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Protection und die Wohlthätigkeit, find gut behandelt; sie zeichnen sich Huet, Ménage, Saumaise, Bentley, den Bischof von Salisbury, Gala fogar burch Anmuth und Würde aus.

land, Bonjour, die Graevius, bie Gronovius, Heinsius, P. Burman, In dem wieder eröffneten Boymansschen Museum zu Rotterdam Shulting, Soeuchzer, Witfen und Leibniz. - Die Manuskripte des findet man mehrere Hauptwerke großer Meifter, unter Anderem den verstorbenen Vice-Admirals van der Velde, die man schon mit fo Musifue des Adrian von Dfitade, befannt durch den Kupferstich des großem Nagen für die „Geld idte der niederländischen Mas Cornelis Visser; eit Blumenstück von Rachel Rupiah, der Tochter rine" benußt hat, find durch seine Söhne der Staate übergeben und ber berühmten Anatomen, ber Peter den Großen in seiner Kunst un. in den Ardiven niedergelegt worden. - Das naturhistorische Muterrichtet hat; neur Gestalten und eine Garten-Ansicht, von Pieter feum legdens hat fich durch eine reiche Sammlung von Fischen aus de Hoogt; ein Stilleben, von Jan Weenir; einen Greis mit einer Niederländisd - Indien bereichert. Die Münzen- und MedaillenMeute Hunde, von Bartholomäus van der Helft; einen Knaben mit Sammlung der Universität Legben ist mit einer Auswahl feltener seinem Papagei, son Nicolas Maes.

einheimisder Münzen aus dem adtzehnten Jahrhundert und merkwürDie jährliche Ausstellung der Gemälde von lebenden Meiftern ente diger Münzen aus Portugal, aus Brafilien und von den Azoren ben hält mehrere bemerkenswerthe Werte. Herr François, von Brüssel, hat schenkt worden. Ich kann hier auch noch die Mittheilung hinzufüger, in seiner Flucht des Grotius" die Probe einer in den Details sehr daß in Utrecht auf dem Plaße, der ehemals innerhalb der Ringmauer geschickten Pinselführung gegeben; aber ist er fonft auch der Darstel- der Paulo-Abtei gelegen, einer halben Mètre tief in der Erde von lung seines Gegenstandes gewachsen gewesen? Der erste Rechtskundige Handwerkern ein mit einem Stein bedeckter Topf gefunden worden ift, feines Jahrhunderts, der Vater des internationalen Rechte, der befte und der 558 niederländische, fpanische, englisde, schottische, französische, der frieðfertigfte Mensch, in dem Fort Loevenftein eingeschloffen, ange deutsche, österreichische und tärnthnisce Goldmünzen aus der Zeit von klagt, ein Freund Frankreichs zu fein, als ein Hocverräther Berfolgt 1420—1562 enthielt. Diesen Schaß baben die frommen Väter ohne und durch den ehrgeizigen Moriß von Oranien mit dem tragischen Ende Zweifel während der Religionsfriege zu Ende des fedzehnten Jahre Oldenbarneveldt's bedroht, blos darum, weil er diesem Usurpator in hunderts der Erde anvertraut, als die fatholische Geistlichkeit sich in den Weg getreten war; die edle und geistreiche Frau des Gefangenen der alten Bischofsstadt start bebrängt sah. Im Jahre 1580 wurbe im Begriff, denselben in einer Kifte, welche sie, mit Büchern ge die Abtei wirklich geplündert.

die Abtei wirklich geplündert. - Dem beständigen Comité der Gesellfült, gebracht hatte, zu versteden, und mit der rührendften Sorgfalt den schaft der Wissenschaften von Seeland ist ein Bericht abgestattet worden Sdiffern ihren kostbaren Shaß auf die Seele bindend; aus diesem über eine große Anzahl von Briefen und eigenbändigen Søriftftüder Stoff war wohl etwas Besseres zu machen als eine flamändische Faree, Philipp'8 II. von Spanien, Wilhelm's des Soweigsamen, deo Grafen in welcher alle Personen wie Schuljungen aussehen, die ihrem Lehrer von Horn, des Herzoge von Alba, Vargas' und anderer Personen, welche einen Schabernad zu spielen im Begriff find. Und diefe feltfame Pas in den großen Befreiungskampf der Niederlande verflochten waren. rodie hat einen Käufer gefunden!

Diese von der Direction der Ardide ber Provinz mitgetheilten Dolu,,Midel Angelo vor dem leichnam der Vittoria Colonna", der Cor- mente, dot denen mehrere einen bedeutenden Historischen Werth haben neille der Malerei, wie er der berühmtesten Frau 3taliens, der Frau, sollen, find größtentheils in Chiffern geschrieben. Dem Präsidenten die er bis in ihr Oreisenalter so zärtlid geliebt, das leßte Absbiedswort ift es fdon gelungen, einen Brief, in welchem der foredliche König zuruft. Auch dies ist ein großartiger Gegenstand; Herr Sdwarße seinem Lieblingsminister geheime Instructionen giebt, zu entziffern. bat denselben auf eine recht effektvolle Weise dargestellt; nur wäre der Herr Gaard hat den vierten Band der bidber nod nicht veröffentDarstellung etwas mehr Beftimmtheit zu wünschen; eg wird diese durch. lighten Korrespondenz Wilhelm's des Schweigsamen veröffentlicht: 128 die Portrait. Aehnlichkeit noch nicht erfeßt.

von ihm felbft geschriebene Briefe, Rieben den Generalstaaten von ihm Herzogenbuso bat in diesem Winter seine erste Ausstellung der gemachten Propofitionen und den Cert der Berichtes, der den Generalschönen Künfte veranstaltet. Der Katalog enthielt 519 Nummern. Die ftaaten und dem Prinzen von den Deputirten abgeffattet wurde, die Celebritäten Hatten, aus Furcht, fich zu kompromittiren, fich nicht be abgeschidt worden waren, die niederländische Krone dem Herzog von theiligt. Aber es waren doch eine Menge guter Werke da. Die Kom. Anjou, Bruber Heinrid's III., anzutragen. Die Redacteure ber mission hat die glüdliche Idee gehabt, die ganze Ausstellung zu vere politischen and ökonomisden Jahrbücher" find endlich dahin svosen; das loos foftete nur zwei Gulden.' – Wenn es unter 3hren gelangt, die regelmäßige Veröffentliðung dieser nüßlichen Sammlung Lesern Engländer giebt, welche geneigt sind, Holland zu befuden, fo werheißen zu können; es ift fo eben der sechste Jahrgang erfdienen. möchte ich sie bitten, fich vor den Betrügereien unserer Gemäldehäude Holland hat bis zum Jahre 1815 teine gleichförmige Orthographie. ler in Acht zu nehmen; sie übertreffen diejenigen, welde van Effen Es wurde in diesem Jahre Profeffor Siegenbed damit beauftragt, die vor hundert Jahren auf fo fomise Weise in dem Spectator angezeigt Orthographie für die holländische Sprache definitio festzustellen. Dieser Hat; es vergeht selten ein Monat, wo nicht der eine oder der andere Romulus der holländischen Grammatit, der Soreden der Schüler, ift der englischen Räufer fich anführen läßt. Man treibt die Unverschämta' nicht im Wetter gen Himmel gefahren; er ift friedlich in seinem Bett heit fo weit, daß man ihnen vorgeblice Driginalgemälde bon moder. zu leyden gestorben, in seinem zweiunbachtzigsten Lebensjahre, als einnen englisden Malern berfauft; die englischen Maler werden erstaunt fader Arabemiter.

(Schluß folgt.) fein, wenn man ihnen ihre Gemälde bringt, damit sie dieselben auffrischen! Würde man ein so großes Talent der Nachahmung nicht

Mannigfaltiges. beffer anwenden fönnen?

Bei dem Verfauf der Münzen- und Medaillensammlung des Herrn Vexluft son ard äologisden Dentmälern. Nagrichten Beder Find ziemlid hobe Preise bezahlt worden. Ein in Battavia aus dem Orient melden den Verluft einer fchönen Sammlung von Al. 1646 geprägted Halbgulbenftüd ist mit neunundneunzig Gulden bezahlt terthümern, welche die Agenten der französischen Regierung wäbrend worden. Die Medaille zum Andenfen an den Angriff des Statthal. der leßten Jahre in den verschiedenen Ruinten AfTyriend und Babylon ters Wilhelm II. auf Amsterdam hat einundsechzig und zweiundsiebzig niens für das Museum des Louvre zusammengebracht hatten. Sie beGulden gebracht. Zwei Ehrenmedaillen, die der König Louis Napo. ftant erftens aus allen feit vier Jahren in Rhorfabab gefundenen Dentleon der Industrie-Ausftellung zu litredt und der Zeichen-Akademie · mälern, nämlich aus zwei foloffalen Stieren, mehreren Bildsäulen afo in Haag gewidmet hat, sind mit funfzig und zweiundbreißig Gulber fyrider Götter, einer Reihe von Badreliefe, einer großen Menge mit bezahlt worden. Obwohl Räufer aus Frankreich, aus Belgien, aus Inschriften versehener Steine, Cylinder und Tafeln, eisernen GeräthDeutsdland, aus Dänemark und sogar aus Rußland gekommen waren, schaften, elfenbeinernen und goldenen Zierraten und zahlreichen fleine ift doch der größte Theil der Sammlung, wenigftens in Bezug auf ren Runftgegenständen; zweiten aus einer sehr umfangreiden Collecdie aus dem Mittelalter und aus der neueren Zeiten berrührenden tion in Rogundiğit und Nimrub ausgegrabener Badreliefø, etwa hun. Münzen, in Holland geblieben. — Bei dem Verkauf der Hillebeltiden dertfunfzig an der Zahl, und drittens aus der Gesammtausbeute ber Gemäldefammlung ist ein Interieur" von Leys mit 3460 Galben Babylonischen Rommiffion des Herrn Fresnel, welche in vierzig bis bezahlt worden. Wir fönnen der Regierung Glüd bazu wünschen, funfzig Riften gepagt und, wie man glaubt, von großem Werthe war. daß sie den werthvollen Nachlaß Oydbert Cuper's, eines Staats. Diese ganze Sammlung ging beim Umschlagen eines Bootes auf der mannes und Gelehrten, ber von 1664 - 1716 in Korrespondenz mit Fahrt den Euphrat binab nad Baffotah verloren und liegt jest in den meisten Celebritäten feiner Zeit geftanden, an fich gekauft hat fünf Klafter tiefem Wasser, ohne daß man Hoffnung hätte, fie wieder Ohne die fechgebn Bände einheimischer Manuskripte zu rechnen, hat an den Tag zu förbern. Zum Glüd batte Herr Place die Marmora. die Königliche Bibliothek im Haag fido baburo um 140 Bände von tafeln von Khorsabad photographiren laffen, während die Koyundschifer Briefen bereichert, welche Cuper mit 300—400 wissenschaftlichen Nota von dem Künftler des Britischen Museums, Herrn Boutcher, abgezeich. bilitäten in Europa und in Afien gewechselt hat, unter denen wir nur net wurben. Von den 3nsoriften bat Oberft Rawlinson Ropieen nach die folgenden anführen: Montfaucon, Banburi, Magliabechi, Lacroze, England mitgebracht.

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pete das alte Ravalleriepferb. Die Dunmowiter fühlten das Blut ber England.

Geschichte durch ihre Adern jagen, sie wurden resolut und faßten

die Resolution, auf Grund der Ainsworthsden Speckfeite eine allge Literatur-Briefe aus England.

meine Volksversammlung im Rathhause zu halten, natürlich mit bem Achter Monats - Bericht. 1855.

Mayor an der Spiße. In dem Meeting ward natürlich ein Comité Erlebte literatur. Gine Ainsworthíche Novelle in Leben und ein Speckvolfsfeft gewählt, welches den Beschluß, das alte Dunmowsche Speckseitenfest übersept. – Die Bewerbung zärtlicher Ehepaare un den ,,Dunmow.Spek:' wieder ins Leben zu zaubern, ausführen sollte. Das Comité schrieb Fletích". Entstehung, Charakter und Schilderung des Dunmow - Festes. an Ainsworth um Beistand. Wie konnte der Dichter, der so ins Leben Ainsworth's Magazine. - Die August - Hefte der Monate - Magazine. - Der getroffen, ihn verweigern? Er war es, der ihnen zugerufen: „Ehedeutsche und der englische Student. Englische Warnung vor gewissen Gr liche Treue und Friedfertigkeit mit Sped einzureiben!" Er hatte unter findungen Berlins.

Privatleben des Königs von Dude in Oftindien mit den Dunmowitern einen neuen Zeitgeist hervorgerufen, er hatte einen feinem englischen Barbier und Premier - Minister, jeßt Omnibus - Conducteur hundertjährigen Todten erwedt. Ainsworth antwortete mit goldenen in London. Admee - Kanawallah, das menschenfressende Pferd. ,,Die alte

Worten und fünf Guineen als Beitrag zur Beftreitung der Koften. Hosvorstadt" Lonbons, von Leigh þunt. - Biographieen der Königinnen von England aus dem Hause Hannover, von Dr. Doran.

In feiner Novelle hieß es: ,,Ein gutes Weib ist nicht nur eine

Reise - Abenteuer aus den Hinterwäldern Amerika's, von Beste. Verfälschung8 - literatur. — Ver:

Krone für den Mann, sondern fie fann für ihn auch ein Fletfd ) Sped fälschte Handels- und Staatsleute. Die fünfundzwanzigste Hauptversamm: werden, wenn sie nach Dunmow geht und die Prüfung besteht. Die lung der British Association. - Rawlinson's Vortrag über seine babylo- zeitgeehrte (altersheilige) Sitte verdient wieder ins Leben gerufen zu nischen Forschungen. Jahresbericht des Professors Airy. Thaceray's werden. Jedes verheiratete Paar, welches gewissenhaft dwören fann, „Newcomes" zu Ende. „L'Étoile du Nord”. Schluß der

baß fie mindeftens ein Jahr und einen Tag hinter einander in dolDie Pariser Ausstellung.

kommener Harmonie und glücklich mit einander verlebt haben, sollen London, Anfangs Auguft. als einen Preis zwei Hundertgewichte (zwei englische Centner) des mil. Dat Kriterium eines schöngeistigen Erzeugnisses ift, nach Goethe, deften Frühstücksspedes erhalten, verbürgt, daß es dunmowgezogener, daß es etwas Erlebtes enthalte. Nur das Erlebte fann wieder leo dunmowgemäfteter und bunmowgeräucherter fei." ben werden und geben, weil im Erleben sich der geistige Inhalt, ber Nach Shakespeare ist Musik der Liebe Nahrung; die Speisekarte zur schönen, wirtsamen Darstellung kommen soll, individualifirt und in derselben muß aber in England mindestens um Speď bereichert werseinem Reidthume offenbart. Deshalb freue ich mich, mit doppelt er. den. ,,Von einem verbeirateten Liebespaar fagen zu fönnen" (Worte lebter Literatur aufwarten zu können, mit literatur, die lustiges, wirk- des Charles Povey), eg verdiene den „Fletsch", ist ein hobes Romliches Leben geworden, das ich mit erlebt habe, Liebesleben, Familien- pliment; aber die Glüdlichsten der Sterblichen sind die, welche iba leben mit zweihundert Pfund mildesten Dunmow - Frühstüdsspecs. schon gewonnen haben." Und kann man, nach Solon, auch feinen Doch diese beiden aus der Literatur hervorgegangenen zweihunderts Menschen vor seinem Tode glüdlich preisen, machen doch die Beiden pfündigen Spedseiten bedürfen eines guten Kommentars für Deutsch eine Ausnahme, die den so gewonnenen Fletso auch verzehren und land, wo man die tägliche Sitte und Wonne eines gebratenen Snit- nicht nöthig haben, ihn etwa aus Geld- oder Hutverlegenheit der Frau tes Spect, eines „rasher of bacon" zuhause und in jedem Kaffeehause zu verkaufen. Amor muß die Pfeile aus seinem Röder (dütten und nicht kennt und die Souverainetät des Spedes beim Frühstück, zum Spedhaken dafür hineinthun. Es wirft ein bedentliches Licht auf den Thee und Kaffee nicht anerkennt, da er nur fich mit Eiern oder als Ehefrieden Englands, daß just ein ganzes Jahrhundert lang niemals ,,Spide" im Braten oder sonst in untergeordneter kulinarischer Stel- ein Paar fich zur Prüfung für den zweicentnerigen Dunmow - Fletích lung aus dem Rauchfange und der Speisekammer hervorwagen darf. gemeldet. Ein ganzes Jahrhundert lang følug jedem Paare das Wie bei den lappländern der Fischthran, ist bei den Engländern der Gewissen bei dem alten, fächsischen Sprüchworte: Sped zum Selbstbewußtsein gekommen, ein Ich geworden und dabei He that repents him not of his marriage in a year and a day, either sleepfo ftolz und voll Spontaneität, als wollte er mit Cartesius sagen: co

ing or waking, gito ergo sum. In Deutschland fängt man mit felbftändigem Sped May lawfully go to Dunmow and fetch a flitch of bacon. Mäuse, in England belohnt man treue Liebe damit, denn ohne Sped In der Eil überlegt, lautet dies im Deutsden etwa: zum Frühstüd bleibt fein Engländer ein treuer, liebender Gatte. Außer. Wer Jahr und Tag weder wachend, noch schlafend seine Hälfte fich wünscht bem muß er Abends zum Thee auch noch , shrimps" haben.

geftohlen, Doo zur Sade, nämlich zu dem aus der Literatur hervorgequolle Hat das Recht, nad Dunmow zu gehen und fich ein Stück Speck zu

holen. nen Spedseiten-Liebesfeste zu Dunmow, das manche Leser wohl icon in englisden illuftrirten Blättern abgebildet gesehen haben. Ein Wochenblatt Die Männer tranfen in England mehr, als die wegen diefer Tubrachte sogar eine Schilderung des Festes vierundzwanzig Stunden vor gend berühmten Deutschen. Seche Flaschen Wein oder zehn Quart demselben, wie Helftab früher Kritifen über Konzertleistungen, die gar Bier in den leib, wo blieb da der Raum für die Liebe? Das Rnal. nicht geleistet worden, vorher schrieb und bruden ließ. 3ch werbe es ten der Pfropfen und das Gurgeln des Zapfen übermusizirte die Stimme nie vergessen, so lange es aud her ift, daß Madame Crelinger einmal der Liebe zubause, die ihren Vatten jede Woche fiebenmal mit Hülfe ein Gedicht mit Weihe und Kraft" gesprochen, während fie gar nicht ftarker Dienftboten zu Bett bringen mußte. Wo sollte da der Dunba war. Das Dunmow - Spedfeft war ein literarisches Ereigniß, das mow-Sped zu Einreibungen Häuslicer Glüdseligkeit herkommen? Auch ganz london lebhaft beschäftigte, eine Hetle, faunige, frifche Auferstehung follen früher die Damen gern mit Freunden und Fremden im Monddes merry Old England, ein gutes, gesundes Zeichen unter fo foredlid fein spazieren gegangen sein, damit ihnen die Zeit bis zum Empfange viel Krankheitssymptomen der englischen Gesellschaft. Voriges Jahr des zehn Quart schwereren Gatten nicht zu lang werbe. erschien eine Novelle von Ainsworth: „The Flitch of Bacon", ,, die Doch welch ein Unterschied zwischen 1755 und 1855! ,,Die pöbel. Spedfeite". Die spedkulturberühmte Stadt Dunmom, vierzig Meilen bafte Gesundheit der Engländer" (wie Heine fagt) bat fich verlorent von London auf der Ostseite, las bad Budy, und die Herzen ihrer Be- und damit auch die entfeßliche Kraft, fo viel zu vertragen. Statt der wohner erweiterten fic und erhoben fich, als sie mit Staunen erfahren, Zehnquartstammgäfte im folimmsten Falle ,,brandy and water", außer. baß die Spedseiten - Novelle in ihrer eigenen Stadt spielte und ein dem Alles voll Teetotalismus. Die jeßige Generation hat sich filtrirt Bolfefest (bilderte, das einft so viel Lust und Heiterkeit in dem jeßigen, ftillen, nüchternen Orte verbreitete und Boltsmassen aus weiter *) Ich habe das Wort unter den Bauern Sachsens oft gehört, welche baFerne berbeirief. Schon das Wort ,,Sped" regte fie auf, wie der

mit einen großen, unregelmäßigen, fetten Fleck oder Klumpen bezeichnen. Sie

sagen: „a Fleisch Butter", „a Fletid Blut“, „a Fletídy Fleesch". Dies bea Schlachtengesang den schottischen Hochlandshäuptling oder die Trom- rechtigt zu einer so wortgetreuen

Uebersepung.

ist, da den meisten Lesern das mais

und purifizirt. Der Sớmuß hat sich gefeßt, und das bürgerliche und Kompliment, daß die „foreigners” ganz refolute Leute seien und Alles ebeliche Leben ist klar wie Kryftall. Die Bedingungen eines geseßlichen zu menagiren wüßten; Engländer hätten sich ohne mich jedenfalls furchtAnspruch auf den Dunmow -Sped find fein Traum mehr. Raum er.

bar pretlen lassen. dien die Bekanntmachung, daß die Spedkonkurrenz glücklicher Paare Wir rumpelten lustig unter dem Regen hin neben grüngeschmück. wieder eröffnet werden solle, als das Comité fofort in eine Fluth von ten Karren und Körben voller Erdbeeren, Kirschen, Austern u. r. w. Briefen versant. In jedem Briefe stand die Versicherung, daß dem und flatscend nassen Fußgängern vorbei, bis wir in der Nähe des Schreiber der Sped sicher sei. Wie es aber zugegangen, weiß ich

Wie es aber zugegangen, weiß ich Rathhauses mitten unter einer triefenden Menge anfamen. Von Mennicht, genug, nur vierzehn Paare erschienen im Druc als zuläffige (den fab man eigentlich nicht viel: Alles war Regenschirm und Röde Ritter, um den Preis zu kämpfen, und auch von diesen vierzehn Rit und Säde und Wachsleinwand über den Köpfen. Wir drängten uns terpaaren kamen nur zwei in die Schraufen. Damit wir als Zu- burd die triefende, soweigende Menge in den überfüllten ,,Sarazenenschauer hineinfommen und das Turnier verstehen, müssen wir uns von Kopf(ein großes Gaft- und Bierbaus) hinein, um für gutes Geld außen und aus London berbeibrängen und etwas historisc werden. spottschlecht zu essen und zu trinken, und lichteten dann unsere Anfer

Man hatte eine große Prozession von und nach dem Rathhause nach dem Rathhause, der ,,Town Hall", einem nüchternen, weißwanbeschlossen mit Pferden, Federbüschen, Kostümen, Fahnen, Bannern, digen Raum mit hölzernen Querbalfen oben, aber unten ziemlich anPaufen, Trompeten und Allem, was sonst zu einem ordentlich auf- muthig mit Damen geschmückt. Doch der Hauptschmuď waren die erstandenen Spedfultus gehören mag. Aber wo das alles in Dune zwei Preis - Fletsche, die in blau angestrichenen Holzpyramiden, mit mow, das nicht einmal ein Theater hat, bernehmen? Das Comité Blumen umwunden, auf beiden Seiten des Präsidentenstuhls bingen. fand guten Rath in einem der vielen Briefe, untersárieben C. T. Smith. Ganz dicht an die Wand gequetscht, faßen die Junggesellen und JungDas ist kein gewöhnlicher Mann mit Namen Smith, fondern der Päch- frauen, welche als Geldworene fungiren sollten. Die Ersteren hatten ter des Drurplane-Theaters, der den Actionairen aus nach jedem der ungemein viel Pommade in ihr Haar geschmiert, damit es feierlid in diesem Theater üblichen Bankerotte Zinsen und Dividenden zu zah- glänze und die Lođen steif fäßen. Ein Geschworener trug eine solde len versteht. Er hatte sich zudem auch zu einer Spedfeite gemeldet. feftgedrehte dice lode gerade auf der Stirn, als sollte sie ihm gelegentMan schrieb an ihn um Glanz und Pracht, und er hidte einige Fu- lich alo Dpernguder dienen. Sie fah auch ganz so aut. Auf einer hölder mittelalterlicher Ritter-, Knappen- und Bauern-Kostüme, goldener zernen Galerie aber, nicht größer als ein Omnibus, drängten sich die Stäbe, Guirlanden meilenweise, Fahnen und Flaggen in allen Farben Dunmowiter Honoratioren zusammen, wie mir gesagt ward. Doo und Formen. Kleider machen Leute, und Leute machen eine Prozession. habe ich faum hinaufgeblickt. Die sechs weiblichen geschworenen JungDer Grund war durd Ainsworth's Guineen, zu denen Patrioten Hun- frauen, alle geborene Dunmowiterinnen, drei Blondinen und brei Brüberte fügten, und Smith's Kleidermagazin gelegt, und da der Aufbau netten, fdienen sich verschworen zu haben, Alt und Jung unseres Gedurch Freiwillige bewerkstelligt ward, wie der mittelalterlicher Dome, schlechts für alle anderen Reize des Festes blind zu machen. So sehr wuchs das Festgerüste wie durch Zauberei empor. Und so würde die ich auch schon ing alte Regifter gerathe, war meine Bewunderung doch Sonne des 19. Juli mit lauter Glanz und Gluth am Festhimmel em ganz jugendlich. 3ch entschuldigte mich im Stillen mit den weißbaaporgestiegen sein und auf das kolossalste Theater im Freien zu Dunmow rigen Greisen des Homer, welche, troß ihres Schnees auf den Köpfen, berabgelächelt haben, wenn es unter ihr nicht unbarmherzig geregnet die Helena dermaßen bewunderten, daß sie meinten, so viel Blut und hätte. Um 7 Uhr Morgens, als ich festgeldmüdt zur Eisenbahn eilte, Thränen der Krieg auch kofte, fie sei es werth. Nein, sie waren zu fing der Himmel an zu sprühen und zu spuden, wie eine in Wuth ger schön, zu reizend! Die frischen, feinen Wangen waren ein stets les seßte wilde Raße mit frummem Budel. Defsenungeachtet mußten auf bendiger Tummelplaß von feinen Erröthungen, die darüber hinjagten, bem Eastern-Counties. Eisenbahnhofe noch immer Wagen an Wagen wie Wolfenschatten über die Erde. Sie merkten es, daß sie allgemein gehangen werden, um die gepußten Gäfte aufzunehmen. Troß des bewundert wurden, und waren es außerdem auch gar nicht gewohnt, als fnatternden Kleingewehrfeuers von Waffer, das ununterbrochen gegen Geschworene über eheliche Glückseligkeit öffentlich zu entspeiden. Und die Fenster bombardirte, ging es doch in den Waggons ziemlich luftig zudem ringdum von dichten Dperngucker-Batterieen umbroht und durch ber. Fremde und Freunde lachten und sprachen mit einander, was die Fenster von außen rob, aber ehrlich und enthusiastifo bewundert sonst burchaus auf feiner englischen Eisenbahn Mode ist. Jeder fühlte und laut gelobt, eine vor der anderen, und mit Namen genannt. Da

id durch den Geist eines edit humanistischen Volfsfeftes befreit von ging es don nicht anders, alle dromatisden Tonleitern des Erröthens der traurigen englischen Etikette, erwärmt, erhoben. Die jungen Da- mußten wiederholt durchgespielt werden auf und ab, bis der Präsident men, ungemein zahlreich vertreten, zeigten fich ganz besonders aufge- eintrat und das Feft durch eine Rede eröffnete. räumt. fing mit meiner stark braungelodten Nachbarin eine Un. Präsident Mr. Ainsworth fing mit dem zwölften Jahrhundert an, terhaltung durch die Frage an, wie es von wegen meiner stillen Sehn- in welchem das Dunmow-Fletsch-Sped-Fest Mode geworden und sich sucht nach einer Cigarre stände? „Oh, no objection at all, Sir!" Und Jahr für Jahr frisd erhalten bis 1755. Er mischte die Tempelritter so gab ich das Feuersignal, und in weniger als fünf Minuten fingen mit ein und wies Spuren des Festes in Frankreich und Deutscland alle nicht Eingeweihten an zu Huften, und eine Rauchsäule bildete Fich nach. Sold eine spaßbafte, originelle, weitverbreitete Festsitte verdiene aus wohl zwanzig Glimmstengeln zu den fleinen offenen Fenstern bere wieder aufgefrischt zu werden. Dafür hatte er unzählige historische, aus, so dick wie die Deffnung. Der Tabaceraud erheitert, ohne zu ernste und humoristisde Gründe und Motive. Was Deutschland be. berausden, zumal wenn die Nichtrauchenden dazu buften und lachen trifft, so führte er ein , Stadtthor in Desterreich an“ (als wenn Defterund zeigen wollen, daß sie mit dem Zeitgeiste fortgesgritten sind. Die reich eine kleine Stadt mit einem Thore fei), über welchem die Verse Zeiten, wo in Englands guter Gesellschaft der Verdacht, daß Einer eingegraben seien: (30 ließ sie mir von einem Stenographen hinter . rauche, gleich nach dem, daß er einen silbernen Löffel gestohlen, tam, ber diktiren, natürlich englisch, so daß id daraus zurücüberseßen muß, sind vorbei. In Leicester Square, allerdings der deenglifirtesten Gegend da ich weder das Original, noch die Stadt fenne. Vielleicht fömmt Londong, giebt es schon einen großen englisden Penny-Lesesaal mit uns ein Gelehrter in Defterreich zu Hülfe.) unbeschränkter Raudfreiheit, wodurch der Mann schnell aufgekommen

„Giebt's irgendwo 'nen Ehemann,

Der wahrheitstreu behaupten fann, gültige „no smoking allowed", als Warnungstafel dient.

Daß er, seitdem er ließ sich trau'n, Auf der Eisenbahn war die Reise ganz amüsant. Aber als wir

Sich niemals wünschte befīre Frau'n, von Bishop's. Stratforb aus die noch übrigen neun Meilen bis Dun.

Der mag den Sped hier ’runterhau'n." mow ohne Dampf zurüdlegen sollten, warb unser Fortkommen zum Was der folgende Redner, Mr. Bell, Herausgeber der englischen Davonlaufen. Möbelwagen und Laftfarren aller Art mit und ohne Riaffifer in prächtigen Shillingbänden, Ades gesagt haben mag, als Dede ftanden bereit, uns auf- oder vielmehr unser Geld auf die unver. ich ihn in den französisden liebes-Höfen verließ, weiß ich nicht, denn schämtefte Weise einzunehmen. Sie forderten mehr, als zu einer Reise dicht neben mir stellte sich eine braunlodige Shönheit, mit ätherischem um die halbe Erbe erforderlich ist, und zwar pränumerando. Dies war Pferdebaargefledthut, auf den Stuhl und war fortwährend so sdon, mir zu arg; die freien Engländer und Engländerinnen um mich herum, daß ich weder von Bell'ø, noch von Costello's (des Gerichts. Anwalts) dreißig Stüd auf nassen Brettern sowiegen. 39 aber machte Rede etwas bernahm. 3ch batte beide Dhren in den Augen. Erst einen lärm, als wäre ich der Freigeborene, und sagte (mich mit ein ale das Gericht fich formirte und die Geschworenen verlesen wurden, geschlossen), daß freigeborene, französisch-alliirte Englishmen sich diese fam id wieder zu mir, oder vielmehr zu den schönen Geschworenen. Entweihung der Mensdhenrechte nicht gefallen lassen könnten und lieber 3d woûte wenigstens wissen, wie die geshworene, zarte Taube mit wieder an den schmußigen Rädern herunterflettern würden, ftatt so den bernsteinspißenfarbigen Loden hieße. Sie antwortete auf den Namen unverschämt und pränumerando fich ausbeuten zu lassen. So stand Miß Lydia Collie. Eine ihrer Rolleginnen schoß in die allerstärfsten Purid auf und fletterte wieder hinunter, gefolgt von neunundzwanzig purtinten der Erröthung empor, als fie, die Natur ihrer Mission ver. Empörten beiderlei Geschlechts. 30 wandte mich im Namen meines kennend und sich vor dem Aitare denkend, auf Verlesung ihres Namens Gefolges an ein fettes, ehrliches Gesicht und affordirte einen civilen ihnell antwortete: „I will”. Soallendes Gelächter, das mich aber Preis, der aud angenommen und von uns gemeinschaftlich postnume febr ärgerte.

(Fortsegung folgt.)

die Bewohner eines der entlegensten Dörfer Frankreiche, wo man die Holland.

Reparatur der Bebadung des Glockenthurms zwanzig Jahre vorber

zu verhandeln anfängt, plöglich in das Chaos von Ruinen und Bauten Mittheilungen aus dem Gebiete der Kuuft und Literatur. nad Paris verseßt seien, so werden Sie eine Vorstellung von dem Erstau

nen haben, von dem unsere barmlosen Landsleute ergriffen werden, (Solub.)

wenn sie diese riesigen Gerüste, diese ungeheuren Steinblöde, dieses Es ist bekannt, daß fein Land so große hydraulische Wunderwerke rege nicht einmal in der Nacht unterbrochene lärmen und Arbeiten zu Stande gebracht, wie Holland. Seine Lage unter dem Niveau des der Handwerker und der Maschinen sehen. Für Leute, die, vor allem Meeres hat ihm den Wasserbau zu einer Nothwendigkeit gemacht. Man Neues zu sehen, nach Paris gereist sind, hat es eine bessere Entschäditann kaum begreifen, wie Holland mit den schwachen Mitteln, über gung nicht geben können. Die Welt-Ausstellung hat schon eine Vorwelche die Wissenschaft im Mittelalter zu verfügen hatte, es möglich gängerin gehabt; aber die gegenwärtige großartige Regsamfeit der Argemacht, der Gewalt ded Meeres seinen Boden abzugewinnen und den- dhitektur in Paris hat ihresgleichen noch nicht gehabt. Wir haben hier felben durch Deiche ficher zu stellen. Seit dem fiebzehnten Jahrhun an den Ufern der Amstel noch mythologisirende Digter. Sie werden dert sind im Innern Hollands ungeheure Wasserbeden trođen gelegt auch nad Paris kommen, und ich höre fie schon ausrufen: „D Sobn worden. Heutzutage unternimmt es Holland, mit Hülfe des Dampfes der Antiope! wenn Du hier wärest, Du würdest fragen, was das für das Harlemer Meer, einen der größten Seen Europa's, in fruchtbares ein neues Theben ist, welches hier vor unseren Bliden ersteht ohne Aderland zu verwandeln. Der 20 Meilen lange Kanal, durch welchen die Hülfe Deiner Leger!" Amsterdam mit dem Helder verbunden, ist ein Werf, das seinesgleichen Von unseren gelehrten Gesellschaften, von dem Zustande unserer nicht hat. Es muß also befremden, daß der Plan, durch die Provinz Presse, vom Theater u. dgl. m. werde ich nächstens sprechen. Heute Holland an der Stelle, wo sie die geringste Breite hat, einen Kanal will ich nur noch melden, daß der „Konst- en Letterbode", unsere zu bauen, zum Gegenstande einer Preis- Aufgabe gemacht, keine des erste Wochen-Revüe für literatur, Wissenschaft und Kunst, eine vora Preises werth geachtete Dentschrift zur Folge gehabt. Man fönnte treffliche Sammlung, unter großem Beifall fich in neuerer Zeit regemeinen, daß die Holländer es der Mühe nicht werth gehalten haben, nerirt hat. fich mit lösung eines so leichten Problems abzugeben. Die batavische Gesellschaft der Erperimental. Phyfit hat ießt ein sowierigeres Pro

91000 blem zu lösen gegeben: ,,Ef Toll für anser Rüstenland der Plan zum Bau eines Seebafens entworfen werden, der, zur Zeit der Ebbe,

Stummer's sieben Ellen tief gehende Schiffe aufnehmen kann, eine so breite Mündung hat, daß solche Schiffe bei einem ftarken Nordwestwinde ohne

geschichtliche Tableaus der Kaiser - Ferdinands - Nordbahn. Gefahr einlaufen können, und so eingerichtet ist, daß seine Unterhal Eine eben so in wissenschaftlicher, wie in fünstlerischer Hinsicht bes tung keine große Kosten verursacht.“

merkenswerthe und in ihrem Genre völlig neue Erscheinung geht uns Der General-Gouverneur des niederländischen Indien hat in Ba aus Wien zu; nämlich eine dort lithographirte und in bunten Farben tavia einen Bericht über den Unterricht unter den Eingeborenen ver- gedruďte Reihe von Tableaus zur Geschichte der ,,Kaiser-Ferdinandsöffentlichen lassen. Es geht daraus hervor, daß die Eingeborenen den Nordbahn“, entworfen und ausgearbeitet von Herrn Jofeph StumUnterricht start begehren und sich sogar Mühe geben, für ihre Kinder mer, Professor am polytechnischen Institut in Wien und Vorsigenden die Zulassung zu den für die Europäer bestimmten Schulen zu erlan ber Direction der genannten Eisenbahn.“) gen. Auf Java bat man überall, wo über zwanzig Kinder unter vier Die Geschichte der ältesten Eisenbahnen in England, Belgien, zehn Jahren vorhanden sind, eine Elementarsdule gegründet, die für Deutschland, Nord-Amerika, Frankreich 2c. ist zugleich die Geschichte ben Armen unentgeltlich ist. Die Kontrole der Schulfommission erstredt des Eisenbahnwesens überhaupt, da dieses sich bereits in seiner Rindfich bereits auf zwanzigtausend Shüler. Außer den gewöhnliden beit über alle Civilisations-länder gleichzeitig verbreitete und überall Unterrichtsgegenständen bringt man den kleinen Javanesen das Lesen dieselben Schwierigkeiten und Vorurtheile zu überwinden, so wie dieselben und das Schreiben ihrer eigenen Sprache und des Malayisden bei. Triumphe zu gewärtigen hatte. Die österreichische Kaiser-FerdinandsDie meisten Niederlaffungen sind noch durch die Indiauerhäuptlinge Nordbahn“, die sich von Wien in nordöstlicher Richtung, einerseits bedroht; und doch kann die holländische Normalsdule den Nachfragen nach Preßburg (Gänserndorf) und andererseits nach Mähren, Böhmen, nad Lehrern nicht genügen. Also Millionen von Barbaren geben hier österreichisch und preußisch Schlesien, so wie nach Galizien, in einer raschen Sdrittes der Civilisation entgegen.

Ausdehnung von fünfundfunfzig Meilen erstreckt, wozu demnächst noch Ein Geolog, dessen Schriften in Deutschland sehr bekannt sind, funfzehn Meilen Eisenbahn bis Krakau treten werden, "s) ist, nächst der Herr Volb, hat sich an der deutsden Rommission betheiligt, welche Leipzig - Dresdener Linie, die älteste größere Eisenbahn in Deutsdland auf Kosten der niederländischen Regierung nach Surinam geschickt ist, und (mit Ausnahme der belgischen Staatsbahn) auf dem Kontinent um zu untersuchen, ob die Gegend fich zu einer Kolonie für seine überhaupt. Bereits am 6. Januar 1838 wurde ihre erste Strede, von Landsleute eignet. Zu Betreff der gegenwärtig fo lebhaft besprochenen Wien bis Wagram, 24 Meile lang, eröffnet; sie ist jegt demnach im Frage, ob die Weißen die Arbeit in diesen Kolonieen auszuhalten im achtzehnten Jahre ihres Betriebes und hat in dieser Zeit die Erfaha Stande sind, werde ich bald Mittheilungen machen fönnen. In Be- rungen, welche die Technik auf diesem neuen Gebiete, nicht ohne manchera treff der geologischen Untersuchungen des genannten Gelehrten kann lei Dpfer, gesammelt, selbst alle praktisch durchgemacht. Wenn uns ich schon jeßt melden, daß dieselben bemerkenswertbe Ergebnisse gee daher die Geschichte dieser Bahn in leicht übersichtlichen und fünftles liefert haben. Die Rüftengegend besteht aus einer mehrere Fuß diden risc ausgeführten Tableaus vor Augen geführt wird, so hat dies nicht Shichte von Ueberresten sehr mannigfaltiger Schalthiere; diefe Sdichte blos für die Actionaire des jeßt sehr rentabeln Unternehmens, sondern ift hier und da mit Sand und Lehm bebedt. Weiter ins Land binein für jeden, der mit Theilnahme auf das die Welt in Bewegung feßende findet man Ueberreste alter Dünen; noch weiter eine Reihe von nie- und ihre Bewohner in den innigften Wechselverkehr bringende Eisendrigen Bergen aus Granit, Gneiß und Diorit; in dem Gneiß finden bahnwesen blidt, ein näheres Interesse. fich zerstreut viele Granitförner von der Größe eines Stednadelfopfet. Herr Professor Stummer hat in den uns vorliegenden Tableaus In dem Bett des oberen Surinam haben die Wasserflutben ein großes nach einer Idee, die eines sinnigen ägyptischen Hieroglyphographen Lager von eisenhaltigem Gestein abgelagert, während der Granit dem nicht unwürdig sein würde, die Geschichte jedes Jahres der von ihm Fluffe einen weißlichen fandigen Boden gegeben. Herr Volg verspricht geleiteten Eisenbahn, und zwar mit allen Ereignissen, Glüdse und uns auch interessante Details über die antediluvianische Fauna des Unglüđøfällen, Fortschritten und Verbesserungen, Beobachtungen und holländischen Guyana.

Erfahrungen dargestellt. Acht Tableaus umfassen die sechzehnjährige Man fann großherzige Handlungen nicht genug verbreiten; wir Thätigkeit von 1838 – 1853, so daß jedes Tableau die Geschichte zweier theilen also mit, daß Herr Koenen in Amsterdam, welchem ein Buch. Jabre enthält. Wir sehen in den ersten Jahren die Bahn nach und händler für seine „Vorlesungen über die Geschichte des niederländi- nach entstehen und anwachsen, folgen dann ihrer allmählichen inneren schen Handels" eine sehr bedeutende Summe geboten, diese Summe Entwickelung und gelangen endlich zu ihrer vollständigen Ausbildung der zur Unterstüßung der Familien armer Schriftftetler gegründeten und ihrer wohl keiner weiteren Gefahr mehr ausgeseßten Blüthe und Kaffe geldenft hat, und daß der Bildhauer Leonhard de Cuyper in Antwerpen sich erboten, eine Statue Bondel's unentgeltlid anzufertigen. *) Bildliche Darstellung der Geschichte der Kaiser - Ferdinands - Nordbahnt, Sie wollen vielleicht auch wiffen, wie es den vielen Holländern, Entworfen und ausgearbeitet von Jofeph Stummer, &. . Professor ic. litho

von dem Zeitpunkte der Eröffnung im Jahre 1838 bis zu Ende des Jahres 1853. die zur Industrie-Ausstellung gereist sind, in Paris gefällt? Es fann

graphie und Farbendruck von Herm:nn Engel, Wien, 1855. ihnen durchaus nicht angenehm gewesen sein, zu früh hingekommen zu

**) Kürzlich hat die Verwaltung dieser Bahn auch ein in Mähren, an ihrer fein, d. h. die hunderttausend Meisterwerke noch nicht aufgestellt ger Eisenbahn gelegenes, nahe an der preußisden Gränze und an den Ufern der funden zu haben. Die leeren Galerieen und die Vorarbeiten haben Oder aufgeschlossenes Steinfohlen: Bergwerk für 550,000 Gulden erworben. ihre Schauluft nicht befriedigen können. Dafür entschädigt sie ein

Die Kaiser: Ferdinando - Norrbahn wird dadurch in den Stand geseßt, ihren

Bedarf an Feuerungs - Material aus ihren eigenen Gruben und viel billiger als anderes eben so merkwürdiges Schauspiel. Stellen Sie sich vor, daß bisher (15 Kr. gegen 29} Kreuzer pro Centner) zu beziehen.

reichen Ertragsfähigkeit. Um gleich die beiden Endpunkte zusammen. Uebersicht der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn auch Angaben, wie die vor. zufaffen, bemerken wir auf dem ersten Jahrgange des ersten Tableaus gedachten und noch viele andere, wird hinzufügen und sein Wert das (1838) 6 Lokomotiven in Thätigkeit, ferner 25 Personen- und 5 Güter. burch immer vollständiger und anziehender wird machen können. und Lastwagen, während uns der zweite Jahrgang des achten Tableaus Jedenfalls gereicht diese finnreich entworfene und auf das fplen(1853) nicht weniger, als 154 Lokomotiven, breihundertzehn Personen- didefte ausgeführte, eigenthümliche Arbeit sowohl dem Herrn Verwagen, 1710 sechsräderige, 260 achträderige Güterwagen, 1000 Roblens faffer, als der Direction der Kaiser-Ferdinande-Nordbahn, mit deren wagen und 188 diverse Lastwagen zeigt.

Geschichte, wie Herr Professor Stummer bemerkt, der Name des fürzDurch Theilung jedes Jahres in zwölf Monats-Kolumnen, während lich verstorbenen Baron S. M. von Rothschild unzertrennlich ver. jebe Kolumne in zehnmal zehn Abtheilungen zerfällt, wovon wiederum bunden ist, zur Auszeichnung und zu wohlverdientem Ruhme. jede einzelne zehn kleine Quadrate enthält, ist es möglich gewesen, die verschiedensten statistischen Verhältnisse durch Linien darzustellen, welche uns durch ihre Steigung und Senkung die mannigfachen Fluc

Mannigfaltiges. tuationen des Verkehrs vor Augen führen. Die verschiedenartige Färbung dieser Linien zeigt ihre Qualität an, während die Quanti. - Der asiatilde Kriegsida uplas. Zur Drientirung auf tät - Maße sowohl, als Gewichte, Personenzahlen und Prozente dem asiatischen Kriegoldhauplase hat der Verleger der Leipziger Haug. burch das Längenverhältniß der Quadrate, die von den Linien berührt bibliothek für Länder, und Völkerkunde, Herr Lord, durch den befannwerden, angezeigt ift.

ten Naturforscher Karl Roch eine Reibefolge von dessen eigenen und Wir überseben dadurch mit einem einzigen Blicke die nachstehenden einigen aus dem Englischen überseßten Schriften über die asiatischen Verhältniffe:

Küstenländer des Schwarzen Meeres zu einem Buche zusammenstellen 1) die monatliche Gesammt-Brutto-Einnahme;

Taffen, das unter dem nicht ganz entsprechenden Titel: ,,Die faufafi2) die monatliche Einnahme durch den Personenverkehr;

den Länder und Armenien" erschienen ist.“) Es umfaßt dieses Buch 3) bie monatliche Einnahme durch den Frachtverkehr;

sechs verschiedene Schilderungen, von welden zwei aus der Feder det 4) bie jährliche Beförderung von Militairs;

Herrn Karl Roch felbft geflossen, die vier übrigen jedoch nach D. Spen. 5) den jährlichen Gesammt-Frachtenverkehr;

cer, Robert Curzon, Richard Wilbrabam und A. F. Mac Intosh 6) den jährlichen Verkehr einzelner Hauptartikel, wie namentlich bearbeitet sind. Mit der Küste von Tiderteffien, Abchasien und Steinkohlen, Salz, Tabad, Getraide und lebendes Vieh;

Mingrelien, nad Spencer; beginnend, knüpft Herr Rod baran seine 7) die Emission der Actien in den verschiedenen Jahren; Reise von Kebut-Kaleb nach Trebisond, woran dann Curzon's, des eng8) ben jährlichen Stand des Fundations- und Betriebs-Rapitals; lisden Diplomaten, Bericht über seine Reise von Trebifond nad Erge9) den Umfang und das Verhältniß der Betriebskosten;

rum fic reibt. Bon Erzerum aus begleiten wir demnächst den Attade 10) den laufenden Börsenkurs der Actien;

bei der britischen Gesandtschaft in Perfien, Herrn Wilbraham, auf 11) bie jährliche Dividende;

feiner Rüdreise nach Tabris, wobei wir die an der Gränze der Tür12) bie Ausdehnung der Bahnlinie mit ihren Verzweigungen;

kei und Persiens wohnenden armenischen Kurden näher kennen lernen 13) die Ausdehnung des elektro-magnetischen Telegraphen; und länge des Wan-Sees die Tour nach der perfifden Hauptstadt 14) die Zahlenverhältnisse der Lokomotiven;

machen. Andererseits folgen wir dem Schotten Mac Intosh auf 15) die Zahlenverhältnisse des Wagenparts;

seiner in nordöstlider Richtung von Erzerum nad Labris unternom16) die Constructions-Verhältnisse des Betriebsparfs;

menen Reise über Kars, Bajasid und längs des Urmijab-Sees, wobei 17) Witterungs- und andere Ereigniffe, die auf den Betrieb ein wir Gelegenheit haben, uns auf dem Schauplaße der beständigen Nie gewirkt;

derlagen der Türfen etwas umzusehen. Bon Cabris endlich werden 18) ben lebhaften Aufschwung oder den gedrüdten Zustand des wir durch den Norden A ferbeidschan's und länge der ruffisden GränzUnternehmens.

länder im Norben des Arares über Eriwan und Etdmiadsin nach der Die drei leßtgedachten Verhältniffe (unter 16, 17 und 18) find ruffisden Festung Alerandropol (früher Gümri) geführt, um von da namentlich auch durch geschmadvolle, bildliche Randverzierungen erläu auf der großen Heerstraße nach Tiflis zu gelangen. Hier beginnt dann tert, so daß uns im Laufe der Jahre die Fortschritte, welche der Bau wieder der eigene Bericht Koch’ø, der fic namentlich mit Schamyl und der Lokomotiven und Wagen gemacht, stets begleiten und uns durch mit dem Kriege im Often des Kautasus beschäftigt. Den asiatischen ben heiteren oder getrübten Horizont, die Sonnenblide und die ges Kriegeschauplaş lernen wir durch dieses Bud, das feinesweges eine witterschweren Wolken, die politischen und anderen Ronjunkturen ange- Parteisdrift im Sinne einer der friegführenden Mächte ift, ziemlich deutet werden, welche mit der Geschichte dieser Eisenbahnen mehr noch, volftändig, und ohne Verfdleierung der Wahrheit über die dort sehr als mit der jeden anderen Unternehmung dieser Art, Hand in Hand beruntergekommenen Türken, kennen. gingen. Ein nicht unintereffanter Gegenstand der Beobachtung ist nament

Deutscher Spracy wart. Diese der Kunde und der Pflege lich - und zwar auch für diejenigen, die, gleich uns, keine Actien der deutsøen Sprache gewidmete Wochenschrift, deren Herausgabe Herr spekulanten find die Linie, welche den laufenden Börsenkurs der Mar Moltke in Berlin zu Anfang dieses Jahres begonnen, die jeNordbahn- Actien anzeigt. Bisweilen macht diese Linie (wie Herr doch mit ihrer Nr. 6 eine Unterbrechung erfuhr, wird, wie wir aus Stummer in den erläuternden Worten der Beilage bemerkt) febr natur

einer uns nederdingø zugegangenen Nummer (7) mit Vergnügen er. gemäße, wellenförmige Bewegungen; ein anderes Mal (1845) erhebt fie seben, auch fernerhin fortgefeßt worden.") In den uns vorliegenden fich auf eine widernatürliche, durch den Umfang des Eisenbahn-Ver- Nummern sind so verschiedenartige werthvolle Auffäße, zum Theil aus febrs unb Ertrages in keiner Weise gerechtfertigte Höbe; mitunter der Feder bekannter Sprachforsher und Shulmánner, enthalten, daß verfolgt fie, ähnlich dem ruhigsten Wasserspiegel, eine merkwürdig ge

wir uns auch von der Fortsegung des Blattes nur Gutes für die Kunbe rabe, fast horizontale Richtung, sogar mehrere Monate binduro (1846); und Pflege unserer Muttersprache, „für Hebung und Hegung ihrer geibalb deint ihr tiefer Fall und ihre start vibrirende Form von einer ftigen Shäße, so wie für die Reinbeit und Richtigkeit ihres Gebrauchs krankhaften Aufregung berzurühren (1848); jedenfalls aber wird diese in Rede und Sdrift“, versprechen dürfen. Für eine solche Zeitschrift Linie oft von Einflüffen beherrscht, die ihr allein eigenthümlich und

Teint Deutsd land, beffen Sprache in der Gegenwart eine größere von den hoffen, welche die anderen Linien steigen oder fađen machen, wissenschaftliche Vertretung hat, als die irgend eines anderen Landes, unabhängig find.

ein befonders ergiebiges Feld darzubieten, und bei einer bauernben Wir dürfen freilich nicht verschweigen, daß diese graphische Dar: Theilnahme tüchtiger Mitarbeiter bürfte es ihr auch an einer entstellung keinesweges ein vollständiges und erschöpfendes Bilt Deffen sprechenden Theilnahme des Publikums nicht fehlen. gewährt, was die in Rede stehende Eisenbahn mit ihren außerordentlichen Mitteln geleistet, und was zu wiffen dem Techniker sowohl, als *) Fünfter Band der „Hausbibliothek". X und 335 S. Pr. 1 Thaler. dem vergleichenden Eisenbahn-Statistifër, von großem Intereffe ift: Leipzig, kord, 1855. 2. B. wie viel Achemeilen die Lokomotiven und bie Transportwagen, **) Preis für 13 Bogen 20 Sgr. Berlin, Marienftraße 26. einzeln und im Ganzen, alljährlich zurückgelegt; wie sich die allgemeinen Regiekosten zu den Kosten der Bahn- und der Transport-Verwaltung berhalten; wie groß die Zahl der Reisenben in jedem Jahre und in jeber Wagenklaffe gewefen . Wir glauben jedoch, daß Herr Stummer bei der weiteren Fortfeßung dieser interessanten geschichtlichen

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