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perbeschaffenheit der Skythen, die hierher gehörenden Bemerkun- Montpereur’s Hypothefe, nach welder die Frrfahrten des Odyfleus gen des Hippokrates mit vielem Søarfsinne und sehr glüdlicer An. hauptsächlih den Pontus zum Sớauplaße gehabt, unterschreiben mödte. führung überraschender Parallelen (aus der physischen Eigenthümlich. Die jonischen Griechen wurden gewiß von ihren seekundigen Nachbarn, feit des heutigen Mongolen) erläuternb. Wenn der berühmte grie den Kariern, frühzeitig auf jenes Binnenmeer aufmerksam gemacht, disde Arzt an dem betreffenden Drte Mehreres vermiffen läßt, was und so müssen wir annehmen, daß fie, denen Seefahrten überhaupt die mongolische Rage wesentlich daratterisirt, so muß man einerseits teine Scheu einflößten, vereinigt mit jenen verwegenen Piraten und festhalten, daß er nicht die Absicht hatte, eine Charakteristik der Men. als natürliche Erben derselben, frühzeitig den Pontus beschifft haben. iden-Raçen zu liefern - er wollte nur die Einwirkung des Klimas Chronologische Angaben über die Gründung von Rolonieen wurden auf den Körper darthun — andererseits, daß die damaligen Skytben aber nur dann verzeichnet, wenn irgend ein bemerkenswerthes Ereigniß fdwerlio so ganz unvermisot waren, um sämmtliche Besonderheiten den Anlaß zur Auswanderung bot, oder wenn diese in größeren Massen der Raçe aufzuweisen.“)

erfolgte und der Ansiedlung sofort eine gewisse Bedeutung verlieh. Im weiteren Verlaufe dieser merkwürdigen Untersuchung antwor. Vor allen Ansiedlungsversuchen lag jedoch offenbar eine längere periode tet der Verfasser auf den Einwand, daß die sogenannten mongolischen des bloßen Handels. Was man von der Ungaftlichkeit des Schwarzen Züge nicht bei den Mongolen allein, sondern auch bei den Tungufen Meeres gesagt, das bezieht fich nur auf die Zeit der Nachtgleichen. und selbft bei türkischen und finnisden Stämmen vorkommen. Er leis Stürme; und sein ursprünglicher Beiname äçevos (der übrigens schon tet diesen Umstand (wenigstens mit Bezug auf die Türfen) aus der früh ins Gegentheil, in eŭEIVOS, überging) beruht wahrscheinlich auf großen Verbreitung der Mongolenherrsdaft seit dem breizehnten Jahr. Entstellung des semitischen Wortes Asūtenas. Die älteften unterbundert, behauptet jedoch, die Türfen hätten, der überwiegenden nehmenden Befahrer dieses Meeres modten übrigens den bösen Ruf, Mehrheit nach, einen von den Mongolen sehr abweichenden in welchen es durch jenes Epithet gekommen, zu ihrem Vortheil ausbeuten. &ypus; wo das nicht sei, da müsse er als Ergebniß der großen Völ Der Verfasser ladet nun seinen Leser zu einer Umschiffung der termischung im Mittelalter betrachtet werden. Es hat aber in neuefter nordpontisden Gestade: „Städte, Fattoreien und Ankerpläße der Zeit immer mehr fich herausgeftellt

, daß alle türkisch redenden Stämme alten Hellenen, wie sie zur Zeit der Blüthe des Kolonieenwesens beo Aftens (ein Theil der kleinafiatischen und der sogenannten Tataren in wohnt und besucht waren, öder Strand und romantisches Gebirgsufer Rußland ausgenommen) feinen faufafischen, sondern den gemilderten mon. werden an seinem Blide vorübereilen.... Diese Periegese, lehr. golischen Typus aufweisen, und unmöglich kann dies überall Ergebniß reich in vieler Beziehung, verträgt feine Auszüge. Wir bemerfen nur einer Vermischung mit Mongolen sein, da z. B. felbft die rein türti. noch, daß zwei saubere Karten beigefügt find: eine der Herafleotilden idhen Jakuten an der Lena, deren uralte Siße weit außerhalb des Halbinsel (des Chersonesos), nad Clarke und Dubois, und eine Genelid find. Auch muß erinnert werden, daß Spraden, die einmal zu zeichnet vom Verfasser, dem es auch gelungen ist, falsche Annahmen, Gliedern eines bestimmten Sprachgeldledtes fich ausgeprägt ha- die geographische Lage gewiffer Punkte betreffend, zu berichtigen. Mit ben, zwar mancher Veränderung, aber niemals einer wesentliden besonderem Interesse wird der Leser an der Hand eines Führers, wie Umgestaltung unterworfen find; ein altaisches Idiom fann fich z. B. Herr Neumann, in folgen Gegenden Tauriens verweilen, denen gegenmit arisden Idiomen start vermisden; feine Grammatit kann verfüm wärtig Europa voll Spannung seine Blide zuwendet. Sd ... mern; es kann vollftändig aus dem Leben verschwinden, aber so lange es lebende Sprache bleibt, verharrt es in den Gränzen seines Ges fohlechtes. Daher darf man dreift aussprechen, daß die türkische Sprache

Nord: Amerika. eben so wenig als die mongolische jemals aus einer arifden (indogermanischen) entstanden ift.

Washington und die Gründung der Vereinigten Staaten. Bei der Frage über die Raçe, zu welder das Volt der Türken ursprünglich gehörte, ift gewiß auch folgender Umstand beachtenowerth.

(Soluß.) Shon sehr lange vor Elhinggis-Chan's Zeitalter lassen cinefilde Endlich ging aus allen diefen Debatten die Verfassung der Union Hiftorifer das Gebiet der hochnasigen und großäugigen (d. b. hervor, wie sie noch heutzutage befteht. Washington fonnte mit der arisden) Völfer bald weftlich vom Uigurenlande, bald erft weft. ibm eigenen Bescheidenheit im Urtheil sagen: ,,35 wünschte fie volls lid von Chotan anfangen, im leßteren Falle ausdrüdlid bemerkend, kommener; glaube aber aufrigtig, daß sie die beste ist, die man heute daß die Bewohner dieses Landes nod febr ben Chinesen gliden, erlangen könnte." Franklin rief mit der reizenden Wendung, die er das heißt also: die Rennzeichen der mongolischen Raçe trügen. Die feinen Gedanken zu geben wußte, indem er auf ein schlechtes Gemälde Folgerung ergiebt sich von selbft. **)

im Saale, das einen Sonnen-Effekt darstellt, mit dem Finger zeigte: Mit diesem Adem sei übrigens feinesweges gesagt, die Stythen ,,3m Verlaufe dieser Session, mitten in dem Hin- und Herwogen des Alterthums dürften wohl eben so gut Türfen oder jeder andere zwisden Furcht und Hoffnung, habe ich dieses Bild sehr oft angesehen, altaisde Stamm gewesen sein. Die Ueberrefte ihrer Sprache machen ohne berausfinden zu können, ob es eine aufgehende oder untergebende es im Vereine mit dem, was von ihren Sitten berichtet wird, immer Sonne ist; Gottlob, ich sehe endlich, es ist eine aufgehende Sonne!" viel rathsamer, daß man sie als Mongolen oder wenigftens als ein den Franklin hatte Recht; allein die Sonne sollte unter gar vielen Stürheutigen Mongolen näher verwandtes Volt betrachte. — Im etymo. men aufgeben. Nichts war so voll Schwierigkeiten und Arbeiten, nach logischen Theile feiner Untersuchungen, wobei ihm selbftändig erwor innen und nach außen, als die erften Jahre der Union. Glüdlicher. bene Kenntniß des Mongolischen sehr zu Statten fömmt, verfährt der weise fielen sie unter die beiden Präsidentschaften Washington's. Seine Verfasser mit derselben Vorsicht und Umsicht, wie überall; teine feiner ftets ehrliche Geradheit und die stets gerade Ehrlichkeit waren nothCombinationen ift geschraubt oder abenteuerlich; bie meiften haben den wendig, den Bestand der neuen Republik zu fichern, und Reiner aus Charakter der Verläßlichkeit. *). Es folgt Etwas über „Umfang und feiner Umgebung hätte an seinem Praße so viel Kraft und Klugheit Bevölferung des Slythenlandes“, mit Berüdsichtigung der unterjochten entfaltet. Nachdem er den Unabhängigkeitskrieg gelenkt hatte, leitete Stämme, der Sllaven u. f. w. Die an diesen sich reibenden Abschnitte er acht Jahre lang durch eine Fluth von Hindernissen die Angelegenüber Leichenbegängniß der Fürften, Grabbügel, Religion, Sitten und beiten seines Landes. Man kann wohl sagen, daß ihm der Ruhm geLebensweise wird man mit großer Befriedigung lesen, da dem Ver. worden, es zweimal gerettet zu haben. faffer überall treffliche Parallelen, besonders aus den die Mongolen Seine erfte Präsidentschaft beginnt mit dem Jahre 1789, bas in Dft und Weft betreffenden Nadhrichten, zu Gebote fteben. - In dard die Gründung einer freien Regierung in Amerika und in Frankeinem Rüdblide zeigt Herr Neumann noch einmal, wie die Natur reich eine ruhmvolle Aera für beide Länder war. Aus dem ber die des Landes und der Charakter seiner Bewohner die beiden Haupt- denen Charakter Washington's und dem der damaligen Lenker Frantelemente bildeten, welche auf die griechische Koloniftrung einen be reichs ließe fich schon die Verschiedenheit des Erfolge erklären, wenn ftimmenden Einfluß ausübten.

auch nicht viele andere Urfaden zu dieser Verschiedenheit mitgewirtt Drittes Buo: die bellenischen Pflanzftädte. Als Einleitung dient bätten. Dort praktische Weisheit, bier edelmüthige Unerfahrenheit: ein höchft lesenswerther Artifel, eltefte Fahrten auf dem Pontos Besonders war die Erziehung in beiden Ländern so verfdieden: die Euxinos. Schon aus Homer ergiebt fich die febr frühe Bekanntschaft Amerikaner waren für die Freiheit vorbereitet durd einen eigenex der Griechen mit diesem Meere, wenn man auch nicht Dubois de Stand der Dinge, der sie gelehrt hatte, fich felbft regieren; in Franta

reich war jede Spur der Selbstregierung seit Jahrhunderten verwisot. *) Hartnäckige Vererbung der mongolischen Raçen-Merkmale zeigt fich nur Der Kampf batte zwischen den zwei einem Staatenbund so natür. ba, wo Vater und

Mutter nicht frei von mongolischem Blute find; it pas Gine lichen Richtungen begonnen. Das Bedürfniß eines gewiffen Ueberges von Beiten rein faufafisch, so erhält der legtere Typus bald die Oberhand. **) Hoan-jü-ki, B. 181. Ma-tuan-lin, B. 336 und 337.

wichts der Central-Regierung über die verbundenen Staaten und der

Widerstand dieser gegen alle Centralisation, deren Haupt-Vertreter der *** S. 195, Anm. 1 (3. 3) lefe man vuorin-maan-sepät. Ebbf. (3. 5) Staat Birginien war – diese beiden Gegenfäße riefen den Kampf ist der Name Perm oder Biarmien auszustreichen, indem dieser mit dem Namen der Arimaspen nichts zu thun hat; es ist das finnische päärmä (Rand, der Föderaliften und Republikaner, die fich später Demo.

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tratifde Prinzip sei. auf verschiedene Prinzipien gegründet, aber um den nach Amerita verpflanzten Jatobinismus, ber ibu tagtäglich aufslofalen Interessen zu bienen."

robefte beschimpfte, gegen die dumme Demagogie, die mit der rothen Herr de Witt, der diese Worte anführt, scheint, duro eine fremde Müße auf dem Kopfe und dem Citoyen im Munde nach besten Kräfartige Begriffsbezeiðnung verleitet, den Sinn niot recht zu faffen, ten die Entwidelung der wahren Freiheit hinderte. Es war gut, daß indem er den Demokraten die Ronservativen entgegenfeßt. Die die Welt hier auf diesem Boden den Jakobinismus und die Freiheit Demokraten waren nicht minder konservativ, als ihre Gegner; ja, neben einander sab, um den Gegensaß in feiner ganzen Schroffbeit wollte man um diese Zeit, wenn auch nicht das beschlossene Vorhaben, zu fühlen. so doch den bunkel vorschwebenden Gedanken eines Formwechsel in Da Washington das Auslaufen des Petit-Democrate" verbot der Regierung - wollte man, sage ich, eine Richtung gegen die Ers Genet hatte es öffentlid als Raubschiff gegen die Engländer rüften Haltung des Gegenwärtigen finden: so müßte man das gerade bei ge- laffen, mit denen die Union in Frieden war – erklärte der Bürger wiffen Föderaliften suchen. Washington, der früher aus seine Zweifel Genet, daß er an das Volf appellire. Eine Erörterung über diesen an der Vorzüglichkeit und Möglichkeit der Republik für sein Land geo Gegenstand mit dem Staatssecretair Jefferson zeigt, bis zu welchem habt hatte, hatte sie jeßt nicht mehr; er wollte sie aufrichtig und glaubte Grade die demokratische Leidenschaft und die revolutionairen Gewohnan fie. Was er für die Republit fürchtete, war die Anarchie, was er beiten einen Mann seiner Einsicht in die Natur der Dinge beraus für die Einheit Amerika’s fürchtete, war die unbeschränkte Unabhängig- ben können. Genet sprach von einer Zusammenberufung des Kongresteit der Staaten. Diese beiden Gefaören durch seine Feftigkeit zu bes fes. ,,Aber", erwiederte Jefferson, die unter und erhobene Frage tämpfen, noch mehr, fie durch seine Klugheit zu beschwören dahin gehört nicht vor das Forum des Kongresses." — ,,Was, ist denn der ging sein ganzes Trachten während seiner Präsidentidaft. Darin, fann Rongreß nicht souverain ?" – „Nein, der Rongreß ist souverain, Ge. man sagen, lag feine ganze innere Politik.

seße zu geben; die erekutive Gewalt ist da, sie auszuführen, die richs Die Haupts(wierigkeiten der Regierung Washington's aber tamen terlige, fie auszulegen." – Racbem er noch einige Einzelnheiten vom Auslande. Der neue Stand der Dinge, zu deflen Gründung über die amerikanische Verfassung erörtert hatte, bezeigte Genet das Frankreich so wirksam mitgeholfen, fand fid gegenüber seiner nur zu größte Erstaunen und äußerte mit einer tiefen Berbeugung gegen Jefbald ausgearteten Revolution, die in Gewaltthätigkeit aussdlug und ferson: „3 fann Ihnen zu dieser Verfassung kein Glüd wünschen.“ die ben wirklid freien Nationen Etwas aufdrängen wollte, was nur Die übelwollende Stimmung Englands gegen Amerika wurde aber noch ein Schattenbild von Freiheit war. Andererseits saben die Enge durd diefes weife Betragen nicht gemildert. Ein Befehl des Staats. länder die junge Republik, die noch vor kurzem ihre Kolonie ger raths erklärte, daß alle mit Produkten der französischen Kolonieen wesen, mit scheelen Augen an. Frankreich und England waren also befragteten Schiffe von den englischen Kreuzern aufgegriffen und an ungerecht und anmaßend gegen Amerika. Von 1789. bis 1797 hatte den Meiftbietenden verkauft werden sollten. Der Unwille war in Washington die politische Unabhängigkeit seines Landes aufrecht zu Amerika auf dem Gipfelpunkte, die Gereiztheit in England an der halten, einen Bruch mit der einen der beiden Friegführenden Mächte äußersten Gränze; die Aufrechthaltung des Friedens schien unmöglich. möglichst zu vermeiden, dem neugeborenen Staate Achtung zu verschaf: Washington feßte das Land in Vertheidigungsstand, und auf den Krieg fen, ihn gegen die Ränke Englands und die ruhestörende Propaganda gefaßt, didte er 3ay nad England, den Frieden zu unterbandeln. Frankreichs zu schüßen gesucht, ohne der Freiheit den geringsten Ab. Ein Vertrag kam zum Abschluß, der, obwohl noch nicht bekannt, brud zu thun. Die dwierigsten diplomatischen Unterhandlungen wur. Gegenstand der leidenschaftlichsten und wüthendften Angriffe von Seiten ben stets mit derselben Geradheit des Charakters, mit derselben Rich, der französischen und revolutionairen Partei wurde. Jay wurde in tigkeit des Urtheils geführt.

effigie mit dem Trattat vor dem Hause des englischen Konsulo in Washington ftellte von vorn herein für die Union die Neutralität Washington verbrannt. Einer der Demokratischen in Carolina er. in den europäischen Angelegenheiten als Prinzip auf. 30 hoffe", flärte, er fei babin gekommen, den Mangel der Guillotine bedauern sagte er, ,, wir werden uns in das Labyrinth der curopäisden Politit zu müssen. Washington wurde mit der äußersten Wuth angegriffen. und der europäischen Kriege nicht verwideln lassen. Die Politik der Der Jakobinismus nahm eine biblische Färbung an; man warf sich Vereinigten Staaten muß darin beftehen, den europäischen Nationen vor, den Präsidenten wie einen Gott angebetet zu haben, in Gößenihre Bedürfnisse zuzuführen, sich aber in ihre Zwiftigkeiten nicht zu bienft verfallen zu sein; gleich den schottischen Puritanern, forie das mischen.“ ,,Go oft sido unter jenen ein wichtiger Streit er Volf: „Es ift Zeit, keinen anderen als den starten Gott zu haben!“ hebt, können wir, wenn wir die uns von der Natur verliehenen Vor- Washington wurde beduldigt, die Staatstaffe beftohlen zu haben. Mittheile zu gebrauchen verstehen, von ihrer, Thorheit Nußen ziehen.“ ten in diesem Sturme, gleichgültig gegen die persönliche Gefahr, erwog Die leßtere Leußerung dürfte für einen Washington ein wenig ma er nur die Gefahren, die sein Baterland, er mochte thun, was er wollte, chiaveliftisd klingen; fie findet aber ihr Korrektid in einer anderen: entweder von Frankreid, oder von England her bedrohten, und im 13h glaube, daß, wer sich die Noth Anderer zunußemacht - und dad Dafürhalten, daß die größere wäre, den jakobinischen Gewaltthätiggilt von Völfern wie von Einzelnen - in der Meinung der Mene feiten nachzugeben, unterzeichnete er den Vertrag mit England. ben und für die Zukunft unendlich mehr verliert, als er im Augen Von Stund an war Frantreid in übler Stimmung gegen Amerika, blick gewinnt.“ Uebrigens war Washington aufrichtig als Staats- und Washington hatte den Shmerz, gegen eine Nation zu kämpfen, mann, aber fein offenherziger Diplomat. Es ist, Gott sei Dank, möge an die ihn persönliche Sympathieen und die Erinnerungen an den lic, ehrlið und gewandt zugleich zu sein, und die Dummheit ift keine Befreiungstrieg knüpften; aber es war keine Möglichkeit, sich der TäuBebingung der Eugent. Es fehlte Washington ebenso wenig, wie hung hinzugeben. Das Direktorium, verlegt von der Annäherung Franklin und Lafayette, an Solaubeit, wovon einige reiner Depeschen der Union an England, ließ amerikanische Schiffe durd Kaper anZeugniß geben. Seine Diplomatie war weit thätiger, gewandter, greifen; seine Agenten reizten die an Louisiana gränzenden Graffruchtbarer an Auskunftsmitteln, glühender in der Verfolgung des idaften, sich von den Vereinigten Staaten zu trennen und sich dieser Plans, die National-Magt zu vergrößern, als man gewöhnlich anzu- Rolonie, die Frankreich so eben erworben hatte, anzuschließen. nehmen geneigt ist.

Die beklagenswerthe Regierung, die Frankreich von innen durch Und diefer bisher unbeachtete Zug in der großartigen, hifto. Beftedlichkeit zu Grunde ridtete, feßte nach außen durd ihre Ränke seine rischen Gestalt wird besonders von be Witt hervorgehoben. Die Er.. Würde aufs Spiel, und Washington sagte mit Recht: ,,Das Betragen folge der auswärtigen Politik ift man fonft geneigt, nur von solchen Frantreide gegen unser Land ift über jeden Ausdrud jdmählich; Nichts Regierungen zu gewärtigen, die sich ftark nennen, weil sie unter feiner berechtigt es dazu: nicht sein Vertrag mit uns, nicht das Völferret, Rontrole stehen, und man ist in dieser Beziehung etwas mißtrauisch nicht die Grundsäße der Billigkeit; es hat nicht einmal die Achtung gegen solche Länder, wo die Regierung minder freie Hand hat, weil vor dem Shein für fich." - In diesem Moment ftand Washington das Volt freier ift. Washington beweist, daß die Freiheit ein guter im Begriff, freiwillig abzudanken, und in seinem Abschiedsbriefe fühlte Diplomat sein fann; denn er manövrirt stets mit großer Geschidlich, er fich gedrungen, das amerikanisde Volk zu ermahnen, auf seiner teit zwisøen Frankreich und England, bietet ihnen feften Widerstand, Hut zu sein gegen die Vorliebe für Frankreich, die deffen Regierung ohne es zu einem entschiedenen Bruch kommen zu lassen. Selten fand nicht verdiene, fid ein werdender Staat in einer verwidelteren Lage. Mit Frantreid Zurüdgezogen auf sein Landgut Mount Vernon, nahm er wieder sollte man in Freundschaft bleiben, dessen Doktrinen Amerika's Ver- sein Pflanzerleben auf, ftand mit der Sonne auf, beaufsichtigte seine faffung bedrohten, dessen Gesandter, Bürger Genet, in den Vereinigten Eagarbeiter, besuďte seine Farmen und Bauten und empfing seine Staaten Freischaaren gegen Spanien organisirte, Raubschiffe. gegen Freunde bei sich. Die Nachricht von dem neuen Staatsftreiche des Dio England rüstete, was dod wohl nicht geeignet war, mit diesen beiden rektoriums drang in seine Zurüdgezogenheit

. Er war empört darüber. Regierungen ein freundliches Vernehmen zu begünftigen. Washington ,Seltsam", sagte er – und wie oft fonnte man das seitdem wieder. unterdrüdte diese Wühlereien. Beunruhigt über die Richtung, welche bolen! – ,, diese Menschen, die nicht Schimpfworte genug gegen die die französische Revolution genommen hatte, gab er immer nicht die erekutive Gewalt auftreiben konnten, die bei dem kleinsten Soritt, den Hoffnung auf, sie würde endlich doch zu Gunsten der Regte der ihre Einbildungskraft zu einem Mißbrauch der Autorität oder zu einer Mensgheit aussdlagen. Allein feine Sympathie für die Sache und den usurpatorisben Handlung ftempelte, an der Sturmglođe zogen Zwed der Revolution bielt ihn nicht ab, entsgieben aufzutreten gegen diese Measden werden auf einmal die wärmften Anwalte der von dem

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Dirett oriam in Folge der Beschläffe vom 4. September angenomme- 'Anónlwr dheElxaxos in das Heer der Achäer, in das Krim-lager und nen Widfürmaßregeln. Sie nehmen fich nicht einmal die Mühe, die die geseßlich organisirten Räuberhöhlen des Friedens und der Civili. Verlegung der Conftitution in Abrebe zu ftellen."

sation zuhause herabzischen, hätte mit dem Rothurn von Wellington. Inzwischen fingen die Amerikaner an, die Augen zu öffnen und stiefeln und dem muthwilligen, unsinnigen Balaklava-Selbstmord vergegen die Ränte des Direktoriums aufzulodern; man fürchtete einen schont bleiben müssen. Einfalt der Franzosen. Der gesunde Sinn Washington's, fteto fern „Maud ", eine Liebesgeschichte (erzählt don einem Misanthropen, von Uebertreibungen, hielt diese Furcht für ein Hirngespinnft, so lange der fich dadurch gleichsam wieder aufwärmt in seinem noblen Herzen, Frantreich mit dem Kriege gegen England beschäftigt fei; indeß forberte mit reicher, burd Sorge und Leid gedämpfter Phantaste), ift reid an die Klugheit, fic auf den Fall eines Angriffs in Vertheidigungsstand metrischer Grazie, musikaliso, klaffisd in Form und Bild, 6.6. immer zu feßen. Der Kongreß ermächtigte den Präsidenten 3. Adams, im schön aus eigenftem Wesen gestaltet und gefärbt, kurz, mit allen 2u. Nöthigungsfalle eine Armee von zehntausend Mann auszuheben, und genden ausgestattet, die wir an dem Dichter schon kennen und bewun. die öffentliche Meinung bezeichnete Washington als den Führer. Mit dern gelernt haben. der Willenskraft, die das Alter nicht geschwächt hatte, zwang er den An einer anderen Stelle fchildert er einen „breitkrämpigen Höfer Präsidenten, ihm die freie Wahl der Ober-Offiziere zu überlassen, heiliger Dinge", der den Frieden predigt und den Krieg abschaffen will. and fprade Fid dahin aus, daß der Krieg, wenn er einmal ausbreche, „Baumwollengefütterter, goldberingter Heudler und Narr“, ruft er angreifend gegen Frankreich unb Spanien geführt werden müßte, um aus, der im Stillen dem Klange feiner Pence horcht, ift der Krieg durch das Eroberungsrecht in den Besio Louifiana's zu gelangen. eine Ursache oder eine Folge? Nieber mit den Leidenschaften, welche

Mitten unter politischen Sorgen unb Unruhen wurde Washington die Erde zur Hölle machen, mit Habfucht, Eifersucht, Ehrgeiz, lüge, vom Fieber befallen. Anfangs achtete er nicht darauf; aber das Uebel Heuchelei! Denn Jeder ist mit der ganzen Menschheit im Kriege! versdlimmerte fich, und bald erfuhr er, baß feine Krankheit töbtlid Rein ehrlider Mann mehr unter, nod weniger über uns!" fei. Sein Tod war ein ruhiger, und er starb wie ein ftoisder Philo

„Ah God, for a man with heart, head, hand, foph. ,,Der Augenblid ift da", sagte er, ich gehe. Man begrabe

Like some of the simple great ones gone mich anständig. Versenkt meine Leiche erft acht Tage nach meinem

For ever and ever by, Code in die Gruft. Habt Ihr mich verstanden?" – 3a."

- „Es

One still strong man in a blatant land, ist gut." Sein Athem wurde dann etwas freier. Er fühlte sich an den

Whatever they call him, what care, Pule. Er wechselte die Farbe. Die taftende Hand fiel von der Puls

Aristocrat, democrat, autocrat ftelle, und er fant zurüd. Frau Washington, die ihm ftets zärtlich

Who can rule and dare not lie.” ergeben war, zeigte sich in dieser Stunde eben so wortfarg, eben so „D Gott, bloc einen Mann mit Haupt, Herz und Hand in die gelaffen, wie er felbft., 3ft er hingegangen?" fragte sie mit fefter, fem redeo und preßfrei blöfenden lande, der beffer regieren, als gesammelter Stimme. Die Anwesenden ftanden in düsterem Schweigen. lügen fann!" Nur Einen! Nicht Einen? Nein! Wohl bekomm's ,,Es ist gut", fuhr sie fort, „atles ift vorbei, ich werde ihm bald fol. End, Corgiten, Derbyiten, Beeliten und Palmerstoniten. gen. Das ist folicht, energiso, etwas trođen, etwas hart; fein Her. Und das ift derselbe Dichter, der und die ganze Nacht im Blumen. zenderguß, nicht einmal ein Händedrud zwischen den beiden Gatten; garten mit lebendigen Feenmärchen zu unterhalten weiß, dessen Held fein Wort über Amerifa, über den Ruhm, nicht ein Wort des Glau auf Maud wartet, bis der Bal vorüber ift. Sie hat ihm versprochen, bens, obgleid Washington religiös war. ,,Es ist gut!" sagt der Ster. nach dem Balle zu ihm unter die thauigen Blumen zu solüpfen. Ende bende. „Es ist gut!" fagt, die ihn fterben fiebt und ihn nicht zu über- lich wird es roth am Morgenhimmel, und der Mond wird blaß, die leben hofft. So ist der Amerifaner, in deffen Charakter nicht die Ein- Blumen, welche schläfrig geduselt haben, richten fich auf und flüftern bildungskraft und die Weichheit des Gefühle, sondern die Strenge und fichern, denn sie wiffen, daß das kleine Köpfchen, umsonnt von und die Kraft vorbereiden.

ftrahlenden Loden, bald kommen wird, um auch ihre Sonne zu sein.
Die rothe Rose, die ganze Nacht über am wachsamften, duftet laut.

Sie ift nabe.
England.

„She is coming, my life, my fate,

She is coming, my dove, my dear!”
Alfred Lennyson's neueste Dichtungen.

Und die anderen Blumen flüftern auc: 3 höre fie! Sie ift Für die Drawing-room-Tilde der englischen Damen ift fo eben nabe! Horch! Sebt! Ac, da kömmt fle wirklich! Schon gut, er Alfred Tennyson's neuefter Band: „Maud and Other Poems. By Al- braucht teine Anmeldungen: „Mein Herz würde ihren ätherijden fred Tennyson, D. C. L., Poet Laureate" erschienen. Als Ganzes Sõritt hören und solagen, läg’ es auch tief unter der Erde. Hätte und frifdweg nach den erften Eindrüđen genommen, hat es den Er- ich ein ganzes Jahrhundert tobt gelegen, ich würde erwachen und zittern wartungen nicht entsprochen. Natürlich erkennt man den Digter wie unter ihren Füßen und erröthen rofig und purpur." Das ift eine der in seiner eigentbümlichen Rraft und Frifde, wie er fie allein be- gute ftarke Hyperbel der Liebe, die aber auch recht artig zu fomeideln fißt, Gefühle und Gebanken des neunzehnten Jahrhunderts bidhteriso Derfteht, denn er braucht die geldwäßigen Klatschereien der Blumen zu gestalten und zu fleiben, aber blog theil- und stellenweise; ,,Maud" nicht,

nicht, um zu erfahren, auf welchem Wege fie über die Wiese nach. ift ohne Guß und Fluß, ohne technischen und bialettischen Zusammen- baufe ging. bang und außerdem ohne Shluß. Die anderen Gedichte" find zum

„I know the way sbe went

Home with her maiden posy, Theil beftellte Arbeit, und die ,,Ode auf Wellington's Leichenbegäng. niß“ klingt ießt namentlid entfelio bobl und bypokritisch, zumal für

For her feet have touch'd the meadows,

And left the daisies rosy." Einen, der die Geldgier und den Wucher, der fich dabei in allen Häufern, Kirchen und Staatsgebäuden im Sißevermiethen entwicelte, und ,,Da, wo sich die Gänseblumen in Nosen verwandelt haben, hat das näofte englische Nationalfeft, die triumphzüge Napoleon's durch ihr Fuß die Wiese berührt

, da ist sie gegangen.“ So einen Weg. dieselben Straßen und Engländer, mit angesehen hat und dieses weiser läßt man fico gefallen; man brauðte ibn and in Preußen niot beißendfte Epigramm der Geschichte auf Großbritannien nod nicht in erft shwarz und weiß anzuftreichen. seine legten Spißen ausgelaufen sieht. Die Krim-Obe („Charge of the Light Brigade"), obgleich fie Aufsehen erregte und die Runde durch alle Zeitungen machte, ift ebenfatis tönendes Erzi klingende

Mannigfaltiges. Shelle. Obendrein war ja der spezielle Stoff dieser Obe kein Hel denmuth um ein Objekt, sondern nur Folge eines Mißverftändniffet,

Eine Frau, welche Gedichte maden will. In dem eine brutale Selbstmorderei um Nichts, um einen Mangel an Con- radifalen, deutschen „Pionier" von New-York tritt eine Dame, Luise struction, an Verftand von Seiten des Befehlshabers.

Mepen (wir wiffen nicht, ob Fräulein oder Frau) für die Emancipa. ,,Der Bady" (,,The Brook") ift wohl die Perle in dem neuen Bande, tion der Frauen auf, indem fie den Männern vorwirft, durch ihre bisZeile für Zeile echter Tennyson, dichterisce Analyse füßer Naturscenen Herige Alleinherrschaft den Staat und die Gesellschaft zu dem gemacht und Eindrüde, wie sie eben Tennyson allein fühlen und sagen kann, eine zu haben, was fie find. Folgendes ift ein Pröbden aus dem gebar. organische Chemie, zu der noch kein Liebig, noch viel weniger ein mo. nisoten leitartifel ber Dame: ,,Sbr Männer habt Euer Eramen im berner,,Stofftotaller" Reagentien und Retorten gefunden hat und finden Geldichtemaden abgelegt, und Ihr habt shlecht bestanden, denn Stlakann, so daß er es sich bequem macht und sagt: ift gar nicht vorhan

gar nicht vorhan- berei, Robbeit, Unglüd, Barbarei und Blutvergießen waren immer ben, Der Priefter der Wahrheit und des Shonen, der einen so das Ende Eurer Weisheit. Wird es nicht endlich klar werden, daß furchtbaren, grausamen Ausdruck für die Lügen und Barbareien feiner die Mitberechtigung der Weiber das einzige Mittel ift, jene Weisheit Zeit und seines Volkes findet, Zeilen, die wie tödtliche Geschosse des zu vervolftändigen, damit sie fünftig ihr Eramen besser beftebe?"

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dieser Anblick ist ein thränenwerther auch für den Sieger. Aber gleich

darauf frieb er als echter Gascogner an König Heinric II.: Sire, Frankreich

gnädigfter Herr und Bruder, danfen Sie Gott, id babe Ihre Feinde

und Ihre Armee geschlagen. Ein anderes Beispiel von Hochherzigkeit Die großen Männer im Hauskleid. *)

gab er bei Jory. Er hatte am Tage vorher ben Obersten Schomberg, Von Alexander Dumas.

einen seiner treuesten Diener, durch ein hartes Wort vor der ganzen Heinric IV.

Armee gefränkt. Jeßt ritt er zu ihm hin und sprach mit so lauter Unter obigem Titel hat Dumas' gewandte Feder eine lange Reihe Stimme, daß ihn Alle vernehmen konnten: Oberst Scomberg, wir Hiftörchen zusammengestellt, um daraus eine Historie zu machen. Er haben eine Solacht vor uns. Vielleicht falle id darin: ich möghte beginnt mit Heinrich IV., dessen Privatleben bekanntlich reich an pi- aber die Ehre eines fo braven Edelmanned, wie Sie find, nicht mit kanten Zügen ist, welche dazu dienen, den großen Mann nicht nur als mir nehmen. Ich erkläre also, daß ich Sie für einen Ehrenmann folgen, sondern auch als Menschen zu charakterisiren und uns aud mit anerkenne, der unfähig ist, irgend eine Sohlechtigkeit zu begeben. Umden Schattenseiten vertraut zu machen, die in der großen Gefdichte armen Sie mich. - Ad, Sire, erwieberte Schomberg, gestern hat mich gewöhnlich in den Hintergrund treten, sofern sie das Privatleben be Eure Majestät verwundet, heute tödten Sie mich, denn Sie legen mir treffen. In der That, wenn wir versichert wären, daß alles, was die Verpflichtung auf, in Ihrem Dienste zu sterben. – Er fiel in der Dumas über Heinrich erzählt, eben fo wahr als interefjant wäre, so That an diesem Tage in der Mitte der spanisden Carrés. müßte das Büchlein eine werthvolle Ergänzung der Geschichte sein. Es ist bekannt, wie gütig er gegen das belagerte Paris verfuhr; Wir fürchten aber, ein guter Theil dieser Anekdoten ist zu diesem Zwede bier noch eine Anekdote darüber. Als ihm Herr von Gondi die in bergerichtet, entlehnt oder gar erfunden. Da Dumas natürlich nicht der Stadt herrschende Hungersnoth schilderte und zugleich erklärte, der Mann ist, der seine Quellen angiebt, so können wir ihm auch nicht daß die Pariser so fanatisirt seien, daß fie sich bis auf den leßten näher auf die Finger sehen und müssen uns mit dem Genuffe obne Rris Mann wehren würden, rief er aus: So weit soll es nicht kommen. til begnügen.

Ich bin eine wahre Mutter Salomonis: ich will Paris lieber nicht Er beginnt wörtlich ab ovo, indem er schon von dem Ungeborenen haben als in Stüđen. eine Geschichte zu erzählen weiß. Heinrich's Mutter, Jeanne, sagt er Merkwürdig, daß in einer so großen Seele zugleich Plaß für den nämlich, wagte eg, während ihrer Schwangerschaft mit ihrem Pater fdmußigsten Geiz, ja, sogar für Betrüglichkeit war. Er ließ es fichi von dessen Testament zu sprechen. - Schon gut, erwiederte dieser. aber auch gefallen, wenn man es ihm unter die Nase rieb. — Eines Ich will Dir das Testament zeigen, wenn Du mir erft das Kind ge- Nachts, erzählt d'Aubigné, sagte ich zu Herrn de la Force, mit welchem zeigt baft; ich knüpfe aber noch eine Bedingung daran. – Welche? – ich im Vorzimmer des Königs sdhlief: la Force, unser Herr ist ein Daß Du während der ganzen Dauer des Gebärens ein Lied absingftErztrauser und der undankbarfte Mensch von der Welt. — Der schlafdamit Du mir fein weinerliches Kind auf die Welt fefeft. Die trunkene La Force hörte nicht mehr recht und fragte daher: Was haft Sade geschah in der That so: Jeanne sang während der beftigften Du gesagt? – Auf dieses hier antwortete der König, der alles mit Geburtsd merzen, und man will wirklich bemerkt haben, daß Hein- angehört hatte: Er sagt, ich sei ein Erzknauser und der undankbarfte rid; IV. im Gegensaße zu anderen Kindern lachend zur Welt fam. - Mensch von der Welt. Du haft doch einen harten Solaf, La Force. Als das Kind geboren war, brachte der Großvater seiner Tochter das Den anderen Tag war Heinrich gegen d'Aubigné wie fonft; er gab Teftament und sagte, indem er jenes mitnahm: das gehört mir und ihm aber auch keinen Viertelsthaler mehr, als sonft. das Dir. Dann trug er das Kind auf sein Zimmer, rieb ihm die Den größten Theil des Büchleins nehmen natürlic Heinrich's lies Lippen mit einer Knoblauchzehe und goß ihm einen Fingerhut voll Wein bes- Abenteuer ein, denn die Geschichte eines Königs, der, wie Dumas von Cahors ein.

erzählt, ftatt einen gewonnenen Sieg zu verfolgen, nichts AngelegentMehrere Züge des hochherzigen Knaben laffen auf den fünftigen licheres zu thun wußte, als vor Allem seiner Geliebten die gewonnenen großen Mann schließen. Nur in Einem Punkte war Heinrich von der Fahnen zu bringen, um ihr ein Bett daraus machen zu lassen, muß Natur schlecht behandelt: sie hatte ihn phyfisch feig gemacht, nur seine natürlich zur Hälfte Liebesgesdichte sein. Er hatte freilidh fein großes moralische Kraft wandelte ihn zum Helden um. Wenn er rufen hörte: Glück mit seinen Gemahlinnen. Die erste, Marguerite, war wegen Der Feind ist da! so fam eine Erschütterung über ihn, der er nicht ihrer Galanterie berüchtigt. Von ihr heißt es, daß fie einen großer immer Meister zu werden vermochte. In dem Treffen bei La Roche Wulft am Kleide trug, der ringsherum Täschchen hatte, in deren jede l'Abeille, einem der ersten, dem er anwohnte, rief er, als er fühlte, fie eine Büchse mit dem Herzen eines ihrer verstorbenen Liebhaber wie sein Körper, troßdem daß er noch ziemlich entfernt vom Feuerstedte; denn sobald einer tobt war, ließ sie alsbald sein Herz einbalwar, zu zittern begann: Ach, Du zitterft, elender Leib? Warte, Du samiren. Dieser Wulft wurde aule Nacht an einem Hafen aufgehängt, fouft wissen, warum Du zitterft! — Und alsbald stürzte er sich mitten der mit einem Vorlegeschloß an die Rüdwand ihres Bettes befestigt war. unter den Rugelregen. - Weniger wußte er sich in den Tagen vor Wenn Heinrid Marguerite viel zu verzeihen hatte, so war fie der Bartholomäusnacht zu bezwingen. Als das Attentat auf Coligny audy wieder sehr nachfichtig gegen ihn. Zu ihren Memoiren erzählt gemacht wurde, schloß er sich ein. Seine Freunde suchten ihn auf, fie: „Eines Tages bekam die Foffeuse (eine Geliebte Heinrich's) im um ihn zu beruhigen. Diesmal aber ließ er seinen Leib nach Belie- Zimmer der Hofdamen ihre Wehen. Sie schickte sogleich nach dem ben zittern. Er hörte gar nicht auf ihre besänftigenden Worte, ja, er Arzte und bat ihn, den König davon zu benachrichtigen. Wir schliefen that Allles, um audy fie in Furcht zu jagen. Bleibt doch bei mir, rief in demselben Zimmer in verschiedenen Betten. Als der Arzt ihm die er, verlaßt mich nicht; wenn wir sterben müssen, wollen wir es wenig- Rachricht mittheilte, gerieth er in große Verlegenheit, da er auf der ftens beisammen thun. Als sie dennoch fortgingen, fiel er in Denmacht einen Seite die Entdedung der Sache am Hofe fürchtete und andererund wurde so elend, daß fie ihn zu Bett bringen mußten. — Bei feits besorgte, fie möchte nicht die rechte Hülfe finden, denn er liebte Coutras dagegen war er nur Held. Seine Anrede vor der Schlacht fie febr. Er entsbloß fich also, mir Alles zu gefteben und mich zu war: Was braucht es lange Worte? Ihr seid Bourbons, und bei bitten, ihr Beiftand zu leisten, da er wohl wußte, daß ich unter allen Gott, id wil zeigen, daß ich Euer Aeltefter bin. — Und als nach der Umständen ftets bereit war, ihm gefällig zu sein. Er öffnete daher gewonnenen Schlacht die leichname der beiden Joyeuse, seiner Gegner, meinen Bettvorhang und sagte: Mein Shaß, ich habe Ihnen Etwas im Súlofse ausgestellt wurden und ein Edelmann einen Wiß darüber berheimlidt und muß es nun eingestehen. Ich bitte um Verzeibung. machen wollte, entgegnete ihm Heinric ftreng: Still, mein Herr, Aber haben Sie dode die Güte und stehen Sie auf und helfen Sie

der Fofieuse. Sie wiffen, wie id fie liebe. 3d bitte, thun Sie mit *) Les grands hommes en robe de chambre, par Alexandre Dumas.

die Gefälligkeit." - Und Marguerite erhob fidh sogleid vom Bett Collection Hetzel. Bruxelles et Leipzig, Kiessling, Schnée & Cie., 1855. und ftand der armen Foffeuse bei.

Der verliebte Rönig fand aber nicht überall offene Arme, fønbern fondern aus der Masse des Vólfes leuchtet es in unserer Zeit ein, aud mandmal einen unüberwindlichen Widerstand: so namentlich bei daß man sich eben so dergeblich der fortschreitenden Civilisation, als Fräulein d. Guerbeville. Heinrich wußte diese Tugend zu würdigen, der Entwidelung der Menschheit widerseßt. Die Eisenbahnen find er verheiratete die Dame an den Grafen von Beaumont und sagte für unser Jahrhundert das, was für das sechzehnte Jahrhundert die zu ibr: Da Sie in der That und Wahrheit eine Ehrenbame find, Buchdruđerkunft

, für das Mittelalter das Shießpulver war: eine vollTo follen Sie es auch bei der Königin erden, die ich auf meinen ftändige Umwandlung der Gesellschaft. Man kann über die Art der Chron erheben werde. – Die Gräfin Beaumont war wirklich die erste Ausbeutung des Eisenbahnwesens, über dieses oder jenes neuerfundene, Ehrendame, welche der König Marie von Medicis als solche vorstellte. mechanische Hülfsmittel verschiedener Ansicht sein, doch über das Prin

Sein Verhältniß zu Gabriele nimmt natürlich einen großen Raum zip ift alle Welt einverstanden. ein. Auch bei ihr war er lange nicht glüdlich, denn Gabriele liebte ,,Die ganz fürzlich von einem berühmten Publiziften) aufgestellden Herrn von Bellegarde, bem fie auch nachber treu blieb – wenn ten Fbeen über die Erploitationsweife der Elfenbabuen haben über man fo sagen darf. Der König war sehr eifersäftig auf ihn und diese Frage ein nrues licht verbreitet und dürften in der Organisation suchte ihn zu ertappen. Einft glüdte es ihm beinahe. Als er zu Ga- und Construction des Eisenbahnen- Materials eine völlige Revolution briele fam, war Bellegarde richtig da. La Rousse, ihre Vertraute, bervorrufen. Die todte laft vermindern zu Gunsten der batte nur noch fo viel Zeit, um, während jene dem Könige öffnete, nußenbringenben taft - das ist das Problem. Bellegarde in ihrem eigenen Shlafzimmer zu verbergen. Dann ging ,,Einige der auf der Ausstellung befindlichen Laftwagen bieten fte mit dem Solüssel fort. Der König merkte Etwas; er that, als sehr glüdliche Verbesserungen in dieser Beziehung dar. Der Prinz hungerte ihn, und verlangte zu Nacht zu speisen. Gabriele entschuldigte hat namentlich einen auf zwei Adsen montirten, französischen Roblenfich, fie habe den König nicht erwartet und deshalb Nichts vorbereitet. wagen bemerkt, welcher 4200 Kilogramm wiegt, 12 Mètres fubischen - Run, fo geben Sie mir von den Confituren, die Sie, wie ich weiß, Inhalt hat und eine Ladung von 10,300 Kilogramm aufnimmt, während in jenem Kabinet haben. — Gabriele that, als fuche fie den Sølüffel; die nach englischem Mufter gebauten Wagen, ebenfalls auf zwei Adsen er wollte fich nicht finden lassen. - Man shidte nach La Rouffe, auch laufend, bei 3200 kilogramm eigenem Gewicht, höstens sechs fie war verføwunden. — Nun, meinte der König, ich will aber einmal tausend Kilogramm Ladung zu tragen vermooten. Nach dem alten zu Nacht effen, da werde ich wohl die Thür einfdlagen müssen. - Er System war die tobte Last um 6,66 pCt. größer, als die Hälfte der begann, fie mit Fußtritten zu bearbeiten. Die Thür wollte ichon weichen, Rußlaft, während sie nach dem neuen dagegen um 18,4+ pēt. kleiner als la Rouffe eintrat und nach der Ursache des Lärms fragte. - Der ist. Das erlangte Resultat ift demnach erheblich. Bei derfelben Adsens König theilte ihr seinen Wunso mit. - Aber warum öffnet Eure zabl, berselben Wagenlänge und bei der Bermehrung der tobten Laft Majestät nicht lieber mit dem Solüssel? Ventre Saint gris! eine um blog ein Drittel, trägt der Koblenwagen eine doppelte Laft. Dieser saubere Frage! Jo habe ihn nicht. - Da ist er, fagte die la Rouffe, neue Wagen ist auch bereits seit vier Jahren auf mehreren franzöfiindem sie ihre Gebieterin mit einem Blide beruhigte. Heinrich trat foen Eisenbahnen an die Stelle der älteren, nach englisøem Mufter eitt und fand das Rabinet leer: Bellegarde war burde das Fenster gebauten, getreten. entsprungen. - Diefe Scene bat Beaumarchais zum zweiten Aft ber ,,Die mächtigen Cramptonsden Lofomotiven, die leidteren Lofopodzeit des Figaros benußt.

motiven, diejenigen, bei welden man seit einiger Zeit, nach bem PritAls Heinrich später in seiner tollen Liebeswuth Gabriele heiraten zipe der Engerthfchen Maschine, vermittelft einer Gliederung eine So. wollte, beschloß der Gardecapitain de Praslin, seinen Herrn vor dieser lidarität zwischen der Maschine und dem Tender bergeftellt, so daß Thorbeit zu bewahren, und erbot fido, Bellegarde in Gabriele's Zim, nunmehr alle Räder biefes verbundenen Wagenpaares aktiv auf den mer zu überrasden. Der König ging darauf ein, nahm feinen Degett Zug wirfen, haben auf der Ausstellung vortreffliche Vertreter. Frantund folgte Herrn von Praslin; aber in dem Augenblide, da dieser die reich, Belgien, England, Preußen, Desterreich und Württemberg haben Thür öffnen wollte, hielt ibu þeinrich am Arme zurüc. - Meiner Maschinen von ausgezeichneter Arbeit, Lokomotiven für Sonellzüge, Treu, laffen Sie es sein, sagte er, es würde ihr zu wehe thun. für große Laftzüge, Typen aller ürt eingefandt, bei welchen die Mos Und er ging wieder nach hause.

dificationen der Hauptbestandtheile den - verschiedenen Zweden gemäß, Dod batte fie aud ihn geliebt, das fab man bei ihrem lekten zu welchen sie bestimmt, eingerichtet sind. Abidieb. Sie sollten fich auf vier bis fünf Tage trennen und gleid ,,Mitten unter diesen durdweg lomuden Lokomotiven, welche die nad Dstern wiederfinden. Eine fo furze Abwesenheit wollte bei Leue Werfftatt nur verließen, um auf die Ausstellung zu kommen, bemerkt ten, die so oft getrennt gewefen waren, nichts beißen, unb boco war man aud eine, die bereits viele Dienftiahre auf französisden Eisennie ein Abschied ichmerzlicher gewesen. Man hätte meinen sollen, als babnen zählt. Dieser Eisenbahn-Beteran, der fein Dienstzeugniß mit empfänden Beide ein gewiffes Vorgefühl des Todes, als fagte ihnen sich führt, zeichnet sich durch seine ungebeuren Arbeiten und seine lange eine innere Stimme, daß sie sich nie wieder sehen würden. Sie konna Laufbahn aus. Es ist gine vortreffliche Idee, das Verdienst überat ten sich lange nicht entschließen, von einander zu geben: endlid dies zu ehren, wo es fich findet. den fie - Gabriele machte zwanzig Schritte, dann aber kehrte fle wie. „Die verschiedenen Formen der ausgelegten Schienen sind nicht der um, um bem Könige ihre Kinder, ihr Gefinde zu empfehlen. Zeßt alle von eben so prattischer Anwendbarkeit

. Die gewöhnliche Schiene nahm der König Absøied von ihr, aber gleich darauf rief er sie wit und die Barlow -Shiene find die einzigen, welche durch die Praris der. Noch eine Stunde weit begleitete er sie, dann kehrte er tief bes fanctionirt find. Was die gewöhnlichen Schienen betrifft, so zeugen trübt und ganz verweint nach Fontainebleau zurüd, während Gabriele bie Verbindungs-Ausläufer, vermittelft beren jene jeft an einander eben so traurig und thränenschwer ihren Weg dadi Paris fortseßte. befeftigt werden, von den Fortschritten, die man in diesem wichtigen Benige Tage darauf ftarb sie dort; Manche meinten an Gift. Hein- Theile des Elfenbahnbaues gemacht hat. rid fab fie nie wieder.

(Schluß folgt.)

,,Die Personenwagen bieten in ihrer inneren Einrichtung ebenfalls mandes Satereffante bar. So enthält der belgische Waggon Site, die man wahrhafte Betten nennen tann, wiewohl fie vielleicht nicht

To bequem find, wie die Siße in einigen Waggons der Paris-Straße Das Eisenbahnwesen auf der Pariser Universal-Ausstellung.

burger Linie.**) Der soweizer Salonwagen ift faft ein möblirtes Die mécanique spéciale des chemins de fer et des autres Wohnzimmer zu nennen. Unter den franzöfischen Waggons zeigt dermodes de transport" bildet die fünfte Klaffe ber Erzeugniffe auf der jenige, dessen Geftell von Eisen ift, wohin jegt bei den neuen ConstrucPariser Univerfal-Ausstellung. Am 8. Auguft warb diese Abtheilung tionen geftrebt wird. von dem Prinzen Napoleon Bonaparte besichtigt, der in Begleitung Inbeffen ist es nicht genügend, mächtige Maschinen, vortreffliche der angesehenften franzöfischen und fremben Mitglieder der Ausstellunges Wagen und eine gut unterhaltene Bahn zu besißen - es bedarf auch füry eine Abtheilung nach der anderen besichtigt, worauf dann der einer kräftigen, energischen Verwaltung, einer vereinfachten und be Moniteur einen Bericht über diese Besichtigung zu liefern pflegt. Bei schleunigten Abfertigung des Verfehrs, wobei so viel als möglich 3erber Mufterung des Maschinenwesens, des Wagenparkes, ber dienen thümer vermieden und Sowierigkeiten beseitigt werden. Auch in dieser und anderer dem Dienfte der Eisenbahnen gewidmeten Gegenftände beo Hinficht liefert und die Ausftellung einige fchöne Zeugnifle: man be fanden sich in der Begleitung des Pringen der Präsident der fünftea trathte hier die fitinreichen Masoinen, welche die Fahrbillets druden Klaffe der Ausstellungs-Sury, Herr Geheimerath Hartwid aus Ber- und Barauf die fortlaufende Nummer derselben in unsertiigbaren Zeichen lin, den der Moniteur als General-Eifenbahn-Jugenieur im preußifden Angeben, woduro eine sehr einfache Selbftontrole des Billetverkaufs bandelėminifterium" bezeichnet, " ferner Herr Ritter X. v. Burg, faiserl

. Hergeftellt wird. Diese Maschinen zählen und stempels die kleiner öfterreichisder Kommiffarius, Berr Dupré, Ober- Jugenieur ber Kartenbillets mit einer wunderbaren Genauigteit und Schnelligkeit. Bräden und Chauffeen to Belgien, u. 4. m. Aus dem Berichte, welchen der Moniteur über diese Berichtigung lieferte, theilen wit Radh

#) Michel Chevalier. ftebendes mit:

**) An Bequemlichkeit, namentlich der Personenwagen zweiter Klaffe, ver: Alle dentenden Menschen beschäftigen fid heutzutage mit der Zt

mag es feine ausländische Eisenbahn mit den deutschen aufzunehmen. Daram

Find aber auch in Deutschland die Wagen erfter Klasse weit weniger benußt,

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