn finden – die ganze uns wird in folgender Weise beførieben: „Das Thermometer fteht auf erschöpfliche Hingebung eines Sohnes, der seinen Vater sucht; und 55 Grad (10 Grab Reaumur); wir liegen regungslos in einem öl. was mensdliche Kraft dermag, foll von mir gethan werden.

glatten Meere. Es ist nicht eine jener Wiubftillen, die mit einer Es ist diese erste Reise am Bord des „, Prince Albert", welche Deining verbunden sind, die das Schiff rollen und die Segel schwer fiebzehn Monate dauerte, auf die sich das von Bellot hinterlassene an den Masten hängen läßt. alles scheint in Schlummer versunfen, Tagebuch bezieht. Er fühlte sich bald in seiner neuen Umgebung bei- und die Leute sind unten, weil oben auf dem Verdeď nichts für fie miso, widmete sich eifrigft den von ihm selbft übernommenen Berufs- zu thun ift. Aber Dant den tröstenden Strahlen, welche die glänzende pflicten, lernte Englisd und befreundete sich sogar mit dem englischen Oberfläche der Eisberge vergolden, ist die Natur nicht todt; in dieser Sonntag. Die ganze Nacht bindurch", schreibt er nach seiner An- vollständigen Unbeweglichkeit macht sich das Leben fühlbar; es ist das kunft in den arktischen Regionen, in den legten Tagen des Juni, wist Bild des Lebens, nicht des Todes. Von Zeit zu Zeit fündigt ein es lo belt, wie zu Rochefort im Sommer um sieben Uhr. Mit Aus- dumpfer Knall die ohne Zweifel burde die Hiße hervorgebrachte Abnahme meiner Augen, deren Zustand mid nöthigt, eine blaue Brille lösung einer Eismasse an. Man hört ein rollendes Geräuso, wie zu tragen, bin ich schon vodständig akklimatisirt. 3 stebe zwischen die Donnerschläge in unseren herbftlichen Gewittern, und wir sehen fieben und acht Uhr auf und wasche mich, wie auch das Wetter sein die Spiße eines Eisberges fich von dem Hauptförper trennen und mag, auf dem Verded, um feine Nässe in meine Kajüte zu bringen; frachend in das Meer ftürzen, indem sie Wolfen von Schaum bis alsdann nehme ich Beobachtungen des Stundenwinkels vor. Um acht zu einer ungeheuren Höhe emporschleudert. Das Ungethüm (dwanft Uhr, wenn man die Wache ablöf, wird gebetet, und dann geht es ans mehrere Male hin und her, als wollte es sich wieder auf seiner Basis Frühftüd, welches aus Kaffee oder Thee und etwas Fleiso besteht. feftíeßen, oder vielleicht um die anderen Eisberge zu begrüßen; denn Nach einer Promenade auf dem Berbeck, fehre ich zu meiner Arbeit wer kann die geheimnisvolle Sprache der Natur perbolmetschen? Eine zurück bis zum Mittag, wo ich die Breite beftimme. Die Berechnung lange Furche geht ihm mehrere Meilen voran, um seinen Eintritt in der Schiffslage beschäftigt mich bis zum Mittagessen; es giebt Suppe die Welt zu verkünden; noch einige Augenblice, und das, was eben und Fleisch, mit Kartoffeln ftatt des Brodes. Den Rachmittag widme erft das Anhängsel eines größeren Blodes war, ift felbft ein Mitich dem Studium, um acht Uhr findet das Abendgebet ftatt, und ich glied dieser Riesenfamilie geworben. beginne meine Wache. 3° lege mich nie vor ein Uhr nieder, nachdem n3 babe mehr als einmal dem Vomftapellasjen eines Schiffes, ich mein Tagebuch geschlossen und Gott für seine gnädige Dübut gen jenem bewundernswürdigen Resultat menslider Kraft und Müge, banft babe. Meine leßten Gedanken gehören ftets den theuren Freun- beigewohnt; mein Herz dlug erwartungsvoll in dem Augenblid, wo den, die ich hinter mir gelassen, und nach sechsstündigem Solaf er. auf das gegebene Signal es sich langsam vorwärts shob, während wache ich, Dant dieser geregelten Lebensweise, gesund und kräftig. sein eigenes Gefted unter der Wucht feufzte, und ich klatídte freudig

in die Hände, als ich die enorme Masse flott sab, deren Inbewegung*) Diesen von Herrn Lemer unter dem Titel: „Journal d'un voyage aux mers polaires, par Joseph René Bellot”, veröffentlichten Memoiren" wids

feßen ich als bas ne plus ultra des Mechanismus betrachtete; aber meten wir ichon in Nr. 98 des „Magazin" eine vorläufige Anzeige, D. R. was ist ein solches Schauspiel im Vergleich mit dem beutigen? D,

Meniden, wie klein feid 3hr in der Welt! Wie schwad und gering. aud vorher nicht selten in Gefahren, aus benen er fide nur mit gefügig find Eure größten Meisterstüde neben den Werten jener großen nauer Noth rettete. So erzählt z. B. sein Tagebuch folgenden Borfall : Künstlerin, die man Natur nennt! Was sind Eure zweihundert Fuß ,12. Dktober. Durd fortwährendes Treiben und Drăngen ist boben Pyramiden, Euer Dom St. Petri, Euer Kreml! Hier sieht man es mir endlich gelungen, mit den Zurüstungen zu unserer morgenden Berge adthundert Fuß über dem Wasser, mit zweitausend Fuß tiefen Expedition fertig zu werden; unsere Mocassins find zwar noch nicht Grundlagen, und Ruppeln und Dome in der Höhe von vierhundert alle im Stande, wir können sie aber in Port-Leopold vollenden. Der Fuß. Man kann nicht umhin, bei dem Gedanken zu faubern, wie Shlitten ist beladen, und morgen früh um vier Uhr werden wir leicht eine solche Maffe ein Schiff oder Boot zertrümmern würde, das hoffentlich abreisen können. Unsere Bagage befteht hauptsächlich aus fich in ihrer Nähe befände. Wir waren anderthalb Meilen von dem einem Zelte, in Ermangelung eines Schneehauses, aus einem kleinen einstürzenden Eisberge entfernt, und doch gerieth das Sdiff durd die Vorrath Holzkohlen zum Feuer-Anmachen und aus einer viel größeren Erschütterung in eine mehrere Minuten anhaltende Bewegung. Beechey Quantität Weingeift, als wir bei einem früheren Versuch mitnahmen. erzählt, daß auf seiner Reise nach Spißbergen, bie ,,Porothea", bie In Elwin-Bai werde ich Lebensmittel für neun Personen und die vier Meilen von einem einstürzenden Eisberge auf der Seite lag, vier Hunde auf zwei Tage zurüdlaffen und, nur mit frischer Wäsche dadurd emporgehoben und das große Smiffsboot umgeworfen wurde." und einigen Shuben für unsere Freunde versehen, weiter geben.

Der Walfischfang ist schon oft beschrieben worden, indessen mag Wenn das Eis gut ist, werde ich mich bemühen, morgen Abend an die von Bellot gegebene lebhafte Schilderung des dabei beobachteten der Nordseite von Elwin.Bai unser Lager aufzuschlagen. Am zweiten Verfahrens hier einen Plas finden:

Tage, wenn id nicht fidher bin, Port-Leopold zu erreichen, und eine ,, Wo fic nur eine Deffnung in der Küste zeigt, schlüpft der Bucht sich als Zufluchtsort für die Nacht darbietet, werde ich etwas Prince Albert" hinein, da seine geringe Größe ihm in dieser Be früher anhalten, um das Zelt nicht der Gefahr auszuseßen, von einem ziehung Vortheile gewährt, welche tiefer gehende Fahrzeuge nicht be Windstoß umgeweht zu werden. 30 babe aus drei Rafeten mitfigen. Machten übrigens nicht auch die Baffin, Hudson und Davis genommen, mit welchen ich am zweiten Abend unsere Ankunft ver. ibre Entdeđungen in noch kleineren Barken? Wer würde klagen An tündigen will, wenn wir uns nicht in zu großer Entfernung befinden. gesichts der verhältnismäßigen Annehmlichkeiten, die wir genießen? Die Gesellschaft besteht aus Dr. Cowie, zwei Matrosen und mir. 30 Die meisten dieser Schiffe (Walfischfänger) haben eine Equipage von fürchte, die Gegenwart des Doktors wird dort nöthiger sein als hier, funfzig Mann und einen Wunbarzt. Die Wundärzte find in der da Herr Kennedy sehr an Rheumatismus leidet, und diesmal bin ich Regel junge Leute, die Medizin ftudirt haben, aber noch zu jung find, den Wünschen Dr. Cowie's zuvorgekommen, indem ich ihn zu unserem um fic eine Praris erwerben zu können. Viele von ihnen famen zu Reifegefährten erwählte. Mit zwei paar Soneelduben werden wir uns an Bord, und sie spraden fast alle mit Enthusiasmus von den uns einen Pfad bahnen fönnen, falls der Shnee nicht zu did ift. anregenden Zwischenfäden dieses neuen Lebens. In den Eisregionen Im Ganzen ift diese Erpedition vielleicht gefährlicher als die erste, fegeln die Walfiidfahrer immer paarweise, um fic im Falle eines aber id täusche mich nicht über die Gefahr, weil es meine Pflicht ist, Unglüds gegenseitig Hülfe zu leisten. Einer von den Matrosen, der fie vorherzusehen. 3 baue auf Gottes Hülfe; hat er es anders beim Maftforb Wade hält, giebt das Signal, daß ein Walfilo in ftimmt, so möge sein Wille geschehen. 3. begebe mich voll Hoffnung Sicht ift. Rasd werden die ftets bereit stehenden Böte bemannt und auf den Weg, nachdem ich noch einmal die Briefe gelesen und getüßt in die See hinabgelassen, mit den Harpunen und Leinen, die man babe, die mich an die Heimat und die beimatlichen Bande erinnern. gleichfalls don längst in Bereitschaft gehalten. Starke Ruberer, laßt Lebt wohl; bis wann? 30 (dreibe an Lady Franklin. Eure träftigen Arme nicht müde werden, denn der Sieg gehört dem,

(Sdluß folgt.) der mit seiner Harpune zuerst den Walfiso trifft! Das Boot, gleich einem feurigen Schlachtroß, scheint an der allgemeinen Begeifterung theilzunehmen; es durchschneidet die Wogen, eine lange Schaumfurche

Etwas über die der Iypographie förderlichen Industriezweige hinter sich laffend. Mit einer langen Hebestange bewaffnet, leitet es der erfahrene Steuermann, von dem der Erfolg des ganzen Unters

auf der Pariser Ausstellung. nehmens abhängt. Am Bug fteht der Harpunirer, des Augenblides Die Zweige der Typographie, bei denen auf der Pariser Ausstellung gewärtig, wo das Thier ihm einen Theil seines Körpers zuwendet. der Fortschritt am meisten in die Augen fallend ift, sind: die Kunst, Die Harpune ist geworfen; ein breiter, röthlicher Streif bedeđt bie Vignetten in den Tert zu drucken und der Farbendrud. In dem Oberfläche des Wassers. ' Hurrah! gut getroffen! Doch gebt Aht und Sdriftbrud ift der Fortschritt auch nicht zu verfennen; aber er ift laßt uns nicht auf unseren Lorbeeren folummern; denn bisher war hier nicht in neuen Erfindungen, fondern in dem Umfange zu suchen, es fein Kampf, fondern ein Angriff. Das harmlose, verwundete Ger in welchem die guten Arbeiten um sich gegriffen haben und gewöhnlich schöpf ftürzt fich in die Tiefe und verfolgt, vom Schmerz getrieben, geworden sind. Wirklich schlecht gedruckte Werke find im Buchhandel mit rasender Eil feinen Weg in Regionen, wo es seinem Feinde fast nicht mehr zu finden. Dieser Fortschritt der Buchdruderkunst, auszuweichen glaubt. Von Zeit zu Zeit erhebt es fid zur Oberfläche der sich in der gegenwärtigen Ausstellung zu Paris bemerkbar macht, des Wasserø, um Athem zu höpfen, indem es Fluthen von Sdaum ift um so anerkennenswerther, da er den Büchern von starter Verbreiund Blut hervorspeit; neue Harpunen zwingen es nochmals, unter tung zugute tömmt. zutauchen und den Wettlauf fortzufeßen. Mit jeder Wunde hängt Der bezeichnete Fortschritt der Buchbruderei ift eben ein Ergeb. fich ein neuer Feind an seine Flanfen, und es ist nichts Ungewöhnliches, niß der Fortschritte, welche in den der Buchdrucerei zu Hülfe fomeinen Baufijo in folder Weise drei, vier oder fünf Böte nach sich menden Industriezweigen gemacht worden sind. dleppen zu sehen, für die dieser Augenblid voller Gefahr ist, denn So hat zuerst die ihrer Natur nach die Aufmerksamkeit des Puso groß ist die Geschwindigkeit, mit der sie über das Meer fliegen, blifumo wenig auf fich ziehende Fabrication der in der Buchdruderei daß die Harpunen-Leine fich oft entzündet und man sie fortwährend angewandten Tinten in den legten Zeiten bedeutende Verbesserungen mit Wasser beneßen muß. Erschöpft von seinen Anstrengungen, haust erfahren. Zu diesen Verbesserungen hat der Holzdrud, zu welchem sehr das Thier endlich sein Leben aus und wird nach dem Schiffe bugsirt. reine Tinten erfordert werden, nicht wenig beigetragen. Wenn auch Von einigen Watfischfängern werden die Harpunen aus einer Kanone das Urtheil über die Güte der Tinten feine Bestätigung erft durch abgefsoffen, bei anderen sind fie mit einem Mechanismus versehen, die Zeit erhalten kann, so muß man doch jeßt schon anerkennen, dass wodurch das Thier sogleich vermittelft einiger Tropfen Blausäure ge- die ausgestellten Druckproben sich durch reine und schöne Farben bor tödtet wird eine Erfindung, welde dem Kampf seinen ganzen Adel früheren auszeichnen. benimmt. Der arme Watfifo, in allen Richtungen verfolgt und ge Die in der Fabrication des Papiers gemachten Fortschritte find beßt, rächt sich durch Auswandern; seitdem der Fifdfang begonnen, für den Fortschritt der Buchdruđerkunft auch von Bedeutung. In den Hat die Zahl dieser Thiere fio außerordentlich vermindert; sie suchen leßten zwanzig Jahren hat dieser Industriezweig großartige Verbesserungemäßigtere Regionen auf. Wie der muthige Stier, den die forte gen erfahren, indem nach und nach faft für alle Operationen dieses währenden Angriffe des Picador belästigen, ftürzt fich der Wallfisch Industriezweiges Maschinen in Anwendung gekommen find. Das zuweilen blindlings auf seine Feinde und zertrümmert mit einem ein- Papier, dessen Gebrauch zum Sdreiben schon im hohen Alterthum zigen Solage feines Soweifes ihre Böte, oder er vereitelt ihre bose vorkömmt und älter ist, als der des Pergaments, ist im Laufe der hafte Habgier, indem er die Leine mit einer verzweifelten Anstrengung Zeit aus verschiedenen Stoffen gemacht worden: aus der Rinde der entzwei reißt und in ein unbekanntes Asyl entflieht, um dort frei zu Papyruspflanze, aus Baumwolle, aus tinnen, aus Hanf u. f. t. In sterben. Armes Geschöpf! ist dies nicht der Kampf zwischen dem Löwen Folge des Mangels an seinenen lumpen ift man in neuerer Zeit auf und der Müđe? Shmachvoll in Stücke geschnitten, füllt es mehrere die Baumwolle zurüdgekommen. Die Festigkeit, durch welche die Tonnen; das Fischbein wird ihm aus dem Schlunde genommen unter Papiere der früheren Jahrhunderte sich auszeichnen, kann dem heutiSdwärmen von Wauftsdläufen und Roden, welde fid von den gen Maschinenpapier im Augemeinen nicht nachgerühmt werden. Matrosen durchaus nicht stören lassen."

fehlt indessen heutzutage nicht an Bemühungen, den Papieren die Der furchtlose Unternehmung&geift, der ein herborstechender Cha- frühere Festigkeit zu geben, ohne den billigen Preis zu steigern. Das

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