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ersteren befinden sich die beiden prächtigen Vasen mit Malereien nach Kaulbach. In der zweiten Loge fehen wir einen mächtigen Spiegel aus der neuen Manufaktur in Aachen, Kronleuchter von Heckert in Berlin und die Kißsche Amazonengruppe in Bronze und in verkleinertem Maßstabe. Die dritte Loge enthält die Erzeugniffe aus Thon von Villeroy und Boch in Nettlach. Die vierte (badische) Loge enthält Porzellanwaaren und Thonwaaren aus Mannheim; die fünfte (sächfische) endlich Haarstickereien aus Leipzig. Was die letzteren anbelangt, so hätte man doch wünschen können, ohne diesen Produkten ihren Werth abzusprechen, daß sie anderswo aufgestellt worden wären, da fie für jenen Ehrenplatz nicht bedeutend genug find. Nächstdem ist nun auch eine Anzahl von Gegenständen in der Mitte des Saales aufgestellt, nämlich folgende: Ein maurischer Blumengarten, aus Kandelabern und Vasen bestehend, in Zinkguß emailliert und im Style der Alhambra, von Herrn v. Diebitsch in Berliu; ein Altar, in Eichenholz geschnitzt, von Prang in Münster. Vor Allem zieht aber die überaus kunstvoll gearbeitete Statue Friedrich Wilhelms III., aus dem Gewerbe-Institute zu Berlin, die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Man hat dieselbe fehr paffend unter einer Art Ehrenbogen aufgestellt, welcher indeffen nicht dazu gehört. Letzterer besteht nämlich aus zwei rothen Marmorsäulen aus der Marmorfchleiferei von Bunzel & Comp. in Recklinghausen; ein bronzener und vergoldeter Adler krönt das Ganze. Auf einer mächtigen, breiten und mit rothem Sammet drapierten Unterlage sehen wir eine Reihe von herrlichen Baustücken, die der Dombaumeister Zwirner in Köln aus der Domhütte hierher gesandt; es befinden sich darunter Nischen, Rosetten, Thurmknöpfe und eine Statue des südlichen Portals. Vermuthlich in Berücksichtigung der Landsmannschaft lehnt sich an die Rückseite des Kölner Domes die Eau de Cologne-Fontaine des echten (!) J. M. Farina in Köln an, ist aber bis jetzt noch sehr träge im Sprudeln. Noch fehen wir im Mittelfchiffe, aus Preußen, Zink-Abgüffe aus den Fabriken von Devaranne und Geiß in Berlin, endlich einen „Meleager“ von Winckelmann ebendafelbst.

Wenden wir uns nun, auf der Südseite, weiter nach Osten zu, so gelangen wir zur österreichischen Ausstellung. Wir fehen hier hauptsächlich Glas- und Porzellanwaaren aus den berühmtesten böhmischen Hütten. In der Mitte des Saales erhebt sich eine hohe Säule, um welche herum, auf Etageren, verschiedene Gegenstände aus terra cotta gruppiert sind. Ferner stehen hier ein Mosaiktisch aus Venedig, eine prachtvolle vierfache Pfeilertoilette mit Tisch aus weißem Marmor, verschiedene Kunstgegenstände aus Ebenholz und ausgelegt, endlich das Modell des Dampfschiffes „Franz Joseph“ aus der Werkstatt der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft.

So gelangen wir, immer in östlicher Richtung, nach Belgien deffen Ausstellung im Mittelschiffe, wenn wir einen Schrank mit Tuchen und den Staatswagen des Königs der Belgier ausnehmen, einen rein kirchlichen Charakter hat. So sehen wir in einem mächtigen hohen Spiegelschranke eine vollständige Auswahl von Kirchengewändern für Prälaten jeden Ranges, vom Papst bis zum Domkapitular herab; der Papst kniet auf einem Bettchemel, und Christus überreicht ihm die Schlüffel, welche die Kraft zu binden und zu lösen haben. Sämmtliche Figuren sind in Lebensgröße und aus Wachs. Nächstdem fehen wir ebenfalls aus Belgien verschiedene herrlich geschnitzte Holzaltäre und Kirchenkanzeln. Dann folgt England mit Porzellanwaaren, Bronzen, Schiffstrophäen, einem mächtigen Kandelaber von Krystall aus Birmingham, Kaminstücken aus Sheffield, Baumwollenzeugen aus Nottingham, zwei Leuchtthurm-Laternen und dem Modelle des großen Meridiankreises in Greenwich.

Die ganze nördliche Längenwand des Mittelschiffes und der Seitengalerieen gehört Frankreich an. Man hat hier die vorzüglichsten Erzeugniffe der französischen Industrie zu Trophäen vereinigt. Alle National-Eitelkeit bei Seite gesetzt: England und Deutschland liefern viel treffliche Erzeugniffe, ja, theilweise auch folche, welche fich in Bezug auf guten Geschmack dreist mit den französischen mefen dürfen, allein die französischen Luxus-Artikel tragen im Industrie-Palaste den Preis davon. *) Hierher gehören nun vor allen Dingen zwei Schränke mit Schmucksachen und Mode-Artikeln, Industriezweige, in welchen Paris längst als Königin anerkannt ist. Sodann fehen wir Tahan's vielbekannte Kunsttischler-Arbeiten; wir bemerken unter ihnen einen vielleicht etwas zu fehr ornamentierten Bücherschrank und einen Betfchemel aus Eichenholz; aus derselben Fabrik ist auch das in der Mitte des Saales stehende kunstvolle Vogelhaus. Der folgende Schrank zeigt uns Möbel aus der Fabrik von Jeanfelme, darunter einen Jagdschrank aus Eichenholz, ein Buffet aus Ebenholz mit Bronze-Verzierungen, einen Schrank aus Nußbaumholz im Renaiffancestyle, mit Marmor ausgelegt, namentlich aber ein Canapé, einen Lehnstuhl und einen gewöhnlichen Stuhl, welche Meisterstücke in ihrer Art find.

*) Es war dies auch in London der Fall, trotz der Reichthümer, welche

Zwei Schränke des Mittelschiffes find den Bronzen gewidmet, die ebenfalls eine der Haupt-Industrieen von Paris ausmachen. Der eine Schrank enthält die Kunstbronzen von Barbedienne. Man sieht hier die berühmtesten Statuen, Vasen und Kandelaber des Alterthums in verkleinertem Maßstabe nach Collasfcher Manier; wir nennen besonders die Venus von Milo, die Diana von Gabiä, eine Amazone, eine Statue der Polyhymnia, die Gladiatoren, verschiedene Kandelaber, dann von neueren Kunstwerken die Grazien von Germain Pilon, die Kleopatra von Ducommun, einen Schenktisch aus Nußbaumholz mit BronzeOrnamenten, vor allen Dingen aber die berühmten Ghibertischen Thüren der Taufkapelle zu Florenz, in halber Größe des Originals. Der andere Schrank mit Bronzen enthält die zum Mobiliar dienenden Bronze-Artikel. In diesem Industriezweige ist die Fabrik von Denière fils in Paris die erste. Wir bemerken hier namentlich den prächtigen Tafel-Aufsatz, Styl Louis XVI, welcher von Herrn von Kiffeleff vor Ausbruch des Krieges bestellt wurde und der nicht weniger als sechzigtausend Francs kostet; ferner einen lustre-jardinière, Styl Louis XV., und eine Unzahl von kleineren Kandelabern, Pendulen u. f. w. Neben den Bronzen fehen wir die Arbeiten aus Steinpappe aus der Fabrik von Huber, darunter einen monumentalen Kaminsims mit der Büste des Kaisers. Daneben befindet sich die Trophäe der mufikalischen Instrumente, wo wir Pleyel, Erard, Debain, Sax, und wie fie fonst heißen, die oft fo kriegerischen Nebenbuhler, friedlich neben einander, unter einem wirklichen Himmel von Baßgeigen, ruhen fehen. In dem der Buchdruckerkunst gewidmeten Schranke sehen wir, außer verschiedenen typographischen Erzeugniffen, mehrere Modelle von Presfen aus der Druckerei von Plon; eine besondere viereckige Tribüne ist den Erzeugniffen der kaiserlichen Druckerei eingeräumt worden. Einer der Pariser Buchdrucker hat feltsamerweise, statt feiner Erzeugniffe, das Erzeugniß eines Mechanikers ausgestellt, nämlich das Modell feiner Buchdruckerwerkstatt, ein artiges, interessantes Spielwerk, das aber eigentlich im Mittelschiffe nicht an einem Platze ist. Vergeffen wir auch nicht die Artillerie-Trophäe, zu welcher das kaiserliche Arsenal feine stattlichsten Säbel, Helme, Panzer, Kanonen, Gewehre u. f. w. geliefert hat. In ganz meisterlicher Weise ist die französische Glas- und Porzellan-Fabrication im Mittelschiffe vertreten. Wir sprechen hier noch nicht von den Erzeugniffen der Fabrik zu Sèvres, welche in die noch im Bau begriffene Rotunde zu stehen kommen, sondern lediglich von den Privat-Etabliffements. Auch hier müffen wir, so schwer es auch dem Nationalgefühle fallen mag, gestehen, daß Böhmen von den Franzosen entschieden überholt ist. Unter den zahlreichen Porzellan-Artikeln nennen wir hier nur zwei riesige Kandelabervafen, welche chinesischen Fabrikaten täuschend ähnlich nachgebildet sind und mehrere Figuren in Biskuit, darunter eine Büste des Kaisers. Was die Glaswaaren anbelangt, so glänzen hier besonders die Fabriken zu Baccarat, Clichy und St. Louis. Die erstgenannte Fabrik hat zwei Kandelaber aus Krystall von sechzehn Fuß Höhe und mit neunzig Armen, zwei Vasen aus weißem Agatglase mit grünen Verzierungen und eine riefige Glasschale ausgestellt; aus den beiden anderen Fabriken sehen wir verschiedene Vasen und Schalen in überaus reinem Style. Die Lyoner Fabrikanten haben ebenfalls ihren Trophäenschrank, in welchem wir Shawls, Seidenstoffe aller Art und Spitzen sehen, die uns allerdings mehr Meisterstücke kunstvoller Arbeit, als geschmackvoller Zeichnung zu fein scheinen. Neben dem Luxus fehen wir die Bedürfniffe des täglichen Lebens; die Trophäe des Ackerbaues ist fehr künftlich aus allen möglichen Geräthschaften, Getraide-Arten, Aehren zusammengesetzt, ja fogar ein Modell eines Pachthofes ist dabei, und das Ganze krönt der antike Bienenkorb. Der Ackerbau hat zum Nachbarn die in drei Ländern residierende Gesellschaft „Vieille-Montagne“ mit ihren zahlreichen Erzeugniffen aus Zink. Die letzte französische Trophäe endlich ist der Eisen-Industrie gewidmet; man sieht hier das Modell eines Eisenhüttenwerkes, Modelle von Maschinen aller Art, Brücken, Tunnels u. f. w. Noch eine Menge von Gegenständen hätten wir zu nennen, welche die Mitte des Saales füllen: fo namentlich zwei riesige Spiegel, darunter der aus St. Gobain von sechzehn Fuß Höhe und eilf Fuß. Breite; eine Unzahl von Gruppen aus Bronze und Zink; Altäre von Marmor, Holz und Zink; den großen französischen Leuchtthurm nach Fresnelschem Linsenglassystem; ein Teleskop mit Uhrwerk von Sécrétan in Paris; mehrere Fontainen, von denen zu wünschen wäre, daß sie endlich begönnen, Kühlung zu verbreiten. (Schluß folgt)

England. Michelfen"s Geschichte der Jesuiten im 19. Jahrhundert.*)

Der in der neuesten englischen Literatur durch mehrere nicht unverdienstliche historische Gelegenheitsschriften bekannte Dr. Eduard

») Modern Jesuitism; or, the Movements and Wicissitudes of the Jesuits in the Nineteenth Century, in Russia, England, Belgium, France, Michelfen – wenn wir nicht irren, ein geborener Deutscher – hat vor kurzem wieder ein recht intereffantes Werk über den „modernen Jesuitismus“ erscheinen laffen, das fich der trefflichen „Histoire de la chute du Jesuitisme au 18ième siècle” des verstorbenen Grafen Alexis von St. Priet anschließt. Eigentlich Neues findet man in demselben zwar wenig, aber die vorhandenen Materialien find mit vielem-Geschick verarbeitet und übersichtlich zusammengestellt worden, und wir erhalten hierdurch sehr vollständige Data zur Kenntniß einer Religionsgesellschaft, deren Thätigkeit sich bis in unsere Tage hinein in ziemlich bedenklicher Weise fühlbar macht. Bekanntlich fanden die Söhne Loyola's nach Aufhebung ihres Ordens durch Clemens XIV. eine Zuflucht in Rußland, wo sie unter der Bedingung zugelaffen wurden, fich des Proselytismus zu enthalten. Sie versprachen natürlich Alles, konnten aber trotzdem der Versuchung nicht widerstehen, ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzuhängen, und trieben allmälig ihre Kühnheit so weit, daß sie sogar am kaiserlichen Hofe Propaganda machten. Eine Zeitlang ließ man sie gewähren, da fie in der nächsten Umgebung Alexander's I. eifrige Fürsprecher hatten, wozu namentlich der berühmte Graf Joseph de Maistre gehörte; aber endlich brachten sie es dahin, daß sie erst aus St. Petersburg und dann aus ganz Rußland verwiesen wurden. „Es waren besonders zwei Umstände, welche diese Katastrophe im politischen Drama des Ordens beschleunigten. Fürst Alexander Galizyn, ein Neffe des Kultusministers, welcher zwei Jahre das Kollegium der frommen Väter in St. Petersburg besucht hatte, trat 1814 öffentlich zur römisch-katholischen Kirche über – ein Ereigniß, das um so größeres Aufsehen erregte, als er bis dahin durch feine fanatische Anhänglichkeit an die herrschende Kirche seines Vaterlandes bekannt war. Obwohl er fogleich aus dem Kollegium entfernt und unter die Pagen des kaiserlichen Hofes aufgenommen wurde, hielt er doch mit allem Eifer eines orthodoxen Katholiken an seinem neuen Glauben fest, und man sah ihn sogar in der Kleidung eines Büßenden, mit seltsamen Amuleten um den Hals und einem Geißelriemen um den Leib. Es dauerte lange, ehe der Erzbischof Philareth ihn zur Religion seiner Familie zurückführen konnte. Während obiges Ereigniß noch das Stadtgespräch von St. Petersburg war, verfetzte eine andere Intrigue von ähnlichem Charakter eines der ersten

Adelsgeschlechter des Reiches in die tiefste Trauer. Eine reizende, junge

Prinzessin hatte von ihren Aeltern einen Jünger Loyolas zum Lehrer erhalten, der, um sie zu feinem Glauben zu bekehren, ihr fortwährend in den glühendsten Farben die Martern fchilderte, die fie als Ketzerin jenfeits des Grabes werde erdulden müffen. Das arme Mädchen, die es einerseits nicht über sich bringen konnte, ihre Aeltern durch Abschwörung ihres Glaubens zu betrüben, und fich andererseits noch während ihres Lebens an die Feuerqual zu gewöhnen wünschte, die ihr nach dem Tode bevorstand, fuchte sich dagegen abzuhärten, indem sie mehrere Mal täglich ihren Körper mit einer heißen Kupferplatte fengte, bis der grausame Schmerz fie endlich auf ein Krankenlager warf, von dem fie nicht wieder erstand.“ Der Ukas, der die Aufhebung des Ordens verfügte, wurde im Jahre 1816 erlaffen. Die Jesuiten mußten ihre Anstalten schließen und sich aus Rußland entfernen. Unterdessen hatte Papst Pius VII, der in ihnen eine Hauptstütze der römischen Hierarchie und einen Damm gegen den revolutionairen Geist des Jahrhunderts fah, die Wiederherstellung des Ordens beschloffen, und es fand ihnen daher frei, sich nach Italien zu begeben; doch wollten fiel vorher noch einen Versuch machen, fich in Polen festzusetzen. Bei dieser Gelegenheit erzählt der Verfaffer folgende Anekdote: „Bald nach der Verbannung der Jesuiten aus den beiden Hauptfädten Rußlands kamen zwei von den würdigen Vätern in Warschau an, um von dem Großfürsten Konstantin die Erlaubniß auszuwirken, ein Kollegium in der polnischen Hauptstadt zu gründen. Dafie indeß nicht wagten, ein so kühnes Gesuch unmittelbar nach ihrer Ausweisung aus Rußland anzubringen, so begannen fiel damit, den Großfürsten um eine Audienz zu bitten, angeblich nur zu dem Zwecke, daß er ihnen und einigen ihrer Brüder gestatten möge, während der kalten Jahreszeit in Warschau zu bleiben. Die Bereitwilligkeit, mit der ihnen Konstantin die Audienz bewilligte und ihr billiges Gesuch entgegennahm, ermuthigte die Väter, fich ausführlich über die erlittenen Drangsale zu verbreiten, und da der Großfürst fiel mit Theilnahme und Sympathie anzuhören schien, fo hatten sie die Unvorsichtigkeit oder vielmehr die Unverschämtheit, fich Stühle zu holen und ganz ungeniert neben Konstantin Platz zu nehmen. In der Hitze ihres Vortrags näherten fie sich dem Großfürsten allmälig fo sehr, daß sie ihn oft an den Arm fließen, bis er endlich, durch eine folche Vertraulichkeit verletzt, sich erhob und nach feiner Equipage rief. Aber weit entfernt, diesen Wink zu verstehen, folgten ihm die beiden Patres bis zum Tritt des Wagens und waren im Begriff, nach Konstantin hineinzusteigen, als der Großfürst, alle Geduld verlierend, zu ihnen fagte: „Nun habe ich genug; Ihr habt mir eben gezeigt, meine guten Väter, wie Euer Orden gewohnt ist, die geringste ihm erwiesene Gunst zu mißbrauchen. In

einer einzigen Stunde habt Ihr Euch von bescheidenen Bittstellern in ungestüme Forderer verwandelt, vor denen ich in meinem eigenen Wagen nicht ficher bin. Ich beschränke jetzt Euren Aufenthalt in Warfchau auf vierzehn Tage.“ Diesen Vorfall erzählte der Großfürst felbst an den französischen Minister, Herzog von Richelieu.“

Ueber die Wühlereien der Jesuiten in der Schweiz, die auch dort zu ihrer Vertreibung führten, berichtet Herr Michelsen fehr umständlich. Neu war uns ein von den Gegnern des Ordens ans Licht gebrachter Katechismus, der in den Schul-Anstalten defelben eingeführt war und der noch jetzt auf Anordnung des Bischofs Laurent, apostolischen Nuntius in Luxemburg, von den unter feiner Aufsicht befindlichen Instituten benutzt wird. Wir laffen einige Auszüge aus diesem kuriosen Dokument folgen, die allerdings keinen fehr vortheilhaften Begriff von der theologischen Literatur des Ordens geben.

„Frage. An welchem Ort wird ein Jeder am jüngsten Tage auferstehen? – Antwort. Ein Jeder wird an dem Orte auferstehen, wo sich der größte Theil seines Körpers befindet. – F. In welcher Form wird man auferstehen? – A. Von mittler Statur, mit wohlproportionierten Gliedmaßen, und von demselben Geschlecht, zu welchem man bei feiner Lebzeit gehörte. – F. In welchem Alter werden wir alle vom Tode auferstehen? – A. Im nämlichen Alter wie Christus, als ob wir uns im dreiunddreißigsten Jahre befänden. – F. Wird die Welt von neuem bewohnt werden? – A. Nach Einigen wird fie von ungetauften Kindern bewohnt werden, aber von Niemand anders, nicht einmal von den Thieren. – . . . F. Ist es eine Sünde, keine Zehnten zu entrichten? – A. Ja, es ist eine große Sünde. –... F. Wo ist die Hölle? – A. Die Hölle ist im Inneren der Erde.–F. Ist die Hölle fehr groß? – A. Nicht fehr, weil die Verdammten dicht zufammengepackt, einer auf dem anderen, liegen, wie Ziegelsteine in einer Ziegelbrennerei!“

Orient. Kirche und Politik.

Dr. Sander in Wittenberg geht in einer neulichen Schrift“) von der Behauptung aus, daß auch die Kirche ein Recht habe, in der großen Tagesfrage unserer Zeit, wie überhaupt in der Politik, mitzusprechen. Es ist fein Buch die weitere und gedruckte Ausführung feiner im J. 1854 in Leipzig gehaltenen Missionspredigt. Und er hat Recht. Mag auch die Kirche feit den Tagen Konstantin’s des Großen und während des Mittelalters entsetzlich viel auf ihrem politischen Gewiffen haben (Albigenser, Tempelherren, Pariser Bluthochzeit), so ist doch andererseits unleugbar, daß ihre Mahnungen, Drohungen, schiedsrichterlichen Aussprüche inmitten aller hierarchischen Bestrebungen und Uebergriffe unzählige Male das Schwert in der Scheide gehalten, die wildentbrannte Leidenschaft gedämpft, dem Blutvergießen Einhalt gethan haben. Perz ist nicht der Erste und Alleinige, der (in f. Italiänischen Reife, Hannover, 1824) ihr fegensreiches Wirken für die Intereffen der Menschheit, der Civilisation, des Weltfriedens, anerkennend hervorhebt. Wer auch hätte mehr, als sie, die heiligste Verpflichtung, diesen Intereffen das Wort zu führen! Daß fie, die Kirche, bei ihren Bestrebungen jederzeit fich felbst am wenigsten vergeffen und verleugnet hat, und wie das „in majorem dei gloriam“ erfahrungsgemäß fo gern von ihr gedeutet wird, laffen wir jetzt dahingestellt oder fetzen es auf Rechnung der dämonischen Natur unseres Geschlechts, die des sunt certi denique fines so selten eingedenk bleibt. So laffen wir auch die Motive unerörtert, die dermalen die lautesten Organe des Kotholizismus: Univers, Volkshalle, Tablet u. dergl, und ihre Politik zu so vehementen Auslaffungen gegen das vom nationalen Standpunkte aus ohnehin fattsam verdächtigte Ruffenthum veranlaffen und treiben. Genug, die katholische Kirche arbeitet fort und fort in der Politik. Soll nun, während sie dräut und agitiert, die protestantische Kirche stumm bleiben, der ecclesia militans gegenüber sich als ecclesia pressa gerieren, fich als unberufen zu Kampf und Politik bekennen? Mit nichten! Dr. Sander vindiziert auch ihr ein volles Maaß des Rechts zum Mitsprechen, und, wie gesagt, er hat Recht. Er spricht es in der Vorrede energisch aus. Diese Vorrede enthält überhaupt manches markige Wort, und der es spricht, kennzeichnet sich als ein deutscher Patriot, dem das Wälche wie das Moskowitische von Herzen zuwider ist. „Darum“, sagt er z. B., „ist es nicht recht, fich den großen Intereffen feines Volks entschlagen, auf feine Studierstube, in feine Familie fich zurückziehen; es ist nicht recht, in feinem Amt und Werk, fei's in der Kirche, Schule, im Staate, sich fo abspannen, daß man darüber die gliedliche Gemeinschaft mit dem großen Ganzen versäumt.“ Wir wünschten, daß das Buch selbst in dieser kernigen, gedrungenen Weise gehalten wäre.

Berlin, bei W. Schulze.

*) Die Katastrophe “ie und ihre Rückwirkung auf den Occident1855.

Darin wird zuerst den Ruffen, Briten und Franzosen ihr langes Sündenregister vorgehalten. Den Ruffen, quantum satis. Herr Sander ist also kein Verbündeter der Zaaren-Politik, aber eben so wenig ein Westmächtler. England hätte er gerechter Maßen etwas schärfer und augenfälliger bedenken, hätte ihm zurufen dürfen, wie beim Propheten Jesaia Kap. 23, V. 8–10 geschrieben steht: „Wer hätte das gemeint, daß es Tyro, der Krone, so gehen sollte? So doch ihre Kaufleute Fürsten find, und ihre Krämer die herrlichsten im Lande. Der Herr Zebaoth hat's also gedacht, auf daß er schwächte alle Pracht der lustigen Stadt und verächtlich machte alle Herrlichkeit im Lande. Fahre hin durch dein Land, wie ein Strom, du Tochter des Meeres, da ist kein Gurt mehr.“ – Seine volle Zornschale gießt dagegen der Verfaffer über den gallischen Hahn und fein Krähen in alten und neuen Zeiten aus, und wer möchte ihm, als Preußen zumal, solches verargen? Daß Herrn Sander die türkenfreundliche Preffe fammt ihren Idiosynkrafieen von osmanischer Civilisation und Emancipation der Rajah unter den Fittichen des Islam ein Gräuel ist und er die Türken je eher je lieber von dannen getrieben sähe, ist bei dem christlichen Theologen fehr natürlich, und wir find auch hierin mit ihm einverstanden. Sein Urtheil jedoch über die welthistorische Person Muhammed's, den Thomas Carlyle, und wahrscheinlich dieser nicht allein, den heroes der Weltgeschichte beizählt, ist befangen, unstichhaltig, geschichtswidrig, nicht einmal echt theologisch.

Bis hierher nun scheint Herr Dr. Sander, ohne daß er es fummarisch ausspricht, folgende drei Punkte als Ertrag und Lösung der orientalischen Frage unserer Zit zu betrachten: Vertreibung der Osmanen aus Europa, Beschränkung des rusfischen Uebergewichts im europäischen Osten, Machtentfaltung Deutschlands ebendaselbst; nicht aber nur Rußland, fondern auch den westlichen Kriegsmächten gegenüber. Ein Viertes: was mit den dem Islam abgekämpften Provinzen und ihrer christlichen Bevölkerung zu thun, läßt auch er, wie billig, als offenbleibende Frage dahingestellt. Schwerlich ist jedoch zu besorgen, daß dieser mächtige Länderkomplex, theilweise oder ganz, in usum Delphini aufgehoben sei, wozu sich an gewisser Stelle kein geringes Gelüsten manifestiert, seitdem namentlich das hochfahrende Albion fich fo wenig als Gegengewicht und Daumschraube erwiesen. So weit ist nun auch Herr Sander im Einklang mit dem politischen Glauben des intelligentesten und deutschestdenkenden Theils feiner und unserer deutfchen Landsleute. Er aber geht in seiner Offensivbewegung über Türken und Ruffen, Franzosen und Briten hinaus; er fucht Feinde da, wo keine find. Auch dem Hause Oesterreich geht oder will er zu Leibe, und thut dieses von S. 114 an in aller Ausführlichkeit. Da behauptet er, die Politik des Hauses Habsburg sei, wie jedem Historiker bekannt, seit Jahrhunderten sehr darauf bedacht gewesen, die Intereffen der Dynastie vor denen des deutschen Reichs zu begünstigen. Nun, diese retrospektiven Vorwürfe sind wir keinesweges gemeint, in Abrede zu stellen oder zu bemänteln. Der Verfaffer behauptet ferner, Oesterreich habe in diesen letzten Jahren das übrige Deutschland, insonderheit Preußen, nicht eben sehr an den Gedanken gewöhnt, österreichisches und deutsches Intereffe sei in feiner Politik etwas Identisches. In der trüben Erinnerung an Schleswig-Holstein, Kurheffen und einiges Andere wollen wir auch hier nicht widersprechen; nur billigen wir nicht, wenn um dieser Antecedentien willen ein gravamen de futuro erhoben und neuer Samen zu Verdächtigungen ausgestreut wird. Denn wenn Herr Dr. Sander der gegenwärtigen Politik Oesterreichs, also seiner Politik in der orientalischen Frage, bundeswidrige oder vielmehr bundesfeindliche Absichten beimißt, so möchten wir ihn doch bitten, eine so schwere Beschuldigung nicht ohne nähere Beweise in das ohnehin genug gelockerte deutsche Bundeslager hineinzuschleudern.

Wir hatten es bisher mit der Sache zu thun. In Betreff der Form müffen wir bemerken, daß die Publizistik unserer Tage uns an eine Logik gewöhnt hat, die in geschloffenen Gliedern, in scharfkantigen Sätzen, in detailkundiger, weit umschauender, in keinem Standes- oder Staatsvorurtheil befangener Beweisführung vorschreitet. So verwöhnte Leser dürfte die etwas breite, zerfloffene, mehr zum Plänkeln geeignete, oft in müßigen polemischen Beiworten sich ergehende Argumentation des Herrn Dr. Sander nicht sehr befriedigen. Haben wir der Kirche das Recht, ja, die Verpflichtung zuerkannt, in Sachen der Politik ihre Stimme zu erheben, so wünschen wir auch, daß diese Stimme ein zweischneidiges, nicht aber ein stumpfes Schwert sei. E. K−r.

*) Handbuch der englischen Umgangssprache. Nach einem neuen, verein“ bearbeitet von Oscar Busch und Henry Skelton. Leipzig, Brockaus, 5.

of German Conversation” zum Gebrauche für Engländer, die fich in der deutschen Umgangssprache üben wollen, herausgegeben, hat mit feinem englischen Kollegen, Herrn Henry Skelton, in dem vorliegenden Buche ein für den Gebrauch der Deutschen, die nach England reisen, oder die sich für die Unterhaltung mit gebildeten Engländern vorbereiten, fehr praktisches Werk geliefert. In zwei Theile zerfallend, deren erster alle Anwendungen der in der Conversation am meisten vorkommenden Zeitwörter in ihrer verschiedenartigen, oft sehr fein nuancierten Bedeutung umfaßt, führt uns der zweite Abschnitt in die Unterhaltung über wissenschaftliche, politische, höhere Gesellschafts- und TouristenStoffe ein. Wir machen in dieser Beziehung auf die Rubriken „Musik und Gefang“, „Universität“, „Wiffenschaft, Literatur und Kunst“, „Religion und Kirche“, „Rechtspflege“, „Handel und Gewerbe“, „Staat, Heer und Marine“ aufmerksam, die in ihren gegliederten Sätzen und in ihren Wörterverzeichnissen eine erschöpfende, sprachliche Belehrung über Alles enthalten, was den Gebildeten, der über diese Gegenstände zu sprechen wünscht, interessieren kann.

– Eine Venus von Zucker. Die Industrie-Ausstellung in Paris hat einen merkwürdigen Artikel aus Valenciennes erhalten; es ist ein Zuckerhut, den der Meißel eines Künstlers zu der schönsten weiblichen Büste verarbeitet hat. Jeder Zuschauer hält das Gebilde für den reinsten Alabaster und begreift nicht, warum es nicht in der Abtheilung für die schönen Künste aufgestellt ist. Die Venus Anadyomene, die nicht aus Meeresschaum, sondern aus Runkelrüben entstanden ist, macht unter den steifen Zuckerhüten einen tragikomischen Eindruck,

– Thomas Price-Carn-huanawe, der walisische Gefchichtsforscher.“) Der kürzlich verstorbene Thomas Price war den Freunden der walisischen Literatur durch den Umfang und die Gründlichkeit eines Wiffens ein wohlbekannter Mann. Im Jahre 1788 geboren, legte er sich schon früh auf das Studium seiner Muttersprache und gewann bei verschiedenen Anläffen ausgesetzte Preise für Aufsätze in Prosa und Verfen. Als Alterthumsforscher begnügte er sich nicht mit den trockenen Hülsen winziger Thatsachen und Angaben, welche Viele als das All und Eins ihrer Untersuchungen ansahen; für ihn umfaßte das Studium der Vorzeit einen weit größeren Kreis, namentlich wollte er sich und Anderen zum möglichst ficheren Bewußtfein bringen, daß und welcherlei Civilisation unter feinen Landsleuten in den fernliegenden Zeiten existiert, und welchen Einfluß fie auf die folgende Generationen bis auf die unserige herab geübt hat. Und das ist nach unserem Dafürhalten, das einzig richtige Ziel, auf das die Alterthumsforfchung steuern muß, wenn sie sich von dem Vorwurf der Kleinigkeitskrämerei frei halten will. Herr Price war aber kein blos walisischer Gelehrter und Alterthümler; er war ein vielseitig gebildeter Mann. Er besaß eine ausgezeichnete klassische Bildung, zeichnete vortrefflich, war ein guter Musiker und Botaniker, und um dieses reiche Wiffen und Können zu krönen, war er höchst liebenswürdig im Umgang und stets bereit, den Reichthum feiner Kenntniffe Allen zur Verfügung zu stellen, die sie benutzen wollten. Wir begrüßen also mit Freuden die Veröffentlichung eines Nachlaffes nicht blos als ein müßliches Werk, sondern als einen gerechten und feinem Gedächtniffe gebührenden Zoll.

Price's Hauptwerk ist „Haves Cymru", oder die Geschichte von Wales, ein Buch von verdientem Ruf; er hat darin fechs Jahre hindurch von 1836–42 alle Schätze seines vergangenen Lebens, Alles, was er wußte, dachte, fühlte mit sorgfältigem Fleiß niedergelegt. Er schrieb ferner: „Versuche über die geographischen Fortschritte der Herrschaft der Civlisation“. Der gegenwärtige Band enthält: „Reife durch Britannien im Sommer 1829“. – „Versuch, die Ueberreste alter Literatur in der walisischen, irischen und gälischen Sprache vergleichend zusammenzustellen und ihren Werth für die Beleuchtung der alten Geschichte der geistigen Bildung der Briten, Iren und Gälen zu würdigen“. – „Ueber den Einfluß der walisischen Traditionen auf die europäische Literatur, ein Versuch“. – „Geschichte der Sprache und Literatur von Wales aus den Jahren 1080–1294, ein kritischer Verfuch“. – „Geschichtliche Darstellung der Statuta Wallide, oder der Statuten von Rhuddlan, durch welche Wales dem britischen Reiche einverleibt wurde“. Alle diese Schriften sind reich an Intereffe, nicht blos für die spezielle Geschichte der walisischen Literatur, fondern für die Kenntniß der Natur und den Umfang der celtischen Civilisation im Allgemeinen. Der zweite Band, der hoffentlich nicht lange auf sich wird warten laffen, verspricht uns eine Auswahl feiner Korrespondenz und Auszüge aus feinen zerstreut gedruckten Sachen. (L. G)

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*) The Literary Remains of the Rev. Thomas Price-Carn-huanawc: Vicar of Cumdü, Breconshire, and Rural Dean. Volume I. Llandowery, Rees. London: Longmans.

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England.

Bailey's Erdwiegung und deren Ergebniß.

Unter den mannigfachen Versuchen, die Gewichtsmaffe und Dichtigkeit der Erde wissenschaftlich zu ermitteln, sind die von Bailey, früherem Präsidenten der astronomischen Gesellschaft zu London, für erstere und des Profeffor Airy für letztere die neuesten und vollkommenten. Letzteres Experiment kennen die Leser schon. Ersteres, als das abgeschloffenste und eines der großartigsten, das je in der Naturwiffenschaft durchgeführt ward, verdient eine nicht minder genaue Aufmerksamkeit. Eine Jahre lang Tag für Tag fortgesetzte, an sich trostund lichtlose, minutiöse, ungemein empfindliche, von einem Hauch, von dem leisesten Wärmestrahl gestörte Beobachtung und Arbeit durch alle Gefahren und Irrungen siegreich hindurch zu führen, das ist ein Heroismus der Wiffenschaft, der die Helden der Politik und der Schlachten mit ihren Mitteln und Zwecken kühn herausfordern kann. Da die Erde nicht wie eine Seifenkugel auf der Krämerwage gewogen werden kann und auch der Hebelpunkt, von dem aus Archimedes fiel aus ihrer Bahn fchleudern wollte, noch nicht erreicht ist, wird es zunächst intereffant sein, fich die Mittel, womit man diese ungeheure Last wirklich wog, näher anzusehen. Man wiegt entweder absolut oder komparativ. Ersteren Prozeß kennt Jedermann aus dem Kaufmannsladen. Der komparative Wiegungsprozeß nimmt mannigfache Formen an und besteht wesentlich in Ermittelung des Verhältniffes, das Körper von verschiedener Schwere auf einen elastischen Körper, etwa auf eine Feder, einen Faden, einen Draht ausüben. Den Unterschied der Dehnung oder Biegung des elastischen Körpers, hervorgebracht durch die daran befestigten Körper, giebt das Gewichts- oder Schwereverhältniß der beiden letzteren. Gewicht oder Schwere ist, wie Newton zuerst aussprach und es feitdem als allgemeines Naturgesetz gilt, nichts als Anziehungskraft der Körper gegen einander. Jedes Atom eines Körpers zieht jedes Atom des anderen Körpers an, und zwar desto stärker, je näher sich die Körper kommen. Die Anziehungskraft wächst im umgekehrten Verhältniß zu dem Quadrat der Entfernung. Außerdem versteht es fich, daß, je mehr Atome sich in einem Körper zusammendrängen, er desto mehr Anziehungskraft ausübt oder schwerer ist. Zu gleicher Zeit ist es durch sich selbst klar, daß zwei Körper, in der Nachbarschaft eines Dritten, diesen Dritten je nach ihrem Schwer- und Dichtigkeitsverhältniß an

ziehen. Man fieht daraus leicht, wie mannigfach man diese Natur-

gesetze anwenden kann, um die Schwere verschiedener Körper zu ermitteln. Man denke ich eine große Kugel in der Luft aufgehangen, darunter einen ganz kleinen Körper, und unter beiden die Erdkugel. Offenbar wird nun die kleine Kugel zwischen beiden von beiden angezogen, herabwärts von der Erde, aufwärts von der darüber hängenden Kugel. Läßt sich nun die allerdings kaum faßliche und sichtbare Anziehungskraft der oberen Kugel im Vergleich zu der vieltausendmillionenmal größeren der Erde messen und ermitteln, so ist das schon der Keim zur Erdwage. In der That ist sie an sich kaum so künstlich, als eine Wage, auf der uns ein Pfund Kaffee zugewogen wird. Eine dünne, hölzerne Ruthe an einem zarten Faden wagerecht wie einen Wagebalken aufgehangen, und die Wage ist fertig. Ist die Ruthe ziemlich lang und an dem möglichst feinen Seidenfaden aufgehangen, wird fie fo empfindlich, daß sie durch die herannahende Wärme der Hand beunruhigt wird, daß sie den leisesten Zug einer Schwerkraft in ihrer Nähe empfindet und zeigt, so vieltausend billionenfach größer auch die Anziehungskraft der Erde ist, welche sie zwingt, ruhig da zu hängen, so lange jeder andere Einfluß von ihr fern gehalten wird. Das Schwierige und Delikate besteht nun darin, alle Einflüffe, die nicht von der Attraction der Erde herrühren, fern zu halten oder die nicht zu vermeidenden mathematisch genau zu ermitteln und mit in Rechnung zu setzen, die Körper aber, welche ihr Attractionsverhältniß Zu dem der Erde zeigen sollen, bis auf den tausendsten Theil eines Haares genau zu kennen, um die verhältnißmäßig unendlich kleine Kraft der Anziehung bestimmen zu können und so Faktoren zu bekommen, aus denen mathematisch und arithmetisch genau die quadrillionenmal größere Erdanziehung herausgezogen werden könne.

Die Baileyschen Experimente haben nun das vor allen anderen früheren Erdwiegungs-Versuchen voraus, daß mit allen von der Wiifenschaft und Kunst verfügbar und erdenkbar gewordenen Mitteln die Wage selbst die empfindlichste und geschützteste war und alle störenden Einflüffe entweder genau mit berechnet oder überhaupt abgehalten wurden. Um einen Lichtstrahl, den Althemzug eines auf den Zehen Herannahenden, den Hauch der noch fernen warmen Hand, den leisesten Temperaturwechsel draußen u. f. w. entweder unschädlich zu machen, oder genau zu messen, wie viel folch eine Störung betrage, und fie demgemäß in das ungeheuere Conto mit einzutragen, hatte Bailey Mittel erfonnen und angebracht, die den tiefsten, feinsten Scharfsinn, eine große Genialität und eine Hingebung, eine Ausdauer, einen taufendfach bewaffneten Blick, einen wissenschaftlichen Heroismus verrathen, wie dies nur der Mann von Fach verstehen und würdigen kann.

Die graphische und ausführliche Schilderung, welche Bailey von feiner Arbeit in den „Transactions of the Astronomical-Society“ giebt, fetzt uns in den Stand, der geheimnißvollen, dunkeln Zauberkammer, in der er Jahre lang wog, einen Besuch abzustatten und uns eine Vorstellung von feinen wissenschaftlichen Mysterien zu verschaffen. Sein Haus lag nicht weit von dem hinteren Eingange zum Britischen Museum, zurückgezogen von dem Geräusch der Straße, von einem stillen Garten umgeben, einstöckig, altmodisch und solide. Das Erdwiege-Laboratorium war ein 17F. langer, 14 F. breiter und 9F. hoher Raum mit einem Eingange und einem nordwärts gerichteten, doppelt geschloffenen Fenster (um plötzliche Temperaturänderungen abzuhalten; für die chemischen und allmäligen war anderweitig geforgt). Ueber die inneren Scheiben war dickes Papier geklebt, um Licht- und Wärmestrahlen zu brechen. Anderes Licht fand eben so wenig Zutritt, als etwa Fremde. Der Mann arbeitete hier vier Jahre lang im Dunkeln allein, Tag für Tag, und ließ nur für Geschäfts- und Wiffenschaftszwecke zuweilen Jemand herein. Am Fenster ist nur ein schmales Streifchen unbedeckt gelaffen, welches die Divisions-Skala beleuchtet, auf der fich mittheilt, was an den Instrumenten vorgeht. In einem Winkel schlägt eine kostbare Uhr von Molyneux fehr laut Sekunden. Ein anderer Winkel wird durch eine dicke Barre, auf der Teleskope befestigt sind, ausgefüllt. Hinter ihnen steht der Beobachter, innerhalb des Bereichs von Schnüren-Endchen, mit denen er Instrumente ziehen und richten kann, ohne feinen Standpunkt zu verlaffen. Hinter ihm hängen kostbare Meisterwerke von Baro-, Thermo- und Hygrometern.

Die Wage selbst befindet sich in der Mitte des Zimmers. Von außen fieht sie wie eine große achteckige Kiste aus, 8 Fuß lang und 4 Fuß hoch. Freilich hat sie auf den ersten Anblick etwas Mysteriöses, Geisterhaftes. Sie ist mannigfach durchlöchert und jede Oeffnung luftdicht mit Spiegelglasscheibchen geschloffen. Drum herum hängen in verschiedenen glitzernden Gestalten Goldpapiere mit Thermo-, Hyground Barometern. Aus der Mitte des Kastens erhebt sich eine Säule wie ein Schornstein bis in die Decke hinauf, ringsum mit Goldpapier beklebt, Alles, um Licht- und Wärmestrahlungen abzuhalten oder genau zu messen und zu buchen. Das ist der äußerliche Mantel der Wage. Innerhalb bemerken wir zunächst von der Basis aus eine folide, dicke Holzfäule, die auf eisernen Ringen und Spindeln drehbar ist, ohne im Geringsten von mathematisch genau vorgeschriebenen Linien abzuweichen. Auf der Säule liegt ein 8 Fuß langes, dickes Brett, mit verschiedenen Mitteln versehen, die jede geringste Abweichung von feiner Lage verhüten, wenn es große Lasten zu tragen bekömmt. Die Lasten, ungeheure Kugeln, für deren mathematische Genauigkeit die besten technischen Kräfte und die minutiösesten Prüfungen garantieren müffen, werden in Höhlungen, die auf beiden Endpunkten des Brettes angebracht sind, gelegt und für Experimente den Endpunkten der Wage fo genähert, daß ihre Entfernung bis auf die kleinsten Theile einer Linie gemeffen und durch Teleskope abgelesen werden kann. Die Bewegung dieses ganzen Apparates hat der Beobachter von seinem Winkel aus durch Schnüre und Drähte vollkommen in seiner Gewalt. Die Kugeln, welche als Attractionskörper im Vergleich zur Erd-Attraction verwendet werden, find von Blei und wiegen jede 380 Pfund. Sie find von dem berühmten Bramah verfertigt worden und gelten als die mathematisch genauesten Kugelformen, die existieren. Die mikrofkopischen Untersuchungen, denen man ihre Oberflächen unterwarf, bilden allein eine der delikatesten naturwiffenschaftlichen Arbeiten. Der Akt ihrer Wiegung in der „Bullion-Office“ der Bank von England, auf einer Wage, welche den Kupfergehalt in einem Goldstücke bis auf ein Atom angiebt, war ebenfalls eine feierliche Arbeit der berühmtesten Autoritäten. Die bisherigen Bestandtheile des Wiege-Apparats gingen vom Boden unten aus. Die übrigen kamen von Oben aus zum Theil beträchtlichen Entfernungen. An der Decke ist ein Balken mit allen möglichen Mitteln, die geringste Vibration zu verhüten, angebracht. Von diesem Balken durch die Decke führt die fchornsteinartige Röhre mitten in den Wiege-Apparat hinein. Sie dient blos dazu, den zarten Faden, dessen Drehungen das Maß der Attraction der dem Wagebalken nahe gebrachten Kugeln angeben sollten, zu schützen. Diese Fäden waren für verschiedene Experimente von Kupfer, Eisen oder Seide, doppelt, einfach und von verschiedenen Graden der Feinheit. Oben hingen die Fäden in einer Schraube, die vom Beobachtungsplatze aus bewegt werden konnte. Unten kreuzen fiel den Wagebalken, die Theil- (deal-rod) oder Drehruthe (torsion-rod), ein ungemein feines, genau balanciertes Stäbchen Holz, fünf Unzen schwer. Die beiden Enden der Drehruthe trugen an den feinsten Fäden kleine Kugeln für verschiedene Experimente von Elfenbein, Glas, Zink, dem leichtesten, und Platina, dem schwersten Metall, aber alle so empfindlich, daß sie den leisesten Athemzug in ihrer Nähe angeben. Sie hingen mit ihren Centren horizontal-parallel den großen bleiernen Kugeln, aber an entgegengesetzten Seiten, so daß das starke Brett, welches letztere trug, und die Drehruthe in der Position eines X waren, worin der starke Strich die Torfions- oder Drehruthe, der dünne das Kugeln tragende Brett repräsentiert. Die Torsionsruthe war noch besonders durch einen Holz- und Glaskasten geschützt, jedoch so, daß der Beobachter fiel von feinem Platze aus durch Teleskope in ihrer ganzen Ausdehnung und in ihren leisesten Vibrationen fehen und diese Bewegungen messen und buchen konnte. Von den wissenschaftlichen Waffen, Truppen und Polizeibehörden, womit die Apparate und der Beobachter umgeben waren, um Irrthümer und gesetzwidrige Handlungen eines der Apparate, oder Fremde, die ohne Paß eindrangen und sonstige Feinde abzufaffen, abzuhalten, zu arretieren, zu Protokoll zu nehmen und den angerichteten Schaden in Abzug zu bringen, von Spiegeln, die als geheime Polizei in das Teleskop des Beobachters hineindenunzierten, von Linien, welche die großen Bleikugeln „küßten“, fo lange fie in ihrer vorgeschriebenen Stellung blieben, von Mikroskopen, die ihre Abweichung vom Pfade des Gesetzes bis auf ein Tausendstel Linie der Behörde anzeigten, von Drähten, obdachlose Elektrizität auszuweisen, Thermo-, Baro-, Hyground anderen Metern, welche fortwährend allseitig Gesetz und Ordnung hielten, das leiseste Unrecht korrigierten oder wenigstens als solches zu Protokoll gaben, damit ein künftiger Wiegemeister mit schärferen Beschwörungsformeln fie vermeiden könne, um vielleicht bis aufs Viertelpfund herauszurechnen, wie schwer die Erde fei, von diesen Behörden wollen wir hier nicht weiter fprechen, genug, daß wir wifen, fie haben ihre Schuldigkeit gethan, um der großen, erhabenen Zahl zu ihrem ersten Dasein zu verhelfen. (Schluß folgt)

Frankreich. Briefe über die Universal-Ausstellung von Paris. - (Schluß)

Wir begnügen uns für heute mit dieser fehr flüchtigen Rundschau, da wir auf Einzelnes zurückzukommen Gelegenheit haben werden, und begeben uns auf die oberen Galerieen. Wenn wir dort mit der füdwestlichen Ecke beginnen, so finden wir zunächst die Ausstellungen der Hansestädte, darunter Hamburg mit vielen Korbwaaren und MusikInstrumenten. Darauf folgen mehrere kleine Zollvereinsstaaten, ferner Bayern und Sachsen, die nicht eben glänzend vertreten zu sein scheinen; dann Preußen mit feinen Seiden-, Baumwollen- und Wollenwaaren. Darauf erblicken wir Oesterreich, welches hier feine Teppiche und Seidenstoffe ausgebreitet hat. Demnächst folgt Belgien, wo wir ebenfalls schöne Teppiche, namentlich aber die große Uhr von Collins bemerken, welche die Normal-Uhr des Industrie-Palastes ist. Die volle Hälfte der oberen füdlichen Galerie gehört England, das hier den ganzen Reichthum feines Kunstfleißes ausgebreitet hat. Kaum wissen wir, was zuerst nennen, ob seine Sammet-Teppiche oder feine Tüllwaaren und Spitzen, oder feine optischen und mathematischen Instrumente, oder feine Gold- und Silberwaaren. Letztere find in folcher erstaunlichen Fülle, in fo unbeschreiblich gediegenen Prachtstücken vorhanden, daß man damit die Tafeln aller Potentaten Europas schmücken könnte. Wenn wir, von allem diesem Glanze geblendet, uns abwenden und weiter schreiten, fo gelangen wir in eine ganz neue fremdartige Welt. Wir befinden uns plötzlich inmitten von

feidenen Zelten, Pavillons, Kiosks, deren rosafeidene Vorhänge das Licht dämpfen und uns die Welt des Orients vorführen mit ihren gold- und filberdurchwirkten Shawls, Teppichen, Turbanen, ihren Möbeln aus Sandel- und Ebenholz, ihren zahllosen Gegenständen aus Gold, Silber, Elfenbein, ihren leichten Binsenmatten, ihren Waffen, Wohlgerüchen, Schmucksachen, kurz, das Reich der Hindu. An der Ostseite der oberen Galerie, Ostindien zunächst, erhebt sich ein Pavillon im maurischen Style für die türkischen Produkte, die aber bis jetzt noch fehlen. Demnächst folgt Toskana mit schönen MarmorArbeiten, Möbeln und Strohflechtwaaren, dann Sardinien und der Kirchenstaat, mit Seidenwaaren, Mosaik- und Marmor-Arbeiten. So gelangen wir zu der nördlichen Galerie, die, gleich der unteren, ausschließlich von Frankreich eingenommen ist, und zwar von den Fabrikaten aus Lyon, Mühlhausen, Rouen und anderen Manufakturstädten. Die Westseite der oberen Galerie gehört den nordischen Staaten Schweden, Norwegen, Dänemark und Holland. Die Kopenhagener Industrie ist durch mehrere sehr hübsche Kunstmöbel vertreten, Holland durch Schiffsmodelle und fonstige Marinegegenstände. Vergeffen wir endlich nicht die fechs Treppenhäuser, die in dem ganzen Gebäude allein einen monumentalen Charakter haben. Man hat in den Treppenhäusern vor den Fenstern die Glasmalereien, ferner auf den Treppenwangen verschiedene Gruppen in Bronze und Zink aufgestellt, in dem füdwestlichften Treppenhaufe befinden fich unter anderen auch die reichhaltigen Erzeugniffe der Berliner Wachstapetenfabriken. Durch die große Mittelthür an der Südseite des Gebäudes treten wir in den Verbindungsflügel, welcher die Rotunde des ehemaligen Panorama in fich fchließt; der Bau ist in der Art aufgeführt, daß die Rotunde in der Mitte einer achtzig Fuß breiten Galerie liegt, welche im Innern ganz im Style des Industrie-Palastes aus einem Mittelschiff und zwei Seitenschiffen besteht. Um die Rotunde herum führt eine konzentrische Galerie. Hier find die Pariser Möbel, die MusikInstrumente und die Fußteppiche aufgestellt. In der Rotunde felbst kommen die Erzeugniffe der Gobelin-Manufaktur, der Teppichfabriken von la Savonnerie und Beauvais, der Porzellan-Manufaktur zu Sèvres, endlich in der Mitte die Krondiamanten zu stehen. Außerhalb der Rotunde befindet sich ein halboffener Rundgang, in welchem die großen Buffets eingerichtet werden. Alle diese Baulichkeiten werden aber erst in den nächsten Tagen vollendet fein. Der Verbindungsflügel des Panorama konnte nicht zu ebener Erde bis zur großen Maschinen-Galerie herangeführt werden, weil man sonst die vom Platz de la Concorde nach Chaillot und Paffy führende Straße Cours la Reine dem Verkehr hätte entziehen müffen. Man hat sich deshalb entschließen müffen, jenen Flügel bis zur genannten Straße zu führen und von da ab die Verbindung mit dem Langbau an der Seine durch eine Brücke zu bewerkstelligen, unter welcher die Straße durchführt. Die Brücke ist mit Glas gedeckt und in zwei Abtheilungen getheilt, eine für die aus dem Industrie-Palaste und eine für die aus dem Langbau Kommenden. Wir geleiten auf dieser Brücke den Leser in die Maschinen-Galerie, die bis jetzt dem größeren Publikum noch unzugänglich ist. Beim ersten Anblick dieser Galerie wird man sehr überrascht von der fast unabsehbaren Perspektive, die fich uns eröffnet, denn nicht weniger als 3600 Fuß mißt dieses fogenannte Ergänzungsgebäude. Hat man sich aber gesammelt, dann treten die Feh

"ler hervor, welche dem Baue mit Recht vorgeworfen werden. Er ist

wie das Hauptgebäude viel zu niedrig. Es ist unglaublich, daß man, mit den vorhandenen Geldmitteln und nach den in London gemachten Erfahrungen, nicht einen wirklichen Krystall-Palast hat errichten können. Man führt als Entschuldigung an, daß man ein dauerndes Gebäude habe aufführen und fomit zu den Quadersteinen feine Zuflucht habe nehmen müffen. Diese Entschuldigung ist fchon darum nicht ganz stichhaltig, weil der Palast zu Sydenham bekanntlich ebenfalls aus Glas und Eifen errichtet ist. Die Maschinen-Galerie soll übrigens doch nur für die Dauer der Ausstellung erbaut sein und später eingeriffen werden. Warum hat man dieser denn nicht wenigstens jenen leichten graziösen Charakter gegeben, den alle Welt an dem KrystallPalast von Hyde-Park und Sydenham bewundert? Es sieht gerade aus, als hätten die französischen Architekten etwas darin gesucht, jenen bewährten Styl nicht zur Anwendung zu bringen und in der breit getretenen Bahn des Veralteten zu bleiben. Doch diese Betrachtungen find insofern müßig, als das Gebäude fertig da steht und wir es so anzunehmen haben, wie es einmal ist. In Bezug auf die darin zur Aufstellung kommenden Industrie-Erzeugniffe zerfällt die Galerie in drei ziemlich gleich große Theile. In dem östlichen, dem Platz de la Concorde zunächst gelegenen Theile find, wie im Hauptgebäude, obere Galerien errichtet, so daß der untere Raum in ein Mittelschiff und zwei Seiten-Galerieen zerfällt. Hier befinden fich die stillstehenden Maschinen und Apparate, Rohprodukte aller Art, Bergwerks-Erzeugniffe, auf den oberen Galerieen die Erzeugniffe aus den überseeischen englischen Kolonieen, aus Australien, Kanada, ferner die algierischen Produkte. Noch ist hier wenig oder nichts in dem Chaos

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