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der unermüdlich bald aus dem Florifden ins Italiänische, bald um. Staatshaushalt ein. Außer Paris haben wir in Franfreich Städte gekehrt überfeßt, bald in beiden Sprachen zugleich schreibt, und von ersten und zweiten Ranges, welche der Mittelpunkt ausgedehnter Verdem wir aufer zahlreichen literarischen, Hiftorischen und archäologischen lag&operationen bilden; Berge von Drudsdriften thürmen sich hier. Auffäßen eine Shilderung dalmatischer Volfsfitter: Običaji kod Vla. In erster Reihe sind aufzuführen: Tours, Limoges, Lyon; dann Straßhah, eine ausführliche balmatische Literaturgeschichte (Poviest narodne burg, le Mans, Lille u. a. dalmatinske kniževnosti), eine Sammlung dalmatisder Boltslieber und In Paris allein beläuft sich der Umsaß in dem eigentlichen BuchSprüchwörter, die Ueberseßung der bekannten franzöfisden Werke von brudereigeschäft

, ungerechnet die accessorischen Induftrieen der SchriftEidhof über die flavischen Sprachen, die Numismatit des alten Dal gießer, Papierbändler, Broschürer, Budbinder u. f. w, auf 15 bis matiens und eine dalmatische Bibliographie theils schon befißen, theils 16 Millionen Franken.

16 Millionen Franfen. Die Anwendung der seit dreißig Jahren in noch zu erwarten baben.

den Drudereien der Hauptstadt eingeführten mechanischen VerfahrungsProfessor Kuzmanich in Zara, der frühere Redacteur der Zora weisen hat diese Industrie völlig umgestaltet. Das alte Material ift dalmatinska, welcher als Stylift unter der Slavisten bekannt ist, giebt serschwunden, das frühere System hat sich von grundaus verwandelt. jeßt die einzige in Dalmatien noch bestehende Zeitung in illyrischer 3n Betreff der raschen Arbeit find die Fortschritte fo wunderbar, daß Sprade, den Glasnik, beraus.

man mit Recht sagen darf, der Unterschied zwischen dem heutigen Vers Religiöse und geiftliche Bücher werden fortwährend, theils mit fahren und dem des vorigen Jahrhunderts sei eben so groß, wie der lateinisder, theils mit illyrischer Schrift, veröffentlicht. Die bedeutends zwischen einer Druderpresse Gutenberg's und einem alten Absdreiber. ften find vom Professor Pietro Knezevich, aus Knin („Leiden unseres Zu seinem Bericht über die Ausstellung von 1849 behauptete Ambroise Herrn Jesus Christu$ und Klagen seiner Mutter“), P. Luka Vladmi. Firmin Didot, der die Geschichte und die Statistik des Buchdrucs rovid (,,Beidhte) und Sime Starčevich (,,Homilieen"). P. Smolje, grünblic fennt, daß mande Pariser Offizin allein so viel liefern kann, der Guardian des Franziskanerklofters Maria delle Palude bei Spa- ale vor 26 Jahren alle Pariser Drudereien zusammengenommen. Lato unb bedeutendste iCyrilde Rangelrebner Dalmatiens, sammelt feine So wie die Erfindung der Buchdruckerkunft auf wunderbare Weise Predigten zum Druck.

der Vorläufer einer Epoche war, in welcher der mensdliche Geist von Der Lehrer Andria Stazić in Zara (chrieb eine ausführliche Gram- allen Seiten zur Thätigkeit angeregt wurde: eben so entwidelt fide matif der illyrischen Sprache für Italiäner, (,, Grammatika ilirska za die neueste Erfindung neuer, unermüdlider Maschinen, die in gedrud. Italiane"), Girolamo Sutina, aus Zlarin, ein Lefebuch für die Jugend ten Fluthen die vervielfältigte Schrift ausströmen, um den Bedürf(,,Zabavno stivenje u hervatskom jeziku za mladež dalmatinska") und nifsen einer Zeit genügezuthun, in der eine täglich wachsende Malle Dialoge zur Erlernung der Sprache (,,Vocabuli di prima necessità etc.”) berufen ist, an dem Genusse des Unterrichts theilzunehmen. Die Kunst

, und der bekannte Slavift Rub. Beselić in Wien gab ein vorzügliches den mensdlichen Gedanfen auf dem Papiere fichtbar zu machen, würde Wörterbuch der illyrisch-dalmatischen Sprache heraus.

ihre Bestimmung verfehlen, wenn sie in einem Jahrhundert sbläfrig Einzelne Artifel in iQprifcher Sprache finden wir von den meiften und langsam bliebe, in welchem eine vielleicht noc ftauenswürdigere ber bei der italiänischen Literatur genannten Ramen, zu welchen noch Erfindung unsere Gedanken über unmeßbare Abstände mit Blißes. Giovanni Danilo in Spalato, Josip Michajlov Grubifić, aus Mas schnelle fördert. tarsta, and beffen Landsmann Stepan 3vičević, der Herausgeber des Die Bedürfnisse sind in dem Umfange angewassen, daß, troj Kačić, der Kaplan Rovačević in Spalato, der Pope Spiro Marges der Macht der neuen Apparate, die Zahl der Arbeiter in den Drudereien tich in Zagora, Matteo Jocevich, aus Trau, u. U. hinzugefügt werden seit der Anwendung der mechanischen Hülfsmittel zugenommen hat: fie müffen.

übersteigt jeßt die Ziffer 4000. In der illyrischen Kunstpoefie ist vor allem eine Dichterin, Anna In den Drudereien ersten Ranges spielt der Dampf eine eben Vidovic, die Gattin des oben genannten Marc Antonio Vidorich, aus so bedeutende Rolle wie in den Baumwollenspinnereien. Und body Sebenico, zu nennen, welche, außer zahlreichen, hier und da ver- hat der Mechanismus dort noch nicht das Höchfte erreicht; noch sträubt streuten Gedichten, eine größere Dichtung, „Anka i Stanko“, fidh mancher Arbeitszweig gegen seine Gewalt, die den Widerstand 34und einen Band Gedichte („Pisme Anne Vidovićeve") heraus. leßt doch überwinden wird. Die ersten Druder, die vor beiläufig gab. Eine andere Gebichtssammlung unter dem Titel: „Vila dal 400 Jahren, 20 Jahre nach Gutenbergs Erfindung, nach Paris tamen, mativska”, „dalmatische Vila", ift von A. Zorieić, aus Sebenico. Pies um sich hier unter dem Schuße der Sorbonne niederzulaffen, bätten tro Preradovich, zwar nicht durch die Geburt, aber durch den geistigen schwerlich die ießt verwirklichten Vervollkommnungen vorhergesehen; Einfluß, welcher ihn in Dalmatien zur Poefie bestimmte, dalmatifper uns ist leichter, die Bervolftändigung der bereits gemachten Erobes Dichter, erwarb fich durch seine ,,Erstlinge" („Pervenci") einen bebet- rung vorauszusagen. tenden Ruf, überlebte mit Glüd viele bekannte deutsche Gebichte von Rönnten wir von der Trophäe der Typographie aus einen Blid Bürger, Gleim, Goethe, Lenau #. A. ins 3Wyrische und gab 1853 in das Innere irgend einer Anstalt der Hauptstadt werfen: wir wür. einen zweiten Band Gedichte: Neue Lieder“, heraus.

den sehen, wie sich dort die Arbeit zwisden Menschen und Maschinen Die Volkspoesie ist in Dalmatien verbreiteter als irgendwo. Je- theilt. Und da die Weltausstellung den Besdauer auf& lebhafteste den Tag entsteht ein neues Lied, fast jeder Drt, ich möchte sagen, faft anregt, in das Getriebe der verschiedenen Fabricationen eingeführt zu jeder Sänger hat seine eigenen Versionen der bekannteren lieder. werden, so dürfte es hier wohl nicht am unrechten Orte sein, dem Manche Volksdichter, wie Niccolo Blachie in Sebenico, Cippeco in den Mechanismus des induftriellen Schaffens einige erklärende Zeilen den Castellen und einige Andere, haben sich in ganz Dalmatien einen einzuräumen. Namen erworben viele Andere bleiben unbekannt, nur ihre Lieder Das Seßen der Buchstaben ist das Werk der Menschen, das Aba werden fort und fort gesungen. Denn fingen hört man überall: in ziehen der Bogen ift Sache des mechanischen Apparats. Um die ihnen Bergen und in Thälern, im Garten und im Feld, auf dem Wafser zugewiesene Aufgabe zu lösen, theilen fid die Arbeiter in mehrere wie auf der Erbe, Nichts geschieht, Nichts thut man ohne Gefang, doc Rlassen. Die zahlreichfte ist die der Seßer, denen die Handsdrift die Art und Weise dieses Gesanges und den Inhalt dieser Lieder übergeben wird; fie feßen die Zeilen in einer fortlaufenden Reihennäher zu besprechen, muß einem anderen Artikel vorbehalten bleiben. folge, wie die Kolumnen einer Zeitung. Diesen Sag bekommt dann der

Frh. . Reinsberg. umbredende Seßer, ber diese langen Kolumnen, je nach dem For.

mat, welches das Buch erhalten fou, in Seiten zertheilt. Die Korref

toren besorgen die Verbesserung der Fehler, die sich bei der rajden Frankreich.

Arbeit des Seßend eingeschlichen haben. An der Spiße des ganzen Typographie und Kriegskunft auf der Pariser Universal

hierarchischen Personals steht der Faktor, das eigentliche Haupt der Ausstellung. *)

Anstalt, was die innere Bewegung und Leitung derselben betrifft.

Es find a tzig Drudereien in Paris mit 848 Preffen, darunter Unter den trophäenartig geordneten Gruppen, die zu Ehren der 276 Maldinenpressen. Man hat berechnet, daß diese Apparate, von Hauptinduftrieen in dem Mittelschiffe des Palastes der Champs-Ely- benen, wegen der besonderen Sorgfalt, welche die Prachtbrude in Ansées aufgestellt worden, durfte wohl eine Trophäe der Typographie sprud nehmen, ein Theil beständig in Rube ift, vier bis fünf Milnicht fehlen. Es ist das eine gebührende Fuldigung für die neu lionen Kilogramme (etwa 80,000–100,000 Zentner) Papier zu Büchern zeitige Erfindung, die das Meiste zum Fortsbritt der civilifirten Gesell - die Zeitungen ungerechnet - jährlich verbrauchen. daft beigetragen.

Vom Raume beføränft, konnte diese Trophäe nicht vollständig Die Buchdruđerkunft zeigt fich unter einem doppelten Gesichts- genug errichtet werden, um den Augen des Besdauert ein ausführpunkt. Einerseits ist sie mit der geistigen Bewegung der Welt im liches Gemälde aller neuesten Verbesserungen zu bieten. Zudeffen engsten Bündniß und bildet ihren mächtigsten Bundesgenossen; anderer- finden sich die Elemente dieses Ganzen theils in den Seitengalerieen, seits nimmt sie durch die Zahl der Hände, die sie beschäftigt, durch die den besonderen Ausftellungen vorbehalten sind, theils in einert die Kapitalienmaffe, die sie in Umlauf feßt, eine gewichtige Stelle im Nebengebäude am Seineufer, wo einige Preisen neuer Erfindung auf

geftellt find. Im Laufe unferes Studiums wird es gut sein, diefe *) Nadh Audiganne im Moniteur Univergel.

zerstreuten Züge zusammenzufassen: das verlangt das Interesse der

französischen Typographie, die nidyt ohne Mittämpfer, namentlich von Das wesentlichste Intereffe dieser Ausstellung ist, daß sie die Defterreich aus, in die Schranken tritt.')

Mufter der gegenwärtig in der französischen Armee gebrauchten Waf. Herr Plon, sehr gefdict in seiner Kunst, hat die schwierige Auf- fen vereinigt hat und so ben Stand der Fabrication in der Wertgabe übernommen, die Trophäe der Typographie im Shiffe zu er ftätten des Reichs zur Anschauung bringt. Hier feben wir neben der richten. 3hm verdankt die Buchdruderkunft besonders erfolggefrönte Infanterieflinte den Karabiner des Fußjägers, die Muskete der RavalBersuche im Farbendrud, der dem Herrn Silbermann in Straßburg lerie und Gendarmerie, bie Doppelflinte der forsischen Voltigeure; dort zu europäischem Ruf verholfen hat. Nichts ist schwieriger, als ein reiht fich der Schleppfäbel der Linienkavallerie an den kurzen Säbel folcher Drud; denn um die eine Seite in versdiedenen Farben zu des Infanteriften und biefer an den Bajonettfäbel des Fußgängers und drucken, muß man für jede Farbe die Platte einmal auflegen, und es Artilleriften. begreift sich, wie sehr der Abdruck gefährdet ist, wenn man nicht genau Das Publikum wird nicht ohne Intereffe die neuen Waffen beimmer dieselbe Stelle trifft. Das Werk: Le livre du mariage, ift tracten; z. B. die Muskete der Hundertgarde, die am Bodenstüc gedie vollendetste Probe der Arbeiten Plon's in diesem Fache. In dieser laden wird; das Modell verdankt man dem Kommandanten Treuil Trophäe sind auc verschiedene typographisch abgezogene Aquarellproben; de Beaulieu. Auch die Kavalleriemuskete des Rommandanten Clerbesonders mehrere Eremplare eines Portrait der Dubarry. Ein Er- ville wird freilich für ießt nur versuchsweise am Bodenstück geladen. emplar im Rahmen foftet nur zwanzig Franfen. Unter den Drud Die Mittelgruppe ist aus den Geschüßen nach neuem Mufter, sachen macht sich eine faubere Ausgabe der Fables de La Fontaine in womit der Kaiser die Artillerie versehen hat, zusammengestellt. DieDiamantsdrift bemerklich, die an den Horaz Pierre Didot’s erinnert; fex Geschüß hat das Eigene, daß es Kanone und Haubiße zugleich ist, dasselbe Werk ist in Oftav auf Pergament auf beiden Blattseiten ge- aus dem es Rugeln ohne Unterschied soleudert. Es erseßt vier Stüde: brudt, wovon nur ein einziget Eremplar da ist. Aud eine Prefie im eine acht- und zwölfpfündige Kanone, eine funfzehn- und rechzehnpfünKleinen, aus der Werkstatt Loeilleur's, die bei der Fleinen Ausgabe dige Haubiße. Auch der Laie in der Kriegskunft begreift die Vortheile der Fabeln angewendet worden, ist ausgestellt; man wird fie vor den eines solchen Systems auf dem Sdlachtfelde. Die große Vereinfachung, Augen des Publikums arbeiten lassen. Ein bemerkenswerthes Sor- daß das Geschüß auf ein einziges Kaliber zurüdgeführt ist und an. timent von Lettern und Matrizen befommen wir hier zu sehen, darunter statt je vier nur je einen einzigen Pulver- und Provisionskarren nöthig eine mit dem Grabftidel bearbeitete und mittelft einer Mashine gemacht, erleichtert den Transport und beschleunigt die Bewegungen. Die glättete Ziersdrift.

Artillerie fann nun den Schwenkungen der Ravatlerie folgen, was die Wie vortrefflich aber auch die Druđproben find, für eine Gruppe Fachmänner stets für fehr wigtig hielten, was aber bei der alten Me. im Schiffe, mitten unter so vielen glänzenden Gegenständen, nimmt fie thode fast unmöglich erschien. Ueberdies schießt die Raiserfanone mit fich etwas dürftig aus. Die Fächer, in denen man die Eremplare merkwürdiger Richtigkeit. Sie hat an den Tagen von Alma unb Inf. aufgestellt, sind überdies von dem Besuđer zu weit entfernt, als daß jerman rubmvolle Dienste geleistet und die Bluttaufe erhalten und wird er die Einzelnheiten mit dem Auge erreichen fönnte. An der Vorders in den Jabrbüchern der Artillerie Epoche machen. feite der Trophäe hat man das verjüngte Modell einer Papiermasdine Rechts und links von der Trophäe längd der Wand find die beimit dem dazu gehörigen Trodnen-Apparat aufgestellt; et ist dadurd eine der Theile eines Zeitmessers unter dem Namen Geldüßuhr (fusilin einem solchen Zelte unvermeidliche leere ausgefüllt. Jedenfalls pendule) aufgestellt. Mit Hülfe dieses Apparats läßt fic die Snelgiebt diese weltbezwingende Macht der Buchdruderei dem Geiste Stoff ligkeit des Geldofses jeglicher Feuerwaffe im Moment der Lösung bes zum Denfen.

ftimmen. Die einfache algebraische Formel zur Berechnung der Sonel. Und um neben dieser als Gegenbild eine andere überwältigende ligkeit hat den praktischen Werth, daß, wenn z. B. zu den Ladungen Macht zum Vergleichen und Unterscheiden vor dem äußeren und inneren verschiedene Pulversorten gebraucht werden, man die verhältnißmäßige Auge zu entrodlen, bat man - Zufall oder Absicht – einige Søritte Kraft jeder Pulverart genau bestimmen fann. Das Instrument ift von dem Zelte der Typographie, eine Trophäe der Kriegsfunft auf- nicht neu, verdankt aber seine gegenwärtige größere Vervoltommnung gestellt. Hier sind alle Waffen und Rüftungen, für die Flotte wie für den Erperimenten des Generale Morin. das Landbeer, vertreten. Auch hier zeigt fidh der Riefenfortschritt der Unter den Marinegeschüßen wird das Publikum gewiß mit vielem Neuzeit. Der Abstand von einem gedructen Buch zu einem alten Interesse die zwei Riesenstüde betrachten, die den Mittelpunkt einneh. Manuskripte ist nicht größer, als der von einer Pairbans- Kanone zu men: Eine funfzigpfündige Ranone, die beiläufig 500 Mètres (una einer Balista.

gefähr 1540 Fuß) trägt, und eine Haubißenfanone à la Paixbans mit Die Gegenstände der Kriegsfunft, zu Wasser und zu Lande, 27 Centimètres (etwas über neun Zoll) Mündungsdurchmesser, wovon haben aber auch in anderem Betracht die volle Berechtigung zu einem feit dem Beginn des gegenwärtigen Krieges so oft die Rede war. Der Plaße in dem Palaft der Industrie. Denn zuvörderst find sie die Funfzigpfünder ist auf der französischen Flotte unter den Geschüßen Ergebnisse der besonderen Fabricationen, die in der Staatshaushalte zum Werfen in Vollfugeln das stärkste Kaliber. Diese beiden Unge. ordnung eine reelle Wichtigkeit haben. Ueberdies stehen die Künste beuer von Feuerschlünden fißen auf ihren Laffetten und sind mit allem des Krieges mit den Schicfalen der Industrie in innigem Bezuge. Zubehör und Tafelwerk versehen. Die Marine bahnt ihr die Wege in ferne Gegenden durch den Handel, Erwähnenswerth ist noch ein Sortiment Enterwaffen: Hafen, Sädem sie ihren Souß leibet; sei es, daß er von dort die zum Leben bel, Beile, Pifen, in deren Handhabung die französischen Seeleute um der Fabrifen unumgänglich nöthigen Rohstoffe herbeibolt; sei es, daß den Preis ihres Blutes einen glänzenden Ruf erlangt haben. Zu er die daraus verfertigten Produkte dahin führt. Indem sie den Wechsel. seben find noch Swiffslaternen zu den Signalen, Flaggen, Fahnen, verkehr zwischen den Völfern fördert, wird sie zum mädtigen Hebel Wimpel, Ständer, Anfer u. s. w. der Civilisation. Das Landbeer leiftet der Nationalindustrie anderartige, aber nicht minder nüßliche Dienste. Was würde aus der Arbeit in einem lande werden, dessen Unabhängigkeit stets auf der Schaufel

Mannigfaltiges. ftände, dessen Handelsinteressen im Auslande jeden Augenblic ungestraft fadirte$ Fleisch. Bis jeßt fonnte man Fleisch und andere gefährdet wären? Die Industrie ist allerdings ihrer Natur nach Freundin Nahrungemittel nur durch Salz, Effig, Trognen oder Räuchern eine des Friedens; allein um sich zu entwickeln, muß die Civilisation auf Zeitlang vor dem Berderben bewahren, ießt hat sich in Paris eine Geo ihrem Gange die Hinderniffe besiegen, die ihr die Barbarei und die Fellschaft gebildet, welche eine neue Erfindung, durch eine Art lad, Dummheit um die Wette in den Weg werfen. So sehr also durch Conservatine genannt, alle Lebensmittel jahrelang aufzubewahren, für gewiffe von der Geschichte mit Recht verurtheilte Kämpfe bie Fort die jebige Zeit des Mangels und der Theuerung erfolgreich auszubeuscritte der Mensábeit gebemmt worden, so sehr fanden sie in anderen ten verspricht. Robes Fleisch, Geflügel, Filde, Gemüse, Früchte werKriegen einen heilsamen Impuls.

den durch Eintauchen in die Masse dieses eigenthümlichen Lads in Die Errichtung dieser Trophäe ist dem Herrn Penguilly-laridon, voller Frisdhe mebrere Monate oder audi Jahre (?) erhalten. Der Lad Artillerie Oberften, anvertraut worden; einem Militār, der feine Auf- bildet eine Rruste um die Gegenstände, die durch Uebergießen von gabe als Künstler und als Mann von Fach gelöst hat. Den Hinters warmem Waffer wieder entfernt wird, wenn der Gebrauch eintreten grund des Zelte nehmen die symmetrisch geordneten blanken Waffen foll, alsdann ist das Fleisd noch fo friso wie beim Súlachten, die ein; die Feuerwaffen bilden drei Gruppen im Vordergrunde; zwei Frucht so faftig wie beim Pflüden. Man kann in Paris, Boulevard bestehen aus Infanterie- und Kavallerie - Gewehren, die dritte aus Bonne Nouvelle No. 18., fich durch den Augenschein von der TreffFeldstüden.

lichkeit dieser Erfindung überzeugen, es sind daselbst alle Sorten von

Proben ausgestellt. Die Pariser hoffen, daß die wilden Büffelbeerden *) Die K. R. Hof- und Staatsbuchbruderei in Wien ist auch auf der Pariser Ausstellung, wie fie e8 1851 in London war, in sehr würtiger Weise bracht und nach Pario geführt werden, um dem dortigen Fleif(mangel

von Central - Amerika nächftens als übertünchte Leichen zu Schiff gea vertreten. Besonders der Naturbruck" von Pflanzen, Spißenmustern 24. hat fich diesmal großer Theilnahme zu erfreuen.

D. R. abzuhelfen.

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fchäftigte, hierzu aber eines geldidten Sefretärs bedurfte, alt welder Schweiz.

ihm Fromment feitens des Senats mit einer monatlichen Remune. Der Genfer Chronift Antoine Fromment.

ration von zwei Thalern, wozu später, als er sich beklagte, daß er da.

mit nicht auskommen könne, noch freie Wohnung auf sechs Monate Die Stadt Genf besigt in ihren Archiven aus der Periode ihrer fam, empfohlen und von ihm angenommen wurde. Es könnte fonach fossagung vom Papstthum eine sehr merkwürdige Chronit, die bisherfcheinen, daß Fromment nicht einmal primo loco Autor und Konzipient zibar von den meisten Kirchenføriftstellern, welche die Geschichte der dieser Chronit, sondern nur Bonidarb's Mitarbeiter in zweiter Linie Genfer Reformation behandelten, im Manaskript eingesehen und zu gewesen ist, Bonivard, theils mit seiner Feder, theils als Mithandeln. Rathe gezogen, burd den Druct aber erst kürzlid, und zwar mit sorg. Der und Augenzeuge fo vieler der erzählten Begebnisse, mit seinem fältigfter Beibehaltung der alterthümlichen Sprache, Drthographie frischen Gedächtniß unterstüßt hat. 'Erwägt man aber, daß Bonivard und Interpunction, fplendid ausgestattet, veröffentlicht worden ift.“)fechs lange Jahre, bis zum Tage der Eroberung Chillons, in den SouVerfaffer dieser Chronit ift Anton Fromment, aut dem Dauphiné terraing dieser Beste gefangen faß, so ergiebt sich, daß die Abfaffung gebürtig und eit landsmann der berühmten Reformators Wilhelm der von 1532—37 reichenden Chronit rein auf fromments Rechnung Farel. Auch Fromment wandte fich frühzeitig dem neuen Glauben zu, kömmt, unter deffen Augen oder in dessen nächster Nähe alles darin was ihn nach aller Wahrscheinlichkeit zur Auswanderung aus feiner Erzählte sorging. Heimat nöthigte. Als Farel und Saunier burc brutale Afte der Aus Bonivarb's eigener und gelehrterer Feber dürfte wohl auch Priester-Partei aus Genf ausgetrieben worden, trafen sie den erst ein beffer ftylifirtes und redigirtes Werklein hervorgegangen sein, geo zweiundzwanzig- bis dreiundzwanzigjährigen Fromment in dem waadt- wiß indeß kein wahrheitgetreueres und mit größerer Naipetät gewürzländisden Städtchen Drbe als Prediger und Verbreiter der gereis tes Gemälde jener Zeit. Die oft so launige Treuherzigkeit und Nanigten Lehre. Sie bewogen ihn, an ihrer Statt nad Genf zu geben, türlichkeit Fromment's erhöht das Jatereffe dieser Chronit ungemein. mit dem Auftrage, atida die gebeimen, aber eingeschüchterten Anhän. Es soll schließlich eine Probe Baraus mitgetheilt werden, so weit man ger der neuen Lehre im Bekenntniß zu ftärken und zu einer Gemeinde aus einer Ueberseßerprobe auf Kern und Sprache des Originals zu. zu sammeln. Fromment ging und traf am 3. November a. St. 1532 rückzusgließen vermag. -- Als die Chronit zu Stande war, bat Boniin Genf ein. Die Chronit berichtet in ihrem ersten Kapitel, wie Meis dard um Erlaubniß, fie druđen zu lassen. Allein die begutachtende fter Wilh. Farel und seine Gefährten das erstemal, wo sie nach Genf Kommission, wozu auch Calvin gehörte, fand die Sprache bald zu befkamen, von den Gegnern behandelt worden sind. Bom zweiten an ere tig, bald zu frei (familier), außerdem fand sie mehrere Stellen anstößig zählt Fromment feine eigenen dortigen Erlebnisse. Er sah sich von steten und die Herren zu Bern und Freiburg zu reizen geeignet. Also wurde Gefahren umringt, mehr als einmal mit dem Tode bedroht und ein das Gesuch abgeschlagen. Aus demjenigen, was Fromment nachmals Bersted zu suchen genöthigt. Eine feiner Predigten, die er vor zahl. auf eigene Faust bruden ließ (Bericht über die Krieggereigniffe von reichem Volfe auf dem Molarb von einer Bant Herab-über Matth. 7,15 ff. 1532—1537), las die Behörde fogar Injurjen heraus, ohne zu sagen hielt, und welche, soweit sie gehalten werden konnte, im vierten Ras gegen wen, und ließ alle Eremplare aufgreifen und vernichten. Seite pitel aufgenommen ist, wurde zuerst durch obrigkeitliche Intervention, dem verlautet nichts mehr über Fromment, als daß er, wie es heißt, der er fich jedoch nicht fügte, unterbrochen und mußte im ferneren den geiftlichen Stand aufgab, Civilift wurde und als besdeidener NoVerlauf ganz abgebrochen werden, als seine eigenen Freunde ihn ber tarius in Genf starb man weiß nicht einmal wann. dworen, sich vor der unausbleiblid drohenden Lebensgefahr zu falvis Ueber das Verbienft des Herrn Guftave Revilliod um Hera ren. Sängere Zeit mußte sich der lutherische Reger", wie ihn die ausgabe dieser Chronit seiner Baterftadt haben sich mehrere franzö. Widersacher schalten, bei Freunden verborgen halten. Ja, als er den filde Journale, darunter die Revue des deux Mondes, sehr anerkennoch einmal über die Rhonebrüde ging und nicht Acht haben wollte. nend und beifällig geäußert. Nur die „Annales catholiques de Geauf den Gefang der Priester, bie zu nämlicher Zeit in Prozession dar. nève" meinen, ein Soldat Tamerlan'$ würde in der Betrunkenheit überschritten, beßte man einen Suwarm Weiber auf ihn los, die ihn nicht besser, nicht shlechter geschrieben haben, und Herr Revilliob würde unfehlbar in den Strom gestürzt haben würden, wenn ihn nicht noch besser für seinen Beutel und Ruf gesorgt haben, wenn er Fromment zeitig genug einige beberzte und Wandfefte Freunde in Siderbeit ge den Würmern überlassen hätte, die ihn in aller Stille in den Archiven bracht bätten. Den Genfer Weibern ist Fromment überhaupt nicht. Genf& zernagten. fold. Es gab," fagt er, in der ersten Zeit darunter feine einzige, Dem Buche ist ein Motto vorgefeßt, welches fo lautet: fo Luft gezeigt hätte, die Wahrheit kennen zu lernen, so sehr waren ffe

Qui de Genève voudra veoir angeftedt von dem Pestbrobem der Lehre, bes Lebens und der Ges

La vraye et sive pourtraicturespräche ihrer Pfarrer. Die Weiber waren es, die dem Eingang des

Sur ce liure faut l'oeuil avoir, Evangelii und benen, welche es nach Genf brachten, den beftigften

Yci depeinct, non en figure, Widerstund reiftetet, und zwar auf Anfiften ihrer Geiftlichen; denn

Mais ep son essence et nature, biefe waren theils ihre Bettern, Brüber, Freunde, Nachbarn, Gevat

Qui de moeurs, de doctrine et geste tern, theile - id will aber zu dieser Stunde nichts weiter fagen, um

Est pour traicture manifeste etc. bas Schamgefühl der Damen zu schonen.".

Auf des Herausgebers Vorwort folgt eine 15 Seiten lange, vom Nachdem die Kirchenverbesserung festen Fuß in Genf gefaßt hatte Jahre 1550 datirte, von Adam bis zur babylonischen Gefangenschaft und gesichert war hierzu trug die Einschließung des Soloffes Peney fortgesponnene Epistel Fromment's an die „Magnifiques et très honound die Einnahme von Chillon (leştere am 29. März 1536) wesentlich rez Seigneurs" von Genf, welche die heutigen Genfer Herren zu lesen bei verschwindet Anton Fromment für längere Zeit vom Schat: fic wohl hüten würden. Begreiflich wird diese Fülle von Reminiscenplak. Bedeutendere leute, als er, Calvin und Beza, feßten das Ren zen aus dem Alten Teftamente dadurch, daß der Brieffteller ein Geiftformationswerk mit ungleich größerem Erfolge ført. In dieser Zeit lidher, daß Bibellesen, nach der Uebersegung von Calvin's landsmann, fou er zu Ehonon, Collonges, St. Gervais al8 Prediger fungirt haben, Pieron Robert Dlivetanus, ein Allgemeingut und Bedürfniß geworden ohne daß man Näheres weiß Erft im Jahre 1548 taucht er wieder war, daß die Republit Genf .fo eben noch im ersten Stadium ihres auf, und zwar als Sekretär Bonivard's, des berühmten Gefangener reformatorischen Eifers ftand, weshalb Fromment fich auch befugt glaubt, von Chillon, der sich mit Abfaffung der Chronit seiner Baterstadt be den Magnifizenzen vorzuhalten, wie begaadigt fie buro Einführung

der reinen Lebre find, im Gegensaß zum Bolte 3srael, welches feinem *) Les Actes et Gestes merveilleux de Genère nouvellement con:

Seremía nicht glauben wollte. Hierauf folgt die Chronit felbft in vertie à l'Evangille faictz du temps de leur Reformation et comment ils 69 Kapiteln (249 SS.), verziert mit 40 fauberen Holzschnitten von l'ont receue redigez par escript en fourme de Chroniques Annales ou Aystoyres commençant l'an LDXXXII. Par Anthoine Fromment. (Mis

Gandon, worunter die Bildniffe W. Farel's und des in Genf vergifen lumière par Gustave Revilliod. Genève, 1854.)

teten Pierre Viret. Zum Schlusse ein CCIX SS. fütlender und die

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ber und Effekten ist "Seit, worden, weil er sein Lebenlang die Freiheiten und Gerechtsame Genfe dert Pfd. Sterl. Dank für die Dame oder den Herrn, der dem An

Jahre 1532—36 betreffender Auszug aus den Staatsregistern, mit blasirt machen. Die bisherige englische ,,freie Tagespreffe" hat unUebergebung des bereits anderwärts Gedructen, schließend mit der streitig sehr viel zu dem Stumpffinn, der Oberflächlichkeit und EitelEinnahme von Chillon. Just dieser Abschnitt oder der Eingang des feit der Engländer in ihren öffentlichen Angelegenheiten und in Beur. fiebenundfunfzigsten Kapitels sei als Probe dem Leser vorgelegt. theilung ausländischer beigetragen. Wer Tag für Tag, Jahre lang,

,,Die Berner und Genfer (Geneyvans), sebend, daß nichts mehr wie alle Engländer der guten Gesellschaft, den Leitartifel-Kohl der zur Unterwerfung zu bringen war, als nur die Burg Chillon im Win Times las und sonst selten etwas oder nidots über Politik, der ift fel des Sees, ließen sich angelegen sein, kurz nach Einnahme von Yoer. unheilbar verðummt und verdorben und fortan ein Sklave ibrer stets don, Bolt auszulefen, das dahin ziehen sollte. Das sehend, waren die nach der Mode eingefeßten Leitartifel-leierkaften-Walzen. Friburger nicht faul, gleichfalls bem armen Herzog von Savoyen Land Unter den Magazinen" habe ich neuerdings Tait's Magazine als abzunehmen, obsdon (jacoitque) fie das Bündniß mit Genf aufge- ein ganz besonders tüchtiges, frisches und gründliches entdedt und desgeben hatten, unter dem Vorgeben (coulleur), das Christenthum oben- halb jede Lieferung mit steigendem Interesse gelesen. Es hat alle zuhalten, wie sie Papstes Gefeß und Messe beißen. Auch die Walli- Vorzüge der Jugend: Frische, Kraft, Elastizität, Wärme und Pathos ser, von der anderen Seite, haben unter gleichem Vorgeben einen 3i- für das Rechte und Gute, Haß und Bitterfeit gegen Humbug und pfel Landes von selbigem Herzog an fid geriffen, fagend, es wäre um Hypokrifie, während sich mehrere greifige, respektable, für die Westenddas Christenthum (wallisisd: Chrestiandar) obenzuhalten. Und ißo Klubs geschriebene Kollegen in trauriger Schwäche und phraseologischer haben sie etwa zwei Tagereisen weit davon inne, und die Friburger Beschönigung hinsd leppen. Wie wahr, wie stechend ist die Schilderung eine Tagereise, die Berner etwa drei Tagereisen in die Länge und eines neuerdings zum Mode-Thema gewordenen militärischen Grundzwei in die Breite. In derselbigen Zeit nahm der König von Frank- übels, der Frage: „Wie verschafft man sich Offizierstellen? reich feinem Dom, dem Herzog von Savoyan, fdier den Reft (la ,,Die Manier, wie hierzulande Offiziere gemacht werden, würde reste) alles feines Landes, außer der Grafschaft Nizza, und was der uns eben so lächerlich erscheinen, wie etwa die kalmückisde Art, den Kaiser von Piemont nahm, sehend, wie Jeder diesem Herzog eine Fes Ropf zu schmücken, nämlich mit ein Paar Hörnern, oder die indiani. der audrupfte, das nahm er, um damit seinen Mailänder Vogel bunt fche Decoration der Nase mit einer durchgestochenen Fischgräte, wenn zu färben. Und also wurde der arme Herzog von allen Seiten und wir nicht daran gewöhnt wären. Wie werden aber bei uns Offiziere zur gleichen Zeit berupft, und ißund ist er (dier ohne Federn. gemacht? Ein Gentleman, sei er loro oder bloßer Landlord, fühlt

Es blieb noch über den Bergen das Schloß Chillon übrig. Aber in der Regel nach Vervielfältigung seiner Familienphysiognomie endlich kurze Zeit nachdem Yverdon wiedergewonnen war, sdhidten die Berner die Verpflichtung, für zwei oder drei Söhne zu sorgen. Der ältefte zum Schloßhauptmann, genannt Anton van Braustoot, er sollte das natürlich befindet sich zuhause sehr wohl, denn er ist der Kanal, welcher Sóloß und die Gefangenen, die er von Genf hätte, berausgeben. gebraucht wird, das Stamm-Eigenthum von einer Generation zur andeWollt's aber nicht thun. Aber (ains) die Ercellenzen von Bern und

ren zu leiten. Ist ein guter Kopf unter ihnen, läßt man ihn für die Genf, nachdem sie Kriegevolt mit Geschüß aufgebragt hatten, zogen Barre (Justiz) oder das Parlament zurechtmachen, und ein wenig Tao dahin ab und belagerten besagtes Schloß Chillon, und kanonirten die lent gilt für großes Talent unter der guten Gesellschaft. Hat der Berner von der Neustadt in Vevey ber (d. 1. wohl Villeneuve) und

Vater für einen Dummkopf zu sorgen, muß er Priester oder Soldat vom Berge aus, und die Genfer zu Wasser. Aber der Schloßhaupt werden. Siebt es aber keine fette Pfründe als Erbglück in der Famann, wie er Bern und Genf mit so vielem Geschid agiren fab, milie, wählt er natürlich den rothen Rod. So arbeiten auch Shopa wurde dergeftalt muthlos, daß er sich auf die Bedingung freien Ab- feepers, die viel Geld und Würde gemacht, Schneider, welche Kleiderzugs (Cabagues saulues) ergab. Jedennod, kurz zuvor, als er Berns fabrikanten, Geldverleiber, die Banquiers geworden sind, den schlechtesten Heranzug vernahm, brachte er sein Weib mit drei Riften Gold, Sil- Stoff ihrer Nachkommen in eine Offizier-Uniform binein. Der Ges

schäftsmann, findet er in seinem Sohne nur etwas Hirn, bringt ihn und fie im Vermögen hatten; denn man muß wiffen, daß zehn Stun. irgendwie in eine geschäftliche Laufbahn, und der Bursde ist in der den in der Runde aus dem Savoyerlande Jeder seine beften Sachen Regel selbst viel zu klug, als daß er seine 6—7000 Pfund zum Eindahin schaffte, sogar aus Thonon, und also büßten alle die das 3hrige fauf in die rothe laufbahn verwenden sollte, die keine Zinsen bringt ein, so es dem Hauptmann in Verwahrung gegeben hatten, und er und die große Auslage streicht, wenn er stirbt oder auf dem Felde ging reicher von dannen, als wenn er geblieben wäre. Die Berner der Ehren umgebracht wirb. Aber giebt es da einen gabkigen") Sohn aber waren nun Herren der Mauern und der in Haft gehaltenen in der Familie, der fich für zu viel von einem Gentlemen“ bält, als Genfer. Ade die anderen Gefangenen wurden auch freigemacht, außer daß er arbeiten sollte, wie Papa oder sein Behrer, und „nicht so ein einem Meuchelmöder, Namens Darbignon, der abgethan wurde, und Narr ift" (gleichviel was für einer), nun, so denkt Papa, daß er ihm der Hauptmann Neguolli nahm im Namen seiner Herren Poffeß. Als wohl eine Rommiffion verschaffen" müffe („get a commission", wie nun der andere Hauptmann, der den Befehl über die Galeere von

der Ausdruck für das Einkaufen unter den Offizieren lautet). Und Chillon führtè, inne wurde, daß das Schloß überging, flüchtete er in wie wird das nun angefangen? Papa schreibt an das besondere Kriegsgroßer Eile sammt seiner Galeere über den See weg nad Lugrin, Department, Horse Guards, und bietet Gelb, dem Jungen eine Komfte&te fie in Brand und warf das Geschüß in den See, auf daß Nie- miffion zu kaufen. Aber Hunderte von Vätern haben dasselbe vor ihm mand je wieder davon Gebrauch machen könnte, und rettete sich übers gethan, und Hunderte werden es nach ihm thun. Wenn er daber nicht Gebirge. Und so wurden die drei Pläße des Landes diefseit der Berge einer der Großen unter den Whigs und Cories, denen England wiedergewonnen und zur Unterwerfang gebracht, Yverdon, Chillon gebört, sein sollte, bei denen Wünschen und Haben eins ist, wird der und Perthuys de la Cluse, und Genf auch von seinen Widerfadern Name Feines Sohnes unter dem Bodensaße der Liste beim Chef-Comerlöft und seine Gefangenen in Freiheit gefeßt, nämlio Herr Franz mandeur bleiben, bis der jüngste Tambour-Knabe der älteste Veteran 8. Bonivaro, Seigneur von St. Victor, ein sehr gelehrter Mann in geworden. Aber Papa fennt den General Bang, welcher im Hauptseiner Zeit, der sechs Jahre lang tief unten in der Vefte, bart am Quartier etwas zu sagen bat; oder da ist das Parlamentsmitglied des Waffer auf einem Felsen, gefangen gelegen hatte. Der hatte, wenn Fleden, Mac-Barkaway, dem er seine Stimme gegeben und sein Iner sich austhat und auf, und niederschritt, nach und nach ein Ger tereffe", und ein Parlamentsmitglied ist inkarnirtes Interesse. So leise gemacht und die Spur seiner Füße in den Stein gedrüdt (en- zwängt ihn entweder der General oder das Parlamentsmitglied durch grevé), so viel spazierte er, wobei er viele kleine Sägeloen (pensées) die Hinderniffe

. Aber auch wenn Papa kein Großer unter den Oberund Balladen auf Lateinisch und Franzöfifo verfertigte, wie seine Ge. ften ist und sein Intereffe nicht mit einem herrschenden Interesse assowohnheit ist und er felbft umftändlicher in seiner Chronit von den die ziirt hat, Papa braucht deshalb nicht zu verzweifeln. Er braucht blos guen, die er überseßt hat, berichtet. Derselbe war gefangen gehalten eine Anzeige in den Zeitungen loszuschießen: Douceur. Zweihunhatte behaupten wollen und sich sogar unterfangen hatte, in einem zeiger eine geseßlich käufliche Staats-Anstellung verschafft. Adressen Schloffe Befaßung wider den Herzog von Sabogen zu halten."

u. . w." Nun ist aber eine Offizierstelle bekanntlich gefeßlich käuflich, E. R-I.

nur die Mäklergebühren sind ungeseßlich. Aber wer braucht darum mu

etwas davon zu wissen? Zuweilen erscheint eine Dame in der Scene und England.

macht sich anbeischig, das Geschäftchen durch ihren Freund, Lord Noodle, Literatur-Briefe aus England.

besorgen zu lassen, zuweilen ein Veteran des Klubs und des amtlichen og (Fortseßung.)

Vorzimmers, welcher sich mit Papa verständigt und nun hinunter geht mi

zu den Horse Guards und seines „Freundesii Sohn auf das wärmste Wenn die Magazine", die Monats- uud Vierteljahrsschriften empfiehlt: vielversprechender, feiner, junger Gentleman u. f. w. (am 1. Juli durch eine National Review – 5 S. pro Vierteljahr - ver bringt er das Geschäft zwischen Ihrer Majestät und dem jungen Untermehrt) nicht wären, in denen man zuweilen sich von der Tagespreise thanen zu Stande und steckt den Dank in die Tasde. ,,Pa“ und erholen und Zeit-Interessen, wichtige politische, soziale und wissensdaftliche Ereignisse gründlich, ausführlich und unparteiisch erörtert und

*) Gawky, wofür in Sachsen ein Stellvertreter ift. Man sagt dort „Gaht:

u. s. w., um das dumme Gaffen mit offenem Munde zu bezeichnen.

maus 11

besonders „Ma“ sind ganz glücklich über das Geschäft, wenn ,,Gufta- und Tories aus Iinwillen und Unfähigkeit und zum Theil auch abvus Potts" in der Gazette als Fähnrich oder Seconde- Lieutenant Richtlich so fortgeführt wird, daß Niemand mehr darunter leidet, als bas erscheint, Schwestern und Cousinen werden (dwärmerisd), da Guftavus englische Vorf felbft, unter weldem die Arbeitslöhne finfen und die „nein zu reizenb“ in der Uniform aussieht, während alle ehrlichen Preise für Soldaten in ungeheurer Höhe noch fortwährend steigen. Leute ringsum ganz erstaunt sind, wie ein Bursche, dem sie kein Draht- Das ift der gerade Weg zur Barbarei, zur Prätorianer - Wirthschaft, puppen-Personal für den Jahrmarkt anvertrauen würden, Offizier über

zu Verwilderung und Verarmung. Vaterlands-Vertheidiger und Ruffenzerschmetterer werden konnte."

Oho, so schlimm iftis denn doch auch nicht, hör' ich hier Und wie sieht es unter den gemeinen Soldaten aus? Wir wollen aufrufen, und wenn die Leitartifel - Sprüche eines Salomo in hier keine der jeßt häufigen Anwerbungs- und Rekrutirungsscenen, Berlin Glauben finden, geht England mit gesunder anglofächfischer wie sie uns im Leben und in Holzschnitt - Illustrationen so oft begeg- Grünblichkeit, aber sehr langsam, weil gründlid, vorwärts, und nen, ausmalen, da sie nicht eigentlich zur Literatur gehören, sondern

nur den englischen Rorrespondenten", deren Somerz er begreift, nur auf Buckingham's Autobiographie „Autobiography of J. S.

aber nicht billigt, gehts nicht rasch genug. Etwas, mein guter SaBuckingham") aufmerksam machen, durch welche wir auch in die Geheim

lomo, geht fehr schnell, nämlich der Weg ab, und rücwärts. Vom niffe des englischen Reform- und Marine-Lebens und der , neunschwän

5ten Juni vorigen Jahres bis 5ten Juni beuer fam die Waarenzigen Kagert eingeweiht werden. 3. S. Budingham führte ein ziem- Bilanz Englands, des Produzenten und Spediteurs für die ganze lich buntes Leben, und Wenige haben mehr Schidsale und Launen Welt, in runder Summe von 600 auf 300 Millionen Pfund; die befselben erfahren, als er. Er war Soldat, Kaufmann, Vorleser, Arbeitspreise fielen, während über 100,000 Arbeiter brodloß von der Schriftsteller, Parlamentsmitglied u. f. w. und ist jeßt Biograph-aller Hälfte der Einkünfte für çdwered Geld zum Todmachen aufgefauft dieser verschiedenen Phasen seines Lebens geworden. In keiner der

wurden, alle Lebensmittel-Preise um 100 bis 200 Prozent stiegen und felben war er glücklich oder groß, offenbar weil er zu schwach, zu ehr- die ältesten, reichften Häufer von Fabrifanten mit 5. bis 700,000 Pfund lich, zu anständig dazu war, um sein Glück zu stoßen" (push his

banferott machten und unzählige kleinere Firmen mit hinabzogen, die fortune), wie die englische Phrase sehr bezeichnend lautet. Wer näm

mit verstärkter Kraft fortziehen. Das ist viel in einem Jahre, das lich bier auf- und durchkommen will, muß alles mit Füßen treten ist schnelles Herunterkommen gegen dein gründliches und langes Vorund in die Rippen boren, was ihm in den Weg kommt. Auch Buding- wärts, gegen deine Adtrösterei mit erhabenen, glüdseligen Jahrhunham's schriftstellerischen Erzeugnisse sind nur im Allgemeinen und bun

derten für unsere Enfel, Urenfel oder wenigstens deren Urenkel, ,,denen kel als unbedeutend bekannt; dagegen lieft fich seine Selbftbiographie der jebige Krieg doch zu Gute kommen muß“, etwa wie uns jeßt die als ungemein unterhaltend, interessant, leicht, lebhaft und reich an Schlacht bei Marathon oder „Iphigenia auf Lauris", da ja ein Goethe Stoff und Form. Wir erinnern nur an die Schilderung einer ,,Knutén

des 36sten Jahrhunderts vielleicht eine noch sdönere Iphigenia auf ftrafe burch die ganze Flotte“ (a flogging round the fleet). Der der Krim freiben faun. 3d will dem Berliner Leitartifel-Salomo Verbrecher (er war des Nachts von seiner Familie weggeriffen und

nur ein Rechen-Erempel aufgeben: Wenn man schnell, also z. B. eine zum Matrosen der Flotte gepreßt worden und wieder entlaufen) mußte Meile in der Stunde, rücwärts und langsam, also z. B. 100 Søritte zu diesem Zwecke durch alle Schiffe im Hafen, nackt auf zusammen

in der Stunde, vorwärts fommt, um wie viel fommt man dabei mehr gebundene Balfen geshnürt, die Runde machen, um auf jedem zwölf vors als rüdmärts?

vor, als rüdwärts? — Aber England hat doch constitutionelle Freiheit, Streiche mit der Flottenknute (cat o' nine tails) zu empfangen. Die Parlament, Wahlrecht u. s. w. Viele wissen freilich kaum, daß z. B. Balfen waren fo gebundert, daß er darauf förmlich gefreuzigt werden Preußen jeßt immer noch ein viel ausgedehnteres und durch und durch konnte, die Füße unten zusammen, die Hände oben in möglichfter Aus

gleichmäßigeres Wahlrecht hat, als England; daß.in Preußen wirklich dehnung von einander geknebelt

, der ganze Oberkörper entblößt. Die gewählt, in England aber mit Bier und Sónaps und 5–6000 Pfb. Flottenknute ist viel schwerer und komplizirter, als die für Landsoldaten. Jeder der neun diden Stricke ist voller Knoten, so daß zehn Hiebe diese Praris offen im Parlamente vertheidigt und festgehalten wird.

pro Vertreter jede Parlaments-Stelle gekauft und erschwindelt und der ersteren in gleichem Course mit hundert der legteren stehen. Für den Deserteur war außerdem verorbnet, daß zwisden jedem Hiebe, Bolf nicht, beißt es hier: bie Whigs und Lories vertreten fic bie

Und wenn man in Preußen behauptet, diese Kammern vertreten das nach dem Gefeße mit der vollen Kraft des geschwungenen Arms und

Füße auf dem Rüden des Volfes und bilden einen so feindlichen Ge. Marter-Instruments zu appliziren, mindestens eine Minute vergehen mußte. Gleich nach dem ersten Streiche (prißte Blut. Nach Majorität annahmen, bis sie sich durch die Sonntags-Emeuten der

gensaß gegen dasselbe, daß sie die Sonntagsbit zweimal mit großer Beendigung des ersten Dußends war der ganze Rüden des Unglüd- Massen als Feiglinge einschüchtern ließen und ihre fromme Pille dem lichen eine wüfte Masse von zerriffenem Fleisch und Blut. Es ward ein in Effig getauchtes Stück Zeug darüber gedeckt und der Ge- tretung, ein Parlamentarismus, der das Sonntag und Woche beschwin

Arzte felbft zum Einnehmen zurückgaben. Was ift das für eine Vers kreuzigte nach dem zweiten Schiffe gebracht. - Als er auf das zehnte

delte Volf um die leßten Reste seines schon bis zur traurigften Dede Schiff gebracht ward, førie und ächste er nicht mehr, sondern lag ganz entfleideten Sonntags bringen will, den Antrag zweimal mit großer ftit. Als man hier die gesegmäßige Portion etwa zur Hälfte aufge- Majorität annimmt und sich nun erst durch eine rohe Demontragen und der Körper ganz ruhig blieb, erklärte der Wundarzt, der ftration des Volfs- Unwillens bewegen läßt, seine Weisheit zurückMann fönne ohne Gefahr für sein Leben nicht weiter gepeitscht werden, zunehmen? Der Parlamentarismus war immer im Gegensat zu obgleich noch sieben Schiffe zur Vollendung der Kunde" übrig waren. Die Sache war, wie sich nachher ergab, daß bereits auf dem vorleşten rechter Zeit, ehe es zu Emeuten fam, einschüchtern. Jeßt ist er lo

den Jnteressen des Landes und Volfes, ließ sich aber immer noch zu Schiffe die Streiche auf einen todten Körper gefallen waren. Sehr frech geworden, diese erft heraufzubeschwören und dann zu flieben, wie erklärlich: schon nach dem ersten Hiebe sprang das Blut, zwischen jedem Lord Robert Grosvenor. folgenden mußte eine civilifirte Minute verstreichen, und der Transport

(Schluß folgt.) von einem Schiffe zum anderen dauerte 10-15 Minuten. Die „neundwänzige Raße gehört noch heute zu den unentbehr.

Belgien. lichften Waffen,weftlicher Civilisation" gegen öftliche Barbaren, deren Knute in der englischen neunschwänzigen Raße nur eine ebenbürtige Belgische Forschungen über die Komponisten des „God save Schwester sehen kann. Cobden, der einmal nachwies, das England in

the King" und der „Marseillaise“. socialer Construction der ruffischen eigentlid ganz ähnlich und befreundet fei, hat dieses wesentliche Element der Gleichartigkeit ganz übersehen.

Französische Blätter wärmten fürzlich wieder einmal die alte, abMan ftiehlt und raubt zwar die Soldaten nicht mehr zusammen, wie geschmackte Geschichte auf, daß die Melodie des liedes „God save the für den berühmten Wellington; aber die Werbungen durch falsche Vore King" eine Composition Lully's sei, die Händel bei einer Reise durch spiegelungen, blinkendes Gold und benebelnde Spirituosen in stinkenden Frankreich von den Damen von St. Cyr in deren Kapelle habe aufe Bier- und Gin-Paläften find moralisch nicht um ein Haar beffer. So führen hören und die er nachmals dem Könige Georg I. als eigene lange die Administrativ-Reform-Bewegung nicht den Muth und die Composition Habe vortragen lassen. Dieses, bem Rufe des großen deutEinsicht hat, eine wesentliche Aenderung in den Gefeßen und Inftru. idhen Komponiften, der den eigenen reichen Lorbe

schen mit feinem fremden menten zu erzielen, burch welche Civil-Beamte und Militair gemacht Blatte zu idmüden nöthig batte, so nachtheilige Märchen ist zwar werden, wofür gerade Preußen Muster liefern könnte, kann England fchon oft durch die bloße Angabe widerlegt worden, daß das „God keine Kriege ,für die Civilisation“ führen, so lange bleiben Civil- und save the King" in England lange vor Georg I. und Händl befannt Militairmaffen Werkzeuge und Kreaturen der Whigs und Tories gewesen sei; dergleichen Klatschgeschichten finden jedoch immer wieder gegen die zwanzig und dreißig Millionen der eigentlichen und der von neuem Glauben, besonders, wenn sie von historischen KaffeesdweKolonial-Engländer. Der schreckliche Unsinn und das unersättliche Un- ftern, wie Frau v. Créqui, in ihren Memoiren berichtet und von jourbeil dieses Krieges in England liegt wesentlich in dem Widerspruce, nalistischen Kaffeefdwestern unserer Zeit nacherzählt werden. Ein gedaß er als „people's war” unwillig und in Verlegenheit, ohne Eraft lebrter musikalischer Feuilletonift der Indépendance Belge (Herr Fe. und Ehrlichkeit den regierenden Klaffen" aufgedrungen ward, daß er tis?) weist darauf hin, daß ein englischer Schriftfteller, Herr Nichard Alo ,dolfsthümlider Krieg" fortwährend gepriesen und von den Whigs Clark, bereits vor einiger Zeit in seiner Særift: „An Account of the

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