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ich die Nacht in traurigen Gedanken über unsere traurige Page. Oft Nord: Amerika.

schon fam es mir in den Sinn, ob ich nicht viel besser daran gethan haben

würde, wenn id, mich, die Flinte auf der Soulter, hätte in bic Reihen Washington und die Gründung der Vereinigten Staaten.

einschreiben lassen, anstatt unter folden Umständen das Kommando zu Nad Cornelis de Witt.*)

übernehmen; oder ob ich nicht glüdlicher gewesen wäre, wenn ich mich 3. 3. Ampère, dessen treffliche Stizzen des Lebens in den Ver- tief ing land zurückgezogen und in einem Wigwam gelebt hätte, ohne einigten Staaten unsere Leser kennen, spricht sich bei Gelegenheit einer zu besorgen, daß die Nachwelt und mein Gewissen mir mein Beneh. Anzeige des unten näher bezeichneten Werkes folgendermaßen aus: men zum Vorwurf machen." Aber dieser Mann, fern von jeder Ver.

Das Leben Washington's ist in. seinem Vaterlande von Sparts, blendung, den feine Begeisterung mit sich fortriß, mußte, einmal in dem amerikanischen Plutarch, beschrieben worden. Guizot hat das Wert die Bahn getreten, die er nicht gewählt, bis ans Ziel gehen, ohne Er. durch eine von einer schönen historischen Studie begleitete Ueberseßung matten, ohne Entmuthigung; so wie der amerikanische Setiler, in den in Europa bekannt gemacht. Diese Studie, eine der vollendetften, die jungfräulichen Wald vertieft, die Bäume vor sich niederschlägt, fidh je aus seiner Feber geflossen, ist in dem Buche seines Schwiegersoh. einen Weg bricht, nimmer raftet, nimmer einhält, bis das Hinderniß nes, des Herrn Cornelis de Witt, eines Nadkommen des berühmten überstiegen ist. holländischen Staatsmannes dieses Namens, wieder abgedrudt, um De Witt zeigt, mit welchen Schwierigkeiten Washington während, es, fo zu sagen, bei dem Publikum empfehlend einzuführen. Bis da: besonders aber bei Beginn des Unabhängigkeitsfrieges zu ringen hatte : hin fannte man Washington in Frankreich höftens durch die elegante , Jebes Rongreßmitglied, jede Provinzialversammlung, jeder einfluß. Lobrede, die ihm Herr von Fontanes vor dem ersten Konsul hielt: reiche Bürger war für ihn zugleich ein Hinderniß und eine unentbehr3sokrates lobte hier den Aristides in Gegenwart Alerander's. Diese liche Stüße. Ade räumten ein, Washington sei die Seele des ganzen Huldigung der Freiheit überzeugte weder den rubmvollen Zuhörer, Unternehmens, und doch hatte man ihn faum mit genügender Macht noch den Redner felbft. Die Schrift des Herrn de Witt bat einen bekleidet, das Heer zu unterhalten! Um fic Munition und Lebensweit ernsteren Charakter. Sie wird nicht alle Welt überzeugen; allein mittel zu verschaffen, um seine Stämme vollzählig zu machen, um seine kein unbefangener Leser wird dem Helden feine Bewunderung, dem geringsten Anordnungen ausführen zu lassen, mußte er hier zur AutoBiographen seine Achtung versagen.

rität des Einen, dort zum Einfluß eines Anderen Zuflucht nehmen, Washington (chien nicht zum großen Mann geboren; er hatte mußte er, um gehört zu werden, ziemlich laut und doch wieder mit weder den Ehrgeiz, der zu fühnen Unternehmungen treibt; noch die großer Behutsamkeit sprechen, um die demokratische Empfindlichkeit nicht außerordentlichen Talente, die deren Erfolg fichern. Es war ein vir. zu reizen. So viele Rüdsichten wurden dem Stolze Washington's ginischer Pflanzer, ,,deffen Leben anfangs nur eine seltsame Mischung fauer genug; er unterzog sich ihnen jedoch aus Patriotismus, ohne es Darbot von abenteuerlichen Ausflügen und Arbeiten eines amerika- gewissen Leuten jemals zu Dank zu thun. Unaufhörlich erhielt er von nischen Hinterwäldlers mit den fißenden und mühsamen Beschäfti- Philadelphia aus Winke über die Klagen der öffentligen Meinung: gungen eines Handelsmannes und dem wohlhabenden und schlichten bald war es eine Versammlung, die, ihm bis auf die Eriftenz unbes Haushalt eines englischen Landedelmannes." Der durch die ungesets fannt, fich rüdsichtlos behandelt fühlte; hier jdmollte eine Predigerlichen Auflagen von Seiten des Mutterlandes hervorgerufene Aufstand frau, die er zu Tische zu laden versäumt; dort wunderte sich ein Ab. traf Washington auf seinem Gute Mount-Bernon, wo er, ohne Ger vofat, daß er erst Oberst sei.“ bülfen, mit seinen Geschäftsführern in London wegen seines Tabađs. Vielleicht schlägt Herr de Witt, über diesen fein bemerkten und Handels forrespondirte, feine Strazzen, seine Haupt- und Brieffopier- wißig gerügten Spießbürgerlichkeiten, den patriotischen Sawung, der Bücher mit strengster faufmännischer Pünktlichkeit führte. Allein der gleichwohl die Amerifaner beseelte und sie unüberwindlid maste, nicht gewerbthätige Pflanzer, der Tabacskaufmann besaß im höften- Orade body genug an. Dod warum sollte es ihm nicht erlaubt sein, bies kriegerischen und bürgerlichen Muth: eine Combination, die den zum zu thun, wenn Washington selbst Augenblice hatte, wo er an dem Siege entschlossenen Demokratieen fo nothwendig und der amerita. Erfolg zweifelte? In einer solchen Stimmung schrieb er an seinen nischen Demokratie als caratteristisches Merkmal geblieben ist. Bruder: „Unter uns gesagt, ich fürchte, das Vaterland geht seinem

An allen Maßregeln des gefeßligen Bioerstandes gegen die ver. Untergang zu." Jndessen, wie Witt bemerkt, ließ er sich von solchen faffungswidrigen Eingriffe Englands in die amerikanischen Freiheiten Zweifeln nicht niederschlagen und blieb so fest, wie wenn er voll Vernabm Washington energischen Antheil. Er, der in einem Feldzuge trauen auf den guten Ausgang gewesen wäre. „Was thun wir, wenn gegen die Franzosen bei dem Uebergang des Monongabela eine glänzende Philadelphia genommen würde?" fragten Einige in seiner Umgebung. Tapferkeit entwickelt hatte, war zu verständig, um sofort die Gewalt Dhne sich zu bedenken, antwortete er: „Wir geben über den Fluß Sus. aufzurufen. „Reiner darf einen Augenblic anstehen, nach den Waffen quehanna hinaus, und wenn es nöthig, steigen wir über die Adleghang. zu greifen, um fo foftbare und heilige Interessen zu vertheidigen; aber berge." die Waffen müssen unsere leßte Zuflucht bleiben.“ Washington wünschte Die Anfänge des Krieges schildert de Witt mit den Worten: den Krieg nicht, war aber zu jeder Stunde entschlossen, für das Recht „Es war ein Positionsfrieg, kalt, wie eine Schachpartie; wenig zu fämpfen. Als er den ersten Zusammenstoß der amerikanischen Mic Blut, wenig heldenmüthige Gefechte und glänzende Thaten; nur ein lizen mit den englischen Truppen erfuhr, sūrieb er: ,,Gewiß ist es einziges großartiges Schauspiel fesselt uns: Die Festigfeit Washingschmerzlich, daß Brüder einander das Shwert in die Bruft froßen, ton's im Mißgeldick, sein unablässiger Rampf gegen die Entmuthidaß die bisher so glüdlichen und friedliden Fluren Amerika's entweder gung, die Furcht und den Verrath unter den Seinigen." Bald aber bot von Blut geröthet oder von Sklaven bevölfert sein sollen. Beklagens- fich ein anderes großes Schauspiel: Diese improvifirten Soldaten, diese werthe Alternative; kann aber ein tugendhafter Mensd über die Wahl aus dem Stegreif bewaffneten Volfshaufen, diese Menschen, hinter dem unentsdieden fein?"

Pflug oder aus dem Comtoir weg - die besiegten zuleßt ein regelBerufen zur Befehligung des Heeres, das zur Vertheidigung der mäßiges Heer. Die Steine auf diesem Schachbrette lebten. "Troß amerikanisden Sache ausgehoben worden, übernahm er den Befehl nur dem Mangel an Erfahrung und Kriegszucht, trog den kleinen Leidenmit bescheidenem Mißtrauen in sich selbst, wies übrigens den Sold schaften, die sich immer in die großen Dinge misgen, ihren Gang aber ald Obergeneral zurück

. Er trat sein Amt an, obne von Eigenliebe nicht bemmen, wenn ein großes Gefühl das Triebrad ift – troß alle getrieben zu sein, ohne sich über die Sdwierigkeiten des Unternehmens dem, zeigen sich die Anerifaner endlich ihres Führers würdig! Ein zu täuschen. ,,Wenn Ades im Lager schläft", schreibt er, ,,verbringe Mensch reicht nicht hin, die Unabhängigkeit eines Volfes zu gründen,

das Volk muß mit dabei sein. Uebrigend würdigt de Witt den mili*) Histoire de Washington et de la fondation de la République des Etats-Unis, par M. Cornelis de Witt, précédée d'une notice historique tairischen Charakter Washington's sehr gut: durch diese Mischung von sur Washiugion, par M. Guizot, Paris, Didier, 1855.

Geduld und Verwegenheit, von geschicktem Zaudern und fühner Ento

idiebenbeit erwartete und ergriff er den Augenblic. Seine energijde idealen Personen, den Staaten, Rechte ertheilt wurden, shuf man Entschiedenheit bewies er auch durch die Forderung einer unbeschränk. eine Barre gegen das absolute Prinzip der Mehrheit, erseßte das abten, wenn auch zeitweiligen Gewalt über das Heer. Sie wurde ihm auf wesende aristokratische Element und rettete die Vereinigten Staaten sechs Monate bewilligt. Die Gefahr einer Militairdiftatur war freilich vor jenem verflachten Durcheinander, aus dem Nichts hervorragt

, Nichts nicht groß bei einem Mann, der an den Kongreß schrieb: „Weit eat Widerstand leistet

, und mit dem Wühler und Despoten so leicht fertig fernt, mich durd diesen Beweis von Vertrauen aller bürgerlichen Pflicht werden. Der Vorschlag des Abgeordneten Difínson, den Senat durch entbunden zu glauben, werde ich stets eingebent bleiben, daß das Sdwert, die örtlichen Legislaturen ernennen zu laffen, war der erste Schritt auf das wir nur als das äußerste Mittel zur Vertheidigung unserer Frei diesem heilbringenden Weg. Der zweite, noch entscheidendere war, in beiten gezogen, fofort in die Seide gefteckt werden muß, wenn diese dem Senate selbst der großen und den kleinen Staaten eine entFreibeiten fest gesichert find." Washington gehörte aber zu denen, die, sprechende Vertretung zu geben. Bei diesem Vertretungsmodus berüdwenn sie ein solches Versprechen gegeben haben, es aud balten. sichtigte man noch etwas Anderes als die Zahl: ein- Rollektivrecht

Nach Beendigung des Krieges begann die politische Rolle Was machte sich neben dem Judividualrecht geltend, hielt ihm die Wage shington's, die bei weitem bewundernswürdiger war, als die militai und besdränkte deffen Gewalt. Die lokalen Interessen und das lokale risde. Er betrat diese Bahn von Hingebung, Selbstverleugnung und Leben laufen auf diese Weise nicht Gefahr, jenem luftigen Wesen geWeisheit; am Ziele winkte dem Vaterlande die Freiheit, ihm selbft opfert zu werden, das man Volt nennt, jenem unverantwortlichen und der dauerndste und reinste Ruhmesfranz. Sein Uebergewicht versöhnte unfaßbaren Souverain, dessen Namen den bequemen Vorwand bietet, zwei Gewalten, deren Zerwürfniß die Zukunft Amerika's bedroyte: den alle Mißbräuche, alle Verbrechen zuzudecken. (Soluß folgt.) Kongreß und das Heer. Der Rongreß feilschte um die Belohnungen, die er dem Heere verheißen; das Heer drobte, in Gegenwart eines besiegten, aber noch immer gefährlichen Feindes, aus einander zu gehen.

Afrika. Washington zeigte diesem das Schimpfliche eines solchen Beginnens,

Die Völkerschaften des Baher-el : Abiad. jenem den plumpen Undant gegen die Retter des Vaterlandes. Und diese Appellation an den gesunden Menschenverstand sicherte die Uns

(Soluß.) abhängigkeit, welche die Waffen so eben erfochten batten.

Die Bary, wie die meisten Uferbewohner, die ich kennen lernte, Washington hatte noch eine andere Probe seines Patriotismus ge- sind im Aðgemeinen falsch, rachgierig und zänkisch; Sklaven ihrer geben. Es bildete fich eine Partei, die auf die Wiederherstellung der Lüfte, ohne Zügel, ohne Geseß, überlassen sie sich allen möglichen ExMonarchie fann und dem fiegreichen General die höchste Gewalt über- zessen. Der geringste Streit endet oft in Lanzenstichen, welche mits tragen wollte. In dieser inonardischen Partei waren angesehene Män- unter den Krieg herbeiführen. Don Angelo versichert, daß nichr von ner, die aufrichtig die Nepublik für gefährlich, ja, unmöglich und die ihnen eines gewaltsamen Todes, als durd Krankheiten sterben. Aber englische Verfassung für die beste hielten. Washington war damals mit allen diesen Fehlern haben sie eine gute. Eigenschaft, die noch dem Gedanfen nicht fremd, daß man auf diese Regierungsform zurüd- etwas von ihnen boffen läßt: fie nehmen eben so schnell Bernunft an, kommen dürfte. Atein er und Hamilton (ber einzige Zeitgenosse, den wie sie in Zorn gerathen; so wüthend sie auch waren, habe ich sie man neben Washington stellen konnte), was auch ihre Unsicht über die nad einigen Worten Don Angelo's sanft wie lämmer werden sehen. möglichen Ereignisse der Zukunft gewesen sein mag, waren darin über- „Es ist wahr, Du haft Redt“, sagten fie, damit war alles beendet. einstimmig, wie Hamilton sagte, auf loyale Weise das Erperi- Während seines Aufenthalts in Belenia hat er viele Mordthaten und ment zu erproben. Washington brauchte die Freiheit nicht zu er. sogar Kriege verhindert; es hatte nie solche Ruhe geberrscht, als dabrüden; er brauchte nur die Fehler des Kongresses zu benußen, um mals. Nach seiner Abreise haben die Bary, die Lyria und die Lofaia sidy von der Befreiungsarmee auf den Thron heben zu lassen. Ein zweiundvierzig Personen getödtet und mehrere Hütten verbrannt. Dieser Oberst (drieb an ihn in diesem Sinne im Namen seiner Waffengenossen. Miffionär hatte mehrere Schüler, die ihn allenthalben hinbegleiteten Washington antwortete: ,,Mit einer Misdung von Ueberraschung und und dazu dienten, ihm bei den Völfersdaften, die er besuchte, eine Sdmerz habe ich Ihren Brief aufmerksam gelesen. Ich versichere Sie, günstige Aufnahme zu bereiten und diese mit dem Untersdied bekannt mein Herr, daß kein Ereigniß im Laufe dieses Krieges mich so beküm zu machen, der zwischen unseren Lehren und ihrem Aberglauben ftattmert hat, als die Nachricht, die ich durch Sie erhalte, daß solde Ge- findet. banten in der Armee umlaufen; ich fann sie nur mit Abscheu betrada ade diese Bölfer geben nadt, mit Ausnahme der verheirateten ten und sie streng verdammen. Ich suche umsonst in meinem Benehmen Frauen. Nur die Mädchen der Schirs und der Bary tragen Sourze, Etwas, was Jemanden zu einem solchen Vorsdlag bätte aufmuntern die von Baumrinde gewebt und vier Finger breit sind. Sie kennen können.Antike Worte, wahrhaft römische Schlichtheit und Größe! nur zwei Jahreszeiten, die des Regens und den Sommer. Leßterer Sie sind würdig, ein Vorbild in der Welt zu sein, und haben auch trifft mit unserem Winter zusammen und ist auch die Zeit der stärkin Amerifa selbst einen würdigen Nachahmer in dem edelherzigen Boc sten Hiße, die höchstens, durch die Nordwinde gemäßigt wird, welche livar gefunden, dessen Ruf der Undank der Parteien nicht beflect hat. in dieser Jahreszeit berrschen. Die Nächte sind frisd, was vou der

Es war vou Washington um so verdienstlicher, die Verlođungen Höhe des Terrains herrührt, und der Schlaf fann den Verlust an Kräfzur Krone von sich gewiesen zu haben, als dat land nur eine provi- ten erseßen, den man während des Tages erleidet. Die Negen beforisde Verfassung besaß und große Schwierigkeiten und Stürme zu ginnen gegen Ende des März und enden im November. Während fürchten standen. Die Gemüther waren getheilt; fdwankend, von bef- dieser Jahreszeit wird die Luft von erfrischenden feuchten Winden und tigen Leidenschaften bewegt; die Gefahr vor einer drohenden Umsturz- von den Wolfen, die oft die Sonne verbüllen, abgefühlt. Die ersten partei bot Bielen einen scheinbaren Grund, die Tyrannei anzurufen. Ungewitter besonders werden von furchtbaren Donnerschlägen beglei,,Der frühere Krieg gegen die Engländer", sagt de Witt, „wandte fich tet; sie währen zuweilen zwei volle Tage. Die Feuchtigkeit, weløe jest gegen die Reiden. Die Noth, der Banterott, der kommunis. in dieser Zeit herrscht, verursadt viele Wed selfieber, die aber nicht mus, der soziale Krieg im Schooße der Staaten, der Bürgerkrieg sehr gefährlich sind. Man leidet aud an Wasserbrüchen, am Bandunter diesen, die Berachtung und die Shmähungen des Auslandes, all wurm und an Wunden an den Beinen, aber diese Krankheiten ents diese Uebel waren in Aussicht oder schon gegenwärtig." Washirgton stehen durch die Gewohnheit der Eingeborenen, nadend durch die sumhätte glauben können, er sei berufen, fein fo bedrohtes Vaterland zu pfigen landstriche zu geben. Ihre Kraft, die Schönheit ihrer Frauen, retten, indem er das Scepter ergriff. Allein feine Seele war größer: die große Anzahl ihrer Greise sind ein Beweis der Gesundheit des mitten in diesen Gefahren verzweifelte er nicht an der Freiheit und landes, besonders jenseits des sechsten Grades nördlicher Breite. ging in den Konvent nach Philadelphia, um an der Gründung, nicht Diese Leute essen gewöhnlich nicht öfter als einmal des Tages, seiner Macht, sondern der Verfassung seines Vaterlandes zu arbeiten. gegen Sonnen-Untergang: ibre Hauptnahrung besteht aus Milch und

Der Konvent von Philadelphia war die Wiege der amerikanischen Merisse, fo wic aus Durab, welchen sie, ale Brei oder in Wasser ge. Verfassung; man hatte hier große Mühe, fich zu verständigen. Die focht, verzehren. Das Fleisd ist für sie ein Lederbissen, welches man entgegengesepteften Richtungen waren hier vertreten, und während Ha nur an Festtagen, bei Opfern, und wenn ein Thier fällt, zu genießen milton eine Regierung wollte, die, ohne Monarchie zu seitt, body fie pflegt. Sie bauen auch Sšminkbohnen, Erbsen, Sesamfraut, Küreinleiten könnte, fürchteten Andere die Tyrannei einer zu energijo be. biffe und Taback, welchen sie an den Ufern des Nil und auf den Inseln festigten Centralgewalt. Troß der unvermeidlichen Meinungsverschie- ziehen. Auch die Wälder versehen sie mit einigen Bedürfnissen, als denheit aber ward das aufrichtige Bedürfniß der Einigung und der Wurzeln, wilde Früchte, Champignons und Honig in Menge. Bunso, das Wahre zu finden, gefühlt. Die richtigen Ideen, von Sie haben ziemlich geschickte Schmiede, welche Lanzen, Pfeile, welcher Seite fie auch kommen, fiegen zuleßt. Der Kampf bestand verschiedene Utensilien zum Jäten u. f. w. verfertigen. Ihre Tissler zwischen den großen und kleinen Staaten, zwisden der ausschließenden machen kleine Stühle und grobe Statuetten. Diese Handwerker find Vertretung der Zahl und der Vertretung der politischen Einheiten, dar- wenig geachtet. Wie den Uferbewohnern, die sich von Filmen nähren, geftellt durch die einzelnen Staaten. Hätte die erste allein gesiegt, so giebt man ihnen ebenfalls den Beinamen Tumuit, welchen ein Kuhwar die amerikanisde Republik obne Gegengewicht der Herrschaft der birt oder Eigenthümer als eine Beschimpfung betrachten würde. Die Menge preisgegeben; dadurch aber, daß den zugleich wirklichen und Bary befinden sich in einer günstigeren Lage, als die anderen nörb

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lichen Völkerschaften, da sie vortreffliches Salz haben, dessen ganzer sucht ergeben gewesen: Niemand hatte Gnade vor ihm gefunden. In Nußen ihnen aber nicht befannt ist.

den Bürgerkriegen räsonnirte er, wenn er die dem Tode geweihten Die Länder jenseits des fiebenten Grabes nördlicher Breite find Soldaten ins Feuer führte, über seine Generale und flagte sie der mit Wäldern von Tamarinden, Igliks, Ebenholzbäumen und den schön- Unwissenheit oder der Feigbeit an. In den berathfchlagenden Berften Akazien bedeckt. Diese immergrünen Bäume sind mit Lorbeer- sammlungen der Protestanten hatte er et fich zur Aufgabe gemacht, rosen vermischt, welche Blumen - Büfbel der verschiedensten Art und die ehrgeizigen und felbstsüchtigen Bestrebungen eines jeden ihrer Häupvom lieblichften Ansehen tragen. Sie bilden natürliche Gärten, die ter zu entlarven. Selbst der zur Ausübung der Autorität nöthigen einen fühlen Smatten verbreiten, indem ihre Sträucher den Umfang Eigenschaften ermangelnd, hatte er die verhängnißvolle Gabe, zu ver. unserer schönsten Kirschbäume haben. Die Dörfer der Bary und der hindern, daß Andere fie ausübten. Er war von Natur zänkisch und Uanguarah find theilo stufenweise an den Abhängen der Berge geles spottsüchtig; nie hat er ein Wißwort zurüdhalten fönnen. Sein leben. gen, die ihnen als Zuflucht gegen ihre Feinde dienen, und theils grups diger und satirischer Geist, seine Tapferkeit, die bis zur Verwegenheit pirt oder zerftreut in den reichen Waldungen, die sie beschatten. Die ging, sein unermeßliches und mannigfaltiges Wissen machten, daß er Berge im Süden des Barylandes erzeugen Kryftall und Eisen im von allen seinen Zeitgenossen gefürchtet war. Es war fdwer, ihm bei. Ueberfluß, so wie ein wenig Kupfer; sie würden dem Mineralogen zukommen: er war ein beißender Dichter, ein gefährlicher Duellant, ein Feld für eben fo interessante als nüßliche Studien darbieten. ein mit Beweitstellen reid bersebener Theolog; wer fich an ihm rieb, mit Die Nuer erkennen nur einen einzigen Gott, den sie Nav nennen. hatte ein Epigramm oder einen Degenftich, bisweilen auch Beides zughr Oberpriester, Dua genannt, ist eine Art Dalai-lama, für wel. sammen zu gewärtigen. Gefürchtet von Aden, geachtet von Einigen, dhen sie eine Ehrerbietung begen, die an Kultus gränzt. Sie halten hatte er sehr wenig Freunde, und er liebte vielleicht Niemanden. Man ihn für unsterblic und von den Schwächen, die der menschlichen Na+ warf ihm, wohl nicht mit Unrecht, vor, Verwirrung in die Angelegentur anhängen, wie von der Nothwendigkeit, Speise zu genießen, frei. beiten der reformirten Kirche gebracht zu haben; man machte ihn für Sein Tod wird von seinen Schülern auf& sorgfältigfte verheimlicht, alle Widerwärtigkeiten verantwortlich; man schrieb ihm alle gewaltvon denen der älteste seine Stelle einnimmt. Seine Wohnung ist mitthätigen und unbesonnenen Unternehmungen zu; man hatte ihm des. Palisaden umgeben und nur den Dsdink, Königen oder Anführern halb den Beinamen ,,Sündenbod" gegeben. der Krieger, zugänglich. Auf der Reise wird er in einer Sänfte von Aufgewachsen unter den Gräueln der Religionsfriege, hatte er Laubwerk getragen. Nichts ceschieht im Volfe, ohne daß er um Rath feinen Antheil an der Rohheit des rechzehnten Jahrhunderts. 3m gefragt würde. Er bringt, wie die Gläubigen sagen, sein Leben das Alter von fiebzehn Jahren legte er einmal, als er sich dem Tode nabe mit zu, sich mit den Geistern, welche die Welt beherrschen, zu unter-glaubte, mit lauter Stimme feine Generalbeichte vor alten verhärteten halten, und lehrt auch seinen Schülern die Kunst der Weiffagung und der Wüftlingen ab, und diesen standen die Haare zu Berge, als sie die Wunderfuren. Wenn der Krieg beschlossen ist, schickt er einige seiner Beichte hörten. Jedoch zeichnete er fi, unter den '

wilden Männern Priester, die Feinde zu verfluchen; diese Bileams werfen nachher drei dieser unglüdlichen Zeiten durch einen gewissen ritterlichen Sinn oder, Wurfspieße jenseit der Gränzen, die sie mit Krieg überzieben wollen. wenn man will, durch einen unmäßigen Stolz aus, der ibn trieb, einen

Sie fasten während des Monats uiid, der mit unserem Winter- erhabenen und ungewöhnlichen Ruhm zu suchen. Er wollte ein großer folftitium übereinstimmt; fie dürfen alsdann vom Aufgang bis zum Mann sein, und er hatte in den Alten gelesen, durch was für Thaten Untergang der Sonne nichts effen, aber das Trinken ist ihnen nicht man den Ruhm gewinnt. Gleichzeitig gaben die Bildung seines Geiverboten. Sie enthalten sich auch des Fleisches, der Milch und ge- ftes und ein gewiffes natürliches Anstandsgefühl feinen slechten leis nießen nichts als Fische und wilde Früchte. Die ersten Tage des denschaften eine der Humanität fich nähernde Verfeinerung. Anstatt Monats, welcher dieser Fastenzeit folgt, sind Volfsfeften und Belustis einem überwundenen Feinde den Kopf zu spalten, zwang er ihn, seinem gungen gewidmet. - Wenn ihr Häuptling ftirbt, so folgt ihm der religiösen Befenntniß zu entsagen, indem er eine volftändigere Rache jüngste feiner Kinder,

darin fand, ihn zu entehren, als darin, ihn zu tödten. Wenn er sich auf Den Dieben wird der Hals abgesgnitten. Der Meuchelmörder den Schlachtfeldern oft menschlich und großmüthig zeigte, so kannte er wird der Widfür der Verwandten des Todten preisgegeben, die so viel dagegen in den politischen und theologischen Diskussionen fein Erbar. Kühe von ihm verlangen fönnen, als er Finger an den Händen und men: er offenbarte in denselben eine leidenschaftliche Gebässigfeit, die Zeben an den Füßen hat. Die alten Frauen und die jungen Mädchen nicht leicht Jemand nach ihm überboten haben wird. Alle Waffen folgen den Männern im Kriege, um ihnen Muth einzuflößen. Der schienen ihm gut, selbst die fchwärzeste und unfinnigste Verleumdung; König und fein Gefolge bleiben gewöhnlich hinter den Reihen der denu in seiner Wuth verlor er allen Taft und jedes Maß. Troß der Krieger, um sie, wie es heißt, anzufeuern und die Zurücfweichenden Ritterlichkeit

, deren er fich rühmte, behandelte er die Frauen nicht befzu tödten. Ein Theil der bem Feinde abgenommenen Beute gehört fer, als die Männer. Besonders aber ist er gegen die Abtrünnigen dem Könige; das Uebrige wird unter die Krieger vertheilt. Hat ein feider Partei unverföhnlich, ein bekehrter Hugenotte ist in seinen Augen Mädchen einen Fehltritt begangen, so verweist man es außerhalb des ein aller Verbrechen schuldiges Ungeheuer. Lagers oder des Dorfes, aber die Aeltern adoptiren das Kind, um, Merkwürdig! dieser Mann, so doll von Galle, ist unter den Soriftwenn es heranwächt, ihnen das Vieb zu hüten." sasi)

.!!* asid urimeligt ftellern seines Jahrhunderts vielleicht derjenige, dessen Werke die alte

französische Heiterkeit am besten wiedergeben. Oft zwar artete die

Heiterkeit bei ihm in Zügellofigfeit aus, und er verdiente häufig die Frankreich.

Vorwürfe, welche ihm die gewissenhaften Frommen feiner Partei mach

ten. Weder seine aufriótige Frömmigkeit, noch die bis zur Strenge Neue Ausgabe der „Abenteuer des Barons vou Fäneste“.

gebende Sittlichkeit seines reifen Alters waren im Stande gewesen, Kürzlich ist eine neue Ausgabe des fatirisden Romans: „Les ihm den Ton und die Ausbrudsweise der Soldaten und des Hofman aventures du Baron de Faeneste", verfaßt von dem berühmten buge- nes zu nehmen. Die Berührung mit dem Lafter fürchtete er niemals, nottisden Zeitgenossen Heinrid's IV., Theodor Agrippa d'Au ob aus Vertrauen auf seine Willenskraft oder ob aus Mißacy tung bigné, erschienen.) Dieses zur Charakteristik des sechzehnten und gegen das Urtheil Anderer, muß dahingestellt bleiben. Die entfeßliche fiebzehnten Jahrhunderts außerordentlich interessante Buch verdient Lüberlichkeit an den Höfen Heinrid's III. und Heinrich's IV. batte ihn auch in Deutschland näher gelaunt zu werden. P. Mérimée hat nicht verderben fönnen; er hatte inmitten dieser Welt sich immer sein dasselbe mit einer historisden Einleitung, so wie mit erklärenden An- eigenes Besen bewahrt, obwohl er an den Orgien, ohne Furcht, sich merkungen, ausgestattet. Aus der ersteren theilen wir nachftehend das zu verunreinigen, als ein dieselben mit Verachtung, aber doch auch mit Wefentlide mit:

Neugierde betrachtender Zuschauer Theil genommen hatte. Durch das ,, Theodor Agrippa d’Aubigné war ungefähr vierundredhzig Jahr Alter und durch die Strapazen mürbe gemagt, liebte er es immer alt, als er die ersten Bücher der „Abenteuer des Barons von Fäneste" nocy, im Geiste fidh mit den Thorbeiten seiner Jugend zu beschäftigen. schrieb. Heinrich IV. war seit sechs Jahren todt; seine Witwe res Seit langer Zeit hatte er die Rolle eines ernften Mannes und eines gierte Fraufreich im Namen Ludwig's XIII, unter dem Beiftande ihres Moralpredigers angenommen, aber er predigte immer in der Ausdrucksallgemein verhaßten Günftlinge: des Marshalls d'Ancre. Die Prin- weise der forrumpirten Gesellschaft, in der er lid bewegt hatte. Er zen und die großen Herren machten ihm seine Stellung nicht streitig: versteht es, die Laster seiner Zeit in edler und beredter Sprade barfie erhielten in Folge dessen, daß fie mit Aufstand drohten, Unter. zustellen; aber sobald eine lustige Gesciớte fich seinem Gebädtniß ffüßungogelder, durch welche die Staatsfinanzen zugrundegerichtet wur aufdrängt, verstummt der Prediger mitten im Sermon, und der ergöß. den. D'Aubigné lebte in dieser Zeit, fern vom Hofe, auf seinem liche Erzähler, der sich feinen Zwang anthut, tritt in die Rolle. Ghlosse du Dongeon, immer gerüstet und verproviantirt, den der Da das Werf, welches wir in einer neuen Ausgabe wieder vera Rönigin und ihren Ministern berbächtigen Plaß zu bebaupten und nur öffentlichen, nicht für die Frauen bestimmt ist und im Grunde audi mit den Häuptern der reformirten Partei ziemlid laue Verbindungen viel zu ernst und viel zu sehr belebrend ist, um die Shüler amüsiren unterhaltend. Sein ganzes Leben binduro war er der Dppositions- zu fönnen, so baben wir fein Bedenken getragen, manche Ungeschliffen

beiten, von denen feiner unserer alten Søriftsteller frei ist, unverändert *) Paris, Fannet (Librairie Elzévirienne), 1855.

abbruden zu lassen. Es darf night befremden, daß man im Anfange

des siebzehnten Jahrhunderte die Wendungen falsden Zartgefühls nicht famfeit lieft, so kommt man zu der Ueberzeugung, daß d’Aubigné oder fannte, mitteift deren man heutzutage im Stande ift, unanständige der Herausgeber aus Borsidt unterlaffen habe, dieses Buch vor Dinge anständig zu sagen. Der Fortschritt scheint mir, genau betrach dem Tode des Marschalls zu veröffentlichen. tet, wenig auf sich zu haben, da er nur andere Ausdrüde mit sich ge. Im vierten Bud (1630) findet man feine Unspielung auf die bracht, während die Gegenstände, an denen der französische Wiß fio despotische Gewalt des Kardinals von Nichelieu. Dies kann befrem- ? gewöhnlich übt, beinabe dieselben geblieben sind. Die Anzahl der dend erscheinen, wenn man weiß, daß der Verfaffer im Jahre der HerGegenstände, die das Lachen zu erregen geeignet find, ist wirklich sehr ausgabe dieses Buched außerhalb Frankreichs in freiwilliger Verban. beschränkt. Soll man sie verbannen oder nur mit beuglerischer Bew nung und unter dem Schuße einer calvinistisden Republif lebte. Bei butsamfeit anbeuten? Verzeiben wir es wenigstens unseren Vorfahren, einem so oppositionssüchtigen Manne ist eine solche Schonung des daß fie offener und ungezwungener gewesen, und bäten wir uns, uns Kardinals schwer zu erklären. Soll man sie einer Klugheitsrücksicht für beffer zu halten, weil wir ernsthafter sind, oder weil wir ihre alten zuschreiben und annehmen, daß d’Aubigné eß habe vermeiden wollen, Späße hinter neuen Ausdrüden verfteden.

den Zorn des Kardinals auf die Republik Genf zu ziehen; oder soli Die ,, Abenteuer des Barons bon fänefte" sind, wie alle Werte man går annehmen, daß d'Aubigné tros seinem leidenschaftlichen Haß d'Aubigné's, in einer ganz eigenthümlichen Sprache (es ist darunter für den Kardinal Richelieu eine Art von Danfgefühl empfunden habe? fein Patois zu versteben) geschrieben; dieselbe hat noch die ungezügelte Der Kardinal Richelieu hatte, nachdem er die Proteftanten als eine Kraft und Naturmächtigkeit des sechzehnten Jahrhunderts, und doch politis&e Partei unterdrückt hatte, seinen Sieg nicht dazu gemißbraucht, entdect man in ihr schon Spuren von jener Abschleifung, die sie im fie als eine Religionspartei zu verfolgen. Es ist möglich, daß d’Aufiebzehnten Jahrhundert erfuhr. Der Verfaffer bat einen Styl, der bigné ihm für diese Mäßigung Dank gewußt. Bielleicht bewunderte Den Kavalier verrätb ; jedod zeigt seine Prola den Einfluß gründliñer er auch in Richelieu den Staatsmann, der Frankreich zu einer so hohen flaffisder Studien und verräth gleichzeitig auch die genaueste Bekannt. Stufe des Ruhms in Europa erhoben hatte; der Patriotismus des

daft mit dem Volfe, ,,dem Sprachmeister par excellence”. Aus diesen Franzosen hätte in diesem Falle in ihm den Sieg über den alten Parbeiden Quellen haben alle unsere großen Schriftsteller geschöpft. „Fä- teibaß des Hugenotten davongetragen.“ neste“ ist eines der interessantesten Sittengemälde; wenn man die Ueber. treibungen, die dem Genre der Satire eigen sind, in Abzug bringt, giebt

Mannigfaltiges. es ein lebensvolles und getreues Bild der Gesellschaft zu der Zeit des Verfassers. Vorzugdweise bewundernswerth ist in den Dialogen die

Maitre Pierre Patelin.) Dieser für die Geschichte der Wahrheit der auftretenden Charaktere und das seltene Beobachtungs- älteren französischen Literatur wichtigen und willkommenen Sūrift talent, welches fid in den fleinsten Zügen verräth.

widmet E. Littré eine ausführliche Besprechung im zweiten Julibeft D'Aubigné war leider im höchsten Grade nachlässig in Bezug der Revue des deux Mondes. Mit Uebergebung der speziellen Unterauf seine Werke. Es ist bekannt, daß die Hauptwerte fast heimlich suchungen über Sprache und Archaismen des Stüđe, so viel Anziehen. gedrudt wurden. Gewiß ist, daß er seine Arbeiten fast gar nicht for des fie auch für den Liebhaber linguistisder Studien haben mögen, rigirte; ja, es ist wahrscheinlich, daß er sie nicht einmal wieder durc- wenden wir und sofort zu der noch interessanteren Frage, wer der bislag. Daber sind alle seine Bücher und besonders Fäneste" heutzutage ber unbekannt gebliebene Verfasser jener alten, berühmten, befanntlid nidt leicht zu lesen. Die Interpunction ift durgaus mangelhaft, die von Brueps und Palaprat für die moderne Bühne bearbeiteten Posse Drthographie ganz widtürlic, oft fehlen Wörter; die Säße sind oft gewesen sein mag. Einige Data schienen für die Mitte des vierzehnnicht zu Ende geführt; mitunter, und dies ist besonders in dem vor ten Jahrhunderts oder das Zeitalter Königs Johann zu stimmen. Dem liegenden Buche der Fall, werden verschiedene Provinzialdialekte ohne aber widerspricht vor allem Anderen die ganz augenfällige Verschiedeneine geregelte Orthographie angewendet; endlich kommen viele dunkle beit der Sprache im „Maistre Patelin" von der im besagten JahrhunAnspielungen auf Personen und Ereignisse dor, von denen wir in der

dert üblichen. Trägt die Sprache des Stüds ein entschieden späteres Gefdichte faft feine Spur mehr finden.

Gepräge, so können noch weniger, nach der Annahme Einiger, Guil. Die Rommentare con le Duchat, welche den Ausgaben von 1729 laume de Loris, der Dichter des Romans von der Rose, aus der Mitte und 1731 beigefügt sind, sind durchaus nicht bouftändig und fönnen an

des dreizehnten, oder fein Fortseßer Jean de Meung aus dem Anfange manden Stellen den Leser sogar irre führen. Unter anderem leiden sie des vierzehnten Jahrhunderts die Verfaffer sein. Aber auch nicht Pierre an dem Uebelftand, daß sie den Leser fortwährend auf die Confession Blanchet, den z. B. Pierer und Brodhaus als wahrscheinlichen Ver. de Sancy hinweisen, ein Buch von d'Aubigné, welches noch viel fowerer fasser nebft der Jahreszahl 1480, wo die Poffe zum erften Mal von zu verfteben ist, als das vorliegende. Wir haben aus diesem Werke den Clercs de la Bajoche aufgeführt worden sein soll, nennen. Denn die Stellen und die Bemerkungen ausgezogen, welche zur Erklärung des febr deutlide, von Génin entdedte Anzeichen und Anspielungen verTertes Etwas beitragen, und unsere Erklärungen hinzugefügt, wo der rathen, daß das Stüd bereits im Fabre 1470 so ziemlid allgemein gelehrte Kommentator gar keine Erflärungen gegeben oder den Sinn befannt war, in welchem Jahre der 1519 als Sedzigjähriger verstordes Textes unridtig aufgefaßt zu haben beint.

bene P. Blandet erft zehn Lebensjahre zählte. Der Wahrheit näher Unser Streben ist bauptsächlich darauf gerichtet gewesen, denjeni- scheint Génin und mit ihm sein Referent zu fommen, wenn er den gen, welde fid für das Studium unserer Literatur und unserer Ge.

1398 geborenen Antoine de la Sale als muthmaßlichen Autor beschichte interessiren, einen forretten und leicht zu lesenden cert zu liefern. zeichnet. La Sale ift anerkannt der Verfaffer des niedliden Romane:

Der ersten Ausgabe des ersten Buches habe ich nie babhaft wer. „Petit Jehan de Saintré", zwischen welchem und „Maître Patelin" den fönnen. In dem „Manuel du libraire” beißt es: ,,Die vier Bücher nicht geringe, theils formale, theils geistige Uebereinstimmung ftattvom Baron von Fäneste sind hinter einander herausgegeben worden: findet, vielleicht auch Verfasser der „Quinze Joies du Marriage” und Das erfte zu Maillé, vor 1617; das zweite mit dem ersten zu Maillé außerdem einer der jovialen Erzähler, welche durch ihre luftigen Stüd. von 3. M. im Jahre 1617; das dritte mit den beiden ersten zu Maillé lein in den ,,Cent Nouvelles nouvelles" To viel zu Beluftigung des im Jahre 1619; endlich das vierte im Jahre 1620.“ Der unbestimmte Dauphins, nachmals Ludwig's XI., beitrugen. Nächst der geiftigen Ausdrud : ,,vor 1617", dessen Herr Brunet sich bedient, läßt bermu Berwandtschaft, die als innerer Beweis dienen fann, macht der Berthen, daß er diese Ausgabe des ersten Buches nie gesehen, und ich faffer der Sørift mit vieler Urtheilsschärfe noch ein äußeres, indirektes fenne Niemanden, der das Glück gehabt, fie zu sehen. Daher bezweifle Zeugniß geltend, bergenommen von der Geld- und Kostenberechnung ich, daß eine besondere Ausgabe des ersten Buches je eristirt habe. für Gegenstände des Lebens und Lurus, bie im ,,Petit Jehan" und

Die Jahreszahl 1620, die der Ausgabe des vierten Budes ge im „Maître Patelin” völlig gleid lautenb ift. -- Man sieht nach dem geben wird, ist falso; es ist dafür 1630 zu feßen. Im ersten Ra. Gesagten, daß das Resultat der Untersuchung auch jeßt nur noch auf pitel sdon spielt der Verfasser auf die Solacht von Val Saint-Pierre Wabrfdeinlichkeitsgründen ruht.

.

E. A-T. an, die im Jahre 1638 (es muß wohl heißen 1628) geliefert worden ist.

In dem dritten 1619 veröffentlichten Buche ist noch die Rede - Sir Thomas Fowell Burton. Von dem Leben des Sir von dem Kredit, in welchem Barbin und Mangot stehen, und von Thomas Fowell Burton, von welchem wir bereits eine deutsde Ueberdem bödsten Einfluß, den Marsdat d'Ancre und seine Frau ausüben. reßung aus der Feber des Herrn E. u. Treskow befißen, ift fürzlich Da bie Gunft, in welcher der General Controleur Barbin seit dem eine zweite Bearbeitung von Dr. Bernhard Brandis in Aachen im Ende des Jahres 1616 ftand, den Tod des Marsdats d'Ancre, der Berlage des Rauben Hauses" in Hamburg erschienen. Der Charakter im April 1617 ermordet wurde, nicht lange überbauerte, so muß das Burton's verdient allerdings auch im deutschen Bolfe allgemein gekannt dritte Buch mit den beiden ersten faft in derselben Zeit geførieben zu werden; er war ein Freund der Unterbrüdten und der Leidenden. worden sein. Eine Art von Propbezeiung in Bezug auf das tra Wir fönnen daher auch die zweite Bearbeitung, die ebenfalls zu bidigifde Ende des Marsdale (Kap. XX.) scheint mir ein nad dem Tode gem Preise verfauft wird, nicht für überflüffig erklären. Deo unglüdlichen Günftlinge gemachter Zusaß zu sein. Wenn man diesec dritte Buch und die Vorrede des Herausgebers mit Aufmerf.

*) Texte revu sur les manuscrits, les plus anciennes éditions, avec

une introduction et des notes, par F. Génin. Paris, 1855. 8. DK

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then haben das Reich der Möglichkeit so vollkommen erschöpft, daß Muffisches Reich.

nur die Satire eine neue Hypothese aufftellen könnte." Die weiland

sehr schwankende Bezeichnung Slythen wird durch Serodot viel bes Dr. Karl Neumann's Hellenen im Sfythenlande. “)

ftimmter, da er zuerst die Stammverschiedenheit der nordpontischen Völ. ,,Die kulturhistorische Thätigkeit der Hellenen im Norboften der ker im Ganzen und Einzelnen mit Nachbrud bervorhebt. Herodot's damals bekannten Welt näher an das Herz der griechischen Geschichte vier Traditionen über die Abkunft dieses Voltes werden von dem Verzu ziehen, mahnen die Alterthümer, die im Laufe dieses Jahrhunderts faffer gründlich gewürdigt. Nach einer derselben wären die Sfythen, am Nordgestade des Schwarzen Meeres zu Tage gefördert sind. Sie von den Massageten gedrängt, über einen Fluß Araret gelegt und legen ein beredtes Zeugniß ab, daß auch die Steppen Süd- Rußlands in das Land der Kimmerier eingefallen, welche ihnen freiwillig Plaß einen bedeutenden Schauplaß bellenisder Strebsamkeit bildeten, die gemacht hätten und zu Lande nach Klein-Asien bis auf die Halbinsel vielleicht in demselben Maße, als ihre Erfolge vorübergehend waren, Sinope gewandert wären. Die Slythen sollen sie verfolgt, aber veran innerem caratteristisdem Verdienste gewinnt.

febit haben und dann in Medien eingefallen sein. Dieser Einfall der Das ungemein reichhaltige Werk, deffen Vorrede mit den citirten Slythen in Vorder-Afien fann aber mit jenem Abzuge der Rimmerier Worten anhebt, überzeugt uns auf jeder Seite, daß dem Verfaffer keine und ihrer Anfiebelung auf Sinope in keiner Verbindung stehen. Was Eigenschaft fehlt, die zu Bewältigung und Verarbeitung so mannig- die Massageten betrifft, so weiß man nur, daß fie in den Steppen öftfaden Stoffes erforderlich war.") Durch das Ganze waltet nie er lich vom Kaspischen Meere und nördlich vom Drus wohnten. Der taltender Eifer, umfassendes und gründliches Studium, kritischer Geift angebliche Arares, über welchen die Slythen fliehen mußten, könnte und rein objektive, niemals von vorgefaßten Meinungen getrübte Auf- nur ein turanischer Strom oder auch die Wolga gewesen sein; dent fassung. Indem der Verfasser seine Ansichten entwidelt, übersieht er im Gebrauche dieses Namens herrscht bei Herodot, der offenbar (wie teinen wirklichen und faum einen möglichen Einwand; ia, man kann Herr Neumann darfsinnig ausführt) irgend ein Arisches Appellatio sagen, daß er Vieles weit gewissenhafter widerlegt, als es behauptet für Fluß überhaupt fortwährend mit einem Eigennamen verwech, worden. Die Sache der Wahrheit geht ihm über Aded; aber auch felt, große Verwirrung, und an den Arares in Armenien ift keinender verdiente Ruhm wird gewiß nicht ausbleiben.

falls zu denken. Beffer, als die vorstehende Tradition, empfiehlt fich Zuerft erhalten wir eine meisterhafte Stizze der gegenwärtigen eine andere, welche der griechische Abenteurer Arifteas von den 3ffeBeschaffenheit Neu-Rußlands, und bierauf fußend, veranschaulicht uns donen heimbrachte. Dieser zufolge hatte das eben genannte Volf, von Herr Neumann die Natur dieser Steppen im Alterthume. Alsbann feinen nörblichen Nachbarn (ben Arimaspen) gebrängt, fic auf die geht er zu ihren Bewohnern über, hauptsächlich bei den Slythen Stythen geworfen und diese zum Vordringen nach Westen genöthigt, verweilend und einen möglicht vollftändigen Kommentar über dasie. wo sie dann die Rimmerier vertrieben. Die Iffedonen mußten, wie nige liefernd, was Herodot und Hippokrates von diesem Volte berich. Herr Neumann später nachweist, am oberen Laufe des Jail und ten. Endlich kommen Untersuchungen über die Lage der einzelnen im benad barten Theile der heutigen Kirgisenfteppe wohnen; wenn also griechischen Ansiedelungen, über das Gemeinwesen des Chersonesos, die Stythen in füdweftlider Richtung vor ihnen wichen, so waren die und eine Uebersicht der vornehmften, bei Rertso und Taman entdeckten (relativ) ursprünglichen Siße dieses Voltes ungefähr auf den WeideAlterthümer. ***)

ftreden gewesen, welche fic im füblichen Theile des heutigen DrenIn der Einleitung macht der Verfaffer auf die Bedeutung der burg vorfinden. Einen hohen Grab von Glaubwürdigkeit erhält Ari. nordpontisden Rüftenländer für den Handel aufmerksam und giebt fteas durch verschiedene Umstände. Wie Herodot versichert, faß noch eine Uebersicht der Unternehmungen der Griechen, Genueser und zu seiner Zeit westlich von den 31fedonen ein Boltsstamm, in Ruffen. Im Alterthume war dieser Rüftenftrich die wichtigfte Korn- welchem die pontisden Slythen ihre Stammesgenoffen era tammer für die übervölkerten Landschaften des eigentlichen Hellas. tannten, und durch das Gebiet dieser Leute führte die große HandelsDaß die damals und - wenn auch nicht in so umfassender Beife ftraße der hellenischen Roloniften von den Rüften des Schwarzen Mee zur Zeit der Italiäner hierher verpflanzte Kultur nad längerer oder res nach Nordoft. Es mußte also ein Theil der von den 3ffedonen türzerer Blüthe wieder unterging, lag nicht an Ungunft der Natur, gedrängten Slythen im heutigen Drenburgigen zurüdgeblieben sein. fondern an zufälligen Ereignissen. Doch bemertt man unter den Grün- Waren nun die früheren Siße der Slythen in diesen Gegenden, fanden, welche den Flor der griechischen, genuefischen und ruffisden Städte ben fie bort nodi Stammedgenossen vor, so wird die eigenthümliche bewirkt haben, manche erhebliche Verschiebenheit

. Der Verfasser zeigt, Handelsrichtung der pontischen Griechen ganz begreiflich. Als diese wie das überraschende Emporkommen Odessa's nur einer der beiden im Norden des Schwarzen Meeres fich ansiedelten, zogen sie ihre er. Criebfräfte, welche den Handel emporbradten, zu banten ist, und wie ften Erfundigungen über entferntere Bölfer und Gegenden von den Griechen und Genuesern noch Anderes förderlich war, was zum Wohle hier nomadiffrenden Slythen ein, und nichts ist natürlicher, als daß Ddella's nicht mehr mitwirken kann. Zu einzelnen Abschnitten bespricht diese auf ihre alten Stammfiße zurüdwiesen, auf den Weg, den ihre er nun die Boden-Erhebung der füdrussischen Steppen, ihren lands Vorältern zurüdgelegt hatten. Wenn aber die Sage des Arifteas un, wirthdaftlichen Charakter, ihre Qualification zum Aderbau, ihr Klima, bestreitbar den Borzug verdient, fo braucht die massagetische darum wie es heute ist und wie es im Alterthume gewesen, und die Wald- nicht geradezu verworfen zu werden; denn die Maffageten konnten, als Begetation alter Zeit. Das erste Buch muß für den Geographen, den nahe Nagbarn der Iffebonen, bei jenem Ereignisse betheiligt gewesen Statiftifer, National-Dekonomen und Kaufmann gleich große Bedeu. sein, und unter dem Arares dieser Tradition ist alsdann tein anderer tung haben.

Fluß als die Bolga zu verfteben. Zweites Buch: die Bewohner. Hier bemerkt Herr Neumann mit Sind nun die Slythen aus dem heutigen Drenburgschen nach dem pollem Redte: ,,Die Vermuthungen über den Ursprung der Sty Sdwarzen Meere gezogen, so erscheint die Behauptung, daß fie Arier

(Indo-Europäer) gewesen, höchft bebentlich; denn jener Landstrich ift, *) Ein Beitrag zur alten Geographie, Gthnographie und Handelsgeschichte. so weit die Geschichte reicht, nur der Tummelplaß solcher Bölfer ge. 1 ster Band. Berlin, Georg Reimer, 1855.

wesen, die zum altaisohen (finnisch-tatarisden) Geschlechte ge**) Man verwechsle Berrn Dr. Karl Neumann (zur Zeit in Berlin Hörten. angeseffen) nicht mit Professor Dr. Karl Friedrich Neumann in Mündhen, der unter vielem Anderen auch das im vorliegenden Werke angeführte Buch

Des großen Niebuhr Anficht über den mongolischen Ursprung die Völfer des fúdliden Rußland“ verfaßt hat.

der Slythen haben spätere Gelehrte ohne zureichende Gründe verwor***) Der zweite Band soll drei Abschnitte enthalten: Handelsverhältnisse der fen. Der Verfasser zeigt die Absurdität der Behauptung I. Klappontisden Kolonieen in ihrer Blüthezeit. Olbia und die Völkerbewegung, roth's, wonach türkische Stämme erft im fünften oder sechften, mone welche den ersten Anstoß zum Verfall der griechischen Pflanzstädte gab.

fitand und Geschichte des Bosporijden Reidh es bis zum untergange des golische gar erft im dreizehnten Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach Mithridat.

Europa porgedrungen sein tönnten. Dann wendet er fid zur Kör

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