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erscheinen, wie andere Dulder und Märtyrer; ja, vielleicht wird die Nord: Amerika.

Tradition ihrer Reise von ihren Nachkommen nicht minder heilig ge

balten werden, wie die Reise der „Mayflower" von den Söhnen der Was wird aus den Mormonen?

Pilger, und das Ufer des Utah-Sees einem künftigen Geldlecht ein Der Mensch denkt, aber Gott lenkt!" Dieser fchöne Spruch eben so geweihter Boden sein, wie der Felo von Plymouth den Mänwird von den Amerifanern nicht so häufig citirt, als von uns; nicht, nern Neu Englands. weil sie weniger religiös find im Gegentheil sondern weil ihr Jazwischen waren die Mormonen in die Wildniß hineingetrieben, ftarter Wide und ihr Selbstvertrauen fie in den meisten Fällen in den und zwar in eine solche Wildniß, daß ihre Feinde fich mit der gegrünStand seßt, sich das Glück unterthan zu machen und ihr Ziel zu era deten Hoffnung schmeicheln durften, fie nie wieder mit Augen zu erreichen. Dann und wann jedoch werden sie von unerwarteten Ereig- bličen. Die Seelüfte lag weit entfernt; es gab in ihrem Lande weder niffen überrascht, die sie an den eben angeführten Sprud erinnern, einen schiffbaren Fluß, noch eine natürliche Straße von irgend einer und fie wiederholen ihn alsbann mit der Andacht eines Bolfes, das, Art. Und dennoch famen fie wieder zum Vorschein; ja, fie didten auf feine Abfunft von den „Pilgern“ ftolz, den gottesfürchtigen Cha- bald Deputationen nad Washington, mit der Bitte, nicht um Dulratter der Vorfahren aud in unserer skeptischen Zeit nicht verleugnet. dung, sondern um die Erlaubniß, sich zu einem Territorium zu konstiEin solches Ereigniß ist jeßt eingetreten, und die Nation wendet ibre. tuiren, als erster Schritt zur Aufnahme in die Union. In zehn Jah. Blide ab von den Zuftänden der Parteien, und der Märkte, von der ren war ihre Zahl auf über hunderttausend angewachsen, die fid, außer Fülle des Aerndtesegens und der Unfruchtbarkeit politischer Agitationen, einer unerhört raschen natürlichen Zunahme, durch Einwanderung jährum die Lage und das Geschick der Mormonen zu betrachten. Nicht lich um Tausende und Zehntausende vermehrten. Man konnte an ihrer nur, daß die Existenz eines ganzen Volkstheils auf dem Spiele fteht Lebenskraft nicht länger zweifeln. Sie ftellten zum merikanischen Kriege und daß eine Hungersnoth in diesem von natürlichem Reichthum ftroßen, ein Bataillon Freiwilliger, und nach Ueberwindung unglaublicher Müh. den lande ein eben so neues als furchtbares Schauspiel ift: die Amea feligkeiten wurden sie allmählich reich. Sie hatten fich in einer Ges rifaner baben noch näbere Gründe, fide für das Shidfal der Bewohner gend niedergelaffen, die nicht einen einzigen Baum aufzuweisen hatte von Utah und Deseret zu interessiren.

und wo der fandige Boden die von den Soneegipfeln der Berge her. Es ist eine Frage, die mit jedem Jahre an Wichtigkeit gewinnt, abfließenden Gewäffer einfog, ehe sie das Thal erreichen konnten. was man mit dem Mormonenftaat

, anfangen soll, wenn die Zeit heran. Einen ziemlich ansehnlichen Strom nannten fie Jordan und bauten naht, wo er verfassungsmäßig seine Aufnahme in die Union verlangen fich Hütten an seinen Ufern. Das Thal ibres Jordan war dem palätann. Außer der Stlavereifrage bat fidh bisher in der Geschichte der ftinenfischen fo unähnlich, wie man fich nur denfen fann: dürr, öde Republik faum ein so schwieriges und gewiß fein fo feltfames Pro. und ohne Begetation. Aber fie gruben Kanäle und bewässerten das blem dargeboten. Wenn man nicht einen Augenblic daran denken niedrige Land und legten ihre Stadt so an, daß fie Pfaf ließen für Fann, Boltsvertreter mit fdwarzer Gesichtsfarbe im Kongreß zuzu- mästige Baumgänge und meilenweite Gärten. Ehe fie die Frühte laffen, obgleich

, sich eine derartige Farbenmisdung in den legislativen ihrer Arbeit und Runftfertigkeit genießen konnten, mußten fie bittere Bersammlungen der englisch-westindischen Rolonieen als ganz praktisch Roth erbulden und waren einmal sogar gezwungen, die Hänte, mit erwiesen hat, wie wird man sich ents(ließen können, die Abgeordneten welden fie ihre Hütten bedeckt hatten, abzureißen und als Speise zu einer Gemeinde pon Polygamen aufzunehmen, welche ihre politische toden. Seitdem ift bis in die neueste Zeit Alles glüdlich von ftatten Macht zu theokratischen Zweden gebrauchen und einen neuen Glauben gegangen. Sie treiben Akerbau und Viehzucht, und ihre Induftrie und mit Beseitigung des Chriftenthumo, einführen wollen? Es beftehen Geschidlichkeit hat die Ungunft des Bodens fo glüdlich überwunden allerdings in den Vereinigten Staaten bereits so viele religiöse Form und seine Bortheile fo energisd ausgebeutet, daß man ihre materielle men, daß es nicht leicht ist, einen rechtmäßigen Grund zur Aussdließung Wohlfahrt fchon längft als gesichert ansah. Da trifft fie plößlich ein ber Mormonen aufzustellen. Die füdlichen Staaten berufen fid zur furchtbarer und unerwarteter Solag, der ihre ganze Zukunft zu ver: Bertheidigung ihrer weigenthümlichen Inftitutionen auf die Autorität nigten droht. der Patriarchen. Der Staat Connecticut rühmt fich einer Verfassung, Die ersten Erforscher des Landes hatten einen anscheinend geringdie von den ursprünglichen Ansiedlern auf die jüdisden Gefeße gegrün- fügigen Umstand überseben. Sie berichteten über die Salzfeen dieser det worden und die man erst später einigermaßen modifizirt hat, während Region, über deren fólammige Ufer und fandige Untiefen, vergaßen in anderen Theilen der Union der Katholizismus das Uebergewicht be

aber, den Schlamm durch ein Mikroskop zu beobachten. Sie bemerkfist. Kann man bei einer so heterogenen Gestaltung der politisden ten von den Indianern ausgehöhlte Gräben, mit Spuren von Feuer und sozialen Zuftände Amerika's den Mormonen die bürgerlichen auf dem Grunde, fragten aber nicht, was man darix getooht habe: Rechte verweigern – einer Sekte, die für alle ibre Absonderlichkeiten, Wäre ein Naturforscher unter diefen Pionieren gewesen, so hätte er von der Bielweiberei bis zur Concentration der geiftlichen und zeit- vielleicht die Eriftenz eines der eigenthümlichsten Völkchen gerettet lichen Gewalt in der Person ihres Papstes, fich auf biblische und drift und dem Geschid der amerikanischen Union eine andere Wendung ge liche Autoritäten zu füßen weiß? Wenn aber die guten Christen der geben. Fener mehrere Fuß dicke Schlamm, der fich über viele More Vereinigten Staaten vor dem Gedanten zurüdsdređen, einen Juden gen Landes ausdehnt, besteht aus den larven verheerender Insekten; oder Muhammebaner im Kongreß erscheinen zu sehen, was müffen sie jene Gräben sind die Vorrathsfammern der Eingeborenen, zu welchen bei der Aussicht empfinden, eine Gemeinde unter fich einzubürgern, sie ihre Zuflucht nehmen, wenn die Heuschrecken alle Frühte der Erde welde die bedenklichsten Eigenthümlichkeiten der Juden und Muham. Dertilgt haben. Die Insekten werden alsdann in die Gräben hineinmedaner zu einem ungeheuerlichen Ganzen verbindet? Soon bei der gefegt und, nachdem man ihre Flügel und Springbeine abgebrannt, entfernten Möglichkeit eines solchen Dilemma waren die Amerikaner

zu Speise benußt, wie in dem anderen Jordansthal. Heuer müssen in so heftige Aufregung gerathen, daß fie fich gegen die Mormonen auch die Mormonen von Heusdreden leben oder verhungern, denn das erhoben und sie in die Wildniß trieben. Es war dies die unüberlege räuberische Ungeziefer bat sowohl ihre Aerndten als ihren Viebftand tefte Handlung, deren fie fic squldig machen konnten, denn, wie bei vernichtet. Damals, als die Mormonen ihre Dächer einkochen mußten, allen religiösen Verfolgungen, wurde die Saat der Kirche durch das waren sie, wie fie glaubten, durch ein Wunder von dieser Plage beBlut der Märtyrer befruchtet. Man fab die von ihren Wohnsißen freit worden. Eine Menge Vögel von seltsamer Gestalt batter: fic Bertriebenen über Prairieen und Bergrüden ziehen, durch reißende auf die Eilande des Sees niedergelafsen, die Heusdreden berzehrt und Ströme seßen und in brennenden Wüsten mit Durst und Hunger fäm. Tie bald gänzlich ausgerottet. Die Jahreszeit ift aber jeßt zu weit vorgepfen, und der Muth und die Geduld, mit der sie ihre Drangfale er. rückt, als daß sich eine Wiederholung dieses Phänomens erwarten ließe, tragen, die brüderliche Liebe, mit der fie fich gegenseitig unterstüßten und eine Hungersnoth scheint unvermeidlich. Das Merkwürdigfte und auf ihrer Wanderung innehielten, um für ihre nachfolgenden Ren bei der Sache ist, daß dieses Unglüd den Ruin der ganzen Kolonie ligionsgenoffen zu säen und zu pflanzen, ließ fie fo verehrungswürdig berbeiführen dürfte. Wäre es auch möglich, Lebensmittel nach einer

Gegend zu schaffen, wo es weder schiffbare Ströme, noch fahrbare Wege irgend Jemand, and wo bringt die Gesellschaft diesen Mann der giebt, so würde es doch auf die Dauer nichts belfen, da das Ueber Wahrheit und Edtheit hin? Jus Charterhouse, wo berschämte Arme in dem Boden felbft liegt. Die ungebeuren Cicaden tommen aus von anftändiger Herkunft, wie Mönche, von dem öffentlichen Wohl. der Erde hervor; die abscheulichen, drei Zoll langen Heusdređen find wollen leben. Eingeborene des Landes. Adem Anschein nach werden ihnen die More Thaderay gilt mit seinen vollendeten „Newcomes" alo der lite. monen das Feld räumen müssen, und es entfteht nun die Frage, wo rarische Heros der verflossenen Season, während Tennyson's „Maud" hin fie geben sollen und wie lange es währen wird, bis sie wieder als eine mißlungene Schöpfung betrachtet wird. Sonst ift nichts Her an die Thür des amerikanisden Senats anflopfen.

roisdes in der Literatur vorgefallen. Selbft die Heroen der Krim, Wären wir Amerikaner, fo würden wir – abgesehen von dem geschildert von G. Ryan („The Lives of the Heroes of the Crimea"), Mitleiden, welches das Unglück dieser armen Leute einflößen muß - die entwideln fid unter der Feder dieses Autors als Schwädlinge an Geift, Bertagung eines so interessanten Erperimentes eber bebauern. Das Talent und Muth. Weift er dodj nads, daß der Held der Balas ftandhafte Fefthalten an dem Föderationsprinzip, welches sich in der klava-Schlächterei, Corb Cardigan, wie wahnsinnig burch seine eigenen Zulassung der Mormonen kundgäbe, wäre an fich ein schönes Schau. Dragoner hindurchgebrochen und geflohen sei. Seine Renommistereien spiel gewesen, während ihre Abweisung eine gewisse Sdwäche dieses bei Feftessen zuhause wären nichts als Münchhausiaden. Die Preffe Prinzips verrathen bätte. Eine übermäßige Ausbreitung oder längere sagt, der edle Cord fei es feiner Stellung føuldig, diese Anklagen Fortdauer des Mormonismus war nimmermehr zu befürchten; fein po- lügen zu ftrafen; aber er gehört zu den Verächtern der Presse und litisches und soziales System ist zu forrumpirt, als daß ihin die Bes behält seine Stellung und die Anklagen unwiderlegt. Von fonftigen rührung mit einer vernünftiger organisirten Gesellschaft nicht verderbe literarischen Erscheinungen notire ich noch : Mrs. Norton's (,,des weiblich werden müßte. Das Verlangen der Mormonen, sich der Union licen Byron") Brief an die Königin über die Sklaverei der Frauen anzusáließen, war selbstmörderis"; aber es hätte dieser Gelegenheit in England (die immer nur noch nach Ehebruch, Prügel und Mißband. gegeben, die Macht und Elastizität ihrer Juftitutionen einer glänzen- lung aller Art für den Preis von fünftausend Pfund durchParlament den Probe zu unterwerfen.

(D. N.) geschieden werden können): „A Letter to the Queen on Lord Chan

cellor Cranworth’s Marriage and Divorce Bill”, ,,des Droschfenkutschers

Feiertag“ („The Cabman's Holyday") und „Beatrice, or the Unknown England.

Relations", von Katharine Sinclair, die in fromm - polemifiren

der Weise die Seelenrechte des Droschfenfutsders gegen die unheilige Literatur-Briefe aus England.

Geldmacherei seines Herrn vindizirt und in der „Beatrices eine Art

,,Ontel Tom" gegen die Sklavenberrschaft des Papstes liefert, wobei Neunter Monats - Bericht. 1855.

fie freilich vergißt, daß der Papft nicht mehr das Recht hat, Seelen, (Soluß.)

die fid losfaufen wollen, zurückzubehalten, Benon“, von dem Autor Aber wer fauft dieses auf Leinwand verwüstete Del bei dieser der „Mary Catchpole", von dem es in einer Zeitung bieß, daß das allgemeinen Bildung und weftlichen Civilisation? 3. habe eine dunkle Befte, was Bulwer je geschrieben, rubbish, Shund, dagegen fei (ich Erinnerung an ein deutsches Buch über englische Kunst (ich glaube, babe , Zenon“ nicht gelesen), „Gertrude oder Familienftolz“, von von Franz Kugler), worin den Anglo-Sachsen ein bestimmtes, phy. Mrs. Trollope; von der Memoiren-Literatur die Bellot's, der fildes Defizit an Geschmad zugeschrieben wird, so daß fie selbft bekanntlid seinen tragisden Tod im arftisden Eife fand, den dritten durd Uebung und Bildung feinen ästhetischen Sinn entwideln tönn. und vierten Band der Memoiren des Herzog von Buding ham ten. Daran ist wohl etwas Wabres, denn die in London aufgehäufte, über den Hof und die Kabinette Georg's III. (1800 - 10), ,, Die zum Theil prächtige und fabelhaft foftspielige Gefdmadlosigkeit in Heirat und das Grab Byron's mit einem volftändigen Führer zu und Architettur, Monumenten, furussaden, Kleidern, Möbeln u. f. w. durch Newstead-Abtei“ („The Home and the Grave of Byron”), in der heint dies zu bestätigen. Und dann will ja der reich gewordene Sper Naturwiffenschaft ein wichtiges Werk von Lindley Remp: „Die Erschei. tulant, Fabrikant, Brauer, Fleischer u. f. w. – und es werden hier tungsformen der Materie“ („The Phases of Matter"), in geologischer alle Tage ungebildete Leute reich so schnell und wohlfeil als mög. und chemischer Beziehung als Erbschichten in unorganischer, organischer, lid einen drawing-room voll Delgemälde haben. Er hat Geld ge demifo-phyfitalisher, lebens- und Kunstform (verdient, in Deutschpag, aber übers Herz bringen tann er doo nicht, 1000 — 6000 Thaler land näher angesehen zu werden; der Verfasser ift Autor der Naturfür ein einziges Bild auszugeben; fo tauft er sich alte, große, neu geldichte der Schöpfung", ,,Natural History of Creation"); über Rußpergoldete Rahmen und die nöthigen Ellen beölte Leinwand hinein und land ein wichtiges Wert vom ruffifden Geheimen Staatsrathe . von fiebt fic plößlid von ein paar Dußend großen Bildern umgeben, ohne Tengoborsti: ,,Die produktiven Kräfte Rußlands (aus dem Fran. daß ihm die ganze Herrlichkeit so viel loftete, als die Portraits von zösischen), sehr ausführlich und detailirt; eine Abhandlung über denihm und seiner Frau. Außerdem fauft Bruber Jonathan auch gern selben Gegenftand im Auguftbefte von Bladwood's Magazin, die hier Kunft nach dem Flächeniuhalte, außerdem nimmt die Bildung unter viel Auffeben erregte, da fie in beftimmteften Zügen und Details die den Dft- und Weftindiern, unter den Negern und Hotentotten so reißend furchtbaren, ruinirenden Folgen des Krieges unter den produktiven überband, daß auf den ausländischen Märkten zehafad gewonnen wird, Klassen nachwies und darauf die Hoffnung baute, daß man den Feind was die etwa zuhause zunehmende Aefthetit dieser Kunft verídließen bald erschöpft und reif zur Nadgiebigkeit gemacht haben werde, um so mag. In dieser Richtung ift denn England allerdings rühmlich eber, als die englisde Diplomatie sich bekanntlich verpflichtet hat, Rußthätig. Der Kryftall-Palaft entstand als größtes Wunderwert des land im Wesentlichen gar nicht zu verkürzen, und vollkommen damit Jahrhunderts rein aus Speculation auf das fteigende Bedürfniß der zufrieden ist, die Kriegsschulden des Landes um zweihundert Millio. Massen für Geschmack und Bildung. Wandernde Museen, Galerieen den Pfund, auf runde tausend Millionen vermehrt, fidh moralisch und und stehende Museen in den Provinzen, böhere Shulen und Kunft die Türfei materiell vollends ruinirt zu haben. Audy das aus Er. Juftitute sprangen während der leßten vier bis fünf Jahre überall in lebnissen an Drt und Stelle geschriebene ,,Rußland, wie es ießt ift" der Abficht auf, den Massen Geschmad, Schönheitssinn, Bildung beis („Russia as it is at the Present Time"), von 3 ames Carr, einem zubringen. Liegt freilid nad Bebauptung des deutschen Ruuftrichtere Arbeiter (er war mehrere Jahre Auffeber in einer Baumwollenspinein organisder Fehler im Oberftübchen der Anglo-Sachsen zu Grunde, nerei in Rußland), enthält eine große Menge Materialien, aus denen wird alle Soule nichts belfen, zumal da die Alles überwudernde Na. man Rußland besser und näher kennen lernt, als aus Euftine und tional-Leidenschaft des Geldmadens immer wieder berdirbt, was im anderen berühmten Werten, Aefthetisden etwa lebro und lernbar sein mag. Nicht zu leugnen ift, Noch muß ich ein Werk über eine der faulsten Sphären des engdaß der äfthetische Einfluß Deutsdlands und Frankreichs in England lischen Lebens, das Rirdliche, erwähnen: ,, Enthüllungen eines armen fortwährend bedeutend fteigt; aber die so entstehenden Bedürfniffe des Predigers" (, Revelations of a Poor Corate”), von dem Reb. Shönen können bis ießt blos son deutschen und französischen Malern, W. Widenden. Daß die wirklichen, aktiven englischen Geistlichen Stubenmalern, Mufterzeidnern, Ciseleurs und Modelleurs, Soneidern zuweilen Hunger leiden und auf Almosen angewiesen find, während und Souffern, Mechaniferu, Uhrmachern und felbft Bädern befrie- die Bischöfe und Stellenverkäufer in Tausenden von Pfunden dweldigt werden. Ja, felbft Bädern. Es giebt Hunderte deutscher Bäder gen, in denselben Pfunden, welche den Predigerftellen felbft zukommen, hier, und nur zu ihnen fann der Engländer siden, wenn er gute ist bekannt. Shwerlich wird aber Jemand, der nicht schon vorber einFormen von Badwerk auf den Tisd bringen will, und nicht blos bas geweiht war, glauben, es für möglich halten, daß Corruption und Si. nationale, klobige Viereck des ,,Quartern-Loaf", worin jest nationaler. monie so weit, bis zu dieser Fredbeit und Unverschämtheit geben, wie weise in der Regel weniger Mehl als Gyps, Sägespäne, zerstoßene wir es in diesem Buche detaillirt und spezifizirt vor uns aufrollen Gebeine, Araun, Potasde und verdorbene luft fteden. Ueberhaupt ift sehen. Was sagt man zu der Lifte der Hodfird-Prediger, welche in England ießt Ades falsch, von der Palmerstonschen Politif an bis berumgingen und – wohlhabende Nambarn um abgelegte Kleider zu dem Farthing. Zuderftängelden, das die zärtliche Mutter ihrem baten? Mit vierzig bis funfzig Pfund jährlich und starker Familie, Säugling zwischen die freienden lippen ftedt. Thaceray hat eben mit oft gar nichts (insofern fie auf Avancement dienen und nur zu. feine votlendetfte Figur, seinen edlen, wabrea ,,Colonel Newcome", weilen für eine Predigt oder sonst einen geistliden Dienft ein paar vollendet. Er kennt die englische Gesellschaft beffer und feiner, alo Shilling Douceur erhalten) läßt fich diese Bettelei um alte Sachen

und Brob leidt erklären. Der Bisdof von London hat jährlid über nem ftets schwerer werdenden Sade der fliegende Buchhändler, 6. 6. eine Million Pfund Einkünfte(??), und die anderen Bischöfe beziehen der Sammler von Bestellungen, die bei Buchhändlern in der weiten entsprechende Gehalte, können aber nicht entbehren, da fie nichts zu Stadt umher gemacht wurden, von Laden zu laden, ohne Rüdficht auf thun haben und der Müßige von Stande ftets mehr Geld braucht, den am Schaufenfter vertieften Bücherwurm, der vom Sade geradezu als wenn er fleißig wäre. Die Klagen der öffentlichen Meinung und in eine Nebengafle hinein oder auf den Fahrweg geschleudert wird, ber Presse über die schamlose Geldmacherei der Bischöfe und Kirchen ohne Rüdficht auf Meniden- und Wagengedränge draußen in den ftellen Eigenthümer, über die Armuth und Bettelei der wirklichen Pre. Hauptstraßen, denn er hat nie Zeit, auszuweichen. Er muß bis um biger u. f.w. find alt und bilden in manchen Zeitungen ein ftebendes vier Uhr spätestens an unzähligen Orten gewesen und zwanzig englische Thema; aber die Macht der freien Preise bewährt sich auch hier fo, Meilen zurüdgelegt haben, damit die Beftellungen in Fieberbaft noch wie ich fie in politisder Sphäre gefunden habe. Man hat fein Ehr. bis sechs Uhr zur Post oder Fuhre gebracht werden fönnen. und Schamgefühl gegen die Stimme der Presse, die ja größtentheils Jeden Freitag stellt sich das Geschäftsfieber in Paternoster - Row von Leuten gesdrieben wird, welche nicht zur Ariftofratie gehören. ein. Freitags um die Poststunde marfdiren die unzähligen Karawanen

von Säden, Pađeten und Bündeln der wöchentlichen Zeitungen und Journale, von denen die „Row" einen guten Theil publizirt oder wes

nigstens besorgt, nach dem General-Poftamte dicht dabei oder nach den Literarische Kuriositäten Englands.

Eisenbahnhöfen. Das schnelle Zusammenholen der Blätter, die Ver.

padung für die Agenten, die Addressirung an Privatfunden, die AusIV.

fchreibung der Fakturen, das Binden und Pađen yin weniger denn feia Paternofter-Row und der ,,Magazin-Tag".)

ner Zeit“, damit die Jungen ihre Säcke und Ballen nod kurz vor Paternoster - Row läuft als die dunfelfte und engste Straße zwi- dem Glockenschlage Sechs in das große offene Fenster hineinwerfen fchen den prächtigen Läden im Norden der St. Paulskirche und dem können (denn mit dem feciften Solage rollt mitten durch den Sads Newgate-Central-Fleischmarkte hin. Man kann zehn Jahre lang vor und Bündelregen eine eherne Mauer herab und fQneidet jedesmal eine beigeben, ohne sie nur zu bemerken. Sie hat von Cheapfide aus nur Menge Säde, zum Gaudium der Umstebenden, die erpreß zu diesem eine enge offene Einfahrt, die anderen Zugänge unter und zwischen Zwed warteten, gleichsam mitten in der Luft durch, so daß die legten Häusern burd Höfchen und Gäßen hin fennt blos der Gelehrte, der trachend auf die Werfenden zurücprallen), alle biefe Geschäfte reßen Literat, der etablirte und der refliegende" Buchhändler. Sie war ur die ganze Mannschaft in jedem Geschäft in die fieberhaftefte Thätig. sprünglich eine verzettelte Reihe von morschen, dumpfen Holzhütten, feit, da es zuleßt auf die Minute, auf die Sekunde antömmt. Mit in denen Perlen und Rosenkränze gedrechselt und , Paternosters, Aves, dem fechften Glodenschlage geht eine gewaltige elektrische Zudung durch und Gebete" geschrieben und zum Verkaufe an die Andächtigen zuerft London, mit welcher alle Räder und Hebel und Schrauben und Fefgemacht wurden, als die Buchdruderkunft und der Protestantismus noch seln des Großgeschäfts von Tausenden fallen, so daß sie nun plöblich nicht eriftirten.

Menschen werden und plößlich fühlen, wie Jungrig fie find. Als diese deutschen Gäfte berüberfamen, verdrängten sie die from Ein nod beißerer und fieberhafterer Tag stellt sich in der ,,Row men Drechsler und Absdreiber, die ,, weißen, schwarzen und grauen alle Monate einmal ein, der unter Buchhändlern, Buchbindern und Mönche" (,,friars", die noch in fo vielen Straßennamen fortleben) 30. Drudern unter dem Namen ,, Magazin-Tag“ gefürchtet und geliebt nächst von ihrem „Brode", dann auch aus Paternoster-Row felbft, um wird. Dieser leßte jedes Monats bringt die Row in eine Bewegung, aus der engften Straße den weitesten Beitbuchhändlermarkt zu machen. wie ein Topf voll Mäuse. Jedes Haus vom Reller bis zum Dade Zunächst warde fie hauptsächlic Markt für die reichsten Kleiderstoffe, ift in Bewegung, als brennte es und gälte es, den Flammen noch ber jeßt unmittelbar fich an der Kirche hinzieht, weil die Buchåndler einige Shaße zu entreißen. Jedes Stäubchen im legten Winkel be die „Row" nach und nach ganz eroberten. Uater Königin Auna zogen tömmt Flügel and irrt berbugt umher, da ihm nirgends ein Ruhe. fie sämmtlich an einer anderen banklen Straße (Little Britain) in pladen gegönnt wird. Solch ein Reißen und Binden, Werfen und bie ,, Row". Seit der Zeit wuchs der literarische und topographische Schreien, Drängen und Stoßen ist wahrhaft febenswerth. Der Ma. Rahm stetig mit jedem Jahre bis zu feiner jeßigen fabelhaften Größe. gazin-Tag fängt jedesmal mit dem Abende vorher an und fowilt wäh. Die „Kow'' wird jeßt von mindestens fanfzigtausend Autoren und tau. rend der Nacht zu beißem, dichtem Kampfe an. Die Beftellungen der fend Dampfpressen versorgt. Die Row versiebt dafür die ganze eidi. Provinzial- und Kolonial-Buchhändler find während des Tages alle lifirte Welt in Bogen und Bänden ftets mit frischer Literatur, zu der angekommen. Dana, müssen die Monatsdriften und Magazine in die Longmans, wie erwähnt, in einem einzigen Jahre über fünf Mil aller Haft zusammmengeholt und die Fakturen ausgefertigt werden, lionen Bände beitragen.

größtentheils eine leichte und blißídynelle Arbeit, da gedrudte Liften Die ,Row fiebt in der Regel von teiner Seite – und es giebt der Magazine a. s. w. dazu gebraucht werden. Jeder Buchhändler und beren eine ziemliche Menge durch alle mögliche, geheimnißvolle 3u ordentliche Kunde hat sein besonderes ,,Taubenloch", fein ,,Fach", in gänge und Schluchten - danad aus, als könnte bier ein Geschäft ge welches die ausgefertigten Fakturen nebst Büchern u. f. w. deponirt deiben oder ein anftändiger Kaufmann für den ganzen Erdglobus ar. werden. In mandem Geschäfte giebt es fünf bis sechshundert folder beiten. Ein trummes, melancholisches Gäßchen von Mörtel und Mauer ,,Taubenlöcher, die alle in den leßten vierandzwanzig Stunden gea mit allen Arten von Bauftylen und auch gar teinem Styr, mit einem füllt, geleert, gepadt und befördert werden müssen. Die Druder ba. Trottoir, nicht breit genug für einen diden Herrn, und einem Fahrweg, ben ihre Blätter und Journale während der Nacht gesandt. Aus die. an manden Stellen kaum hinreichend für einen einzigen Wagen. Un fen nassen Baden müssen die einzelnen ,,Taubenlöcher'' gespeift werden. ten ist alles Buchhandelsdaufeafter, aber ohne Prätension und ohne Das wäre Alles noch in den Gränzen des Thunlichen; da aber in der die Roketterie des Kleinhandels. Geht man so zufällig bindurd, meint Regel jeder Provinzial-Buchhändler our mit je einem in London ver. man, die Leute müßten hier alle mitfammt ihren Büchern verschimmeln. febrt, muß dieser zugleich alle anderen Beftellungen aus allen Gegen. Nur hier und da geht ein fettgeschmierter Fleischerbarsche bindurd und den und Entfernungen Londons zusammenjagen lassen. Diese wilden verschwindet in einen der vielen engen Sölupfwinkel, bie manchmal Buðjäger bilden eine eigene Menschen- und Gewerbsflaffe, die merk. nach Newgate, manchmal nach der Paulskirche, öfter aao nirgends wohin würdig genug ist, so daß fie ein Wort verdienen. führen und einen Sad bilden; der andere somußige Zunge dort mit einem Der ,,Collector", ein so unentbehrliches Glied in der Rette des Sade auf der Schulter ift ein fliegender Buchhändler. Und entdeckt man Badhandeld, ist ein ganz anomales Subjekt, weder Mann, nod Junge, einen Gentleman, läuft er so schnell als möglid binburd, oder er be weder fomubig, noch anftändig. Seine Müße hat entweder gar keinen sieht sich bloß gebanfenlos einige Büdertitel und Bilder, obne etwas zu Schirm, oder auf einer ganz ungewöhnlichen Stelle, sein Hut leidet laufen. Rings berum donnert and dröbat, rumpelt and raffelt es un flets an einigen Dußend Brüchen and Entftellungen. Selbft fein großer unterbrochen vom dichteften, leidenschaftlichften Verkehr. Hier herrschte Sad ift rätselhaft in Farbe und Form, und der Rod, der hier und Todtenftitie, wenn nicht auf dem einzigen Baume, der fich hier in da wie noch ein brauchbarer abgelegter Rod aussieht, hat gleichwohl einem besonderen Winkel seit einem Jahrhundert gehalten, die Sper. fo viel Riffe und Flede, daß man nicht begreift, wie er in der Lite linge Parlament bielten und nicht zuweilen deutsche Straßenmufitanten ratur noo eine so wichtige Rolle spielen kann. Gebt Acht, die Herren mit verrofteten Inftrumenten und herzzerreißenden Mißtönen die Bur. dort im Gefdäft, die auf Niemand hören, ihn bören fie, ihm gehorchen fchen und Clerts in den dunklen Geschäften inwendig entzüdten. Wo fie, fo grob und unsauber er auch ift. In seiner schmierigen Tasche bleiben denn nun aber die funfzigtausend Autoren, tausend Dampfpref- brängen fio zuweilen mehr Goldftüde, als man in einem Jahre zum sen und die mindestens achtzig Millionen Bände and Publicationen, anftändigen Leben brauden würde. Jebe seiner farfen Bestellungen die im Duroschnitt jedes Jahr in die Welt gehen sollen? Das Ger wird mit harter Kafe bezahlt. Alle die kleineren Buchhändler-Artikel schäft ift hier ein Wechselfieber und febrt blos in bestimmten Zeiträu- werden ftets baar berichtigt. So muß ihm Zeder, der ihn brauchen will, men zurüd. Während der fieberlosen Zeiten kommen und geben ziem das Geld vorschießen, so gewagt dies auch sein mag. Aber der Cola lich unbemerkt bloß die eigentlichen Verleger, deren Buchhändler und lector hat zu viel esprit de corps, er geht stets im Schuß und trifft Agenten und Shriftfteller. Hier und da ächst und schnaubt unter sei- ftets. Jede Krümmung, jede Unehrlichkeit ift ihm ein Gräuel, ein

Wahnsinn, ba fie den ganzen Buchhandel und also auc ibn ruinirent *) Bgl. Nr. 108 bes ,,Magazin".

würde. Er ift unentbehrlich, aber auch der Buchhandel ist ihm so

nothwendig wie die Luft. Er hat nichts darin gelernt, als Bügertitel theilung über die Missionen auf den Gesellschafts. Inseln geschrieben, und deren Preise, und darin suçt er nach drei-, vierjähriger Dienftzeit der wir das Folgende entnehmen. seinesgleichen unter allen Bibliothefaren der Welt. Er weiß immer Die eigentlichen Gesellschafts-Inseln, im engeren Sinne des Wor, den nächften Weg zu jeder Quelle und verfteht es, sich mit seinem um. tes, bilden drei verschiedene Staaten, die von dem französischen Pro. fangreichen Sade durd das dichtefte Gedränge am Ladentische zu foie tektorate über Tahiti und den dazu gehörigen anderen Inseln der Georg's ben und Gehör zu verschaffen. Die anständigften Gentlemen mit Gruppe gänzlich unabhängig find. Diese drei Staaten bestehen aus weißem Halstuche und firdlicher Physiognomie werden im Stiğe gee folgenden Inseln: lassen, um ihn zu bedienen.

1) Nuabine und Maiao, oder Charles Saunders'- Inseln. „Look alive, will you?" føreit der Eine; „Pots of Manna" six, 2) Raiatea (Ulietea) und Tabaa. and „Phials of Wrath" thirteen as twelve!"

3) Borabora, Maupti, Tupai, Maupihaa und Manuae. Während Einer hinter dem Ladentisde nach den Fläsaden des Die Unabhängigkeit dieser brei Regierungen wurde am 19. Juni Manna" und ,,Töpfchen des Zornes" sucht, fordert ein anderer lattens 1847 durch eine Uebereinkunft zwischen England und Frankreich anerkannt. förmiger Zunge unter seinem Sade hervor: „„Coming Struggles", 26 Wie auf allen Inseln des Stillen Meered, waren audy bier die as 24, two „Devices of Satan", and one „Little Tommy Tabbs”.” Häuptlinge oder Könige ursprünglich mit unbesdränkter Gewalt über

„Do you keep the „Pious Pieman?" Let's have a lot. Be das Leben und Eigenthum ihrer Unterthanen versehen. Im Jahre 1818 quick! And a dozen ,,Blaspbeming Blacksmiths”, thirteen, you know.” begann die Einführung des Chriftenthums, und 1820 waren sämmtliche

,,Nine „Broken Pitchers and Jacob's Well", and „What's a Inseln dem Namen nach driftlich. Es wurden nun Gefeße gegeben, Church”? and „Wheat or Chaft"!"

aber die Häuptlinge meinten, daß dieselben nur für das Volt feien, ,,,,Ten Garments of Faith”! Fifty „Bands of Hope”!” und daß fie felbft über den Gefeßen ftänden. Sie waren indeffen ,,Two ,,Two Thieves" and Thoughts in Prison"!”

günftig für Kirchen und Schulen gestimmt. Wie aber das Volk all. So fareit es in allen Lagen versjiedener Dktaven. Die kleinen mählich aufgeflärter wurde, wollte es sich die Tyrannei der Häuptfrommen Traftätsein und Spißbubengeschichten, welche für die Pro- linge nicht mehr gefallen laffen. Es machte sich ein zunehmender Widervinzen und das Land so reißend abgeben, kommen rasd aus verschiede stand bemerklich, und endlid, nachdem die mit der französischen Befiß. nen Winkeln bervor, das Geld flingt, das Herausgegebene verschwindet nahme von Tahiti in Verbindung stehenden Unruhen vorüber waren, in sớmußige Taschen, die Bücher in Säde, und die fliegenden Buch bei welchen das Volt die Inseln vertheidigt und sich selbft fühlen geHändler sausen davon, um Anderen Plaß zu machen.

lernt hatte, rief die Tyrannei der Häuptlinge von Nuabine und Raia. In Buchhandlungen, wo die Guineen - Büder, die theuren „Re tea offene Revolution bervor. views" und „Magazines” vorherrschen, geht es im Ganzen ruhiger Die Anhänger dieser Häuptlinge wurden in verschiedenen Gefech. her, selbst an diesem Tage, da die größten , Künstler“ bes Padens ten geschlagen und diese selbst verbannt. Neue Häuptlinge wurden angestellt und thätig find und mit einer wahrhaft wunderbaren Ge- gewählt, die nun, indem sie ihre Gewalt dem Volfe selbft verdankten, ididlichkeit und Sänelligkeit lüderliche Haufen von Büchern und naf- eine ganz andere Stellung einnehmen. Der von Nuahine bat fich bidfen Neuigkeiten ununterbrochen in die solidesten, kompakteften braunen ber gut benommen. Der von Raiatea, welcher in despotisde Gelüfte Padete verwandeln. Draußen hat sich inzwischen vom Westen her eine berfiel, wurde abgelegt, und das Bolt beídloß, den früheren Häuptdichte Wagenburg von Fuhrwerfen gebildet, welche sich mit den Pades ling unter Bedingung und Garantie von Seiten des Häuptlings von ten füllen und in öftlicher Richtung einen Ausweg finden müssen, ein Borabora zurüczurufen. Auch in Borabora brach zweimal eine Revo. Runftstück

, das niemals ohne Krieg und Streit unter den Roffebändis lution aus, die aber keinen anderen Erfolg hatte, da der Häuptling gern ausgeführt werden kann, da fic immer einige Neulinge unter dieser Inselgruppe feine begründeten Ursachen zur Klage gegeben hatte. . ihnen einfinden, welche mit Gewalt gegen Sitte und Nothwendigkeit Die sämmtlichen Jaseln stehen unter dem Einflusse protestantischer weftlid wieder ausfabreu wollen, was niemals erlaubt wird.

Missionäre, die von der Londoner Missionsgesellschaft geschidt werden, Wenn die Literatur-Fuhrleute fica alle heraus- und durch das Unter den Miffionären der Gesellschafts-Inseln ftehen auch die Jafeln Rädergedonner von Cheapside hineingefunden haben, athmet die ganze der Auftral-Gruppe. Von denen der Taumotu-Gruppe, oder des ge. Rower tief auf, und Tassen Kaffee und Thee und „Chops” und „Steaks” fährlichen Ardipels, find fie durd die Franzosen ausgeschlossen wor. werden von dienstbaren Geiftern hereingetragen und mit derklärten ben, gerade so wie vor Tafiti. Augen von denen bewillkommnet, die noch bis zum Solusse der laden aushalten müssen. Die Anderen sind wie der Bliß in ihre guten Röde

Mannigfaltiges. gefahren und in allen möglichen Richtungen durch enge ,,Courts" und lanes" perfdwunden. Einige Millionen Eremplare der neuesten

Copernicus als Arzt und Staatsmann. So eben ist Wochen- und Monats - Publicationen verbreiten sich nun über Nacht wieder ein recht bantengwerther Beitrag zur Copernicus-Literatur und mit Dampf zu Wasser und zu fande über das ganze vereinigte König- zur näheren Kenntniß der Kulturgesdichte Preußens unter dem erften reich, zumal jeßt, da das Bleigewicht des Stempels nicht mehr an Herzoge erschienen. Das Sáriftchen führt den Titel: Nikolaus Co. ihrem Preise hängt.

pernicus in seinen Beziehungen zu dem Herzoge Albrecht von Preußen, Aus dieser Skizze ergiebt fic von felbft der Grund, weshalb die von Dr. L. Prowed (Thorn, 1855). Es ist ein Vortrag, den der schon Buchhändler in ihrer alten ,, Row" so hartnädig fleben bleiben, aus als Biograph des Copernicus bekannte Verfasser in der öffentlichen demselben Grunde, weshalb in jeder Straße der City fich gleichartige Sißung des Copernicus-Vereins für Wiffenschaft und Kunft zu Thorn Gefdäfte zusammengedrängt haben und hier den kleinsten, dunkelften am 19. Februar b. I. gehalten und den dieser Verein jeßt als FeftWinkel theurer bezahlen, als draußen und droben, zehn bis zwanzig drift zur sechshundertjährigen Jubelfeier der Stadt Königsberg dem Meilen davon ihre umblühte Billa,

Druck übergeben bat. Wir sehen in diesem Sdriften den berühmten Aber dem Welthandel ift es längft zu eng geworden in der City, Frauenburger Domherrn nicht nur in dem Forscenszweige, der seinen am meisten dem Buchhandel, der sich deshalb aus Mangel an Plaß in Namen verewigt' und mit dem er die erfte Glorie auf sein Heimats. der ,,Row" in den verschiedenften Stadtteilen ansiedeln mußte, so daß land, das bis dahin in den Wiffensdaften kaum genannte Preußen, gee der fliegende Budhändler oft wegen eines einzigen Büchleins meilen. worfen hat; wir seben nicht nur den weithin geltenden Aftronomen weit davonzusdießen genöthigt wird und troß aller Dampfkraft feiner wirken, sondern wir finden ihn auch auf Gebieten thätig, wo wir von Beine nicht immer zu rechter Zeit zurüd ift. Deshalb geben die seiner Bedeutung bis jeßt entweder feine oder doch nur geringe Rennt großen Verleger mit dem Plane um, eine große ,,Publishers' Hall” niß batten. Das Sdriftohen führt uns nämlich den Mann zugleich im Mittelpunkte der Stadt, wahrsMeinlich in der Nähe der ,Row' zu in seiner ärztlichen und in seiner ftaatsmännischen Thätigkeit vor. Fr errichten, in welcher alle gangbaren Verlags- Artifel ftets so vertreten allen diesen Beziehungen nämlic trat er dem geiftesfrischen und nach sein sollen, daß jede Beftellung sofort befriedigt werden fann.

allen Seiten hin regfamen damaligen Haupte des herzoglichen Preußenlandes, dem Herzoge Albrecht, persönlid nabe, sei es, daß er von ihm

zu Rathe gezogen oder an ihn vom Bisdof von Ermland zu bestimm. Polynesien,

ten Verhandlungen entsendet wurde. So wird das kleine, aus zerftreu. Der jeßige politische Zustand der Gesellschafts-Inseln. *)

ten Winfen zeitgenöffisder Berichterftatter und sonstigen Reliquien,

welche aus der Zeit der schwedisch-polnischen Kriege in die Haupt-Ar. Ein deutscher Miffionär, Herr C. R. W. Krause, welcher seit csive des Landes, das Geheime Arciv zu Königsberg und das bischöffanfzehn Jahren auf den Inseln der Südsee gelebt hat und sich gegen liche Archiv zu Frauenburg, gerettet worden, geschöpfte Schriftshen 30wärtig in San Francisco befindet, bat für den ,,Oriental" eine Mite gleid eine schäßenswerthe Ergänzung der im Jahre 1841 erschienenen *) Nach dem deutschen ,, San Francisco-Journal", herausgegeben von Kühl,

trefflichen Monographie von 3. Voigt über den sdriftlichen Verkehr einem Blatte, das durch treffliche, wissenschaftliche Artifel feiner deutschen Redac:

der berühmtesten Gelehrten des Reformationszeitalters mit dem Herzog tion Ghre macht. D. R. Albrecht bon Preußen.

(Pr. C.)

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einer dieser Digressionen Anstoß genommen hat. Hätte er das natürItalien.

liche Gefühl, das ihn hier beschlich, ungehemmt wirken lassen; wäre

er ihm auf den Grund gedrungen, so würde ihm vermuthlid klar ges Die Katakomben des Kapuzinerklofters bei Palermo.

worden sein, daß es nicht rathsam war, seinen funftreichen Schildes Unter dem Titel „Lefthetische Wanderungen in Sicilien" hat rungen derartige weitídweifige Erklärungen anzuhängen, und mühes Dr. L. Golbhanno) die Erinnerungen an seine ficilische Reise zu loser würde er erreicht haben, was er erftrebte: den Ruhm einer meiftereinem ansprechenden Gesammtbilde zusammengefaßt und der Freunden baften Darstellung. der Kunst und schönen Natur als eine erfreuliche Gabe dargeboten. Da die Wanderungen in Sicilien" nicht nur ihres Inhalts, fonEr vergleicht im Vorwort das Entstehen seiner Arbeit mit dem Werden dern auch ihrer vodenbeten Form wegen alle Beachtung verdienen, wür. eines Kunstwerks und nimmt feinen Anftand, burch das Bekenntniß, den wir zu einer höchft einseitigen Beurtheilung Anlaß geben, wenn Daß fie ihn nach ihrer Vollendung mit einer gewissen „artistischen Bes wir unseren Lesern zur Charakteristik des Buches statt eines farbenfriedigung“ erfüllt habe, die Rachegeister der Kritik berauszubeschwös reichen lebenswarmen Gemäldes einen dürftigen Abriß bieten wollten, ren und auch den Lesern, die genießen und nicht rezensiren wollen, dem die Fülle der Unmuth fehlt, welche in dem ganzen Werte über eine argwöhnische Verstimmung einzuflößen. Aber ein feiner Sinn die Darstellung ausgegossen ift. Es wird den Lesern ein richtigeres für Naturschönheit und eine warme, dem Zauber der Landschaft ents Urtheil geben, wenn wir ein Fragment hervorheben. Die Wahl ift sprechende Diction someicheln bald den Unmuth fort, den jene fede fower, da das Buch so viel bes Schönen enthält; bie Rüdficht auf Herausforderung erregen fonnte, und erfüllen den Leser mit dem bes Kürze bestimmt uns, die Schilderung der Katakomben des Kapuzinerhaglichen Gefühl, daß er in der That, wenn nicht ein makelloses Kunft- Elofters bei Palermo mitzutheilen, zumal da Dr. Goldbann hier zeigt, wert, so doch eine dürd Form und Inhalt gleichmäßig anziehende Sörift baß seine weiche, anmuthige Sprache am angemessenen Drt einer sehr por sich hat. Herr Dr. Goldhann beginnt seine Darftellung mit der nachdrudsvollen Steigerung fähig ift. Ueberfahrt von Neapel nad Palermo, verweilt längere Zeit in dieser ,,In einem eigenthümlichen Zickzack zwisden ummauerten Gärten Stadt und deren Umgegend, reift danu von hier durch das Innere freuzend, deren verfteckte Herrlichkeit nur hier und da durch eine überder Zusel nach Syrakus und führt uns dann längs der Dftfüfte nad bängende Palme oder hochaufstrebende Cypresse bemerkbar ward, erreich Mesfina. Die landidaftliche Scenerie, das Bolfsleben und die Denf. ten wir bald das Kloster der Kapuziner, wo fid jene berühmten Rata. male der Kunst, besonders der Architettur, das find die Gegen- fomben befinden, die unter den Sehenswürdigkeiten Palermo's gewöhnftände, auf welche der Verfasser unsere Aufmerksamkeit binlenft; ge lid in erster Reihe aufgezählt werden. Unser Wagen hielt im Scato sunde Empfindung, ein klares Auge und eine überaus glüdliche Herr- ten eines mächtigen Kaftanienbaumes, und da mein Freund, nach einigen schaft über die Sprache befähigen ihn in hervorragender Weise, seinen dem Führer entsdlüpften Leußerungen, die Behaglichkeit einer kleinen landschaftlichen Gemälden den vollen Zauber der südlichen Natur eins Siesta dem in den Klosterhallen zu gewärtigenden Genusse vorzog, zuhaugen, die Genrebilder aus dem Volfsleben mit aller darakteristis folgte ich allein dem Signor Gregorio nach der Eingaugshalle, wo iden lebendigkeit auszustatten und die merkwürdigen Bauten aus der auf bloßes Kopfniden der Pater Guardian erschien und über eine Treppe Zeit der griechischen, farazenischen und normännisden Herrschaft mit von ungefähr dreißig Stufen nach einer Art von Kellerthür voranfchritt, figeren Umrissen uns zu veranschaulichen. Über die objektive Dar- die fich sofort dröhnend aufthat. Ein wahrhaft mephitischer Verwesungsstellung des Gesehenen ist nicht ber alleinige Zweck des Verfassers; geruch, der uns sogleich entgegenqualmte, war nur der harmlose Vor. wie der Titel seines Buches andeutet, beabsichtigte er, einen Beitrag läufer eines nunmehr fich erfoließenden Schauspiels, fo gräßlic, so zur Hefthetik zu liefern, indem er fich überall den ästhetisden Gehalt (dauderbaft grotest, wie nur die ausgelassenfte Phantasie in Fieberder Erscheinungen und die Motive des äfithetisden Eindruds burc Re biße fichs erträumen fönnte. Wer immer von Katakomben hört, denkt flerionen flar zu machen sucht. Und diese zahlreich eingestreuten Rai- fich darunter durd bohes Alterthum geheiligte unterirdische Gänge, fonnements bilden an fich nicht nur den dwächeren Theil des Buches; wo in geheimnißvollen Niiden schwere Sarkophage fteben, oder allenfie flören auch den ruhigen Genuß und sind unserer Anficht nade das falls blanke Sfelette, in langer Folge an den Wänden gereiht, mehr Haupthinderniß, die anziehende Shrift für ein Kunftwerk zu erklären. Verwunderung als Grausen erregend, wie aus Silberungen der KataNiemand wird, wie wir glauben, die da niedergelegten Betrachtungen komben pon Rom, Paris und anderen Städten der Begriff fic gebilobne Interesse lesen; aber Wenige werden sie bei genauerer Erwägung det. Wer aber dachte jemals daran, einen monströsen Kirchbof, worin für etwas mehr als geistreiche Spielereien halten. Und selbft solche wür- Tausende von Leichnamen jedes Geschlechts, Alters und Standes, von ben wir gern hinnehmen, wenn fie uns weniger absichtlid und vor Den fernsten Jahrhunderten ber bis auf die jüngsten Monate, alle Sta. Avem nicht in kompakter Phalanr entgegenträten, sondern ungezwun- dien des Verwesungs- oder richtiger des Verftaubung8 - Prozesses zur gener mit ihrem zierlichen Geflecht die Darstellung durchseßten und Schau tragen, mit eigenen Augen bloß- und offengelegt zu finden? umranften. Jeßt zerfällt das Buch in zwei heterogene durch einander Das Kapuzinerkloster bei Palermo bietet diesen ungeheuerlichen An. geworfene Theile: Darftellung und angebängtes Raisonnement, die so blid. In einem unterirdischen Gewölbe, das aus vier weitläufigen, lose verknüpft sind, daß das lektere ohne Schaden für die erstere hätte ein Quadrat bildenden Gängen mit von oben einfallendem matten fortfallen fönnen; mitten in der Freude über eine gelungene Dar- Tageslichte besteht, sieht man die Todten Palermo's aller Zeiten, ges ftellung befchleicht uns das trübselige Gefühl, daß im Hintergrunde fleidet und theilweife gepußt, wie es ihre Zeit- und Lebensverhältniffe ein peinliches äfthetisches Verhör auf uns lauert; und die Erfahrung mit fich brachten, in einer schauberhaften Versammlung vereinigt. In zeigt uns balb, daß der Verfasser, weit davor entfernt, uns mit über drei- bis vierfachen Reihen über einander ftehen die Männer an den legener Meisterschaft die Myfterien der Lefthetik zu erschließen, selbft Wänden, die Frauen und Kinder dagegen liegen, nur durch Glastafelt noch im Dämmerlicht umbertappt und fic Resultate abquält, die, ganz fichtbar, ebenfalls in mehrfacher Uebereinanderstellung in hölzernen davon abgesehen, daß auf diesem Gebiete die Subjektivität mit ver. Raften näher dem Boden. Man wanbelt auf Tod, man berührt und schiedenem Maßstabe mißt, auch vom allgemeineren Standpunkte nicht athmet ibu; wohin das Auge flieht, nichts als gräßlich verzerrte Todtenals ftichhaltig betrachtet werden fönnen. Dr. Goldhann legt auf folde fragen, halbzerfressene Säbel, einfinkende Geftalten, braune, hautEpisoden augensdeinlich großen Werth; gleichwohl ist der feine Sinn umzogene Knochenbände, und alles das noch hundertface shauriger gefür die innere Harmonie eines Kunftwerks, den er fonft überall zu macht durch die bunten Kleiderlappen und Pußflitter, welche um diese erkennen giebt, diesen mit Unrecht bevorzugten Kindern seines Geiftes toddürren Glieder und pergamentartigen Larven in baroder Mannigfal. gegenüber nicht vollftändig fumm gewesen; wir glauben vielmehr austigkeit schlottern. Aus wurmzernagten Kapuzinerkutten grinsen schwarze einer Anmerkung schließen zu dürfen, daß er selbft nachträglich an Gefichter mit leeren Augen, lederähnlich umspannten Knochenwangen

und über den krampfhaft verbiffenen Mund nod zaufig hinabzotteln*) Leipzig, F. u. Brodhaud, 1855.

dem Barte; leere Faruische wölben fido um verfallenes Gebein, das

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