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Sel progen139 bältniffe weiter.

Anthem entitled: God save the King“ duro unwiderlegliche, authentische Aftenftüde den wahren Romponiften dieses Liebes nachgewiesen

Mannigfaltiges. habe. Es war dies Niemand anderd, als 3ohn Bull! John Bull bieß nämlich in der That ein berühmter Musiker und Zeitgenosse Shafe - Das Bad Nauheim unter französischem Proteftorat. speare's, der, im Jahre 1563 in Sommersetshire geboren, sehr jung in In der Revue des deux Mondes (zehnter Theil, vierte Lieferung) Drford zum Doktor der Musik promovirt wurde und den die Köni. findet fich ein Fingerzeig über deutsche Bäder, der besonders Nauheim gin Elisabeth zu ihrem Hoforganisten und zum Professor am Gresham- anpreift, weil seit 1853 bie dortigen Einrichtungen durch eine französ College ernannte. Später machte Dr. Bull aus Gesundheits- Rüds fulde Gesellschaft wesentlich verbessert sein sollen. Leider ist es bauptfichten eine Reise durch Deutschland und Frankreich, wo er überau mit sächlich eine Spielbanf, welche diese französische Gesellschaft in dem Auszeichnung aufgenommen wurde. Mehrere Fürsten hatten ihm An.

Mehrere Fürsten hatten ihm An- kleinen bisher wenig beachteten Naubeim gegründet hat, um dadurch träge gemacht, in ihre Dienste einzutreten; er fehrte jedod nach Eng- das große Publikum der Müßiggänger und Glüdsjäger herbeizuloden. land zurück, wo inmittelft König Jakob I. den Thron bestiegen hatte. Wie in den meisten anderen Badeorten haben die Spielpächter die Um diese Zeit komponirte er das God save the King, und zwar zur Verpflichtung übernommen, auf die Verschönerung und Bequemlichkeit Feier der wunderbaren Rettung Jakob's I. bei der Pulververschwörung. bed Babes jährlich eine bestimmte Summe zu verwenden. Nauheim Das Wort „save” deutet auch augenscheinlich, eben so wie mehrere an. hat deshalb allerdings äußerlich gewonnen; ob es aber erfreulich ifte dere Ausdrüde des englischen Terted, auf die Errettung des Königs baß die Wohltbaten seiner Heilquellen mit dem Gift des Spiellasters aus den Händen seiner Feinde hin. Ueber die späteren Shidfale des verseßt worden, ist eine andere Frage. Es wird behauptet, die besfische Dr. John Bull hat der englische Berichterstatter nichts ermitteln fön. Regierung habe zu diesem verzweifelter Mittel gegriffen, um der preußi. nen; er weiß nur, daß der berühmte Komponist nachmals wieder nach den Nebenbuhlerio por Nauheim den Rang abzulausen. Diese ist dem Kontinent gereist und dort gestorben sei, ohne daß der Verfasser nämlich das Bad Deynhausen in Westfalen, das noch reichere camder vorgedachten Sørift anzugeben vermag, wo? Diese Lüde nuu pagnerartige Babequellen hat als Nauheim, in einer reizenden Gegend füllt unser belgisder Musikforsder aus, indem er nach Ermittelungen, mitten in der Westfälischen Pforte liegt und von der preußischen Regies die Herr Leon de Burbure in den Archiven des Domes von Antwer- rung in wahrhaft großartiger Weise mit gemeinnügigen Anstalten und pen gewonnen, Folgendes als authentisch mittheilt: Dr. John Bull präötigen Gebäuden ausgestattet worden ist. Aber freilich eine Spielkam im Jahre 1617 nach Antwerpen und bewarb sich um die durobant wird dort nicht geduldet! und abgeseben von aller Moralität, Rombout Waelrant’s Tod erledigte Stelle eines Organisten der drei mit Recht night, denn die traurige Modekrankheit der neuen Zeit, RüdenOrgeln des Domes. Das Domfapitel bewilligte bem englisden Kom- marbleiben, ift bauptfädlich eine Folge der Aufregung am Spieltisch ponisten diefe Stelle, und Dr. But leistete am 29. Dezember 1617 un findet in den geheimnißvollen, mächtigen Wirfungen der Sprudel. den Amtseid in seiner neuen Eigenschaft. Am 16. März 1628 ist der quellen von Degnbausen allein noch die Hoffnung auf Seilung oder Komponist des God save the King in Antwerpen mit Tode abgegangen. Vinderung.

F. D. $. Dieser dankenswerthen Notiz zur Erledigung eines vielbesproches nen Gegenstandes der Geschichte der Musik fügt unser belgischer For

Kiepert's Handatlad über alle Theile der Erde. Wir fcher auch noch Einiges über die Frage hinzu, wer eigentlich der Rom., freuen uns, das Erscheinen eine neuen, von Dr. Heinr. Kiepert, Mita ponist der Marseillaise" sei. Es wird zwar allgemein angenommen, glied der R, Afademie der Wissenschaften in Berlin, herausgegebenen Rouget de l'Isle sei nidt blos der Dichter, sondern auch der Kompo- Hanbatlas über alle Theile der Erde") anzeigen zu fönnen. Sowohl ponift der Hymne. Der belgische Musikforfcher hat jedoch ein in Pa- durd feinen Plan und Umfang, ale burd seinen Preis wird sich dieser ris vor sechzig Jahren gedructes, im „Magazin de musique à l'usage Atlas zur Anschaffung nicht blod für wissenschaftliche Kartenfreunde, des fêtes nationales erfdienenes Rotenblatt (Preis: 5 Sous und an sondern aud für den gebildeten Mittelstand und für noch in ihrer Ausallen Theatern 26. verfäuflich) vor Augen, dessen Titel folgendermaßen bildung begriffene jüngere leute eignen. Das Ganze, das im Laufe lautet: „Marche des Marseillais, musique du citoyen Navoigille, ac von drei Jahren ausgegeben wird, wird aus 40 Karten in mittlerer compagnement de guitarre par le citoyen Mathieu.” Diese Mufit Größe (von 16X20" im lichten, oder 19X24" Papiergröße) bestehen ist eben feine andere, als die bekannte Melodie der von Rouget de und den Preis von fechzehn Thalern (also 12 Sgr. für jede starte) l'Isle gedichteten Marseillaise, welder legtere übrigens auch noch an nicht übersteigen. Die erste Lieferung, die vier Karten: Italien, bere Lieder verfaßt hat, ohne sie zu fomponiren, z. B. eine ,,Hymne è la Riederlande und Belgien, britische Inseln und Australien liberté", komponirt von Ignaz Pleyel, während er allerdings auch Mu- enthaltend, ist bereits erschienen und macht durch Zeichnung, Schrift fifer genug gewesen soll, um seine eigenen Dichtungen in Mufit feßen und Sdattirung, wie durch Druck und Kolorirung, einen sehr gewinzu können. Der auf dem obengedachten Notenblatte genannte Navoi, nenden Eindrud, wobei wir allerdings nicht verhehlen, daß und die gille war übrigens auch ein geachteter Musiker. Er war erster Vio von E. Reiber gestodenen beiden Blätter (Italien und Australien) am linist in der Kapelle des Herzoge von Orleans gewesen, wurde dann meisten gefallen. Die Niederlande und Belgien sind im LängenMusifdirektor des zur Zeit der ersten Republik in Parið gegründeten Maßstabs-Verhältnisse von 1 zu einer Million, die britischen Inseln Théâtre de la Cité und folgte im Jahre 1805 einem Rufe alt Dirigent von 1 zu zwei Millionen und Italien von 1 zu 24 Millionen aufa der Kapelle des Königs Ludwig von Holland. Mit Recht wird bemerk- genommen. Europa wird das längen-Maßstabs-Verbältniß wie 1 zu lich gemacht, daß ein so geachteter Künstler, wie Navoigille, es nicht zwölf Millionen, Deutsdland wie 1 zu drei Millionen, Dftpreußen geduldet haben würde, wenn man ihn auf Musikblättern als Komponift unb Pommern wie 1 zu einundeinviertel Millionen, Solesien und von Arbeiten genannt hätte, die nicht von ihm berrührten. Anderer. Posen wie 1 zu einer Million, eben so Brandenburg, Sachfen und seits berichtet freilich der Moniteur des Jahres III der Republik, daß Thüringen wie 1 zu einer Million barbieten. Mit diesen Verhältniße in der Sißung des Nationalkonvents vom 26. Meffidor, zur Feier des zahlen vor Augen, wird der Studirende leicht, trok der gleichen Größen Jahrestages der Erstürmung der Bastille, nach einer Rebe über dieses der Karten, die Ausdehnung des einen Landes im Verhältnisse zu der Ereigniß, das „Institut national de musique" unter mehreren anderen des anderen ermessen fönnen, indem z. B. der doppelte Längen-Maßstab Musifftüden auch die Marseillaise vorgetragen, worauf sich der Ab- den vierfachen Flächen-Maßstab bebingt, und so im quadratischen Vergeordnete Jean Debry erhoben und Folgendes gesprochen habe:

Heinrich Kiepert ift zuerst unter Karl Ritter's trage darauf an, daß der Name des Verfassers der Marseillaise in dem wissenschaftlicher Aegide in die kartograpbisbe Welt eingeführt worden. Protokolle der heutigen Sißung ehrenvoll erwähnt werde. Dieser vor, Befannt sind seine trefflichen Blätter von Syrien und Paläftina, die treffliche Patriot ist während der Tyrannei Robespierre's zur selbigen fic aud in England und Frankreich einen wohlverdienten Ruhm erZeit, als der Gesang, dessen Worte und Musik er geliefert, unsereworben haben. Bon tiefen Studien des Alterthums zeigen seine hifto . Brüder zum Siege führte, sechs Monate lang eingeferfert gewesen." risden Kartenzeichnungen, obwohl seine Geschichtsblätter von Hellas : Der Konvent trat dem Antrage bei. Das würde jedoch nur beweisen,

beweisen, einen mehr wissenschaftlichen als artistischen Werth haben. Mit Vera daß Jean

Debry der Meinung war, ber Digter der Marseillaise habe langen sehen wir der Fortseßung des neuen Kiepertschen Werfes entauch die Musik dazu geliefert

, feinesweges würden jedoch die Ansprüche gegen, das dem Verfasser auch Gelegenheit geben wird, namentlich bei Navoigille's dadurch ganz beseitigt werden.

der Zeichnung der Länder des gegenwärtigen Kriegsschauplaßes, feine Es ist interessant, daß derselbe belgische Musikforscher, der die ausgebreitete historische Renntniß darzulegen. Frage über den Komponisten des God save the King bis zum Tode desselben löft, über die Composition eines anderen Volksgesanges eine *) Berlin, Dietrich Reimer. neue Frage aufwirft, welche einer näheren Prüfung der Musikgeschichtsfreunde nicht unwerth ift.

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Umformung und Ortsveränderung, besprochen werden, noch zwei Fortschritte und Gränzen der Civilisatiou, nach M. v. Prittwig.

andere Kapitel, von denen das erste ratilgemeinen Betrachtungen über Der Königl. preußische General-Major und IngenieurInspecteur Probuction und Verkehr" (Schußsystem, zunehmende Wohlfeilheit der pon Prittwiß, der sich bereits durch mehrere die National - Defonde Produkte, Vertheilung der Güter des Lebens) gewidmet ift, bas zweite mie betreffende Schriften“) rühmlidst bekannt gemacht, hat ein größeres, einige besondere Zweige des Verkehrs (Luftschifffahrt, Nadridtenbedie fünftigen Fortschritte der Civilisation zum Gegenstande habendes förderung, Geldverkehr, literarischer Verkehr, Geldwindsdrift, allge. Werf in einer zweiten neu bearbeiteten Auflage der Deffentlichkeit meine Sprache) behandelt. übergeben.") 3m Vorbericht zur ersten Auflage wird das uns vor In Bezug auf die Frage, wie der Ertrag des Bodens an Nahrungsliegende Buch als „das Resultat zwanzigjährigen Sammelns, Beoba mitteln gesteigert werden könne, werden die fünftliche Vergrößerung achtens und Nachbenteng bezeichnet

. Der Umstand, daß der Großmei- ber tragbaren Bodenfläche und die Vergrößerung der Tragbarkeit des fter aller Erfahrungewissenschaft

, Alerander von Humboldt, den Herrn Bodens besprochen. Die Mittel, die Tragbarkeit des Bodens zu verVerfasser veranlaßt hat, sein Wert in einer neuen Bearbeitung erschein größern, find: Verbesserung der Aderfrume, vermehrte Bewässerung, nen zu lassen, ist ebenfalls geeignet, für dasselbe ein günftiges Vor Anbau schneller wachsender und ertragreiðerer Vegetation, erhöhte urtheil zu erweden. Und das dem Titel des Buches beigefügte Motto Wärme und verbessertes Klima. Ueber alle diese Zweige der Boden(,,Und sie bewegt sich doch"!) berechtigt im voraus zu der Annahme, kultur giebt uns der Verfasser interessante Notizen und praktische Ree daß der geehrte Herr Verfasser im Gegensaße gegen diejenigen seiner flexionen. Die Vermehrung der Ertragsfähigkeit des Bodens mittelft Kollegen in den preußischen Rammern, welche die Nothwendigkeit eines fünftlider Wärme in Miftbeeten und Treibhäusern wird als ganz be Stillftandes, ja, einer Umkehr von Wiffenschaft und Civilisation pre sonders wichtig bervorgehoben. Wenn auch dieses Mittel", sagt der digen, - fein Buch in der mensdenfreundlichen Abficht veröffentlicht Verfaffer, vim Vergleich der Production der ganzen Erdoberfläche jeßt habe, die fittliche religiöse Ueberzeugung von der unaufhaltfam fort= faum noch in Betracht kommt, so wird es doch auf einzelnen Streden, foreitenden Civilisation in denen, welche im Hinblick auf die schein- namentlich in der Nähe von großen Städten, soon in ziemlich ausgebaren Erfolge der, entschiedenen Rüdsdrittspartei irre und muthloß dehntem Maße angewandt, und es unterliegt keinem Zweifel, daß es zu werden geneigt sind, auf eine zeitgemäße Weise zu fräftigen und bei fortschreitender Civilisation einen merklichen Einfluß auf die Ertragszu ftärfen.

fähigkeit der Gärten haben muß.... Es genüge hier die Bemerkung, Wir freuen uns, es hier aussprechen zu können, daß das Buch daß man in England schon die Wärme fließender Quellen benußt hat, den Erwartungen, welche durch die erwähnten Umstände erregt werben, um gartere Pflanzen in bededten Räumen durchzuwintern; das in in hohem Maße entspricht. Eine Uebersicht des Inbalts und einige Pario in einer Wertftatt bas duro Dampf aus einem Brunnen geMittheilungen aus dem Buche werben unsere Leser überzeugen, daß bobene Wasser diefelbe genügend erwärmt, um die Heizung zu sparen; die „Andeutungen“, welde uns hier über die möglichen Fortschritte daß überhaupt das Innere der Erbe einen so unerschöpflichen Vorrath des Mendengeldlechtes und über die Zukunft desselben, mittelft einer von Wärme enthält, daß es nur auf die Mittel anfömmt, ihn für logischen Solußfolge und unter Zugrundelegung der durch die Erfah. unsere Zweđe auszubeuten." rung und die positiven Wiffenschaften uns gelieferten Materialien Auf Grund einer Darstellung der Fortschritte, welche die Bodengegeben werden, in hohem Grade geeignet find, das Interesse aller kultur in Großbritannien bis zum Jahre 1831 gemacht, beweist der bentenden Menschen, welche über ihren persönlichen Interessen das In- Perfaffer uns, daß die Erdoberfläche eine fiebenundzwanzigmal so teresse an der Aufgabe der Menschheit nicht verloren haben, in Anspruch große Bevölferung als die jeßige ernähren könne. Die Frage: welches zu nehmen.

sind die Mittel, länder und Weltheile schnell zu bevölkern? wird durch eine Unter der Civilisation versteht der Herr Verfasser die fortschrei- dem „Magazin für die lit. d. A." (1854 Nr. 67.) entnommene Mittende Vervollkommnung des geselligen Zustandes der Menschheit in theilung über den Unterschied der Colonisation in Nord-Amerika und jeder Beziehung; als das civilisirtefte gilt ihm dasjenige Volf, in Rußlan

in Rußland beantwortet.*) Dem Gartenbau im Gegensaß zum Aderbei dem die größte 3ahl seiner Bürger der größten Menge und dar. bau wird eine großartige Zukunft in Aussicht gestellt. Was der Berunter wieder der edelsten der „Güter des Lebens" theilhaftig ift. faffer in Bezug auf den zufünftigen Preis der Lebensmittel und Grund

Im erften Theil werden unter der Uebersdrift: „Gränzen der frücke ausführt, deuten wir durch Mittheilung der folgenden Stellen Production", die Güterquellen und die Arten der Production besprochen. an. „Es ist unzweifelhaft, daß im Laufe der Zeiten der Werth ber Die Güterquellen werden in folgender Weise unterschieden: 1) nicht Grundstüde, als des fichersten Rapitale, nothwendig ungeheuer fteigen angeeignete oder unentgeltlich dargebotene, wie organisde und chemische muß, ohne daß jedoch die Grundrente diesem Verhältniß folgen wird." Kräfte, Klima, Wind, wüstes Land, Wasserstraßen u. dgl.; 2) wirklio „Da der Grundbefiß durch die Besdränktheit des kultivirbaren Lanbereits angeeignete natürliche Güterquellen: Grund und Boden, Berge des bestimmten Gränzen unterliegt, die gesammelten Rapitalien da. werfe, Wind- und Wasserkraft, Zugthiere, günstige Lage und schöne gegen einer unbegränzten Vermehrung fähig sind, so ist vorauszusehen, Natur; 3) das gesammelte Kapital, unter welchem der Verfaffer nicht daß der Gesammt-Kapitalwerth des großen Grundbefißes und mithin blos die Gesammtheit der materiellen Güter, die man mit dem Ausa namentlich der Reidthum des auf Majorate begründeten Adels, im drud: Nationalvermögen bezeichnet, sondern auch den Besis an Wiffen. Vergleich der Reidthümer der übrigen Klafsen, immer mehr abshaft und an Mitteln, die der Wissenschaft dienen, an Künften und Kunft- nehmen und mithin die großen erblichen Grundbefißer immer mehr fertigkeiten, auch die vorhandene sittliche Bildung: Redlichkeit, Arbeits von ihrem Einfluß verlieren müssen, wie es sich jeßt schon in den luft und Unternehmungégeist u. f. w., begreift; 4) die mensdliche Ar am meisten in der Industrie fortschreitenden Ländern Europa's zeigt.“ beit - die Arbeit der Einzelnen und die Unternehmungen der Vereine In Bezug auf die Wichtigkeit des Eisens für alle Zweige der und des Staates umfassend.

Industrie zeigt der Verfasser, daß der jährliche Eisenverbrauch in jedem Der den „Arten der Production" gewidmete Abschnitt enthält Lande fast als Maßstab für deffen Civilisation gelten könne. 3ft es außer den beiden Kapiteln, in denen die beiden Arten der Production: zu begreifen“, ruft er dann aus, daß die Staatsmänner des Kontinents,

allen gesunden und wiffenschaftlichen Prinzipien entgegen, und lebig*) ,,Vorschlag zur schnelleren Tilgung ber Staats- und Kommunalschulden" 1832. — ,,Gemeinfaßliche Darstellung der Wolfowirthschaft

, oder die Kunft, reich

lidh fußend auf einem durch lange Gewohnheit geheiligten Mißbraud, zu werden“. 1840. ,,Theorie der Steuern und Zölle". 1842.

das Eisen durch Einfuhrzölle fünftlich vertbeuern (mitunter faft um **) Der vollständige Litet dieses Werkes lautet: „Andeutungen über die

100%), um einen ohnedies sdon wohlhabenden Theil der Bevölkerung fünftigen Fortschritte und die Gränzen der Civilisation. E pur si muove! auf Kosten der großen Masse noch mehr zu bereichern?" Von M. v. Prittwig, Königl. preußiichem General-Major, Ingenieur-Inspecteur und Abgeordnetem zur zweiten Kammer für den Gritten Berliner Wahlbezirf. *) Go fann der Redaction des „Magazin“ nur Freude und Genugthuung Sweite, neu bearbeitete Auflage. Berlin, Berlag von Alerander Dunder, Königl. gewähren, daß der geehrte Verfasser des gediegenen Werke an sehr vielen Hofbuchhandler. 1855,

Stellen seine Leser auf frühere im ,,Magazin" erschienene Artikel hinweift. D, B.

Aus dem Absánitte über die foffilen Kohlen, Dorf und andere por fid fäbe, so würde biese elende Mensdentlaffe balb so abnehmen, Brennstoffe heben wir nur die Notiz hervor, daß man zu dem Reful. daß diejenigen, die dergleichen Arbeiter brauchter, wohl genöthigt sein tate gekommen, daß der Rohlenreichthum Preußeng, bei dem jebigen würden, ihnen so viel zu gewähren, daß fie fio eine beffere Eriftenz Verbraud von jährlid etwa 100 Millionen Centner, nod viertaufenb berschaffen könnten.“ Den Staats-Regierungen legt der Verfaffer in bis fünftausend Jahre ausreichen würde, während England, bei einem Bezug auf das Elend der niedrigsten Klaffen nur die Pflicht auf, für jährlichen Verbrauo von 700 Millionen Centner, nur noch 500 Jahre die Erziehung derselben zum Zwed der Selbfterhaltung zu sorgen. ausreichen wird. Intereffant ist, was der Verfasser über die Versuche, Uebel ist es“, sagt er, wenn die Regierungen sowohl, als die Reichen andere

Wärmequellen, wie z. B. die latente Wärme der Körper und absichtlich die niederen Klassen, vielleicht in der wohlgemeinten Abricht, das Centralfeuer der Erde, zu benußen, beigebracht hat.

fie an Genügsamkeit zu gewöhnen, in Rohbeit, Dummheit und Mangel Die Frage nach dem zukünftigen Schidfale der Zugthiere erörternb, zu erhalten fic bestreben und ihnen die Mittel vorenthalten, sich daraus macht der Verfasser die folgende allgemeine Bemerkung: „Ja länemporzuarbeiten.“ „Erwirb und spare! In diesen beiden Worten, dern, wo Religion, Regierungsform und Sitte den Menschen zur größ- fagt der Verfaffer, liegt die lösung des großen Problems.“ Das Ers ten Enthaltsamkeit gewöhnt oder gar zum Stlaven herabgewürdigt haben, werben foll die Regierung durch Förderung der Industrie einem Jeden wird freilidh der Menso alle Arbeiten felbft verrichten, fich für ein möglich zu machen bestrebt sein; bas Sparen fou fie durch EinrichtunStüd Brod zu den niedrigsten Arbeiten bergeben und die Haustiere gen von Sparkassen, Lebens- und Renten-Versicherungen, Kranken-, um ihr Futter beneiden. In Ländern dagegen, wo der Mensch die Sterbe- und Innungs-Raffen u. dgl. der Klasse der Proletarier erAnnehmlichkeiten der Civilisation kennen gelernt und sich an immer leichtern; felbst ein Zwang zum Sparen erscheint dem Verfasser gemehr Genüsse und Bedürfnisse gewöhnt hat, die ihm eine entfeffelte rechtfertigt, eben so geredtfertigt, wie der Zwang, den Kindern, dadurch, Industrie überal mit der zuvorkommendften Regsamkeit zu verschaffen daß fie zur Soule angehalten werden, ein immaterielles Kapital fust, wird man selbft in der ärmsten Hütte mehr Annehmlichkeiten zu sammeln. .In Folge der gesteigerten Civilisation und der in allen bes Lebens finden, als bei den Wohlhabenderen jener berabgewürdig. Klassen verbreiteten Bildung wird der Unterschied des Reichthums im. ten und entarteten Völker; – und in diesen civilifirteren Ländern mer mehr schwinden und der St. Simoniftische Grundfaß, ohne alle ges wird die Zahl derer immer zunehmen, die ohne höhere und feinere waltsamen und fünftlichen Mittel, immer mehr zur Wirklichkeit gedeihen: Genüsse des Lebens, wozu kuruspferde mit Redt gezählt werden, nicht daß der Menso nur nach seiner Arbeit und seinen Talenten belohnt zu leben gewöhnt sind und nicht leben wollen."

werden soll, – eine Aussicht, die alle jene Besorguiffe wegen UeberDie Ansichten des Verfaffers in Bezug auf das Nationalvermögen völkerung, zunehmender Verarmung und Ausartung, die so manche Re. und die Mittel zu dessen Vermehrung werden unseren Lesern aus der gierung auf der Bahn des Fortschreitens bedenklich macht, ver. folgenden Stelle am besten einleuchten: „Ein Volt, das faum so vielfdeucht produzirt, um ein elendes Leben zu friften, oder das die geringen Des Verfaffers Ansicht in Betreff der industriellen Unternehmungen täglichen Ersparnisse nur dazu verwendet, um fich Sonntags zu be der Staatsregierungen finden wir in der folgenden Stelle sehr entrauschen, oder, durch das Beispiel eines üppigen Hofes oder verfdwen- schieden ausgesprochen: „Wenn aud jeßt nod Staats- Behörden für derisfer Reichen verleitet, sein Glück nur in Gelagen, Freudenfeften eigene Rechnung Koblen graben und Eisen somieden, Taffen, Töpfe und Feuerwerken findet; oder dessen Große ihren Stolz darin suchen, und Ssüffeln fabriziren, lohn- und Fract-Fuhrwert treiben, Salz ein zahlreiches Gefolge von Müßiggängern um fich zu versammeln; fieben und Brob bađen, Ställe und Scheunen bauen, Holz- und Wildoder das endlich seine Finanzen durd den Unterhalt von Parabe-Trup. pret-Handel treiben und dazu eine Menge wohlbefoldeter und pensionspen für den Friedens-Dienst oder durch unnüße Kriege erschöpft und berechtigter Beamten haben: so unterliegt es keinem Zweifel, daß diese zu den nothwendigen und nüßlichen Ausgaben nichts übrig behält, wie Einwirkung der Staats-Bebörbe immer mehr besserer Einsicht weichen die Geschichte davon Beispiele genug liefert; ein solches Volt wird und ihr zuleßt nur diejenigen Gefchäfte überlaffen bleiben werden, die seine Rapitalien nur sehr langsam vermehren. Ein Volt dagegen, in ihrer Beschaffenheit nad nicht von einem Einzelnen oder von einer dem die einzelnen Individuen zum Sparen und selbft zum Geige Privat-Gesellschaft verwaltet werden können. Die Staats-Bebörde ift geneigt sind, den dauernden Genuß ftets dem flüchtigeren, einen guten dazu ba, alle die Hinderniffe hinwegzuräumen, welche dem Mensden Rod einem guten Trunk oder einem guten Braten, und wiederum eine bei Erreidung feines Lebenszwedes im Wege fleben, und zwar mit der gesunde, freundliche Wohnung einem Sonntagsrod vorziehen; wo Dent- geringft möglichen Beschränkung feiner Freiheit, und der Staat wäre münzen und Sparbüchsen nod in jeder Familie zu finden sind, wo berber befte, in welchem der Menso die vollkommenfte intellektuelle und Sonntag nicht zu Gelagen und Spiel, sondern zur Andacht und Er- moralische Ausbildung erhalten könnte, ohne daß überhaupt die obere holung benußt wird; wo die Zahl der Handwerker, die beim Bau der Staats -Behörde wirksam würde. Es giebt kein größeres Lob für eine Häuser, Straßen, Kanäle, Eisenbahnen, Masdinen u. f. w. beldhäftigt Staats-Verwaltung, als die Someichelei, welche Voltaire an den find, ferner die Buch- und Kunsthandlungen, Buchdrucker und Künft- Kardinal Fleury richtete: ,,Gnädiger Herr, Sie bestreben fich, fich Ver in einem snelleren Verhältniß zunehmen, als die Branntwein- überflüssig zu machen." brenner, Ruchenbäder, Pubhandlungen, Tanzsäle u. f. W.; wo in In Bezug auf den die Arten der Production und den Verkehr allen Städten reidlid benußte Sparkassen zu finden sind; behandelnden Absønitt begnügen wir uns damit, unseren Lesern die wo die Verwaltung mehr auf Straßen, Ranäle, Eisenbahnen, Brüden allgemeine Bersicherung zu geben, daß fie alle darin zur Sprache öffentliche Schulen und Institute, Sternwarten und Leuchtthürme hält, gebrachten Gegenftände, insbesondere die Wirkungen der allgemeinen als auf Luft-lager, große Paraden und Hof- und Krönungs-Fefte: bei Einführung derEisenbahnen, auf eine den Mensdenfreund zu den beeinem solchen Volfe wird sich das Kapital des Staates im Großen und sten Hoffnungen für die Zukunft des Menschengeschlechtes berechtigende in jedem Hauswesen im Kleinen an tausend verschiedenen Punkten Weise erörtert und beleuchtet finden. pfennigweise unmertlid wie das Salz-Krystalli anseßen und in über Der zweite Theil des uns vorliegenden Werkes behandelt unter rajdend kurzer Zeit zu einem vielverzweigten glänzenden Krystallbaum der Ueberschrift: ,,Gränzen der Consumtion", die folgenden Gegenftände: fid ausbilden."

1) Consumtion der Individuen und Familien - wesentliche und weni. Aus dem Abschnitte über die immateriellen Rapitalien, der ger wesentliche Bedürfnisse; 2) Armenpflege; 3) Consumtionen der Ges reich an höchft beherzigenswerthen Bemerkungen ift, heben wir die selfdaften und Vereine; 4) Consumtionen des Staats: Staats-Einfolgende Stelle hervor: Nur da kann die Luft zum Erwerben rege nahmen (das Steuerwesen) und Staats- Ausgaben (Heerwesen und werden, wo dem Menschen sein Eigenthum gegen jeden Eingriff geo Strafgeseßgebung). fichert ift; nur da fann fie fich ausbilden, wo ihm überhaupt gestattet Zwei beispielsweise angeführte Ausgabe- Etats, der eine für eine ift, seine Kräfte zu gebrauchen, und wo es als Grundfaß gilt, daß das Familie höheren Standes (2000 Thlr. betragend) und der andere für Geseß nur immer möglichst wenig und nur gerade so viel einsdreite, als einen preußischen Infanteriften (62 Thlr. betragend) – dienen dem es die Aufredthaltung der Zwecke des Staates erfordert, wo mithin Berfaffer als Grundlage verschiedener höchft lehrreicher Betrachtungen möglicht wenig regiert wird und unbeschränfte Gewerbeo in Bezug auf die wesentlichen Bedürfnisse: Nahrung, Kleidung, Woh. freiheit herrføt; nur da endlich wird der Unternehmungegeift er nung, ärztliche Hülfe, Erziehung der Kinder und in Bezug auf die we. giebige Früchte tragen, wo Volk und Regierung mit den erforderlichen niger wesentlichen Bedürfniffe, wie Bedienung, Reisen u. f. w. Wir wolKenntniffen aller Art ausgestattet sind, und vorzugsweise da, wo Ten hier von diesen Betrachtungen nur dies sagen, daß fie für Menschen richtige ftaatswirthschaftliche Kenntniffe allgemein verbreitet sind. aller Stände böcft praktisch und darum werth find, der Beachtung in

Die Zukunft der arbeitenden Klassen besprechend, weift der Bera ben weitesten Kreisen empfohlen zu werden. Das Ergebniß dieser Bes faffer nac, daß der Verdienft aller Arten von Arbeitern immer dem durd tradtungen finden wit in der folgenden Stelle ausgesprochen: „Geben Sitte und Gewohnheit bestimmten Grade von Bedürfnissen angemessen wir die Genüsse und die Consumtionen burd, wie fie in auffteigenber sei und sein müsse, daß die Arbeiter nur elend find, wenn sie es zu linie von den ärmeren Klaffen zu den reicheren hinauf ftattfinden, so fein gewohnt sind. „Könnte man den Irländer, der polnisden und bemerken wir, daß an diesen Consumtionen eine immer größere Zahl obersolefischen Knecot dahin bringen, daß er nicht blos von Rartoffeln von Mitgenießenden Theil nimmt, und daß vorzugsweise in dieser Beleben wollte, und daß er namentlich keine Ehe fühlöffe und keine Rin- ziehung die Consumtion wohl so ziemlich als unbegränzt angesehen der in die Welt feßte, so lange er für diese nicht eine bessere Zukunft werden darf, während fie in Bezug auf die Person bed Reichen felbft

in viel engere Gränzen eingeschloffen ist; fo daß aus dem größten Smith, gefeßt hat: „A Memoir of the Rev. Sydney Smith. By his - heile seiner Consumtionen ihm nur die allerdings von den Meiften daughter Lady Holland. With a Selection from his Letters. Edited emsig gesuchte Befriedigung seiner Eitelkeit bleibt —, bis endlich der by Mrs. Austin”. Sydney Smith war der merkwürdigste Mann der edlere und bessere Reiche sein Glüd vorzugsweise und ausschließlich Edinburgh-Review-Celebritäten: Jeffrey, Brougham u. f. w., in jeder darin findet, der Wohlthäter seiner Mitmenschen und des gangen Men Zeile er selbst, in unverkennbarster Eigenthümlichkeit seines sprudeln. (dengeschlechtes zu werden."

den, herzliden, warmblütigen Humors, im Leben die treuberzigfte 3a Betreff der Armenpflege spricht sich der Verfaffer an einer Seele und als Spaßmacher der mitfühlendste Freund. Biographisch Stelle fo aus: „Wir werden hiernach die Armen in zwei wesentlich ift wenig zu sagen. 3m 3ahre 1771 zu Woodford in Effer geboren, verschiedene Klassen theilen müssen, in Arbeitsfähige und Arbeitsun. erzogen in Winchester und Drford, und von seinem Vater zum Geiftfähige. In Bezug auf die ersteren fann fein Zweifel darüber obwal lichen gemacht, ging er sofort, als sich Gelegenheit bot, in seine wahre ten, daß jede Unterstüßung nur die Wirkung bat, ihre Zahl zu ber Sphäre, die Literatur, über. A18 Hauslehrer mit seinem Zöglinge mebren, und daß es fein anderes Mittel giebt, ihre Zahl zu vermindern, nad Edinburg gekommen (1797), machte er Bekanntschaft mit den als ihnen jede Unterftüßung zu verweigern. Wer ernftlich arbeiten dortigen Literaten und überredete fie im achten Stocwerfe eines Hauses will, fann immer Arbeit finden, einzelne Fälle ausgenommen, und für in Buccleugh-Place zur Gründung der Edinburgh Review, deren Sees diese Fälle muß man ihn veranlassen, etwas zurüdzulegen.“ Die hier Ten Smith und Jeffrey fast ein ganzes Menschenalter blieben, auch als ausgesprochene Ansicht dürfte der menschenfreundliche Herr Verfaffer, Erfterer von 1804 an als „Findlings-Hospital-Prediger" mit 50 Pfund so richtig fie in der Theorie ist, in der Praxis überall, wo die Ges Sterl. jährlich in London wohnte. Später bekam er einige bessere werbefreiheit noch besbränkt und die geistige Bildung der arbeitenden Predigerstellen, die er als pflicht mit befter Kraft verwaltete; aber Klaffen vielleicht gefliffentlich gehemmt ist, zu modifiziren nicht ab feine Paffion blieb bis zu feinem Code (1845) die humoriftische Re. geneigt sein.

view - Literatur und die liebenswürdigfte Luftigkeit im Leben und in In der Erörterung über das Steuerwesen tömmt der Verfasser der Gesellschaft. Das Buch der beiden Damen hat besonders seinen zu den Ergebniffen, daß eine sogenannte gleichförmige Vertheilung Werth darin, diesen leßteren, unmittelbarften Humor, den er nie der Abgaben ein Unding sei, daß die Abgaben bei Gewerbefreiheit druđen ließ, aus seinem Leben gesammelt zu haben, lauter Züge einer und bei einem Beharrung 6-3 ustand des Abgabenwesens wißsprudelnden, herzlichen, eigenthümlichen Persönlichkeit. Um eine immer und unter allen Umständen von den Konsumenten, und zwar Probe zu geben, so theilte man ihm einmal mit, daß ein bekannter vorzugsweise von den höheren, wohlhabenderen Klassen, getragen werden, junger Scotte eine doppelt so alte, ungemein dide Irländerin heiraten daß die Abgaben immer auf die Konsumenten sich auf eine Weise ver wolle. „Die wil er fich zur Frau nehmen?" rief er. „Unmöglich. theilen, die sich gar nicht im voraus beredynen läßt, und daß sie mithin Einen Theil von ihr, das ginge eher, aber die ganze Person das als Productionsfoften angesehen werden müssen, die vorweg von dem wäre nicht bloß ein Fall von Bigamie, sondern von Trigamie. Der jährlichen Gesammt-Einkommen einer Nation abzuziehen sind. Magiftrat muß hier gefeßlich einfreiten. Diese Frländerin allein

Die Strafgeseßgebung beleuchtet der Verfasser in einer Weise, ift Stoff genug, um Weiber für einen ganzen Rirdsprengel zu liefern. welche seiner Humanität alle Ehre magt, die aber um deßwillen die Ein Mann sie ganz beiraten? Monftrös! Man könnte eine Rolonie allgemeine Anerkennung wohl noch lange nicbt finden wird. Er will mit ihr bevölfern oder eine Bersammlung mit ihr halten oder einen mit 3deler, daß das Strafrecht eine praktische Moral und psychologisc- Spaziergang um fie berum machen, falls eine gehörige Menge Rubenaturgemäße Erziehung werden, daß die Verbrecher wie unzurechnungsa pläge um sie angelegt wären und man sich guter Beine erfreute. 30 fähige Wahnsinnige behandelt, daß die Gesellschaft vor ihnen gesichert versuchte einmal vor dem Frühftüd, um fie herum zu geben, gab es und daß fie wo möglich geheilt werden sollen. Seinen Unglauben in aber auf balbem Wege erschöpft wieder auf. Wo ffe fteht, find so Bezug auf die Freiheit und Zurechnungs-Fähigkeit des mensdlichen viel Menschen auf einem Plaße versammelt, daß fie ein Policeman Willens rechtfertigt der Verfaffer sehr gut durch Hinweisung auf die einmal aufforderte, aus einander zu gehen, und ein Anderer die AufAugsburgide Konfession und auf den heiligen Augustin.

rubr. Alte ihretwegen perlesen ließ. Kurz, das Weib ist zu allen Die Mittheilungen, die wir im Borstehenden über das uns vor.

Dingen fähig, nur nicht als eine einzige Frau geheiratet zu werden." liegende Wert gemacht, werden zur Erreichung des Zwedes, den wir Man wollte berften vor lachen, und die Gesellschaft trieb Uebermuth dabei im Auge gehabt, vollkommen ausreichen: sie werden unsere Leser im Garten umber und bewunderte feltene Blumen. Das schönste überzeugt haben, daß dieses Werk um der praktischen Lebensweisheit Mädchen darunter rief: „D, Mr. Smith, biefe Blume fömmt gewillen, die sich in demselben in Bezug auf alle das wahre Menfdheitse wiß nicht zur Volfommenheit!" Er ergriff fie sanft bei der Hand, wohl angehenden Fragen ausspricht, in den weitesten Kreisen empfohlen führte fie zur Blume und sagte: „Nun, fo fömmt das Vollkommene und verbreitet zu werden verdient.

Dr. Sr.

wenigftens zur Blume!" Bon folchen fleinen Boumots und Wißen des Moments ist das ganze Bud voll. Einmal sprachen fte von dem

Nußen einer Maßregel, die ihm unmoralisch erschien. Dies brachte England.

ihn auf die in England besonders herrschenden Utilitarier. ,,Seht

folch einen Burschen! Ihr könnt einen Lasiwagen mit breiten Rädern Literatur-Briefe aus England.

über ihn wegfahren, es macht keinen Eindrud auf ihn. Nehmt einen

Bohrer und bobrt Löcher in ihn; nichts fommt heraus als Holzspäne. (Shluk.)

Diese Schule behandelt die Menschheit wie Maschinen; Gefühle und England fann sich erholen, tann fich reformiren und mausern, Herzensregungen haben fein Conto bei ihr. Wenn aber alles dem denn es ftedt allerdings eine ungeheure Zähigkeit und Lebenskraft in Rußen dienen foll, warum begräbt der Rüßlichkeitsmensch überhaupt diesem Bolfe; aber bis jeßt fehlt es durchaus an Mitteln und Wegen, noch seine Großmutter? Warum soneidet er sie nicht in Stücke und die fähig erscheinen, einen tüchtigen Mauserungs-Prozeß zur Abftoßung tocht Suppe von ihr?" Das sind einige Splitter aus der großen Nies der feindlichen Stoffe hervorzurufen. Aus der Administrativ-Reform- berlage feines Geiftes, die er in den Herzen der Seinigen zurüdließ. Bewegung fann ein solcher Prozeß werden, bis jeßt ift er aber noch Er gehörte zu den kleinen Personen, ,, die nicht Rörper genug haben, fein folder, denn layard, deren Seele, ist ein schwacher Charakter, der um ihren Geift damit zu deden, deren Intelligenz fich daber immerauf der Oberfläche fteht und sich leicht einschüchtern läßt, da er den während große Blößen giebt." Mangel eines wirklichen Prinzips fühlt. Zwar hat er neuerbingo 3u Das boppelte Damen-Bud veranlaßt mich, noch einiger weiblicher wachs und Unterftüßung tüdtiger Röpfe bekommen, 3. B. Charles Produkte zu gedenken, welche im Ganzen während dieser Season spār. Didens, der sich in einem Reform-Meeting neulich zum ersten Male licher, als ie, auftreten. Wo sollte auch das Interesse für die Ros in seinem Leben öffentlich politisch zeigte, so daß noch alles Mögliche mantit des weiblichen Herzens herkommen, wenn Adler Tag für Tag aus ihm werden und herauskommen fann; aber das müffen wir alles mit Liften von Todten und Verwundeten, von Mißverwaltung und noch abwarten. Bis jeßt zeigt sich in der Reform-Bewegung tein Krieg gefüttert wird? Außer den Romanen von Miß Pardoe: Die Prinzip, das fähig wäre, das start und schnell zusammensinfende (?) Eng- eifersüchtige Frau“ („The Jealous Wife"), „Großleberei“ („Display") land wieder empor-, auf- und vorwärtszutreiben.

von Mrs. Maberly, ,, die beimliche Ebe, oder Rontrafte im Leben" Rurz, es fiebt gegenwärtig ziemlich troftlo$ aus. Soffen wir, (,,The Secret Marriage, or Contrasts in Life") von Miß Fanny Wil. daß ficha England aus seiner Krisis berausfinde und wieder zu sich liams und die nächften Nachbarn („The Next-door Neighbours") komme, zu den gesunden Elementen des alten Sachsenthums, das auf von Miß Gascoigne werden wohl überhaupt, neben den føon früher einem anderen Kulturboden noch viel erfreulicher aussehen würde, als erwähnten, nicht viel Romane erschienen sein. Wenigstens erinnere auf dem alten. Wie liebenswürdig, wie gemüthlich, wie ehrenfeft und ich mich nicht, von irgend einer bedeutenden Erfdeinung in der Bel. luftig ist der wahre Anglo-Sadje, aus dem man das Bild des run letriftit gehört zu haben. Ein neuer Roman von Leigh Hunt ift mir den, breitkrämpigen, kniehofigen John Bul verdichtet hat und der faft noch nicht zu Gesicht gekommen. nirgends mehr borkömmt, als im Punch. In der Literatur begegnen Im Ganzen ift die sonst so üppig produktive englisde literatur wir ihm nur noch zuweilen in Memoiren und Biographieen, 3. B. in entweder hauptsächlich reproduktiv oder verbammt, noch immer auf Zei. dem Denkmale, welches Laby Holland ihrem Vater, bem Rep. Sydney ten zu warten, die den Musen günftiger sein mögen.

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Um noch einige wissenschaftliche Ereigniffe zu erwähnen, bemerken stand. Ein auch in Deutschland bereits bekannter Zögling vor Brookwir, daß Oberst Rawlinson von Bagdad mit einer ungebeureu ladung Farm ist Nathaniel Hawthorne; sein Roman ,,Blythedale“ ist babylonischer Ausgrabungen in London angekommen ist und die Resul. in dieser wunderlichen Gemeinschaft entstanden; später ward er eines tate seiner Forschungen zunächst durch Vorträge in der Royal lustitut der gefeiertsten Mitglieder der Presse" in Amerika, und der Ruhm ion mittheilen wird. Die „Linnean Society", bisher offiziell shläf- gehört ihm unstreitig, die originellsten Werke geschrieben zu haben, rig, wie die geographisde Gesellsdaft, die unter Dr. Shaw's Pantof- die neuerlich in englischer Sprache erschienen sind. Für deutsche leser fel geographische Neuigkeiten immer frisch zwölf bid achtzehn Monate wird nodi ein anderer Theilnehmer der Brook-Farm Interesse haben: post festum in ihrem Journale veröffentlichen läßt, will sich etwas es ist dies john Dinglet, weil er sich besonders das Verdienft perjüngen, um ihr Journal wenigstens alle Vierteljahre herauszugeben. erworben, die deutsche Musik und das Leben ihrer Komponisten in 3m Ganzen aber sind die große Menge ,, föniglicher Gesellschaften" Amerika bekannt gemacht zu haben; man schwärmt dort für erstere feitin Routine und Rüdricht immer Monate und selbst Jahre gegen das dem. Audy ist noch George William Curtis hervorzuheben, er polytechnische Institut, das Panoptifon oder den Krystal-Palast zurüc, ist noch sehr jung und wird von den kritischen Tagblättern Amerika's in welchen Privat-Wiffenschafts- Instituten alle Entdedungen und Er- als ein Talent bezeichnet, welches die glänzendsten Hoffnungen erwedt. findungen sofort vor das Auge des großen Publifums treten. Mr. Gree. Er ist bereits ein geachtetes Mitglied der Presse“, ein Mitarbeiter nough hat einen großen Theil seiner hinterlassenen 180,000 Pfo. Sterl. an Putnam's Magazin in New-York; sein erstes Werk heißt „Winke und alle seine Karten und Bücher der geographischen und geologischen vom Nil". Gesellschaft bermacht, wo sie nun wohl eben so ruhig schlafen werden, wie er selbst. Charles Didens ist mit seinem Reform-Programm für

Mannigfaltiges. das Literatur - Unterstüßungs-Institut durchgefallen, obgleich es in reis ner iebigen Gestalt eine der größten Absurditäten England ist. Der

Englisde Erziehungsdriften.“) Wir erhalten jeßt sehr deutsche Professor Hofmann am Royal College geht mit seinem Kole viel Erziehungsschriften aus England und Frankreich, wozu auch die legen Grabam zur Münze über, Ersterer als Wardein, lepterer als unten angeführte gehört, welche wahre Goldförner enthält und vor. Meister.

züglich für junge Mädchen geschrieben ist, die die Schule verlassen und nun nicht gleich wiffen, wie sie ihre Zeit und ihr Leben ausfüllen

sollen. Beberzigenswertbe Worte werden hier gesagt über ihre Bes Nord: Amerika.

Ichäftigung: sie werden gewarnt, nicht blot dem Vergnügen zu leben, Die New - Yorker Tribune und die Brook - Farm-Gemeinde.

sondern mit Ernst zu überlegen, wie sie sich nüblich machen fönnen. Auch

bie Armenpflege, der Unterricht in Sonntagsschulen wird mit genauer Nach einer Brivat-Mittheilung.

Prüfung der Befähigung und Berücfidhtigung anderer Pflichten vorEinige Tagblätter der Vereinigten Staaten haben einen außer- genommen. Die Fortbildung des Geiftes wird als unerläßliche Pflight ordentlich großen Wirkungsfreis. Um diese Wirksamkeit der Presse dargestellt und vor den vielen fünstlichen Handarbeiten als kostbarer zu beurtheilen, genügt es, die ungeheure Verbreitung eines einzelnen Zeitverschwendung gewarnt, die etwas Geifftödtended haben, dagegen Tagblattes, wie die New-Yorker Tribune fie besigt, anzuführen: Das empfiehlt die Verfasserin ein tüchtiges Nähen von Leinenzeug und Nebung Blatt wird täglich in dreißigtausend Eremplaren herausgegeben; dann in den schönen Künsten, wie Malen, Zeichnen, Musiziren, wodurch imerscheint wöchentlich zweimal ein Auszug des Inhalts in funfzehntausend mer der Sinn veredelt wird auch bei den Umgebungen. Sie warnt Eremplaren und wöchentlich einmal ein eben solcher, nur noch tür- sehr vor seichter und unmoralischer leftüre, empfiehlt dagegen, jeden zer gefaßt, in hundertundzwanzigtausend Eremplaren. Diese wöchent- Tag einige Stunden etwas Ernsthaftes zu lesen. Die Furcht, ein Blauliche Zeitung ist in jedem Laden, jeder Farmwohnung zu finden, ja ftrumpf genannt zu werden, weil fie der mechanischen Bewegung ihrer sogar in den Urwäldern und Prairieen bat fie nod Leser, der Gold- Finger die Ausbildung ihres Geiftes vorziehe, sei versdwunden mit der gräber und der Schiffer in allen Meeren lernt aus ihr Politik, lite- Ansicht

, daß eine unterrichtete Jungfrau ihren Anzug vernachläffigen, ratur und Moral. Die Macht und die Verantwortlichkeit der Männer, ihre häuslichen Pflichten versäumen und unbesonnen über Bücher sprechen welche ein solches Blatt söreiben, ist im Guten wie im Bösen fchran- werbe. In Deutsdland ist man noch nicht überall so weit gekommen! fenlos. Die Herausgeber der New-Yorker Tribune sind als ehren- Sehr ernst spricht fich die Verfasserin über weibliche Unordnung aus, werth, unparteiisch und streng gewissenhaft anerkannt; man traut ihnen und beherzigungswerthe Worte werden audy gesagt über Sparsamfeit, zu, daß sie niemals ihren Einfluß mißbrauchen werden. Es find unge über die Sünde und Somady des Schuldenmachens; über die Act. fähr zwölf oder funfzehn Redacteurs (Mitarbeiter) bei diesem Blatte losigkeit, mit der in fremden Häusern junge Mädchen die Arbeit der angestellt

, die sich genau in die einzelnen Zweige seines Inhalts thei- Dienstboten in Anspruch nehmen, über den Ernst, mit dem sie die Wirlen. Dr. Robinson hat die Besprechung der Angelegenheiten des fung ihres Betragens auf andere beachten müssen. Jede Ermahnung Aderbaues, der Jahrmärkte und der Wohlthätigkeits-Anstalten, Ho. gründet sich auf einen Bibelspruch.

F. B. H. race Greeley, der Gründer des Blattes, bat die Politik und Industrie, Herr Snow den Handel, die Schiffe, Eisenbahnen u.s.w. Die lite - Uebersegung der Jugends driften Ferd. Schmidt 6. rarischen Ausarbeitungen, also hauptsächlich der Theil des Blattes, Der durch die Herausgabe mehrerer interessanter Nationalwerfe in der bleibenden Werth bat, fließen aus der Feder Ripley'8, eines Sweden rühmlichst befannte Verlagsbuchhändler 3. Meyer in Mannes, der in Amerifa fich mehrfach bekannt und verdient gemacht Stockholm bereitet im gegenwärtigen Augenblick auch eine schwehat. Er gehörte zu einer literarischen Verbindung, aus der die bes dische Ueberseßung der sämmtlichen Schriften unseres Landmannes, deutendsten amerikanischen Særiftsteller neuerer Zeit hervorgegangen des bei der Jugend fo beliebten Sòriftstellers Ferd. Schmidt, vor, sind. Es war dies die „Brook- Farm", ursprünglich ein landwirth- und hat sich derselbe bei seiner neulich hier ftattgehabten Anwesenheit schaftliches Institut, das von einer Gesellschaft junger Feuerköpfe, mit mit dem Verfaffer des Herder, der ,,Doyffee u. f. w. dieserhalb in Recht von den vernünftigen Amerikanern „Enthusiasten“ genannt, ein näheres Einvernehmen gefeßt. Wie wir hören, sollen noch im errichtet wurde, um die Ideen Fourier's über die Gemeinschaft der Laufe dieses Jahres der obengedachte Herder“ und der „Fichte" eraArbeit praktisch auszuführen. Die ,,Gemeinde", wie die jungen Leute scheinen, denen sich im nächften Jahre, die Türken vor Wien“, „Risich selbst nannten, kaufte in der Nähe von Boston, in Massachusetts, dard's Fahrt nach dem heiligen Lande", „Odwin, oder die Schule des treffliches Land an und bewirthschaftete es ungefähr zehn Jahre; nach Lebens", ,,Kriegeruhm und Baterlandsliebe" und , Hermann und ThusAblauf dieser Zeit waren die Geldverhältnisse der Gemeinde fo ver nelda" anreiben sollen, so daß zu hoffen fteht, daß fchon nach dem wirrt, daß eine Trennung beschlossen wurde. Jedes Mitglied suchte Verlauf weniger Jahre die ganze „Jugendbibliothet" Ferb. Sámidt's wieder vereinzelt zu arbeiten; indessen hatte das lange Zusammensein in allen ihren Bänden der schwedischen Jugend zur Erbauung und ftrebsamer Geister doch auch manche gute Frucht getragen. Die ge- Anfrischung des Geistes vorliegen werde. Auch wegen einer russischen lehrte Abtheilung der „Gemeinde" batte fich besonders eifrig mit dem Uebertragung find bereits die einleitenden Søritte geldehen, wie denn Studium der deutschen und französischen Literatur und Philosophie auch andererseits von einem berühmten Shriftfteller in Kopenhagen beschäftigt. Namentlich hat Ripley einige Werke Victor Cousin's über- die baldige Herausgabe der besten der Schmidtschen Jugendføriften, seßt und kritische Abhandlungen über die deutsche Literatur beraus- seines , Herder als Knabe und alo Jüngling", angekündigt wird. gegeben. Er beschäftigte sich nach der Auflösung der „Brook- Farm

3. A. Gemeinde" febr erfolgreich mit der Aufgabe, seinen Landsleuten die Schäße des deutschen Geiftes zugänglich zu machen. Seit er die Li

*) Beachtenswerthe Dinge für die Jugend, von der Verfasserin der „Klei:

nigkeiten". Aus dem Englisden, nach der dritten Auflage des Originals. Breteratur der New - Yorker Tribune besorgt, verfolgt er tros feines

men, Heinrich Strack. umfangreichen Geschäftes noch immer mit Vorliebe denselben Gegens

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