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Dein Wissen ändert. Das Volt hat ihn im Verdacht, daß er bei Nupland.

feinem Zuge gegen die Kaiserstadt ben dortigen Saßungen und Bräuchen Ein Drama der Staiserin-Statharina II. geneigt wurde.

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Dieg. Wie hätte er diese Fennen lernen sollen? Die Kaiserin Katharina JI. war bekanntlich auch dramatische Sšrift Cidul. Wir hatten viele Griechen zu Gefangenen gemacht, mit ftellerin und hat namentlich einige Lustspiele geschrieben, worin Ca denen er fich stets eifrig unterhielt. Als er nun nach Kiew zurüdglioftro's Betrügereien und die Versdrobenheit seiner Anhänger ver febrte, besuchte er bie heiligen Hügel und Tempel nicht mehr und spottet werden. Diese Lustspiele sind in Beziehung auf ihren Zweco mißachtete die Priester. nur zu loben, ihr Inhalt, die Ausführung des Grundgedankens da Es wird nun der Verdacht ausgesprochen, daß Dleg felbft biers gegen ist dürftig. Noch trockener und hölzerner find aber die sogenann- bei betheiligt sei. Er erwiedert ganz im Geiste 'Katharina's: ten Dramen nach Shakespeare's Maniers, wie sie auf den Titel Dleg. Von je her mußten die Regenten die lästerreben der feßte, und worunter fie im Gegensaß zu den klassischen der Franzosen Leute geduldig hinnehmen. Ein Jeder urtheilt nach Gutdünfen über wohl nur verstehen konnte, daß sie nicht in Alexandrinern, sondern mich, weil er mich nicht kennt. Ich kann und werde mich nicht gegen in Prosa und ohne Beobachtung der Einbeit in Zeit und Raum ge- Alle rechtfertigen, aber ich werde die Nachwelt über mich urtheilen lassen. (drieben feien.

Nachdem nun Oleg den Grundstein zu Moskau (!) gelegt hat, reift Von dem einen dieser Dramen ift in der festeren Zeit öfter die er mit seinem Mündel, dem Großfürsten Igor, nad Kiew, um Oskold Rede gewesen, weil fich in demselben die Pläne Katharina's auf Kon zu richten. Dieser gesteht, daß er sich dem Chriftenglauben zugewens ftantinopel einigermaßen abspiegeln. Wir würden es nicht wagen, bet habe. Er wird in Folge dessen verhaftet. Aber Dleg beschließt die Aufmerksamkeit unserer Leser auf dieses Drama zu lenken, weil vor Allem, jene erste Unternehmung durch eine zweite gut zu machen. es eine geistlose Aneinanderreibung von Scenen ift, in welchen die Dleg. Nicht immer sind solche Unternehmungen von Glück gePersonen Geschichte erzählen, und von einer Handlung nicht die Rede krönt, doch das Unglück ist an und für sich schon etwas zu Trauriges, ist, wenn nicht die Thatsache, daß ein solches Drama überhaupt von als daß man ihm (Osfold) die Schuld beimessen sollte. Katharina verfaßt wurde, eine geschichtliche Bedeutung hätte.

Igor. Es ist doch sehr zu beklagen, daß eine fo mißlungene Dieses Drama heißt: „Die ersten Regierungsjahre Olegis" (Vor- Unternehmung stattfand. mund des Großfürsten 3gor). Es beginnt mit der Ankunft einiger Dleg. Gewiß, und die Sache darf nicht bleiben, wie sie ift. Großen aus Kiew, an dem Orte, wo später Moskau erbaut wurde. Man muß fich bemühen, sie wieder gut zu machen. Diese erzählen einigen Russen, warum fie kommen, und schicken dieser Der nächste Akt behandelt die Hochzeitsfeierlichkeiten des GroßErklärung folgende dramatisirte (!) Historie voraus:

fürften in derselben langweiligen Weise. Im vierten Akt stehen die Stemid. Die Slaven, welche am Dniepr leben, litten unter Russen vor Konstantinopel. dem Drucke ber Rosaren, welche Kiew und dessen Umgegend beherrsch Dieg. Der Feind hinderte uns durch eine dice Eisenkette, burde ten. Diese hatten nämlich außer einem schweren Tribut noch mannig- den Bosporus zu laufen. Aber als er fah, daß wir unsere Krieger fache Frohndienfte von den Ersteren gefordert. Da dhidten sie ihre ausschifften und uns anschidten, auf Konstantinopel Sturm zu laufen, Häuptlinge an den Großfürsten (Rurik) und ließen ihn bitten, er schickte er alsbald Unterhändler heraus. möchte ihnen einen Sohn oder Verwandten siden, um sie zu regieren. Teofar. Unser Raiser Leo dhidt Dir durch uns Lebensmittel

Dobrynin. Hierüber berichtete ich dem Großfürsten. Rurik und läßt Dir seinen aufrichtigen Wunsch ausdrüden, Friebe und Freundfandte ihnen sofort seinen Stiefsohn Oškold an der Spiße eines Heeres. fchaft zu schließen. Bis der Waffenstillstand im Reinen ist, bitten wir

Rulaw. Bei seinem Abzuge bat noch Oskold den Großfürsten Dich, die Stadt und die unschuldigen Landbewohner, welche unter den um die Erlaubniß, einen Zug nach der Kaiserstadt (Zargrab, Kon- Screcen des Krieges leiden, zu schonen. ftantinopel) unternehmen zu dürfen. Nachdem er diese Erlaubniß Dieg. Dankt Eurem Kaiser in meinem Namen. Der Lebenserhalten hatte, fammelte er ein Heer und zog gen Mittag.

mittel bedarf ich noch nicht, nehmt fie wieder mit heim. Die belas Cibul. So ist es. Dékold marschirte zuerst nach Smolensk gerte Stadt wird sie nöthiger haben, als die Belagerer. Friedensund ging von hier zu Waffer 'nach Kiew, wo er die Rosaren befriegte. unterhandlungen bin ich nicht abgeneigt. Es hängt nur von Euch

Stemid. In Kiew verstärkte Dskold sein Heer burdi Waräger selbst ab, daß die Stadt nicht länger durch mein Kriegsvolt belästigt und Slaven, die von Nowgorod berkamer. Jeßt bekriegte er die Polen werde. Bezahlt mir ein entsprechendes Lösegeld. Meine Forderung and Dremlianen.

ift mäßig: gebt mir zwanzig Dukaten für jeden Krieger. 3 habe Dobrynin. Aber gegen Griechenland hatte er weniger Erfolg. zweitausend Schiffe und in jedem vierzig Mann.

Stemid. Er Tchiffte dahin auf dem Dniepr. Auf zweihundert Photius. Wir sind ermächtigt, auf eine Gelbgabe einzugeber. Fahrzeugen fuhr er in das Shwarze Meer und nach der Kaiserstadt. laß uns mit Deinen Großen in Unterhandlung treten.

Cidul. Er hatte hierzu die rechte Zeit gewählt, denn der griechische Die Unterhandlungen werden gepflogen, und Dleg befiehlt, ihm Kaiser war eben gegen die Sarazenen gezogen. Als Oskold in das das Resultat vorzutragen. Schwarze Meer rüđte, ließ der Epard dem Kaiser melden, daß Rulaw. Erstens verpflichten sich die Griechen, für jeden Krieger die Russen die Hauptstadt bedrohten. Dieser kehrte eilig um. zwölf Dufaten zu zahlen.

Stemid. Aber Dsfold fam mit einem günstigen Winde in das Dleg. 3 verlangte zwanzig. Marmora-Meer und blokirte von da aus die Hauptstadt.

Stemid. Sie wollten anfänglich nur zehn geben, verstanden Cidul. Als der Kaiser zurüdkehrte, vermochte er kaum in feine fich aber endlich zu zwölf. Stadt zu gelangen.

Dleg. Wie viel macht dies im Ganzen? Stemid. Schon gaben die Griechen alle Hoffnung auf Rettung Stemid. 960,000 Dukaten. auf, da erhob sich am anderen Morgen plößlic ein Sturm, der unsere Oleg. lies weiter. Shiffe gegen den Strand warf, so daß nur eine kleine Anzahl in die Rulaw. Sie verpflichten sich ferner, einen jährlichen Tribut Heimat zurüdfehrte.

zu bezahlen. Dies war also der erste Versuch der Russen auf Konstantinopel. Dobrynin. Darauf sind sie eingegangen? In der dritten Scene wird Oslold beschuldigt, bei jener Gelegenheit Stemid. Ja, doch unter dem Namen eines Geschenke$. fid vom alten Glauben abgewendet zu haben.

Rulaw. Der dritte Artikel handelt von dem Unterhalt und der Stemib. Die von Riew haben uns zu Dir gefandt, o Herr, Berpflegung der Gesandten und Handelsleute, welche nach der Kaiserum Dir fund zu thun, daß Fürst Oskold die alten Gewohnheiten ohne ftadt fommen.

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Dobrynin. Habt Ihr darunter auch Anker, Segel und Taue in Bewerbung um den Fletch". Würde nicht wieder verkauft wergelegt, denn unsere Leute kommen zu Schiffe?

den. Er für seine Person fei fein zu großer Liebhaber von Sped; Stemid. Alles ist bemerkt.

fie freilich fähe zuweilen gern ein Stücden. Er habe nie gefragt, Dleg. Bist Du zu Ende?

in welcher Zubereitung fie ihn am meiften liebe, doch glaube er, mit Stemid. Noch nicht.

Schoten (Bravo). Ja, er trage oft einen Regensdirm, doch brauche Dleg. Was fömmt noch.

er nie danach zu suchen; Mrs. Barlow stelle immer Alles fofort an Rulaw. Viertens soll weder Städten, noch Dörfern eine Kränkung seinen Plaß (Beifall von mehreren alten Herren). Mrs. Barlow widerfahren, wenn wir zu lande oder zu Wasser in ihre Nähe kommen. widele des Nachts ihr Hinterbaar auf (Mr. Bell bemerkte hier, das Oleg. Das versteht fich, sonst wäre man ja im Frieden übler

im Frieden übler sei ein wichtiger Umstand. Mande Damen trügen Flaggen (streadaran als im Kriege.

mers) im Haar am Hinterfopfe, hier in der Gegend Herzenzermal. Rulaw. Sie haben solche Furcht vor uns, daß sie in dem fünften mer" genannt). Der leßte Winter war hart. Zuweilen ging er zuerst Artikel verlangten, unsere Handelsschiffe follten bei Rap Mami vor zu Bett, zuweilen sie. Jeßt ward Mrs. Bell in die Zeugen-Loge geführt, Anker geben, und im fechften, wir sollten die Stadt nur unbewaffnet über und über Lächeln und Erröthen: ,,Er verliebte sich zuerst. Keine betreten und nie mehr als funfzig auf einmal, und auch die noch Gebeimnisse vor ihm. Er sei lebhaften Temperamente, wenigftens gegen unter besonderer Aufsicht der Grieden.

fie. Sie liebt das Haus und alles nett und rein; er fáme nie mit Stemid. Der fiebente und lebte Artifel ist der beste!

sdmußigen Stiefeln berein. Doch thäte er es auch, würde es nichts Dobrynin. Worin besteht ber?

ausmachen (Bravo von Herren). Hätte nie das Tischtuch mit Wein Rulaw. Die russischen Raufleute sollen von Bezahlung jeder oder Bier beschmußt. Die Kamine rauchten zuweilen, doch habe sie Abgabe in der Raiserstadt frei sein.

Mr. Barlow nie beshalb inkommodirt, nicht weil fie fein Zutrauen in Dieg. Das ist gut.

seine Bautugenden babe, sondern um ihn eben nicht zu infommodiren. Stemid. Sollen wir den Vertrag unterzeichnen, Herr?

3a, allerdings habe er Hühneraugen, doch wenn er auch daran litte, Dleg. Thut es, und wenn untersdrieben ist, so sagt dem griechi er verliere nie sein gutes Temperament. Er trägt Hühneraugen mit fchen Bevollmächtigten, ich werde den Kaiser Leo in seiner Stadt. dem Heldenmuthe eines Heiligen." (Beifall.) besuchen.

Erste Zeugin, Miß Mary Ann Clarke, hat das Paar funfzebu Dieser Besuch findet sofort ftatt, und die gefürchteten Gäste werden Jahre lang gekannt, nie einen Zant gehört oder geargwöhnt, nie mit mit allen möglichen Spielen unterhalten, insbesondere mit dem dritten ihnen gespeist, aber sehr oft getbeet (,,tea'd”), nie bei Barlows Sped Akte der Alceste des Euripides, welcher im Hippodrom aufgeführt wird. gegessen, doch hoffe fie, daß dies fünftig der Fall sein werbe (Ge. Nach beendigtem Schauspiel befestigt Oleg den Schild des Großfürsten lächter). Igor, auf welchem ein Krieger zu Pferde abgebildet ift, an einer Mr. William Nicholas, seit zwölf Jahren Schulmeister in ChipSäule des Hippodrom – mit den Worten:

ping Dngar, der nächste Zeuge, hebt besonders hervor, daß Mr. Bar. ,,Hier lasse ich den Schild Igor's als Denfzeichen zurüc. Mögen low nie über das Maß trinfe und sich in seinem jebigen Wohlstande ibn die späteren Nachkommen hier betrachten!"

nicht überhebe. Seit zehn Jahren nie etwas Nachtheiliges von dem Da zeitgenössische Memo irenschreiber dieses Stück ausführlich be Paare gehört oder gesehen, nie einen verdächtigen Stod hinter sprechen, so muß man annehmen, daß man damals seiner Tendenz der Thür. einen ungleidh höheren Werth beilegte, als die Ausführung in Anspruch Hiermit schloß die Untersuchung des Spedpreis - Anspruchs der nehmen kann. Wenn es nicht eine Kaiserin geschrieben hätte, die ihr Barlows. Der

Der Gerichtspräsident faßte das ganze Sachverhältniß zu. Leben lang bemüht war, es auf dem großen Welttheater in Scene sammen und stellte es dem Gewissen der Gesdhworenen anheim, zu zu seßen, so wäre schwer zu begreifen, wie eine so gedankenarme, leb- entscheiden. Dhne Bedenken erfolgte ein einstimmig günstiges Urtheil. lose Geschichte gedruckt werden konnte. Indeß für Rußland steckt, wie Drei Minuten lang donnernder Beifaut. Der eine zweihundertpfänwir wissen, Poesie genug darin, um immer wieder neue Versuche zur dige Spedfletid hatte als Lohn funfzehnjähriger ebelicher Tugend feia Aufführung des Dramas zu machen.

nen Herrn gefunden.

Das Paar, welches sich um den zweiten bewarb, bestand aus dem

französisden Chevalier Chatelain und seiner englischen Frau, einer bes England.

liebten Schriftstellerin, Verfasserin von „The Silver Swan", „The

Blind Fisherman" u. 1. W. ,,Wegen der französisden Alliance war Literatur-Briefe aus England.

man von dem ursprünglichen Grundraße, nur einen Preis zu geben und Adter Monats - Bericht. 1855.

keine ,,Fremden" als Bewerber zuzulassen, abgegangen. In seinem

Verhöre bob der Chevalier besonders hervor, welcher Unsinn es sei, zu (Fortseßung.)

behaupten, literarische Damen seien følechte Hausfrauen. Er habe das Jeßt führte der Anwalt der Spedfeiten-Kanditaten den ersten Gegentheil erlebt, und seine Frau liebe und bewundere er, und fie derselben in die Verhörs-,,box”, einen Mr. James Barlow aus Chip- habe nichts dagegen, daß er auch andere schöne und geistreiche Damen ping-Ongar. Unglüdlicher Name, der mit Gelächter begrüßt ward. bewundere, wie er auch schöne Bäume, alles Schöne mit ihr liebe und „Wie kann in einem Orte folches Namens ein glüdliches Paar eristi bewundere. ren?" sagte Jemand neben mir. Und ist es in einem solchen Orte Im Uebrigen dieselben gerichtlichen Formalitäten. Einftimmige möglich, müffen Orte, wie Maydew (Maithau), das wahre Paradies Zuerkennung des zweiten Fletshes für das englisch - französisch-alliirte der Liebe sein.

Paar. Soluß. Anfang der Prozession draußen, wo der Himmel ein James Barlow, ein derber, jovial rundlicher Bursche in den Vier. Einsehen bekommen und alle Wolfen weggeräumt hatte, so daß die zigern, sagte auf die verschiedenen Fragen (die wir der Kürze wegen Sonne hell und beiß heruntersdien und die durchnäßten Volksmassen weglassen) Folgendes aus: Fing als Knecht fein Leben an, war Diener trodnete. Atle Straßen voll, alle Fenster und Dächer beseßt. Die für Añes vier Jahre lang, Fußmann, Rutschmann, Gärtner und Lauf- Prozession war grandios und ungemein brollig. Zuerst Weg bahnende bursche, in Wabrbeit ein Faktotum. Jeßt ist er Maurer und Zimmer. Polizei, dann der Grand Marsbal in sdwarzem Sammet mit Goldmann. Lernte seine Frau vier Jahre vor der Heirat kennen. Bers Borden, dann Ritter auf sahnenfarbigen, gefledten und gestreiften Rose liebte sich in ste, machte ihr die Cour fast ftets führiftlich, da sie bun- fen, Damen in Weiß mit grünen Guirlanden, phantastisch aufgepußte dert Meilen von ihm wohnte. War fein besonderer Günstling des Paare, aus Smith's Drurylane-Circus, der Gerichtshof in Equipagen, schönen Geschlechts, doch hätte er auch Andere haben können.' Hat fich umgeben von Genien mit flatternden, goldenen Zauberstäben, Poft. niemals mit Mrs. Barlow gezankt, ganz gewiß nicht. War in the wagen mit Mr. Ainsworth, ungemein cheered und bejauchzt, die Sped. lichen Angelegenheiten niemals anderer Meinung, als Mrs. Barlow, fletide, in ihren Pyramiden bängend, von aufgepußten Herkules ge

. B. beim Thee; wenn sie sagte: 113ames, Du hast sdon drei Tafsen", tragen, die glüdlichen Paare, die den Tugendpreis gewonnen, auf den erwiedere er jedesmal: ,,Very well, my dear!" (Sehr wohl, mein Sohas!) Soultern wilder Waldmenschen, wo die Elemente des Preisspedes Aud niemals 3ant wegen der Farbe eines Kleides; fie faufe ftets wudsen, vermitterft angestricheneu Balfenwerkes auf Stühlen fißend selbst nach ihrem Geschmad (lauter Beifall von Seiten der Damen). und sich ängstlid anhaltend, damit fein Schwanfen des Zufalls sie vom Hätte niemals seine Ehe bereut, nur daß ihm die Zeit zu schnell vergebe. Throne ftürze, über geschwungene Müßen auf Meeren des Beifalls

, Kreuz-eraminirt“ von Mr. Costello: „Chipping-Ongar ist vier. getragen. Zwei Mufifcorps in erzentrisden Rostümen mit schmetternzehn Meilen von Dunmow. Kamen in einer Miethskutsche mit Freun den Harmonieen; Gigs, Wagen, Broughams, Farmers zu Pferde, den berüber. Standen nicht besonders früh auf. Dies thäten fie Bauern und Volk. So 30g die belohnte eheliche und häusliche Tuüberhaupt nie. Er freilich war zeitig genug reisefertig, um Mrs. Bare gend triumphirend durch die Stadt auf eine grüne Wiese hinaus, wo low nicht warten zu lassen. Doch anderenfalls würde Mrs. Barlow fich ein ganzer Jahrmarkt aufgebaut hatte. Abends großes Fefteffen ficherlich gesagt haben: James, übereile Dich nicht!" Reine Verzör im Sarazenen-Kopf, gegeben von E. T. Smith, präsidirt von dem ligerung durd häusliche Besorgungen. Rein Sølüffel gesucht, feiner terarijden Tobten-Erweder und Schöpfer des alten anglo-fadfisch-ger.

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Ich habe es so ausführlich und mit Liebe geschildert und eine er. Wir müffen ein Tyrol, ein hauptsächlich deutsches Land, betrefpreffe Reise zu diesem Zwed gemacht, weil ich darin das heiterfte und fendes und auch in Deutschland, zu Trient, gedrucktes Werk hier er. glüdlichste Beispiel von der Wechselwirkung zwischen Literatur und wähnen, weil es in italiänischer Sprache geschrieben ist; es ist dies Deben abnte und wirklich bestätigt fand. Außerdem ift Sped ein herr- die Flora des füblichen Tyrol und des nördlichen Italien", von den licher und in der Literatur gar seltener Artifel und kann in der man Gebrübern C. und 4. Perini,) besonders aber weil dazu die nigfaltigften Weise zur Verschönerung der Lebensgenüsse verwendet wer- deutsche Erfindung des Natur-Selbstbruces, welche der verbienstvolle ben. Gebraten und mit daraufgesdlagenen Eiern ist er eine Macht, Auer, Borsteher der kaiserlichen Staatsbuchdruckerei in Wien, welche mit Erbsen gekocht die solideste Art, in Wenigem viel Nahrung zu fo viel Treffliches leistet, benußt worden ift. Die erste lieferung mit genießen, und wie lieblich, wenn er als Perlenschnur in dichten Reihen zehn Tafeln ist außerordentlich gelungen und stellt die zartesten Pflanaus dem Hasenbraten hervorduftet! In dieser Situation wurde er ia zen so treu und zierlich dar, wie es Feder, Pinsel oder Griffel nicht Musterbild verschiedener, berrlicher Metaphern der gespidten" Börse vermag. Zede Tafel enthält den wiffenschaftlichen und italiänischen und anderer Kleinodien des Lebens, die ohne Anwendung symbolisder Namen der betreffenden Pflanze nach Linné, den Ort, wo fie vor. Spidnadeln sonst gar feinen Wert haben. (Soluß folgt.) tömmt, und ihre industrielle oder medizinische Anwendung.

Eine botanische Besdreibung des mittäglichen Tyrol ift noch außer.

dem von Franz ambrosi herausgekommen, ") welche sich großen Italien.

Beifalls erfreut und an die alte Berühmtheit der Universität Padua

erinnert. Literatur-Berichte aus Italien.

Ein Herr Curti hat eine Art von Kommentar zu Dante herPiftoja und die toskanische Eisenbahn. Die Dogen von Venedig. Der ausgegeben, indem er die Geschichte der Zeit erzählt, in welche die favorisch - französische Krieg von 1691. Saluzzo und seine Markgrafen. göttliche Romödie dieses Dichters fällt. *) Flora von Tyrol. Italiänische Zustände, von Luigi Torelli. Prati's Das Verhältniß des Savonarola zu Lorenz von Mebici hat zu „Satan und die Grazien". Graf Cavour's gesammelte Schriften. Ita einer Sdrift von E. Ruberi Beranlassung gegeben, welche eben zu liänisdie Forschungen in der Provence. – Gine Vermählungsschrift. – Ritter Florenz erschienen ift, t) in welcher außer der Widerlegung der Schrift von Heufler. Deutsche Sprachstudien. Dall'Ongaro's Novellen.

von Perrens auch die von dem Professor Paravia ausgesprochene Mei. Die Italiäner sind befanntlich gegen Fremde äußerft zuvorkom. nung widerlegt ift. mend; dies hatte auch die Afademie zu Piftoja veranlaßt, den Ver Einer der ausgewanderten Lombarden, welcher jest Deputirter in fasser der ,,literaturberichte aus Italien" zu ihrem Mitgliede zu ernen dem Parlament zu Curin ist, Luigi Torelli, hat seine Gedanken nen, und dieser ward durch Dankbarkeit veranlaßt, wieder einmal diese über die italiänischen Zustände, welche er 1845 geschrieben, ießt mit Stadt zu besuchen, die er seit Jahren nicht gesehen hatte. Jeßt erreicht die Gegenwart betreffenden Bemerkungen in Turin bruden lassen. man dieselbe auf der Eisenbahn, welche von Florenz über Lucca Habent sua fata libelli. — Der Verfasser, ein reicher, gebildeter Mann, nach. Pisa führt, von wo man am Abend nach Florenz wieder zurück. war in dem österreichischen Staatsdienst in Mailand angestellt gewekehren kann. Bei dieser Spazierfahrt überzeugt man fich, daß der sen, den er aber verließ, um für die Befreiung Italiens von fremden Freund schöner Gegenden durch die Fahrt auf der Eisenbahn nichts Einflüffen thätig zu sein. Als guter Katholif dachte er stets an die an der schönen Aussicht verloren hat; im Gegentheil hat man den Borschrift des Papstes Julius II., Italien von den Barbaren zu bes Vortheil, daß man in viel kürzerer Zeit, als man sonst für die bloße freien." Gioberti hatte eben fein Werk über den bürgerlichen und Hinreise gebraudte, denselben Weg wieder zurücmachen und so auo moralischen Primat der Italiäner gesdrieben, worin er dem Papst gern die entgegengeseßten Ansichten genießen fann, wenn man nicht vor wieder die Rolle von Gregor VII. zuweisen wollte, jedoch im Sinne ziebt, auf den Zwischenstationen Halt zu machen, wozu der obwohl des Fortsdrittes. Zu gleicher Zeit hatte der bekannte Gefdichtschreiber sonst unbedeutende Drt Pescia empfohlen wird.

Graf Balbo sein Bud über die Hoffnungen Italiens herausgegeben, Als Wegweiser auf dieser Fahrt können wir das Werk des geo welcher ebenfalls die Möglichkeit einer Wiedergeburt des Landes mit lehrten Giuseppe Tigrio) empfehlen, der sich seit vielen Jahren Beibehaltung der weltlichen Macht des Papftes für möglich hielt. Auch mit dem Studium seiner vaterländischen Geschichte und Landeskunde war damals das bekannte Buch: „Defterreich und feine Zukunft“ erbeschäftigt. Der Verfasser dieses Wegweisers hat außer der geogra- schienen. Diese drei Werte veranlaßten den Verfasser, Vorschläge zur phisch-physisch - topographischen Beschreibung besonders die Vorzeit von Neugestaltung Italiens zu machen, wobei er aber den Papst beseitigt Piftoja mit Liebe behandelt, in dessen Umgebungen die berühmtesten wissen wollte. Er hatte die Handschrift dieser Arbeit nach Lausanne Solachten älterer und neuerer Zeit gefochten wurden. Von den denk- geschickt, wo sie aber von dem Abfdreiber, der zugleich den Rezensenwürdigen Personen dieser Stadt erwähnt er, nad unwiderleglichen Ur ten gemacht hatte, dermaßen berunstaltet ersdien, daß er die ganze kunden, des Stammbaters der Familie Bonaparte, welcher mit dem Auflage vernichten ließ und eine neue Ausgabe veranstaltete. Die Vornamen Guglielmo im Jahre 1264 ein Landgut zu Lunigiana besaß Brüder Bandiera waren furz vorher durch einen der unsinnigen Ans und sich später in Sarzana niederließ, von wo Giovanni Bonaparte schläge Mazzini's verunglüdt, als Gregor XVI. am 1. Juni 1846 1530 nad Korsika zog.

starb. Der Nachfolger desselben ließ die Hoffnung aufkommen, daß In Venedig ist eine Sammlung von Lebensbeschreibungen der die Hoffnungen von Balbo und Gioberti verwirklicht werden könnten; Dogen dieser Republik, mit in Kupfer gestochenen Bildern derselben daher das Wert Torelli’s, in Widerspruch mit den damals herrschen. nach den noch vorhandenen Driginalen, bereits in zweiter Auflage er. den Ideen ftehend, wenig Anklang fand, um so mehr, da es ohne den schienen. Der Tert ist nach den besten Geschichtschreibern dieser Re- Namen des Verfassers gedrudt worden war, so wie auch seine anderen publit von dem Herausgeber zusammengestellt worden.")

politischen Særiften ohne seinen Namen erschienen find. Der Professor Luigi Cbiccero hat zu Nizza eine bisher un. Der als einer der besten jeßt lebenden Dichter Italiens bekannte edirte Geschichte des Krieges, welchen Viktor Amadeus II. von Sa. Prati hat eine größere Dichtung in vier Gesängen unter dem Titel: pogen gegen Ludwig XII. führte, die damals von dem Geldichtsdreis „Satanas und die Grazien" herausgegeben. tt) Er jdidt voraus, daß ber der See-Alpen, Pietro Gioffredo, geschrieben worden, berausges er einen neuen Weg in der italiänischen Literatur eingeldlagen, indem geben. Es war dies der Krieg, in Folge dessen ein preußisches Hülfø- er die Phantasie mit der Thatsache in solche Verbindung gebracht, daß Corps nach Piemont unter dem Prinzen Karl von Brandenburg gee die Einbildungskraft des Lesers ohne Mühe dem Didater folgen könne. shidt ward, der 1695 bei Casale ftarb.")

Der Gegenstand dieser Dichtung ist der driftlichen Mythologie entnom. Unter den Markgrafen Staliens, welche sich balb von ben beut men. Satanas, erbittert über die Tugenden des Priesters Mario, des johen Kaisern unabhängig machten und sich lange gegen die Städte, Ridhters Heraklit und des Soldaten Hermann, verspricht den Grazien die dort das Feudalwesen brachen und die wachsende Macht Savoyens die Herrschaft über die Erde, wenn sie diese drei Männer verführen. vertheidigten, befanden sich auch die von Saluzzo, deren Geschichte Dies gelingt ihnen sehr leicht. Der Mann ist dem Weibe gegenüber von einem Ungenannten sehr brav erzählt worden ist. t) Sie waren ein dwades Wesen. Hierauf aber veranlaßt der Satan die Gra. aber nicht blos Raubritter, sondern mitunter bedeutende Gelehrte. Einer zien, die drei Verführten zu bewegen, einen Mann zu ermorden, der der Lefteren ist in diesen Blättern bereits rühmlich erwähnt worden. fid über fie lustig gemacht hatte. Als die Grazien ibren Lohn

fordern, verlangt er, daß sie erft die drei Mörber zur Beftrafung *) Guida di Pistoja e del suo territorio, di Pescia e de' suoi din. torni, adorna di otti iocisioni, e di due carte topografiche, da Giu

*) Flora dell'Italia settentrionale e del Tirolo meridionale rappre. seppe Tigri. Pistoja, 1854.

sentata nella Fisiotipia, dai fratelli C. et A. Perini. Trento, 1854. **) Biografie dei Dogi di Venezia, scritte dai: Emanuele Caval. Ci

**) Flora del Tirolo meridionale di Fr. Ambrosi. Padova, 1854. cogna, Corti, Casoni e Mochini, con 120 ritratti. , II. Edit. Venezia, 1855. 4.

***) Istorie Italiane del Secolo XIII. narrate colla scorta della Divina ***) Relazione delle cose accorse durante lo assedio di Villafranca e Comedia, per l'Avv. Pier Ambrogio Curti. Milano, 1854. Nizza, ne' mesi di marzo ed aprile 1691 del P. Gioffredo, publicata dal +) Osservazioni critiche di E. Ruberi sopra una opera del Prof. Professore Luigi Chicchero. Nizza, 1854.

E. T. Perrens, intitolata : Jerome Sayonarola. Firenze, 1854. +) Saluzzo e sui marchesi, con ceoni su varie altre signorie d'Italia tt) Satana e le grazie. Leggenda in quatro canti con prologo e lia di C. G. Passeggiate annuali sui colli Saluzzesi. Saluzzo, 1854.

cenza. Pinerola, 1855.

anzeigen müßten. Auch dies geschieht, und nachdem sie ihre Liebsphieen, hat er eine höchft bemerkenswerthe Netfebeschreibung durch 3ta . haber hatten' binrichten sehen, verlangen fie endlich, daß Satan fein lien herausgegeben,“) welche Zedem, der Italien tennt, eine freunb. Bersprechen balte, nachdem Benus felbft dem Satan geholfen hatte, liche Erinnerung gewähren wird; wer aber Italien kennen lernen will, fie zu diesem Berrath zu überreden, unter dem Borwande, daß fonft dem ift der gelehrte und eben so liebenswürdige Verfaffer ein wohl. ber gange Olymp zugrundegeben würde. Doch Satan bält nicht Wort, unterrichteter, treuer Führer. Seine Humanität hat ihn von den er bringt fie um (!). Die Verfification wird allgemein gelobt, der er bitteren Ausfällen gegen die Italianer freigehalten, welche fo mande Habene Shwung der Sprade ebenfalls; allein über den von dem mit Vorurtheilen nach Italien gebende Reifende blideu laffen. DbDichter eingeschlagenen Weg find die Urtheile sehr verschieden. wohl der Verfasser eigentlid Botanifer ist, hat ihn dieses fein Lieb.

Der piemontesische Premier-Minifter, Graf v. Cavour, hat jeßtlings-Studium nicht verleitet, den darin Unerfahrenen zu belästigen; Allerdings keine Zeit mehr, als Schriftfteller aufzutreten; allein er vielmehr hat er alles beachtet, was den gebildeten Menfchen angeht, bat früher auf sehr ebrenvolle Weise der literarischen Welt angehört; und es beschrieben, wie es den gebildeten Menschen angeht. Jeder in diesem Augenblicke fömmt nun eine Sammlung seiner politischen wird sich bier reichlich befriedigt finden. und staatswirtschaftlichen Schriften heraus.“) Das erste Heft ent Im Piemontefischen wird der deutschen Sprache jeßt viel Sorgfalt bält Abhandlungen über die kommuniftisden Ideen und die Mittel, zugewandt; in der Lombardei aber ist es für Adle, welche eine Anstellung der Verbreitung derselben zu begegnen; ferner über die gegenwärtigen wünschen, nothwendig, Deutsch zu lernen, darum hat daselbft der ProZustände Irlands und seine Zukunft, endlich über die Eifenbahnen in feffor Alberti eine Grammatik und ein deutsches Lesebuch herausgeItalien. Was in lepterer Beziehung unter seiner Verwaltung bereits geben, ") das lektere besonders mit Beispielen aus den bedeutendften in seinem Vaterlande geldeben, zeigt die Eisenbahn von Genua nach deutschen dramatischen Schriftfteülern ausgestattet. der Schweiz, welche bereits den Handel des Mittelmeero unmittelbar Von dem sehr geachteten Belletristen Dall'Ongaro find eben nach Deutsdland führt, und seine Bemühungen, diese Verbindung über zu Turin liebliche Novellen erfdienen, welche sehr gefallen. Der Chur nach den deutsden Eisenbahnen am Bodensee fortzuseßen. So Verfaffer war Geiftlicher, er hat aber das geiftliche Gewand abgelegt, wie unter ihm durch die Apenninen der längste Tunnel in Europa und bewegte sich sonst viel in der Gesellschaft des Prinzen Karl Boausgeführt worden, so bemüht er fich, durch einen noch längeren die naparte-Canino zu Rom. Seinen Ruf bat er besonders durch sein Eisenbahn durch die Alpen unter dem Lukmanier zu führen.

Drama, „Il Fornaciajo", begründet. Die vorliegenden Novellen, unter Auch in Mailand sucht der Gemeinsinn der Industrie -aufzuhelfen, dem Titel: „Die Töchter des Volkes", ***) zeichnen sich duro Wahrdas zeigen die Verhandlungen der dortigen Gesellschaft zur Befördes heit der Darstellung und Sittenreinheit aus, welche die italiänisden rung der Rünfte und Handwerke. c) Der vorliegende Jahrgang ben Erscheinungen dieser Art von den französischen so vortheilhaft auszeich. schäftigt sich hauptsächlich mit Chemie. .

nen. In diesen Novellen zeigt der Verfasser die Verlodungen, denen Die von Karl Albert von Sardinien, jeßt gewöhnlich der Hocha ein junges Mädchen ausgeseßt ift, und wie ffe Flegreich aus diefem berzige genannt, geftiftete Gesellschaft zur Herausgabe der auf die Rampfe der Pflicht mit der Weltluft hervorzugehen vermag, wenn Geschichte des Landes Bezug habenden Quellen hat in verschiedene ihr Herz nicht verbildet ift. Bon diefen Novellen dürften besonders benachbarte Länder Gelehrte ausgesandt, um dort zu sammeln, was ,,Die neue Rodope und Die Sühne" am meisten ansprechen. hierauf Bezug baben möchte. Für Süd-Frankreich wurde der Professor

3. F. Neigebaur. G. B. Adriani bestimmt, welcher zunächst die Provence bereifte, die allerdinge zu dem westliden Ober-3talien in früherer Zeit in manden

Mannigfaltiges. Beziehungen gestanden bat. Er hat von seiner Reise nicht unbedeutende Säße mitgebracht, welche die Gesdichtsquellen seines Vater

Tagebuddes lieutenant& Bellot. Der französische landes bereichern. Der über diese Sendung erstattete Bericht liegt Marine-lieutenant Bellot, der an einer der Polar Expeditionen zur uns gedrudt vor.ssa) Es enthält derselbe freilich meist nur für die Aufsuchung Sir John Franklin's Theil genommen und dabei in edler Geschichte Ober- 3taliens wichtige Gegenstände; allein auch im Augen Aufopferung für einen Verunglüdten feinen Tod gefunden, hat ein meinen ist es merkwürdig, hier zu lesen, wie die innere Verwaltung Reise-Eagebuch hinterlassen, das jeßt im Drud erschienen ift. f) Es der Städte Marseille, Arles, Nimes, Avignon u. f. w. meift dieselbe ist auch dieses Tagebuc ein rühmliches Denkmal des Edelfinnes, der blieb, wenn sich auch die Landesbobeit änderte. Städte, welde von Beldeidenheit und der liebenswürdigen Heiterkeit des jungen See griechischen Kolonieen gegründet wurden, mußten in iører Selbfte mannes, deffen Tod sowohl in England, als in Frankreich so große verwaltung mehr Erfahrung haben, als Städte, die erft tausend Jahre Cheilnahme erregt hat. Herr Julien Lemer bat dem Tagebuch einige nad unserer Zeitrechnung angelegt wurden. Auch für die deutsche interessante biographische Notizen hinzugefügt. Geschide dürfte die Capitulation von Alessandria vom 13. März 1183 merkwürdig fein, wodurch sich diese Stabt dem Raiser Friedrid Bar

Frankreich und das Volferredht während der Reyo. baroffa unterwarf; diefem folgt ein Privilegium für Aleffandria von (ution. Ein Beamter det Minifteriums der auswärtigen AngelegenOtto IV. von 1210 und von Friedrich II. von 1240.

beiten im Haag, Herr H. A. van Dijk, hat in französischer Sprade Wir reihen hieran die Geschichte der Stadt Alessandria, von eine Studie der französischen Revolution von 1789 hinsichtlich ihrer Carlo a Valle, t) welche Stadt von den Mailändern erbaut wurde, Beziehungen zum Auslande und namentlich ihrer Uebergriffe in die als die deutschen Kaiser, von ihren Vafallen geldwächt, der weltlichen damalige Republit Holland herausgegeben. 11) Es ift interesant, diese Herrschaft des Papstes unterlagen, als dieser die fonft fo treuen Städte 'Uebergriffe ber französischen Revolution, die von Historikern und Me. gegen den Raiser aufwiegelte, so daß am Ende der tapfere Raifer moiren- Sdriftsteltern (namentlich auch in dem Leben des Ministers Friedrich Barbarossa genöthigt wurde, dem Papft den Steigbügel als v. Stein) vielfac beleuchtet worden, auch einmal vom rein diplomatisden Pasal 34, balten.

und vötferrechtlichen Standpuntte behandelt zu sehen. Franzöfisde Ge. Wir haben früher in diesen Blättern von den besonders in Ober. fichichtfreiber der Revolution, wie Mignet, Thiers, Lamartine, wiffen Italien üblichen literarisden Hochzeitsgeschenken Nadridt gegeben. Ein deren Ausschreitungen gegen das Ausland natürlich noch viel leichter folches ist auch eine Monographie einer (ni fallor) foffilen Linden-Art, und vollftändiger zu bemänteln, als ihre Gräuel in Franfreich felbft. womit der Professor Maffalongatt) zu Verona die Vermählung des Man fucht die Erfteren gewöhnlich damit zu entschuldigen, daß Franta Nitters . Heufler zu Noren und Perdonegs mit der Gräfin reich der zuerst verleßte, oon Europa angegriffene Theil war. In der Karoline D. Abuer, Beide aus Tyrol, feiert. In Deutschland möchte Geschichte der Länder und Völfer läßt sich jedoch noch viel weniger, ein soldes Hochzeits. Gefdent etwas furios und auffallend forinen, als in der der Individuen, ein Unrecht durch das andere rechtfertigen. besonders ben Bräuten; in talten sind die vornehmsten Damen daran gewöhnt. 3m vorliegenden Falle ift übrigens der Bräutigam felbft ein *) Italianische Briefe. Mit einem Anhange, Erinnetungen aus dem febr bedeutender Literat. Außer einer Menge botanisdier Monogra. Küstenlande, von Ludwig Ritter ». Heufler. Wien, 1853.

**) Principi fondamentali della lingua tedesca esposti per cura del *) Ouvrages politiques et économiques, par le Comte Camille Rufo Professore Ambrogio Alberti. Corso storico. Milano, 1854. de Cavour. Turin, 1855.

L'italiano istruito nella lingua tedesca, per la via del diletto. Ra**) Atti della Società d'Incorraggiomento d'arti e mestieri per l'anno colta etc. Milano, 1855. 1854. Milano.

***) Figlie del popolo. Novelle di Francesco dall' Ongaro. Torino, ***) Iotorno alcuni docomenti di storia patria e codici manoscritti negli 1855. Società editrice Italiana. arcbivi del Mezzodi della Francia, di G. B. Adriani. Torino, 1855.

+) Journal d'úb soyage aux mers polaires, par J. R. Bellot, pré+) Storia d’Alessandria dall'origine fino ai giorni nostri, di Carlo cédé d'une natide par M. Julien Lemer. a Valle, Torino, 1853. ++) Monografia delle Dombeyacee fossili, fine ad ora non conosciute;

tt) Considérations sur l'histoire de la révolution française depuis del Dott. A. Prof. Massalonga. Verona, 1854.

1789 jusqu'en 1796, priscipalement concernant les relations extérieures, par H. A. van Dijk." 1 vol. Utrecbt, 1855.

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werden mit faltem Blute ermordet oder als Sklaven fortgesdhleppt, und England.

die unerforodenen Reisigen Schamyl's treten, mit Beute beladen,

einen haftigen Rüdzug an. Es würde für diesen Häuptling unmöglich Der Krieg in Afien. *)

fein, eine bedeutende Streitmacht länger als eine Woche zusammenzu. Das in der Anmerkung genannte Werk, dessen Verfaffer den vor- halten; denn gelänge es ihm auch, feine buntfchedige Armee zu vers jährigen Feldzug in Klein-Afien im Gefolge der türkischen Armee mite proviantireu, so würde sie doch aus einander laufen, da der Ejderfeffe, gemacht, ersdeint in einem Augenblick, wo der zeitwillige Stillftand in Lesghier oder Dagheftanese nur um der Beute willen sein heimatliches den Dperationen vor Sebaftopol die Aufmerksamkeit von neuem auf das Dorf verläßt. Ein einziges russisches Dragoner-Regiment, von einer Kriegstheater an den Quellen des Euphrat lenkt, auf welchem, Dant Sdwadron reitender Artillerie unterstüßt, würde hinreichen, um jede der im ottomanischen lager herrschenden Zwietracht und Unfähigkeit, Shaar in die Flucht zu schlagen, welche Schamyl in die Ebene von das Glüd der Schlachten den Ruffen von Anfang an treu geblieben Tiflis berabführen fönnte. Niemand weiß dies besser, als der 3mam ift und sie jeßt wieder mit einiger Energie die Offensive ergriffen has felbft, und es zeugt von seiner ausnehmenden Klugheit, daß er fid nie ben, die ihnen an anderen Punkten von Freund oder Feind verwehrt auf eine solche Erpedition eingelassen hat. Zu ihren eigenen unzuwird. Für das englische Publifum dürften die Aufzeichnungen des gänglichen Bergen und bewaldeten Höhen sind die Tscherfefsen und Herrn Duncan ein noch näheres Intereffe haben als für uns, da eß Dagheftanesen außer aller Gefabr; aber als einer ernften Bedrohung der gerade die Uebergriffe der Russen in Asien sind, welche die Po- ruffisden Herrschaft in den transkaukasischen Provinzen gebührt ihnen litif Großbritanniens am eifersüchtigsten bewacht und welchen sie um feinesweges die Wichtigkeit, die man ihnen in Europa beizulegen pflegt.jeden Preis Schranken feßen muß. „Es ist gewiß“, heißt es im Vors Daß die Unfälle der Türken in Asien vor allem durch die Un. worte, „daß jeder neue Scritt, den die Nufsen in Asien machen, eine tüchtigkeit und Corruption ihrer Anführer verschuldet worden, wird aud moralische Niederlage für England ist, und unsere Regierung müßte von unserem Verfasser bestätigt, und vielleicht möchte den Demanen im daher die ernfteften Maßregeln ergreifen, um die Fortschritte der Heere gegenwärtigen Feldzug schon deshalb ein günstigeres Prognostifon zu des Zaren in jener Richtung aufzuhalten. Sollte es der russischen Ar stellen sein, weil die Pforte sich endlich entschlossen, einen Ausländer an mee, welche in diesem Augenblick sowohl Rars als Erzerum bedroht, ihre Spiße zu ftellen. „Es würde", schreibt er, „keine angenehme Aufgabe gelingen, Armenien zu erobern - was leider unabwendbar beint - fein, die Biographie jedes einzelnen Befehlshabers zu geben; um jedoci so würde der Einfluß Rußlande im Drient den höchften Gipfel erreichen. das verberbliche System zu beleuchten, welches den Berfall des ottoWenn aber die Aliirten, die fie drobende Gefahr erkennend, einen manischen Reiches beschleunigt hat, will ich einige Episoden aus dem glüdlichen Feldzug in Georgien unternähmen, so würde der unheilvolle Leben Zarif Mustafa Pascha's, kaiserlichen Muschirs oder Feldmarschalls Einfluß des Nordens mit der territorialen Entwicelung aufhören, die und Oberbefehlshabers der anatolischen Armee, erzählen. Die Laufihm zur Grundlage dient. Zur Zeit des'in diesem Werte geldilderten bahn dieses Pasma hat mit der feiner meiften Rollegen Aehnlihfeit, Feldzuges bätten fünftausend britische und französische Soldaten im und er fann als ein Typus seiner Rafte betrachtet werden, indem er Berein mit der türkischen Armee genügt, um die Russen aus Georgien die übrigen Mitglieder derselben weder in guten, noo in schlechten bis weit über den Kaufafus zu treiben. Gegenwärtig würden zehn- Eigenschaften übertrifft. Wo Zarif Pascha zuerst das Licht des Tages tausend europäische Bajonette taum hinreichen, um dem Vorrüden des erblidte, barüber weigt die Geschichte. Er durczog in feiner Jugend Generals Murawiev Einhalt zu thun und die Integrität der afia. den Hauptweg, der in der Türkei zur Größe führt - ben Sklaven. tischen Provinzen des Türkenreiche zu fidern. Sollten die Regierun- markt. Er wurde an Riza - Pascha, den jeßigen Seriaster, verkauft, gen von Großbritannien und Frankreich der Gefahr, die ihnen in und in dem Farem dieses Würbenträgers entwidelte der fünftige Mu Aften droht, noch länger die Augen persoließen, so wird die Zeit viel.

schir jene geistigen und fittlichen Eigenschaften, die später in ginem leicht kommen, wo sie einen zweifelhaften Feldzug gegen die von Kars To herrlichen Lichte glänzen fodten. Die erste Blüthe der Jugend hatte bis Moflul und von Bajasid bis Trebisond siegreichen Legionen Ruß. faum die Wangen des kleinen Zarif geröthet, als er die zweite Stufe lands werden unternehmen müssen."

auf der Leiter zum Glüde erftieg, indem er als Dschibuftschi oder Wie man sieht, ist der Verfasser geneigt, die Dinge in einem et Pfeifenträger im Gefolge feines Herrn erschien, der ihm nach einiger was fowarzen Licht zu betrachten, und müssen wir unsererseits gee Zeit ein Civilamt übertrug. Die politische und gesellschaftliche Carrière feben, daß wir nicht recht an ein ernftliches Borbringen der Ruffen Zarif Efendi's war somit begonnen. In ähnlichen Fällen wird jedoch in Klein-Asien glauben, so lange die Verbündeten Meifter des Pon. der getreue Tsdibuktfchi oder ehrgeizige Barbier gewöhnlich mit einer tus Eurinus find und ihnen durch eine lanbung bei Batum oder an Hauptmanns- oder Majorsftelle in der Armee bedacht, worauf er nach einem anderen beliebigen Punkte die Communicationen abschneiden fön und nad, entweder durch Intrigue oder durch Beftechung, den Rang nen. Was übrigens eine Diversion von Seiten Soamyl's betrifft, eines Pascha erhält. Alsbann fauft er seinerseits kleine Sklavent, den gewiffe Zeitungen alle Augenblid im Rücken des Feindes ersdeis welge als fünftige Generale und Staatsmänner betrachtet werden nen und unerhörte Heldenthaten vollbringen lassen, so behandelt Herr können. Wenn man ein derartiges Avancement in Erwägung zieht, so Duncan die auf die Mitwirkung des tapferen Imam gerichteten Hoffe wird man nicht mehr darüber erstaunen, daß in Affen, wie vor Balanungen als dimärisch. „Auf die Gefahr hin, mande romantische flava, die Offiziere der türkischen Armee die Erften waren, die ihren 3deen in der Phantasie meiner Leser zu zerstören“, sagt er, muß ich unglüdlichen Truppen bas Beispiel der Flucht gaben. Das Glüd bea offen erklären, daß das undisziplinirte und schlecht bewaffnete Gefin- günstigte Zarif Efendi, und er wurde bald Zarif Bei. Durch die Probel, aus welchem der Anhang Shamyl's besteht, obwohl unüberwind- tection seines früheren Herrn sab er fid zu einem hohen Poften in der lich in seinen Bergveften, in den Ebenen Georgiens følechterdings Civilverwaltung der Armee erhoben, als feine Aussichten auf eine Zeitlang nicht zu gebrauchen ift. Richts kann abgeschmadter fein, als die Ger durch ein unvorbergesehenes Mißgeldid getrübt wurden. Einige bei den rüõte von den periodischen Siegen, die nur in der lebhaften Einbil. Armeelieferungen vorgefallene Uebelftände zogen die Aufmerksamkeit dungskraft der deutschen Zeitungsschreiber eriftiren, nach welchen z. B. der Regierung auf fich, und es ergab fid aus einer mehr als gewöhn60,000 Tscherfefsen innerhalb zweier Tagemärse vor Tiflis vorrüden.

lich forgfältigen Revision, daß Zarif Bei einen kleinen Irrthum von Die Wahrheit ist diese: Wenn die Felder beftellt worden, haben die 15,000 Beuteln oder 75,000 Pfo. Sterl. begangen hatte. Die Folge Bergbewohner Muße, bis zum Eintritt des Herbstes eine kleine Raz- dieses unglüdlichen Ereigniffes war die Abfeßung und Verbannung zia zu unternehmen; einige Hundert Reiter versammeln sich, steigen des Schuldigen. Er erhielt auch den Befehl, die unterfdlagene von ihren Horften herab und fallen wie ein Donnerkeil auf irgend ein Summe wiederzuerstatten, und er foll in der That einen kleinen Theil argloses russisches Dorf. Der Ort wird geplündert, die Einwohner davon in den Staatsschaß eingezahlt haben, welcher Aft uneigennüßiger

*) A Campaign with the Turks in Asia. By Charles Duncan, Esg. Großmuth noch jeßt von den Bewunderern Zarif Pafcha's gerühmt London; Smith, Elder & Co., 1855. 2 Bde. Berlin, A. Asher & Comp. wird. Das schüßende Auge Riza-Pascha's hörte indefien nicht auf,

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