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über den gedemüthigten Zarif zu wachen, und nur wenige Monate Rönig umgab fich immer aussdließlicher mit Fremden, da ihn seine waren vergangen, als er aus seinem halben Eril zurüdfehrte und fich Unterthanen baßten und selbft seine Verwandten ihn vergiften wollten, von neuem dem Dienfte seines Vaterlandes widmete. Ein Jahr vers so daß der Barbier und Premier-Minister jede Speise, jede Flasche floß nach dem anderen, und nachdem er bereits mehrere von den flei. Champagner zuerst foften mußte. Wenn die Geschichte nicht zu lang neren Provinzen des Reido verwaltet hatte

, wurde das Pafchalit Er- wäre, würde ich die Schilderung eines Gastmahles beim Könige über. zerüm dem jeßt zum Pascha beförderten Zarif verlieben. Als Got- feßen. Ich erwähne nur unter den Amusements nach Tisde: Jongverneur dieses wichtigen Gebiets fungirte Zarif Pasda bis zum Jahre leurs, Taschenspieler, Bajaderen, Rämpfe zwischen wilden Thieren, unseres Herrn 1854, wo sein früherer Gebieter, Riza-Paíña, dem Mebe. Puppenspieler u. F. w., einen Beweis der Kultur und des Wißes der met Ali Pascha als Seriasker folgte, und Zarif wurde von jenem scharf. Dude. Majestät. sinnigen Minister zum Muschir oder Oberbefehlshaber der Armee in Während die Marionetten luftig an ihren Fäden zappelten, flü. Anatolien ernannt. Es versteht sich von selbst, daß der neue Generalfterte der König dem Barbier Etwas ins Ohr. Dieser entfernte fico nicht die geringste Ahnung von militairischen Angelegenheiten hatte und mit geheimnißvoll wichtiger Miene, fam noch geheimnißvoller zurück nicht einmal eine Patrouille von zehn Mann, geschweige denn eine und brüdte dem König Etwas in die Hand. 3eßt erhob sich der Közahlreiche Armee, anzuführen verstand. In der Türfei nimmt man nig unb näherte fica bem Theater. Hier paßte er auf, wie Jemand, aber auf dergleichen nur wenig Rüdsicht: bätte es Riza-Paída ge der etwas ungemein Wichtiges vorhat, dann fuhr er plößlid über das fallen, seinen Schüßling zum Finanzminifter, Gesandten in London Haupt eines agirenden Helden hin, der nun vor Söred tobt zufámoder Großadmiral zu ernennen, fo würde Zarif Pasca nicht einen menklapperte. Der ganze Hof flaunte. Der König aber brebte fide Augenblick geschwankt haben, die ihm übertragenen Pflichten auf fich herum, über und über Weisheit und Lächeln, als wollte er fagen: zu nehmen."

(Soluß folgt.) Seht 3hr, ob ich nicht Redt hatte, als ich die Hypothese aufftellte,

diese Theater - Figuren hängen an Sdnüren? Diese Entbedung machte

dem Könige fo viel Spaß, daß er allen Marionetten nach einander Literatur - Briefe aus England.

mitten im Spiele ben Lebensfaben abfdnitt. Dhne vielen Scharffian Achter Monats - Bericht. 1855.

wird man wohl erratben haben, daß fich die geheimnißvolle Mission

des Barbiers auf eine Speere bezogen hatte. Natürlich klingt nicht (Soluß.)

Ades fo komisd um den absoluten Tyrannen herum, der einen Stolz Mr. Ainsworth, der Autor alles dieses bisher geschilderten volle- barin suchte, alle seine Launen auszuführen. Mandes hat einen etelfestlichen Lebens, erinnert mich, als Redacteur von „Colburn's New Haft wilden, grausamen Charakter, felbft bie thierische Umgebung, und Monthly Magazine", an die Magazine überhaupt, deren Auguft-Hefte wahrhaft entfeßlich ift die Soilderung eines wilden Pferdes, das in großen Maffen an meinen Augen vorbeiflogen. 3d felbft batte unter dem Namen admee - Kanawallab, d. b. der Menschenfreffer, ein wenig Zeit, mich spezieller mit deren 3nhalt bekannt zu machen. Außer S reden der ganzen Gegend war und wirklid alle Menschen, deren undermeidlichen Abhandlungen über den Krieg, das Ministerium, Rus es habbaft werden konnte, zerriß und zerftampfte. Der König ließ fel u. f. w. – alle ohne besondere Tiefe und Kritit, über Sydney diesen Menschenfresser einmal mit einem Tiger lämpfen, bem es auch Smith, das Dunmow - Feft, beletriftisde Fortseßungen und was fica fofort die Rinnladen zerbrach, so daß er wie ein zerbläuter Hund in fonft in allen findet, begegnet man wenigem Eigenen, Individuellen einen Winkel froch und jämmerlid beulte. – Die Majestät von Dube und Werthvollen. Nach dem Urtheil eines Freundes, der jedesmal ift tobt, und fein Landesschröpfer Dmnibus- Conducteur in London, alle neuen Monatsbände durchstöbert, findet sich nichts, das einer ber bem bas Verbienft nicht abzusprechen ist, mit zartem Barbiermesser ber fonderen Hervorhebung werth erschiene. Nur in Ainsworth's Drgane, Kultur den Engländern eine Bahn auch in dieses Land Oftindiens das überhaupt schon öfter deutsches Leben und Streben zu würdigen rasirt zu baben. Die Engländer haben die Menschensblädterei von wußte, finden fich ein paar Auffäße über Deutschland, die Kenntniß Pferden und Königen abgeschafft and beffere Eroberungen gemacht als und Talent verrathen: ,,Ueber die Armeen der kleineren deutschen Staa. gegen Rußland, die beste in Siam, mit dessen Raiser fie einen Han. ten" und ,,Stiggen aus dem deutsden Studentenleben". Lestere beben delsvertrag abgefoloffen haben, ohne erst Land und Leute zu verwüften, den Kontraft zwischen dem englisden und deutschen Studentenleben als wie fie eß mit Birmanien gemacht haben. Uebrigens verdenke ich es eine ungeheure Kluft Hervor, burd welche der englische Student, in den Engländern nicht mebr, wenn fie obne viele Komplimente fich im seiner Mönchstutte, seiner schauberhaften Müße, mit feinem geiftigen mer einen Theil Dftindiens nach dem anderen aneignen. Es wird (tutor) und seinem materiellen Aufseher und Denunzianten, mit seinen unter ihnen allemal menschlicher, als unter den angeftammten Molochs Kompendien und Einpaute-Inftrumenten, von dem deutschen, wie der und Nabobs. rusfisde Leibeigene von dem freien Ameritaner, geidieben ift. In der Die früher schon erwähnte neue Production Leigh Hunt's: ,,Die That ift Deutschland überhaupt viel freier, als England. Wenn es alte Sof-Borftabt" (,,The Old Court Suburb") befteht aus Memoiren, nur möglid wäre, die Marotte der Polizei und Beamten, die da glau Anekdoten, Biographieen und Charakteriftifen ehemaliger Hof- und ben, Ades buchen, konzessioniren, ge- und verbieten, lenten und leiten Staatsgrößen, die in Kenfington, der füdlichen Hofvorstadt Londong, zu müffen, aus dem deutsgen Leben zu verbannen, gäbe es auf der lebten, und hat für die Literatur im Großen wenig Werth. ganzen Welt teinen besseren Aufenthalt für Personen von Bildung und Die Ariftofratie und die Hofpersonaliläten aller Zeiten find von Geschmad, als Deutschland. Seßt freilid warnt man hier vor Deutsc. der englifa

der englischen Literatur foon To bis auf die leßten, fleinsten Standāle land, zumal vor Berlin, wegen der originellen Erfindungen, womit und Lobhudeleien ausgebeutet worden, daß man meinen folite, es sei Fremde traktirt werden: Paftarten, Einzugsgeld, Niederlaffungsgeld, gar nichts mehr damit zu machen. Deffenungeachtet erscheinen nod fortAufenthalts-Bedingungen und was sonst Magistrat und Stadtverord- während Memoiren und Biographieen dieser Sphäre. Etwas hiftorineten während der Zeit ausgesonnen haben mögen, um ihre Verlegen- den Werth haben die „Biographieen der Königinnen von England heiten aus fremden Taschen zu beden, die deshalb natürlich immer aus dem Hause Hannover von Dr. Doran“ („Lives of the Queens hartnädiger und maffenbafter gar nicht da fein werden.

of England of the House of Hanover"), die in zwei Bänden Sophia Unter den neuen Büchern, die ich feit Wochen angefeben unb, Dorothea, Gemahlin Georg'8 I., Raroline, des Zweiten, Charlotte, burdgeblättert, ohne mich zu spezieller Lektüre angeregt zu fühlen, bes Dritten, und endlich die unglücklichfte Raroline, die mißhandelte macht ein recht originelles die interefiantefte Ausnahme: Das Privat- Frau des vierten Georg, enthalten. Die tragische Figur ber lege Leben eines öftlichen Königs“ („Private Life of an Eastern King'), teren ift bei weitem die interessantefte für Lefer, die nicht blos hiftod. 6. des Beberrjders von Dube in Ostindien und seines englifden risøe Stabien machen wollen. Sie ift ein tragisøer Roman, mit Barbiers, erften Minifters, Fattotums und wirklichen Beberrfchers. allem Pomp und aller Quälerei einer großen fünfaktigen Tragödie. Durch einige Barbierkünfte feßte fich der Engländer so sehr in Gunft Als Georg IV. die ihm von der Diplomatie und feinen Spulben an. bei der Dubesden Majeftät, daß er alles mit ihm maden fonnte. gedrobene Braut zum ersten Male fab, rief er fofort Lorb Malmes, Der Barbier benußte diese Position besonders dazu, ungeheure Sum- bury in ihrer Gegenwart zu: Harris, mir ift unwohl, bitte, ein men Geldes zu sammeln, mit denen er nach des Königs Code nad Glas Cognac!" Eine solche Kühnheit würde fich ber wildefte RomanEngland zurüdfehrte, um hier damit in actien zu spekuliren, bis er føriftfteller, wenn er fein Paar zum ersten Mal zusammengebracht, total ausgebeutelt war. 3eßt fährt er alle Tage zehnmal ftebend burd nicht erlauben. Beide wurden dann vor dem Altare unzertrennLondon als Conducteur eines Omnibus hinten auf dem Brette an der lid (!) verbunden. Sie zankten fich ein paar Monate und trennten Eingangsthür. Das Leben des doppelt englisc barbirten Königs von fich dann auf viele Jahre. Der Thronfolger, bernad Georg IV., Dube ift ohne Weiteres burch und durch amüsant und reid an Komit gab fich der aussweifenbften Lüberlichkeit bin, bie Frau reifte mit und läßt die Moral zurüd, daß wir die Engländer, vom Barbier bis einem schönen Italiäner Bergamí umber und wurde nad ihrer Rüd. zu Lorb Dalhousie hinauf, entfdulbigen lernen, wenn sie einen Gros tehr im Oberbaufe der Untreue angeklagt; doch warb der Standal mogul und Nabob Oftindiens nach dem anderen mediatifiren and land nach einigen Berhören aufgegeben. Aber Georg 1V. verweigerte ihr und Leute felbft regieren. In Ludnow, der Hauptstadt von Dube (ia, bei der Krönung bie öffentliche Theilnahme, so daß ein Bolkstümult fie beißt Ludnow, obgleich das klingt, als könnte die Stabt nicht viel entftand. Der König hatte zu bieser Feftlichkeit feine Kleidung wochens weiter von Berlin liegen, als etwa Spandow), følugen fide die Ein- lang ftudirt und probirt, und als er endlich den theatralischen Aufpuş wohner alle Tage, in der Regel mit mehreren Todtfølägen. Der ausgeklügelt batte (mit Hülfe weiser Staatsmänner), ließ er einen

Diener damit vor fich umherstolziren, um den Effekt des Anzuged oba Das größte Season-Ereigniß ift ,,l'Étoile du Nord", der nach dem jektiv zu prüfen. — Manche Schilderungen Doran's find malerijd leben „Trovatore" die große italiänifde Oper ausschließlich fütt. 30 hätte dig ausgeführt und lesen fid wie glänzende Stellen in Romanen, vor den neuen Dpern-Zar umsonst sehen können, aber ein Paar gewöhndenen Fie stets die Kraft und den Effekt historischer Wirklichkeit und liche Glacé-Handschuhe kosten hier eine halbe Krone (25 Sgr.), außera Thatsächlichkeit voraushaben. Freilich darf man die Forderungen, dem hatte ich Rheumatismus in einem Handgelenk und weder Luft

, welche man unter dem eigentlichen historischen Style zusammenfaßt, noch die sonstigen Requisiten, die erforderlich find, wenn man sein nicht fteten.

Billet poftnumerando abflatfoen will. Wie forrumpirt hier die Unter den gereiften" Büchern, die in England troß ihrer føwe Theater- und besonders Dpernzustände sind, ging mir wenigstens beutxen Menge doch faft immer etwas Neues und Interessantes, weil Era lich daraus hervor, daß man gleich zur erften Vorstellung offen ganze lebtes, enthalten, hat mich ein Buch, das in den Hinterwäldern Ames Fremden-legionen zur Claque anwarb, also für ein Ereigniß, das, ab. rifa's zusammengelebt warb, sehr angezogen: „The Wabash. Adven- gesehen von seinem musikalischen Werthe, schon des berühmten Komtures of an English Gentleman's Family in the Interior of America. poniften und des Glanzes wegen fich würde geltend gemacht haben. By J. R. Beste." Das Interesse liegt hier besonders in den eigen: Nein, auch das Beste und Berühmteste, das Ehrlicfte und Schönste, thümlichen Kontrasten von wilder Natur und civilisirtem Familienleben sei es in der Kunft, in der Literatur, in der Politif, muß fich erst beim von Prätension, in dem Hin- und Wiederspiel und Jneinandergreifen Humbug, bei der Corruption assekuriren, wenn es durðgreifen, Glanz, beider Kontraste, im' ganzen Verlaufe der Reise und der Abenteuer, Geltung und Geld erwerben will. Im Uebrigen bereiten fich Ausstelso daß fich Einzelnheiten ohne Kommentar nicht gut herausheben laffen. (ungen, Theater und Theaterleute, 6. 5. die ganze höhere Gesellschaft,

In London machen die seit vier Jahren von der Redaction des zum Schließen und zur großen Herbstwanderung vor, diesmal natürLancet geführten mikroskopischen Untersudungen über die Verfälschung lich zunächst nach Paris, welches durch die Königin von England und von Lebensmitteln, unlängst von Dr. Hafsal in einem besonderen Bande eine Compagnie Lorbs, die durch Straßen- und Schaufenster-Plafate die veröffentlicht, in der Presse und von einer besonderen Untersuchungs- arbeitenden Klaffen“ zum Besuche der Ausstellung einladen (fie fei Kommission bestätigt, erweitert und zu Reform-Plänen benußt, unge. „superior" als die im Hyde-Part!), in die Nahrung geseßt wer. heures Aufsehen, da fic Jeder unmittelbar davon in seinen wesent- den soll, die durch neueste patriotische Anleihe-Strapazen febr nöthig lichften Lebensfunctionen, in denen des Effens, Trinkens und -Ver- geworden sein dürfte bauens, davon berührt und getroffen fühlt. Es giebt jeßt nichts Genießbares mehr, das man nicht für berfälscht und vergiftet fält. In Tausenden von mitroffopiso untersuchten Lebensmitteln fanden

Frankreich fich kaum einige Dußend unverfälschte. Die Moralität des Shopfer

Richtpolitische Briefe aus Paris. *) pers und großen Fabrikanten, welche buro die Reform-Afsociation an die Stelle der vor Sebaftopol bankerott geworbenen Aristokratie treten

(Von Dr. Bamberg) und fo England retten wollen, ift dabin; fie find vielleicht noch größere literarische Erscheinungen: Nettement's neuere Literaturgeschichte. – Das Fälscher, als die Palmerston, Aberdeen und Ruffet. Selbft die Lan heutige Spanien, von Charles de Mazade. - Lamartine und George Sand. cet-Mikroskopiter verfälschten sich gegenseitig in der Times, da immer Von bedeutenderen literarischen Erscheinungen hätte ich zunächft Einer mehr Verbienft haben wollte, ale der Anbere, und namentlich

, als der Andere, und namentlich Nettement's „Geschichte der französischen Literatur während der Dr. Hassal zu viel Verdienst in Anspruch genommen haben soll. Wenn Juli-Regierung“, eine Fortseßung seiner Geschichte der Restaurationses wahr ift, daß Ehrlich am längsten währt, muß es mit England bald Literatur, **) zu erwähnen. Auch diese Abtheilung des Werkes besteht, vorbei fein, denn in allen öffentlichen Angelegenheiten ist alles voller eben so wie die frühere, aus zwei Bänden. Alfred Rettement ist eine Unehrlichkeit, und diese bat so lange gewährt, daß fie bald an der der hervorragendften literarischen Persönlichkeiten der legitimistischen Gränze ihres Wißes angekommen sein muß, so daß nichts übrig bleiben Partei. Gelehrt und von unbesboltenem Charakter, wie er ist, erftreckt tann, als die Ehrlichkeit, d. 5. von dem öffentlich Bestehenden - Nidhte. fide seine Uutorität weit über den Kreis der legitimisten hinaus, und

Die fünfundzwanzigste Hauptversammlung der British Associa fein Wert verdient daber auch eine ausführlichere Besprechung, als tion wird in diesem Jahre am 12. September in Glasgow stattfinden. die, welche ich ihm in dieser Uebersicht widmen fann. 3° behalte mir Kawlinson hielt feinen ersten Vortrag nach der Rüdfebr in der Royal eine solche aber in diesen Blättern vor. Institution, doch täuschte er die Erwartungen und gab wenig Neues, Charles de Mazade, der geistreiche Verfaffer der politischen Chroworunter eine Driginal-Platte mit einem Stüd Geschichte Nebukad nif in der Revue des deux Mondes, hat vor kurzem einen Band unter nezar's, Schilderung seiner Verschönerung Babylons, das Interessan. dem Titel „l'Espagne moderne" herausgegeben, dessen Inhalt früher tefte war. Größtentheils technisch und streng wiffenschaftlich ift der schon zerstreut in der Revue des deux Mondes erschienen ift. Herr von Professor Airy, dem Aftronomen, abgestattete Jahresbericht, doch b. Mazade hat sich seit Jahren speziell mit den spanischen Zuftänden enthält er für die Wissenschaft so wichtige Mittheilungen, daß wir beschäftigt, und fein Buch ift außerordentlich reich an tiefen und geiftMänner von Fach und Interesse für Regulation galvanisder ubren reichen Beobachtungen über die politischen und sozialen Elemente dieses und neue Einrichtungen zur Verhütung von Störungen, Selbft-Ror- unglücklichen Landes. Die Revolution beurtheilt er som konservativen rektur magnetischer und meteorologisder Instrumente u. f. w. darauf Standpunkte, und gleich in der Einleitung sagt er: „Die Revolution aufmerksam machen.

hat von Spanien Befiß genommen; dies ist außer allem Zweifel. Aber Ueberhaupt ftedt in den Vorträgen der unzähligen naturwissen. Was hat fie daselbft geschaffen? Mit welchem Rechte ist sie aufgetres foaftlichen Vereine und Gesellschaften ein ungebeures Rapital, nament ten? Hat fie eine neue soziale Aera eingeweiht, die Verhältnisse der lich gerade für Details, für die unmittelbare Praris und industrielle · Klassen zu einander verändert? Es giebt kein Land, dessen Klassen Ausbeutung, die zwar duro Dingler's Journal und einige andere Fach mehr Solidarität unter einander haben, kein Land, wo so wenig moraDrgane in Deutschland zum großen Theile zugänglich werden, aber lische Göranken, so wenig Ungleichheiten unter den Schichten der Gedurchaus nicht in dem Umfange und der Form, wie sie es verdienen. sellschaft eriftiren, die geeignet wären, Interessen und erbliche Leiden

Endlid haben wir über den Absoluß der Hefte des Chaderapfchen [chaften zu einer bestimmten Zeit mit einander in Konflikt zu bringen. ,,Neukomm" zu berichten. Wenn die ersten Hefte, die ich 1853 las þat die Revolution die religiösen Verhältnisse der Halbinsel verund worüber ich damals im ,,Magazin" referirte, inzwischen nur nicht ändert, hat fie den Spaniern ein anderes Regierungs-Prinzip, ein pozu alt geworden wären! Wer weiß denn nun nod Alles, was darin litiso höheres Ideal, mit einem Worte, die Republik als die regte fteht? Und wer hat denn seitdem alle lieferungen dieser ,, Roman Gränze der Metamorphose vorgeschlagen? Wenu fie es gewagt hätte, Monatsschrift“ gelesen? Jo wenigstens nicht. Damit ist meine In- einen solchen Vorsaß einzugestehen, so würde sie bereits nicht mehr kompetenz, darüber zu schreiben, hinlänglich dargethan, bis ich vielleicht exiftiren, oder Spanien würde noch einmal in den furchtbarsten Bürgerfür ein paar Pfund Sterling Zeit erübrigt haben werbe, das Ganze frieg geftürzt werden. Hat fie ganz einfac Mißbräude der Regierung toch einmal, d. h. zum ersten Male, wirklich zu lesen. So viel ist mir reformirt, administrative Fehler verbessert, den Interessen einen regelaber aus sporadischer Lektüre geblieben, daß ich überzeugt bin, Chades mäßigeren Impuls gegeben? Jedenfalls muß man zugeben, daß die ray's Renntniß und Schilderungs- Virtuosität für das, was man „Ge Mittel den Zwed bedeutend übersteigen, und daß man einen dabei fellschaft“ nennt, feine Kraft, innerfte, geheimste Triebfedern des Her- sonderbaren Weg zur Ordnung des Ganges einer Nation eingegens anatomiso zu präpariren und fictbar vor uns spielen zu lafsen, schlagen, indem man damit anfing, fie über den Saufen zu werfen. kurz, Ehaderas, was er spezifisch ist, habe sich vervolfomunet, und Die Revolution jenseits der Pyrenäen hat in ihrem Wefen einen zwar auo in ethischer Beziehung. Der falte, lächelnde, feine Spötter großen Nachtbeil: fie ist ein Angriff auf alle Traditionen in einem wird oft zum edela, warmen Menschen und Dichter in seinen Geftal. Lande, das den größten Kultus für Traditionen hat; fie beunruhigt ten. Der Oberft Newcome ift wohl die vollendetfte Figur, die er je Pets die Religion und die Monarchie bei einem Volke, aus deffen Bruft geschaffen. Aus George Warrington ist als nobler Charakter flaffiso die gewaltigften Stürme bisher das religiöse und das monarchifde durdgeführt

, und den alten Dobbin bemitleiden und lieben wir zärtlich Gefühl niot entwurzeln konnten; fie ist eine riesige Unordnung da, beim Scheiden. Ich bin überzeugt, daß eine zusammenhängende Lef. türe des Werks noch eine Menge Schönheiten und Genüsse in Bereitsdaft *) Vgl. Nr. 95 des Magazin". hält, bie in den monatliden Zwischenräumen bisher verloren gingen. **) Bgl. Nt. 143 des Magazin" vom Sahre 1854.

no die einzige, bie wahre, die große Neuigkeit die wäre, die Autorität über die Masse, aus welcher der Jupiter befteht, und über die Bewohndes Gefeßes aufrecht zu erhalten, und wäre es auch die des Gefeßes, barkeit dieses Planeten: das noch nicht eriftirt, die: eine regelmäßige und schüßende Ordnung ,,Die Masse, aus welcher der Jupiter befteht, hat eine spezifische möglich und der Unsicherheit der Dinge ein Ende zu machen.", Ia“, Schwere, die etwa derjenigen des Waffers gleiclömmt. Von einer fährt der Verfaffer weiter fort, „die Revolution ist unpopulär in Spa- Seite ber ist es nun geradezu als eine nicht unwahrscheinliche Annahme nien: id charakterisire so nämlich einen Zusammenfluß von sehr er- aufgestellt worden, daß der genannte Planet eine Wasserkugel sei. fünftelten Chatsachen und Ideen, der nicht Ausdruc einer tiefen und Hieraus wird dann weiter geschlossen, daß, wenn der Jupiter Bewoh. besonderen nationalen Arbeit ift, der wie ein Gewitter über dem Wolfe ner babe, dieselben weich, ohne ein festes Knochengerüft, kurz, unseren bergeht und der periodish Gegenstand der eklatanteften Verleugnung Wasserthieren ähnlich sein müßten. Diesen Wesen nun moralisde und von Seiten desselben Volkes wird. So erklärt sich denn auch das Soid höhere geiftige Fähigkeiten zuzufdreiben, spräche gegen die Analogie, fal der Revolution in den verschiedenen Phasen der modernen Geschichte die zwischen den Jupiter und den Erdgeschöpfen anzunehmen sei. Spaniens."

Hiergegen ist nun, wie foon von Brewster geschehen, zu erwiedern, Io habe diese Stelle vorzugsweise angeführt, weil sie besser als daß es ja manche feste Stoffe, felbft Steine (wie z. B. Bimstein) und jede andere den Inhalt des ganzen Buches charakterisirt. Die Schlüsse Metalle (wie Kalium und Natrium), giebt, deren spezifische Sówere des Herrn D. Mazade ftimmen auffallend mit denen überein, die Herr geringer ist, als die des Wassers. Der Jupiter fönnte deshalb eben 9. Minutoli in seinem interessanten Bude über Spanien zieht. 3d so gut aus folider Maffe befteben und von Landthieren bewohnt sein. babe felbft die Ueberzeugung, daß in den spanisden Bewegungen Vieles Ueberhaupt spielt in dieser Frage das spezifisde Gewicht gar keine so unwahr ist; aber Herr v. Mazade scheint bei seinem Urtheile Eines bedeutende Rolle, als gewöhnlich behauptet wird. Sind doch schon zu übersehen. Wenn eine Regierung sich in den Händen farzsichtiger felbft auf unserem Planeten die lebenden Wesen in Betreff ihrer Eigenund eigennäßiger Menschen befindet, die ein Land bis an den Rand schwere in den verschiedenften Graben abgestuft. Knochen und Be. bes Berderbens führen, wenn sie auf die besseren Bestrebungen und bedung der Vögel z. B. find spezifisch bei weitem leichter, als die Proteftationen hochgestellter Beamten und Deputirten mit Abfeßung der Vierfüßler. Ja, Brewster bat durch direkte Berechnung dargethan, und Cassation antwortet, fo sebe ich nicht, wie bei solchen Zuftänden daß selbst menschliche Wesen, wie wir, auf der Zupiter-Oberfläche ere eine Reform auf regelmäßigem Wege zu Stande kommen soll. So iftiren, daß unsere Gebäude und Bäume dort ficher stehen könnten, inperrückt ist kein Revolutionair, daß er die Revolution selbst als den soweit dabei allein die Schwerkraft in Betracht tömmt. Dasselbe gelte Zweck seiner Beftrebungen darstellen sollte. Die spanisme Revolution fogar von den noch entfernteren Planeten. Jedenfaus, wenn wir die ist an sich fein Glüd für das Land, denn sie hätte vermieden werden unendliche Verschiedenheit der Lebensformen auf unserer Erde betrach, können; aber ohne die Fehler der spanischen Staatemänner wäre fie ten; wenn wir seben, wie mannigfaltig die Organe der Athmung und gar nicht zu Stande gekommen, denn daß sie nicht in den Sitten des des Blutumlaufe, je nach den äußeren Verhältnissen der Eriftenz, moBolfes liegt, räumt ja Herr 5. Majade felbft ein.

bifizirt sind und wie doch eine Einheit der Composition in aller dieser Herr v. Lamartine hat sich aus Leibeskräften auf die Geschicht- Ungleichartigkeit herrsót, so werden wir es nicht für unmöglich balsdreibung geworfen. Seiner Geschichte der Türkei hat er eine Ges ten dürfen, daß es lebende Wesen giebt von größerem oder geringerem fdichte Rußlands folgen lassen, und wie ich höre, sollen die anderen spezifischen Gewicht, als wir haben, mit Drganen, die einem anderen Staaten aud nicht ausbleiben. Obgleich Lamartine an und für sich Medium angepaßt wären und die sich doch in denselben uniformen nichts Uninteressantes schreiben kann, tragen diese Geschichtsbücher doch Schöpfungsplan einreiben ließen, den wir in der Mannigfaltigkeit der offenbar den Stempel der Büchermacherei, und es ist bedauernswerth, irbisden Kreaturen verwirklicht sehen. Dies zugegeben, ist auch kein daß ein Mann von diesem Rufe und von diesem Talente, ein Mann, Grund, zu zweifeln, daß die Jupiter-Menschen, gleich uns, vernünftige der mit seinen Werken Millionen verdient hat, in seinen alten Tagen und sittliche Wesen sind.“ fich zu Budhändler-Speculationen hergiebt. Die Memoiren der Sand hielten das Publikum in beständiger

M. L. Philipps über die Möglichkeit von Monde Spannung. Vor furzem hat fie den Republikanern ein Denkmal geo bewohnern. Wir lassen der vorftebenden Hypothese das folgen, was feßt, und viele ihrer Leser, die nicht gerade zu den Freunden dieser Montagu lyon Philipps in seiner oben genannten Schrift gegen die allPartei gehören, konnten das betreffende Kapitel nicht ohne die Uebers gemeine Annahme, daß der Mond unmöglich von Mensden oder auch zeugung aus den Händen legen, daß unter den Republifanern fid body nur von thierischen Wesen bewohnt sein könne, sagt: ,Ift Luft zum Bes febr viel ernste und ehrliche Leute befinden.

fleben aller Thiere unbedingt nothwendig? Wenn wir die unendliche

Menge lebender Wesen auf der Erde übersdauen und diese mit, jene ohne Mannigfaltiges.

Lungen, diese in der Luft athmen, jene barin fterben sehen, wenn wir die

verbürgten Beschreibungen der vorsündfluthliden Ungeheuer lesen: wer Neues Universallerifon der Tonkunft. Es liegt ung fann sagen, wo die Gränze sei zwischen den möglichen und unmöglichen ein Prospektus (der Verlagsbuchhandlung von Robert Schäfer in Formen des Lebens? Warum sollen die feften Maffen des Mondes, des Dresden) vor, über ein von Dr. Julius Soladebach, unter Mitwir- Jupiter, des Saturn nicht bewohnt sein? Etwa nur darum, weil wir nicht fung von Dr. Franz Lißt, . Marsdner, C. G. Reißiger, Dr. l. begreifen, wie Thiere obne luft exiftiren können? Das bieße, die Macht Spobr u. A., herausgegebenes „Universallerifon der Tonfunft“, deffen des Shöpfers beschränken, und leugnen, daß Er auch andere, als Luft erfte lieferung (5 Bogen mit Stahlflichen, Pr. 10 Sgr.) bereits er- athmende Wesen schaffen fönne; eine Annahme, zu der wir durch Nichts dienen ist. Das vor etwa zwanzig Jahren von Schilling in Stutte berechtigt sind. Der Mond fann bewohnt und zwar sehr reid bevölgart herausgegebene Universalleciton hatte einen etwas einseitigen fert sein. Der einzige Gegengrund ift, daß wir die Bewohner nicht Charakter, indem es für einige musikalische Soulen gegen andere, die sehen können. Aber die Menge erwartet im allgemeinen zu piel von fich gleichwohl großer Popularität erfreuten, Partei nahm. Wir er. ber Macht unserer Riesenteleskope. Wenn die Mondbewohner feine warten, daß fich das neue Dresdener Lerifon, wenn es wirklich ein Wohnungen brauchen, wie wir, fo werden sie wahrscheinlich keine bauen; Nachschlagebuch für das Volt und nicht bloß ein Gedenkbuch für ein. brauchen sie aber welde, so werden fie diese aus Gründen, die ihnen zelne Persönlichkeiten werden will, vor dieser Einseitigkeit bewahren felbft am besten bekannt sein werden, auf derjenigen Seite des Mon. werde, wofür auch der Name des Herausgebers und der auf dem Titel des errichten, die uns niemals zugekehrt ift. Man kann sich die genannten, den verschiedensten Richtungen angehörenden berühmten Schlüffe, die hieraus gezogen werden, an der Erdkugel selbft sebr Mufifer eine Bürgsøaft zu sein (Geint. Bei richtiger und tüchtiger gut vergegenwärtigen. Denken wir uns die Erde an die Stelle des Leitung eines solchen Unternehmens würde sich dasselbe in dem jeßt Mondes hin, und zwar so gewendet, daß eine der großen Wasserflächen so überaus viel musizirenden, dilettirenden und komponirenden Deutsch uns zugefehrt ist, so werden wir aus dem Mangel fefter Maffe abland leicht einer ähnlichen Verbreitung, wie die beliebten Conversationg nehmen, daß die Erde nicht bewohnt sein kann, während sie doch Million Lerifa, zu erfreuen haben.

nen und abermals Millionen lebender Wesen trägt. Nun nehmen wir

einmal an, die uns zugefehrte Mondfläche sei wirklich der öde vultaBaden Powell über die Masse und die Bewohner nische Distrift, als der er beførieben wird; womit ift bewiesen, daß bes Jupiter. Unser Londoner Korrespondent hat der durch den When die andere Seite des Mondes eben so beschaffen seię Wir sehen also, Well-Brewstersden Federkrieg über die ,,Mehrheit der Welten" hervor. daß die Annahme von der Unbewohnbarkeit des Mondes auf feinem gerufenen Særiften von Baden Powell) und M. L. Philipps“) ge- logisden Grunde ruht. Höchstens fann man sagen, daß solche Mendagt. Wir geben nachstehend eine Notiz des erftgenannten Verfaffers fden, wie wir sind, dort nicht bestehen können. Und diese Meinung *) Essays on the Spirit of the Inductive Philosophy, the Unity of

theilen auch wir; denn wir glauben, daß es nirgends im Weltau MenWorlds, and the Philosophy of Creation. By the Rev. Baden Powell.

iden giebt, wie die auf der Erde, die da ist dieses Menschen Welt, London, Longman & Co.

für ihn geschaffen und bestimmt, sein gegenwärtiger und wabríbeina **) Worlds beyond the Earth. By Mont. L. Philipps. London, Bentley. lich auch sein künftiger Aufenthalt zu sein."

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Frankreich.

wähnung. Hannover hat hauptsächlich Leinenwaaren und Waffen,

Oldenburg Vasen und andere Arbeiten aus Onpr, Achat, Jaspis Nichtpolitische Briefe aus Paris.

gesandt. Baben ist durch Baumwollett. unb Seidenwaaren, durch

Baumwollen-Sammet, Olat, und Thonwaaren, durch Spielzeug und (Von Dr. Bamberg.)

Uhren, ferner auch durch Sdnißwaaren in Holz und Elfenbein verEthnograpbilde Uebersicht der Universal-Ausftellung. treten. Kurberren hat im Ganzen wenig gefandt, doch find die Ha

Wie sich von felbst versteht, nimmt jeßt die Ausstellung hier das nauer Bijouterieen und Goldschmiede- Arbeiten, die Raffeler Spielmeiste Interesse in Anspruch. Die Angriffe, die man zu Anfang der waaren, die mathematischen Instrumente sehr beachtenswerty. Sef. selben gegen ihre Anordner gerichtet hat, waren zum Theil gerechtfer. fen-Darmstadts Ausstellung ist unter denen der fleinen deutschen tigt; aber seitdem die faiserliche Kommission dem Unternehmen einen fo Staaten eine der bedeutendsten. In erfter Linie stehen die galvandbedeutenden Impuls gegeben, waren die Fortschritte ungeheuer, und plastischen Arbeiten von Kreß in Offenbach, welche zu den besten Stücken jeßt steht man bewundernd und ftaunend vor diesem volftändig geords dieser Art in der ganzen Ausstellung gehören. Ferner find die Offenneten Zusammenfluffe der vorzüglichsten Produkte der gebildeten Welt. bacher und Darmstädter Leber-Arbeiten, so wie die Bijouteriewaaren,

Ueber die Ausstellung wird von Paris aus viel geschrieben, aber zu erwähnen. Die Stadt Frankfurt hat febr hübsde Bijouterieen ich muß als einer ihrer fleißigften Besucher und lernbegierigsten Schü. und Leber-Arbeiten, besonders aber Prachtwerke der Buchdruđerkunft, ler bekennen, daß das Meiste, was über ihren Inhalt veröffentlicht wird, gesandt. Die thüringischen Staaten haben wenig ausgestellt, die mittelmäßig ist. Die besten Arbeiten über die Ausstellung werden in Hauptsache bilden die Leber- und Spielwaaren, so wie die Erzeugnisse Paris felbst erscheinen. Auch was die französischen Zeitungen bisher bes geographischen Inftitutes von Perthes in Gotha. gebracht haben, war sehr unbedeutend und oberflächlich, aber ich mache Es bleiben uns von den deutsden Kleinstaaten nur noch die Hanse. den geehrten leser auf die speziellen Artifel aufmerksam, die von ftädte zu erwähnen. lübed und Bremen haben nur Weniges und Fachmännern in der Revue des deux Mondes erscheinen werden. nichts von Bedeutung gesandt, dagegen macht Hamburg eine sehr reDas Praktischfte und Ausführlichste wird natürlich der allgemeine Beo spettable Figur mit seinen Holz- und Rorb-Möbeln, feinen Sticereien, richt der Geschworenen sein.

mathematischen Inftrumenten, feinen Chronometern und Barometern, 3c habe meinerseits nicht im Entfernteften die Anmaßung, die Sutmaderwaaren und Parfümerieen. Hunderte von Industrie- und Kunstzweigen, die in der Ausftellung ver Wir gelangen nunmehr zu Preußen, beffen Ausstellung eine der treten sind, bier mit der erforderlichen Sachfenntniß besprechen zu wollen. bedeutendften und glänzendsten ist, sowohl was die Zahl und die VorGefeßt den Fall, Jemand sei, was gewiß schon selten ist, in zeba bere züglichkeit der ausgestellten Produkte, als was die Anordnung und diedenen Zweigen der Industrie wohl bewandert, kann er darum doo äußere Ausschmüdung der betreffenden Räumlichkeiten anbelangt. Wir ein berufener Berichterstatter für die gesammte Ausstellung sein? Meine wollen denn auch etwas länger bei ihm verweilen. Dem Mittelschiffe Aufgabe in diesen Blättern soll sich deshalb darauf befchränken, zu- zunächst liegen, wie bereits früher erwähnt, drei mächtige, auf das nächst eine allgemeine Uebersicht der von den verschiedenen Ländern reichfte mit Sammet und Goldfranzen ausgeschlagene Logen, von denen vertretenen Industrie-Zweige und später die Beschreibung einzelner die eine die Thonwaaren von Billeroy und Bod, die zweite bie Spie. Artifel zu geben, von denen ich vorausseßen barf, daß fie die Lefer gel der Aachener Manufaktur und die brongenen Kronleuchter von dieser Zeitschrift besonders intereffiren. Dabin rechne is namentlich Hedert, die dritte endlich die prächtigen Erzeugniffe der Berliner die Bücher, die Bilder, die Kunstwerke, denen besondere Artikel wid. Porzellan-Manufaktur und die schönen Glaskronleuchter von Spinn in men zu dürfen id hiermit um Erlaubniß bitten wollte.

Berlin enthält. 3m Mittelschiffe fteben außerdem noch verschiedene Die Reihe der deutschen Staaten in den Räumen des Haupt- preußische Produkte, wie der in Eichenholz geschnißte Altar von Prang gebäudes eröffnet Bayern. Ist es die vorjährige Münchener Aus- in Münster, die Berliner Zinkgußarbeiten, die Statue Friedrich Wile ftellung, welche die Fabrikanten jenes Landes erschöpft hat, ift es Mano belm's III. aus dem Berliner Gewerbe-Institut, endlich die großen gel an. Aufmunterung von Seiten der Regierung, find es andere Gründe, Porzellanvasen der Berliner Manufaktur. Hinter den Logen liegt zugenug, die bayerische Ausstellung ist nicht sehr glänzend und fteht nament- nächft ein großer vierediger Saal, in welchem die Waffen, Golds lic in feinem richtigen Verhältniß zu der industriellen und kommerziellen omiede-Arbeiten, Bijouterieen, Metall-Arbeiten von besonders fünfte Bedeutung des Landes. Den hervorragendsten Bestandteil derselben lerischem Werthe aufgestellt find. An den Pfeilern ring& umber find bilden die Glaswaaren son Steigerwald in München; hierauf fol. metallene Schilder, mit dem königlichen Namenszuge und von preußi. gen Spiegelgläfer, optische und mathematische Instrumente, Maler- fchen Fahnen umgeben, angebracht. Was die Waffen felbft anbelangt, materialien, anatomische Präparate aus Wachs, Schnißwaaren au$fo sind dieselben in einer Fülle vorhanden, wie in keiner anderen Aus. Holz und Elfenbein. Erwähnen wir auch die Photographieen von Hanfe ftellung irgend eines der großen Staaten. Die Degen, und Säbelftängt, dessen Portraits für das Befte gehalten werden, was man in klingen, Harnische, Leder- und Metallhelme find theird trophäenartig dieser Art in der Ausstellung findet.

an den Wänben befestigt, theils unter Glaskäften ausgelegt. In demIn der württembergischen Abtheilung bemerken wir namento felben Saale hat auch die Kruppsche Rarone aus Gabftahl Plaß gelid die Messerschmiedwaaren, die Klempnerarbeiten, die Spielwaaren funden. 'lleberaus reichhaltig und prachtvoll ift die Ausstellung der aus Holz und Blech, sogenanntes Mousselinglas, Pianos, die sich duro Gold- und Silberwaaren. Berlin hat in dieser Beziehung bat Be. billige Preise audzeichnen, eiferne und hölzerne Möbel, Sónißwaaren deutendste gesandt. Die filberne Gedenktafel von Boxgold ist das in Holz und Elfenbein, Zudersachen, ausgestopfte Thiere, Baumwollens, Hauptftück im Bereiche der Galvanoplaftit, welches fide überhaupt auf Wollen-, Leinen- und geftridte Strumpfwaaren, enblic Schwarzwalders ber Ausstellung befindet. Außerdem haben Wagner und Sp und FriedeUhren.

berg viele schöne Sachen gefandt. Näoftbem sind die kirchlichen Ge. Das Königreich Sadsen hat faum mehr Eifer als Bayern an fäße und Ornamente aus Altena in Westfalen zu erwähnen. Juwe. den Tag gelegt, um auf der Ausstellung würdig vertreten zu sein. Tierwaaren, und besonders Schmudfachen, find weniger vertreten. Bern. Die bedeutendsten Zweige, welche wir in feinen Räumen vorfinden, ftein-Arbeiten giebt es aber eine große Menge. Noch bemerkt man sind Tuche, Baumwollen- und Wollenwaaren, sehr schöne Stídereien in dem in Rede stehenden Saale die ladirten Waaren von Stobwasin Seide und Wole, leinen- und Hanfgespinnfte, Strumpfwaaren, fer, Eisengußwaaren aus Berlin, Lauchhammer und 3lfenburg im Harz. Handschuhe, endlich gedruckte Bücher. Doch vermißt man unter den Die übrigen preußischen Räume im unteren Theile des InduftrieAusstellern mehrere der bedeutendften Leipziger und Dresdener Bude Palafted find besonders mit folgenden Produkten gefüllt: Vor allen druder und Verleger, ferner auch die Meißner Porzellan-Manufaktur. Dingen find die Stahl- und Eisenwaaren, wie Messer, Handwerks

Bon den braunschweiger Produkten verdienen nur die Leinen- zeuge, Nadeln, Metallknöpfe, gepreßte Bronzewaaren, Zinkgußarbeiten, waaren und die Erzeugnisse der Buchdrudereien Braunschweig Ere zu nennen; sodann die Rorb- und Holzmöbel, Marmor- und Steinta

papp-Arbeiten, Stöde und Shirme, die Wollen- und Perlenstidereien, lung ohne Dreddlerwaaren! Diese nehmen denn auch für fic allein Pianos und Musik- Instrumente, die bleiernen Spielwaaren, ledere fast einen ganzen großen Saal ein. Wir begrüßen hier einen Basar Arbeiten, eiserne Defen und Geldschränfe. In großen, langen Reiben von Pfeifenföpfen und Cigarrenspißen aus echtem und falschem Meer. sind die ausgezeichneten Produkte der preußischen Tudfabriken aufges fdaum, von Spazierstöđen mit Knöpfen aus Elfenbein, Horn, Knochen stellt, die für sich allein schon einen ansehnlichen Basar bilden, daneben und Metall. Sehr bedeutend ist aud die Tud). Ausstellung, beren befanden sich auch andere wollene Stoffe. Begeben wir uns nun nach Söränke die Fortseßung der preußischen Tudhalle bilden; ferner finoben, so finden wir auch dort in der preußischen Ausstellung einen ben wir in den unteren Räumen die feineren Metall - Arbeiten, handMittelpunkt, wie er in den unteren Räumen von den drei großen los werkozeuge und Möbel. Unter leßteren befinden sich zwar einige gen gebildet wird. An der hinteren Wand nämlich ist in einer großen føöne Stüde, doch nichts besonders Hervorragendes, namentlich wenn Mauernische eine elegant verzierte hölzerne Loge errichtet, die durch eine man sich des Aufsehens erinnert, welches Desterreid mit seinen MöBalustrade von den Gängen abgesdieden ist. Eine Treppe von we. beln auf der Londoner Ausstellung machte. Auf den oberen Galerieen nigen Stufen führt zu dieser loge; zu beiden Seiten stehen vieredige des Industrie- Palaftes sind die vorzüglichen Produkte der österreichiSäulen, welche von Adlern gefrönt werden. An der Loge selbst be. Ichen Seidenfabriken aufgestellt; wir finden hier mehrere lange Reimerkt man die Büften von Schinkel und Beuth, den beiden Haupt- hen von Glassdränken, die sogar den gegenüber aufgestellten lyoner beförderern des Umschwunges in der preußischen Kunst und Industrie. Schränken Achtung gebieten, sowohl was Fülle, als was Schönheit der Ringo umber sind die hönsten Blätter aus den von der preußischen Stoffe anbelangt. Zu den Seidenwaaren gesellen sich die Shawls, Regierung herausgegebenen Musterblättern für Künstler und Hand, welche ebenfalls in außerordentlicher Menge vorhanden sind. Außerwerfer, ferner die architektonisden Werte Shinfel's, das neueste, auf dem hat Desterreich in diesem Theile des Gebäudes nod eine Menge Staatsfoften herausgegebene Werf über die Ariftlichen Baudenkmäler von fertigen Kleidungsstüden, darunter namentlid ungarisde und was Konstantinopelo und mehrere andere Kupferwerfe ausgestellt. Endlid labische Mäntel und Ueberröde, die bei den Engländern großen Beis befindet sich dort das von den rheinischen Städten dem Prinzen von fau finden. Preußen überreichte Album. Um diesen Mittelpunkt nun gruppiren Ungemein bedeutend und reichhaltig ist die österreichische Abtheis sich zunächst zwei der Hauptzweige preußischer Industrie, nämlich die lung im großen Annere. Wir finden hier, außer Dampfmaschinen, Produkte der schlesischen, westfälischen und rheinischen Leinwandfabriken, Lokomotiven und Luruswagen, eine Menge von vorzüglichen landwirthso wie die Wollenstoffe, unter denen besonders die Plüsde eine bedeus (daftlichen Maschinen und Aderbauwertzeugen, sodann die Schäße der tende Rolle spielen. Ferner finden wir die rheinischen Seiden. und Salz., Eisen-, Kupfer- und Blei- Bergwerke Desterreichs, Galiziens, Sammet-Fabrifate in großer Reichhaltigfeit, wobei wir freilich an die Steyermarts, Kärnthens und ftriens, Ungarns und Siebenbürgens; Abwesenheit der Berliner Seidenfabrifen erinnert werden; dann die die Bodenprodukte Ungarns, die versdiedenen Weinsorten des KaiserTeppiche, Badstude, die Strob- und Filzhüte und die fertigen Klei- ftaates, Pyramiden von Stearinlichten uud Seifen, kurz, den ganzen dungsstücke. Auf zwei großen Tafeln sind aud die Erzeugnisse der fast unerschöpfliden Bodenreichthum dieses Herrlichen Landes. Budbruderfunst, lithographie, überhaupt der graphischen Künste, aus.

(Soluß folgt.) gelegt. Besonders bervorzuheben sind hier die schönen Chromolithographieen, die architektonischen Werte und die geographisden Rarten. Leis

England. der aber zeigen fich auch hier sehr bedauerliche Lüden, indem mehrere der bedeutendsten preußischen Buchdrudereien und Verlagshandlungen

Der Krieg in Afien. gar nichts gesandt haben. Wenn hon die erwähnten Theile der preußisden Ausstellung

(Soluß.) dem Besucher einen hohen Begriff von der Bedeutung preußisden Ge. Einem solchen Feldherrn gegenüber, dem seine Kollegen, die beiwerbfleißes beibringen, so wird dieser Eindruck beim Anblid der in dem den Selim-Pasda in Dsurgeti und Bajasid, in Nichts nachgaben, hatgroßen Annere ausgestellten Gegenstände nog gesteigert. Dort näm ten die erfahrenen russischen Generale leichtes Spiel. Der am Ticolich entfalten sich die Soäße der rheinischen, westfälisden, sädfisden lof erlittenen Schlappe folgte die Niederlage bei Bajasid,) und der und følesisden Bergwerke und Hütten, besonders Eisen, Roblen und Feldzug schloß mit der voüftändigen Zersprengung der ottomanischen Zink. Dort findet man die Erzeugnisse der preußischen Maschinenbau- Armee bei Kuruf-Dere.' In leßterer Shlacht war der Verfasser felbft Anstalten: Lofomotiven, Dampfmaschinen, Destillir- und Siede- Appa. gegenwärtig, und er läßt der Tapferkeit des gemeinen türkisden Sol. rate, ferner Eisenbahn dienen und rohen Gußstahl in den prächtigsten daten alle Gerechtigkeit widerfahren, indem er zugleich die von den Stüden, die der diedenen landwirthschaftlichen Produkte, Chemikalien, meisten Offizieren und dem Muschir selbst bewiesene Feigheit mit darTöpferwaaren und Sattler-Arbeiten, furz, Alles, was auf die Rob. fen Worten brandmarkt. Von den Truppeu benahm sich nur die Rae ftoffe und deren erste Verarbeitung Bezug hat. Wenn diese Gegen- pallerie schlecht, während die Russen ihren Sieg hauptsächlich der glänftände weniger dem Auge schmeicheln, als die im Hauptgebäude ausge- zenden Bravour ihrer Dragoner zu verdanken hatten, welche mit selte. ftellten, so bieten sie dafür um so größeres Interesse für alle diejenigen ner Unersárođenheit auf die türkischen Batterieen sprengten und die bar, welche die Grund-Elemente des preußischen National-Reihtbums, Artilleristen bei ihren Kanonen zusammenhieben. Von ihren eigenen Ger feine ökonomischen Berhältnisse, kurz, seine ganze physide Beschaffen- shüßen niedergeschmettert, wandten fich die Türfen zur Flucht; umsonft beit kennen lernen wollen.

suchten die ausländisden Offiziere einige Ordnung herzustellen. Geo Die öfterreid is dhe Ausstellung, obgleich nicht ganz so vielseitig, neral Kmeti zeigte die größte Besonnenheit und Furchtlosigkeit, und wie die preußische, zeichnet sich doch ebenfalls in einzelnen Zweigen seine Brigade batte vor Ankunft der Dragoner auf einen Augenblid aus. In erster Reihe ftehen hier natürlich die böhmisden Glaswaa den russisden rechten Flügel zurüdgeschlagen. General Guyon machte ren, die denn auch in außerordentlicher Menge und Mannigfaltigkeit verzweifelte Anstrengungen, das Sdical des Tages zu wenden, deigesandt worden sind. Zwar haben sie an den französischen Glaswaan terte aber an dem feigherzigen Benehmen der türtischen Kavallerie. ren gefährliche Konkurrenten, namentlich was Geschmad und Form an. Zweimal griff Guyon an der Spiße dieser Reiter an; zweimal ward belangt; hingegen behaupten sie in der Wärme der Farben, in einzeln er von ihr im Stich gelassen und entging mit genauer Noth der nen Spezial- Arten und namentlich in der Gravirung ihren alten Gefangenschaft. Der französische Capitain Belnot, der gleichfalls Vorrang. Das Gegentheil gilt von den venetianischen Gläsern, in eine heroische Tapferkeit und Kaltblütigkeit bewiesen hatte, wußte seine benen Niemand das einftmalige Sauptland der Glasfabrication zu er. Kameraden nach der Schlacht in echt nationaler Weise zu trösten. kennen im Stande ift. Aud in der Porzellan-fabrication ift Defter. Meine Freunde!" rief er, wich versichere Eud, es ist alles zum Besten reich nicht übel vertreten, besonderen Beifall finden die Figuren und ausgefallen. Hätten wir die heutige Schlacht gewonnen, so wären Bisquitgruppen. Vortrefflich sind die gebrannten Thonwaaren, welche wir vermuthlid nach Georgien vorgerüdt, wo wir ohne Zweifel früher namentlich Mähren in reicher und schöner Auswahl gesandt hat. Einen oder später geschlagen worden wären. 3hr seht, welde saure Arbeit hervorragenden Rang, nidt allein in der österreichischen Ausstellung, ihon ein Rüdzug von wenigen Stunden ist; denkt Euch also die Unfondern überhaupt unter fämmtlichen im Industrie-Palaste befindligen annehmlichkeit, ohne Raft von jenseits Tiflis bis Rars retiriren zu Erzeugnissen nehmen diejenigen der t. t. Staatsdruderei zu Wien ein; müssen, und noch dazu mit nichts anderem im Magen, als etwa es herrsót nur eine Stimme der Anerkennung über die staunenswertbe die Lanze eines Rosaken." Dieser Capitain Belnot, der sich bei der Vielseitigkeit dieser Anstalt, namentlich über ihre galvanoplastisden allgemeinen Niedergefdlagenheit als ein so praktischer Philosoph beund galvanographischen Arbeiten, ihre Naturdruce, ihre Chromolitho- währte, wurde leider, einige Wochen nach der Sdladt von Kuruf. Dere, graphieen und über den Reichthum ihrer Matrizen-Sammlung. Einen auf der Reise nad Trebisond von den Basdi.Bosuts ermordet. Glanzpunkt der österreicisden Ausstellung bilden auch die musikalischen und namentlid die Blafe-Instrumente. Unter den Gold- und *) Im Ireffen von Bajasid wurden die Russen von dem General Wrangel Silberwaaren befinden sich einige größere Arbeiten, namentlich der

kommandirt, der neuerdings die Garnison von Kertsch befehligte, wo er jedoch

nur Gelegenheit fand, sich durch die Eilfertigkeit seines Rückzuges auszuzeichnen. dem Grafen O'Donnell von der Armee überreichte Schild und mehrere Mit ihrer gewöhnlichen Sachfenntniß liegen die deutschen Zeitungen ihn damals Ehrenbecher. Sehr reid haltig ist die Klasse der Bijouteriewaaren ver noch immer in Transkaukasten stehen, welches er schon im Herbste v. I. vertreten, in der wir besonders die böhmisden und tyroler Granaten

lassen hatte, und behaupteten steif unb feft, daß der in Kertich kommandirende

Wrangel ein anderer sei, als der durch den Sieg bei Bajasid bekannte General

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